Beiträge von jan85

    Architektur-Fan Es wäre natürlich viel konsequenter, die mW bedeutendste Sammlung zum Bauhaus auf einem (übrigens noch vor Ankunft der von Dir als Leitlinie definierten Nachbarbauten) eigens dafür gewidmeten Grundstück in einem möglichst untypischen Stil zu gestalten - und einen von Gropius selbst entworfenen Bau dabei verschämt zu verstecken. Schau Dir mal die Kirche neben der Adenauerstiftung an. Die ist auch älter als die ganzen Nachbarbauten und fügt sich entsprechend ebenso wenig ein (sogar ebenfalls mit Flachbau und kleinem Türmchen). Soll man die auch planieren und durch einen Kasten in Flucht ersetzen?


    Zu den vier Seiten: Die Hauptverkehrsachse ist aber nun einmal die Klingelhöferstraße. Von daher ist es schon logisch, hierauf einen Fokus zu setzen.


    Oranien Der Artikel schreibt deutlich, dass es eine schwierige Aufgabe für die beteiligten Büros wie auch für die Jury war - und nicht nur Staab entschied sich für eine dezente Lösung, die dem Bestandsbau optische Resonanz erlaubt. Dass die Jury den krassen Gegenentwurf auf den zweiten Platz gesetzt hat, zeigt mE dass (nur) dieser ähnlich konsequent und stimmig gedacht ist wie Staab. Dass man das Ergebnis dieser Konsequenz für das Bauhausarchiv nicht wünschenswert finden muss, drückt der Artikel übrigens auch aus. Du pickst Dir hier sehr selektive Dinge heraus und deutest die Entwürfe mE auch teilweise falsch, da einige davon durchaus dem bestehenden Bau Tribut zollen.

    Architektur-Fan Ich weiß nicht, ob Du Dich mit der Idee des Projektes eingehender beschäftigt hast. Der Bestandsbau sollte gezielt neu inszeniert und zugleich vom Volumen her erweitert (insgesamt verdreifacht) werden. Von der Straße her soll das Areal hierfür besser zu erfassen sein, ohne den Bestandsbau dabei zu stark zu verdecken/dominieren. Diesen Ansatz finde ich sehr nachvollziehbar und die Umsetzung zumindest von der Idee her überzeugend. Auch die Visualisierungen finde ich auf den ersten Blick ansprechend.


    Ich sehe auch nicht wirklich den Zusammenhang zum Lützowplatz oder warum der jetzt einen kleinen, funkional und strukturell deutlich in Bestandsbau, Turm und Flachbereich unterteilten Bauhaus-Museums-Campus in Frage stellt. Dagegen sehe ich den Unterschied zum Kulturforum gerade darin, dass man ein eng begrenztes Areal durch den Flachbau und die beiden höheren Baukörper zu einem offenen aber nah zusammenhängenden Campus gestaltet hat.

    Bis auf die angekündigte Route Berlin-Washington von United sowie die Verbindungen der neuen Airline Norse nach LA und NY gab es alle anderen derzeit bekannten Verbindungen bereits vor Covid.

    Das gilt übrigens auch für die in wenigen Tagen hinzukommende/i.e. zurückkehrende Verbindung Berlin-Peking.


    Insgesamt gibt es dann kurzfristig bald 2 Langstrecken in die USA (evtl. mittelfristig 3, je nachdem ob Washington wie angekündigt kommt). Dabei wird NY sogar täglich und doppelt bedient und LA erstmals wieder seit 2017 sowie immerhin 3 mal pro Woche. In umgekehrter Richtung gibt es je eine Direktverbindung nach Singapur, eine nach Peking sowie noch eine nach Doha, wenn man das mit knapp 6 Stunden als echte Langstrecke zählt. Vietnam wäre mE eine gerade für die vietnamesisch-stämmige Community sehr erfreuliche zusätzliche Verbindung. Übrigens steht in dem von Dir verlinkten Artikel, dass die erst seit Februar in Europa operierende Bamboo nach Frankfurt-Hanoi und London-Hanoi so bald wie möglich eine zweite Strecke nach Frankfurt aufnimmt und dazu "direkte Flüge nach Berlin und München prüft/studiert" (also im Plural). Ebenfalls wird ausgeführt, wie die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Vietnam und England durch Direktverbindungen profitieren.


    tunnelklick Genau das hat sich ja durch das Quasi-Monopol ein Stück weit geändert: Die Lufthansa hat einige Verbindungen weitgehend für sich und wo immer möglich, die Preise entsprechend angezogen. Wo sie auf Konkurrenzangebote trifft, betreibt sie teilweise umgekehrt Dumping, um diese möglichst klein zu halten/ ggf. loszuwerden. So wird es zumindest in diversen Quellen berichtet. Mir persönlich fehlt da natürlich die genaue Übersicht in mögliche Margen/Quersubventionierungen. Dass Langstrecken besonders profitabel sind, ist dagegen wohl relativ sicher. Vor allem bringen sie oft positive Begleiteffekte.


    @all: Übrigens stieß ich jetzt beim Recherchieren auf einen ganz interessanten Artikel der FAZ (Neue Langstreckenflüge: Fernweh stillen ab Berlin) - leider zu einem großen Teil hinter einer Paywall. In der Einleitung steht sinngemäß drin, dass die Billigflieger evtl. auf der Langstrecke eine Renaissance erleben könnten. Das sei eine lukrative Nische. NORSE habe neben Oslo und London/Gatwick nun eine dritte Basis in Berlin. Schade, dass man bei der FAZ nicht nur für einzelne Artikel zahlen kann. Vielleicht wären noch spannende weitere Entwicklungen beschrieben worden. Scheint danach auch u.a. noch um Scoot zu gehen, die ja als Billig-Airline aus Singapur eine Langstrecke nach Berlin anbieten. Aber man scheint da ja womöglich noch mehr Potential zu sehen.


    Und laut diesem Artikel kehrt im Mai 2023 nicht nur voraussichtlich Delta Airlines zurück und bedient als dann dritte Airline Berlin-NY (ebenso wie NORSE am JFK-Airport, während Delta Newark nutzt): Ebenfalls im Mai 2023 plant United wohl tatsächlich die Aufnahme von Flügen nach Washington, während Doha schon ab kommenden September bis zu 2x täglich angeflogen werden soll. Das sollte dann mW langstreckentechnisch wieder etwa auf dem Level von vor der Pandemie liegen. Von (in jüngerer Vergangenheit) einstmals ab Berlin angebotenen Strecken fehlen da mE nur noch Toronto/Kanada und Miami/USA.

    tunnelklick Ich stimme Dir zwar in der Bewertung nur teilweise zu, sehe einige der genannten Aspekte aber trotzdem als gute und relevante Hinweise.


    Zu dem nun mehrfach genannten Ziel, eher weniger als mehr Luftverkehr zu haben: Da bin ich grundsätzlich absolut nicht dagegen. Ich selbst fliege fast nie bzw. nur ein paar Male in den letzten 15 Jahren und auch davor selten. Auch leben meine Eltern selbst nahe am Flughafen. Das ändert doch aber nichts daran, dass ein Flug nach Asien oder auch Nordamerika ab einer bestimmten Nachfrage/Auslastung sinnvoller als Direktflug angeboten wird. Für Flüge in den Osten ist es schon doppelt unsinnig, erst mal hunderte Kilometer westlich zu fliegen, zu landen, umzusteigen, parallel alles neu zu beladen und dann mit einem anderen Flugzeug zu starten und endlich wirklich in den Osten zu fliegen.

