Beiträge von Kieselgur

    Ich halte die Chance auf eine kulturelle Nutzung für eher gering, als Museum wird Münster den Bau nicht benötigen, bzw. nicht selbst betreiben können.

    Als Kulturzentrum oder gar Nutzung als Club wäre es zwar von der Atmosphäre her attraktiv, aber da das Gebäude nicht die allerbeste Verkehrsanbindung hat, halte ich diese für höchst unwahrscheinlich. Auch wenn Münster sehr aufs Fahrrad fixiert ist, kann man bei Nutzung als Kulturzentrum/Club das überregionale Publikum nicht einfach ausblenden. Autoverkehr abends und am Wochenende wird man hier mit Sicherheit nicht haben wollen.


    Ideal wäre ja, wenn man hier ein Institut der Uni/der Fachhochschule unterbringen könnte und ehemalige Zellen für Büros nutzen könnte, das halte ich aber für unwahrscheinlich. Selbst eine Nutzung als größeres Studentenheim wird mit der schlechten Bausubstanz kaum vereinbar sein. Mit normalen Wohnungen wird es noch schwieriger, da passen die Grundrisse ins bestehende Gebäude gar nicht mehr.


    Insofern ist ein Abriss des Hauptgebäudes wohl das Wahrscheinlichste. Die Eingangsgebäude lassen sich aber vielleicht erhalten. Es dürfte dann wohl auf eine größere Wohnanlage mit dem Namen "Gartenhof" oder so ähnlich hinauslaufen.

    Umbau/Sanierung Prinzipalmarkt 41


    Die Fassade mit neuem Giebel ist fertig gestellt. Eine leichte Verbesserung des vorherigen Zustandes, aber sicherlich nichts über das man in Begeisterungsstürme ausbrechen muss. Letzter Beitrag unter 371.


    (Bild ist meins)

    Würde bei einem Komplettneubau nicht der Denkmalschutz mit der Vorgabe, bei Neubauten Strompfeiler möglichst zu vermeiden, kollidieren?


    So rein wirtschaftlich wäre es doch wohl am günstigsten für die dritte Brücke und den Brückenersatzneubau baugleiche Brückenbögen zu verwenden. Dann könnte man zuerst die dritte Brücke bauen, aber den Mittelbogen erstmal nur provisorisch einsetzen. Anschließend den Verkehr umleiten, die alte Brücke abreißen, neue Widerlager errichten und die dritte Brücke auf diese versetzen.

    Da man für den Bogen der dritten Brücke eh einen Bauplatz am Flußufer errichten muss, könnte man dort auch nach Fertigstellung des ersten Mittelträgers direkt am zweiten weiterbauen, um diesen dann auch direkt nach der Verschiebung des ersten einschwimmen zu können. Die Sperrzeiten dürften so am kürzesten bleiben und vom Gesamtergebnis sähe es am elegantesten aus. Um dem Denkmalschutz zu genügen, könnte man den alten Fachwerkträger ja an anderer Stelle weiterverwenden.


    Dass die Bahn direkt den Neubau der alten Brücke beantragt könnte, auf solch ein Vorgehen hindeuten - andererseits Bahn, Logik und Effizienz haben oft wenig miteinander zu tun... Na ja, die genauen Pläne werden bald raus sein.

    ^^


    Der Denkmalschutz hat halt einen Original-Fetisch. Einfach abreißen und exakt rekonstruieren ist deshalb keine Option, da dann kein Denkmalschutz mehr fortbestehen kann. Der Bauträger muss ja das Risiko nur die fragile Fassade stehen zu lassen nicht eingehen, tut er es doch ist es sein Problem.


    Möglicherweise wurde hier allerdings das Versagen der Schutzmaßnahmen von vornherein mit einkalkuliert und es war halt "Schicksal", dass die Schutzmaßnahmen nicht ausreichten...


    Teilweise ein echtes Rumgemurkse, vor allem, wenn die Oberfläche einer Fassade hinterher stark überarbeitet wird, etwa in dem neuer Putz/Farbe oder gar komplett neue Fassadenplatten angebracht werden, so dass von der Originalsubstanz eh nix mehr zu sehen ist. Ob das alles wirklich so sinnvoll ist bezweifle ich mal.

    Umbau/Sanierung Prinzipalmarkt 41


    Inzwischen ist erkennbar, dass bei dieser Sanierung auch der Giebel neu gemacht wird. Er wird dadurch in der Höhe mit seinen Nachbarhäusern gleich ziehen und dadurch weniger auffallen. Die deutlich aufwändigere Giebelgestaltung der Vorkriegszeit des Knipperdollinghauses wird allerdings nicht zurückkehren. Den letzten Beitrag hier gab es unter der 346.


