Beiträge von K-1

    Zumindest bekommen wir jetzt die von Lompscher/Lüscher und dem Baukollegium bestellten Klötze. Vom Aussichtspunkt des Fernsehturmes wird man dann auf Schuhschachteln schauen können. Und gut 150 oder 130 Meter, im Verhältnis zu den massigen Blöcken (die durch die Höhenreduzierung der Türme nun wahrscheinlich alle voll ausgereizt werden) macht einen Unterschied.

    Beispiel 50.000 qm BGF auf 130 Meter oder auf 150 Meter macht einen Unterschied. In der ersten Visu sehen der Gehry und der Monarch-Turm an phantasievollsten aus.

    Liebes Architektenkind, ein Land wie Deutschland, ist bei Wahlen in Russland, Polen, Ungarn oder sonstigen Örtlichkeiten auch ohne solche Medienberichte wie bei der Berlin-Wahl mit gespitztem erhobenem Zeigefinger parat. Das hat auch etwas mit Glaubwürdigkeit nicht nur nach innen, sondern auch nach außen zu tun. Es scheint hier auf der Seite wirklich nicht viele zu geben, die sich um die Reputation unseres Landes nach Außen und das Vertrauen in eine einwandfrei funktionierende Demokratie nach Innen sorgen (und das in einer Zeit in der leider sehr vieles ins rutschen gekommen ist).


    Diese Wahl hat einfach einen sehr zweifelhaften Ablauf erlebt. Wann war dies bei einer Bundes- oder Landtagswahl denn zum letzten Mal in der Bundesrepublik Deutschland im dem Ausmaß der Fall? Und ein Innensenator der sich zu einer solch drastischen Beschreibung genötigt fühlt ist für sie nur etwas exaltiert? Sollen wir uns jetzt an solche Umstände gewöhnen? Eine Korrektur wäre eine Lösung (egal welche Konstellation dann Tatsache ist).


    Lassen sie doch auch bitte einfach mal ihre Beißreflexe wie Trump oder Verschwörungs-Sager weg. Ich möchte sie liebes Architektenkind gerne auf ihre Doppelmoral hinweisen. In der Nebendiskussion hier im Strang mit ReinhardR feilschen sie um Zahlen und erheben den moralischen Zeigefinger. Kann man machen. Bei einer Wahl wie in Berlin aber tun sie meine berechtigte Sorge als unnötig ab. Ich halte von RotRotGrün nichts mehr, erwarte aber auch von den anderen Parteien keine Wunder mehr. Nur eine Frage bitte ich zu beantworten. Wäre das Gegenteil, also sowas wie CDU/AfD gewählt worden durch so einen Wahlablauf, ich würde auch Alarm schlagen. Und Sie, würden sie dann auch Zweifel oder Misstrauen am Wahlablauf als „pseudo-rational“ abtun??


    Mod: Hier ist erstmal zu bis sämtliches Off Topic verschoben wurde.

    Kann die Moderation diese ganze Off-Topic-Reise bitte ins Nirvana verschieben? Danke

    Also erst Demokratieverächtlichung unterstellen, dann nicht auf meine Fragen eingehen und dann bitte alles Off-Topic. Lieber Mitforist Tomov charakterlich ist das für mich etwas defizitär.



    Stellen Sie sich doch einfach vor das Rote Rathaus und skandieren "Stop the steal!" Oder besser: Melden Sie sich beim nächsten Mal als Wahlhelfer und schauen Sie sich an, wie sowas abläuft. Dann könnten Sie sich den ganzen Popanz von wegen "internationaler Aufsicht" sparen.

    Was habe ich jetzt mit Trump-Wählern zu tun wenn mich Aussagen eines Berliner Innensenators wie kurz nach der Wahl ("Das Vertrauen in das ordentliche Funktionieren von Wahlen in Berlin ist erschüttert") nicht kalt lassen? Bitte erklären sie mir das!

