Beiträge von jan85

    Ist doch völlig klar, dass es woanders in Wien ok oder ggf. sogar noch ziemlich cool ist, in Berlin aber mindestens eine Katastrophe und ein Totalversagen. Haben ja eh alle viel besseren Geschmack und auch die besseren Konzepte usw.


    Wo ich noch mitgehe, dass die Freiflächen zu weitläufig sind und die Sitzelemente daher etwas verloren wirken können. Das wäre bei paar Bänken aber auch nicht groß anders gewesen und da wird ja hoffentlich(!!!) generell noch nachjustiert. Denn so oder so finde ich solche weiten Steinflächen öde und völlig aus der Zeit gefallen.

    Unbequem sehen die Elemente mE aber absolut nicht aus. Eher erinnern die mich an die neuen Holzliegen im Tierpark und die sind mE gerade mit einer schönen Decke sogar verdammt bequem (da kann jede Parkbank einpacken).

    Und ein paar kräftige Farbtupfer tun so einer Steinorgie nun auch nicht gerade weh. Es ist ja sogar nur einfarbig (insgesamt und auch pro Element). Klar ist das eine Signalfarbe, wird in der Sonne aber ähnlich wie in Wien noch ausbleichen. Und zu schrill ist es mE auch nicht. Man kann sich vergleichsweise ja mal anthrazitgrau oder beige vorstellen. Das wären klassische Farben, die sich harmonisch integrieren statt einen Kontrast zu bilden. Würde mE aber optisch nicht gut funktionieren. Pastelltöne o.ä. fände ich hier auch zu blass.

    Ich kenne die Ecke inzwischen ja ganz gut und hoffe stark, dass dieser Tunnel zugeschüttet wird. Die ganze Gegend sollte mE eher aufgeräumt und möglichst locker gestaltet werden. Gerade das alte Bahnhofsgebäude sollte mE weitgehend frei stehen, damit es überhaupt wirken kann und auch damit Platz für die vielen Fahrgäste aber auch Nutzer des Einzelhandels etc ist.


    Und eigentlich hieß es im Zuge der Bürgerbeteiligung auch bereits, dass der Tunnel wie die Gleise und die Überdachung oder auch die verwahrloste "Grünanlage" alles weg kommen. Skizzen etc gab es doch auch alles schon. Es sollte eigentlich primär noch die Umsetzung geplant werden.


    Wieso ein gut eingeweihter Kommunalpolitiker nun doch nochmal eine explizite Anfrage zum Tunnel stellte und dann auch noch wirklich ein völlig unbestimmtes Ergebnis heraus kommt, finde ich ziemlich verwirrend und irritierend. Wirkt wie eine Rolle rückwärts, als wenn gar nichts verbindlich verabredet wurde und die Planung nun erstmal beginnt.


    Die Kommunikation scheint generell überhaupt nicht zu klappen und effizient ist da schon mal gar nichts. Vielleicht kann man die Gestaltung des Platzew dann ja Mal im Zuge der ersten Bahnhofssanierung beginnen. Oder wenn man die Tramstationen in der Nähe dann doch nochmal barrierefrei neu plant und eh wieder alles aufbuddelt und still legt. Schöneweide ohne Ewigbaustelle kann man sich bald gar nicht mehr vorstellen...

    ^Und nun hat offenbar auch das KaDeWe endlich einen neuen Besitzer. Die Central Group soll das Haus bereits vorgestern für rund 1 Mia übernommen haben. Damit wäre ein finanzstarker, ambitionierter und teilweise wohl auch durchaus innovativer Investor am Steuer. Die Bild spekuliert neben einer Aufwertung auch über eine kulturelle Belebung.

    Quelle rbb24

    Quelle Bild

    ^Ja, ich kenne die Bäume. Ich hätte mir aber auch etwas Grün oder meinetwegen auch einfach mehr Farbe entlang des Platzes gewünscht. Das ist mir insgesamt etwas viel grau, auch wenn es mE trotzdem was hat. Wirkt schon sehr modern und urban. Wenn man jetzt (bzw künftig) noch ein paar Makel ausbessert, wird das eine sehr spannende Ecke.

    Johannes_9065 Das erste Bild gefällt mir irgendwie. So ähnlich habe ich als junger Teenager gerne Städte gezeichnet - nur mit noch etwas mehr Vertikalität. Heute hätte ich dagegen gerne etwas mehr Grün (da ist der satte Farbtupfer an der Music Hall ja fast schon eine Wohltat, auch wenn ich noch lieber andere Akzente hätte und den Namen weiter dämlich finde). An die Arena mit dem Uber-Schriftzug muss ich mich dagegen erstmal gewöhnen. Dagegen waren O2 und erst recht Mercedes Benz natürlich absolut premium.


    Insgesamt hat sich das Areal durch die Türme aber wirklich raus geputzt. Und das wird ja eher noch zunehmen.