    (Bild ist von mir)

    Einige werden sich sicherlich auch unter dem neuem großem Vordach wiederfinden, um näher an der "Kundschaft" zu sein - auch ein Sicherheitsdienst kann nicht überall sein. Insgesamt kann ich mich der Meinung von Monasterium nur anschließen. Das Gebäude fügt sich bestens in die Umgebung ein. Das ist dann aber gleichzeitig auch der Nachteil:

    Wirklich als Hauptbahnhof fällt es so gar nicht auf. Sicherlich muss es dafür nicht in der Höhe herausragen, aber auch wenn es nur die Rückseite darstellt, dürfte die Eingangssituation doch ruhig besser erkennbar sein. Dafür werden dann die dort verkehrenden Menschen sorgen. Die Ladenzeile wird wohl für eine ausreichende Beleuchtung des Raumes unterm Vordach reichen - zumindestens an sonnigen Tagen.

    Insgesamt wäre es jedoch ein Jammern auf höchstem Niveau, würde man von einer verpassten Chance an dieser Stelle sprechen, denn schlecht ist das neue Gebäude wirklich nicht, die vorherige Hinterhofsituation ist passé und es wurde wieder ein Stück Münster aufgehübscht.

    Wieso hat man dann die Decke nicht gleich offen gelassen? So hätte sich immerhin ein imposantes Bild nach oben hin ergeben.

    So einfach wäre das sicherlich nicht gewesen. Die dadurch entstehende Raumhöhe hätte die teilrekonstruierten Höhlen darunter in ihrer Wirkung wohl ziemlich erschlagen. Außerdem hätte man dann wieder Lichteinfall gehabt, der die empfindlichen Fresken der Höhlenmalereien gefährdet hätte. Im Tambourgeschoss Milchglasfenster einzusetzen, sähe von außen ziemlich merkwürdig aus.

    Zudem wäre dann die Frage gewesen, wie man dann zu Inspektionen aufs Kuppeldach und den Rundgang oben gelangt. Das zusätzliche Raumvolumen hätte die Klimatisierung des Museums nicht einfacher gemacht. Das Geld für die Kuppel kam ja erst, als die Grobplanungen für die Ausstellungen schon soweit fertig waren, da wollte man halt auch nicht alles wieder ändern, das hätte die Kosten ja auch weiter in die Höhe getrieben.

    Das ist kein beabsichtigter Bruch, sondern eine sich aus den Umständen ergebene Notwendigkeit...


    Um die Höhle der Schwertträger im Museum für asiatische Kunst darunter in voller Höhe aufzubauen, benötigt man ja die entsprechende Raumhöhe unter der abgehängten Zwischendecke. Die Abhängung erlaubt wiederum eine möglichst leichte Konstruktion. Eine gerade, belastbare Zwischendecke hätte ja die Fenster des Tambourgeschosses mittig geschnitten und wäre dadurch auch von außen deutlich wahrnehmbar. Der Raum darüber wäre für ein Café oder den Tresen auch nicht nutzbar ohne deutlich sichtbare Anbauten nach außen für den barrierefreien Zugang.


    Durch die diagonalen Traversen von der Deckenabhängung ist auch so keine wirkliche Nutzung des Raumes möglich. Man könnte aber sicherlich eine Kunstinstallation dort einrichten. :-)


    Immerhin wäre die abgehängte Decke bei einer Rekonstruktion der Schlosskapelle leicht wieder entfernbar. Allerdings ist die Schlosskapelle sicherlich ein Raum, der bei möglichen Innenraumrekonstruktionen des Stadtschlosses nicht an erster Stelle steht. Man denke nur an die schon heftigen Diskussionen ums Kuppelkreuz und den umlaufenden Spruch um die Kuppel. Insofern wird man sich mit der jetzigen Situation fürs Erste abfinden müssen.

    Wieso diese Verwunderung?


    Alle detaillierteren Schnittzeichnungen zeigen an dieser Stelle ja eine abgehängte gewölbte Decke und diese war auch schon während der Bauphase auf den Webcams deutlich zu sehen. Da die Schlosskapelle ja nicht rekonstruiert wurde, war die gesamte Raumhöhe des Tambourgeschosses samt seiner Fenster ja für das Museum für Asiatische Kunst selbst nicht notwendig. Andererseits ist der Raum unter der Kuppel wegen des gewölbten und wohl auch nicht sehr belastbaren Bodens, halt nicht wirklich nutzbar.