    Baukörper, sie sind mir als Nicht-Berliner in Berlin herzlich willkommen. Ich würde im Gegensatz zum jetzigen Senat ihnen auch eine Wohnung bauen lassen, damit sie hier nicht allzu teuer leben können. Das Glück hatte ich hier vor 20 Jahren auch. Ich sehe in ihren Beiträgen jedoch zu oft ein einseitiges Bejubeln von Senatsentscheidungen. Der RotRotGrüne-Senat (den ich mitgewählt habe) hat in der Stadt- und Verkehrsentwicklung nichts von seinen Versprechen eingelöst, das Gegenteil ist in all diesen Bereichen der Fall, Rückschritt auf breiter Front.

    Deshalb unterstellte ich ihnen "Unwissenheit" in Bezug auf die Berliner Gegebenheiten. Sonst bin ich mir sicher würden sie das eine oder andere kritischer sehen (die Diskussion hatten wir schon mal bei der Gertrauden-/Mühlendammbrücke). Ich möchte ihnen jedoch auch die Hand ausstrecken und biete ihnen an, die Defizite insbesondere beim Verkehr in Berlin mal live zu zeigen. Falls sie mal wieder hier sind, schreiben sie mich über die Chatfunktion hier an, ich würde mir für sie einen Nachmittag Zeit nehmen.



    ... der RRG-Senat hat die Verkehrswende angeschupst. Z.B. hat Frau Günther die Planstellen für den Fahrradverkehr von 3 bei Amtsantritt auf über 50 zuletzt erhöht. Das wird sich schon bald auch im Stadtbild zeigen. Es sind auch nicht nur Pop-Up- Fahrradwege entstanden, wie hier immer gern behauptet wird. Nehmen Sie das doch endlich mal zur Kenntnis.

    Lieber DerBe, nehmen sie doch endlich mal zur Kenntnis, dass genauso wenig wie die Augsburger Puppenkiste keine Staatsoper ist, genauso wenig gibt es in Berlin vor allem seit RotRotGrün eine Verkehrswende. U-S-Regional-Bahn das könnte im entsprechenden Ausmaß Verkehrswende sein, alles andere ist maximal Kosmetik. Aber da findet der ach so Kostümlinke Senat tausend Ausreden warum das nicht geht.



    Ich finde dieses Verhalten gegenüber anderen Forumsmitgliedern schon grenzwertig

    In Bezug auf Mitforist Baukörper war meine Ausdrucksform mehr als unglücklich und lässt sich wenn man will gerne falsch verstehen. Aber lieber JimmyMcGill sie haben mich hier im Forum auch etwas grenzwertig begrüßt, aber das ist zum Glück lange her.




    Sehr wichtig ist jetzt aus meiner Sicht, dass man eine kluge und dem Ort entsprechende Gestaltung des Stadtraums schnell umsetzt. Mit Baustellenmarkierungen, Europaletten und einer Umbenennung in "Stadtlabor" oder "Begegnungszone" wird man hier nicht weit kommen. Es braucht hochwertiges Stadtmobilar, eine bauliche Abtrennung der Fahrradwege und vor allem die Miteinbeziehung der Händler vor Ort.

    Und genau da widerspreche ich ganz deutlich und zwar aus einer urlinken Position heraus. Die Friedrichstraße wurde vor 20 Jahren gestaltet. Es gibt keinen Grund und keine Notwendigkeit hier Geld zu verschwenden. Würde man eine Verkehrswende wollen und würde man nicht nur die Oberschicht in dieser Stadt, sondern auch das Proletariat beglücken wollen, man würde das Geld in die Verlängerung der U8 bis zum Märkischen Viertel stecken.

    Die Bevölkerung hat dieser Konstellation bei der Wahl wieder zu einer Mehrheit verholfen. Was soll dieses demokratieverächtliche Palaver? Unregelmäßigkeiten gab es bei der Wahl nur auf der Bezirksebene und in wenigen Wahllokalen.

    Lieber Mitforist, Ihnen und denen, den Ihr Beitrag #45 gefällt stelle ich eine ganz konkrete Frage, was an meiner Aussage im Post zuvor ist denn "demokratieverächtliches Palaver"?


