Beiträge von Bautradition

    ^Na dann schließt sich ja der Kreis:


    Bauakademie, Berliner Schloss, die Häuser in der Braubachstraße in Frankfurt (M) wurden nach dem Krieg abgerissen weil sie als "überkommen" und auch als hässlich galten.


    Es folgten "zeitgemäße" Bauten, PdR, Außenministerium, Technisches Rathaus. Und diese wurden inzwischen auch wieder abgerissen, weil sie heute als überkommen und hässlich gelten...

    Ja!

    Das Schlütersche Treppenhaus hinter Portal VI und der berühmte Schlütersche Rittersaal. Beides waren herausragende Raumschöpfungen über ihre Zeit hinaus, die dadurch wieder vor Ort erlebbar würden. Und nur deshalb würde es mir gefallen, also ohne jeden politischen Hintergrund. Allerdings wäre beides nicht als Austellungsraum mit irgendwelchen Vitrinen denkbar, sondern nur als Museumsstücke an sich. Ich sehe aber sehr wohl den Platzbedarf des Humboldtforums für seine Ausstellungen und dieser sollte nicht eingeschränkt werden.

    ^Daran, den Spruch einfach anzupassen, hatte ich auch schonmal gedacht,ist aber m. E. zu spät.


    Jetzt, wo dieses Spruchband so übertrieben in die Nähe einer wesentlichen Kernaussage über dieses Land gehypt wurde (was er nichtmal zu Kaisers Zeiten war) wird es schwierig einen Ersatzspruch zu finden. Dieser musste allen Gruppierungen, die da mitreden wollen, gerecht werden...


    Der Spruch wird dann entweder so lang, dass er nicht mehr aufs Spruchband passt, oder so klein und banal, wie der gemeinsame Nenner ist. Also so etwas Unanfechtbares wie: "Die Banane ist krumm" ;)

    Wenn das so ist, hat Herr Boddin, den ich persönlich sehr schätze, der Sache keinen Gefallen getan. Dabei ist es gerade er, der mit seinen immer sehr feinen und klugen Argumenten jahrelange der ganzen Wucht des oft derben Gegenwindes getrotzt hat und doch ans Ziel gekommenen ist. Es sei ihm nachzusehen, er ist auch nur ein Mensch.

    ^Genau, und wenn die Debatte wirklich wichtig ist (ist sie das?)... Dann her damit! Das heißt dann aber: Runter vom vermeintlich moralisch erhöhten Thron, raus aus den Elfenbeintürmen und rein in die demokratische, inklusive Diskussion mit der offenbar dringend zu belehrenden Bevölkerung. Und deren Argumentation dann auch respektieren. Das ist natürlich schwieriger, als ungefragt Leuchtbotschafen um Schlosskuppeln zu wickeln und von der hohen Warte aus moralische Überlegenheit zeigen zu wollen...

    Wahnsinn, diese absurde Diskussion um das Spruchband! Das ist ein historischer Text nothing else. Man kann ihn von unten nichtmal ganz lesen, auch nicht, wenn man komplett um das Gebäude herumgeht. Glaubt hier wirklich jemand, dass die Menschen hier eine überhebliche "Belehrung" benötigen, weil sie den Spruch sonst missverstehen? Ich habe zumindest noch niemanden vor der Schlosskuppel "auf die Knie fallen" sehen.

    Die Schlosskuppel, so erinnere ich mich, darf als Raum nicht genutzt werden, weil das Gebäude sonst qua Höhe dann baurechtlich als "Hochhaus" gegolten hätte, als das es aber nicht genehmigt wurde. Die Kuppel ist ja eine Zutat, die ursprünglich nicht geplant war. Dass die Kuppel dann doch errichtet wurde, verdanken wir einem Großspender.

    Die Siemensbahn (Siemensstadt) heute im Tagesspiegel - soll natürlich wieder teurer werden, als gedacht. Auch über die Wiederherstellung der S-Bahn von Jungfernheide über den ehemaligen Bahnhof Fürstenbrunn nach Spandau wird offenbar nachgedacht.


    Meiner Meinung nach sollte das alles schnellstens wieder aufgebaut werden - der nötigen Verkehrswende würde es helfen.


    https://www.tagesspiegel.de/be…euro-kosten/27520840.html

    Ach ja, und wer's braucht, und zuviel Zeit hat, dem sei noch dieser Artikel in der Berliner Zeitung anempfohlen.


    https://www.berliner-zeitung.d…hlussstrich-ist-li.172725


    Der Verfasser widerspricht sich schon in der Überschrift und dann gleich wortreich im Artikel.


    Denn ohne das Gesamtkonzept Humboldtforum mit Schlosshülle und Austellungskonzept mitten in der Hauptstadt, hätte es die aktuelle Debatte um Raubkunst und Kolonien gar nicht gegeben.


    Wo waren die KritikerInnen die sich nun lauthals melden, als die selben Objekte noch in Dahlem ausgestellt waren?

    Ein Sternenhimmel im U-Bahnhof ist ja ne putzige Idee - es erschließt sich aber nicht ohne weiteres, was das mit dem Weltkulturerbe Museumsinsel in Berlin zu tun haben soll.


    Das ist doch irgendwie wieder sehr verkopft. Ich persönlich hätte es schöner gefunden, wenn das Design der Station einfachen Gemütern wie mir spontane Assoziationen an ein klassisches Museum ermöglicht hätte....


    So hätte ich auch die Station "Rotes Rathaus" in rotem Klinker ausgeführt, die Station "Unter den Linden" mindestens in Lindgrün gestaltet.


    Die teuren Stationen, so wie sie jetzt sind, sehen irgendwie schon toll aus, stellen aber keinen Bezug zum Ort her (und bei keiner der drei Stationen ist es irgendein Ort). Sie könnten überall und irgendwo auf der Welt sein.

    Eigentlich hilft am Kulturforum nur eines: Konsequenter Einsatz der Natur.


    Alles außer Nationalgalerie und Matthäuskirche mit wildem Wein und Efeu überranken lassen, Wiesen, Bäume und Teiche anlegen. Dann wächst wenigstens zusammen, was nicht zusammenpasst.

    ^Mir fällt es auch schwer mir vorzustellen, wie eine reine Grassteppe, durchzogen mit alten Betonlandebahnen viel zum städtischen Mikroklima beitragen soll. Dazu müsste man es schon aufforsten und Teiche anlegen wie im Tiergarten.