Beiträge von Kieselgur

    Die direkte Nähe zum Heizkraftwerk kann man eigentlich nicht als direkten Auschlussgrund sehen, denn die Wohnungen auf dem Osmo-Gelände dürften kaum weiter vom Heizkraftwerk entfernt sein, als die Bebauung für die Drei Schwestern. Die beiden Gebäude hin zum Albersloher Weg werden dabei noch unter der höchsten Belastung liegen, der zurückliegende grünliche Gebäudeteil ist vom Straßenlärm her recht isoliert.

    Allerdings kann ich die Stadt schon verstehen, dass sie klar definierte Grenzen eines Bebauungsplans haben möchte und auch auf Dauer ausschließen will, dass es zu Streitigkeiten zwischen Wohnungsinhabern und Gewerbetreibenden kommen könnte, weswegen in dem Bebauungsplan selbst Betriebsleiterwohnungen ausgeschlossen werden.

    Als vorwiegendes Wohnquartier dürfte die Flächenauslastung eher normal sein. Die Landmarken AG entwickelt ja auch das York-Quartier in Gremmendorf.

    Dort sollen auf 9.400 m² Grundstück, 8500 m² für Wohnen und 8.000 m² Gewerbe entstehen, die BGF wäre damit etwa doppelt so groß wie das Grundstück, läge somit in der Größenordnung wie die Planungen am Stadthafen.

    Die LVM wollte auf dem Gelände am Kreativkai ja noch ein kleines Hochhaus bauen, das dürfte bei der Landmarken AG vermutlich entfallen. Zum Grundstück dürfte auch der Kai selbst gehören, der als Wegeverbindung und wahrscheinlich für Außengastronomie genutzt werden wird. Um alle Wohnungen gut zu belichten, wird es wohl nicht einen einzigen Gebäuderiegel geben, so hat man dann viele Flächen, bei denen es keine maximale Ausnutzung geben kann.

    Da es mit ziemlicher Sicherheit auch im Neubau Außengastronomie am Wasser entlang geben wird, dürften einziehende Mieter wenig Chancen mit Klagen haben, wer ein ruhiges Wohnquartier sucht, sollte hier nicht hinziehen.

    Ja, auch wenn es viele Kriegsverluste gibt, muss man diese Leere nicht für alle Zeiten zelebrieren. Man hat ja zum einen genug andere Stücke in den Depots rumstehen, zum anderen kann man nach dem weitgehendem Abschluss der Wiederherstullungsmaßnahmen der Räumlichkeiten auch wieder mehr den Focus auf Neuerwerbung zeittypischer Stücke legen.

    Das Grüne Gewölbe und die Paraderäume sind ja für einen möglichst ungestörten Genuss des historischen Nacherlebens eingerichtet, dort geht es um das Raumempfinden an sich und meist weniger um einzelne Austellungsstücke.

    Die nun wiedererrichteten Räume sind dagegen vor allem als hübsch anzuschauender Hintergrund für die ausgestellten Stücke anzusehen. Durch die ganzen sichtbar gelassenen Spuren von originalem Putz, modernen Vitrinen, Projektionen und Beleuchtungskörpern kann sich eh kein komplett historischer Raumeindruck bilden. Da ist bereits soviel Spannung zwischen alt und neu, da wäre es auch möglich auf einige Konsolen immer mal wieder ganz moderne Porzellanentwürfe als Kontrast hinzustellen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    https://postimg.cc/S22Wp2wy

    Was mir bisher nicht aufgefallen ist: die Lisenen sind bei diesem Gebäude versetzt, während sie bei den anderen Gebäuden bündig abschließen. Ich frage mich, ob das irgendwie Pfusch am Bau ist, oder so gewollt war...

    Vielleicht war es einfach die günstigste Lösung bei diesem "Notorischen Eckkonflickt" 😀

    Das strenge, gleichmäßige Raster kam an dieser Ecke wohl nicht ganz aus. Und als Lösung die Fensterraster zu dieser Ecke hin langsam verringern/verbreitern oder eine doppelte Ecklisene dahin zu machen, kam wohl aus Kostengründen nicht in Frage. Zwar auf dem Campus der Religionen beheimatet, aber eben doch kein Tempel.

