Beiträge von Bonteburg

    ^This!


    Ich persönlich hatte mich auch schon über den 68 m-Turm gefreut (der *eigentlich* sogar zusammen mit dem Hochhaus an der Dircksenstraße einen viel saubereren Verlauf zum Alex geschaffen hätte).


    Die 115 m fand ich auch super, da ich im Zweifel ästhetisch gesehen eher mal für mehr Höhe bin als für weniger.


    90 m ist ein gutes Mittelding – ein städtebaulicher Kompromiss mit verschiedenen AkteurInnen wie aus dem Bilderbuch.

    Beim Haus der Elektroindustrie haben die es ganz schön spannend gemacht! Ich dachte erst, jetzt solle es stehen bleiben.


    Die Sackgassensituation bei Keibelstraße und Co. soll aber wohl definitiv korrigiert werden.


    Das Haus an der Mollstraße hätte ich auch cool gefunden. Sehr überzeugend rübergebracht mit den Fassadenzitaten.

    Ich fand's auch ein bisschen frustrierend.


    Immerhin hörte ich heute im Sitzungs-Stream einen vorgeschlagenen Kompromiss von ca 90 m, bei dem (ich paraphrasiere) die Schäden für den Denkmalschutz (Fernsehturmkugel kann atmen, Stadthaus bekommt keine Konkurrenz usw. usf.) noch erträglich wären, heraus.


    Mir soll es mehr oder minder recht sein. An der Bebauung der Ecke mit einem Hochhaus und der äusserst interessant wirkendenden Bespielung des Erdgeschosses soll es wohl bleiben. Auch die beiden Entwürfe bleiben vom Ding her scheinbar im Rennen.

    Als jemand, der sich null mit Fußball auskennt und auch keine Beziehung zum Wedding hat finde ich das auch ziemlich suboptimal. Gerade Berlin fehlt meiner Meinung nach vielerorts eine Schicht älterer *kleinerer* Gebäude um zu einem interessanten Gemisch beizutragen. Und dann ist es noch ein Eckhaus ...


    Ich kann nur vermuten, dass die Entscheidung nach Erwägung aller Gründe richtig ist. Immerhin wird es vielleicht ein Hochpunkt und damit potentiell ähnlich erfrischend fürs Stadtbild wie der Vorgänger.

    Sehr schöner, brandneuer Diskussionsbeitrag eines Lieblings-Youtubers von mir!


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    Inhalt in groben Zügen:

    1) Achtung: Thema wird von rechts instrumentalisiert.

    2) Gebäude mit traditioneller Kubatur und auch Ornamenten sprechen zu unserer Menschlichkeit.

    3) Ein Gebäude sollte auf möglichst viele Menschen ansprehend wirken, auch wenn diese keinen fachlichen Hintergrund in Sachen Architektur/Design haben.

    4) Jeder Ort einer Innenstadt sollte den Anspruch haben, ein Ort zu sein, an dem man sich gerne um seiner selbst Willen aufhält.

    5) Renderings sind oft etwas anderes als Realität.


    Gehe zu 99 Prozent d'accord, bis auf Punkt 3 – es muss m.E. definitiv auch Gebäude geben, die gewagt, kontrovers, "zu cool" usw. sind.

    Vom Verkehrsgesichtspunkt her habe ich da ahnungsbedingt keine starke Meinung.

    Es stimmt aber schon, der Hauptbahnhof is in den letzten 5, 6 Jahren voller geworden.


    In Altona bin ich so gut wie nie.


    Städtebaulich eine faszinierende, geradzu aufregende Vision!

    Die chronisch langweilige "Unort"-Gegend am Berliner Tor kann so eine Beförderung zum Zentrum/ offiziellem Stadttor mehr als gut vertragen, besonders mit dem sich neu erfindenden Hammerbrook nebenan. Und die Viertel rund um den jetzigen Hauptbahnhof wären meinem Gafühl nach nicht notwendigerweise benachteiligt, da sie alle Strukturen für eine interessante Gegend mitbringen.

    Ich wünschte wir könnten endlich mal generell mit diesem wechselnden Sponsor-Namen-Quatsch aufhören. Das hat auch was mit Kultur und Identität zu tun.


    Die Firmen können das ja weiterhin sponsorn.

    "Spree-Arena. Currently Brought To You By Hipster-Rasierklingen-Versand". Ich sehe da kein Problem.

    Ich stelle immer wieder fest, dass die Ästhetik einer Stadtstraße für mich nicht unbedingt mit mangelnder Bepflanzung oder Fassadengestaltung zusammenhängt, sondern mit einer gelungenen räumlichen Komposition – so auch hier:


    Die Kante zur Bahn und den Einblick in den Otto-Weid-Platz vom Golda-Meir-Stieg finde ich nach wie vor sehr gelungen und halte die George-Stephenson-Straße sogar jetzt schon für einen der interessantesten Blickwinkel der ganzen Stadt (die Bilder aus den anderen Seitenstraßen kommen nicht ran, reizen mich aber auf eine ähnliche Art).


    Einzig bei der Heidestraße wünsche ich mir doch die Straßenbäume schnell herbei. Hier sind, trotz okayer bis sehr guter Fassaden, die Bauhöhen etwas zu einheitlich geworden.


    Unterm Strich würde ich dem Viertel sicher eine glatte 2 vergeben.

    Hintergrund sind Befürchtungen, dass Einwohner gegen Lärmbelästigungen durch den REWE-Parkplatz hinter dem Haus klagen könnten. Ein nicht näher dargestellter Versuch, das Projekt im Einvernehmen mit REWE so zu modifizieren, dass Klagen keine Chance hätten, ist offenbar gescheitert.

