Beiträge von Batō

    und der typisch deutsche Selbstanklagemechanismus in Kulturfragen greift

    Das ist doch nicht nur ein Thema das allein Deutschland betrifft. In England und Frankreich läuft das ganz ähnlich ab.


    Ich stimme aber insofern zu als dass die Raubkunstdebatte keine ist die seitens der Stiftung selbst angestoßen wurde. Ohne den Neubau des Humboldt Forums wäre das Thema vermutlich sogar weit weniger präsent.

    Es ist jedenfalls begüßenswert, dass sich die SPK nun auch endlich mal geäußert hat.

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    Sehe ich genauso. Und wenn es eh nur darum ging die äußere Hülle des Stadtschlosses wiederherzustellen und das innere egal ist, hätte eine massive Gerüstkonstruktion mit vorgeblendeter Fassade vollkommen ausgereicht. Wäre deutlich günstiger gewesen und anstatt des sog. Beamtenregals hätte man gleich noch die Ostfassade mit rekonstruieren können.

    Man sollte hier auch einmal die Spender würdigen, die weit mehr als die ursprünglich angedachte Summe für die Fassadenrekonstruktion zusammengetragen haben. Und es wird weiter gesammelt. Wie viele Artikel gab es in den letzten 15 Jahren, die dies bezweifelt haben... Hut ab!

    Wobei man nicht unerwähnt lassen sollte, dass es mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Fördervereins und der damit verbunden steuerlichen Abzugsfähigkeit der Spenden den "großzügigen" Spendern entsprechend schmackhaft gemacht wurde. Ich schätze mal, dass der Steuerzahler dadurch mit einem zweistelligen Millionenbetrag an der Fassadenkulisse beteiligt wird.

    Mod: Damit wir uns hier nicht noch weiter im Kreis drehen und der sehenswerte Siegerentwurf in der Reko-Debatte weiter untergeht gönne ich dem Thread eine Pause.

    Mod:

    Mod: Edit: Thread ist wieder offen.

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    Naja, mir war der aufgrund der vielen Schnörkel in der Fassadengestaltung und Farbgebung ein bisschen zu überkandidelt. Und am Ende wirkt dann auch so ein verspielter Entwurf in den Ausmaßen überdimensioniert. Besser wären 3 - 4 einzeln gestaltete Fassaden.

    Dank der großartigen hoch modern wirkenden Alu-Fassade fällt die langweilige quadratische Kubatur fast nicht auf. Schade, dass die ursprüngliche Idee mit dem leicht verdrehten Turm nicht umgesetzt wurde.

    Naja, Jammern auf hohem Niveau...

    Lietzenburger Straße 79/81


    Nun gehört das Grundstück offenbar Van Caem Projects. Gezeigt wird auf der Projektseite ein Entwurf des Van Caem'schen Haus- und Hofarchitekten Marc Kocher: ...

    © Marc Kocher/Van Caem

    Den Entwurf gibt es nun auch in Farbe:


    01_lietzenburger_stray0ksz.jpg

    Quelle siehe oben


    Da gibt es sicherlich deutlich Schlimmeres. Ehrlich gesagt kann ich damit sogar recht gut leben.

    Defintiv positiv finde ich mit diesem aber auch anderen Projekten (Nöfer, Patzschke) die Entwicklung in der Lietzenburger die Baufluchten wiederherzustellen.

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    Sehr pathetisch.

    Ich glaube er meint Foto Nr. 5 welches den Übergang zwischen dem benachbarten Altbau und der Suhrkamp-Zentrale zeigt. Den finde ich auch etwas unambitioniert so als ob den Architekten hier die Kreativität abhanden gekommen ist die er in den Rest des Gebäudes gesteckt hat.

    Die EG-Zone sieht mir aus der Perspektive auch recht gedrungen und wenig einladend aus.

    Ansonsten ist das Gebäude schon sehr fotogen. Die klaren Konturen, die Kontraste zwischen Sichtbeton und Aluminiumfassade sowie das getönte Glas sorgen trotz der Baumasse für Eleganz. Hier beeindruckt mich insbesondere das 2. Bild.

    Sehr gut gefällt mir das Interieur, die Grundrisse und der Blick aus den großen Fenstern.

    Nach wie vor bin ich aber aufgrund der genannten Gründe kein Fan von der offenen "Bundschuh-Ecke".

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    Mir ging es darum die räumliche Wirkung dieses Bereichs nicht nach irgendwelchen geschönten Fotos oder den nun neu von dir verlinkten Fotos aus der Vogel- (Bild 1 - ich fliege nicht durch die Gegend) sondern aus der Fußgängerperspektive zu beurteilen.

    Ob man die Ostfassade ästhetisch findet muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir hat die Kolonnaden-Variante im damaligen Wettbewerb besser gefallen. Aber sei's drum.