    Da hier offenbar wieder die nächste Schleife beginnt, mal zu ein paar andere Themen:


    Berliner BIP 2023 um 1,6 Prozent gestiegen

    Die offiziellen Zahlen liegen damit sogar recht deutlich über den ursprünglich geschätzten rund 1 Prozent. Höhere Zuwächse gab es in Mecklenburg-Vorpommern (3,3 Prozent) und Brandenburg (2,1), etwas bis deutlich geringere Zuwächse in Hessen (1,2), Bayern (0,3) und Niedersachsen (0,2), sonst überall Rückgänge (Deutschland gesamt: nach wie vor -0,3).

    Inzwischen entwickelt sich die Berliner Wirtschaft 10 Jahre in Folge besser als der Bundesdurchschnitt, es war für die Hauptstadt jedoch gleichwohl das zweischwächste der letzten 5 Jahre (2019: +2,9%, 2020: -2,5%, 2021: +3,3%, 2022: +4,5%, 2023: +1,6%).

    Für das laufende Jahr erwartet Frau Giffey rund 2 Prozent Wachstum, also eine leichte Steigerung gegenüber 2023.

    Quelle statistikportal.de

    Quelle Sueddeutsche Zeitung

    Quelle berlin.de

    Quelle Berliner Zeitung


    Adlershof boomt weiter

    WISTA Adlershof ist 2023 um gut 7,1% gewachsen (Kerngebiet mit Hochtechnologie um 10%, sogenanntes Wachstumsgebiet um 6,1% und die Medienstadt diesmal nur um 1,2%.

    Die klare Mehrheit der Unternehmen erwarten weiterhin steigende oder zumindest konstante Umsätze. Eine der größten Herausforderungen sehen die Firmen und Forschungseinrichtungen darin, auch weiterhin entsprechend hoch qualifiziertes Personal zu finden.

    Quelle adlershof.de


    Cleantech Business Park kommt nicht vom Fleck

    Für das 90ha große WISTA-Areal in Marzahn wird es dagegen noch einen sehr langen Atem brauchen. Wegen einem Vorkommen von Wechselkröten wurden dort vorerst alle Projekte gestoppt und bestehende Baupläne faktisch erstmal entwertet. Erste Firmen wollen ihre Projekte anderswo realisieren. Jetzt muss das gesamte Areal untersucht werden. Angeblich will aber niemand kategorisch alle Projekte verhindern, nur gleichzeitig auch der Natur zu ihrem Recht verhelfen. Schon bald würde man dann doch gerne wieder Formen ansiedeln. Bisher sind dort jedoch nur 2ha bebaut und 88ha noch komplett frei. In dem Fall waren die Schweizer mal die Schnellsten und so sitzt eine einsame Schweizer Firma gemeinsam mit Wechselkröte und Co auf dem riesigen Areal, mE ähnlich skurril wie die Lage der Schweizer Botschaft mitten zwischen den Bundesbauten im Spreebogen.

    Quelle Berliner Zeitung

    Das Video konnte ich mir noch nicht ansehen, aber ich habe ebenfalls eine interessante aktuelle Quelle gefunden. Der BER hat darin selbst die Entwicklungen und die Dynamik durch den Sommerflugplan zusammengefasst. Auch wenn Vieles nicht neu ist, gibt es auch Ergänzungen und eine gute Übersicht:

    - Langstrecken: New York wird ab Mai zusätzlich auch wieder von Norse (4/7) und Delta (7/7) angeboten.

    Hainan stockt Peking nun auf den alten Stand auf (5/7).

    Flynas fliegt ab September komplett neu nach Dschidda (3/7), Eurowings ebenfalls neu aber erst ab November.

    - Ryanair erhöht das Sitzplatzangebot gegenüber Sommer 2023 um 15 Prozent und fliegt künftig 54 Ziele an, wobei neben 6 zusätzlichen Zielen auch Frequenzen erhöht wurden.

    - easyJet erhöht um 7 Prozent und fliegt künftig gut 50 Ziele an, auch hier 5 zusätzliche Ziele und erhöhte Frequenzen.

    - Eurowings erhöht um 8 Prozent und bietet 40 Reiseziele an, 7 davon neu.

    - Diverse ausländische Airlines erhöhen die Frequenzen und bieten zum Teil auch neue Ziele an.

    - Insgesamt werden 148 Ziele in 49 Ländern angeflogen (2023: 142 Ziele, ebenfalls 49 Länder und 2022: 146 Ziele in 49 Ländern). Hier sieht es also eher nach Stagnation aus, auch wenn insgesamt mehr Plätze angeboten werden und es teilweise auch mehr Anbieter für die Verbindungen gibt (betrifft neben New York bspw. auch Nordafrika und die Türkei aber auch direkte Nachbarländer - im Grunde sind sämtliche Regionen stärker im Angebot). Vielleicht zählt Saudi-Arabien auch noch gar nicht mit, weil es dort noch nicht sofort los geht. Sonst müsste gegenüber den Vorjahren nämlich auch ein Land weggefallen sein.


    Edit (Einbeziehung des Videos):

    - Und gerade sehe ich, dass im Video von 151 Zielen in 51 Ländern die Rede ist. Das wäre ja erfreulicherweise doch ein spürbarer Zuwachs.

    - Für 2024 rechnet man mit 7,5 Prozent Wachstum (24,8 Mio PAX), womit man über dem deutschen Durchschnitt wachsen würde.

