Humboldt-Forum / Stadtschloss - Der Bauthread

  • Humboldt-Forum / Stadtschloss - Der Bauthread

    Wo ja heute offiziell vom Bundespräsidenten höchstpersönlich der Grundstein gelegt wird habe ich mir mal erlaubt einen neuen Thread aufzumachen. Hier kann alles gepostet werden was sich um die Bauarbeiten dreht. D.h. Fotoupdates, Hintergrundinfos, Dokumentationen etc.


    Allgemeine Infos zum Humboldt-Forum bzw. Stadtschloss können hier, Grundsatzdiskussionen über das Für und Wider des Schlosses hier gepostet werden.


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    Hier noch ein paar Infos zur heutigen Grundsteinlegung:


    Bundesminister Dr. Ramsauer, Staatssekretär Bomba und Parlamentarischer Staatssekretär Ferlemann


    Anfang 12.06.2013
    Ende 12.06.2013
    Veranstaltungsort Berlin, Schlossplatz


    12.30 - 14.15 Uhr: Staatssekretär Bomba
    13.00 - 14.30 Uhr: Parlamentarischer Staatssekretär Ferlemann
    13.00 - 14.30 Uhr: Bundesminister Dr. Ramsauer

    • Rede
    • Akkreditierung nur über Stiftung Berliner Schloss


    Die Zeremonie wird live auf Phoenix übertragen.


    Vielleicht kann ja jemand aus dem Forum an der Veranstaltung teilnehmen und sogar ein paar Fotos knipsen :)


    Edit: Hier die bekannten Webcams:


    Webcam 1
    Webcam 2
    Webcam 3

    Einmal editiert, zuletzt von Batō () aus folgendem Grund: Ergänzung Webcam

  • Tagesthemen-Beitrag zur Grundsteinlegung für das Humboldt-Forum

    Im Tagesthemen-Beitrag zur Grundsteinlegung für das Berliner Humboldtforum kamen die Kritiker einer Rekonstruktion der Barockfassaden mal wieder einseitig zu Wort. Der "Journalist" Oliver Jarasch ätzte in einem besserwisserischen und schnoddrigen Tonfall über die von Ihm und Herrn Prof. Michael Bollé von der Universität der Künste in Berlin befürchtete Kostenexplosion bzw. über eine angeblich ungesicherte Finanzierung. Belege, dass bereits Kosten aus dem Ruder gelaufen wären, konnte Herr Jarasch jedoch keine liefern. Stattdessen begnügte er sich mit dem Hinweis, dass mit Bundesbauminister Ramsauer, dem Regierenden Berliner Bürgermeister Wowereit und dem Architekturbüro GMP drei Beteiligte des BER-Flughafen-Desasters auch hinter diesem Projekt in der Mitte Berlins stehen.
    Hier hat Herr Jarasch jedoch unsauber gearbeitet und nicht auf die entscheidenden Unterschiede zwischen beiden Projekten hingewiesen, was ihn offenbar auch gar nicht interessierte. So ist ihm entgangen, dass das BER-Desaster zwei wesentliche Ursachen hat: 1) die ständigen Umplanungen durch häufige Änderungswünsche seitens der Politiker und 2) eine zu niedrig angesetzte Baukalkulation, die vermutlich dazu dienen sollte, der Öffentlichkeit das Projekt besser zu verkaufen. Wie seriöse Berichterstattung zu diesem Thema aussieht, sollte sich Herr Jarasch bei seinen Kollegen vom ZDF einmal ansehen:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek…406/Der-Fluchhafen-Berlin .


    Beim Humboldtforum/Berliner Stadtschloss gibt es solche Planungsänderungen meines Wissens nach nicht, und Herr Jarasch blieb den Gegenbeweis schuldig, dass die Kosten derzeit nicht im Plan lägen.