    Aber immerhin schön, dass man wenigstens einen Blick hineinwerfen kann, wenn man schon nicht höher auf die Ebene kommt, auf der man einmal komplett um die Kuppel herumlaufen könnte.

    Man kann mit natürlich zurecht die Zerstörung am denkmalgeschützem Sockel kritisieren, andererseits wird durch das "Tieferlegen" der gesamten Schale diese wohl auch einen weniger dominanten Gesamteindruck machen, als wenn sie sich über dem vom Schlossplatz aus ja im Grunde nicht sichtbarem denkmalgeschütztem Sockel auf einem konstruktionsbedingtem zusätzlichem Sockel mit steilen Rampen befinden würde. Insofern hat man dies Denkmal dann ein wenig mehr geerdet. Auch von der Wasserseite aus wird es dadurch nicht mehr einen allzu überhöhten Eindruck machen. Die ersten Visualisierungen, die von der Wasserseite eine Schale auf ebener Fläche zeigten waren ja nie wirklich realistisch.


    Aber mal wirklich zum Baufortschritt:


    Die Schale wird ja nun als Edelstahlkonstruktion erstellt. Wie wird sie aber von außen verkleidet? Dargestellt wurde sie bisher ja eher goldig. Wird die Edelstahlkonstruktion also von außen mit polierter Baubronze verkleidet, oder wird nur goldig angestrichen? Oder wird sie am Ende doch eher silbrig kalt von außen? In den Artikeln wird dazu wenig erwähnt. Von Innen deutet ein Belag mit Edelsplit wohl darauf hin, dass es eher grau wird, aber das zeigen ja auch die letzten Visualisierungen.

    ...vielleicht wollte Willi II, daran erinnern.8)

    Ich denke dem letzten Kaiser waren irgendwelche geschichtlichen Hintergründe ziemlich egal.


    Es ging ihm bei den Fensterumbauten schlicht um die Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse und da er als Kaiser oberster Souverän war, hat er sich das Recht herausgenommen das Schloss seinen Vorstellungen anzupassen. Echter Denkmalschutz und die Konservierung einer bestimmten Zeitschicht waren dabei nebenrangig. An der Fassade und innerhalb des Schlosses gab es ja viele weitere Umbauten und weitere waren geplant, dazu fehlte es aber einfach an Geld.

    Wenn's bei der Monarchie geblieben wäre, wären vielleicht diese Fenster irgendwann erneut verändert worden, wenn es innerhalb des Schlosses zur Umorganisation von Räumlichkeiten gekommen wäre oder besseres elektrisches Licht das Beleuchtungsproblem gelöst hätte. Man weiß es halt nicht.


    Sicherlich hätte man dieses und manch andere unnötige Fassadendetail weglassen können und die Fassade wieder vereinheitlichen oder sonstwie optimieren können. Nur hätte dies eine unendliche Diskussion nach sich gezogen, weil es eben keine Einzelperson wie den Kaiser mehr als obersten Entscheider gibt. Also hat man sich eben für die wiederaufgebauten Fassaden für einen Zuzustand entschieden, der weitestgehend dem vor der Zerstörung entspricht, als kleinsten gemeinsamen Nenner sozusagen.


    So haben wegen dieser kleinen Details wenigstens die Fremdenführer was zu erzählen. :-)

    Zu schön darf der Willy-Brandt-Platz wohl nicht werden...


    Während man beim Kaufhof die Erscheinung deutlich verbessert, wird nebenan verschlimmbessert.


    Noch mehr als an den Kaufhof aus Frankfurt erinnert mich der geplante Umbau des ehemaligen Kaufhofs zum Königshof übrigens an das Disch-Haus aus Köln. Also ein Rückgriff auf die inzwischen schon sehr klassische Moderne der Neuen Sachlichkeit. Man bekommt Fassadenrundungen also auch mit richtigem Naturstein hin. Ob man den dann wirklich nimmt, dürfte aber eher eine Frage des Preises als der Statik sein, ich hoffe man ist in Essen nicht zu geizig.

    Grundsätzlich finde ich ja Klinkerriemchenfassaden in Ordnung. Bei hellen Riemchen können aber die Fugen zu dominant wirken und den visuellen Eindruck stören, wie das hier bis jetzt der Fall ist. Bei der Apartmentanlage Universe aus Münster, die ja ähnliche, schräg gestellte Faschen hat, ergibt sich dabei etwa ein deutlich harmonischeres Bild. Aber beim Basecamp muss man erst das Endergebnis sehen, um es abschließend zu beurteilen. Zur Not könnte man die Riemchen ja immer noch mit einer Schlämme übertünchen, um die Fugen zu kaschieren und ein gleichmäßigeres Bild zu erhalten.