    Mögliche Hochhäuser auf der Rückseite des Bahnhofes finde ich auch erstmal zweitrangig, die müssen eh durch private Investoren gebaut werden.

    Ich finde es aber schon berechtigt einmal nur die Planungen für den reinen Busbahnhof zu betrachten, schließlich handelt es sich bei der Rückseite des Bahnhofes um ein wichtiges Aushängeschild für die Stadt.

    Und da sind eben die grüne Rampe für einen hoch gelegenen Busbahnhof genauso exorbitant übertrieben gewesen, wie die Pläne vom Ufo oder den 3do Überbau des Bahnhofes. Oder man nehme auch mal die Pläne fürs Mittelstück der Kampstraße... In Dortmund hat man einfach den Hang dazu völlig unfinanzierbare Planungen hoch zu bejubeln, lässt diese sogar Ausschreibungen gewinnen, um dann später immer wieder erkennen zu müssen, so geht das alles nicht.

    Man vertrödelt dadurch nur sinnlos Zeit und vergeudet Geld für nutzlose Planungen. Die Rückseite des Bahnhofes könnte längst fertig sein und den Busbahnhof könnte man dann immer noch bauen oder er wäre in schlichterer Form auch schon gebaut - wenn man bei der Stadt Dortmund denn etwas mehr Sinn für Realismus hätte.

    Natürlich stammen die Planungen für die Fußgängeranlage aus früheren Zeiten, meine Aussage dazu war auch mehr als Feststellung gemeint, wie sich die Zeiten doch ändern können.

    Es fehlt auch noch ein kleines Stück Bodenbelag vor dem indischen Laden, welches noch erneuert werden muss. Immerhin ein Laden, der hier weiterhin ausharrt und wenigstens etwas Atmosphäre verbreitet.

    So hell wie sie nun gestaltet ist, wirkt die ganze Anlage zwar nicht mehr als Angstraum, aber in ihrer Großzügigkeit wirkt sie wie aus der Zeit gefallen. Entsprungen dem Gedanken Autos und Fußgänger strikt zu trennen, so hat man diese Maxime ja schließlich aufgegeben und wickelt die Hauptfußgängerströme vorm Bahnhof wieder auf einer Ebene mit dem kreuzenden KfZ-Verkehr ab. Der "Keller" hat dadurch das Nachsehen.

    Allerdings fehlen einem als Fußgänger auch ein wenig die lohnenden Ziele, die Zeitersparnis, wenn man vom Bahnhof eher Richtung Reinoldi- als denn Petrikirche will, ist minimal und man hat zweimal eine Treppenanlage dabei. Wenn nun wenigstens die Bahnhofshalle Nord, samt kleiner Kioske gebaut würde, hätte man, wenn man auf den letzten Gleisen aus, bzw. einsteigt, wenigstens eine Alternativverbindung, anstatt Treppe runter und am Hinterausgang des Bahnhofs erst raus und die Fußgängeranlage wieder rein. Aber nachdem die Stadt Dortmund die Aktivitäten der Bahn mit ihren unfinanzierbaren Großplanungen für einen neuen Busbahnhof mal wieder abgewürgt hat, steht der Bau einer solchen Verbindung mal wieder in den Sternen.

    Na ja, nur in die zweite Etage des Ex-C&A wird Saturn wohl kaum ziehen wollen. Bis das Theater wieder auszieht dürfte es aber noch einige Jahre dauern.

    Grundsätzlich gibt es im Bereich der Petrikirche tagsüber auch mehr Laufkundschaft als an der Reinoldikirche, insofern dürfte selbst Saturn ein praktischer Verbleib am jetzigen Standort wohl bevorzugen. Die Unsicherheit bisher war ja vor allem, dass bisher völlig unbekannt war, was mit dem Gebäude des ehemaligen Kaufhofes passieren würde, es hätte ja auch ein Komplettabriss und Neuentwicklung des Areals sein können. Solche Überlegungen stehen in den Plänen des Käufers nicht mehr zur Debatte.