    Geben sie doch in Google News einfach mal "Berlin Wahl Unregelmäßigkeiten bzw. Wiederholen" ein. Sind die Vorwürfe in den Medien alle nicht relevant? Sie schreiben ja, dass es "bei der Wahl nur auf der Bezirksebene und in wenigen Wahllokalen" Unregelmäßigkeiten gab, Mitforist Architektenkind sprach in einem anderen Strang, dass in "rund 10 Prozent der Wahllokale Pannen" gegeben hätte.

    Meine Frage an sie und, die die Ihren Beitrag liken: Ist es "demokratieverächtliches Palaver" wenn man diese Mißstände nicht als normal hinnehmen will? Ist man nur noch dann Demokrat, wenn ihre Wunschkoalition irgendwie regiert?


    Zweite Frage an sie und jene, die ihren Beitrag liken:

    Würden sie auch dann die Zweifel am korrekten Ablauf der Wahl als "demokratieverächtliches Palaver" abtun, wenn die CDU, FDP und AfD durch das Ergebnis die Regierung stellen würden?


    Dass Schaden auch an der Glaubwürdigkeit einer Demokratie entstehen kann durch solche Verwerfungen (oder vielleicht sind die ja für sie normal), ist für sie dann auch "demokratieverächtliches Palaver" oder wie??

    Eine Regierung braucht einen einwandfreien Leumund, der neue Senat ist durch die Wahlumstände schon vom Start weg geschwächt. Neuwahlen unter internationaler Aufsicht würden Zweifel löschen wieder deutlich mehr Vertrauen schaffen. Oder hat man solche Angst, dann die "Macht" zu verlieren??

    Es geht aber doch darum, eine Entwicklung anzustoßen. Das macht die Politik, indem die Straße auf dem besagten Abschnitt vom Autoverkehr befreit wurde.

    Lieber Mitforist, manchmal weiß ich bei Ihnen halt nicht wann Satire endet und wirkliche Unwissenheit über Berlin anfängt. Verstehen sie das bitte nicht als Herabsetzung, ich habe in Ihren Posts nur oftmals das Gefühl, dass ihnen die Gegebenheiten jemand mal vor Ort zeigen müsste um zu verstehen.

    Man kann mit jeder Entwicklung auch das falsche anstoßen.

    Architektenkind quält sich auch in seinem letzten Post zu dem Thema um die Entscheidung als richtig darzustellen. Man könnte dies, man könnte jenes, eine Fußgängerzone passt einfach nicht zu dem Ort.


    Und um Verkehrsreduktion geht es hier nicht, hier geht es nur um die Bespaßung von Touristen und einer Klientel, die sich die Friedrichstraße leisten kann. Hier möchte ich ein Gegenbeispiel anführen. Ginge es den Regierenden in Berlin auf Landes- wie Bezirksebene um Reduktion von Verkehr, dann gäbe es x-Beispiele etwas zu tun.

    Wie wäre es zum Beispiel mit der Verlängerung der U-Bahn Wittenau zum Märkischen Zentrum. Die Menschen, die dort leben für die ist die Friedrichstraße so weit weg wei ein anderer Planet, zudem ist der Klassenunterschied exorbitant. In unmittelbarer Umgebung dieser möglichen neuen U-Bahn-Station entstehen derzeit (bzw. werden gerade fertiggestellt) folgende Bauprojekte für hunderte von zusätzlichen Wohnungen, Büros, Geschäfte:

    - Finsterwalder Straße 102

    - Quartier Märkisches Zentrum mit Hochhaus

    - Senftenberger Ring 35

    - Theodor-Quartier

    Nein, die U-Bahn erreichen diese Menschen nur über einen aberwitzigen Busshuttle zum U-/S-Bahnhof Wittenau. Wer dort irgendwie finanziell kann, hat ein Auto.


    Sehen sie, genau das sind die Beispiele, wie die Berliner Verkehrsverwaltung Bespaßung bzw. Showveranstaltung für Touris, Gutbetuchte oder Immerdabeihippster pimpt, das Proletariat soll bitte bleiben wo es ist (die Maaßenstraße lässt grüßen). Sowas nenne ich eine asoziale Politik.

    Marktradikale finden sich gerne in der FDP wieder. Und hier im Forum. In diesem Sinne: Freie Fahrt für freie Bürger.