    - Interkontinental-Verbindungen lagen 2023 bereits wieder auf Vorkrisenniveau und laut Prognose in 2024 nun minimal stärker als 2019 (+0,1 mio auf 1,8 mio PAX)...

    - ...dagegen europaweit laut Prognose auch 2024 immer noch -5,7 mio PAX (über 22% Einbruch)...

    - ...und innerdeutsch ebenfalls -5,3 mio PAX (sogar fast zwei Drittel weggebrochen, wobei ich persönlich das weniger dramatisch sehe und teilweise sogar begrüßenswert finde).

    - Eine Rückkehr zum alten Level wird erst 2029/30 erwartet.

    - Der Inlandsverkehr wird aber wohl kaum wieder kommen, was auch an der Lage des BER gegenüber Tegel in Kombination mit der Stärkung anderer Verkehrsmittel sowie veränderter Firmenpolitik vieler Unternehmen bei inländischen Geschäftsreisen u.ä.m. liege.

    - Fokus liegt primär auf europäischen Verbindungen.

    - Daneben auch Anstrengungen für Interkontinentalstrecken.

    - In beiden Fälle sehr viele Gespräche mit (oft ausländischen Airlines), bessere Argumente für den relativ teuren Standort aber wohl erst wenn die Flotten der Airlines aufgestockt sind und man neue Wachstumsmärkte sucht. Dann wird es durch neue kleinere Flugzeuge mit größeren Reichweiten sicher auch einige interessante neue Flugziele geben.

    - Übernahme der Sicherheitskontrollen primär Komfortgewinn für Passagiere sowie Planungs- und Effizienzplus für Flughafenbetrieb, auch zusätzliches Geschäftsfeld für Flughafen aber nur kostendeckend.

    - Einbau neuer Technik und Software weiter hohe Priorität.

    - Potential für mehr Insourcing wird beobachtet, muss sich aber auch wirtschaftlich lohnen.

    - Aktuell ist man ohne Abschreibungen und Sondereffekte zunehmend profitabel. In wenigen Jahren (sowie nach Teilentschuldungsmaßnahmen), ca. ab 2026 will man es dann auch insgesamt sein.

    Theseus532 Das ist mE eher umgekehrt eine sehr negative Auslegung und sachlich auch nicht Mal ganz zutreffend. Zentrum definiert sich in Berlin grob mit "innerhalb des S-Bahn-Rings". Der ZOB liegt genau am Ring mit zig guten Verbindungen. Man kommt also direkt von der Autobahn dort an und findet wiederum sofort eine super Anbindung an eins der besten ÖPNV-Netze der Welt vor. Die City West ist zudem ja bereits eins von 3 traditionellen Hauptzentren mit vielen großen Hotels und gerade mal 13 Minuten entfernt. Mindestens eine halbe Stunde zum Zentrum trifft es da mE einfach nicht, oder wo fängt bei Dir das Zentrum an?


    Ansonsten gibt es wie gesagt auch andere Haltepunkte (einige davon nicht Mal klein), sodass man nicht unbedingt vom ZOB fahren muss. Ich finde es insgesamt absolut keine Katastrophe, dass man den bestehenden Standort weiter nutzt. Andere Standorte hätten ggf Vorteile aber mE auch Nachteile gehabt. So oder so führt diese Diskussion aber nicht wirklich weiter. Wie beim BER gab es irgendwann eine Standortentscheidung und mit der gilt es nun zu arbeiten. Ich habe ehrlich gesagt auch selten Klagen wegen des Standortes gehört und mittelfristig wird ja wohl auch die Straßenquerung noch besser gelöst. DAS ist mE keine gute Visitenkarte für die Stadt.


    Edit: DerBe war schneller. Ich lass es jetzt trotzdem Mal stehen, da es sich teilweise ergänzt.

    ^So schlecht ist die Anbindung jetzt aber auch nicht, so direkt am Ring und an der Stadtautobahn. In rund 25-30 Minuten ist man mit ÖPNV am Hauptbahnhof, etwa 5 Minuten später auch am Alex (der Zoo liegt mit unter 15 Minuten eh schon um die Ecke).

    Ich bräuchte aus dem Südosten der Stadt rund eine Stunde und viel länger dürfte es aus den/ in die meisten Richtungen auch nicht dauern, in manche Ecken auch kürzer. Für eine flächenmäßig große Stadt wie Berlin sind das mE vernünftige Zeiten. Und es gibt dazu auch noch andere Busbahnhöfe bzw. -haltestellen in der Stadt wie am Ostbahnhof, am Hauptbahnhof, am Südkreuz, am Alex und auch am BER (und daneben noch einige kleinere).

    Mir gefällt die Gestaltung im Inneren ziemlich gut. Zumindest dort mal Mut zu kräftigen Farben und metallischem Look. Insgesamt erinnert der Bau mich mit dem vielen Glas aber auch durchaus etwas an Hauptbahnhof und BER. Nur eben passend zum Produkt in der etwas einfacheren Variante. Wobei es mE so aber auch etwas leichter wirkt als der teils schon recht edle und gediegene Look im BER. Wenn man wie besprochen noch die eine Fassade etwas aufpeppen könnte, macht das schon was her. Und wie man sieht, kommt doch noch etwas mehr Gastro als Döner und generische China-Gerichte (wobei die ja durchaus auch beliebt sind).