    "Dauerhaft" heißt heutzutage ja erstmal für 10 Jahre. Ich denke Turan und Saturn werden sich wohl einig werden, aber natürlich wird es Verhandlungen über die genaue Platzierung geben und auch darüber inwieweit nur das Erdgeschoss oder auch ein Teil des Untergeschosses/der 1. Etage von Saturn mitbelegt wird.

    Vielleicht werden am Ende auch 40 Mio in Sanierung und Umbau gesteckt.... Ähnlich wie beim Umbau des Gebäudes in das C&A hineingezogen ist, dürfte sich der Umbau des Ex-kaufhofes aber wohl über ein paar Jahre hinziehen, weil bei einem Umzug innerhalb des Gebäudes natürlich nicht alle Flächen für Bauarbeiten sofort verfügbar sind. Wenn der neue Besitzer auch schon in diesem Jahr starten will, können auch keine wesentlichen Eingriffe in die Statik des Gebäudes gemacht werden, denn deren Planung und Genehmigung bräuchte erstmal Zeit.

    Solch in ein Stahlskelett eingehangene Einheiten sind zwar eine interessante Idee, ob das auch in 20 Jahren noch gut ausschaut bleibt abzuwarten.

    Für das Kaufhof-Gelände halte ich so etwas aber für eher schwierig. Dessen Grundfläche ist mitsamt der Saturn-Filiale zwar gar nicht mal so klein, aber im Gegensatz zum Gebäude in Wien, bei dem die Nachbarbebauung weiter entfernt liegt, steht das Gebäude in Dortmund ziemlich im Schatten der Nachbarbebauung und die Hauptfassade zeigt nach Norden. Die Zufahrt des Parkhause ist zwar nach Süden ausgerichtet, aber hier bietet die Spindel noch das größte Highlight des Baus, weil sich in deren Rundung der davor liegende Kreisverkehr geradezu spiegelt.

    Ich hoffe ja im Zuge des Umbaus auf eine Überbauung des Hinterhof-Parkplatzes und Warenannahme an der Silberstraße, habe aber wenig Hoffnung, dass man das eigentliche Parkhaus ganz aufgibt, dürfte dieses doch weiterhin eine gute Einnahmequelle sein.

    Wie ich gerade erst lese gibt es in der RN heute einen neuen Artikel über den Verkauf, sozusagen Just-in-time, leider auch hinter der Bezahlschranke. Die wichtigsten Daten daraus:

    Der Kaufpreis lag deutlich unter den zuerst kolportierten 25 Mio.

    Die geplanten Umbau- und Sanierungskosten werden weiterhin vom neuen Eigentümer mit 20 bis 30 Mio beziffert. Neue Mieter fürs Erdgeschoss könnte er mit Leichtigkeit haben. Er möchte den Mieter Saturn halten und bietet ihm (wie ich das ja selbst schon vermutet habe) einen Umzug in den anderen Gebäudeteil an. Die erste Etage soll weiterhin für Veraufsräume genutzt werden, während die Geschosse darüber für Büros genutzt werden sollen. Der Umbau soll noch in diesem Jahr starten.

    Derzeit gibt es wohl weiterhin Verhandlungen um die Erbpachtgrundstücke. Das gesamte Gebäude steht auf vier verschiedenen Grundstücken, vom denen Herr Turan nur eines vom Insolvenzverwalter erwerben konnte, dieses liegt zur Ecke Silber-/Kolpingstraße. Die anderen vier gehören unterschiedlichen Erbengemeinschaften, mit denen sich die Verhandlungen teils hinziehen.

    Es werden außerdem nochmal Zahlen zum Gebäude genannt: 41.300 m² Bruttogrundfläche, Parkhaus 17.000 m², 435 Stellplätze.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Kaufhof

    Beziehen sich die 20 bis 30 Millionen Euro denn nur auf die ehemaligen Kaufhofflächen oder ist der Saturn mit inkludiert?