    Auch die Zahlen zu den bereits gesammelten Spenden stimmten nicht. Herr Zamperoni, der in seiner Anmoderation über das angebliche Schlossgespenst („Weiße Frau“) herumalberte, konnte den Spendenstand nur mit „ ein(em) Bruchteil“ nebulös und unzutreffend angeben. Herr Jarasch äußerte sich hier zwar präziser, jedoch mit falschen Zahlen: So nannte er einen Spendenstand von 20 Millionen bei gleichzeitig noch ausstehenden 50 Millionen, d.h. Fassadenkosten in Höhe von insgesamt 70 Millionen. Bislang sind aber laut Angaben des mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichneten „Fördervereins Berliner Schloss“ rund 26,0 Millionen Euro eingeworben worden (Stand Mai 2013), wobei 80 Millionen anvisiert werden, so dass noch 54 Millionen fehlen. In diesem Kontext hielt es Herr Jarasch auch nicht für nötig, auf die positiven Erfahrungen beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche hinzuweisen, die gezeigt haben, dass die Spendenbereitschaft steigt, sobald eine solche Rekonstruktion erst einmal sichtbar begonnen hat. Woher Herr Jarasch vor diesem Hintergrund seine Skepsis bezieht, konnte er abermals nicht begründen.


    Worum es diesem Herrn wohl in Wahrheit ging, war seine offenkundige Abneigung gegen die barocken Fassaden. Das ist sein gutes Recht, doch dann möge er es auch direkt sagen, anstatt sich als Anwalt der Steuerzahler zu gerieren. Seine Behauptung, dass die „barocke Pracht“ des Stadtschlosses „schon zu Kaisers Zeiten eher belächelt wurde“, konnte Herr Jarasch aber wiederum nicht belegen, und Gegenstimmen gibt es wohl zu jedem Gebäude. Zudem vergaß er zu erwähnen, dass das Hauptgebäude der Universität der Künste, für die Herr Bollé sprach, ironischerweise ein prächtiger neobarocker Bau aus der Kaiserzeit (erbaut 1898-1902) ist:
    http://www.berlin.de/ba-charlo…ersitaet_der_kuenste.html .
    Das Interview mit Herrn Bollé fand aber offenbar auf dem Dach eines modernen Gebäudes und mit einem anschließendem Schwenk auf im gleichen Stil gehaltene Bauten in der Nachbarschaft statt. Zu peinlich wäre es vemutlich für Herrn Bollé und Herrn Jarasch gewesen, einerseits gegen ein „überholtes“ Projekt mit barocken Fassaden zu giften, während Herr Bollé vor einem neobarocken Prachtbau posiert. Über die Barbarei der Vernichtung von Kulturgut durch die Willkür der SED-Oberen unter Walter Ulbricht huschte Herr Jarasch nur mit drei Worten („nach der Sprengung“) hinweg. Zudem folgte diese Äußerung unmittelbar auf die Behauptung über die angeblich schon zu Kaisers Zeiten belächelten Fassaden, so dass ich mich des Eindrucks einer gewissen Erleichterung bei Herrn Jarasch über Vernichtung der in seinen Augen offenbar lächerlichen Barockfassaden nicht erwehren konnte. Kritik an der SED-Willkühr und Kulturbarbarei, der dutzende Schlösser und Kirchen, aber auch die vom Berliner Stadtschloss nur einen Steinwurf entfernte Bauakademie von Schinkel ( http://www.schinkelsche-bauaka…schichte-bauakademie.html ) zum Opfer fielen, sieht wohl anders aus.
    Befürworter einer Rekonstruktion der Schlossfassaden kamen in dem Beitrag gar nicht zu Wort. Herr Ramsauer, Herr Wowereit und Herr Krug von GMP sind von Amts bzw. Berufs wegen dazu verpflichtet, dieses Projekt zu vertreten. Herr von Boddien vom „Förderverein Berliner Schloss“ oder Bürger, die sich für die Rekonstruktion der barocken Fassaden engagieren und spenden, wurden überhaupt nicht gehört. Kein Wunder, denn Herr Jarasch hatte wohl auch gar nicht vor, sachlich zu berichten: Schon die Ankündigung des Beitrags zu Beginn der „Tagesthemen“ unter der Überschrift „Kritik am Wiederaufbau“ ließ einen höchst einseitigen Bericht erwarten: Tatsächlich traten dann auch nur Herr Jarasch und Herr Bollé als Kritiker auf, zwei von rund 80 Millionen Menschen in diesem Land! Wirklich beeindruckend! Dass hier hinter den barocken Fassaden ein moderner Museums- und Bibliotheksbau zum Dialog mit den außereuropäischen Kulturen einladen soll, wurde überhaupt nicht thematisiert, geschweige denn erwähnt, dass dieses Projekt den Namen „Humboldt-Forum“ trägt und damit an die beiden großen deutschen Gelehrten Wilhelm und Alexander von Humboldt erinnert. Lediglich den Ausdruck „Weltwunder der Kulturen“ warf Herr Jarasch zu Anfang seines Berichts nebulös in den Raum, ehe anfing zu unken, dass es ja nur teurer werden könne. Ebenso verlor der Autor über die im Rahmen der Grundsteinlegung angekündigte Podiumsdiskussion kein Wort.


