Beiträge von jan85

    @all: Das ist mE mal wieder ein richtig niveauvoller Gedankenaustausch, für den ich dieses Forum so sehr schätze. Vor allem freut mich, dass wir hier nicht in die klassischen Lager zerfallen, auch wenn die Journalistin es hier triggert. Und ich denke auch, dass halbwegs anspruchsvolle oder immerhin ansehnliche Architektur mit bezahlbaren Mieten vereinbar wäre. Gerade wenn die öffentliche Hand wie hier direkte Einflussmöglichkeiten hat und es dazu noch so ein geschichtsträchtiger Standort ist, sollte das sogar grundsätzlich angestrebt werden. Neben den Kosten ist es mE aber auch eine Frage des Zeitdrucks und des fehlenden Personals. Irgendwelche Standardkisten sind eben am Schnellsten hingestellt.

    Urbanist Mit der FDP hätte man das Experiment, dass sich evtl. das ein oder andere Extrem gegenseitig negiert (Korrektivwirkung) und man am Ende die Energie in pragmatische Lösungen steckt (eine Verwaltungsreform sollte ja im Sinne aller Parteien sein, sie haben nur meist andere Prioritäten). Es könnte umgekehrt aber auch eine ähnlich dysfunktionale Koalition darstellen wie die letzten Jahre RRG.


    Ansonsten finde ich, dass man gerade jetzt ruhig mal ordentlich jammern darf. Vielleicht merken die verantwortlichen Parteien dadurch ja etwas und reißen sich etwas mehr zusammen als zuvor. Zu den angesprochenen Klischees will ich mich nicht groß äußern. Ich habe nicht mal ein Auto und bin auch kein Immobilienbesitzer. Mich interessiert auch primär, ob Politik vernünftig funktioniert oder nicht. Welche Farben da dran hängen, ist unwesentlich.

    Ach was, die Wahl war "einfach nur" massiv schlecht organisiert. Damit sollen sich jetzt wohl sogar die Verfassungsrichter befassen, ob partiell oder sogar komplett neu gewählt wird. An systematische Schiebung glaube ich dagegen absolut nicht. Und natürlich ist das massiv peinlich für die Stadt, aber mW hat zumindest hier mal nicht der Senat versagt. Jedenfalls verstehe ich die Strukturen so, dass der Senat gar nicht direkt mit der Organisation der Wahl zu tun hatte und die Verantwortlichen jetzt ihr Versagen selbst einsehen (immerhin eine Instanz in der Stadt, die das noch hinbekommt).


    Ansonsten zeichnet sich jetzt ab, was im Grunde alle längst erwartet haben: Es wird doch wieder Rot-Grün-Rot. Abgesehen von der Politik selbst (i.e. Grünen und Linken sowie Teilen der SPD) begeistert das kaum jemanden in der Stadt. Die Presse ist weiter/wieder voll von Häme. Hier mal eine kleine Presseschau:

    - Linksbündnis startet mit Sollbruchstellen - Koalitionspartner betitelten Giffey u.a. als Rassistin, Gouvernante und Ewiggestrige und Teile der Partei begannen noch am Wahltag Politik gegen die eigene Spitzenkandidatin zu machen (Der Tagesspiegel fragt sich, ob und wie sich alle zusammen raufen und erfolgreiche Politik für die Stadt machen sowie die eigenen vergangenen Fehler korrigieren können)

    - Einfach weiter so - Giffey ist bereits geschwächt, jetzt läuft alles weiter wie bisher (die Morgenpost stellt sich solche Fragen gar nicht mehr und rechnet damit, dass es mit dieser Konstellation keinen Aufbruch geben wird)

    - Nichts funktioniert in Berlin aber Rot-Grün-Rot macht einfach weiter - Im Wahlkampf bekämpfte Giffey linke Parolen, jetzt darf sie doch weiter mit den Linken regieren (die Welt sieht die Bürger weiter leiden)

    - Pannenstadt Berlin: Wie kriegt man die Hauptstadt wieder fit? - Berlin bekommt neben Wahlen und Flughäfen nicht einmal einen normalen Alltag auf die Reihe (auch die Berliner Zeitung sieht die neue alte Regierung vor enormen Herausforderungen, denn es dürfe keinesfalls weiter so katastrophal laufen wie bislang)

    - Hauptstadt zum Heulen - Berlin als failed Stadt auf den Spuren von Bananenrepubliken (der Spiegel attestiert Berlin organisatorisches Versagen auf allen Ebenen und denkt, dass noch vor irgendwelchen Koalitionsverhandlungen ein breiter Konsens über die Erneuerung der Stadt geschaffen werden müsse)

    - In der Hauptstadt des Chaos - Nichts funktioniert in Berlin aber immerhin können wir unfassbar gelassen damit umgehen (Im Deutschlandfunk befasst sich ein Kabarettist mit der unglaublichen, stoischen Leidensfähigkeit bzw. Gleichgültigkeit von Berliner Bürgern und Volksvertretern)


