Beiträge von DaseBLN

    ^^ Der aktuelle Zustand der Straße ist schäbig, aber was genau an den Planungen? Die Kubatur orientiert sich sehr am Neubau an der Ecke Singerstraße, den ich trotz der harschen Kritik hier im Forum doch als vergleichsweise gelungen empfinde. Mit dem zurückgesetzten verglasten Erdgeschossen kann die Schillingstraße hier durchaus wieder das Flair des Lokalboulevards zurückgewinnen, den sie vor Jahrzehnten ja durchaus mal hatte und der durch die Vernachlässigung der Nachwendezeit verloren gegangen ist. Hier vervollständigt man den Städtebau der Moderne, und dazu gehört auch dieses pavillionartige. Wenn man hier trotz der Diskussionen, Workshops etc. der vergangenen Jahrzehnte irrigerweise darauf gehofft hat, dass hier das Planwerk Innenstadt umgesetzt wird, kann man natürlich nur enttäuscht sein, allerdings sollte man diese Enttäuschung dann doch nicht unbedingt als Architekturkritik verkaufen.

    PeterL  LeipzigSO - zum Thema S6 empfehle ich einen Blick in den Musterfahrplan. Im Grundangebot ist dort die halbstündlich alternierende Führung nach Leipzig Messe und Naumburg dargestellt, die Option ist Merseburg mit Kopfmachen in Großkorbetha (warum auch immer das 9 Minuten statt 6 Minuten wie auf der S3 in Halle/S Hbf dauern würde) statt Führung zur Messe, das ergäbe dann einen Halbstundentakt bis Großkorbetha.


    Insgesamt verstehe ich die Herangehensweise, beispielsweise bei der S10, nicht so wirklich. Während man für die recht lange Außenstrecke Strecke Grimma-Döbeln einen alternativlosen Umweg in Kauf nimmt, um die Linie in den CT zu kriegen (und dafür noch spezielle Fahrzeuge beschafft), erhalten mit Schkeuditz und Grünau zwei recht kurze wirkliche S-Bahn-Äste Verstärker nach Hbf oben: Oder durchgebundene Linien wie die S4 oder die S10-Option verbinden Äste der gleichen Himmelsrichtung, sind also für eventuelle Durchfahrer völlig uninteressant, etc.

    ^^ Du meinst, wenn der von der neuen Reichsregierung eingesetzte Volksgerichtshof die Volksverräter aburteilt und auf Marktplätzen aufknüpft? Dich dann in einem Nebensatz noch als kritisch denkender Mensch der Mitte darzustellen, ist eine Farce und insgesamt dein Beitrag ein gutes Beispiel dafür, was man davon hat, wenn man mit diesem Appeasement-Rumgeeiere für false Balance verschiedener "Meinungen" sorgt.

    ^ Dem Jüdenhof steht der ja eigentlich nicht im Weg (der befand sich laut der verlinkten Karten doch eher auf Höhe des westlich davon gelegenen Parkplatzes), eher schon dem Erinnerungshof an die französische Kirche (die vor dem Krieg ja bereits als Theater genutzt wurde). Insgesamt wäre es m.E. sowieso besser für die Entwicklung des Viertels, wenn es nicht innerhalb kurzer Zeit, sondern nach und nach bebaut wird, da dürfte der TD die nächsten 10-20 Jahre eh erstmal nicht stören. Eventuell ergibt sich dann ja die Möglichkeit für eine Anschlussbebauung, die auch weiterhin für Theaterzwecke genutzt werden kann.

    Lichtwark - die Großstadt dient dir mit ihrem ÖPNV, über den du, nachdem du dein Auto am Bahnhof Altenburg geparkt ist, sicher auch deinen Arbeitsplatz erreichen kannst (bei, nach einem kurzen Vergleich, wohl kaum längerer, dafür produktiv nutzbarer Gesamtfahrtzeit). Mehr kannst du auf Dauer nicht erwarten, aber keine Angst, da gewöhnst du dich schon noch dran.