    Klar: Wenn es wirklich nur mal sporadisch ein paar Hansel aus Berlin etc. betrifft, kein Problem (aber selbst bei einem vertretbaren Umstieg wäre ein östliches Drehkreuz abgesehen von bestimmten Interessen tatsächlich sinnvoller).


    Zur Wahrheit gehört eben auch, dass die Lufthansa bei den Innerdeutschen Flügen teilweise fast ein Monopol besitzt, damit u.a. gerne Zubringerflüge macht und dazu eben ihre bestehende Infrastruktur am liebsten immer weiter wachsen lässt und entsprechend weiter ausbaut. Dass hier kein Zusammenhang zur zögerlichen Vergabe von Landerechten besteht (und dann entsprechenden Darstellungen nur halbherzig widerlegt werden), halte ich daher nicht für plausibel. Es klingt auch sehr unschuldig, dass die Lobby der Lufthansa zu einer angeblichen Lobby verklärt wird. Oder dass die Beschränkung der Zielflughäfen nur zufällig/indirekt Nachteile für potentiell wachstumsfähige Flughäfen bedeutet (BER, Stuttgart, Hamburg). Dann soll man die konkreten Interessen neben LH-FRA-MUN doch bitte mal benennen.

    m.Ro80 Ehrenwert, dass Du mir Nachhilfe erteilen möchtest. Ich erkenne da zwar keine erhellende Rechnung (die Einwohnerzahlen kann man auch einfach recherchieren und selbst wenn man so einfache Zahlen selbst rechnet, finde ich das nicht gerade beeindruckend oder gar erwähnenswert) aber das Gefühl der Genugtuung sei Dir an dieser Stelle einfach mal gegönnt.


    Leider kann ich Dir allerdings auch sonst nicht folgen. Niemand hat mE gefordert, dass der BER sämtliche bestehenden Drehkreuze ersetzen soll (klassische Strohpuppe). Sinnvoll entlasten bzw. die Passagierströme optimal auf die Nachfrage und die entsprechende Infrastruktur verteilen, trifft es eher. Ein Thüringer (übrigens tatsächlich der zentralste Teil Deutschlands) darf dann übrigens trotzdem gerne weiter über Frankfurt fliegen.


    Vielleicht gestehst Du dafür umgekehrt zu, dass neben Anwohnern im Einzugsgebiet auch Kongressteilnehmer, Geschäftsreisende, Wissenschaftler oder auch Hauptstadt- bis Spreewald-Touristen lieber Direktverbindungen nach Berlin und zurück nutzen möchten. Die Golf-Airlines etwa wollen ihre Landsleute u.a. zum Einkaufen und für medizinische Anwendungen nach Berlin bringen und sicher umgekehrt Asienreisenden attraktive Umsteigeangebote ermöglichen. Inwiefern da ein Umstieg im für den gesamten östlicheren Erdteil weiter entfernten Frankfurt sinnvoll oder gar im Deutschen/globalen/kosmischen Interesse sein soll, kannst Du dann ja vielleicht auch über Grundrechenarten sinnvoll herleiten. Das würde mich dann allerdings wohl wirklich beeindrucken.

    tunnelklick Die u.a. beim Untergang von Air Berlin laut geträumten feuchten Träume von einem "deutschen Champion" mit faktischer Monopolstellung auf vielen Verbindungen decken sich überhaupt nicht mit meiner Vorstellung von "deutschen Interessen" (jedenfalls nicht den Interessen deutscher Fluggäste) und schon gar nicht mit einem freien Markt und freien Wettbewerb - Du hattest EU-Fluglinien und damit auch RyanAir oder Easyjet ja von den arabischen und vermutlich auch chinesischen(?) Linien abgegrenzt. Aber selbst bei letzteren erscheint es äußerst fragwürdig, dass man die Zahl der erlaubten Flughäfen dann statt 0 auf genau 3 respektive 4 begrenzt, was etablierte Airports dauerhaft begünstigt und aufstrebende im Umkehrschluss dauerhaft ausbremst. Damit hält man die subventionierten Konkurrenten ja nicht aus dem Land, sondern konzentriert sie lediglich auf bestimmte Airports, die zufällig mal wieder auch der Lufthansa gut in den Kram passen. Was genau wären demnach also die "(gesamt-)deutschen Interessen", die damit geschützt werden?


    Ich nenne Dir dagegen mal ganz konkret deutsche Interessen, die durch diese Haltung nachhaltig verletzt werden: Das Interesse des Bürgers an einem freien Markt ohne Monopolisten mit allen nachteiligen Folgeeffekten (hier: Kosten- und Zeitfaktor). Eine Vermeidung von unnötiger Luftverschmutzung, Lärmbelästigung und Energieverschwendung. Eine möglichst effektive Nutzung von Personalressourcen und Infrastruktur.

    ^ Äh, Angebot und Nachfrage werden das demnächst ganz easy regeln? Etwa so wie bisher? Also entweder Du beschäftigst Dich nicht eingehend mit dem Thema und kennst/verstehst die entscheidenden Zusammenhänge nicht vernünftig (insbesondere den Punkt mit den wie politische Privilegien vergebenen Landerechten) oder aber Du willst diese Dinge einfach nicht sehen...


    Die Nachfrage existiert doch faktisch und dies sogar absehbar zunehmend (gerade erst haben internationale Konzerne wie Tesla, Amazon, Google und Co zehntausende neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen bzw. damit begonnen). Selbst die Lufthansa bringt dieses alte, gern verbreitete Argument inzwischen etwas seltener. Es gibt nachweislich seit Jahren, teils schon Jahrzehnten Fluglinien z.B. im nahen Osten aber auch China (insbesondere Shanghai), die sofort entsprechende Direktflüge anbieten und entsprechende Nachfrage bedienen würden, WENN sie nur dürften. Warum dürfen sie nicht? Weil die Regierung solche Verbindungen genehmigen muss. Warum tut sie das nicht? Weil sie - erklärtermaßen übrigens! - alle Interessen (i.e. gemeint sind hiermit meist Interessen der Lufthansa) schützt. Nachzulesen u.a. hier oder noch detaillierter hier sowie mit einer etwas älteren Quelle hier. Bei der zweiten Quelle wird auch eine Zahl in den Raum gestellt, die mir aber ehrlich gesagt dann doch deutlich zu hoch vorkommt: "70 Prozent der außereuropäischen Passagiere, die vor der Pandemie nach Frankfurt kommen, wollen nach Berlin. Dieser häufig unnötige Umweg ist fragwürdig – erst recht im Hinblick auf die Umwelt, aber auch bei Ansiedlungsgesprächen mit internationalen Unternehmen."

    Tatsächlich habe ich aber mehrfach Analysen gelesen, wonach ein zweistelliger Prozentwert der Umsteiger in München und Frankfurt tatsächlich direkt von oder nach Berlin reisen möchte. Das ist in der Summe nun nicht gerade wenig.


