Beiträge von DaseBLN

    ^ Sehe ich genau so, kann man noch ergänzen um Dinge wie den Regionalbahnhof Buckower Damm, den S-Bahnhof Kamenzer Damm, die ewige Posse um den Regionalbahnhof Köpenick, etc, etc. Geld ist definitiv ein Thema, die zahlreichen Projekte, die in den nächsten Jahren angegangen werden sollen, konkurrieren da schon miteinander, auch wenn sie teilweise aus verschiedenen Töpfen finanziert werden. Die Aufgabe der Politik ist, die vorhandenen bzw. beschaffbaren Gelder so zu verwenden, dass der größtmögliche Nutzen daraus entsteht.


    Und da muss man dann schon hinterfragen, ob die Priorität auf der Verbesserung bereits vorhandener Schienenverkehrsverbindungen (denn eine U10 nach Weissensee bringt erstmal keine zusätzlichen Verbindungen, "nur" eine schnellere) oder auf der Erschließung bisher vom Schienenverkehr nicht tangierter Gebiete liegen sollte. Beispiel Blankenburger Süden: klar wäre eine direkte U10-Anbindung an die Innenstadt top, aber welchen Vorteil bringt sie gegenüber der projektierten Tram-Anbindung an den S Blankenburg, von dem man in unter 20 Minuten am S+U Friedrichstraße (und künftig dank S21 am S+U Hauptbahnhof) ist? Wenn die U10 trotzdem einen positiven KNF erreichen sollte (insbesondere die Nutzen-Seite ist hier fraglich), kann sie dann auch gerne gebaut werden, ein ja-ich-glaube-das-ist-nötig-die-M4-ist-immer-voll reicht dafür aber nicht.

    ^ Für den einen ist es die objektive Beurteilung von Sachverhalten, für den anderen Kneipentheorien ohne Substanz. Diejenigen, die an die Ostsee-, Greifswalder oder Bornholmer wohnen oder mal da gewohnt haben, wissen, dass der Straßenverkehr dort das weitaus größere Lärm- und Schmutzproblem darstellt, wer schon mal in einem Wohnzimmer zur oberen Schönhauser Allee saß, weiß, dass die U2 immens lauter ist als die M1. Die "kleinen ruhigen Kiezstraßen", von denen du sprichst, sind heute größtenteils mit Kopfsteinpflaster versehen und werden nach dem Bau der Straßenbahnstrecken weitaus leiser sein ("Der leise Killer"-Horror-Tabloid-Artikel incoming). Natürlich wirkt verbesserte Infrastruktur attraktivitätssteigernd und fungiert somit als ein Treiber von Nachfrage und Preisen - dein Problem ist, dass du Tramstrecken aus persönlichen Gründen nicht als verbesserte Infrastruktur anerkennst und beim Versuch, dies irgendwie begründen zu können ins Hysterische abdriftest.

    Straßenbahnen sind mit Abstand und absolut nachvollziehbar der Supergau für jeden Anwohner.

    [...]

    Vergleichbar im Lärm nur mit einem Flughafen, allerdings steigert der den Immobilienwert, anders als eine vor die Haustür gebaute Straßenbahn.

    Rofl, so langsam wird es wirklich pathologisch. Deswegen vermutlich die immensen Leerstände an Ostsee-, Greifwalder oder Bornholmer Straße, die unglücklichen Gesichter der Menschen an Danziger oder Petersburger, die im direkten Vergleich lächerlichen Boden- und Immobilienpreise im Umkreis der Berliner Straßenbahnstrecken, die im Gegensatz zu einem direkt anliegenden Flughafen den Immobilienwert nicht steigern? So etwas muss man sich echt erstmal aus den Fingern saugen.

    ^ Ich habe nicht die Lebensmodelle als konstruiert bezeichnet, sondern die Herleitung, warum das Viertel eine schlechte Versorgungslage habe. Penny und Netto? Zu weit! Konsum? Zu teuer! Per Rad oder Bahn direkt zum Vollsortimenter? Macht doch keiner! Ja gut, wenn man so rangeht, sind dann auch etablierte Wohnstandorte wie das nördliche Waldstraßenviertel schlecht erschlossen, da gibt's auch nur überteuerte Konsum-Filialen, Discounter sind > 1km entfernt und zum Kaufland muss man per Bahn. Und das südliche Kleinzschocher erst!


    Sei es drum, ich verweise bei der Gelegenheit dann einfach nochmal darauf, dass Gewerbe im Entstehen ist, allerdings wird das wenn, dann sicherlich nur ein überteuerter Konsum, die sind ja prädestiniert für kleinere Märkte in höherwertigen Neuensembles.

