Beiträge von DaseBLN

    ^ Das liegt daran, dass dies nicht die Architekten zu verantworten haben, sondern die Bauherren, deren Geschäftskonzept es ist, Leute IN ihre Malls zu ziehen, statt sie vorbeiziehen zu lassen. Aber es ist eben kein Argument zu billig, um auf Architekten zu schießen.

    ^ Zumindest der im Bild sichtbare Bereich wird bereits im nächsten Jahr umgebaut, nicht komplett als Fußgängerzone, aber mit neuer Kaphaltestelle und recht großem Fußgängerbereich vor dem Kopfbau:



    Quelle: Bürgerinformationsveranstaltung Umgestaltung Rosa-Luxemburg-Straße


    Ein Umbau des Platzes selbst ist bisher nicht geplant, hier wird aber sicherlich noch einmal Druck auf die Stadt entstehen.


    Zum Projekt selbst: schön, dass es nun endlich los geht und sich an der architektonischen Gestaltung erstmal nichts weiter ändert.

    Wohnst du denn dort? Ich schon. Aber egal ,manchmal will man eben nicht verstehen.


    Ich fahre dort momentan trotz fehlenden Treppenabgangs auf der Westseite der Brücke einmal täglich mit dem Fahrrad entlang, bald dann hoffentlich zweimal. Schön für dich, dass du entweder in der Eastside Mall, auf dem BSR-Recyclinghof oder der Buswendeschleife wohnst und daraus eine besondere Kompetenz für die Beurteilung der Relevanz fahradtechnischer Maßnahmen in Berlin zu ziehen glaubst, nur ist das wohl eine Sicht der Dinge, die du exklusiv für dich hast.

    ^ Es geht darum, dass man dann auch von Friedrichshain die Straße in Richtung MB-Arena, Zalando, etc. benutzen kann, während man heute über den Fußweg am U-Bahnhof auf die östliche Seite und von dort noch zurück bis zur Treppe schieben müsste, was natürlich keiner macht. Nach Inbetriebnahme der Verbindung reicht es, das Fahrrad kurz die Treppe herunter zu tragen. Muss mir man dir eigentlich alles erklären?

    ^ Das trifft wohl eher auf den Großteil deiner Postings zu.


    Ansonsten hilft Lesen: es werden nicht "DIE medienwirksam aufgestellten Verkehrspoller" entfernt, sondern einige Wenige, die sich im Bereich der Bushaltestelle befinden. Der Rest bleibt und existiert auch nur, weil der Großteil der Autofahrer pflichtwidrige Verkehrsbehinderungen ganz dufte findet.

    ^ Naja, Naumburg und Merseburg sind schon noch in einer (Regio-)S-Bahn-würdigen Entfernung. Vorteil gegenüber heute ist die häufigere Bedienung und der Direktzugang zum Citytunnel. Gelernt hat man m.E. schon, immerhin soll die S4 bis Torgau zurückgezogen werden und der Abschnitt bis Hoyerswerda von einem RE bedient werden (wie man es von vorne herein hätte lösen sollen). Die S11 überzeugt dagegen nicht so wirklich, von Grimma und Döbeln aus hat man im Gegensatz zu Wurzen nicht die Alternative eines schnellen REs, der die längere Fahrtzeit über die Südeinfahrt des CityTunnels kompensiert.

    ^ Auch wenn es nicht Anders zu Erwarten war und der Entwurf ganz gefällig ist: ich hab' mir als ehemaliger Anwohner hier eigentlich immer gewünscht, dass man den linken Flügel saniert und aufstockt und die Garagen rechts durch einen zum Hof gerichteten Neubau ersetzt - einfach, um den sonst überall recht strikten Blockrand ein wenig aufzubrechen. Vor ein paar Jahren hätte man das eventuell noch gemacht, heute ist der Verwertungsdruck ein ganz Anderer.

    Ach, die ewig gleiche Leier vom Temporären, vom Weiterziehen. Das Problem ist doch, dass es nicht mehr 2004 ist, sondern dass es schlicht keine Orte mehr zum Weiterziehen gibt. Clubs und andere Orte für Kultur, die jetzt verschwinden, verschwinden mit hoher Wahrscheinlichkeit für immer. Und irgendwann wird sich das auch auf die Anziehungskraft Berlins auswirken.

    ^ Dein Strohmann-Argument habe ich jetzt mal überlesen. Zum Thema: Dann trau dich einfach mal in der Nacht in die Ecke. Die Anzahl beleuchteter Fenster unterscheidet sich nicht groß von der am Potsdamer Platz. Aber sicherlich sind die Leute alle nur draußen unterwegs, um die Gegend zu beleben :fiddle:

    Die zitierten Studien klingen schon sehr nach geliefert wie bestellt und sind ohne zusätzliche Informationen als Diskussionsgrundlage völlig sinnlos. Allein schon die Tatsache, dass die kleinteiligere Architektur in den Beispielen von Straßengrün begleitet wird, die "monotone" aber nicht und gleichzeitig mehrfach die positive kognitive Auswirkungen desselben erwähnt wird, lässt diesen Schluss durchaus zu. Hinzu kommt die Tatsache, dass an der besagten Kreuzung allein durch die furchtbare Ampelschaltung in Zusammenhang mit der Umstiegsmöglichkeit von M8 zu U2 un den engen Fußwegen eigentlich per se nicht flaniert wird. Dies Alles nun der Architektur zulasten zu legen ist noch billiger als das Alte-Männer-Gequatsche von der toten Torstraße, auf der sich keiner Aufhalten will.


    Edit: Zustimmung an ElleDeBE, problematisch ist hier tatsächlich eher das Schönhauser Tor mit dem Rossmann.

    ^ Naja, das Vorderhaus Johannisplatz 13-14 hat doch schon recht große Deckenhöhen - am rechten Gebäudeteil mit Ein- und Auffahrt zur Hochgarage kommen 5 Geschosse auf 6 Geschosse des Neubaus, das ist damit ja ein recht normales Neubau/Altbau-Verhältnis. In jedem Fall interessant, wie viele verschiedene Entwürfe es für das Gebäude schon gab, und was für ein Glück, dass die hier gezeigte Betonburg nicht kommt. Außerdem scheint das wirklich die erste Variante zu sein, die ohne Hochparterre auskommt, wenn dort wirklich noch eine Gewerbeeinheit Platz fände, wäre das noch umso besser. Nach einer Befreiung vom ruhenden Verkehr und entsprechender Neugestaltung hat der "Kleine Johannisplatz" ähnlich wie der "Schützenplatz" (beides ja keine offiziellen Namen) aus meiner Sicht ein ziemlich hohes Aufenthalts- und Freisitzpotenzial.