    Und nun nochmal zu Deiner angeblichen "Verschwörung" (diese Polemik finde ich ehrlich gesagt etwas unverschämt, da es sich um leicht recherchierbare Zusammenhänge handelt, nicht um irgendwelche alternativen Fakten irgendwelcher Spinner):

    - Bei der AirBerlin-Übernahme wurde die Lufthansa aus Kreisen der Politik nicht nur öffentlich als Favorit bezeichnet, sondern es wurden auch geheime Vorabgespräche geführt: Nachzulesen u.a. in völlig seriösen Nachrichtenredaktionen wie Spiegel (Air Berlin, Lufthansa und die Regierung - Protektionismus auf Deutsch), Sueddeutsche Zeitung (Regierung führte vor AirBerlin Pleite Geheimgespräche mit Lufthansa), FAZ (die seltsame Nähe der Bundesregierung zur Lufthansa), manager magazin (wie raffiniert die Lufthansa sich Air Berlin einverleibt).

    - Als Wettbewerbshüter wegen öffentlicher Aussagen Richtung Lufthansa stinksauer reagierten (und die geheimen Vorab-Absprachen waren da noch gar nicht bekannt geworden) und ein mögliches Monopol sowie Preissteigerungen auf innerdeutschen Flügen prognostizierten, ruderte man übrigens sogar noch öffentlich zurück: Bevorzugt werde natürlich niemand (*Augenzwinker*).

    - Wenig später dann die von allen Realisten erwartete Entwicklung: Die Lufthansa bekommt die Filetstücken, die Gläubiger die Schulden und die Konkurrenz sowie etwas verzögert der Kunde die Tobsucht (denn das Monopol hat ordentlich gekickt): Spiegel (nach der Air Berlin Pleite - Die Macht des Kranichs). Also entweder ist man in München und Hessen auf beiden Augen blauäugig bis blind oder man will einfach nichts davon wissen (selbst wenn Sueddeutsche und FAZ selbst berichten). Für Dich dienen die "Verbraucherschutzminister" der CSU vermutlich auch allein dem Verbraucherschutz?


    Und dass die Lufthansa aufkommende Konkurrenz ganz gezielt durch Preis-Dumping torpediert, lässt sich u.a. hier auf einer Reiseplattform nachlesen (der Autor ist wohlgemerkt mehr oder weniger fasziniert davon und offensichtlich auch eher LH-Fan als Gegner) oder auch bei etwas Zeit und Muße einfach mal selbst durch entsprechende Spielerei am Konfigurator ausprobieren. Oder findest Du es etwa völlig unauffällig und harmlos, dass Lufthansa einerseits (nachweislich!) gerne Monopolstrecken teuer macht und dann andererseits (nachweislich!) Umsteigflüge über ein Drehkreuz sogar billiger macht als eigene Direktflüge vom selben(!) Drehkreuz oder aber existierende Direktflüge der Konkurrenz ohne Umstieg am LH-Drehkreuz? Für mich ist das eine skandalöse Praxis und ein Fall für Kartellwächter sowie Umweltaktivisten.


    Fazit: Der BER wird nur dann voll im möglichen Umfang prosperieren, wenn die Politik ihren Protektionismus zunehmend zurückfährt und den Markt stärker öffnet. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist jedoch erfahrungsgemäß sehr gering und das obwohl der Bund sogar Mitgesellschafter des Flughafens ist. Ähnlich läuft es ja bei den Bahn-Konkurrenten, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht richtig zum Zug (bzw. zu den strategisch wichtigen Verbindungen) kommen. Oder aktuell bei den Fernbusbetreibern, die man von jeher bei den Subventionen und aktuell bei den flächendeckend angebotenen Billigtickets für den Zugverkehr einfach mal vergessen hat. Da sieht man, was der Verbraucher oder aber die Umwelt oder wahlweise der Aufschwung Ost den Entscheidern im Zweifel tatsächlich wert ist.


    Mod: Unnötiges Zitat des Vorposts gelöscht.

    Für mich muss Berlin auch nicht unbedingt ein großes Drehkreuz bekommen, was eigenen Umsteigeverkehr angeht. Aber mehr Direktverbindungen statt unnötiger Umsteigeverkehr an bestehenden Drehkreuzen wäre allemal sinnvoll, zumindest bei entsprechend nachgefragten Verbindungen.


    Die Lufthansa tönt/e immer wieder, Berlin stehe für Billigverkehr und erzeuge einfach nicht genug Nachfrage für größere Investments oder mehr Direktverbindungen. Die Wahrheit ist dagegen, dass viele der Passagiere in Frankfurt oder München eigentlich nur von oder nach Berlin wollen und die eigentliche Nachfrage mangels Angebot so entgegen der Darstellung gezielt verzerrt wird. Und wo der Markt es in Form von Konkurrenzangeboten korrigieren wollte, hat man oft genug nur auf diesen Verbindungen entsprechende Umsteigeflüge bewusst besonders billig angeboten, um die eigene oben ausgeführte Darstellung völlig ad absurdum zu führen. Und der Staat in Form von Verkehrsministern trägt es voll mit und protegiert neben der Lufthansa auch deren Geschäftsgebaren.


    Für mich ist dieses Zusammenspiel aus Protektionismus und Lobbyismus nicht nur politisch höchst fragwürdig. Es bietet auch den Passagieren objektiv schlechtere Verbindungen (wer steigt schon gerne freiwillig um, verliert Zeit und zu höherer Wahrscheinlichkeit sein Gepäck?). Es wird mehr unnötige Arbeit erzeugt, wo doch angeblich Personal überall knapp und überarbeitet ist (jetzt wird schon extra türkisches Personal angeworben). Es verbraucht auch zusätzliche Energie, wo doch eigentlich Energie gespart werden soll (Klimawandel, politische Abhängigkeit). Und es kostet jede Menge Geld, auch gerade weil Personal knapper und damit teurer wird (besagtes türkisches Personal soll vermutlich auch Kosten drücken) und die Kerosinpreise steigen noch deutlich stärker als die Spritpreise. Wenn schon fliegen, dann doch bitte so effizient wie möglich. Was nützen die modernsten, sparsamsten Flugzeuge, wenn sie dann völlig unnötige innerdeutsche Strecken bedienen?


    Und ja, die Zusammenhänge sind schon noch komplexer. Im Grundtenor ist es aber tatsächlich so, auch wenn die öffentliche Darstellung gerne eine andere ist.

    Sorry, hatte diesen Beitrag völlig übersehen. Daher erst jetzt die Antwort:

    Deine Zahlen beschäftigen sich mit dem Trend des laufenden Jahres 2022 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021.

    Meine Zahlen beschäftigen sich mit dem Vergleich vor Corona vs. aktueller Stand. Hier siehst Du übersichtlich, wie die Erholung bisher insgesamt ablief. Am schnellsten ging es in Frankfurt wieder rauf, inzwischen ist aber auch München schon wieder deutlich besser auf den Beinen als Berlin.