    ^ Deswegen ist das schöne ja, dass man mit der Tram direkt zum Kaufland am Lindenauer Markt kommt 🤷🏻‍♂️ Ein Großeinkauf ist doch per se nur mit Auto sinnvoll, da ist die Entfernung zum Supermarkt dann mehr oder weniger irrelevant. Wer kein Auto hat und zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den Öffis einkauft, verteilt das Ganze einfach auf mehrere Einkäufe statt einen Großeinkauf (das kriegen meine Ü70-Eltern in Köpenick auch hin, obwohl der nächste Supermarkt mehr als einen Kilometer entfernt und ein Auto samt Tiefgarage vorhanden ist). Insgesamt wirkt mir die ganze Argumentation dann doch recht konstruiert, inklusive der Nichtberücksichtigung des Konsums in der Bewertung von Einkaufsmöglichkeiten (obwohl ich dort ohne Probleme zahlreiche Produkte der Edeka-Handelsmarke gut+günstig erhalte. Wenn ich bei Rewe nur "Feine Welt"-Produkte kaufe, wird's auch teuer). Unter der Prämisse wären dann noch ganz andere Gegenden in Leipzig versorgungsstechnisch schlecht erschlossen.

    ^ Es ist halt leider schon ein Unterschied, ob eine existierende historische Halle mit Leben gefüllt oder etwas neu gebaut werden soll, was natürlich ganz andere initiale Kosten und damit einen viel stärkeren Wirtschaftlichkeitsdruck bedeutet. Was ich aber nicht verstehe ist, dass aufgrunddessen, dass die gegenwärtigen Händler des Wochenmarkts sich gegen eine tägliche Präsenz ausgesprochen haben, ein Supermarkt als alleinige Möglichkeit, dort Frequenz zu bringen, ins Spiel gebracht wird, was wiederum lustigerweise die Reduzierung der Stände zur Folge hat, um die Konkurrenz zum Supermarkt zu reduzieren. :/ Das Ganze ist ein neues Angebot, da sollte sich doch wohl jeder auf einen Stand bewerben können, und wenn man diesen nicht täglich bespielen kann, wird er an den anderen Tagen eben von jemand anderem genutzt. Prämisse der Analyse war augenscheinlich einfach: "Wir setzen den Wochenmarkt in eine Halle" - dass Markthallen in europäischen Großstädten heutzutage anders funktionieren, scheint bei den Verantwortlichen noch nicht angekommen zu sein.


    Insgesamt ist es auch wirklich unfassbar, wie lange über dieses Thema in Leipzig schon diskutiert wird. Herauskommen wird vermutlich der kleinste gemeinsame Nenner, bei dem man sich dann nicht so richtig vorstellen kann, warum er nicht funktioniert, obwohl er in den vorherigen Jahrzehnten so richtig schön zerdacht wurde. Die Vorfreude ist bei mir persönlich jedenfalls irgendwie dahin.

    ^ Weil die Werbefirma im Gegensatz zur Stadt Deutschland- oder europaweit agiert. Hintergrund der ganzen Geschichte ist ja sicherlich wie in Leipzig, dass die Stadt die Haltestellenhäuschen initial kostenlos hingestellt bekommen hat. Ein Kauf der bestehenden Häuschen bedeutet also auch, dass man diese warten, reparieren und modernisieren und zusätzliche Wartehäuschen selbst finanzieren muss, während das bisher der Vertragspartner übernommen hat (Leipzig hatte beispielsweise explizit nicht die Möglichkeit, die Häuschen vom bisherigen Vertragspartner JCDecaux bzw. Wall zu erwerben, jedoch die Gelegenheit genutzt, die Anzahl der Unterstände im Stadtgebiet um 200 zu erhöhen.).

    Mir erscheint das Vorgehen zwar nicht vernünftig, aber einigermaßen reibungslos.

    Wie man es nimmt. Ab- und Aufbau durch zwei verschiedene Firmen bedeutet eben auch, dass das nicht beides direkt aufeinander folgt. Einzelne Haltestellen in Leipzig hatten monatelang kein Wartehäuschen.

