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Wird nicht ständig gefragt, warum bauen heute so teuer ist?
Das muss an den schönen Fassaden liegen. Übrigens, die Fenster ganz wegzulassen spart sicherlich nochmal 30% für Planung, Bau, Heizen und Hautschäden durch UVA.
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Wird nicht ständig gefragt, warum bauen heute so teuer ist?
Das muss an den schönen Fassaden liegen. Übrigens, die Fenster ganz wegzulassen spart sicherlich nochmal 30% für Planung, Bau, Heizen und Hautschäden durch UVA.
Ich fand den Entwurf sehr ansprechend, der Portikus wurde auch sehr gut integriert meiner Meinung nach. Dass nun der Anhalter Bahnhof stattdessen in absehbarer Zeit wiederaufgebaut wird, mag derzeit abwegig erscheinen. Dass irgendwann mal Teile der Fassade wiedererstehen werden, finde ich aber nicht unrealistisch, natürlich mit privaten Mitteln. Die Erfahrung zeigt, dass es oft schon genügt, öffentliche Unterstützung zu signalisieren oder zumindest potenziellen Investoren keine Steine in den Weg zu legen. Bezüglich der Nutzung ist vielerlei denkbar, es muss ja nicht wie einst eine riesige Halle werden, auch Büroräume oder eine Mischnutzung sind vorstellbar. Wert, wiederaufgebaut zu werden, wäre dieses einst bedeutende und eindrucksvolle Bauwerk allemal.
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Der DAM Preis 2026 vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main (DAM) geht an Peter Grundmann Architekten für das ZK/U Zentrum für Kunst und Urbanistik in Berlin-Moabit.
Passend dazu erschien heute ein Artikel in der FAZ:
https://www.faz.net/aktuell/feuill…-110831150.html
Der Autor kritisiert die Orientierung des Preisgerichts allein an dem, was in der sozial-ökologisch korrekten Blase gerade angesagt sei. Dementsprechend sorgten Gemeinschaftsflächen, flexible Grundrisse, die Integration alter Bausubstanz sowie ein Mix aus Holz, Sichtbeton oder auch Blech für eine sichere Nominierung. Andere wichtige Aspekte wie Ästhetik und Funktionalität hätten das Nachsehen. Bürogebäude, Einfamilienhäuser oder Fabriken seien gar nicht mehr vertreten. Als Negativbeispiel wird auch das Mehrgenerationenhaus Görzer Straße in München gezeigt, das unter den besten fünf gelandet ist und tatsächlich die Optik eines Holz/Blechverschlages aufweist.
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Sehr cool, hoffe das wird realisiert. So hätte die Europacity aussehen sollen. Warum geht das eigentlich außerhalb der Berliner Innenstadt aber in zentralen Lagen wird teilweise komplett langweiliger Quatsch gebaut (nicht alles), soll kein hate sein, aber bisschen mehr Farbe und paar andere Formen und Materialien würde teilweise schon viel bringen
Sorry, nein, auch so hätte die Europacity ganz sicher nicht aussehen sollen. Für einen Businesspark am Flughafen oder auch einen Standort wie Rummelsburg ist diese Architektur sicherlich in Ordnung, aber die Europacity hätte einer ganz anderen Art Architektur bedurft, die die Bedeutung und Zentralität des Standorts widerspiegelt.
Der Aldi ist wirklich ganz schrecklich, auch von innen. Grau, steril, kalt und abweisend. In dem alten Aldi habe ich mich sehr viel wohler gefühlt, auch wenn der auch schon hässlich war. Ich frage mich, was für ein Menschenbild hinter einer solchen Architektur steckt.
Ich verstehe nicht ganz, warum du ein im Vergleich zu den meisten Neubauten ganz ansehnliches Projekt kritisierst, nur weil es nicht perfekt ist. Und natürlich stimmen die Aussagen auf dem Werbeschild mit der gezeigten Realität nicht überein, das kennt man doch.
Man kann es auch umkehren: Function follows form. Man passt sich an die Gegebenheiten an. In Deutschland und mehr noch im übrigen Europa, wo man viel historischen Gebäudebestand hat, werden historische Gebäude teils seit Jahrhunderten sinnvoll genutzt, man mag es kaum glauben, und nicht, wie heutzutage oft üblich, bedarfshalber abgerissen und ersetzt, weil eben die Architektur selbst offenbar keine Funktion mehr erfüllt.
Ist schon gut. Natürlich geht es auch heute weit besser als diese Entwürfe, keine Frage. Darauf zählen sollte man allerdings nicht und ich orientiere mich da allein an dem, was ich in der Vergangenheit in Berlin beobachten durfte.
Ganz tolle besondere visionäre Entwürfe sind seltsamerweise immer plötzlich ausgerechnet dort möglich, wo es gilt eine Rekonstruktion zu verhindern. Gut, ich hab nur auf diese Kommentare gewartet. Wo ist denn all die grandiose Architektur auf den unzähligen zentral gelegenen Bauplätzen in Berlin und anderswo, den herrlichen Wasserlagen an der Spree, dem Alexanderplatz, Hauptbahnhof, Kulturforum, dem Friedrichswerder direkt nebenan? Hier haben wir den seltenen Fall, dass tatsächlich Mal ein zweifellos toller Entwurf vorliegt, der zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, was ihn aber nicht schlechter, vor allem nicht weniger bedeutsam macht. Gut, dass er jetzt, äußerlich hoffentlich 1:1, umgesetzt wird.