    1. Frankfurt:

    2019: 70 Mio*, 2020: 19 Mio (27%)*, 2021: 25 Mio (36%)*; Jan-Jun 2022: 20,8 Mio (62%)**

    2. München:

    2019: 48 Mio*, 2020: 11 Mio (23%)*, 12,5 Mio (26%)*; Jan-Jun 2022: 13 Mio (57%)***

    3. BER/Berlin ges.:

    2019: 35 Mio*, 2020: 9 Mio (25%)*, 2021: 10 Mio (29%)*; Jan-Jun 2022: 8,7 Mio (50%)****

    *Quelle: Wikipedia, von mir auf volle Mio gerundet

    **Quelle: Fraport-Verkehrszahlen im Juni 2022: Passagierzahlen steigen weiter - Osthessen|News (osthessen-news.de)

    ***Quelle: Flughafen München Halbjahresbilanz 2020: Passagierzahl um zwei Drittel gesunken (merkur.de)

    ****Quelle: Verkehrsstatistik (berlin-airport.de)


    Eine noch detailliertere Übersicht nur zum abgelaufenen Halbjahr findet man in dieser PDF des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (Achtung: Download) mit folgenden Zahlen für das 1. Halbjahr 2022 (Seite 13):

    GESAMT: 59%, FRANKFURT: 62%, MÜNCHEN: 57%, BERLIN: 50%, DÜSSELDORF: 55%, HAMBURG: 57%, KÖLN-BONN: 65% usw. Nur Stuttgart (48%) und Leipzig (50%) sind demnach mindestens ebenso schwach auf die Beine gekommen wie Berlin. Es scheint auch nicht zeitnah besser zu werden - im Gegenteil: Im Juni lagen viele der große Airports wieder bei ca. 75%, der BER erst bei ca. 57%...


    Es bleibt also dabei, dass sich der BER bislang selbst im nationalen Vergleich zäh/er erholt, international liegt Deutschland durch die vielen bzw. lang anhaltenden Corona-Reisewarnungen und den (mE teilweise begrüßenswerten) Wegbruch der innerdeutschen Flüge ohnehin schon deutlich zurück, was sich erst jetzt langsam ändert.


    Dafür gibt es aber auch erfreuliche Neuigkeiten: Auf dieser offiziellen Karte hat der BER ja kaum Interkontinentalflüge - neben den wenig spektakulären und offiziell mW nicht mal gezählten Verbindungen nach Kairo+Hurghada/Ägypten, Tel Aviv/Israel, Doha/Katar, Beirut/Libanon, Marrakesch/Marokko, Erbil/Irak und Amman/Jordanien sind bislang nur New York und Singapur eingetragen. Bekanntlich kommen westlich ja LA und wahrscheinlich auch Washington hinzu. Und jetzt soll auch bald östlich die (zumindest in einer Richtung) neue Direktverbindung von Peking nach Berlin starten. Auf dem umgekehrten Weg von Berlin nach Peking muss man allerdings einen Zwischenstopp für die die Quarantäne einlegen, der hoffentlich irgendwann dann wegfällt.

    alexsb73 UrbanFreak wohnt doch aber offenbar genau in Friedrichshain. Und "Drogenleiche" ist mE ebenso wie Schnapsleiche umgangssprachlich für abgestürzte Leute, die meist mehr oder weniger stabil liegend 'vor sich hin koman' (andere umgangssprachliche Beschreibung). Die gibt es in Berlin nun wahrlich an vielen Orten, u.a. auch in Friedrichshain. Das mit dem herumliegenden Scherben und Spritzen kommt ja sogar 1 zu 1 aus dem Artikel...


    Ansonsten entfernen wir uns mE zunehmend vom Kern des Threads.* Natürlich macht der ED mit das Wohnumfeld der Neubauten aus. Man wird aber weder darauf beschränkt sein, noch werden da alle so eine akademische Debatte drüber führen, bevor sie sich in ihren neuen Wohnungen wohl fühlen. Wer es mag, wird es nutzen. Wer nicht, läuft eben paar Schritte weiter/woanders hin. Die Mehrheit wird wohl sporadisch mal dort sein, aber auch oft ganz woanders oder aber in den eigenen vier Wänden. Jedenfalls glaube ich nicht, dass die meisten so trennscharf zwischen Berlin vs. Nicht-Berlin, attraktiv und authentisch vs steril und fake unterscheiden wie es hier getan wird - eher wird man nach spontanem Bedarf/Gusto entscheiden, welches Angebot man nutzt.


    *OT: Ich habe ja auch nach wie vor den Eindruck, dass es eher um das Konzept eines ED an sich geht, als um irgendwelche konkreten Details. In der L'Osteria kann man mindestens so gut italienisch essen wie bei 90 Prozent der 'Italiener' (hab es zufällig kürzlich ausprobiert als ich meiner Tochter Oberbaumbrücke und Eastside Gallery sowie den ED zeigen wollte). Und dass der Burger bei irgendwelchen Kiez-Imbissen oder Kiez-Filialen diverser Ketten groß einzigartiger/authentischer/besser schmeckt, muss man sich auch erst einmal einreden, um es zu glauben. Die kochen auch nur mit Wasser bzw belegen auch nur Brötchen mit Buletten, Blättern, Käse und Co. Wen man da irgendwelche großen Geschmacksexplosionen oder gar Offenbarungen erlebt, ist es vermutlich eher im eigenen Inneren begründet. Ich hatte jedenfalls ein schönes Gefühl dabei, über das schöne Pflaster an Fontänen vorbei zum Wasser zu schlendern. Meine Tochter auch.


    Mod: Da die Diskussion hier zuletzt sehr ins OT abgeglitten ist, wurde der Thread temporär geschlossen.

    Ich glaube, ich habe eine andere Vorstellung davon, was ein Kiez ausmacht und wie er sein sollte.


    Einen Blick von Anwohnern und Touristen findet sich in der Berliner Zeitung.

    Spoiler: Pluspunkt: Sauberkeit. Minuspunkte: Das die Sauberkeit der einzige Pluspunkt ist.

    Zum oberen Teil: Das hatten wir irgendwie jetzt schon mehrfach hin und her diskutiert. Bringt gefühlt niemanden mehr weiter. Und wer alles negativ sehen WILL, für den sind eben auch Max und Moritz die üblichen Vierkantbolzen und sie stehen mitten neben einem Entertainment-District nebst EKZ sowie fußläufig vom Spreeufer, Eastside Gallery, Oberbaumbrücke usw aber man findet halt einfach keine potentiellen Treffpunkte. Sad story.


    Zum unteren Teil: Den Artikel hatte ich ebenfalls gelesen. Kam mir etwas vor wie aus dem DAF abgeschrieben, weshalb ich ihn letztlich auch nicht im ED-Thread verlinkt habe. Allerdings stimme ich (trotz tatsächlich bewusst negativem Grundtenor) nicht zu, dass man hier keinen begehrenswerten Kiez herauslesen KANN, wenn man den Artikel mal etwas gegen den Strich liest:

    - Ausgehangebote: Sehr viel Gastronomie jeglicher Form mit Terrassen sowie Rooftop-Bars. Kino, Bowling, unzählige Events von Musik über Sport bis hin zu Comedy und und und.

    - Nahversorgung: Ein gesamtes EKZ direkt vor der Tür.

    - ÖPNV: Dito.

    - Sicherheit und Sauberkeit: Kinder können unbehelligt spielen (Piazza-like), Obdachlose sicher pennen und Polizisten empfinden ihre Streife regelrecht als Pause (dass Eltern und Polizisten sich dann trotzdem noch beschweren und nur der Obdachlose dankbar dafür ist, hat mE alleine schon Unterhaltungswert).