    Der journalistischen Glaubwürdigkeit der ARD und ihrer Nachrichtensendungen hat man in meinen Augen damit schwer geschadet, denn wo ein solchermaßen schlampig gearbeiteter Bericht sein "Okay" findet, da liegt vielleicht noch mehr im Argen ...

  • Naja, die Kritik kommt so gesehen sowieso zu spät.


    Abgesehen davon ist es jedem frei gestellt gegen das Projekt zu sein, aus
    welchen Gründen auch immer. Ich finde deren Kritikpunkt auch nichtmal all zu abwegig (vorallem: Spendenfinanzierung. Da ist durchaus Skepsis angebracht. Ich bezweifle dass das so einfach laufen wird wie bei der Frauenkirche).


    Einzig die Einseitigkeit des Tagesthemenberichtes ist natürlich unschön. Aber die Tagesthemen sind auch nicht unbedingt die Tagesschau. Da kommen öfters Meinungen zum Ausdruck und nicht nur die bloßen Fakten.

  • Der skurrilsten Vorwurf von Prof. Bollé gegen das Berliner Schloß war, dass er Schlüter "schlechte" Barockarchitektur ("es gibt auch gute und schlechte Barockfassaden") vorgewarf. Das findet sich in dem Interview, dass auf Phönix in der Landfassung ausgestrahlt wurde, im ersten gab's nur die Kurzfassung. Das ist eine Volte, die immerhin überraschend kommt. Die restlichen Anwürfe waren ja erwartbar und - wie stets - sehr selektiv die Wirklichkeit perzipierend.
    Ich werde ihm mal schreiben und fragen, welche Barockbauten er als "gut" empfindet...

  • Lasst uns doch bitte, bitte wenigstens diesen einen Thread frei von dieser unsäglichen - und inzwischen ohnehin nahezu irrelevanten - Diskussion halten. Hier sollte es mE wie beim entsprechenden BER-Thread dann nur noch um den Fortschritt des Baugeschehens gehen. Bato hat doch für alle andere Diskussionen schon die entsprechenden Links zu den anderen Threads gesetzt wo man dann weiter über Für und Wider austauschen kann, meinetwegen auch dann noch wenn das Gebäude schon längst steht. Aber hier haben sich ja bisher ohnehin eher die Befürworter geäußert. Freuen wir uns doch einfach, dass der Bau kommt, egal wie sehr sich andere daran stören.

  • Grundsteinlegung und Webcams (Humboldt-Box/Fernsehturm)

    Ausgewogen der Bericht von Carola Wedel (ZDF) über die Grundsteinlegung des Humboldt-Forums mit den Worten des Bundespräsidenten Gauck: "Dem Humboldt-Forum im wiedererrichteten Berliner Stadtschloss wünsche ich eine lebendige Begegnung der Kulturen der Welt." In diesem Sinne freue ich mich auf das weitere Baugeschehen:)! Hoffentlich wird auch die Webcam der Humboldt-Box wieder reaktiviert, die schon eine Zeitlang nur ein und dasselbe Standbild aus den Tagen vor dem Guss der ersten Betonschicht zeigt. Ich habe den Veranwortlichen der Humboldt-Box diesbezüglich schon gemailt. Wünschenswert wäre sicherlich auch ein neuer Standort der Webcam, z.B. auf der Kuppel des Berliner Doms, damit man einen guten Überblick über die Baustelle bekommt und nicht die Humboldt-Box zwei Drittel des Bildausschnitts einnimmt. Vom Fernsehturm aus kann man sich zumindest jetzt schon mal aus der Ferne einen groben Überblick verschaffen. Mit etwas Glück blickt auch die rotierende Webcam des RBB auf dem Roten Rathaus gerade in Richtung Baustelle des Humboldt-Forums. Die von Bato bereits angeführte Webcam von Cityscope erlaubt zumindest auf den westlichen Baustellenbereich hinter der Schlossfreiheit einen guten Blick, während wegen des flachen Blickwinkels der östliche Teil der Baustelle nicht so gut einsehbar ist. Die Webcam des Deutschen Historischen Museums bildet hauptsächlich die Baustelleneinrichtung samt Humboldt-Box, die Schlossbrücke und Teile des Lustgartens und des Berliner Doms ab. Hier müssen wir wohl noch bis nächstes Jahr warten, wenn der Bau auch im Erdgeschoß deutlich voranschreitet. Die Website der "Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum" zeigt schon einmal die erwarteten Baustände Ende 2013 und Ende 2014.