    Nochmals zum hinduistischen Sri Ganesha Tempel:

    Laut Wikipedia soll(te) der Tempel nach deutlich über 10 Jahren Bauzeit eigentlich in wenigen Tagen am 27. März eröffnen. Die letzte Quelle ist aber von September 2023 (kein Wort davon auf der Webseite).

    Und es gab offenbar schon immer sehr "optimistische" Ankündigungen. Eröffnet werden sollte u.a. im Jahr 2010, September 2011 (bis dahin fanden dann aber kaum wirklich Arbeiten statt) und eben zuletzt dann im Herbst 2023 sowie am 27. März 2024.

    Dieser andauernde bzw. ausdauernde Optimismus ist mE irgendwo erfrischend, wobei man es scheinbar zugleich auch selbst durchaus realistisch einschätzen kann. So soll der Vorstand Vilwanathan Krishnamurty bereits 2014 gesagt haben, dass niemand wirklich wisse, wann der Tempel tatsächlich fertig werde. Es sei bei solchen Projekten absolut üblich, über Jahre und teilweise Jahrzehnte nach und nach alles fertig zu bauen: "Ich hoffe, wir erleben es, bevor wir sterben. Das entscheiden allein die Götter."

    Dafür ist man ja immerhin schon relativ weit gekommen und je nachdem wie alt Krishnamurty damals war, hat er es vielleicht noch mitbekommen und erlebt auch noch die Eröffnung. Irgendwie finde ich das ganze Vorhaben und Vorgehen ja gleichermaßen hoffnungslos chaotisch und liebenswert sowie vorbildlich positiv. Und am Ende sollen sie dann wohl sogar Recht damit behalten.

    Wobei ich positiv überrascht bin, dass die Behörden das immer wieder so durchgewunken haben. Das ursprüngliche Baurecht war zwischenzeitlich längst erloschen. Unsere Region kann also nicht nur Tesla-Speed, sondern auch gemächlicher aber vielleicht dafür auch nachhaltiger im Sri Ganesha Trott (passenderweise wird Ganesha als Elefantengott dargestellt und bedeutet u.a. Entferner oder Zerstörer von Hindernissen - das nenne ich im Falle dieses Projekts mal aktiv gelebten Glauben).

    Also, ich bin mir jetzt Mal ziemlich sicher, dass es einfach "berlin modern" heißen soll. "Das" ist sicher nur der dazugehörige Artikel. Etwas merkwürdig finde ich nur die Kleinschreibung, da man Eigennamen sonst international groß schreibt.


    Die Ziegel gefallen mir übrigens auch ganz gut. Das könnte sogar besser aussehen als das ursprüngliche Konzept und illuminieren kann man die Fassade auch von außen. Insgesamt bleibe ich zwar nach wie vor skeptisch, aber ohnehin muss man das Ergebnis abwarten und zumindest die Ziegel sehen wie gesagt schon Mal nach was aus.

    Es gibt mal wieder ein paar erwähnenswerte Neuigkeiten und Entwicklungen in Berlin und der Region:


    Tesla stellt neue Pläne für Werkserweiterung vor - Ausbau der Fahrzeug-Produktion - Model 2 und Semi angekündigt

    Beim Besuch von Elon Musk gab es auch ein Treffen mit Herrn Woitke und Herrn Wegner, die sich auf die Seite des Investors gestellt haben. Der Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat eindrücklich an sein Bundesland appelliert, Veränderungen nicht pauschal abzulehnen und statt möglichen Problemen auch die Chancen stärker wahrzunehmen. Auf kommunaler Ebene kündigte der Bürgermeister von Grünheide nun bereits enorm schnell veränderte Bebauungspläne an.


    Von Tesla kommen umgekehrt nämlich versöhnliche aber zugleich auch entschlossene Signale. Der Güterbahnhof soll nun sogar noch größer werden (was entsprechend die Straßen entlasten würde) und trotzdem sollen deutlich weniger Flächen bebaut werden. Für die benötigte bzw. wünschenswerte Lager- und Logistikinfrastruktur wird dafür eine Verlagerung innerhalb des Geländes geprüft. Geplante Mitarbeiterräume werden nun gar nicht gebaut. Indessen betreffen diese Entwicklungen gar nicht den gewünschten Kapazitätsausbau bei der Fahrzeugproduktion. Musk kündigte nun an, dass dieser Ausbau auf jeden Fall kommen werde. Ferner sagte er fest zu, dass neben dem Weltauto Model Y künftig auch das kleine Model 2 in Grünheide gefertigt werde (nicht neu aber eine deutliche Bestärkung). Zudem sei auch der Bau des Sattelschleppers Semi geplant (völlig neu). Damit wird Tesla voraussichtlich nicht nur auf die Nachfrage nach deutlich preiswerteren Elektroautos reagieren, sondern auch noch den Trend bei den LKW-Flotten adressieren. Diese müssen ihre Flottenbilanz deutlich senken und werden dafür zunehmend auch in großem Stil auf Akku- und Wasserstofftechnologie setzen müssen. Apropos Wasser: Der bisher bereits sehr niedrige Verbrauch soll durch den Ausbau nicht weiter steigen und weiter deutlich unter der genehmigten Menge bleiben. Man will einen geschlossenen Kreislauf aufbauen und das Wasser so noch effizienter nutzen.