    - Eng verzahnt u.a. mit dem Spreeufer und der Eastside Gallery: Man kommt ganz automatisch vom Uferspaziergang zum Platz oder auch umgekehrt. Man hört am Platz die Straßenmusik, sieht gerade von den Dächern gut das Wasser.

    - Vielfältiges Publikum: Auch wenn stets betont wird, dass es nur was für Touristen sei, sind diverse Neuberliner und auch Altberliner unter den Interviewten (klar, manche wurden nur durch äußere Zwänge dazu getrieben). Aber letztlich findet von der erholungsbedürftigen Familie über die ausgehhungrigen 30er und frisch zugezogene Orientierungssuchende bis hin zum andernorts unzufriedenen/verdrängten Obdachlosen bzw. Flaschensammler jede/r seinen Platz und seinen Frieden - egal ob man mehr oder weniger teuer konsumiert oder einfach nur die Zeit verbringt.

    - Arbeitsplätze: Ob Kranfahrer oder Koch, Programmierer oder Bürofachkraft, hier gibt es jede Menge Jobs (dass die Leute vor Ort keine bezahlbare Wohnung finden, ist sicher schade - umgekehrt finden sie am eigenen Wohnort aber offenbar keine (ähnlich bezahlte) Arbeit.


    Ich vermute mal, wer sich eine Wohnung im Max und Moritz leistet, wird es hier schon gut haben. An einigen Stellen im Artikel kommt mE (fast schon widerstrebend) auch durchaus etwas Flair auf.

    Endell Ich empfinde das modernisierte Reichstagsgebäude tatsächlich als ziemlich perfekt. Dass die Kuppel den Staatsbau für den Passanten buchstäblich öffnet, ist mE zudem geradezu genial,äußerst sympathisch und mW in der Form wohl auch weltweit ziemlich einmalig.


    Bei der Bauakademie bin ich dagegen im Grunde für eine möglichst originalgetreue Rekonstruktion der Außenfassade, da es dem Ensemble mE gut tun würde. Eine Neuinterpretation müsste schon wirklich genial werden, um mich zu überzeugen - was ich nicht für ausgeschlossen aber erfahrungsgemäß doch für einigermaßen unwahrscheinlich halte.


    Ob man ein (ggf. eher flaches) Photovoltaik-Dach oder sonstige mehr oder weniger dezent sichtbare Elementen nachhaltigen Bauens harmonisch integrieren kann, halte ich dagegen für eine durchaus spannende Frage. Eine Brücke zur Moderne darf man mE gerne schlagen, so lange sie gekonnt realisiert wird.

    m.Ro80 Ist das nicht langsam eine ausgelutschte Diskussion? Wenn es konsequent nach Deiner Logik ginge, dürfte es mE im Grunde überhaupt keine Fassaden/Verpackungen geben, sondern nur nackte, 'ehrliche' (Bau-)Stoffe. Sonst wird dem Auge ja immer etwas suggeriert, was so gar nicht darunter steckt (buh: inauthentisch, um mal Deinen Duktus zu replizieren).


    Wobei gerade die "Fassade" des Humboldtforums ja sogar extrem aufwändig Schicht für Schicht originalgetreu wieder hergestellt wurde und man zugleich bewusst moderne Kontrapunkte gesetzt hat, gerade sodass weder ein billiger Fake geschaffen noch irgendwem etwas vorgetäuscht wurde. Wenn man je ein Stadtschloss rekonstruieren oder auch nur Entsprechendes suggerieren wollte, hätte man ja auch nie die Institution Humboldtforum geschaffen. Schon da greift der Vergleich zur Dresdner Frauenkirche (früher Kirche, heute Kirche) mE ins Leere.

    "Authentisch" ist in dem Fall mE auch einfach die Idee und der Baukörper des "Schlosses" an exakt diesem historischen Standort, wodurch auch die erhalten gebliebenen Bauwerke im Ensemble mehr Sinn ergeben - und exakt analog wäre es auch bei der Bauakademie: Rekonstruiert wurde/würde hierbei demnach ein Stück Stadtbild, nicht aber eine Institution.


    Pragmatisch kann mE auch fast jeder damit umgehen, man kann aber natürlich auch eine abstrake Debatte über vermeintlich fehlende Authentizität bemühen...

    Querido Wie gesagt kommt der hohe Schnitt durchaus nicht nur von Bayern, BVB und inzwischen auch noch Union. Man muss mE auch nicht mit hypothetischen Werten rechnen, wenn es reale gibt. Hier findest Du mal eine Übersicht von 2018/19, der letzten vollständig regulär verlaufenden Saison (alle 17 Heimspiele, von mir nach Auslastung sortiert und je auf glatte Tausender gerundet):


    Bayern: ca. 75.000

    Dortmund: ca. 75.000

    Leverkusen: ca. 59.000

    Nürnberg: ca. 54.000

    Freiburg: ca. 54.000

    Gladbach: ca. 52.000

    Düsseldorf: ca. 52.000

    Bremen: ca. 50.000

    Leipzig: ca. 50.000

    Stuttgart: ca. 49.000

    Hoffenheim: ca. 45.000

    Frankfurt: ca. 43.000

    Schalke: ca. 43.000

    Hannover: ca. 39.000

    Wolfsburg: ca. 39.000

    Mainz: ca. 34.000

    Augsburg: ca. 28.000


    Manche Zahlen überraschen angesichts der Attraktivität der Gegner etwas, was häufig an den Ansetzungen liegt (Leverkusen war das Abschlussspiel, Augsburg lag dagegen mitten im Dezember an einem Dienstag um 20:30 Uhr - dazu im Winter aufgrund der schlechten Kältedämmung des Olys allgemein weniger Zuschauer). Man sieht jedoch auf einen Blick:

    10x mehr als 45.000 Zuschauer und zwar mindestens 4.000 mehr, 7x7.000 mehr, 5x9.000 mehr. Bei einer Kapazität von nahe 50.000 läge man dagegen nur noch 7x darüber und nur 3-5x deutlicher.

    Umgekehrt lag man nur 4x deutlich unter den 45.000, bei ca. 50.000 käme man 7x deutlich darunter. Allerdings ist selbst das unwahrscheinlich. Das neue Stadion wäre ja nicht nur aber gerade im Winter deutlich attraktiver. Dazu kommt es bei einer Verknappung des Angebots immer zu einem Ansprung der Nachfrage insbesondere bei den Dauerkarten und einer höheren relativen Auslastung.


    Wie gesagt: Knapp 50.000 wäre zum Start perfekt, da praktisch immer ausverkauft und mit deutlich besserer Stimmung. Wenn man die 2-3 Topspiele ins Oly legt, wäre sogar die bisherige Quote zu halten bzw. toppen. Ausbaufähig sollte es dann aber immer noch sein.

