Humboldt-Forum / Stadtschloss - Der Bauthread

  • Lebendig gestaltete Dachterrassen sehen anders aus...Vor allem vermisse ich Sitzgelegenheiten, die sicherlich viele Besucher bei strahlendem Sonnenschein nutzen würden.


    Hier mal ein Projekt von Henning Larsen für ein Kaufhaus in Aarhus, bei dem das Dach einer Landschaft gleicht. Mit einladenden Materialien, Sitzgelegenheiten und schöner Begrünung. Natürlich kann man beim Humboldtforum nicht mit Maßnahmen arbeiten, die man vom Bodenniveau aus sehen kann, dennoch könnte man so einiges abgucken

    https://henninglarsen.com/en/projects/16…rooftop-aarhus/

  • Könnte mir aber vorstellen, dass sich das dann im Frühjahr ändert, sowohl durch Außengastronomie als auch sicher etwas mehr Bepflanzung. Über Nutzungsmöglichkeiten wurde offenbar noch nicht groß nachgedacht, aber immerhin bietet die Fläche viel Entwicklungspotential.

  • Da ist bestimmt einiges dem Eröffnungszeitpunkt geschuldet und den Wirren der Coronapandemie...

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass da im Frühjahr Möblierung und damit Leben einzieht.

    Die Rasenflächen und die gepflasterten Bereiche laden ja regelrecht dazu ein bespielt zu werden.

    Vielen Dank, an dieser Stelle, für die guten Fotos :daumen:

    Die Kuppel wirkt tatsächlich untergenutzt. Vlt. lässt sich hier noch ein Austellungsstück integrieren (?)

    Aber die Rekonstruktion der ehemaligen Kapelle, wird doch wohl nicht ernsthaft erwogen...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Aber die Rekonstruktion der ehemaligen Kapelle, wird doch wohl nicht ernsthaft erwogen...

    Gute Frage, warum eigentlich nicht?! Müsste jedenfalls grundsätzlich möglich sein, oder weiß jemand ob es da baustatische Zwänge gibt bezüglich der Geschosse darunter?

  • Das Foyer ist eindrucksvoll und riesig:

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    Humboldt-Forum im Stadtraum vom Französischen Dom aus gesehen:

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    Wenn die Gebäude am alex fertig sind, wird das eine totale Postkarte!

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    Video-Kunst im Schlüterhof:

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    (c) ich

    Einmal editiert, zuletzt von Bonteburg (25. Oktober 2021 um 23:18)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Hier mal ein Projekt von Henning Larsen für ein Kaufhaus in Aarhus, bei dem das Dach einer Landschaft gleicht. Mit einladenden Materialien, Sitzgelegenheiten und schöner Begrünung. Natürlich kann man beim Humboldtforum nicht mit Maßnahmen arbeiten, die man vom Bodenniveau aus sehen kann, dennoch könnte man so einiges abgucken

    ‘Aarhus’ und ‘abgucken’ sind gute Stichworte. Es ist wohl nicht mehr zu sichern, wie lang Høeg-Hansen und Jørgensen im Schlüterhof saßen, bevor sie diese Treppenhäuser für die Aarhuser Parkallé entwarfen.


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  • Und was hat das jetzt auch nur annähernd mit meinem genannten Beispiel zu tun? Statt eines inhaltlosen und unsachlichen Kommentars würde mich eine fundierte und konstruktive Kritik, die eine Diskussionsbasis schafft, deutlich mehr interessieren.

  • ^ Coole Dachgestaltungen inklusive Gewächshausanleihen kann man in Berlin halt auch, macht sich innerhalb einer gewachsenen abwechslungsreichen Dachlandschaft besser als auf einem Solitär, bei dem schon das sehr zurückhaltende Dachcafé hart kritisiert wurde. Insofern hat der Vergleich vielleicht einfach nicht so richtig gepasst.

  • Ich denke hier wird gerade viel zu sehr verallgemeinert. Ich habe keinen Vergleich Aarhus - Berlin gemacht, sondern eine beispielhaft schöne Dachlandschaft verlinkt, die eben zufälligerweise in Aarhus liegt - die Stadt spielt doch hier keine Rolle. Das Projekt in Neukölln gefällt mir genauso gut.
    Mit dem Dach eines Solitärs umzugehen ist auf jeden Fall schwieriger, das stimmt. Wie die anderen Projekte aber zeigen, kann man durch gelungene Materialien und durch eine etwas abwechslungsreichere Gliederung der großen Fläche noch viel Potenzial rausholen.

    Wie oben bereits erwähnt wird das Dach in Zukunft sicherlich noch nachgebessert - ich freue mich allein wegen der tollen Aussicht schon auf einen Besuch vor Ort :)

  • Heute bei dem Wetter hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt.

    Der Eindruck ist einfach nur grandios. Die Weitläufigkeit ist schon fantastisch. Und der Rundumblick famos. Ich bin sicher, das wird ähnlich beliebt wie das Dach auf dem Reichstag.

    Nochmal ein paar Bilder.

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    Schön zu erkennen die Passage

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    Und abschließend noch der Blick auf den Teufelsberg, ICC und Funkturm. Die Sicht war heute gigantisch

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  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wieso hat man dann die Decke nicht gleich offen gelassen? So hätte sich immerhin ein imposantes Bild nach oben hin ergeben.

    So einfach wäre das sicherlich nicht gewesen. Die dadurch entstehende Raumhöhe hätte die teilrekonstruierten Höhlen darunter in ihrer Wirkung wohl ziemlich erschlagen. Außerdem hätte man dann wieder Lichteinfall gehabt, der die empfindlichen Fresken der Höhlenmalereien gefährdet hätte. Im Tambourgeschoss Milchglasfenster einzusetzen, sähe von außen ziemlich merkwürdig aus.