    Als (Wohnungs-)Marktradikale würde ich im Nachhinein den RotRotGrünen Senat bezeichnen, der die letzten fünf Jahre dieser Stadt nichts als Unglück, Missgeschick und Pleiten zugefügt hat. Ich habe den Senat selber damals gewählt, und war zudem in Hoffnung, dass sie die Wohnungsfrage mit Mörtelhandschuhen anpacken und endlich ein Wohnungsbau im großen Stil erfolgt. Also unschuldig bin ich nicht, jedoch kann ich mich korrigieren.


    Sie sollten die Ideologie-Brille mal abnehmen und Politik nicht nach ihren Versprechungen, sondern nach ihrem Ergebnis bewerten.


    RotRotGrün hinterließ eine Stadt deren Grundpreise nochmals ordentlich explodiert sind, das Verhältnis Mieter/Vermieter zu großen Teilen vergiftet ist, der Wohnungsbau war an der Zahl nicht mal ein Wassertropfen auf dem glühenden Stein. Und was hat die Propaganda-Show des Senats nun dem jenigen mit wenig Geld gebracht, dem man vorgibt schützen zu wollen gebracht? Genau Nichts, weil man das anscheinend entweder gar nicht will oder nicht kann. Für jeden Immobilieneigentümer wäre eine weitere Legislatur RotRotGrün nur ein Segen, für die meisten Mieter ein Fluch. Im Übrigen beim Verkehr siehts genau so aus, nur Ankündigungen, nichts Brauchbares.


    Am besten finde ich jedoch, dass diese sich als unfähig erwiesene Konstellation nun auch weiterregieren will, ungeachtet einer sehr zweifelhaften und unsauberen Wahl. Man will halt in guter alter Besitzstandsbewahrung seine Pfründe behalten und wenn die Demokratie dabei Schaden nimmt, scheiß egal, wir wollen in guter marktradikaler Tradition absahnen. Ich finde es persönlich schade nach fünf Jahren so einen Befund ausstellen zu müssen.

    die Buchten sehr wohl vom Publikum angenommen wurden. Auch die Aussengastro profitierte von der Verkehrsberuhigung.

    Das eingebildete Einkaufspulikum gab es auch vor der Umgestaltung nicht. Ich weiß gar nicht, was sich hier so mancher zusamnenphantasiert.

    Welche Buchten und welche Außengastro meinen sie, das ist doch überschaubar?!

    Wenn sie die Friedrichstraße so wahrnehmen ok, ich nehme einen verödeten Straßenabschnitt wahr. Eine Straße die erst nach der Wende wieder wie ein zartes Pflänzchen zu leben begann wurde nun wieder massakriert. Für welches Ziel eigentlich? Den Verkehr wollte der grüne Bezirk und der rotrotgrüne Senat ja nicht vermindern, sonst wäre man mal an die Leipziger bis Mühlendamm herangegangen oder würde den U-Bahn-Ausbau nicht blockieren.
    Die Regierenden in dieser Stadt haben ja leider ein sicheres Händchen für das Falsche. Verkehrswende kann man nur propagieren aber nicht umsetzen, so braucht man Show und Spiele für die Wahlschäfchen und macht in der Friedrichstraße das was genau dort (woanders aber durchaus) nicht sinnvoll ist.

    Das Problem liegt nicht daran, dass es zu wenig Wohnungen gibt. Sondern daran, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt. Es wird zu viel am Bedarf vorbei gebaut, Wohnungen dienen in großem Maße als Investitions- und Spekulationsobjekte, die Ansprüche an die Größe des Wohnraums sind gestiegen sind und es wird (unfreiwillig) viel seltener umgezogen als früher.

    Von Ideologien ist Deutschland im Jahre 2021 leider völlig infiziert, nur das Problem ist, dass sich diesen die Wirklichkeit entzieht. Jede weitere Wohnung hilft. Egal ob teuer oder billig. Wenn diese Wohnung nicht gebaut wird, dann nimmt der Reiche halt dem ärmeren seine Wohnung ab (Eigenbedarf oder Preisüberbietung bei der Suche).