    Dass es sich hierbei insgesamt um hervorragende Neuigkeiten für die Wirtschaftsregion handelt, muss ich wohl nicht näher ausführen. Im besten Fall könnten so 1 Mio PKW und Nutzfahrzeuge produziert werden (angeblich wären ja sogar 2 Mio möglich), was hohe Investitionen, eine ganze Menge an zusätzlicher Infrastruktur und Technik sowie entsprechend viele Arbeitsplätze und Wertschöpfung mit sich bringen würde.

    Quelle rbb24

    Quelle rbb24 zum Zweiten

    Quelle handelsblatt.com

    Quelle Wirtschaftswoche


    Strominfrastruktur weiter im Ausbau - Pläne für neue Rechenzentrum und Hydrolyse in der Region

    Nach zähen 15 Jahren wurde ein wichtiges 75km langes Teilstück des sogenannten Berliner Nordrings geschlossen, durch welches die Infrastruktur sukzessive von Hochspannung auf Höchstspannung mit bis zu 380kV umgestellt werden soll. Insgesamt investierte 5o Hertz für den Lückenschluss 200 Mio Euro, um Berlin und der Region so ein noch leistungsfähigeres Stromnetz zur Verfügung zu stellen und bspw. an windstarken Tagen schneller bei den Verbrauchern zu sein.


    Auch bzgl. Verbraucher zeigen sich nun spannende Entwicklungen. So sollen neue Rechenzentren entstehen, die vor allem an den windstärksten Tagen ein Bremsen der Stromerzeugung vermeiden könnten. Umgekehrt soll die erzeugte Abwärme der Rechenzentren dann wiederum als Heizenergie ins Wärmenetz eingespeist werden. Zudem setzen sich Berlin und Brandenburg dafür ein, dass die Erzeugung von Wasserstoff zunehmend regional (i.e. in direkter Nähe zur Energieerzeugung) stattfinden soll. Bis 2027 soll Berlin dann an das entstehende deutsche Wasserstoffnetz angekoppelt werden.


    Faszinierend und mE erfreulich: Die Grüne Ortsvorsitzende von Brieselang begegnet Bedenken, dass man für Rechenzentren auch Bäume fällen müsse wie folgt: Es handle sich hier um Kiefern mit Unterholz, in denen ohnehin kein wertvoller, schützenswerter Tierbestand vorkomme. Als Ausgleich müsse der Investor zudem woanders Laubbäume pflanzen, die ökologisch sehr viel wertvoller seien. Etwas schade, dass gerade die Grünen woanders teilweise nicht so pragmatisch (und mE rational einfach nur zutreffend) argumentieren. Dann könnte man die Reformation einer nachhaltigeren aber zugleich leistungs- und wettbewerbsfähigen Industrie deutlich besser vorantreiben und faktenfrei argumentierenden Gegeninitiativen den Wind aus den Segeln nehmen. Vielleicht braucht dann auch der Prozess zur Errichtung von dringend hierfür benötigten neuen Stromleitungen keine 15 Jahre mehr.

    Quelle Sueddeutsche Zeitung

    Quelle Tagesspiegel

    Quelle rbb24

    Quelle rbb24 zum Zweiten


    Erfreuliche Signale für überparteiliche Kooperation in Berlin - Kommt die Demokratie in Berlin aus der Krise?

    Einige mE extrem erfreuliche und für mich überraschende Signale diesbezüglich habe ich übrigens unlängst in Berlin wahrgenommen. Vor wenigen Monaten konnten sich ja nicht einmal die Regierungsparteien zusammenraufen. Dann war ich kürzlich sehr überrascht, wie überschwänglich die Grüne Verkehrsexpertin Antje Kapek die Ankündigung einer neuen S-Bahnverbindung im Ostteil der Stadt aufnahm (ähnlich auch hier) : Die neue Tangente sei nicht weniger als "ein Meilenstein für den Ausbau des Berliner Schienennetzes" sowie "die Grundlage für den zweiten S-Bahn-Ring", der die Außenbezirke erschließe und Radial-Strecken von der Innenstadt zum Stadtrand mit einer Nord-Süd-Strecke verbinde. Und in noch größerem Stil scheint das nun auch bei der lange ganz oben auf der Liste von Wirtschaftsvertretern geforderten Verwaltungsreform zu klappen: Die Regierung holt neben den Bezirken auch explizit die Oppositionsparteien Grüne und Linke dazu und auch letztere beschwören nur Monate nach dem großen Krach und Ende von RGR den Geist der Einigkeit. Damit haben beide aber gerade auch die zuvor katastrophal agierenden Grünen (die Linken hatten sich mE von den 3 Parteien ja noch am besten benommen) eine ganze Menge Respekt bei mir (zurück-)gewonnen. Und das enorm wichtige Projekt könnte so vielleicht doch noch der benötigte große Wurf werden (nur mal schauen, was den Bezirken ggf. noch so einfällt). Das wiederum würde die Leistungsfähigkeit der demokratischen Prozesse enorm verbessern. Ich freue mich noch nicht zu früh, verfolge das aber gespannt.