    Im RN-Artikel zum Verkauf der Immobilie steht auf einer Bildunterschrift, dass die Saturnfiliale mit zum Objekt gehört. Im November gab es bereits auch schon einen Artikel in der RN, dass Saturn in Dortmund auf der Suche nach einem neuen Standort ist und in diesem Artikel stand auch, dass Saturn nun an den Insolvenzverwalter von Benko zahlen würde, also kaum wahrscheinlich, dass man die Rechtsfragen noch weiter verkompliziert hätte und das Gebäude beim Kauf aus der Insolvenzmasse aufgesplittet hat.

    Nachdem im August in der RN sogar darüber spekuliert wurde, ob Saturn nicht vielleicht ins ehemalige C&A-Gebäude ziehen würde, haben sich solche Überlegungen durch dessen Zwischennutzung durchs Theater natürlich erledigt.

    Durch den Verkauf ergibt sich nun aber die Möglichkeit einer abschnittsweisen Sanierung, bei der Saturn in den bereits sanierten Gebäudeteil auf deutlich weniger Fläche und Etagen umzieht. Bei 20-30 Mio Euro wird es aber wohl keine drastischen Veränderungen bei der Struktur des Gebäude geben. Aber die beiden großen Rolltreppenanlagen könnten verschwinden, denn höchstens das 1. Obergeschoss wird sich noch als zusätzliche Verkaufsetage vermieten lassen. Nachdem die Thiergalerie ständig um neue Mieter kämpft, macht ein weiteres Gebäude mit Läden auf mehreren Etagen wenig Sinn.

    Für die Wirkung nach außen ist eine neue Fassade eh am wichtigsten. Die dürfte mit Sicherheit kommen, auch wenn bei der Investitionssumme kein architektonisches Highlight zu erwarten ist.

    Dem Bauprojekt Dreieckshafen habe ich ja zuerst wenig Beachtung geschenkt, liegt der diese Stelle doch gefühlt ein wenig abseits vom Schuss.

    Aber wenn man über die Umgehungsstraße B51 aus Münster herausfährt, schiebt sich der neue Turm doch nun sehr präsent ins Bild und wirkt sehr ordnend auf das Kuddelmuddel, was vorher an dieser Stelle herrschte. Fast hat man auf der Kanalbrücke dadurch nun eine Torsituation, auf der einen Seite das große Silo von Agravis, au der anderen Seite nun der neue Turm. Da muss Streetview an dieser Stelle bald mal aktualisiert werden.

    Den besten Blick werden zukünftig aber wohl diejenigen haben, die mit dem Boot/Schiff auf dem Kanal unterwegs sind.

    Ich finde nicht, dass an dieser Stelle unbedingt eine Aufhellung notwendig ist. Ich finde gerade den Kontrast, wenn man aus Richtung Bahnhof schaut, gut:

    Links hat man dann den Dreiklang aus den drei eher dunklen Hochhäusern, den RWE -Tower, dem IWO-Hochhaus und dem Sparkassenturm und dazu die ebenfalls dunkel gehaltene Botta-Bibliothek sowie das Dortberghaus. Und recht hat man die eher hell gehaltenen Gebäude des DOC, des Fußballmuseums und des Mini-Hochhauses mit der Continentale-Werbung.

    Diesen Ensemble-Charakter würde ein zu helles Sparkassengebäude meiner Meinung nach stören. Gegen eine bessere öffentliche Durchwegung und Mischnutzung der Gebäude ist natürlich nichts zu sagen, aber rein von der Gestaltung her finde ich es hier am wenigsten nötig das "Stadtbild" zwingend aufzuhellen, nicht an allen Stellen kann eine Großstadt superbelebt wirken.