    Zudem wäre dann die Frage gewesen, wie man dann zu Inspektionen aufs Kuppeldach und den Rundgang oben gelangt. Das zusätzliche Raumvolumen hätte die Klimatisierung des Museums nicht einfacher gemacht. Das Geld für die Kuppel kam ja erst, als die Grobplanungen für die Ausstellungen schon soweit fertig waren, da wollte man halt auch nicht alles wieder ändern, das hätte die Kosten ja auch weiter in die Höhe getrieben.

  • Haltet Ihr eines Tages die Rekonstruktion eines der Innenräume Beispielsweise als Museumsraum für durchsetzbar? Wie ist eure Meinung? Brauch das Humbold-Forum einen Hohenzollern / Preußen Raum?

    So sahen diese mal aus. Ich habe Sie in einem Video zusammengefasst.

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  • ^ Nein. Je Hohenzolliger das Humboldt Forum wird, desto suspekter wird es mir. Ein Einwurf von Boddien bei einer Publikumsdiskussion vor anderthalb Monaten hat mir gezeigt, dass selbst dieser mir bis dahin durchaus sympathisch und moderat-konservativ erscheinende Mann von ressentimental-reaktionären Antrieben nicht frei ist. Solche Tendenzen sollten nicht weiter befördert werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von ElleDeBE (13. Januar 2022 um 19:07)

  • Ich fände es eher reizvoll, wenn man solche Zeitzeugnisse wie in dem Video aber auch Aufnahmen von kurz nach dem Krieg, dem Palast der Republik, der Attrappe, der Wiese und schließlich der aufwändigen mehrschichtigen Rekonstruktion mit Beton, Backstein und Sandstein als kleine Filmchen oder virtuelle 3D-Animationen (durch VR-Brillen oder auch das eigene Smartphone) sichtbar macht. Das funktioniert im Naturkundemuseum ja auch super mit den Dinoskeletten, die dann Layer für Layer Muskeln und Haut zurück erhalten. So könnte man der im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtigen Historie des Standortes mE am besten gerecht werden UND würde dabei nicht einmal Ausstellungsfläche verlieren oder sich angreifbar für die von ElleDeBE beschriebenen Anschuldigungen machen.

    Kurzfassung: An real erlebbarer Reko reichen m.E. die Fassaden. Die verlorene/verborgene Geschichte sollte aber dennoch erlebbar gemacht werden, ohne dass man sich dabei "nur" auf die Preußenzeit begrenzt. So wird es Berlin dann auch am ehesten gerecht.

  • Ja!

    Das Schlütersche Treppenhaus hinter Portal VI und der berühmte Schlütersche Rittersaal. Beides waren herausragende Raumschöpfungen über ihre Zeit hinaus, die dadurch wieder vor Ort erlebbar würden. Und nur deshalb würde es mir gefallen, also ohne jeden politischen Hintergrund. Allerdings wäre beides nicht als Austellungsraum mit irgendwelchen Vitrinen denkbar, sondern nur als Museumsstücke an sich. Ich sehe aber sehr wohl den Platzbedarf des Humboldtforums für seine Ausstellungen und dieser sollte nicht eingeschränkt werden.

  • ^ Ich hatte das hier bereits etwas ausgeführt:

    Anlässlich einer Debatte zur Kuppelinschrift + Kreuz Ende November 2021 nannte Wilhelm von Boddien den dort vorgestellten Leuchtband als, sinngemäß, "größten Anschlag auf das christliche Abendland seit 2000 Jahren" und war sich auch nicht zu schade, darauf zu verweisen, dass in Köln der Muezzin von der Moschee ins Freie rufen könne (was, nebenbei bemerkt, noch gar nicht bewilligt wurde) und man hier Probleme mit christlichen Symbolen hätte. Abgesehen davon, dass das offenar rechtsidentitäre Emotionen schüren sollte oder solchen Emotionen entsprang, behandelte er das Humboldtforum damit nicht als Museum und das Kreuz und die Inschrift als Zeichen, die sich ausschließlich der originalgetreuen Rekonstruktion verdankten und hier keinerlei religiöse Funktion haben, sondern durch den Ausdruck "Anschlag auf das christliche Abendland" und den Vergleich mit einer Moschee implizit so, als befänden sich auf dem Humboldt Forum religiöse Symbole. Wer aber das nicht unterscheidet, christliches Symbol auf einer Kapelle und Reko-Kreuz ohne religiöse Funktion, der setzt sich dem Verdacht aus, dass er auch ein Museum nicht von einem Schloss unterscheiden kann.

    Einmal editiert, zuletzt von ElleDeBE (13. Januar 2022 um 19:04)

  • ElleDeBE Ich unterstelle mal ins Blaue, dass Herr Boddin das schon zu differenzieren weiß, sich aber dennoch dieser populistischen Keule bediente, um eine erhoffte Wirkung zu erzielen und das (rein ästhetisch!) schreckliche Spruchband so wieder loszuwerden. Wenn das so war, heiligt der Zweck mE hier nicht die Mittel. Denn genau diese Art von symbolischer Aufladung sollte man tunlichst vermeiden. Sonst ruft man noch jede Menge unappetitliche Gestalten auf den Plan. Falls der Einwurf dagegen tatsächlich die Haltung von Herrn Boddin widerspiegelt, gehört er als leitende Figur leider selbst ein Stück weit in diesen Kreis. Das wäre mE ein schlimmerer Schaden für das Projekt als das Spruchband oder einzelne kompromittierte Spender. Insgesamt eine sehr bedauerliche Äußerung, auch wenn sie außerhalb des DAF m.W. bislang nicht bezeugt ist.