Beiträge von Bonteburg

    Ein Teil des Alex-Problems ist meiner Ansicht nach sowieso, dass man ihm immerfort etwas Weltstädtisches, Repräsentatives andichten will, hinter welchem Ideal er dann aufgrund irgendwelcher Mängel zurückbliebe.

    Dabei hat er tatsächlich nie so richtig diese Rolle gespielt, sondern war immer ein eher zugiger Verkehrsknotenpunkt und eher Transit-Ort, und auch Magnet für Menschen, denen man vielleicht nicht gerne in einer dunklen Gasse begegnet.


    Das soll natürlich kein Plädoyer für Hässlichkeit dort sein. Aber das Haus der Statistik darf da meiner Meinung nach schön saniert stehenbleiben. Ich habe sowieso nie begriffen, was daran so schlimm sein soll. Für mich war es eher immer so eine Art "DDR-Columbushaus" (wenn auch nicht so ansprechend).


    Freuen tue ich mich auch auf den entstehenden Block um das HdS herum.

    Hierdurch wird die Ecke eher noch voller und belebter werden als sowieso schon.


    Alle mal abwarten – wenn die Kreibestraße erstmal auf ist, wird das noch ganz toll am Alex! Nur den Kudamm oder den Pariser Platz (oder bald mal das Hbf-Umfeld) wird man dort wohl eher nicht sehen.

    Ich finde die Fassade absolut genial. Sowas filigranes und mehrdimensionales habe ich lange nicht gesehen und in Berlin schon gar nicht.


    Es verspricht, eines der wenigen Gebäude zu werden, die in der Realität so leicht und transparent rüberkommen wie in der Grafik.


    Super gespannt bin auch ich auf den Übergang zu mehr Glas nach oben hin, und besonders auf das oberste Stockwerk.

    Kein Witz: Ich dachte erst, der gelbe sei der ältere Neubau und war dann mit Dir einer Meinung, dass der neuere besser ist (also der graue).


    Hintergrund: Ich finde auch das graue Gebäude sehr elegant für die Gasse und finde die Kombination "Dächer und Erker, aber nur Putz" immer irgendwie ein bisschen trist oder nicht stimmig (und in diesem Fall: in direkter Konkurrenz mit den Altbauten, wo es eher verliert).


    Dennoch passt sich auch das gelbe Haus sehr schön in die Gasse ein.

    Ich sehe statt des Fussballplatzes ja immer einen eleganten, teilweise gepflasterten Ort, der zwischen Tempodrom und künftigem Emigrations-Museum vermittelt und der Begegnung dient – vielleicht auch einen Bauriegeln an der Langseite, um dem Gesamtbild mehr Fassung zu geben.


    Damit habe ich garantiert eine überwältigende Mehrheit aus Sportbegeisterten gegen mich und bin denen auch gar nicht böse. Ich finde nur das so eine doch recht banale Nutzung irgendwie nicht passt an der Stelle.

    Einerseits eintönig. Andererseits elegant.

    Es wechselt seine Form sehr nach Perspektive, was es für mich sehr interessant macht.


    Sehr schick finde ich die Perspektive vn der Potsdamer Straße aus. Die Torsituation habe ich bisher peinlicherweise noch nichtmal realisiert. Ich überlege gerade, ob es mit zwei exakten Zwillingen noch cooler wirken würde, aber glaube eher nicht.

    Seit 20 Jahren frage ich mich, warum Leute nicht entweder eine Frage ignorieren, oder halt eine Antwort von Mitmensch zu Mitmensch geben ("Forum" und so).


    Aber nein, sie stecken immer wieder ihre eigene Zeit und Energie in diese Aktion und alles was dabei rumkommt, ist, dass sie sich auf Anhieb unbeliebt machen.

    Ich bin begeistert. Die Gebäude strahlen keine Monotonie aus sondern ruhige Eleganz, und die aufgerauhte Fassade wirkt nicht wie eine Mietskaserne, sondern hat irgendwas von einem Fraktal-Jugendstil (oder so ähnlich). Mit anderen Worten, das Gegenteil von dem, was ich in der Planungsphase erwartet hatte.


    Auch bei meinem letzten Berlin-Besuch war mir der Ort aber schon angenehm aufgefallen.


    Jetzt fehlt natürlich noch die Bauakademie, oder ehrlich gesagt, mittlerweile einfach irgendetwas Hochwertiges (in Richtung House of One oder Chipperfield oder der gefürchtete alt/neu-Frankenstein). Aber den Platz als Platz wieder herzustellen, das wäre mal was.

    Ich muss sagen ich bin von der "Quartiersentwicklung" (grüne Fläche) einigermaßen schockiert. :|


    Wollen die da wirklich die ganze extrem interessante, kleinteilige Bebauung von ca 1870-1950 wegreißen und so einheitlich ersetzen?

    Ist das alles baufällig oder...?


    "Emils Quartier" ist dagegen eine klare Verbesserung.


    -----

    EDIT 01:

    Das ist ja schon alles geschehen. Na ja gut. Stadt ist halt Wandel usw. usw. aber die Mischung hätte es hier m.E. gemacht.


    -----

    EDIT 02:

    Grrr...


    https://www.google.de/maps/@53…fjOavA!2e0!7i13312!8i6656


    Solche Szenen sind für mich genau dass, was die inneren Ränder einer Stadt aus der Zeit vor dem 21. Jahrhundert ausmacht.

    Das kommt nie wieder....


    Vielleicht tragen die Neubauten durch die höhere Dichte ja ihren ganz eigenen Teil zur Urbanität bei.


    Ich persönlich habe eher Schiss vor all diesen pupsigen 15-Geschossern.

    Die sind doch (gute Architektur vorausgesetzt) total wichtig für das Raumgefühl in der Stadt! Ich hätte lieber eine gute Durchmischung mit sowas, als wenige gut sichtbare 150m-aufwärts-Prestigeprojekte.

    Waren diese Loggien, die man aus Formensprache-Gründen nicht gemacht hat, Kästen die außen hängen? Ich finde gerade kein Rendering.


    Oder sind Loggien per Definitionem immer nach innen gestülpt?


    Sonst hätte ich gesagt: Warum nicht bodentief sicherheitsverglaste Terrassen nach innen, die keine "Knubbel" in die Wand machen und trotzdem zur Wohnturm-Optik beitragen und bestimmt bei den Mietparteien beliebt sein würden.

    Sehr schön! Warme Farben aus dem Corbusier-Handbuch, Klinker, große Fenster, dezente aber wirkungsvolle Tricks den Kasten interessanter zu machen. Modernist:Innen wie Stuck-Fans und alle dazwischen werden hier ihre Freude dran haben.


    Vom Auffüllen einer traurigen Lücke ganz zu schweigen.


    Steht beim nächsten Berlin-Trip aufm Plan.