    Um bei dem Beispiel zu bleiben - ich kenne das MDV-Tarifsystem nicht - kostet die Monatskarte von Weißenfels bis Leipzig (unrabattiert) 176,80 €+ 82,10 € für den Stadtbereich Leipzig?

    Für eine Einzelfahrt von Weißenfels werden 8,30€, also 5 Zonen aufgerufen (ab 3 Zonen werden keine gesonderten Preise für L oder H berechnet), die günstigste Lösung (Jobtickets außen vor gelassen) wäre dementsprechend das nicht übertragbare ABO Light für 169,10€ pro Monat (+ 132€ für die Autoanfahrt, eine weitere Zone, also Anfahrt mit dem Bus, würde nur 28,6€ mehr kosten). Zum Vergleich: die 45km Wegstrecke im Auto kommen bei Gesamtkosten von 0,30€/km und 20 Arbeitstagen auf 540€ (ohne Parkplatz).

    ^ Wer Ausreden sucht, wird Ausreden finden. Da wird dann nebulös von ellenlangen Fußwegen zum Bus in Webau (komisch, vor 'ner Stunde musste man noch 3km zu Fuß nach Hohenmölsen laufen) und Weiterfahrten in Leipzig geraunt, ohne konkret zu werden, die schnellere Variante mit Auto+Zug unterschlagen, um dann im zweiten Absatz gleich wieder irgendwie aufs Fahrrad zu kommen, dass im konkreten Fall gar nicht diskutiert wurde (aber nebenbei dank kostenloser Mitnahme im MDV durchaus nützlich für die last mile ist). Und Work-Life-Balance ist natürlich, mit dem Auto Straßen zu verstopfen und nicht, im Zug ein Buch zu lesen. Hier wird mal wieder deutlich, dass mit Argumenten bei überzeugten Autofahrern schwerlich durchzukommen ist – dabei könnten diejenigen, die wirklich keine Alternativen haben, davon profitieren, wenn diejenigen, die schlicht zu bequem sind, aufs Einpendeln per Auto verzichten würden. So bleibt eben über kurz oder lang nur die Möglichkeit, Autofahren in solchen Fällen unattraktiver zu machen

    ^ Zustimmung, zumal das Einzelbeispiel aus der so schlecht erschlossenen Peripherie so schlicht nicht stimmt (was wiederum exemplarisch sein dürfte):


    LeipzigSO - 2h vs 30 Minuten, hä? Webau ist durch den ganztägig und auch am Wochenende verkehrenden +BUS 800 an Weißenfels und Hohenmölsen angebunden, für die Strecke Webau-Leipzig gibt es also Verbindungen mit einmal Umsteigen in Weißenfels in ~ 1:20, mit Umsteigen in Hohenmölsen und Profen in ~ 1:27. Beide Varianten bilden einen 20/40 Minuten Takt, d.h. zweimal pro Stunde kommt man nach Leipzig. Falls diese für ein Dorf mit knapp über 1000 Einwohnern m.E. ganz gute Anbindung aufgrund der Arbeitszeiten oder anderer Gründe nicht ausreicht, besteht natürlich einfach die Möglichkeit, die 12km per Auto nach Weißenfels zu fahren und dort am Bahnhof zu Parken. Damit kommt man, je nachdem, ob man in Weißenfels den RE oder eine RB nimmt, mit Zeitpuffer auf insgesamt 50 - 60 Minuten, während ich für die gesamte Autofahrt eher Werte zwischen 40 und 50 Minuten erhalte. Und für diesen mageren Vorteil sollen jetzt in Leipzig Straßen unter- und ein Parkplatz vorgehalten werden?

    Sorry, das ist KEINE Alternative! Sondern eher ein Witz...

    Egal ob sich die obigen Näherungswerte durch die konkreten Destinationen in Webau und Leipzig nochmal etwas verändern, es wird doch recht deutlich, was hier eigentlich der Witz ist: viele "alternativlose" Autofahrer kennen die Alternativen schlicht nicht korrekt und unterschätzen entsprechend die Fahrzeit im Auto während sie diese im ÖPNV überschätzen. Aber das kennt man ja schon vom Thema Kosten.