    Weltgrößter Mittelstands-Kongress macht Abstecher nach Berlin

    Zuletzt noch eine etwas kleinere aber doch erfreuliche Meldung. Nachdem in jüngerer Vergangenheit ja schon die Wirtschaftsweisen den Umzug nach Berlin bekannt gaben und dazu das renommierte Weltwirtschaftsforum von Davos und die weltgrößte Technmesse Gitex aus Dubai wichtige Berliner Ableger bekannt gaben (hier ein Update zu letzterem) , hat nun auch der Mittelstandskongress immerhin einen einmaligen Abstecher nach Berlin gewagt. Dabei soll es u.a. um die Förderung von kleineren Unternehmen sowie um die Vernetzung von Start-Ups und Mittelständlern gehen.

    Quelle presseportal.de

    ^Nur spannend, dass u.a. die drei größten Wirtschaftsnationen USA, China und Deutschland noch gar nichts von diesen eindeutigen empirischen Ergebnissen mitbekommen haben und solche Instrumente nach wie vor verwenden. Wenn das so eindeutig wäre, dann müssten sie ja ziemlich blöd sein. Schulden haben sie alle genug und Investitionsbedarf in Sachen Bildung ohnehin.


    Wobei ich da sagen muss, dass ich bei letzterem völlig bei Dir bin. Man kann dabei aber nie wieder einen größeren Ertrag erzielen als in den frühesten Jahren. Da formt sich schon unheimlich viel. Eigentlich müssten wir zunächst einmal ganz andere Kitas entwickeln, wo die Kindheit nicht verdrängt aber doch angereichert und bezüglich Neugier und Tatendrang gefördert wird. Dann müsste man die Vorschule wieder einführen, mit den Grundschulen weiter machen und zuletzt aber zugleich nicht zuletzt auch die Hochschulen stark aufstellen. Sind aber alles Maßnahmen, die erst sehr langfristig Früchte tragen und sich nicht in einzelne Legislaturperioden einfügen.

    Regent Danke, das ist das eine.


    Hinzu kommt ein Missverständnis:

    - Die Unternehmen "verprassen" bzw. investieren diese rund 900 Mio.

    - Die Drittmittel (von Land, Bund und EU) betragen dagegen 200 Mio.

    - Wie Du schon ausführst, sind diese Mittel aber nicht verschwendet: Mit den geförderten Investitionen entstehen direkt 10.000 Arbeitsplätze sowie in den nächsten paar Jahren weitere 1.600 als Folge. Dazu werden bereits bis 2025 rund 250 Mio zusätzliche Steuereinnahmen erwartet (evtl. Wegfall von Sozialleistungen noch nicht mal mitgerechnet) und dazu ein BIP-Zuwachs von 2 Mia.


    Die Ausgaben rentieren sich also bereits sehr kurzfristig.

    Wie gesagt: Die Figuren sollen alttestamentliche Propheten darstellen. Die haben laut biblischen und teils auch historischen Quellen zu Zeiten von Kriegszügen, Götzenanbetung inkl Menschenopfern usw Rechtschaffenheit gepredigt. Das sollte man jetzt vielleicht nicht mit irgendwelchen sonst gängigen Maßstäben bemessen. Ich finde sie sehr passend zum Genre und auch sehr ausdrucksstark. Die Adler als Symbole politischer und militärischer Macht beispielsweise sehen ja auch nicht gerade locker und entspannt aus.


    Die Schlossfassaden haben für mich überhaupt eher eine gewisse Strenge und auch Kühle, gerade auch in Kombination mit der Kubatur (der Farbton macht es teilweise etwas besser, aber bspw in Dresden gibt es mE sehr viel leichtere Architektur). Das lässt sich in meinen Augen auch nicht so ohne weiteres brechen. Man kann es eher durch das Umfeld relativieren (Grün, Wasser aber auch die teils kräftig gefärbten Sitzmöbel).

    Ich habe mich ehrlich gesagt auch bei dem Gedanken erwischt, dass da hoffentlich nichts passiert. Aber ich gehe davon aus, dass es neben Bauzaun und Schutzfolien auch noch eine Sicherheitsfirma dafür gibt. Und natürlich wäre es sonst auch kein "Untergang", aber eben doch sehr ärgerlich nach der ganzen aufwändigen und teuren Arbeit.


    Ansonsten bin ich immer wieder beeindruckt, wie groß die einzelnen Elemente im direkten Vergleich zu einem Menschen ausfallen. Das ist mir auch schon im und vor dem Schloss aufgefallen. Und hier muss ich zudem sagen, dass die Figuren über eine schöne Ausdruckskraft verfügen. Wobei man das aus der Ferne bzw. Höhe sicher nicht so eindrucksvoll vermittelt bekommt.

