Beiträge von DaseBLN

    bogart - weder vom S- noch vom U-Bahnhof muss man zwangsläufig auf die Warschauer Brücke, um das Gebäude zu betreten. Der Knotenpunkt an sich hatte bereits vor knapp einer Dekade (also vor der Ansiedlung von Zalando bspw.) um die 85.000 Ein-, Aus-, oder Umsteiger täglich, da sollten ein paar weitere tausend Arbeitsplätze nicht eher nicht gleich zum Verkehrsinfarkt führen.

    ^ Naja, wer nicht an Corona glaubt, denkt auch, dass Fahrzeuge im Jahr 2022 nur noch Wasserdampf emissionieren. Diesel-PKW sind immer noch die Hauptquelle für Stickstoffdioxid in Städten, dass Vorläufersubstanz von Feinstaub und Ozon ist, bodennah abgesondert und damit besonders schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit hat und auch für die Versauerung von Böden und Gewässern verantwortlich ist. Eine Verbesserung fand hier in den letzten Jahren kaum statt, moderne Euro 5 und 6a/b/c-Diesel stoßen kaum weniger Stickoxide aus als ältere Fahrzeuge. Weiterhin findet natürlich auch immer noch Dieselruß den Weg in die Stadtluft, wenn auch in erheblich verringertem Maße (na was für ein Glück, dass bei der Partikelfilterregeneration im Fahrzeug die Rußschicht im Wesentlichen zu Kohlenstoffdioxid verbrannt wird).

    ^ Eurowings stellt gerade reihenweise sekundäre innerdeutsche Verbindungen ein, ich würde demnächst nicht mit der Wiederaufnahme der von dir genannten Verbindungen rechnen.

    ^ Naja, Südbalkone lassen sich nunmal besser verkaufen, und wenn sie dann noch zum Hinterhof statt zur Straße rausgehen... Aber die Straßenfassade hätte man natürlich auch ohne Balkone ansprechender strukturieren können.

    Also ich sehe auf der Visualisierung erstmal einen recht kleinen Ausschnitt, diesen aber mit schattenspendenden Bäumen, die ich persönlich schon so grob unter Grün einordnen würde (Baumpflanzungen wird es übrigens außer beim südöstlichen Vorplatz auf allen Vorplätzen geben). Mal abgesehen davon, dass man in der Visualisierung den auch recht grünen Annemirl-Bauer-Platz im Rücken hat, sollte man auch nicht vergessen, dass es sich hier um einen Bahnhofsvorplatz handelt, der den Hauptzugang zu Berlins drittmeistfrequentierten Bahnhof aus 3 Richtungen, eine Straßenbahntrasse, Fahrradabstellplätze sowie Zugangsflächen für Gastro und Einzelhandel bündelt, keinen Schmuckplatz im Viertel ohne Funktion.

    ^ Naja, es gibt eine Premium, die vom Sitz her einer richtig guten Premium Economy (nicht wie bei LH beispielsweise) oder einer oldschool-Business entspricht. Aufgrund dessen und der fehlenden Umstiegsmöglichkeiten hat das sicherlich eine etwas andere Zielgruppe als UA und dürfte sich gut ergänzen, zumal die UA-Auslastung hervorragend ist (Business ist quasi immer voll, die Economy-Preise jenseits von Gut und Böse).

    ^ Ich glaube, du vergisst, dass am nördlichen Ende des Gebiets dieses Wohngebietszentrum entstehen wird. In den Mietverträgen ist ferner die Rede von Gewerbeeinheiten im Wohngebiet, die auch Mieterwechsel haben und entsprechende Lautstärke verursachen könnten etc, ich vermute also (ohne es belegen zu können), dass es eventuell (zur Adolf-Wermuth-Allee) ein paar kleinere Gewerbeeinheiten innerhalb des Geländes geben könnte.

    ^ Da hatte ich mich wohl undeutlich ausgedrückt. Mir ging es nicht um die Verlängerung der jetzigen Bahnsteiggleise samt Umbau der Halle, sondern um die Lage (die von dir angesprochenen zwei seitlich anliegenden Gleise liegen ja parallel dazu) und damit Nichttangierung des hier diskutierte Grundstücks.

    ^ Mal abgesehen von der Frage, wie sinnvoll diese Verlängerung wäre: da sie, nach Allem, was man so gesehen hat, wohl in Verlängerung der jetzigen Bahnsteige erfolgen würde (wenn man nicht gleichzeitig die Wagenhalle aufgeben wollen würde), würde sie das hier besprochene Grundstück nicht tangieren.

    ^ Also München würde ja aufgrund der Distanz und ungünstigen Schienenanbindung schon herausfallen, aber was Frankfurt betrifft, sind die knapp unter 4h Direktanreise zum Flughafen jetzt zwar nicht besonders gut, aber auch nicht soo schlecht. Besonders hohe Zeitpuffer sind aber nicht nötig, da Rail+Fly Entschädigungen und Lufthansa Express Rail eine Umsteigegarantie bietet. Du nimmst ja bei einem Umstieg in AMS auch nicht den KLM-Flug 5 Stunden vorher, für den Fall, dass dieser sich verspätet.