    ^ Kastanie und Pappel sind so um die 26 Meter breit, Falckenstein und Glogauer (wie die Kopernikus in F'Hain) ~ 17-18 Meter. Die Pannier ist dann allerdings wieder etwas breiter, so um die 24 Meter. Prinzipiell hätte man durch eine Führung durch die breiteren Oppelner und Liegnitzer Straßen tatsächlich weitaus weniger Konflikte in ebendiesen, allerdings mehr (laute) Gleiskurven und würde den Görli tatsächlich an einer so neuralgischen Stelle durchqueren, dass das Gezetere um die Zerschneidung dessen noch viel größer (und auch berechtigter) wäre.

    ^ Ich verstehe die Visualisierungen auch nicht so richtig. In einer der Übersichtskarten des Senats (Präsentation Seite 33) ist die Falckensteinstraße rot markiert, was den Verlust vieler Bäume bedeutet. Das heißt, dort kann bzw. die Aufteilung des Straßenraums völlig neu gestaltet werden, gleichzeitig dürfte es aber ein stärkeres Problem der Akzeptanz im direkten Umfeld darstellen und ideal zur Polemisierung gegen die Trasse genutzt werden können (auch wenn es natürlich nur ein temporäres Problem darstellt und schöne große alte Bäume andauernd aus anderen Gründen in Gründerzeitvierteln gefällt und ersetzt werden), als eine Sperrung für den Durchgangsverkehr. Und um Letzteres geht es ja letztendlich, bei 17-18 Metern Straßenbreite (das entspricht dem der Kopernikusstraße in Friedrichshain) sollte es (Im Zweifel durch leichte Verschwenkungen) kein Problem sein, auf den knapp 200 Metern zwischen den Querstraßen Versorgungsbuchten bereitzustellen.

    Also von der Ecke Hafenstraße / Hafentor sind es 250 Meter bis zu Netto und 400 Meter bis zu Penny (hier links am Rand zu sehen). Da ist jetzt mein nächster Supermarkt mitten im Friedrichshain (auch wenn's zugegebenermaßen ein REWE ist) auch nicht viel näher. Am gezeigten "Hafenkopf" Hafen 1 soll ja auch Gastronomie und Einzelhandel entstehen, dann dürfte die Versorgungslage sogar recht optimal sein :)

    ^ Wunderbar, dann kann sich die mehr als vier mal so große türkische Metropole, die nebenbei ganz ohne Minderwertigkeitskomplexe neue Stadtbahnen baut und über ein weitaus kleineres S-Bahn-Netz (Istanbul: 74km, momentan keine geplanten Erweiterungen, Berlin: 340km) verfügt ja irgendwann in ein paar Jahrzehnten vielleicht auch glücklich darüber schätzen, ein ähnlich dichtes Nahverkehrsnetz wie Berlin zu besitzen und man muss nicht mehr ganze Bezirke ausschließlich mit Dolmuş' erreichen.

    ^ Ich vermute, die BÜ Tegeler Straße der Ringbahn wurde im Rahmen des 2002 eröffneten Lückenschlusses neu gebaut, der Planfeststellungsbeschluss der S21-Nordanbindung datiert von 2005, wobei dort steht:


    Für die Ostanbindung wurden in
    der Plangenehmigung vom 30.06.2000 ein Tunnelrohbau durch den Nordring zwischen Tegeler Straße und Wildenowstraße [...]


    Klingt also nach blödem Timing, hätte man in den Neunzigern bei der S21 nicht so rumgeeiert, wäre das sicherlich anders gekommen. Was die ICE-Nordkurve betrifft, so hätte man allerdings etwas von einer kürzeren Brücke gehabt, da die S21-Trasse diese ja fast noch auf der Tegeler Straße unterquert.

    ^ Dass das Thema "von auswärts" in die Diskussion gebracht wurde, um die Nutzer der Tempelhofer Freiheit zu diskreditieren, hast du aber schon mitgekriegt, oder? Insofern frage ich mich, inwiefern dein Beitrag dazu beiträgt, die Diskussion weniger grotesk zu gestalten.

    ^ Och, der Dyos-Gyros-Grill schräg gegenüber ist richtig gut und ein fast adäquater Ersatz für den im Zuge des Amano-Neubaus weggefallenen Gyros-Imbiss an der Richard-Wagner-Straße ☝️ Unabhängig davon bin ich mal gespannt, ob man beim Vorderhausneubau Arthur-Hoffmann-Straße 9 den Laubengang des Hauses Nummer 7 weiterführt, stumpf zubaut oder das Haus ähnlich wie der Nachbar Nummer 13 zurückgesetzt erbaut wird. Ich empfand den eigentlich immer als ganz gute Idee für an der Stelle besonders enge Straße.