    Liebes Architektenkind, sie haben die völlig überzogenen Vorschriften durch die Politik für Umwelt, Klima, "Nachhaltigkeit" etc. für Neubauten vergessen, die die Baukosten in unnatürliche Höhen treiben. Günstiger Wohnungsbau scheitert einfach schon an der Kalkulation, der Politik sei Dank.

    Wenn ich sowas lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Als ob man nur aus motorisierten Fahrzeugen seine Umgebung wahrnimmt. Das Gegenteil ist doch vielmehr der Fall. Als Radfahrer und mehr noch zu Fuß hat man viel mehr Zeit, Details und Gegebenheiten wahrzunehmen. Mal spontan in ein Geschäft oder Café zu gehen. Zu sehen, dass es den kleinen Laden xy gibt, den man künftig mal besuchen möchte. Usw.

    Ach komm, den Blödsinn, den Du hier schreibst, glaubst Du doch selber nicht. Vor allem der letzte Satz. Die Straße hat als Einkaufsstraße eingebüßt, eben wegen des Autoverkehrs, aus dem heraus eben weder Lust zum Verweilen bzw. Shoppen entsteht, noch beim Vorbeifahren die Vielfalt der Einkaufmöglichkeiten bewundert werden kann. So funktioniert weder Verkehr noch die menschliche Wahrnehmungsfähigkeit.

    Moment, bevor wir alle aneinander vorbei reden. Geht es nun um das Thema Fußgängerzone Friedrichstraße oder das Thema Reduzierung des Autoverkehrs?


    Möchte man letzteres könnte man damit eine Straße weiter, der Leipziger Straße bis Mühlendamm damit anfangen und die ursprüngliche Leipziger Straße für eine Fahrspur je Richtung zumindest bis zum Spittelmarkt weiterführen. Die Sperrung der mittleren Friedrichstraße ändert da nix sondert erzeugt nur mehr Verkehr in der Umgebung (siehe Problem Durchfahrt Französische Straße). Aber das wäre ein anderes Thema aus meiner Sicht.


    Zum ersteren zurückzukehren möchte ich nochmal darlegen, dass dort eine Fußgängerzone keinen Vorteil bietet (es sei denn man will rein ideologisch einfach nur dass dort kein Auto fährt). Möchte man eine Fußgängerzone, dann wäre doch die Tauentzienstraße eine adäquate Adresse dafür. Die Tauentzienstraße muss nicht mehr entdeckt werden, die kennt man, dort geht man hin.

    Die Friedrichstraße allerdings leidet ja nicht an zu viel sondern an zu wenig Interesse. Die Friedrichstraße war noch vor der Durchfahrt belebter und es waren mehr Passanten unterwegs als jetzt. Ich bin dort jeden Tag seit über 11 Jahren. Natürlich tat auch der U-Bahn-Bau sein übriges, jedoch sehe ich die Sperrung jetzt für die falsche Lösung.

    Und es stimmt nicht, man nimmt aus dem Auto bzw. dem Bus/Taxi die Stadt und Geschäfte bzw. Einrichtungen sehr wohl wahr. Was hier viele noch nicht verstanden haben, dieser Abschnitt der Friedrichstraße muss erst noch richtig entdeckt werden. Eine Fußgängerzone ist dort vielleicht in 10 bis 15 Jahren (wenn man das dort unbedingt braucht) interessant.


    In wenigen Jahren, wenn der Abschnitt von Cafes, Restaurants und allerlei Leben gefüllt ist, wird man sich aber kaum erinnern wollen, wie es dort mit Autoverkehr war.

    Lieber Mitforist, am Corso in Rom (in etwa mit der Friedrichstraße vergleichbar) will man auch keinen Kaffee trinken, der Ort ist einfach nicht geeignet dafür. Der Corso funktioniert verkehrsfrei nur, weil man an ihm nicht vorbei kommt, die Friedrichstraße ist jedoch 2021 nicht so interessant dass man dort unbedingt hin muss, da hilft es halt dort mit dem Auto mal vorbei zu kommen um diese zu entdecken.