    Voll ist ja auch relativ. Auch Bundesligisten mit deutlich weniger Stadionkapazität sind nicht jedes Spiel ausverkauft. Hertha hat aber einen ziemlich soliden Schnitt von praktisch immer deutlich über 40.000, teilweise sogar gut 45.000 bis knapp 50.000 pro Jahr - und der kommt logischerweise nicht allein von Bayern und Dortmund. Selbst in der 2. Liga war es mW nicht deutlich darunter, es war dort damals sogar eine Rekordkulisse, was durch den HSV oder Schalke aber evtl. inzwischen überholt ist. Damit liegt man sogar europaweit in den Top 20, auch wenn man aufgrund der Größe des Olympiastadions zugleich regelmäßig die/eine der niedrigste/n Auslastung/en der Liga hat. Eine Verbesserung und zugleich Verknappung des Angebots bringt zudem zuverlässig mehr Nachfrage (bei anderen Stadienneubauten hat man das jedes Mal gesehen). Von daher halte ich 40.000-45.000 auch absolut für die unterste Schmerzgrenze oder einen soliden Ausgangswert mit potentiellen Ausbaukapazitäten. Ideal wäre mE ein Start mit knapp 50.000 Plätzen und eine maximale Ausbaustufe von bis zu round about 60.000. Das wäre eine gesunde Größe - unabhängig von der Ligazugehörigkeit.


    Bauchschmerzen macht mir jedoch das ökonomische Gebaren des Vereins in Kombination mit den galoppierenden Baukosten, der allgemeinen Inflation und den zuletzt steigenden Zinsen. Wie schon so oft in der Hertha-Historie (und Berliner Historie) könnte es nach ewigem Gemurkse bei allen Beteiligten im Verein und Senat nun einfach der falsche Zeitpunkt sein. Ich bin mir davon abgesehen noch nicht einmal sicher, ob der Senat nicht wieder nur auf Zeit spielt. Die aktuellen Trends sind ja absehbar ungünstig.

    Theseus532 Allerdings ist Berlin nun einmal Bundeshauptstadt, sie vertritt (gerade in ihrem Zentrum mit relativ wenigen lokalen Anwohnern) gesamt Deutschland und wird dazu zum Teil (wiederum gerade im Zentrum) auch vom gesamten Land finanziert. Entsprechend finde ich es schon völlig angemessen, dass für so etwas eine bundesweite Umfrage durchgeführt wurde. Dass gerade Du als mW selbst Zugezogener so auf die Einmischung "Auswärtiger" schimpfst, finde ich ehrlich gesagt etwas schade. Bei der Form manchen Protests mag ich Dir zustimmen. DASS die Leute dafür nach Berlin kommen, finde ich aber recht nachvollziehbar (die A100 ist/wäre übrigens wie der gesamte Autobahnbau auch eine Bundesautobahn, kein Landesprojekt). Für mich ist Berlin alles zugleich: Stadt der Kieze, Bundeshauptstadt, Weltstadt. Diese Spannung muss man manchmal aushalten, ich finde es aber auch gerade spannend so.


    Ansonsten bist Du zwar in der Tat auch ein Bürger - aber eben auch nur EIN Bürger. Das gehört eben dazu, dass man immer wieder überstimmt wird und mit den Ergebnissen leben muss. Geht mir auch regelmäßig so (wenn es nach mir ginge, wären wir auch nie aus der Kernkraft ausgestiegen, jetzt bekomme ich aber auch die hohe Energierechnung).


    Zur Sache: Ich wünsche mir tendenziell auch eher die Reko, vor allem da ich bei modernen Entwürfen keinen großen Wurf erwarte (eher wieder so was wie beim Museum der Moderne, wo mir jeder Euro deutlich mehr weh tun würde). Außerdem würde es zum Ensemble passen bzw. dieses weiter prägen. Im Innenraum wäre eine Reko womöglich interessant, da würde ich aber schon Kosten und Nutzung stärker einbeziehen. Ich habe nichts gegen einen Hybrid aus interessanter Hülle und sachlichem Kern.

    Reizthema Corona spitzt sich massiv zu - Infektionslage in Berlin weiter vergleichsweise harmlos

    Nachdem damals schon der juristische Expertenrat die Regierung deutlich gerügt hatte, kommt nun auch die wissenschaftliche Expertenkommission zu einem äußerst unrühmlichen (aber u.a. nach dem entsprechend begründeten Ausstieg Drostens eigentlich auch nicht mehr überraschenden) Ergebnis: Die wiederholt massiv grundrechtsbeschränkenden Maßnahmen wurden demnach NICHT auf wissenschaftlich belastbarer Grundlage getroffen UND es wurde auch NICHT annähernd überzeugend an einer wissenschaftlichen Begleitung dieser Maßnahmen gearbeitet. Deutlich anders als in anderen halbwegs entwickelten Nationen (mit i.d.R. meist viel mehr Daten und zugleich deutlich weniger Maßnahmen!) sei "eine koordinierte Begleitforschung während der Corona-Pandemie in Deutschland weitgehend unterblieben".

    Kurz: Wir haben auch nach über zwei Jahren mit nachweislich extremen gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Folgen der Pandemie-Bekämpfung schlichtweg keine belastbaren Daten über den Sinn oder Unsinn der diversen getroffenen Maßnahmen. Und dazu klingen auch die ersten Tendenzen rückblickend nicht gerade bestätigend:

    - Digitale Datenerfassung und -verarbeitung äußerst ausbaufähig (von Krankenkassen pro-aktiv angebotene Daten nicht genutzt), weiterhin keine Konzepte, damit zumindest in Zukunft besser auf wissenschaftlicher Basis entschieden werden kann und aufgrund von deutschem Fokus auf Föderalismus und Datenschutz auch keine Besserung in Sicht

    - die "Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" bleibe rückblickend ein juristisch zweifelhaftes Konstrukt, die Verlagerung von Entscheidungsbefugnissen auf die Exekutive wie das RKI sei nach "ganz überwiegender" Bewertung höchstwahrscheinlich verfassungswidrig gewesen (auch das nach dem Urteil der Rechtsexperten-Kommission - s.o. - ja nicht neu)

    - harte Maßnahmen wie Lockdowns früh in der Entstehungsphase einer Pandemie und als kurze(!) dosierte Maßnahme wohl begründbar, um dem Gesundheitssystem zunächst Zeit zum Hochfahren und Reagieren zu geben, bei längerer Dauer zunehmend eher zermürbend und so insgesamt viel eher kontraproduktiv

    - keine Belege für einen positiven Effekt von Schulschließungen, dafür jede Menge Belege für katastrophale Folgeschäden

    - verschobene OPs und Vereinsamung von Patienten in Summe schädlich

    - Masken nur für Innenräume sinnvoll aber auch dort nur bei hoher Akzeptanz und korrektem Trageverhalten wirklich effektiv (man muss sich in Berlin nur in Bus und Bahn setzen und weiß sofort, was gemeint ist)

    - G-Regelungen pauschal fragwürdig, da nur kurz nach Impfung/Genesung wirklich ein Effekt vorhanden ist, während tagesaktuelle Tests (unter Voraussetzung von hoher Trefferquote der aktuellen Varianten) effektiver wären, was sich ja interessanterweise genau NICHT in der aktuellen Entscheidungsfindung nieder schlägt


    Für mich persönlich erschütternd: Wie schon bei der juristischen Einordnung bleibt auch diesmal ein breiter Aufschrei oder wenigstens eine echte Debatte unter den beiden (mit) regierenden Parteien SPD und Grüne aus. Gerade die Grünen aber auch Herr Lauterbach loben sogar noch die hervorragende Arbeit des RKI und kritisieren die FDP massiv, weil sie nicht schon jetzt die rechtliche Grundlage für harte Maßnahmen für den Herbst und Winter mit tragen will. Falls es wirklich wieder eine neue Rechtsgrundlage für Grundrechtseinschnitte gibt, dann doch bitte hoffentlich diesmal nur als Stufenplan mit ganz klaren Voraussetzungen. Ich hätte im Leben nicht geglaubt, dass ich jemals so dankbar für eine Regierungsbeteiligung der FDP sein werde. Für mich ist aber unabhängig von irgendwelchen politischen Farben der gesamte Vorgang zunehmend deprimierend und erschütternd, im Grunde finde ich fast gar keine Begriffe mehr für mein wachsendes Unwohlsein.