    Meinetwegen könnte man auch den Supermarkt so modifizieren, dass er das Projekt nicht mehr stört. ;)


    Sprich: Aufstocken, Parkplatz weg, Wohngebäude dann hinter dem Straßengebäude statt anstatt desselben. (z.B.)


    (Vermutlich durchblicke ich die Komplexitäten des Städtebaus mit seinen vielen AkteurInnen und technischen Anforderungen nicht – aber die 2 Cent wollte ich hier mal loswerden.)

    ^ Für mich, der in den letzten Jahren des Öfteren mit einem weinenden Auge an diese Kreuzung gedacht hat, erstmal eine gute Nachricht.


    Ich hoffe man nutzt die Gelegenheit, die Ecke unter Erhalt des Eckgebäudes zu entwickeln soder alternativ etwas wesentlich Anspruchvolleres dahinzubauen als in dem Rendering.


    Solche Straßenecken gibt es nicht mehr allzu viele!

    #143


    maselzr


    Da habe ich vor einigen Jahren mal ein paar Nächte geschlafen 8)


    Ich finde es immer noch schade um diesen eleganten Vertreter seiner Ära.

    Ein Adenauerhochhaus am Adenauerplatz!


    Allerdings finde ich den Neubau auch sehr ansprechend, wie auch die Entwicklung an dessen Nordseite.


    Das größte Hindernis, daraus einen wirklich angenehmen Ort zu machen, liegt in diesem doofen Autotunnel.

    Vielleicht gibt's da ja noch irgendwann mal einen Geistesblitz.

    Ich war neulich da – Der Platz vor der Paulskirche war ein angenehmer Ort, aber aus Richtung Kräme bzw. Römer fiel mir doch auf, dass da irgendetwas Massives in der Sichtachse fehlt, um ein angenehmeres Bild herzustellen.


    Den Ströme von PassantInnen habe ich gar nicht bedacht. Der kam mir (allerdings unter der Woche im Januar) doch eher mäßig vor.


    Dann stellen die Bäume sicher ein weiteres gutes Gegenargument dar.

    Ich finde beide Entwürfe interessant und gut für den Ort, bevorzuge aber MVRDVT – wegen der glatteren Kante zum Mendelssohn-Barholdy-Park.


    Gestalterisch gehe ich fast davon aus, dass das immer noch alles sehr Studiencharakter hat. Obwohl: Wenn dass schon in Richtung Ergebnis geht, bin ich damit auch recht zufrieden. Auch hier wieder: MVRDVT punktet mit mehreren Farben. Bin sehr gespannt auf die weitere Entwicklung!

    Ich war jetzt endlich mal In Frankfurt, konnte mir auch die Neue Altstadt ansehen, und bin doch ziemlich begeistert.


    Ich konnte kaum zwischen Altbestand und Rekos unterscheiden. Ausnahmen waren die Gebäude, die reduziert gestaltet wurden, die das Ensemble um eine sehr schöne zeitgenössische Note bereichern. Besonders spannend fand ich den Alt-Neu-Effekt direkt am Dom, wo die komplexe Turmfassade optisch direkt an die glatten Wände der Nachbargebäude stösst, aber der Farbton identisch ist.


    Ein berühmt-berüchtigtes Disneyland konnte ich nicht entdecken, auch wenn mir ein wesentlich größerer Anteil modernerer (wohlgemerkt: kleinteiliger, individueller, sich an der historischen Dichte orientierender) Bebauung vielleicht noch besser gefallen hätte. Stattdessen sehe ich hier einfach das Gestalten einer Stadt nach hauptsächlich ästhtetischen Gesichtspunkten – derzeit ungewohnt, und vielleicht daher oft mit mangelnder Authenzität verwechselt. Solche Beispiele urbaner Selbstfürsorge wünsche ich mir abseits von Fassadengeschmäckern viel mehr.


    Und all jenen, denen Reko-Architektur Ausdruck ihrer revisionistischen Weltanschauung ist, kann ich hiermit sagen: Pech gehabt. Ich bin bei meinen Gängen durch die neue Altstadt so sehr über 1933-1945 in Grübeln gekommen wie schon länger nicht mehr – das hat bei mir so noch kein Nachkriegs-Betonbau und "früher-waren-hier-mal-Häuser"-Parkplatz mit Gedenktafel geschafft.


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    Bilder: ©Ich

    Wobei ich ja ein bekennender Alexa-Fan bin... ^.^


    Glaube aber nicht, dass deine Vision wahr wird – wenn der rote Ziegel wirklich "gesetzt" ist, dürfte auch eine Abstrahierung der Formen ein sehr angenehmes, wertiges Resultat haben.


    Disclaimer 1: Ich liebe roten Ziegel und Ziegel überhaupt. Meine Maxime ist: Lieber Klotz aus Ziegel als eine interessante Bauform mit Putz.

    Disclaimer 2: Im Falle der Bauakademie bin ich bis auf Weiteres (Entwürfe) im Reko-Lager zu finden.

    #122

    Merlin


    Das ist schon ein äußerst nettes Bild! : - D


    Ich stimme auch deiner Einschätzung zu. Und dann kommt ja auch noch das Gebäude an der Holzmarktstraße hinzu, das für ein ganz anderes Raumgefühl sorgen wird. Da wäre ich dereinst gespannt auf ein weiteres Bild aus der selben Perspektive.

    Post #80


    Querbalken


    Obwohl ich ein großer Fan der Visionen der Studierenden war, finde ich das aufgrund der deutlichen Hochpunkte noch besser. Am allerbesten hätte mir gefallen, diese Türme mit dem 70er-Jahre-Bestand zu verbinden. Allerdings: Trotz des Profi-Renderings ist das alles wohl noch ähnlich unkonkret wie seinerzeit die akademischen Entwürfe.