Ja, unter bestimmten Vorraussetzungen, nämlich dass erstens die Modulbauweise nicht das einzige Mittel zur Kostenersparnis wird, sondern auch unsinnige Bauvorschriften gestrichen werden. Zweitens sollte gerade bei einem massenproduzierten Gebäudetyp der Anspruch an die Gestaltung hoch sein.
In der FAZ steht heute ein Interview mit dem Architekten Tobias Nöfer. Er kritisiert darin den zeitgenössische Städtebau, der die Fehler der 60er/70er Jahre wiederhole, mehr Siedlungs- als Städtebau sei und Bewohnern ihre Würde nehme. Die Baukosten seien auf das Doppelte gestiegen, zum Beispiel wegen übertriebener und sinnloser energetischer Standards, während die Qualität der Architektur abgenommen habe. Die Jurys und Wettbewerbe seien Resonanzblasen mit den immergleichen Teilnehmern, die sich gegenseitig bestätigten. Er fordert vielfältige, menschliche und differenzierte Architektur mit Gebäuden, die eine Persönlichkeit hätten und die sich Bewohner aneignen könnten.
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MiaSanMia anbei zu finden: Baugesellschaft Rank
Ich bin begeistert! Sieht aus wie ein stilvoll saniertes Haus aus den 20ern. Hoffentlich wird das Ergebnis entsprechend. Warum können Neubauten nicht öfter so aussehen?
Dass man die bestehenden Fassaden integriert hat finde ich positiv. Sie hätten dazu eingeladen, auch die neue Fassade etwas auszudifferenzieren, was man leider nicht getan hat.
Ich verstehe nicht, warum ein Schrägdach nicht nutzbar sein sollte. Zwischen nicht optimal nutzbar und nicht nutzbar sehe ich jedenfalls noch einen entscheidenden Unterschied, falls es darum geht. Wenn Baukörper so ehrlich wäre zu sagen, dass ihm ein Flachdach optisch besser gefällt, könnte ich das eher nachvollziehen.
Das Schöne an dem Kleihues-Entwurf ist das Schrägdach und die an den Altbau angelehnte, leicht klassische Gestaltung. Manchmal fragt man sich, warum sich überhaupt noch Architekten die Mühe machen, sowas einzureichen, da solche Entwürfe regelmäßig durchfallen. An dem Gewinner gefällt mir die warme und harmonische rot-beige-graue Farbgebung.
Ich finde den Gewinnerentwurf in Ordnung. Die rote Farbgebung passt gut zu Frankfurt. Mir gefällt die Betonung der Vertikalen. Den Dachabschluss finde ich nicht zu 100% passend. Besser hätte ich es gefunden, man hätte die Gestaltung bis ganz oder fast bis zum Dach durchgehalten, vielleicht noch einige der vertikalen Elemente bis über das Dach hinaus verlängert. Mit Abstand am Besten gefällt mir aber der Entwurf von ACME. Seine geschwungene Erscheinung und die unterschiedlich verteilten roten Fassadenelemente verleihen ihm Dynamik und Eleganz. Der Gewinner wirkt dagegen starr und konventionell und reiht sich damit mehr oder weniger in sein Umfeld ein. Schade, dieser Entwurf hätte dem Teil der Skyline wirklich gut getan. Auch die Rundbögen im Ergeschoss gefallen mir richtig gut, genau wie das Design des Wohnturms mit seiner ebenfalls vielseitigen und ungewöhnlichen Form und Gestaltung, auch wenn er ein durch den geringen (sichtbaren) Glasanteil etwas bunkerartig wirkt. Die übrigen Entwürfe finde ich für die Stelle nicht passend, zu langweilig, monoton, glaslastig, grau/farblos.
Aus der Distanz betrachtet ja, aber für die einzelnen Gebäude und ihr direktes Umfeld gilt das nicht.
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Immerhin bekommt der Blockrand hier konsequent 9 Geschosse, aber warum nicht noch ein zwei weitere Hochpunkte?
In der Tat, diese aus der Einheits-Traufhöhe aufragenden einzelnen Stängel sind schon etwas Berlin-typisches und muten arg seltsam an. Dabei wäre es durchaus sinnvoll, optisch und städtebaulich, mehrere Hochhäuser mit gestaffelter Höhenentwicklung zu bündeln.
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der Senat hat dem Bezirk das Recht für die Planungen entzogen und will das Projekt offenbar auch gegen starke Proteste durchsetzen.
Zurecht, denn was bitte sollte an diesem Standort die Begründung für eine Ablehnung sein. Einfach aus Prinzip gegen Hochhäuser zu sein, ist kein ernstzunehmender Standpunkt.