    Ich sehe nicht, was an so einem Geschäft unzulässig wäre, so lange es transparent abläuft. Diese Aversion gegen "böse Deals" mit Investoren bzw ein Erkaufen von Vorteilen habe ich jetzt schon mehrfach vernommen. Nur läuft ein Handel nun einmal genau so ab und so lange beide Seiten profitieren, ist nichts verwerflich oder unmoralisch dabei. Es geht hier ja nicht um einen zufällig im rechten Moment auftauchenden Geldkoffer. Durch Handel ist nachweislich mindestens seit der Antike nahezu der gesamte Wohlstand geschaffen worden. Wenn man mit Politik Wachstum gestalten statt Mangel verwalten will, sollte man das eigentlich auch wissen und berücksichtigen.


    Aber wir können uns ja sehr gerne anschauen, wie der Plan B aussieht und wann er ggf mal umgesetzt wird. Bis dahin packen wir die Schüler eben weiter in "provisorische" Blechcontainer oder stocken die Klassen noch ein bisschen weiter auf. Die Räume sind schließlich auch groß und flexibel genug für 28, 29 oder 30+ auffällige Schüler und die Sitzordnung regelt sich so fast schon von allein. Sitzt gefühlt eh jeder neben oder auch unter bzw über jedem. Das passt schon. Und wo kämen wir nur hin, wenn Politik sich mal mit realen wirtschaftlichen oder auch pädagogischen Verhältnissen und Zwängen auseinandersetzen täte.


    Dafür ist der Euref-Canpus ja das allerbeste Beispiel. Da hat sich die Politik auch auf windige Investoren eingelassen. Und da hat sich dann weder wie versprochen eine Hochschule noch irgendein Unternehmen mit dem Thema Energiewende angesiedelt, schon gar kein DAX-Konzern mit tausenden Mitarbeitern. Die Politik hat sich mal wieder einen Bären aufbinden lassen und jetzt hat die Stadt den Schaden. Bei Siemens wird es dann sicher auch so laufen, jetzt wo sie die erhofften Zugeständnisse erhalten haben. Man sollte halt nie im Sinne der Investoren irgendwas anpassen. Am besten alles sabotieren bis sie freiwillig für nen Appel und nen Ei verkaufen oder notfalls enteignen. So sind London, New York und Tokyo auch groß, innovativ und wohlhabend geworden.

    Zwischen Inkubation und Sabotage - Berliner Trends Anfang 2024


    1) Berlin-Brandenburg auf dem Weg zur wachstumsfeindlichen Revolte-Region?

    Die Medien sind voll vom Brandanschlag auf einen Strommast nahe der Tesla-Fabrik. Kurz nach dem negativen Bürgervotum nun der zweite empfindliche Rückschlag gegen das Projekt, das gerade auch für den Berliner Arbeitsmarkt einen wichtigen Impulsgeber darstellt: Rund 60 Prozent der Beschäftigten sind bisher Berliner und zuletzt war (ohne große Medienresonanz) zu vernehmen, dass man derzeit umgerechnet ca 375.000 Teslas pro Jahr und somit rund 75% der Soll-Kapazität der aktuellen Ausbaustufe erreicht hatte (langfristig seien 1 Mio oder gar 2 Mio möglich). Zugleich geht von der Investition und Expansion aber auch der Ablehnung eine wichtige Signalwirkung für den gesamten Wirtschaftsstandort aus.

    Politik, Gewerkschaften und Betriebsrat hatten zuletzt schon die Blockadehaltung kritisiert und selbst die Medien haben einige Mythen wie den vermeintlich hohen Wasserverbrauch (vergleichsweise zu anderen Verbrauchern der Region und des Landes eher ziemlich gering und weit unter der erlaubten Menge) sowie die Rodung angeblich wertvoller "Waldfläche" (ohnehin sehr problematische Kiefernplantagen, die durch ökologisch weit wertvolleren Mischwald überkompensiert werden) entlarvt. Der Anschlag hat endgültig die Widerstandskräfte wachgerüttelt.

    Nun haben auch rund 2.000 Tesla-Angestellte gegen den Anschlag auf ihren Arbeitgeber demonstriert. Die Ermittlungen diverser Behörden zeigen zudem, wie ernst man das Ganze nimmt. Und Analysen prognostizieren: Der Anschlag schadet der Region sehr viel stärker und anhaltender als Tesla alleine. Ich hoffe, dass spätestens hier einigen die erschreckende Radikalität und (Fakten-)Ignoranz von Teilen der Tesla-Gegner bewusst wird. Immerhin haben sich laut taz wohl auch Umweltschützer und Anwohnerinitiativen deutlich gegen die Anschläge positioniert.


    Das ist jetzt natürlich ein Extremfall. Allerdings gibt es ja auch (u.a. direkt in Berlin) diverse weitere Projekte (inkl. Wohnprojekten) wo sich ebenfalls eine zähe (wenngleich meist deutlich weniger radikale) Blockadehaltung offenbart und teils auch noch von der (Bezirks-)Politik gezielt hofiert wird (siehe u.a. hier und hier). Mir kommt da immer wieder das Bild einer riesigen Käseglocke in den Sinn: Wenn wir die nur immer schön fest drauf drücken, dann bleibt alles wie es immer schon war. Dass darunter irgendwann eine toxische Atmosphäre erzeugt und alles Mögliche an Leben und gesundem Wachstum erstickt wird, nimmt man halt in Kauf. Überspitzt: Hauptsache ICH habe meine Wohnung und meine Miete zahlt im Zweifel eh das Amt; Strom kommt immer direkt aus der Steckdose, Wasser frisch aus dem Hahn und mein Essen wächst ja gleich um die Ecke beim Aldi...