    Ja, aus den Stadtrandlagen und weiterem Umfeld würden sicherlich deutlich mehr berufliche Pendler oder auch solche Menschen, die eher kleinere Einkäufe erledigen wollen, den ÖPNV nutzen. Aber der ist einfach nicht attraktiv genug mit mehrmaligen Umsteigen, schlechter Taktung und Verspätungen. Ausbaumaßnahmen werden halt immer weiter in die Zukunft geschoben. Egal ob nun Stadtbahn oder beim RXX.


    Der Umbau des Walls ist für die Stadt Dortmund sicherlich noch halbwegs günstig zu haben, jedenfalls deutlich günstiger als die Verlängerung von Stadtbahnstrecken. Zudem werden ja einige stark angejahrte Ecken des Wallrings so auch optisch aufgewertet. Aber ich sehe auch nicht, wie man dadurch mehr Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV oder aufs Rad bewegen will.


    Eigentlich ist der geschlossene Wallring ja eine der Stärken von Dortmund, denn er verteilt den Verkehr, der über die Zufahrtsstraßen einfließt, recht optimal. Das ist in vielen Städten, die immer nur einzelne Ringstücke haben, deutlich anders.


    Mit der Reduzierung um eine Autospur werden Pendler nun wahrscheinlich etwas länger im Stau stehen. Das erzeugt halt nur neuen Frust, aber eben kein Umdenken, weil die Alternative zum Auto eben nicht attraktiv genug ist. So macht man nur mal wieder den zweiten Schritt vor dem eigentlich erstem und das wäre der Ausbau des ÖPNV.


    Für Bewohner aus den Dortmunder Vororten mag sicherlich auch das Rad eine Alternative sein - wofür ja auch die entsprechenden Wege in die Innenstadt fehlen - aber die Pendler aus Nachbarorten oder Shoppingbesucher, die mit dem Rad kommen werden, dürften auch weiterhin sehr übersichtlich von der Anzahl sein, selbst bei gut ausgebauten Radwegen.

    Neubau Stadthaus IV


    Wie bereits nun hier im Beitrag 59 von nikolas erwähnt plant die Stadt Münster am Albersloher Weg im Hafengebiet den Neubau eines weiteren Verwaltungsgebäudes für verschiedene Ämter, welches dann das Stadthaus IV werden soll. Bauplatz ist eine bisher als Parkplatz genutze Fläche gegenüber der Diskothek Jovel, (Ehemals Opel Kiffe) und der Halle Münsterland an der Kreuzung Albersloher Weg/Kiesekamps Mühle bzw. Am Hawerkamp.


    Ein im letzten Jahr durchgeführter Wettbewerb wurde bereits entschieden. Gewonnen hat das Berliner Architekturbüro Hascher Jehle. Im Gebäude will die Stadt Münster 650 Arbeitsplätze aus bisher angemieteten Flächen aus der ganzen Stadt zusammenziehen. 16.000 m² Grundfläche, eine Tiefgarage für 95 Autos und Stellflächen für 330 Fahrräder soll das von den Stadtwerken im Auftrag der Stadt zu errichtende Gebäude bieten. Eine Tagespflegestelle mit 9 U3 Plätzen ist auch vorgesehen, wobei die Stadt im Hafengebiet gerne auch eine komplette Betriebskita bauen möchte (Nebenan liegen ja auch die Gebäude der Stadtwerke).


    Das Gebäude besticht nun zwar nicht durch besondere Originalität, schaut mit seinen geschwungenen Formen aber sehr elegant aus. Es bleibt zu hoffen, dass die derzeitigen hohen Holzpreise und anderer Materialmangel nicht noch den Kosten- (56 Mio) und Zeitrahmen (bis Ende 2024 soll alles fertig sein) sprengen, denn das Tragwerk des Gebäudes soll aus Holz sein. Der Bericht der Westfälischen Nachrichten zum Entwurf.


    stadthaus4mnsterr9jyr.jpg

    (Quelle: Hascher Jehle Architektur)

    Arkade oder Überhang kämen doch aufs gleiche hinaus, das erste hätte halt nur Stützen bis auf den Boden. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man hier ernsthaft ein zurückspringendes Erdgeschoss wünscht. Wofür soll das gut sein? Wie geschrieben ist weder der Straßen- noch Fußgängerverkehr so dicht, dass eine Aufweitung des Gehwegraumes notwendig wäre. Allerhöchstens noch wenn man Gastronomie oder Geschäfte im Erdgeschoss vorsieht, die dann Platz für ein paar Tische bzw. Warenständer hätten. Allerdings ist das hier dafür auch nicht die attraktivste Lage.


