Beiträge von Baukörper

    Vielleicht ist der Kolhoff Plan nicht die Lösung sondern das Problem.

    Grundsätzlich hat doch die Höhe nicht so viel mit der Gestaltung zu tun, wie es z.B. an den deutlich kleineren Hochhäusern am Potsdamer Platz und am Breitscheidtplatz gut zu erkennen ist. Es ist daher m.A.n. auch eher ein Problem des Zuschnitts der Grundflächen für die Hochhäuser. Wären diese größer gewesen oder hätten eine andere Form aus rechteckig, hätte man auch mit den Proportionen bei gleicher Höhe mehr spielen können.

    Zur Zeit finde ich auch den Turm und die Fassade des Park Inn (aber natürlich nicht den Sockel) optisch ansprechender als den Turm vom Berlinian und das bei 60 Jahren Altersunterschied :/

    Was für ein Quatsch, sorry, dann müsste ja die ganze Stadt abgeschaltet werden, damit alle ruhig schlafen können ...

    Bin mal gespannt ob derlei Argumente auch kommen, wenn irgendwann mal eine AFD Bundesregierung (die uns allen hoffentlich erspart bleibt) das Nationaldenkmal wiederaufbauen würde.

    Es ist wirklich ärgerlich, dass das Projekt so kompliziert, langwierig und teuer geworden ist. Das ist es dann aber auch gewesen.

    Man muss sicher die endgültige Fertigstellung abwarten, aber ich sehe da jetzt keine Betonung der beiden obersten Geschosse mehr und die Rasterung der oberen vier Etagen in 2 x 4 Fensterachsen, dazu noch mit unterschiedlichen Höhen, nachdem es darunter immer 3 x 4 gleichhöhe waren, schadet m.A.n. dem Gesamteindruck deutlich.

    Also ich weiß nicht recht was das jetzt soll. Jetzt soll es so bleiben, mit ein paar kleineren Ergänzungen, die halb Erinnerungskultur, halb Stadtmöblierung sind. Dabei hat ja der jetzige Babauungszustand eh nichts mehr mit der Originalsituation des Checkpoint Charly gemein.

    Klar, würde man die Baulücken einfach schließen, würde nichts mehr auf dem historischen Ort hinweisen als die üblichen Erklärtafeln. Aber rechtfertigt die Historie des Ortes, dort eine Lücke in der Stadt zu belassen? Wenn dem so ist, was rechtfertigt dann die seit 1990 dort entstandenen Gebäude, müsste man dann nicht den Originalzustand des Checkpoint Charly wieder herstellen, also in dem Fall dann mal eine Rekonstruktion durch Beseitigung von Gebäuden, so âhnlich wie beim Schinkelplatz?

    Nein, hier sollten die kriegs-und teilungsbedingten Baulücken geschlossen werden und gleichzeitig der Historie mit einem durchdachten Museum des Ortes gedacht werden.

    Letztens bei der Diskussion um das Hochhaus am Breitscheidtplatz, dachte ich, wenn überhaupt, würde ein Gebäude mit einer Höhe von rund 200 Meter, in den Bereich Messe / ICC / Westkreuz passen.

    Hier fände ich das auch richtig gut.

    Ich finde nicht, dass dort eine Gasse die beiden Sockelbauten trennen sollte. Ein durchgehend bebauter länglicher Block, gerne mit mehreren optisch voneinander getrennten Gebäuden oder mindestens Gebäudeteilen, eins davon dann das Hochhaus an der Kreuzung, mit einer deutlich abgesetzten Fassade, wäre für mich die deutlich bessere Lösung.

    Dieser Block kann dann ja dennoch durchquerbar sein.

    Ich denke außerdem, dass der Eigentümer des ParkInn die unteren Etagen des Hochhauses (oberhalb des jetzigen Sockels) nicht verbauen möchte. Daher der Entwurf mit dem niedrigen Sockel. Eine Möglichkeit wäre, wie schon vorgeschlagen, an der Ecke zum Alexanderplatz höher zu bauen und den Rest des Sockels niedriger zu lassen. Das schafft dann auch etwas Abwechslung.

    An jedem Hafen, der öffentlich zugänglich ist, kann man theoretisch ins Wasser fallen. Das sollte man genauso wissen, wie dass man beim überqueren einer Straße überfahren werden kann. Auch am oberen Ende einer Treppe könnte jemand stürzen. Es ist also ganz normal, dass Vorsicht geboten ist, wenn man vor die Tür geht ...

    Ein Geländer, bei der geringen Fallhöhe, wird es hoffentlich nicht geben. Ein Rettungsring in Reichweite und vielleicht eine Rettungsstange und entsprechende Hinweise sollten genügen.

    Ich freue mich auf jeden Fall darauf. Die Nähe zum Wasser macht immer einen besonderen Reiz aus.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich finde auch, dass es ostig wirkt. Es harmoniert so gesehen mit der Umgebung.

    Davon ab, was genau "ostig" bedeuten soll (Berlin war ja nie was anderes, schon gar nicht an dieser Stelle), ist es doch ein nahezu perfekter Entwurf, der zum Platz hin, die historische Platzkante wiederherstellt, dabei aber auch an die insgesamt größreren Baumassen angepasst ist und vom Platz weg, mit dem Bestandsbauten harmonisiert.