    2) Hoffnungsvolle Impulse

    Auf den zweiten Blick ist die Sache hoffentlich doch nicht ganz so dramatisch. Gemeckert und blockiert wurde schon immer viel und zumindest bislang gab es trotzdem auch immer erfreuliche Signale:

    - Es wird nach wie vor in der Region investiert: Alleine die Berliner Wirtschaftsförderung unterstützte 2023 ganze 269 Projekte mit einem Investitionsvolumen von knapp 900 Mio Euro, zusätzlich eingeworbenen Drittmitteln von rund 200 Mio (+42%) sowie gut 10.000 (+21%) zusätzlichen Arbeitsplätzen (die beiden letzteren Werte stellen dabei neue Rekorde dar). Gut zwei Drittel des Volumens entfällt auf Bestandsunternehmen, die in Berlin expandieren. Das restliche Drittel sind neue Ansiedlungen (insgesamt 75 oder knapp 1,5 pro Woche, davon 33 aus D, je 18 aus Europa und aus Asien/Afrika/Ozeanien und die restlichen 6 vom amerikanischen Kontinent. Besonders erwähnt wurden einerseits Warner Music (Musikindustrie) und Jenoptik (Fertigung optischer Instrumente) und anderseits Nio (Autokonzern) sowie China Energy (der größte Energieproduzent der Welt, der in Berlin mit 50 Mitarbeitern an Wegen zur nachhaltigeren Energieerzeugung bzw. Übertragbarkeit u.a. deutscher Ansätze forschen will) aber auch der Bahn-Konzern Alstom mit seinem neuen Deutschlandsitz und seiner Digitalisierungseinheit (300 Jobs alleine für letzteres) am Ernst-Reuter-Platz.

    Insgesamt sollen durch diese Projekte in den Jahren 2023-2025 etwa 250 Mio zusätzliche öffentliche Einnahmen sowie rund 2 Mia zusätzliche Wertschöpfung (BIP-Wachstum) entstehen.

    - Auch die Gesamtbilanz für 2023 wurde Ende Februar kommuniziert: Das BIP wuchs wie zuletzt prognostiziert um 1 Prozent (Bund: -0,3) die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze um 20.000 oder 1,6 Prozent. Ob die 10.000 von Berlin Partner da bereits voll einfließen oder aber ggf. teils erst in den nächsten paar Jahren entstehen, weiß ich nicht. Sicher ist dagegen, dass in den letzten Jahren zusätzlich zu den internen Zahlen auch rund 8.000 Berliner Arbeit bei Tesla gefunden haben.

    - Für 2024 wird nach wie vor mit 1,5 Prozent BIP-Wachstum gerechnet.

    Quelle Tagesspiegel

    Quelle Tagesspiegel zum zweiten

    Quelle Morgenpost

    Jahresbericht von Berlin Partner (PDF)

    Easyjet launcht 5 neue Direktverbindungen und erhöht diverse Frequenzen

    Die Airline stationiert keine neuen Flieger in Berlin (weiter 11), schafft aber trotzdem 200.000 zusätzlich Sitzplätze (+5%). Das passt zur früheren Ankündigung, dass man in Berlin nur noch organisch wachsen werde und im Wettbewerb kein Risiko mehr fahre. Damit hat man ja zuletzt auch positive Erfahrungen gemacht und gute Zahlen geschrieben. Nun wächst man ganz gezielt, weil das Messegeschäft wieder besser läuft und zudem auch die wachsende Nachfrage im Tourismus wieder stärker für Berlin spricht. Die neuen Angebote sollen teilweise aber auch gezielt die Nachfrage von Geschäftsreisenden ansprechen.


    Konkret neu angeboten werden Birmingham, Toulouse, Salerno, Izmir und Antalya. Aufgestockt wird zudem das Angebot nach Frankreich (Paris, Nizza, Bordeaux), Italien (Rom), in die Schweiz (Basel, Zürich, Genf) und nach Dänemark (Kopenhagen). Da sind ja erfreulich viele wichtige europäische Städte dabei, die neu ins Angebot kommen oder aber aufgewertet werden. Genau das wurde neben den lang gewünschten Langstrecken (zuletzt nun auch von anderen ostdeutschen Ländern eingefordert) ja auch von der Wirtschaft und dem Tourismussektor gefordert.


    Wenn nun sogar eine in Berlin eher vorsichtig agierende Airline strategisch expandiert, ist das eine ziemlich positive Entwicklung. Der Aufholtrend scheint jetzt doch noch stärker an Fahrt aufzunehmen. Und es gibt in der Branche ja nach wie vor Lieferengpässe bei den bestellten Jets. Wenn da einiges abgearbeitet ist, dürfte auch der BER weiter davon profitieren. Das vermutet jedenfalls auch die Geschäftsleitung. Zuletzt hatte im Herbst schon Eurowings Expansionspläne vorgestellt und auch seine Flotte erhöht (von 3 auf immerhin 6).

    Quelle Morgenpost