    Man kann es gerne mal selbst nachlesen. Mich hat es dann doch beruhigt, dass außerhalb der Verklärer-und Claqueur-Bubble scheinbar immerhin flächendeckendes Problembewusstsein besteht. Sollte Rot-Grün-Rot also wirklich wieder mehr mit sich selbst und der eigenen Unfähigkeit beschäftigt sein als mit den vielen zunehmenden (und großteils aktiv mit verschuldeten) Problemen der Stadt, dann werden sie das hoffentlich zumindest medial entsprechend zu spüren bekommen. Ich hoffe ja sehr, dass sie die unglaubliche zweite Chance (wieder an der Macht, obwohl die Leistung über zwei Dritteln nicht gefiel und der unbeliebteste Ministerpräsident der Republik sogar die Flucht ergreifen musste) nun auch nutzen und alle mit geschlossenen, wirksamen(!!!) Bemühungen überraschen. Mich jedenfalls würde es sehr überraschen, ich würde sie dafür aber auch gerne loben und für Erfolge feiern. Und möglich wäre es doch hoffentlich, dass man doch mal dazu lernt. Oder aber man denkt sich: Ist der Ruf erst ruiniert, regiert es sich ganz ungeniert...

    Klarenbach Einem Herrn Hoeneß hält auch immer wieder jemand ein Mikrofon vor die Nase und stellt bewusst kontroverse Fragen - in der Hoffnung, dass der gute Mann etwas dazu abfeuert. Trotzdem gehören immer noch zwei dazu. In bestimmten Ämtern sollte man Medienprofi genug sein, nicht über jedes Stöckchen zu springen. Und ich unterstelle einfach mal, dass Herr Müller zu einem Thema das sagt, was er auch sagen will.


    Ebenso unterstelle ich, dass Du das im Grunde ebenfalls so interpretierst, es aber nicht wahrhaben möchtest. Dein ewiger Bezug auf irgendwelche dunklen Gangs zeigt ja, dass Du die Sachebene bewusst meidest, um die Situation ins Lächerliche zu ziehen. Da niemand sonst im Forum diese Metapher der B.Z. aufgegriffen hat und es sonst nur um den Inhalt des Artikels ging, treibst Du da eine Strohpuppe vor Dir her. Wann man solche rhetorischen Fehlgriffe versucht, ist ja hinlänglich bekannt. Nur verfängt es hier einfach nicht, weil so ein Vorgehen in Foren wie dem DAF längst bekannt und entlarvt ist.

    Klarenbach Nur weil Du es wiederholt Märchen o.ä. nennst, wird es aber auch nicht automatisch weniger wahr. Bei Deinem Track Record im Umgang mit Daten, Fakten etc. scheint mir sogar eher das Gegenteil plausibel. Ansonsten frage ich mich auch ganz grundsätzlich, woher Du Dir hier wieder mal Deine Deutungshoheit nimmst. Oder bist Du besser innerhalb der SPD vernetzt als diverse Journalisten oder ein Herr Nagel? Wenn die Einflussnahme des Müller-Zirkels wirklich so ein großes Märchen wäre, gäbe es doch zudem längst Gegendarstellungen. Gerade Herr Nagel hat Herrn Müller nun ja offen und direkt herausgefordert und vor allem auch eine Einflussnahme auf die Koalitionssondierungen (trotz des katastrophalen eigenen politischen Erbes) beklagt. Bislang hat letzterer jedoch nie zu verstehen gegeben, dass er komplett raus sei und es jetzt andere regeln sollen. Vielmehr habe ich trotz des neuen Amtes im Bund ein direktes Zitat in Erinnerung (bzw. kürzlich verlinkt), wo er sich despektierlich über einen möglichen Posten von Frau Giffey in der lokalen Regierung äußert. Wie passt das ins Bild, wenn Herr Müller angeblich gar kein Interesse mehr an dem Ganzen hat und nur Märchen erzählt werden?


    Ganz unabhängig davon: Die Berliner Politik wirkt mE immer mehr wie ein Scherbenhaufen. Die Wähler waren vor der Wahl massiv unzufrieden und bleiben es sehr wahrscheinlich auch jetzt. Mich persönlich macht das ganze Theater nur noch müde. Diese Stadt bräuchte so dringend starke Gestaltungs- und Erneuerungsimpulse (egal unter welchen Farben) und jetzt folgt wohl eine zusammengewürfelte Verlegenheitsregierung auf die nächste (entweder in den identischen Farben oder eben in anderen). Selbst innerhalb der Parteien bekommt man es ja kaum noch auf die Reihe und dann müssen noch drei Parteien zusammen regieren. Und das bei den ganzen akuten Problemen. Mir tut diese Entwicklung wirklich weh. Rein privatwirtschaftlich scheint der Laden ja zum Glück zunehmend auch ohne funktionierende Regierung zu laufen. Gerade für Familien auf Wohnungssuche oder für Kinder (und Angestellte) im Erziehungs- und Bildungsapparat oder einfach nur Bürger auf der Suche nach Dienstleistungen der Bürgerämter gilt das allerdings weniger. Die Strukturen funktionieren einfach nicht und die mitunter durchaus teuren und kraftaufwändigen Wiederbelebungsversuche greifen meist auch nicht wirklich oder machen es teils sogar schlimmer. Da wird munter gewurschtelt, bevor man Fehler eingesteht oder sich mal bei besser funktionierenden Städten und Bundesländern was abschaut. Wer das alles nicht mehr wahrnimmt und ernsthaft auf ein "Weiter so!" hofft, führt scheinbar ein beneidenswert privilegiertes Leben...