    Das hängt sicher auch damit zusammen, dass ich im Bildungsbereich viel mit Kindern und Jugendlichen (sowie deren Familien) arbeite und gerade in diesem Kontext der hilflosesten und lobbyärmsten Bürgerinnen und Bürger die Auswirkungen besonders deutlich werden. Auch hier werden erst jetzt erste Daten zusammen getragen (und zumindest hier in Berlin wird im Bildungsbetrieb mE seit Jahren immer massiver und systematischer beschönigt). Jetzt haben wir schon in ganz Deutschland wieder die selben Zahlen, die 2001 zur sogenannten PISA-Krise führten! Demnach haben 2 Mio von 10 Mio Kindern noch am Ende der vierten Klasse massive Probleme beim Lesen, Schreiben und Rechnen (ganz zu schweigen von Zunahmen bei Übergewicht, Medienkonsum bis Mediensucht, Depressionen...). Wir liegen insgesamt wohl ca. 1 Jahr zurück, sodass im Grunde in der ganzen Republik alle Klassen nochmal ein Jahr verweilen oder aber primär nur an diesen Basiskompetenzen sowie ggf. körperlicher Fitness und seelischer Gesundheit arbeiten könnten (wenn es Kita-Plätze gäbe und der Fachkräftemangel nicht so massiv wäre, könnte man das ernsthaft erwägen - wobei es aber natürlich auch lernpsychologisch verheerend wäre). Berlin hat ja immerhin noch 2 weitere Jahre Grundschule, liegt aber i.d.R. generell schon ein Jahr hinter vielen anderen Bundesländern - und in der Mittelstufe wird ja normal auch nicht gerade den ganzen Tag getanzt und getuscht. Aktuell werden die Klassen übrigens unabhängig von Raumgrößen oder der sozialen Zusammensetzung der Klassen noch stärker aufgefüllt, teilweise neue Klassen gebildet und in Container gepfercht und durch den Lehrermangel fällt reihenweise Unterricht aus, sodass die Kinder oft mehr betreut als beschult werden. Pure Ironie: Kürzlich demonstrierten tausende Lehrer auch in Berlin für maximal 19 Schüler pro Klasse. Bald werden es auch in den Grundschulen real oft genug wie zu Nachkriegszeiten 30 sein (25+ sind schon jetzt zunehmend eher die Regel als eine Seltenheit). Auch hier bleibt der Aufschrei aus, vielleicht auch weil die Menschen einfach zu müde und zermürbt sind. Wie gesagt arbeite ich auch mit den Eltern und Familien und da sind viele massiv an den Grenzen und es ist längst auch eine häusliche Belastung (Bildung als Hausfriedensbruch).


    Jeder, der hier regelmäßig mitliest, weiß, dass ich am liebsten erfreuliche Nachrichten teile - die es auch weiterhin gibt, etwa beim erstaunlich zunehmenden Zuzug von indischen Fachkräften: die indische Community stellt inzwischen in 8 von 12 Bezirken die größte Bevölkerungszahl von Ausländern oder Menschen mit Migrationshintergrund und ohne Deutschen Pass. Auch vor dem Hintergrund der angesprochenen Probleme ist das mE eindeutig eine positive Nachricht. Es kann aber keinesfalls die einzige Antwort auf die Problemstellung bleiben. Dazu sollten uns die Kinder nicht nur als Ressource, sondern vor allem als Menschen deutlich zu kostbar sein, um sie weiter so vor die Wand fahren zu lassen. So wie wir gelernt haben "Nie wieder Krieg", müssen wir mE nun lernen "Nie wieder sinnlose Lockdowns und Schulschließungen". Mal als aktueller Bezug zu dem ganzen Desaster an Folgeschäden der Maßnahmen: Aktuell liegen in Berlin und Brandenburg 70 Menschen auf den Intensivstationen, die wegen oder oft auch nur zufällig mit Corona dort sind, 46 davon werden beatmet. Durch die gesamte Omikron-Welle hinweg ist das auch eher zurückgegangen (vermutlich weil zunächst noch Delta-Patienten darunter waren) und seither stabil geblieben. In anderen Ländern herrscht längst wieder Normalität und die Gesellschaft gesundet. Wir streiten primär über Maßnahmen für den Herbst, während wichtigere Themen wie die Bildungsmisere oder die körperliche und seelische Gesundheit der Kinder gefühlt niemanden groß interessieren.

    ElleDeBE Ich fand eigentlich nur vereinzelte Tiefschläge anstrengend, ansonsten haben wir mE aber einige interessante Aspekte von verschiedenen Standpunkten ausgetauscht. Das müssen wir sicher nicht aufwärmen, man kann aber gerne daran anknüpfen und es um weitere Aspekte ergänzen.


    Zunächst einmal vielen Dank daher für den Link. Ich finde darin speziell den Punkt der Authentizität interessant, wonach Amüsierviertel im Idealfall aus einem bestehenden aber vernachlässigten Viertel "natürlich" heranwachsen statt in einem Guss geplant zu werden (hierzu wird auf Foucaults recht bekanntes Konzept einer "Heterotopia" verwiesen). Der angenommene worst case wäre demnach entsprechend ein völlig isoliert geplantes, abgeschottetes und rein monothematisches Areal, das regelmäßig wie eine Geisterstadt anmutet und ggf. trotz der generischen Angebote der großen Ketten sogar ungeliebt bleibt und Verluste schreibt.


    Auf Berlin trifft dabei mE vor allem der Aspekt der integrierten Planung vs. Wildwuchs zu. Wobei Berlin da durch die sehr vielen Brachen eben auch eine Sonderposition unter den Städten einnahm. Auf der grünen Wiese wächst nicht mal eben so ein Amüsierviertel. Gewachsene Ausgehviertel bzw. Freizeitetablissements gab es im Umfeld aber sehr wohl.


    Ich persönlich finde zudem, dass man das neue Areal davon NICHT komplett abgeschottet, sondern es gelungen in diese bereits breit akzeptierte und frequentierte Umgebung eingebettet hat. Vom Wasser kommt man direkt mit einem Anleger ans Ziel, die Mauer öffnet sich hierfür sogar bewusst. Zum Auftakt und auch zum Abschluss am hinteren Ende werden durch Pflanzen und Sitzzonen Verbindungspunkte geschaffen. Mit den neuen Hochhäusern wird der Platz auch noch besser durch die Umgebung eingefasst. Wie gesagt wirkt es für mich in den Videos fast wie nahtlos, wodurch es für mich auch eher wie ein Teilbereich eines größeren urbanen Zentrums mit vielfältigen Funktionen agiert (Kultur/Entertainment, Büros, Wohnen, Einzelhandel/Dienstleistungen). Ich finde zudem, dass sogar die Fassaden bei vollem Betrieb weniger störend wirken. Sie allein schaffen vielleicht kein Flair, sie allein verhindern es aber auch nicht wirklich.