    Ich finde die Friedrichstraße büßt ganz ohne Autoverkehr Urbanität ein. Zur Fußgängerzone passt die Straße irgendwie nicht. Mit der Wilmersdorfer kann man sie nicht vergleichen, dafür ist sie zu wenig "shoppen", alltäglicher Bedarf und (Billig)-Schnell-Freßläden. Zudem entweder Fußgängerzone, dann aber ohne Radfahrer, so werden die Fußgänger wie jetzt (live mehrfach erlebt) nur von den Fahrradrowdies aus dem Weg gejagt.

    Zudem was schlendert man dort? Es ist eine städtische relativ enge Straße, die von ihrer baulichen Dichte lebt, jedoch keinen Platz definiert (Pariser, Gendarmenmarkt) oder etwas Besonderes beherbergt (Museumsinsel). In dem Straßenabschnitt ist das Interessante für den Besucher eher in den Häusern zu finden.

    Die Straße leidet ja jetzt schon enorm unter den Gegebenheiten ohne Auto. Auto bzw. Bus würden ja auch beim Durchfahren auf interessante Dinge in der Straße (besondere Geschäfte, etc.) aufmerksam machen. Aber der Straßenabschnitt ist jetzt schon nicht groß belebt gewesen - man vergleiche dagegen den Abschnitt UdL bis Bahnhof Friedrichstraße.

    Also wenn schon dieser schädliche Schwachsinn an der Stelle (sinnvolle Verkehrsbegrenzung Leipziger Straße bis Mühlendamm gibt es ja nicht), dann bitte entweder Fahrradstraße, dann hat der Fußgänger nichts zum "schlendern", oder reine Fußgängerzone ohne Fahrradfahrer.

    Im Ernst: Ihr "zumindest" legt nahe, dass Sie auch auf Bundesebene Unregelmäßigkeiten unterstellen. Haben Sie da mehr zu bieten als das Raunen des Verschwörungstheoretikers? ... weil es in rund 10 Prozent der Wahllokale Pannen gegeben habe.


    Ich hätte jetzt von Ihnen gerne mal Klartext: Gehen Sie von schlechter Organisation aus (die ist unstrittig), oder behaupten Sie, dass es in Berlin bewussten Wahlbbetrug zugunsten bestimmter Parteien gegeben hat? Wenn Letzteres, dann bitte Belege!

    Logik "Verschwörungstheorien" im Jahre 2021: Es ist immer die Frage wer diese ausgibt. Habe ich als Bürger Zweifel, bin ich ein sogenannter "Verschwörungstheoretiker". Machen das die gelobpreisten Führer bzw. Experten dann ist dem bedingungslos zu folgen. Z. B. der Irak hat Massenvernichtungswaffen, sie, lieber Mitforist würden dem Kriegsgschrei heute sicher zujubeln. Zum Glück gab es damals diese heute als "Verschwörungstheoretiker" bezeichneten Subjekte auch in der deutschen Regierung und in den Medien. Danke Verschwörungstheoretiker Fischer/Schröder, das war damals eine Sternstunde unserer Geschichte.

    Aber wir akzeptieren und tolerieren ja heute im Jahre 2021 auch die systematische Ausgrenzung von sogenannten "Nicht-Geimpften". Ich hätte mir das für unser Land mit seiner Geschichte niemals mehr vorstellen können. Wie geht es mit den heute "nur" Ausgegrenzten weiter? Oder wen grenzen wir morgen aus, die Feindbilder sind schnell gewechselt und unser Land ist nun geübt darin. Aha ich weiß... „alles Verschwörungstheorie“. Jawoll, Marsch Marsch und immer nach unten treten, das ist der neue ideale Staatsuntertan.


    Zurück zu meinem Einwurf #954:

    Mein "zumindest". Sollte es auch bei der BTW in Berlin Unregelmäßigkeiten gegeben haben, so würden diese auf die gesamte Bundesebene nicht gravierend ausfallen. Bei der Berlin-Wahl sind jedoch auch ihre angeführten "10 Prozent Pannen" entscheidend.

    Was sie mit "bewussten Wahlbetrug" meinen ist mir unbekannt. Lieber Mitforist, es ist nicht Demokratie den ganzen Tag über irgendeine Koalition und Posten zu debattieren, das sind Folgen eines Wahlergebnisses.