    Die Berliner SPD scheint tief gespalten. Jetzt hat ausgerechnet ein ehemaliger Förderer von Michael Müller öffentlich mit dessen katastrophaler Regierungsbilanz und seiner Einmischung in die aktuellen Koalitionsverhandlungen abgerechnet. Quelle Der Vergleich von Herrn Müller mit Herrn Söder lag mir auch schon auf der Zunge. Allerdings hatte Herr Söder ja aktive Ambitionen, während Herr Müller bereits von allein geflüchtet war.


    Traurig, dass so etwas wie dieser offene Brief überhaupt nötig erscheint (inhaltlich finde ich jeden Absatz berechtigt, auch wenn der Stil teilweise etwas konfrontativ ausfällt). Ob es etwas einbringt, wage ich davon abgesehen aber eher zu bezweifeln.


    Ansonsten stimme ich den Vorredner zu: Egal, welche Regierung jetzt kommt, die notwendige Aufbruchstimmung ist schon jetzt verflogen. Im Grunde wäre es mir inzwischen fast schon egal, wenn man die Wahl tatsächlich komplett wiederholen würde. Nur würde vermutlich auch dann kein befriedigenderes Ergebnis herauskommen. Ich weiß ehrlich gesagt selbst kaum noch, welche Regierung ich dieser Stadt wünsche. Wir haben ja einiges durch und kaum etwas hat getaugt. R2G war halt in manchem Bereich nochmal eine negative Steigerung, aber die trotz Missfallen hohen Wahlergebnisse zeigen die Ausweglosigkeit des Ganzen. Aber wenn man schon wenig erwartet, kann man immerhin noch positiv überrascht werden ;)

    Klarenbach Nenn es meinetwegen "Friendly Fire". Wenn man der eigenen Kandidatin kurz vor der Wahl und auch noch nach dem Wahlsieg öffentlich irgendwelche Ratschläge und Angriffe/ unschmeichelhafte Bewertungen reindrückt, ist das jedenfalls alles andere als guter Stil. Sie hatten ja jeweils ihre eigene Chance und haben sich anschließend mehr oder weniger freiwillig verabschiedet. Diesbezüglich gibt es eigentlich das ungeschriebene Gesetz, dass man sich dann in Zurückhaltung übt, statt sich weiter zu profilieren. Sonst hätten sie wie gesagt selbst wieder antreten sollen, wenn sie noch einmal Macht- oder Gestaltungsanspruch erheben wollen.


    Ich wüsste auch nicht, wieso es mangelnde Führungsstärke ausdrücken soll, wenn sich einige Herren nicht richtig im Griff haben. Ausgerechnet der SPD hätte ich nach den letzten Jahren eigentlich mehr Demut und vor allem mehr innere Geschlossenheit zugetraut. Und gerade als Herr Müller, i.e. als mehrjährig unbeliebtester Ministerpräsident der Republik kurz nach der eigenen Flucht in den Bundestag, wäre ich erst recht nicht so vorlaut. Herr Buschkowsky ist ja sogar noch ein Stück schlimmer. Frau Giffey hat demnach nur noch die Wahl zwischen Karrieregeilheit und politischem Märtyrertod. Auch nett, dass er gleich noch einen möglichen Nachfolger ins Gespräch bringt. Hat er eigentlich auch schon mal einem SPD-Mann Karrieregeilheit unterstellt? Übrigens: Dass er in seinem launischen Einlass nebenbei auch die Linke als SED 2.0 bezeichnet, hat Dich offenbar nicht groß gestört? Finde ich ja echt witzig, dass gerade Du einen Artikel mit so einem Zitat verlinkst.


    BTT: Ich weiß ehrlich gesagt selbst nicht einmal, ob ich Frau Giffey sympathisch finden soll. Und ich weiß natürlich auch nicht, wie sie intern auftritt. Zumindest habe ich öffentlich aber nichts von ihr vernommen, was so ein ekliges Verhalten erklären und legitimieren würde. Fast hat man den Eindruck, die Berliner SPD sei einfach noch nicht reif für starke Frauen (ähnlich wie damals die Bundes-CDU). Das hätte man sich dann aber auch früher überlegen müssen.