    Ich bin ja ganz dafür die Kampstraße endlich fertig zu stellen. Würde man in Dortmund mal von Anfang an mit realistisch umsetzbaren Plänen arbeiten, statt wie beim Bahnhof, mit den großen UFO- und 3do-Plänen, dem neuen Busbahnhof oder den ersten Plänen mit aufwändigen Wasserlauf für die Kampstraße immer wieder mit technisch schwierig umsetzbaren und daher viel zu teuren Plänen abzugeben, wäre vieles längst fertig, bzw. wäre früher fertig geworden. Aber wenn solche Visualisierungen veröffentlicht werden, die wieder völlig falsche Erwartungen wecken, habe ich da wenig Hoffnung...

    Insofern hoffen ich, dass die Sparkasse hier einen Entwurf präferiert, der sich wieder gut ins Ensemble einfügt und nicht versucht den maximalsten Konstrast zu setzen.

    Wenn man zusätzliche Zwischendecken einziehen würde, um Räume zur anderweitig Nutzung zu haben, kommt man auch schnell wieder zum Problem, dass man einen zweiten Fluchtweg bräuchte.

    Vom restlichem Besucherverkehr abgeschlosse Räume, welche dann auch außerhalb der sonstigen Öffnungszeiten genutzt würden, dürften die Brandlast kräftig erhöhen, zusätzliche Sanitärräume wären wohl notwendig. Da wird die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht für einen solchen Ausbau sprechen. Da hat man lieber die breite Treppe für Besucher, die so beim Aufstieg zu Fuß ihren Vertigo überwinden können. :)

    Diese fast fensterlose Wand entspricht den Planungen...

    Bei den meisten Museumsbauten ist zuviel Licht eben unerwünscht, denn dieses schadet des Exponaten und schränkt bei der Ausstellungsgestaltung ein. Der Nachbar gegenüber, das Wallraf-Richartz-Museum, hat an dieser Seite in den Obergeschossen ja auch fast keine Fenster, auch dessen Anbau erhält hier eine fensterlose Wand oberhalb des Erdgeschosses.

    Immerhin kann man an solch einer fensterlosen Wand schön Werbeflächen für Sonderausstellungen aufhängen. :)

    Ja, um die nötige Barrierefreiheit zu erreichen ist die Automatiktür wirklich unumgänglich.

    Der Laden ist auch optisch ansprechend und das Sortiment dieses Edel-Haushaltswaren-Geschenke-Ladens grundsätzlich für den Ort nicht unpassend.

    Frustrierend ist allerdings, dass hier ein Ladenlokal, was wunderbar auch für Außengastronomie genutzt werden könnte, nun nur mit einem Sortiment bespielt wird, was man auch an jeder anderen Stelle der Fußgängerzone anbieten könnte und direkt daneben steht vor der Marienkirche der Verkaufscontainer des "Kartoffel Pott", welche eine eher zweifelhafte Zierde des Platzes ist. Aber klar, bei einem Container sind die Fixkosten halt deutlich geringer.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich könnte mir auch eine aufgehängte Konstruktion vorstellen. Sie muss ja für Fußgänger nicht so massiv sein wie diese die ich vor kurzem in echt gesehen habe

    Wieso abgehängte Konstruktion? Eher bräuchte es doch eine aufgeständerte Konstruktion auf Ebene der Brücke, die außen entlang des Gleises geführt wird, schließlich das Gleis kreuzt und dann als Treppe bis auf den Bahnsteig hinunterführt. Barrierefrei bräuchte der Zugang nicht sein, da es ja einen solchen von der anderen Seite gibt.

    Die Gleise weiter aufzuweiten dürfte schwierig werden, da dann das Gleis näher an die Häuser rücken müsste. Eine Stahlkonstruktion nur für Fußgänger könnte auch unabhängig vom Brückenbau erfolgen. Eine solche Konstruktion zu errichten, nur um Anwohnern und Clubbesuchern ein paar hundert Meter Fußweg zu ersparen, scheint das Ganze doch recht aufwändig. Als zweiter Fluchtweg, um eine schnelle Evakuierung des Bahnsteigs in eine andere Richtung zu ermöglichen wäre eine solche Konstruktion nicht leistungsfähig genug.