  • Ja, bei der Grundsteinlegung war auf und neben dem Areal ziemlich viel los. Jede Menge Sicherheitspersonal und Polizei beäugten schon im Vorfeld die Besucher der Humboldt-Box. Mitten auf der Baustelle wurden Überdachungen und Stuhlreihen aufgestellt. Drei Stunden bevor Joachim kam, sah das so aus:



    Auf der Baustelle geht es zu, wie im Ameisenhaufen. Zahlreiche Arbeiter flechten den Stahl für die Bodenplatte. Inzwischen stehen zwei Kräne auf dem Areal.



    Mit dem Bau der Bodenplatte wurde an zwei voneinander getrennten Bereichen begonnen. An der südwestlichen Ecke ist sogar schon ein Kellergeschoss erkennbar.





    Wie riesig das Humboldt-Forum / Stadtschloss werden wird, lässt sich beim Vergleich mit der nicht gerade kleinen, sechsgeschossigen Humboldt-Box erkennen:




  • Wenn man die Mengen an Bewehrungsstahl so sieht, fragt man sich, wie die es früher geschafft haben ein solches Gebäude zu bauen was Jahrhunderte stand ohne zusammenzufallen. :D

  • Durch solidere Bautechniken. Das ist in meinen Augen schon ein Knackpunkt am "Wiederaufbau". Man rekonstruiert nur die Fassade. Das Stahlbetongebäude dahinter wird, wie alle anderen Stahlbetongebäude, alle paar Jahrzehnte eine Betonsanierung brauchen um es langfristig zu erhalten. Wobei langfristig sehr relativ ist, so lange wie das "Original" wird das Humboldt-Forum mit Sicherheit nicht stehen, denn Stahlbeton hat keine unbegrenzt verlängerbare Lebensdauer. Das liegt an den chemischen Prozessen im Stahlbeton, die den Steinanteil zwar immer härter werden lassen aber dabei ein chemisch immer ungünstigeres Milieu für die Armierungen schaffen. So dass diese irgendwann korrodiert ist und damit die Funktion einbüßt. Das lässt sich nur herauszögern aber nicht gänzlich stoppen. Wenn ich langfristig meine dann meine ich aber schon Zeiträume von mehreren Generationen, nicht nur unsere eigene Lebenszeit. Man könnte aber auch sagen dass das Gebäude ein typisches architektonisches Erbe unserer Zeit wird: einerseits die Probleme die Deutschland immer noch mit der eigenen Geschichte hat und darum keine komplette Rekonstruktion beschließen "konnte", andererseits illustriert es die Kurzlebigkeit unserer ganzen Lebensweise ("geplante Obsoleszenz"/nichts wird mehr für die Ewigkeit konstruiert).

  • Grundstein

    Mal rein praktisch dazu gedacht: Wird man diesen später zu Gesicht bekommen? Mir scheint, als wenn dieser später in einem der nicht zugänglichen Kellerräume liegen wird, oder täusche ich mich da?


    Ich hätte mir eine etwas besser zugängliche/ prominentere Stelle gewünscht - so wird es ja den zugänglichen Bereich der alten Kellerreste geben, die man zum kleinen Teil erhält. Und im Bereich des Eosanderportals scheint man schon auf Erdgeschosshöhe angelangt zu sein. Wäre auch schön gewesen den Stein dort im Durchgang zu plazieren.