    Erster Anstieg bei Corona-Sterbefällen in Berlin

    Auch wenn es (überraschenderweise!) noch nirgendwo berichtet wird, scheinen wir jetzt doch wieder einen negativen Trend zu erleben. Zwar bleiben Inzidenz, neue Hospitalisierungen und Auslastung der Krankenhäuser bzw. Intensivstationen alle stabil. Allerdings gibt es nun seit mehreren Tagen 4-6 Tote täglich (hier nachzuvollziehen)! Davor gab es über Monate lange oft 0 Todesfälle, gelegentlich mal 1-2, ganz selten mehr). Bei gleich mehreren Tagen glaube ich auch nicht mehr an einen Zufall.


    Erfreulicher Trend bei Immunisierung

    Erfreulich ist dagegen u.a., dass scheinbar endlich wieder mehr Impfungen durchgeführt werden. Inzwischen sind offiziell 65% der Berlinerinnen und Berliner vollständig geimpft (gleiche Quelle wie oben). Zudem geht das RKI inzwischen davon aus, dass sogar mehr Menschen geimpft sind als statistisch erfasst (vermutlich etwa 5% mehr). Es sind also recht wahrscheinlich schon über 80% der Erwachsenen geimpft, bei den Risikogruppen nochmals mehr. Allerdings zeigen die aktuellen Zahlen aus dem oberen Absatz mE, dass inzwischen auch außerhalb der identifizierten Risikogruppen gestorben wird.

    Nach Herrn Wowereit (Giffey soll die Koalition fortsetzen - denn eine Deutschland-Koalition bekomme sie gar nicht erst durchgesetzt) mischt sich nun auch Herr Müller in die Arbeit seiner Nachfolgerin ein: Auf Nachfrage erwiderte er direkt, Giffey sollte besser nicht Senatorin für Wissenschaft werden. Rumms. Müller-Vertraute wollen zudem angeblich eine Fortsetzung der alten Linie durchsetzen. Vielleicht hätten sich die Beiden ja doch einfach nochmal selbst aufstellen sollen. Könnte jedenfalls ungemütlich für Frau Giffey werden, wenn ausgerechnet profilierte Parteigenossen ihr schon während laufender Verhandlungen den Dolch in den Rücken rammen. Allerdings könnte dieses offensive Vorgehen womöglich auch das Gegenteil bewirken: Auch eine Angela Merkel wollten einige Parteigenossen einst in eine bestimmte Ecke drängen und dann wollte (bzw. im Grunde musste) sie es allen beweisen. Ich war nie großer Fan von Frau Merkel oder ihrer Politik, aber in derartigen Machtspielchen hat sie sich letztlich immer wieder beeindruckend durchgesetzt. Frau Giffey macht es mE jedenfalls auch richtig, indem sie mit allen Parteien respektvoll verhandelt und sich dennoch nicht in die Karten schauen lässt. Es bleibt spannend, wobei ich ehrlich gesagt weiter von RGR ausgehe aber eine Ampel besonders interessant fände (trotz der Gefahr, dass es ggf. wie auch schon bei RRG gewisse Blockaden geben könnte).

    Totgesagte leben bekanntlich länger. Es ist immer noch unwirklich, dass es dieses Projekt nun wirklich gibt. Ich reibe mir mitunter noch immer die Augen. Da überraschen mich selbst Projekte wie das Humboldtforum weniger, das ich ebenfalls noch verdaue. Es ist jedenfalls spannend, dass die einst postulierte "Neue Mitte" am Potsdamer Platz etwas zurückfällt, wohingegen die alte City West und City Ost zeitversetzt doch noch in die Gänge kommen und auch ein paar Dutzend Meter oben drauf legen (die Türme an der East Side Gallery könnte man auch noch als Nebenausläufer nennen). Ich weiß noch, wie ich die urbane Dichte am Potsdamer Platz das erste Mal bewusst wahrnahm und wie beeindruckt ich damals für Berliner Verhältnisse war. Besonders der Aufstieg durch die Rolltreppe und der Anblick der jäh aufsteigenden Türme sowie die Sony-Kuppel beeindruckten mich nachhaltig. Der Alex wird rein von der Architektur her wohl leider keine Maßstäbe setzen wie damals der Potsdamer Platz und mE auch die City West. Durch den Fernsehturm sowie Höhe, Anzahl und Dichte der Türme dürfte er sich mittelfristig dann dennoch ein wenig von den anderen Clustern absetzen. Und es wird auch nicht alles schlecht werden, so wie ich auch jetzt schon einige Bauten vor Ort schätze.