    ^ UA setzt wie früher in der Hochsaison im Sommer die B767-400 ein, Delta nach JFK ist bereits für nächstes Jahr buchbar (was aber nicht viel heißen muss). Bleibt zu hoffen, dass die kurzfristig gecancelte Washington-Strecke dann nächstes Jahr kommt, aber das kommt sicherlich eher auf äußere Faktoren wie den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges sowie die daraus folgende wirtschaftliche und touristische Entwicklung an.


    yourrulez leider sind die Gebühren am BER doch recht überdurchschnittlich, was angesichts der wirtschaftlichen Lage der Flughafengesellschaft m.E. auch nicht weiter verwunderlich ist. Im Forum von airliners.de wurde das ganz gut aufgeschlüsselt.

    ^ Das Azadi in der GS1 hat bereits eine Weile offen, gab auch schon diverse Veranstaltungen dort. Die 360° Waschbar neben der Apotheke in der GS2 fungiert ja auch als Bar mit regelmäßigen Veranstaltungen, in der GS3 gibt es das Pixi, uswusf. Mit den ganzen Spätis und anderen Cafés und Bars im 100-Meter-Umkreis hat sich da m.E. schon ein richtiger kleiner Hotspot entwickelt.

    ^ Also ich sehe hier, dass der Neubau 6 Geschosse unterbringt, wo der nebenstehende Altbau deren 5 hat, hier sind es 5 und 4. Soll dieses unredliche Aufrunden auf mal eben eine Verdopplung (4 vs. 7-8 bei gleicher Höhe) dem Beitrag irgendwie argumentative Stärke verleihen oder was soll das?


    Ich sehe dort 5 verschiedene Fassaden an 4 verschiedenen Straßenachsen (im Gegensatz bspw. zur Schweriner Straße in Dresden wo 150 Meter geradlinige Fassade ähnlich gefüllt wurden und trotzdem eine immense Stadtreparatur an der Stelle bedeuten) mit unterschiedlichen Materialien und Fensterformaten, verschiedenfarbige Dächer und offene Erdgeschosse. Zu kritisieren ist sicherlich, dass es nicht für einen Versatz in den Geschossen gereicht hat, zumindest versucht man das aber über unterschiedlich ausgearbeitete Traufen und Sockelbetonungen abzumildern. Sicherlich nichts für den Architekturpreis, aber wie Birte schon sagte, unter dem Gesichtspunkt der Stadtreparatur für die Ecke und die Baumasse völlig in Ordnung. Man erinnere sich mal, womit in weitaus besser erhaltenen Vierteln schon Lücken bebaut wurden.

    ^ Sehe ich ähnlich, funktioniert, sicher auch aufgrund des Fassadenmaterials und der hochwertigen Ausführung m.E. richtig gut in der Straße, insbesondere auf Bild 2 sehe ich das nun so gar nicht als Fremdkörper. Gerade durch die Überarbeitung des Ursprungsentwurfs wirkt das Ganze jetzt doch recht stimmig. Wie jan85 schon sagt, so einfach ist das bei in der Grobstruktur völlig unterschiedlichen Gebäuden nicht, insofern ist der Vorwurf, der Architekt wäre hier nie vor Ort gewesen oder wolle den maximalen Bruch erzeugen, zwar mal wieder schnell aus der Hüfte geschossen aber völlig fehl am Platz.


    Da sieht man mal, dass Symmetrie für sich kein Allheilmittel ist und Auch Asymmetrie und Versatz ihre Berechtigung haben können. Hier war der Entwurf weitaus stärker und das nicht nur aufgrund der zusammengesparten Fassade, sondern auch den Ecklogien und dem durch den Wechsel von Holz und Putz erzeugten Versatz. Insgesamt finde ich den Bau für die Lage aber okay, und der Vergleich mit der Konsumzentrale ist natürlich wenig redlich, da Filialen in allen Branchen seltenst mit der Firmenzentrale mithalten können und insbesondere der Konsum Leipzig in den vergangenen Jahren mit einer für Supermärkte überdurchschnittlichen Gestaltung bzw. häufiger Nutzung von Erdgeschossen in MFHs aufgefallen ist.

    ^ Inwiefern wurde die Biermeile als "unerwünschte Veranstaltung" durch "schärfere Auflagen" zerstört? Durch die Auflagen, die Grünanlagen nach der Abnutzung durch die zahlreichen Kunde der größtenteils industriellen Brauereien auf einer profitorientierten Veranstaltung wieder in den Vorherzustand zu versetzen? Das war schon bei der Absage 2020 als Ausrede zu erkennen.