    PS: die teilweise verbesserungswürdigen Take könnten auch irgendwie mit der mangelnden Nutzung dieser "alternativlosen" Autofahrer zusammenhängen, oder?

    ^^ Danke, dass du nochmal verdeutlichst, dass Verkehrslenkung und Änderungen am Modalsplit aufgrund solch hanebüchener Einstellungen (zumal gerade erst wieder die Chance verpasst wurde, die Subventionierung dieser über die Pendlerpauschale abzuschaffen) in substanzieller Größe nur über Einschränkungen, Verbote und entsprechende Kontrollen umsetzbar sind. Es muss dich schlicht irgendwann so ankotzen, nach Leipzig reinzufahren, dass du laut meckernd aber mangels anderer Alternativen "freiwillig" dein Auto am P+R im nächstgelegenen Bahnhof oder am Stadtrand von L.E. abstellst.


    Um dich aus dem anderen Thread in abgewandelter Form zu zitieren: Ich glaube Leipzig hat fundamentalere Probleme als für eine rückständig eingestellte Minderheit extra großzügig dimensionierte Einfallstraßen zu unterhalten.

    ^^ Bilder, die nicht über https ausgeliefert werden, werden bspw. in Chrome aus Sicherheitsgründen nicht mehr indirekt geladen. Direktes öffnen funktioniert zwar, idealerweise sollte man aber nur noch Bilder über https einbinden.

    Wer sich in der Parkstadt Karlshorst einmietet oder einkauft, der wird kaum mit der Straßenbahn herumbummeln. Da hab ich in der Karl-Marx-Allee mit der U5 vor der Haustür natürlich gut reden.

    Die 21 wird künftig durch die 22 zum 10-Minuten-Takt ergänzt. Momentan benötigt man von dort 7 Minuten zum S Rummelsburg, später dann also geschätzte 9 Minuten zum Ostkreuz. Was genau ist daran ein nicht konkurrenzfähiges Herumbummeln mit der Straßenbahn?

    ^ Und inwiefern hilft diesem tendenziell eine Tiefgarage direkt unterm Haus besitzenden armen 65-jährigen Rentner (der "Phänotyp" deiner Argumentationswelt) dabei ein Parkplatz vor dem Supermarkt im Wohngebietszentrum, der doch recht offensichtlich (Zufahrt nur vom Blockdammweg) für Nutzende von außerhalb gedacht ist? Oder willst du damit sagen, es handelt sich hier um einen derartigen gebauten Anachronismus, dass es normal sein wird, von Planstraße G mit dem Auto mal schnell die maximal 500 Meter zum Supermarkt und Bäcker zu fahren und nebenbei Blockdammweg und Ehrlichstraße noch stärker zu verstopfen, als es heute bereits der Fall ist?

    ^ Das geht allerdings in Berlin nur auf einem solchen kurzen Abschnitt wie Friedrichshagen - Ostkreuz (denn nur dort ist die S3 Express ein Expresszug), da man auch bei zweigleisigen Strecken nicht wild zwischen den Gleisen hin- und herspringen kann und die schnelleren Züge sonst ja irgendwann aufeinander auflaufen (Bspw. Abfahrt Köpenick S3: XX:10 / S3X: XX:15 - Ankunft Ostkreuz S3: XX:23 / S3X: XX:25) . Das Express-System in NYC ist dann doch ein etwas anderes, dort gibt es dann meist ein drittes Gleis, entsprechend fahren die Expressverbindungen zum AM-Rush Richtung Zentrum und zum PM-Rush in die Außenbezirke.

    ^ Die Eingänge nutzen nun mal das gleiche Material, beziehen sich damit auf das Innere der Station und bilden mit diesem eine Einheit. Das ist m.E. auch völlig okay so, hier möglichst unauffällig in einer Masse gleicher Farben und Materialien unterzugehen, ist nicht die Aufgabe eines ÖPNV-Zugangs.