    Man sieht von da aus doch auch das Zeughaus und die Friedrichswerdersche Kirche, dazu den Schinkelplatz und alle angrenzenden Gebäuden. Das ist doch schonmal was. Ich denke, es wird ein absoluter Hotspot auch wenn man den Oberkörper wenden muss um auch die Museumsinsel, den Dom, das Humboldforum und das Staatsratsgebäude sehen zu können.

    Sicher das gegenüberliegende Ufer bietet einen noch besseren Ausblick, allerdings vermute ich, dass dort der Platz, den eine Freitreppe benötigt, zu stark den Schinkelplatz beeinträchtigt hätte.

    What? Also wenn jetzt auch noch Gebäude gebaut werden, die an der Stelle hätten stehen können, wenn bereits in den 50igern oder 60igern dort was anderes gebaut worden wäre, als das was dort tatsächlich gebaut wurde, dann entlarft sich jetzt die ganze Rekonstruktionentwicklung m.A.n. vollends als Disneyland.

    Ich finde den Gedanken grundsätzlich gar nicht so abwegig, auch Gebäude der 50iger oder 60iger Jahre zu rekonstruieren, aber sie sollten dann schon auch tatsächlich da gewesen sein.

    Schon krass, dass die ersten Neubauten der Nachwendezeit bereits wieder abgerissen werden und es an anderen Stellen noch immer fast so aussieht wie in den 80ern.

    Mir gefällt der Neubau dennoch besser als der "Altbau". Es wird schon damit zusammenhängen, dass es für das Raumkonzept des Telekom Gebäudes keine geeignete Nutzung mehr gab und dieser auch nicht durch einen Umbau verändert werden könnte.

    Wären hier nicht Threats wie Friedrichswerder, Friedrichstadt oder auch Unter den Linden eher geeignet als Fischerinsel/Petriplatz/Breite Str. ?

    Was mich an dem Platz schon immer gestört hat, ist die völlige Diffusität. Wegebeziehungen sind nicht offensichtlich, überall steht was rum und Platzkanten gibt es praktisch kaum.

    Dass man jetzt mittig auf den Platz noch Bäume pflanzt, verbessert die Situation auch nicht wirklich, außer dass man dann aus der Fußgängerperspektive nicht mehr vom Bahnhof nach Norden ins Leere blicken muss. Beschattet wird davon nur der Gehweg an der Invalidenstraße. Die direkte Sichbeziehung zwischen der Bushaltestelle und dem Eingang zum Bahnhof wird unterbrochen, einen direkten Weg gab es weder hier noch zur Tram. Irgendwie alles seltsam, dass jetzt die Situation nicht verbessert wird. Anstatt Wege- und Sichtbeziehungen klar herauszustellen (zuerst mal zwischen Hauptbahnhof und Tram bzw. Europaplatz Nord) und diese vielleicht mit Bäumen zu begleiten, macht man genau das Gegenteil. Jetzt gibt es zusätzlich noch einen kleinen Wald der umrundest werden muss.

    Für die nördliche Platzkante zur Rampe der Bundesstraße und der breiten Bahntrasse, müssen sich die Planer wirklich was einfallen lassen. Vielleicht sollte diese aufwendig mit weiteren Bürogebâuden überbaut werden.

    Okay, und was genau stört dich?

    Hier geht's ja meistens und Modern vs. Traditionell. Hast du vielleicht einen anderen Standpunkt?

    Mich stört tatsächlich auch oft die sehr lange Umsetzung, wobei ich das in diesem Fall tatsächlich noch gut nachvollziehen kann. Immerhin gab es eine Überbauung des Areals durch eine Bundesstraße, die ein Bundesland nicht mal eben verlegen und gar zurückbauen kann. Außerdem läuft der Umbau jetzt auch schon ein paar Jahre.

    Sorry, ich kann das Gerede von der verlorenen Mitte nicht mehr hören.

    Natürlich ist es schade, dass Berlin, bzw. sind es ja eher die damals lebenden Berliner, die diesen Verlauf der Geschichte erleben mussten, aber an diesem Ort irgendwas zurückzusehen was schlicht vollkommen weg ist, ist meiner Ansicht nach, Geschichtklitterung und grober Unfug.

    Berlin hat dieses, mittlerweile ikonische Alleinstellungsmerkmal, lebt damit gut und ist auf gutem Weg, den Bestand weiterzuentwickeln ohne ihn völlig umzukrempeln.

    Interessant, aber ist bei der Masse an konstruktiv eingebauten Kältebrücken, ein Baumangel nicht vorprogrammiert?

    Ist technisch wohl nicht anders machbar, die Steinplatten können ja nicht schweben, aber andererseits ist jeder Dämmstoffanker mit einem Kunsthoffkopf auf dem Nagel gedämmt um eben genau diese Kältebrücken zu vermeiden und dann führt man zig Träger/Halterungen durch die Dämmung hindurch um die Fassadenverkleidung zu halten.