    Der ABC-Tower wird dann vorerst das Höchste der steingewordenen Gefühle darstellen und zeugt zudem schon jetzt als (Groß-)Baustelle von der neuen Dynamik am Platz. Ich bin schon mal gespannt, wie der Bau letztlich dann tatsächlich wirkt und wie er mit Fernsehturm, Hotelturm sowie natürlich auch den neuen Türmen harmoniert. Seine durch die Vor- und Rücksprünge bewusst gewählte Spannung bringt jedenfalls ähnlich wie damals das Alexa ein neues Element rein. Gleichzeitig greift er ja das ein oder andere Element der Umgebung auf. Spannend - und immer noch unwirklich...

    KlarenbachDein verlinkter Artikel bzw. die angegebenen Daten sagen mE etwas Anderes aus.


    In Deiner Quelle steht ganz explizit drin, dass Frau Giffey kurz zuvor selbst noch Zustimmungswerte von 45% hatte und auch nach dem Absinken bis auf Herrn Müller kein anderer Politiker und somit auch kein aktiver Kandidat höhere Werte aufzuweisen hatte - bis auf Herrn Lederer übrigens noch nicht einmal annähernd. Nach Deiner Quelle und Lesart müsste Frau Jarasch ja eigentlich zurücktreten, da die Grünen ohne sie dann locker das Rathaus hätten holen müssen. Ansonsten heißt es sogar in diesem müllerfreundlichen Artikel, Herr Müller laufe jetzt gewissermaßen außer Konkurrenz, da er nicht mehr um ein Spitzenamt kandidiere. Zuvor hatte er übrigens teils Werte von unter 30% und galt ÜBER JAHRE als unbeliebtester Landeschef der Republik, was sich erst durch seinen angekündigten Rückzug und Corona umkehrte - bitte sehr. Ob die SPD von ihm hätte profitieren können, ist also neutral ausgedrückt allenfalls komplett hypothetisch (ich persönlich halte es für nicht wahrscheinlich), da seine aktuellen Beliebtheitswerte dann logischerweise von ganz anderen Faktoren abhängig gewesen wären und die Bewertung seiner Arbeit im Zuge von Wahlmanövern der Konkurrenten vermutlich auch weit weniger versöhnlich ausfallen würde. Dass aktive Kandidaten kurz vor der Wahl durch den aggressiven Wahlkampf massiv in der Beliebtheit auf- und vor allem absteigen können, ist nun wirklich nichts Ungewöhnliches.


    Und dass ein amtierender Bürgermeister im eigenen Bundestagswahlkreis knapp genug (mit 27,9%) gegen eher schwache Konkurrenz wie Lisa Paus (Linke, 24,4%) und Klaus-Diether Gröhler (CDU, 22,3%) gewinnt, ist nun ebenfalls kein Ruhmesblatt oder Garant für ein hohes Ergebnis bei einer hypothetischen Bürgermeisterkandidatur. Sonst hätte die Linke nach solcher Logik dann auch Frau Paus aufstellen sollen und so ein deutlich besseres Ergebnis erwarten dürfen. Alleine hier merkt man schon, wie schwierig Deine suggerierten Zusammenhänge zu bewerten sind.


    Ansonsten hatte Frau Giffey mit 37% Zustimmung ja sogar deutlich bessere Werte als die SPD letztlich Zweitstimmen erhielt (ähnlich wie Lederer, dessen Partei aber merklich abschmierte und ganz im Gegensatz zur offenbar völlig unbeliebten Jarasch, deren Partei im Gegenteil aber boomte und zugleich auch über Bundestrend performte). Deine vermeintlichen Kausalitäten/Zusammenhänge finde ich daher wie auch die im Artikel suggerierten wenig plausibel bzw. völlig unzureichend für eine Erklärung der jeweiligen Werte und Ergebnisse. Es war hier ja ganz offensichtlich NICHT nur der Bundestrend oder nur die (Un-)Popularität eines Spitzenkandidaten, die am Ende zählte. Ansonsten trifft es wie von Theseus ausgeführt durchaus zu, dass die Berliner SPD seit Frau Giffeys Kandidatur - mit ihren bekannten Positionen - deutlich zulegen konnte, wobei parallel aber sicher auch ein Stück der Bundestrend half. Da überlagern sich mE aber viel wahrscheinlicher Effekte, als dass die SPD nun TROTZ einer vermeintlich unbeliebten Frau Giffey die Wahl gewann.


    Übrigens zeigen mE auch diese Werte wieder eindeutig, dass die Berliner überhaupt nicht zufrieden mit der Arbeit von RRG aber eben auch nicht zufrieden mit den Konkurrenten sind (und zudem auch eine allgemein vorherrschende Skepsis/ Negativität, wie ich sie selbst leider auch oft verspüre):

    Kein einziger Politiker hat höhere Zustimmung als Ablehnung! Nach Müller, Giffey und Lederer mit bereits eher schwachen Werten kommen dann nur noch katastrophale Werte. Wirklich beliebte Politiker haben Zustimmungswerte von weit über 50 Prozent.