    Wenn aber die Wahl an sich sehr zweifelhaft abgelaufen ist, so sollte zumindest (!!) um Schaden von der Demokratie abzuwenden eine saubere Neuwahl durchgeführt werden, mit was für einem Ergebnis auch immer und wenn es das gleiche ist wie jetzt.

    Unser Land rennt als selbsternannte moralische Großmacht durch die Welt insbesondere Europa und verkündet die lupenreine Demokratie. Nicht nur peinlich sondern auch ins höchst Unglaubwürdige manövriert sich dieses Land (dem ich Größenwahl unterstelle) das in seiner Hauptstadt keine saubere Wahl durchführen kann!

    Und die "neue" Regierung, und sei es wieder das schon verbrauchte RotRotGrün, wird sich bei jeder Entscheidung den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass diese Mehrheit aus einer unsauberen Wahl hervorgegangen ist. Neuwahlen würden zumindest für Berlin unter internationaler Aufsicht not tun.


    Und zu einer Zivilgesellschaft, die nur noch aus vom Mainstream gepuderten Lobbyverbänden besteht, möchte ich nicht mehr dazu gehören.

    Achtundeins und das Hotel werden schon stabiler Durchschnitt (Eike Becker) werden. Mit dem Quartier Bundesallee gegenüber wird die Situation vor Ort auch städtischer und dichter. Was ich nur nicht zusammen bekomme (war letzte Woche vor Ort) ist der Städtebau. Ein Hochhaus mit etwa 60 Meter aus der Nachkriegszeit, das Quartier Bundesallee 9- bis 10-geschossig, etwas nördlicher gegenüber die in diesem Strang vorgestellten Bauten mit etwa 6 Geschossen und zwei Staffelungen (Berliner Standard). Dazwischen aufgeweitete Verkehrsschneisen ohne Sinn und Verstand.

    Gibt es in der Berliner Verwaltung wirklich niemand der die Situation vor Ort etwas zusammenfügen möchte oder kann? Oder erklärt mir doch einfach mal wie eine solch wirre Bebauung entstehen bzw. Verkehrsführung beibehalten werden kann?!

    Lieber Endell, das Thema Denkmalschutz ist tatsächlich sehr vielschichtig. Stimmann nannte die Berliner Denkmalschützer mal "Gerümpelsammler", andererseits sind wir sicher alle sehr froh, dass wir einen institutionellen Denkmalschutz haben.


    Der Denkmalschutz ist natürlich auch Moden-/Stimmungs- und auch personellen Schwankungen unterworfen. So wirkt es derzeit so, als wenn insbesondere die Hinterlassenschaft der DDR besonders im Schutzfokus stehen. Bei genauerem Hinsehen ist dies jedoch nicht unbedingt so. Als man Unter den Linden das Wiratex-Gebäude (nach meiner Meinung ein gelungener Bau der 60er Jahre, was man von den anderen aus dieser Zeit UdL nicht behaupten kann) abgerissen hat für einen Neubau des Bundestages konnte ich vom Denkmalschutz nichts vernehmen.


    Hierbei kommt halt dann auch ein Schuss Unglaubwürdigkeit hinzu, wenn man die Bauten der 89/90er Wilhelmstraße oder das Nikolaiviertel von Seiten des Senats unter "Schutz" (Denkmalschutz oder Bestandsschutz, was auch immer) stellt. Hier scheint es eher ein letztes Aufgebot zu sein um den überragenden Marktdruck etwas entgegen zu setzen. Hier wäre es ehrlicher, wenn auch kostspieliger gewesen, die Gebäude zurückzukaufen. Zudem überzeugt mich der Berliner Denkmalschutz nicht ganz, wenn er einerseits Sichtachsen vom Treptower Mahnmal vor einem Hochhaus schützt, UdL allerdings keinen Vertreter der Epoche der 60er zu würdigen weiß, das Wiratex-Gebäude hätte sich als ein für DDR-Verhältnisse sehr abwechslungsreiches Gebäude angeboten.