    Jedenfalls wird es kein Überhang bis an die Straße. Da du ja selbst schon feststellst, dass es nur bis zur gestrichelten Linie gehen soll. Alles andere macht ja noch weniger Sinn, da es den Blockrand sprengen würde, würde man die Obergeschosse bis an den Straßenrand ziehen. Dass das Erdgeschoss kleiner ist, dürfte ja auch daran liegen, dass da noch der Durchgang/Durchfahrt vorgesehen ist. Na ja, warten wir die Entwüfe ab. :-)

    Bis jetzt ist ja noch gar nicht entschieden was zukünftig mit diesem geschlossenem U-Bahnhof passieren wird. Auch als Fahrradparkhaus gibt es aber die gleichen Probleme mit Zugängen, Fluchtwegen und Brandschutz. Gerade für ein Fahrradparkhaus braucht man eine entsprechende Rampe und einen Aufzug. Das muss sich dann auch noch wieder mit dem Denkmalschutz vereinbaren lassen. Bestimmt findet sich unter den zahlreichen Vorschlägen für die Nachnutzung auch ein Vorschlag für ein Fahrradparkhaus. Aber das will ja auch alles geprüft sein und Bedarfsstudien müssen durchgeführt werden, bevor da irgendwas geschieht, also abwarten.

    Ich finde den oben gezeigten groben Grundriß genau richtig. Weder Hochhaus noch Erweiterung des Grundstückes würde mMn passen. Den passenden Übergang zwischen den Bestandsbauten muss dann eben der Architekt hinbekommen.


    Ja, ich gehe davon aus, dass es eine Art Arkade sein soll.

    Ich glaube nicht, dass es eine Arkade wird, die würde sich überhaupt nicht in die Umgebung einfügen und wäre auch nur verschwendeter Platz, weil es an dieser verkehrsarmen Straßen keinen breiten Fußweg benötigt. Ich würde eher davon ausgehen, dass die ockergelbe Fläche, die sich bis an den Straßenrand erstreckt, den gesamten Planungsbereich abdeckt. Da eine Tiefgarage vorgesehen ist, kann diese also auch bis unter dem Gehweg verlaufen. Die gestrichelte Linie dürfte dann den eigentlichen Blockrand der aufgehenden Bebauung zeigen und die blaugraue Fläche wäre somit ein von der Straße zurückspringendes Staffelgeschoss.

    Einzelne Gauben würden natürlich besser wirken, aber damit gewinnt man nicht wirklich viel Platz.

    Jedoch könnte man zumindestens mit der Oberfläche dieses Dachaufbaus ein wenig mehr machen. Diese Faserzementplattenoptik ist sehr eintönig. Dass man sich vom Naturstein unten absetzen will, gut. Auch komplett verschiefert sähe sicher etwas seltsam aus. Aber wie wäre es mit einer Metallverkleidung in Zink? Sobald das anläuft, ist dies ja mattgrau und würde dann sowohl zum grauem Naturstein, als auch zum Schiefer passen. Mit Profilrippen sähe es nicht ganz so monoton aus. Die Sparkasse direkt dahinter hat für ihr Pseudoschrägdach ja auch so eine Verkleidung.

    Super zentral schon, aber der Auto- und Radverkehr würde das Gebäude im Vorbeifahren wohl kaum wahrnehmen. Aufs Hotel Atlantik etwa fährt man direkt draufzu und muss an der Kreuzung davor regelmäßig warten.

    Ein bisschen Gestaltungswille muss sicherlich nicht mit großen Mehrkosten verbunden sein, oft genug hat man aber auch architektonische Spielereien, die dann eher billig wirken oder nach einigen Jahren schon schäbig ausschauen. Dann lieber gebaute Langeweile. Immerhin eine Klinkerfassade, bei der Verschmutzung nicht so schnell auffällt.


    Man hätte vom Bauherren, der ja auch das Apartment Universe gebaut hat, aber natürlich mehr erwarten können, denn dieser Bau liegt ja direkt dahinter und bei dem ist Gestaltungswille erkennbar. Na ja, nun nicht mehr zu ändern. Wobei man sicherlich auch mehr Ansporn durch die Münsteraner Verwaltung beim Einfluss auf die Fassadengestaltung erwarten könnte...