    Zu guter Letzt dann doch nochmal der Punkt, wo ich ähnlich wie Du selbst weiter die größte Differenz wahrnehme (ohne dass das schlimm sein muss): Für mich gibt es überhaupt keine trennscharfe Unterscheidung zwischen einem (unkultivierten) Massengeschmack und einer sophisticated darüber schwebenden Nische für Kultur-Eliten oder aber zwischen popular culture und actual culture/art. Auch Professoren befassen sich inzwischen durchaus ergiebig mit seriellem filmischen Erzählen á la Netflix und einige der populärsten Erzählungen überhaupt stammen umgekehrt von Akademikern (Herr der Ringe, Chroniken von Narnia). Selbst Harry Potter arbeitet auf vielen verschiedenen Ebenen, sodass man bspw zahlreiche gesellschaftskritische Aspekte heraus lesen kann, die sogar durchaus differenziert verhandelt werden. Ebenso wie sich viele spannende Metaphern finden lassen (z.B. Dementoren als Verkörperung von Depressionen). Und mancher populäre Song von Beatles bis Coldplay vermittelt neben Wortwitz auch durchaus tiefere existenzielle Fragestellungen. Klar gibt es auch Literatur speziell für Literarurprofessoren so wie es auch Mathe allein als rein theoretische "Spielerei" für hochspezialisierte Mathematiker ohne jegliche Anwendungsfelder gibt. Das darf es ja auch und es kann sogar durchaus interessant sein. Damit lässt sich mE aber nicht automatisch alles andere "darunter" als kulturlos/unwissenschaftlich abwerten.

    Aber wer es mag....

    Eben! Tatsächlich scheinen ja auch recht viele Menschen dieses Areal zu mögen und zu nutzen, womit man es mE auch einfach mal gelten lassen kann. Wer es nicht mag, wird ja umgekehrt auch nicht mit Gewalt dorthin gezerrt. Letztendlich wird ja immer mit den Füßen abgestimmt und diese Abstimmung scheint in dem Falle zumindest für den Moment ziemlich klar auszugehen.


    Zu den Lichtern: Das ist mE ein integraler Bestandteil der Gestaltung, was man besonders gut im ersten Video sieht. Die Lichtsäulen sowie diverse diffusere Lichtquellen umfluten die Passanten nicht nur auf normaler Sichthöhe, sondern spiegeln sich auch auf dem von Wasserpfützen schimmernden Boden unter ihnen und in der großen konvexen Glasfassade der Arena im beginnenden "Himmel" über ihren Köpfen. Insgesamt wirkt das mE schon recht beeindruckend und passt für mich auch einfach zum Konzept eines Entertainment Districts. Große Leuchtreklame und sonstige Lichter kennt man ja auch u.a. vom Broadway, von Vegas oder von der Reeperbahn aber etwa auch von Blackpool. Das wurde nun nicht gerade für Berlin so erfunden, auch wenn man hier mE wie gesagt ein interessantes integriertes Konzept umgesetzt hat.


    Ich habe aber generell nach wie vor das Gefühl, dass recht viele hier das Konzept eines Entertainment Districts - i.e. vielfältige aber meist kurzweilige Unterhaltung, vielfältige, meist schnelle und bequeme Gastronomie, mannigfaltiger Kommerz, tausend lockende Lichter...) entweder gar nicht erst begreifen oder es komplett ablehnen bzw. einfach nicht in Berlin realisiert sehen wollen. Aber wenn es doch offenbar angenommen wird, zusätzliche Angebote in der Stadt entstehen und auch immer wieder erhaltenswerte (Berliner) Institutionen wie die Eisbären oder (hoffentlich auch weiterhin!) Alba davon profitieren, kann ich diese naserümpfende Haltung nicht so wirklich nachvollziehen. Es gibt so viele Alternativen in dieser Stadt und auch Unterhaltung hat ihre Daseinsberechtigung, wenn sie angenommen wird.

    AAPMBerlin Theseus gehört von der ersten Stunde an zu den wenigen Usern dieses Forums, die dem Mercedes Platz/Entertainment District gewisse Qualitäten abgewinnen können (u.a. ich zähle mich ebenfalls dazu). Zugleich dürfte der Beitrag bewusst ein wenig sticheln, da der Platz (UND dessen Nutzer) hier im Thread ja wiederholt extrem hart abgeurteilt wurde: Seelenloser, rein (zombie-)konsumgeprägter Unort/Nicht-Ort, Logistikpark in der Brandenburger Pampa usw. usf.


    Da ich ja nicht nur die Bauprojekte im Umfeld verfolge, sondern auch diverse YouTube-Videos über die Stadt, bestätigt sich für mich übrigens zunehmend der Trend, dass der Standort von Touristen wie Berlinern gar nicht so schlecht angenommen wird. Das merkt man nicht nur an den Google-Rezensionen, die den Platz inzwischen nun mit 4,4 von 5 möglichen Sternen bewerten (zum Vergleich: Gendarmenmarkt 4,6, Bebelplatz oder Nikolaiviertel 4,5, Potsdamer Platz 4,4, Alexanderplatz 4,2). Außerdem merkt man mE auch bei den diversen Vlogs mit Stadtspaziergängen, dass sich der Platz durchaus Beliebtheit erfreut und sich optisch gerade aus Spaziergängerperspektive auch immer besser in seine Umgebung einfügt bzw. integriert wahrgenommen/ erlebt wird:

    (72) Vlog : Platz Mercedes Benz Arena #Stade_Arena - YouTube (Sicht eines Touristen)

    (72) Mercedes-Benz Arena Berlin - YouTube (Sicht eines Spaziergängers, für einen grauen Dezembertag schlägt sich der Platz mE überhaupt nicht schlecht)

    (72) Mercedes-Benz Arena Walking in Berlin. Walking East Side Gallery Berlin. Germany Walking.Berlin Tour - YouTube (Sicht eines Spaziergängers)

    (72) [4K] WALKING: BERLIN - East Side Gallery and River Spree - YouTube (Sicht eines Spaziergängers, hier primär um Minute 20-24)

    (72) Horizon Forbidden West - Krallenschreiter in Berlin Mercedes Platz | PS4, PS5 - YouTube (in einer Videospielwerbun als integraler Bestandteil vermittelt.)

    (72) ERIC BAUER & CARINA KHORKHORDINA on Mercedes Platz - YouTube (diese - etwas abgefahrenen - Künstler sprechen gar von einem Herzstück)


    Gerade die ersten Videos zeigen mE schön, wie sich das Areal in seine Umgebung einbettet und wie Details wie Pflaster, Bäume, Dekoration etc. doch eine gewisse Wirkung erzielen. Ich kenne jedenfalls keinen Logistikpark, wo man sich ähnlich wohl fühlen könnte.