    Ich persönlich glaube nicht dass man Rauheit oder Wildheit (was immer das genau im Bezug auf Fhain sein soll) künstlich darstellen kann/muss. Die zuvor vorgesehene Mischung oder besser gesagt Aufeinanderprallung von Glas und Beton (Stream/Edge) würde ich persönlich halt programmatisch stringenter finden.

    Danke KaBa die Beispiele sind wirklich ansehnlich und sind ausnahmslos Bauten der 90er in denen man etwas abwechslungsreicher an die baulichen Aufgaben zur Stadtreparatur heranging - es sind trotzdem auch für diese Zeit für mich eher seltene Positivbeispiele im Bereich Mitte.

    Bis auf den genannten Rossiblock, bilden diese genannten Bauten aber auch keine nennenswertem Wohnbauten geschweige denn Wohn- Qartiere aus.

    Lieber Endell, beim Thema Qualität der IBA Bauten bin auch ich gespalten, zudem glaube ich nicht, dass diese alle unter Denkmalschutz gehören.


    Beim Thema Bauten im historischen Zentrum Friedrichstadt und Dorotheenstadt (ohne Potsdamer und Museumsinsel) muss ich dir diesmal jedoch widersprechen. Ausgehend von der Mall of Berlin mit den Aussichtspunkten zum Bundesrat gibt es eine Menge an Neubauten im hist. Zentrum (Grenze Spree/Leipziger) zu entdecken.


    Geh mal weiter zur Mohrenstraße und betrachte die feinen geschosshohen Ergänzungsbauten des Ministeriums durch Kleihues jun. Vorlaufen zur Friedrichstraße und dann nach Süden bis zur Leipziger die Eingangshallen-/bereiche der Neubauten an der Friedrichstraße mal genau begutachten. Die sind allesamt sehr eigen.
    Dann nach Norden das Quartier 110 ist sauber renoviert worden, Lafayette, Q206, Ungers-Bau auch Passagen begutachten (auch wenn da grad viel im Umbruch ist). In der Taubenstraße empfehle ich die Innenhalle der DKB-Bank (einmal südlich, einmal von Mäckler im Norden). Die Französische Straße ist aus meiner Sicht äußerst gelungen, besonders die beiden Neubauten an der Markgrafenstraße. Dabei die Telekom-Hauptstadtrepräsentanz nicht vergessen.

    In der Friedrichstraße finde ich beim DEKA-Haus Ecke Behrenstraße besonders die Staffelgeschosse gelungen. Das Lindencorso mag ich, nur leider konnte VW mit der fein gegliederten Innenhalle nichts anfangen. Die Charlottenstraße finde ich ist zwischen Linden und Französische besonders ausdrucksstark. Bitte Dächer beachten und wenn möglich mal in die Deutsch Bank hineingehen.


    Die Arkadengänge "UpperEastSide" - Dussmann sind aus meiner Sicht sehenswert, zudem finde ich Dussmanns Innenleben klasse. Nur hat mir im hinteren Bereich früher der Wasserfall besser gefallen als die Pflanzenzierwand. Nach Norden weiter ist die Plaza des Handelszentrums nicht von schlechten Eltern und die Humboldt-Uni ist genial, du musst da mal rein und von oben runterschauen!


    Nach Westen über den Neustädtischen kirchplatz, hier passiert eine Menge, den ZDF-Zollernhof nicht vergessen. WeEnn man sich dann nördlich hält kommt man zum ARD-Bau, der besticht vor allem im Inneren. Die Fassade des Bundesbaus Wilhelm/Dorotheenstraße finde ich sehr gelungen, nur leider wurde am Erdgeschoss gespart. Das Jakob-Kaiser-Haus sollte besichtigt werden um seine Qualitäten zu erkennen.

    Am Pariser Platz ist vor allem der Gehry-Bau überragend, das Adlon Postkartengerecht und alles weitere bis auf die Akademie sehr solide Architektur.


    Vielleicht kennst du das auch alles, da will ich dir nicht zu Nahe treten. Ich persönlich finde dass diese Gegend eine eigene Qualität in Berlin darstellt. Mehr und besser geht immer, ich finde jedoch dass sich das Erreichte nicht verstecken muss. Mit dem Tacheles, The Wilhelm, Embassy etc kommt neues und nicht schlechts hinzu.