    MiaSanMia Das wird man auch kaum rekonstruieren können. Da stellen sich ja viele Fragen: Wie viele Wartende gab es tatsächlich noch und wie viele von ihnen waren zu dem Zeitpunkt zugleich tatsächlich noch immer unentschlossen und haben sich gezielt informiert und umentschieden und wirkte sich das tatsächlich besonders stark auf bestimmte Parteien aus? Ich kann es nicht wirklich beurteilen, glaube aber nach bisherigen Erkenntnissen eher nicht an einen massiven Effekt. Grundsätzlich wäre es sonst mE eventuell schon ein gewisses Problem, weil gegen den Grundsatz der Gleichheit verstoßen wird, sobald einige Wähler mit ihrem Stimmrecht andere strategische Optionen erhalten.

    Architektenkind Eben. Theoretisch kann jeder Bürger den Wahl- und Auszählungsprozess überwachen. Erlebt habe ich das allerdings noch nie, was auch das (mE grundsätzlich völlig gerechtfertigte) Vertrauen in die Wahlvorstände zeigt. Dass da angeblich systematisch getäuscht wurde, halte ich für völlig hanebüchen. Ich denke auch, dass diese Vorwürfe von Leuten kommen, die weder als Wahlhelfer noch als Wahlbeobachter aktiv waren.


    Der entscheidende Punkt diesmal war mE, dass "man" (mal wieder in Berlin!) die personellen Ressourcen überansprucht und zugleich die eigene Führungsrolle sowie die Bereitstellung von Arbeitsmaterial unzureichend ausgeführt hat. Vom Senat kenne ich es eigentlich nicht anders (etwa im Bildungsbereich eher noch viel schlimmer und skandalöser), bei der Wahlleitung war es für mich in diesem Umfang komplett neu. In der Vergangenheit habe ich jedenfalls nie etwas monieren können. Bei meinem diesmaligen Wahllokal war es aber auch diesmal vergleichsweise noch sehr, sehr harmlos. Mit einer (maximal 2) zusätzlichen Wahlkabine/n wäre es bei uns ein völlig normaler Wahltag gewesen. Bei den betroffenen Lokalen scheint es sich um Unzulänglichkeiten/menschliches und organisatorisches Versagen zu handeln, wobei die Folgen zufällig und ungesteuert eintraten aber ggf. in Einzelfällen ein Ergebnis doch verfälschen konnten. Ist natürlich nicht schön, aber die Empörung finde ich stark übertrieben. Das würde ich mir mal für unseren Bildungsbetrieb wünschen. Da kräht leider kein Hahn nach. Hier ist nun die Verantwortliche zurückgetreten. Frau Scheeres und ihre Chaos-Truppe wursteln hingegen über Jahre in ganz anderem Ausmaß herum, mit absehbaren systematischen statt sporadischen und unsystematischen Folgen.


    P.S.: Der Abstimmungszettel für den Volksentscheid war auch unglücklich. Er ging bei vielen durch den hohen Textumfang als Infoblättchen unter, was auch die relativ vielen ungültigen (oft leeren) Zettel erklärt. Bei uns sind viele Wähler nochmal zurück in die Kabine und wir hatten diesmal primär recht bildungsaffine Biodeutsche am Start...

    Berlinier Frau Jarasch galt zumindest mW stets eher als Realo, was an sich natürlich nicht verkehrt wäre. Sie wurde u.a. mal von der eigenen Partei gegrillt, weil sie als Kind als Berufswunsch gerne Indianer-Häuptling gewesen wäre und das auch genau so formuliert hat. Sie hat sich in dem Moment überhaupt nichts dabei gedacht und sich anschließend für die diskriminierende Begriffswahl "Indianer" entschuldigen müssen. Ähnlich wie Frau Pop wirkt sie an sich recht nahbar und normal, wird ihr Fähnlein letztlich aber ein gutes Stück weit mit dem (Partei-)Wind hängen und wehen lassen, auch wenn sie selbst evtl. gar nicht immer so dogmatisch denkt.


    Weil es vorher zur Sprache kam: Auf mich wirkten ihre Sondierungsansätze überhaupt nicht verzweifelt, sondern eher pro-aktiv und sehr selbstbewusst. Während Frau Giffey noch zögert (und vielleicht auch hadert), liegen für Frau Jarasch offenbar schon alle Tatsachen auf dem Tisch und dann will sie auch nicht lange lamentieren und diskutieren. Das kann geschickt sein. Wenn sie es aber übertreibt, kann es die SPD evtl. doch noch in die Arme von CDU und FDP treiben. Denn Frau Giffey wird sich die Butter nicht gerne vom Brot nehmen lassen...