  • Durch solidere Bautechniken. Das ist in meinen Augen schon ein Knackpunkt am "Wiederaufbau". Man rekonstruiert nur die Fassade. Das Stahlbetongebäude dahinter wird, wie alle anderen Stahlbetongebäude, alle paar Jahrzehnte eine Betonsanierung brauchen um es langfristig zu erhalten. Wobei langfristig sehr relativ ist, so lange wie das "Original" wird das Humboldt-Forum mit Sicherheit nicht stehen, denn Stahlbeton hat keine unbegrenzt verlängerbare Lebensdauer. Das liegt an den chemischen Prozessen im Stahlbeton, die den Steinanteil zwar immer härter werden lassen aber dabei ein chemisch immer ungünstigeres Milieu für die Armierungen schaffen. So dass diese irgendwann korrodiert ist und damit die Funktion einbüßt. Das lässt sich nur herauszögern aber nicht gänzlich stoppen. Wenn ich langfristig meine dann meine ich aber schon Zeiträume von mehreren Generationen, nicht nur unsere eigene Lebenszeit. Man könnte aber auch sagen dass das Gebäude ein typisches architektonisches Erbe unserer Zeit wird: einerseits die Probleme die Deutschland immer noch mit der eigenen Geschichte hat und darum keine komplette Rekonstruktion beschließen "konnte", andererseits illustriert es die Kurzlebigkeit unserer ganzen Lebensweise ("geplante Obsoleszenz"/nichts wird mehr für die Ewigkeit konstruiert).


    Die Gründe sind auch ideologischer Natur: wenn du heute einem Architekten oder Statiker erzählst, dass eine Pfahlgründung aus Eichen- oder Kiefernholz (letzteres im Norden recht verbreitet), sofern sie denn in ein Milieu eingebracht wird, wo es nicht ständig wechselnden Grundwasserspiegeln ausgesetzt ist, problemlos 600, häufig auch 800 Jahre hält, so würdest du ja nur komisch angeguckt. Dazu kommt dann noch die Frage, ob hölzerne Gründungen nach den heutigen Bau- und Brandvorschriften überhaupt noch zulässig sind. Auch klasssische Streifenfundamente aus Natursteinen, auf denen viele Kirchenbauten und noch fast alle Monumentalbauten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts im Kombination mit hölzernen Pfahlgründungen errichtet wurden, sind praktisch tot. Dabei geht es meistens auch weniger um Sinn und Verstand als um Lobbyarbeit über Jahrzehnte, die in vielen Fällen Erfahrungswerte des Ingenieurswesens aus mehreren hundert Jahren vom Tisch gewischt hat.

  • Und dann müssten ja - um die Energievorschriften einzuhalten - etwa 2 bis 3 Meter dicke Wände in Ziegelmauerwerk ausgebildet werden. Das Verdikt des Wiederaufbaus des Campanile in Venedig, der zu Beginn des 20. jahrhunderts einstürzte, war ein Wiederaufbau "wo er war und wie er war". Deshalb sagen ja auch die meisten, dass das Humboldtforum kein Schloß wird, sondern ein Stahlbeton-Museumsbau.

  • Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe:


    Wird der Bau ohne Behinderungen durch die U5 hochgezogen, d.h. die Tunnelbohrmaschine geht unten durch und der Rohbau kann ab sofort ohne Verzögerungen entstehen?
    Wann wird dieser ca. fertig sein, ohne die Fassade?

  • So wie ich das in der Doku des RBB(?) verstanden habe werden die Röhren für die U-Bahn in das Fundament integriert oder der entsprechende zu untergrabende Grund freigehalten.

  • "Tag der offenen Baustelle"

    Heute war es so weit: Der "Tag der offenen Baustelle" lockte mehrere Tausend Besucher in die "Stadtschloss-Grube". Deren Eindrücke und Positionen zum Schloss-Neubau waren zum Teil (und natürlich erwartungsgemäß) recht verschieden:


    Bericht der Abendschau
    Artikel der Berliner Morgenpost
    Artikel der Berliner Zeitung

    3 Mal editiert, zuletzt von Mosby87 () aus folgendem Grund: Zitat aus einem anderen Stadtschloss-Thread entfernt, da der Beitrag durch die Moderation hierhin verschoben wurde.

  • ein paar aktuelle Fotos .....

    Dies ist also hier mein erster Beitrag. :)
    Hier nun von mir ein paar Fotos vom " Tag der offenen Baustelle ". ( 16.06.2013 )










    der Grundstein :




    und hier mal ein Blick auf die Baustelle von der Humboldt-Box aus .....





    und hier noch ein anderer Blickwinkel .....

  • Habe versucht mal die Kräne in Berlins Mitte zu zählen, um festzustellen dass Berlin augenblicklich nahezu eine einzige Baustelle darstellt.


    Und was das Humboldt-Forum anbelangt, ich freu mich irre dass es endlich losgeht und kann es kaum erwarten, bis sich der Bau aus der Grube erhebt und uns eine Silhouette anbietet.