    ^ Diejenigen, die das Feld intensiv nutzen. Was du wüsstest, wenn du schon mal da gewesen wärst. Vermutlich werden die jeden Morgen von Populisten aufs Feld getrieben.


    Zu A: Du mischst Zahlen von freien studentischen Konzepten, die im Mopo-Artikel nur zitiert und nicht mit Quellen und Anlagen unterlegt werden, mit der Diskussion um die Bebauung bestimmter Areale, die Prämisse war, und erwartest dann, dass für diese Suppe garniert mit diversen Unterstellungen Beifall geklatscht wird?

    Regent - Stimmt, da hatte ich mich verlesen. Okay, dann 50.000 Menschen auf 100 Hektar. Rechnen wir zu den zu bebauenden 100 Hektar mal noch großzügig die Hälfte der übrigen 200 Hektar mit dazu (also mindestens 50% Grünflächenanteil im Bezirk, Kreuzberg hat momentan unter 15), um besser vergleichen zu können, kommen wir damit auf 25.000 Einwohner pro km² - in Kreuzberg als Berlins bevölkerungsreichstem Altbezirk sind es momentan 14.753 Einwohner pro km². Daraus wird recht deutlich, dass sich die FDP (nicht SPD!) mit ihren "bis zu" 12.000 Wohnungen schon am oberen Ende befindet und alles andere völlige Hirngespinste sind.


    Edit: nochmal zur besseren Vergleichbarkeit auf die Siedlungsfläche bezogen:


    Friedrichshain-Kreuzberg hat 67,1% Siedlungsfläche, bei 20,34 km² Gesamtfläche und 290.386 Einwohner zum 31.12.2020 ergibt das eine Bevölkerungsdichte von 21.308 Einwohnern pro km² Siedlungsfläche.


    Der FDP-Vorschlag rechnet mit "bis zu" 12.000 Wohnungen. Die durchschnittliche Haushaltsgröße betrug 2019 in Berlin 1.8 Personen, ergäbe also Platz für 21.600 zusätzliche Einwohner. Ziehen wir für die 100ha zu bebauendes Gebiet 20% Verkehrsfläche ab, kommen wir bei 0.8 ha Siedlungsfläche, d.h. eine Bevölkerungsdichte von 27.000 Einwohnern pro km² Siedlungsfläche, d.h. bereits dieser Vorschlag rechnet mit einer gegenüber Friedrichshain-Kreuzberg um ~ ein Viertel höheren Bevölkerungsdichte.


    Rechnen wir mit den "locker unterzubringenden" 50.000 Einwohnern von UrbanFreak, wird es vollends absurd. Hier käme man mit den genannten 0.8ha Siedlungsfläche auf eine Bevölkerungsdichte von 62.500 Einwohnern pro km² Siedlungsfläche. Das ist das Dreifache der Bevölkerungsdichte von Friedrichshain-Kreuzberg und dürfte ungefähr jener von Kowloon entsprechen, wenn man dort ebenfalls die Verkehrsflächen abzieht (Gesamtdichte: 48.101 Einwohner pro km²). Die 30.000 Wohnungen aus dem Morgenpost-Artikel dürften also keineswegs ausschließlich auf der Randfläche entstehen, sondern würden weit größere Anteile der Gesamtfläche umfassen.

    Und du bestätigst deine eigenen Vorteile: Du claimst für dich selbst der Sprecher der Berliner Bevölkerung zu sein, die sich aus allem möglichen zusammensetzt. Ich habe im übrigen nicht von "zugezogenen", sondern von "Hipstern von auswärts" gesprochen. Personen die hier also nicht leben. Lesen kannst du scheinbar auch nicht.

    Ich claime für mich gar nichts. Die Berliner (aka. die in die Büsche kotzenden Hipstertouris von auswärts) claimen das Feld für sich.


    Mit ein bisschen mehr Mut, hätte man also locker 50.000 Menschen dort unterbringen können.


    [...]


    Jetzt fehlen eben diese 33%, wegen solchen 100% Tempelhofer Feld Fanatikern wie dir. Glückwunsch! Ich freu mich über meine Immobilienrendite, mir kann's ja wurscht sein.

    Na wenn du sonst nichts hast, worüber du dich freuen kannst... Wenn die FDP von 12.000 Wohnungen ausgeht, setzt du einfach mal 50.000 Wohnungen hin, während die anderen Berliner Brachflächen natürlich nicht einfach mal so mit der vier- bis zehnfachen Dichte bebaut werden können. So eine Milchmädchenrechnung ins Forum zu rotzen, ohne dabei Rot zu werden, muss man schon erstmal bringen.