    Eine Ampelkoalition dürfte es wohl nicht werden, da diese vor der Wahl von der FDP ausgeschlossen wurde.

    https://www.tagesspiegel.de/be…-light-sein/27646670.html

    Das halte ich übrigens für eine wirklich schwache Haltung von der FDP. Als ob sie aus der Opposition mehr erreichen werden als es in einer Ampel-Koalition möglich gewesen wäre. Klar wäre es wirklich harte, zermürbende Arbeit, die unterschiedlichen Standpunkte zu verhandeln. Aber sich dann lieber (einmal mehr) gleich aus der Verantwortung stehlen und schon gar nicht erst verhandlungsbereit sein, nur um dann permanent von der Seitenlinie aus zu mosern, das ist mE ganz schwacher Stil. Man mag bspw. von der Linken halten, was man will. Aber trotz einiger typischer Oppositionsmerkmale scheut sie zumindest nicht die Regierungsverantwortung und war zumindest in der Vergangenheit auch schon überraschend kompromissbereit/konsensorientiert (zuletzt fehlte mir das leider ein wenig). Bei so einer bräsigen FDP sehe ich hingegen keinerlei Mehrwert für die politische Landschaft. Sollen sie doch gleich als Journalisten arbeiten, wenn sie lieber nur kritisch über Politik reden, statt selbst welche zu gestalten.


    Theseus532 Der gleiche Wowereit hat Frau Giffey aber stark nahe gelegt, dass sie RRG weiter machen soll, statt die Deutschland- oder Ampelkoalition auch nur ernsthaft zu erwägen. Normal hat der Mann immer starke politische Instinkte gehabt. Hier hätte er sich mE lieber aus der Öffentlichkeit raushalten und intern beraten sollen (auch weil es Giffey mE nur zusätzlich unter Druck setzt und strategisch schwächt), aber er wird rein von der Sache vermutlich auch nicht Unrecht haben. Ich denke, es wird RRG geben und ich befürchte, dass sich da auch nicht viel an der bisherigen Linie ändern wird. Aber klar wäre es auch schon ein Fortschritt, wenn jemand anderes die Verantwortlichkeit für potentielle Bauprojekte trägt...

    K-1 Diesen Eindruck hättest Du mE im Wahllokal beanstanden und sonst beim Bezirksamt melden sollen.


    Allerdings habe ich so etwas bei meinem Einsatzort nirgendwo mitbekommen. Es war zäher und etwas unruhiger als sonst, aber es gab keine groben Verstöße.


    In den Medien habe ich auch eher gehört, dass es teilweise zu wenige Stimmzettel und u.a. daher außergewöhnlich lange Wartezeiten gab. Sicher wieder einmal kein Ruhmesblatt für die Stadt, aber Deine Reaktion scheint mir etwas übertrieben.

    Architektenkind Sehe ich ähnlich. Man könnte allenfalls das leichte Minus bei den Linken in die Richtung deuten, dass es nicht unbedingt RRG sein muss. In der Summe ist es mE aber zu deutlich, dass die Leute in der Masse keinen neuen Favoriten sehen. Selbst wenn laut Umfragen wirklich viele unzufrieden mit RRG sind, gefallen ihnen die Alternativen also offensichtlich auch nicht besser/ noch schlechter. Das war jetzt auch vor den Wahlen über Monate stabil so in allen Umfragen.

    Damit wird es Frau Giffey auch schwer fallen, eine andere Koalition zu bilden und das intern wie öffentlich zu rechtfertigen. Gerade wenn die FDP eine Ampel ausgeschlossen hat, wird es sogar noch schwieriger. Wenn sie wirklich eine Deutschland-Koalition bildet, wird es jedenfalls ordentlich krachen. Bleibt also wohl wirklich nur RRG. Wegen dieser Konstellation und dadurch dass die Koalitionspartner dank der Grünen gegenüber der SPD sogar an Gewicht gewonnen haben, werden besonders die Leute um Frau Jarasch entsprechend selbstbewusst in die Verhandlungen gehen. Dann kann Frau Giffey ihre eigene Linie aber voraussichtlich auch nicht groß durchsetzen. Schwierige Kiste. Ich befürchte, solche Resultate werden wir in Zukunft noch häufiger sehen, dass eine Regierung durch zu viele und zu ungleiche Koalitionspartner wenig bewegen bzw. wenige eigene Fehler deutlich korrigieren kann.

    Zwei Themen interessieren mich aktuell besonders:


    1) Welche Regierung bildet sich in der Hauptstadt und was kann diese bewegen?

    Eigentlich habe ich längst die Hoffnung aufgegeben, dass wir auf absehbare Zeit nochmal eine wirklich schlagkräftige Regierung in Berlin bekommen werden. Notgedrungen hoffe ich natürlich dann doch jedes Mal wieder darauf, auch wenn man gefühlt alle Parteien schon durch hatte (rot-rot fand ich entgegen meiner damaligen Erwartungen noch am solidesten). Die Stadt braucht es so nötig. Irgendwie traue ich Frau Giffey zumindest eher eine starke Führungsrolle zu als Herrn Müller. Allerdings wird sie sich schwer tun, überhaupt erst einmal eine tragfähige Koalition zu bilden:

    -Bei Grünen und Linken wird sich die bisherige Haltung nicht groß ändern und so Spielräume für Veränderungen (und die Umsetzung der eigenen Versprechen) einschränken.