    Für den alten Plan hat man sich ja nach einem Wettbewerb als Siegesentwurf entschieden. Würde man den nun grundsätzlich ummodeln könnten am Ende vielleicht noch beim Wettbewerb unterlegene Parteien klagen oder der Wettbewerbssieger ist nicht mit der völligen Verwurschtelung seines Entwurfs einverstanden und pocht auf Urheberrecht.

    Hebt man dagegen die ganzen bisherigen Planungen auf, entfallen solche Rechtsprobleme. Allerdings wird nun wohl auch wieder erst ein neuer Wettbewerb fällig. Da man nun aber wohl besser weiß, was man nicht will, könnte dieser ja wenigstens mit deutlicheren Vorgaben und weniger ergebnisoffen abgehalten werden.

    Ein Trauerspiel ist es trotzdem. Es mag nun vielleicht mehr Grün geben, dass es einen durchgehenden Grünstreifen geben, wird glaube ich aber nicht, denn der hätte wieder zu trennende Wirkung und man will ja in jedem Fall eine Fahrradtrasse entlang der Kampstraße behalten und die ist am besten in der Mitte aufgehoben.

    Neubau Gaskraftwerk am Standtort Gersteinwerk in Werne (Stockum)

    Das Gersteinwerk war lange Zeit ein kombiniertes Kohle- und Gaskraftwerk. Der letzte Kohleblock, für den um 1980 auch der 282 m hohe Schornstein gebaut wurde, wurde 2019 stillgelegt. Ein Gasblock ist noch für Spitzenlast in Betrieb, zwei weitere sind als Reserve vorgesehen.

    Planungen für den Bau eines neuen Gasblocks gibt es schon seit über 10 Jahren. Bis 2020 war der Standort dieses GuD-Kraftwerkes aber auf der anderen Seite des jetzigen Kraftwerkes geplant, wofür Werkstattgebäude und Gebäude der Betriebsfeuerwehr abgerissen werden sollten, die Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg lag bereits vor. Dass das Kraftwerk näher an die Wohnbebauung des Werner Ortsteils Stockum rücken sollte, löste vor einigen Jahren noch Unmut und Proteste auf Bürgerversammlungen aus, da höhere Lärmemmissionen befürchtet wurden, diese wurden damals mit den Worten abgeschmettert, dass ein neu gebautes Gaskraftwerk deutlich leiser wäre und damit alle Grenzwerte eingehalten würden.

    Nachdem es durch den Krieg in der Ukraine und dem damit einhergehenden massivem Anstieg der Gaspreise zuerst still um den Neubau geworden war, soll es nun ganz schnell gehen. Ende Mai präsentierte die RWE Neubaupläne für ein Gaskraftwerk, welches zukünftig auch auf Wasserstoff umstellbar sein soll.

    Die dabei präsentierte Visualisierung zeigt nun interessanterweise den Neubau auf der ortsabgewandten Seite, was wohl bauverzögernde Klagen vermeiden dürfte. Abgerissen sollen nun nicht mehr benötigte Anlagen des früheren Kohleblocks wie Rauchgaswäsche und der hohe Schornstein. Der Start der Abrissarbeiten ist noch für 2024 geplant, denn bereits 2030 soll das neue Kraftwerk in Betrieb gehen.

    Zur Stromerzeugung ist der Standort Gersteinwerk sicher ideal, hier kreuzen sich wichtige Hochspannungsleitungen und der Neubau einer weiteren ist von Westerkappeln bei Ibbenbüren zum Umspannwerk beim Gersteinwerk durch Amprion in Planung. Das Kraftwerk hat einen direkten Anschluss ans Gasnetz und es gibt einen unterirdischen Röhrenspeicher dafür. Zuletzt wurde am Standort auch ein großer Batteriespeicher installiert.