    -Da RRG trotz hoher Unzufriedenheit nicht wirklich abgewählt wurde, wären CDU und FDP nicht unbedingt die folgerichtige Entscheidung. Die haben immerhin auch beide hinzugewonnen und würden zudem wohl mehr Zugeständnisse machen, um regieren zu dürfen. Frau Giffey sagte aber auch schon, dass die Wähler vor allem die Grünen wieder/weiter in der Regierung wollen.

    -Auch eine Ampel wäre eine mögliche Option. Fraglich wäre nur, ob man sich so einiger wäre und tatsächlich mehr bewegen könnte als bei RRG. Es könnte mE ein Korrektiv zu den Grünen sein oder aber man kommt überhaupt nicht auf einen Nenner...


    2) Wie entwickelt sich Covid-19 über Herbst und Winter?

    Meine persönliche These bleibt, dass wir bis zum späten Frühjahr weitgehend durch sein sollten, mit dem Coronathema. Bis dahin liegen aber einmal mehr entscheidende Monate vor uns. Allerdings scheint sich der Virus bislang selbst noch nicht entscheiden zu können, ob er uns weiter wütend attackiert oder endlich die Waffen streckt. Bisher zuckt die Kurve kaum mal entschlossen in eine Richtung (seit Tagen Inzidenz um 70, Intensivpatienten um 80 und ca. 50 davon beatmet, zudem zuletzt niedrigere Hospitalisierungsinzidenz um 1,2 sowie weiter wenig bis keine Sterbefälle pro Update). Parallel kriecht die Impfquote im Schneckentempo nach oben (63,8% doppelt Geimpfte zzgl. Genesene, Kinder etc.). Es könnte gefühlt gerne noch mehr sein, aber es ist mE doch auch schon ein erfreulich hoher Wert. Die wirkliche Probe wird aber wohl erst demnächst kommen, wenn es deutlich kühler wird.

    Theseus532 In Dahlem haben die Ausstellungen im wahrsten Sinne des Wortes ein Randdasein gefristet. Wenige Menschen wohnen in der Ecke und nicht viele verirren sich dorthin. Auch die Gebäudehüllen waren alles andere als spektakulär. Eben Zweckbauten. Innen war es schon etwas anders. Da gab es durchaus attraktive Objekte und Installationen. Allerdings wirkte dort einiges auch etwas zu vollgestopft und unaufgeräumt.


    Das Humboldtforum ist sowohl vom Standort und den Hüllen als auch vom Namen und der Institution her einfach eine ganz andere Liga. Man muss sich da ja eigentlich nur Deine Bilder ansehen, was für einen Glanz dieser Bau ausstrahlt. Für mich ist das jetzt Augenhöhe mit der Museumsinsel oder mit dem (von mir inhaltlich ähnlich geschätzten) Naturkundemuseum. Und das Gleiche gilt auch für die moderne Innengestaltung: Etwa die Südseeboote werden jetzt räumlich ganz anders eingebettet. Und auch die mediale Ausstattung spielt sicher in ganz anderen Sphären (in Dahlem hätte es gar nicht groß gewirkt, irgendwelche Wände zu bestrahlen). Auch sonst will ich Dir Recht geben: Die Objekte und die Diskussion darum sind nun im öffentlichen Bewusstsein angekommen, wo sie mE auch hingehören. Und: Natürlich sollte man bei allen berechtigten Diskussionen auch nicht die Qualität der Ausstellungen vergessen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr, wenn ich Zeit für einen ersten Besuch der Innenräume finde.


    P.S.: Eigentlich ist die Bauphase doch jetzt abgeschlossen. Kann man die Diskussion um das Gebäude nun nicht auch ganzheitlich (Hülle und Inhalt) in einem Thread integrieren? Beim BER etwa wurde während der Bauphase auch alles Sonstige sofort verschoben und jetzt wird dort ungestört über ökonomische Aspekte, Langstrecken etc. diskutiert. Es ist mE auch der natürliche Gang der Dinge, dass man da nach der Bauphase nicht mehr differenziert und auch nicht dauerhaft 2 oder mehr Threads nutzen mag. Manche Bauwerke bringen es auch einfach mit sich, dass man da automatisch immer wieder auf den Inhalt zu sprechen kommt.

    Architektenkind Klar zieht ein Original für viele nochmal anders. Deshalb würde ich es ja ergänzend/integriert versuchen. Die echte Nofretete gibt es eben nur einmal. Wenn man sie Ägypten zurück gibt, hätte man erst einmal eine große Lücke. Man könnte aber vielleicht einen guten Deal aushandeln und zudem eine hochwertige Nachbildung ausstellen. Ähnlich ist es doch mit dem originalen Stadtschloss, das bis auf wenige Fragmente verloren ist - aber aufgrund seiner herausragenden Bedeutung rekonstruiert wurde.