    Der einzige Wehmutstropfen, den ich sehe ist, dass die Abwärme des neuen Kraftwerkes kaum nutzbar sein wird. Der Bau einer Fernwärmeleitung bis zu den kilometerweit entfernten größeren Verbraucher in Werne, wie Schwimmbad, Schulzentren und Stadtverwaltung wäre immens teuer, da ist die Beheizung mit kleineren Blockheizkraftwerken wirtschaftlicher. Es ist daher zu hoffen, dass der Bau weiterer solcher auf H2-Umstellung konzipierter Kraftwerke besser mit bestehenden Fernwärmenetzen gekoppelt wird.

    Noch eine Anmerkung zum Standort Gersteinwerk und dem Haupttitel dieses Threads:

    Wenn der Bau des neuen Gaskraftwerkes abgeschlossen ist, dürfte die endgültige Stilllegung der bisherigen Gasblöcke erfolgen, die restlichen Altbauten, insbesondere auch die drei großen, weithin sichtbaren Kühltürme dürften dann obsolet sein, ein Abriss ist damit absehbar.

    Kann es nicht auch sein, dass dies Gerüst im Zusammenhang mit dem Ausbau des Propositionssaals steht? Dabei sollen die Fenster ja auch verändert werden. Außerdem muss man die Baumaterialen für den Ausbau ja hinein bekommen und will damit sicher nicht jedesmal durch die bereits fertig gestellten Räume hindurch und die Wendeltreppe ist dafür sicher auch etwas eng.

    Andererseits kann man eine Vergabe für Gerüstarbeiten zur Fassadensanierung "Werterhalt" finden.

    Münster plant ja seine sogenannte Kanalpromenade, also den Ausbau der Seitenwege des Dortmund-Emskanals, vorwiegend aber des südlichen bzw. östlichen Seitenweges, hier sprechen wir aber über den nord/westlichen Seitenweg. Im Bereich des Hafens soll der Kanal noch verbreitert werden. Im Gegensatz zu anderen Abschnitten der Kanalpromenade liegen deswegen für den Bereich des Hafens auch noch keine Pläne für die Kanalpromenade an dieser Stelle vor.

    Die eingezeichnete Straße liegt deutlich tiefer als der Albersloher Weg. Direkte Rampen zu diesem hoch sind unsinnig, da der Hafengrenzweg, bzw. die Straße Hawerkamp auch als Auffahrt funktionieren würden und nur wenige Meter weiter liegen.

    Das Problem ist wirklich, dass der Hauptradverkehr an diesem speziellem Streckenabschnitt vorbeigehen würde. Wer vom Albersloher Weg zu den Clubs will fährt derzeit ja direkt durch den Hawerkamp.

    Es wäre z.B. interessant, wenn es südwestlich der Clubs am Hawerkamp bis zum Industrieweg weitergehen würde. Aber da kreuzt halt die Trasse der WLE, auf der bald ja wieder dichter Verkehr stattfinden soll und einer der Gewerbebetriebe müsste Platz für diese Radtrasse machen. Auch die Führung quer übers Hafenbecken Richtung Hohenzollernring wäre an sich nicht verkehrt. Dafür müsste die geplante Pontonbrücke aber breit und auch für schnellen Radverkehr stabil genug sein, sonst nutzt die kein Radfahrer als Abkürzung.

    Von daher ist diese Straße/Radwegtrasse auf der Visualisierung der Drei Schwestern zwar schön anzusehen, aber es wäre ein ziemliches Stummelstück, bei dem die Einbindung in eine komplette Strecke völlig in den Sternen steht.

    Eine Möglichkeit wäre allerdings, dass die Straße "Am Hawerkamp" gekappt, bzw. mehr oder weniger neu trassiert würde. Dann wäre dies Straßenstück ab dem Albersloher Weg die einzige Zufahrt zu den am Ende der Strecke liegenden Clubs. Vorteil wäre, dass die Messe ihr an dieser Stelle merkwürdig geschnittenes Grundstück begradigen könnte. Das Jovel selbst wäre dabei wohl nicht betroffen, wohl aber der Autohändler direkt dahinter.

    Man darf gespannt sein. Bevor der Kanal an dieser Stelle nicht ausgebaut ist passiert da aber wohl nix.