Beiträge von Aixois

    Bedauerlich, aber zumindest aus persönlicher Erfahrung hatte ich auch den Eindruck, dass sie es nicht ganz so gut im Griff hatten. Ich war letzten Sommer teil einer Hochzeitsgesellschaft, die zum geplanten Mittagessen dort einkehrte, was die Betreiber aber vergessen hatten. So was spricht sich dann auch rum, wenn man vielleicht den Winter dann mit mehr Feierlichkeiten hätte füllen können...

    … mehr Bäume benötigen mehr Wasser. Wasser wird knapper und immer teurer. irgendwie geht die Rechnung nicht auf. der Effekt für das Stadtklima dürfte mikroskopisch klein sein. Es ist immer das Gleiche. Man denkt durch mehr Bäume wäre was zu reißen, aber dass das Mehr an Bäumen auch mehr Wasser benötigt… wird gern vergessen.

    Man will hunderttausende Bäume pflanzen und die werden dann ihrem Schicksal überlassen, krepeln dahin, sterben ab. das war‘s. Milliarden in den Sand gesetzt. Ohne schlüssiges Pflegekonzept würde ich nicht einen Heller springen lassen.

    Das stimmt ja so nicht ganz. In den ersten Jahren nach der Pflanzung vielleicht, aber mehr Bäume heißt auch mehr Schatten, weniger Aufheizung, weniger Verdunstung und weniger Austrocknung der Böden und ebenso mehr Wasserspeicherung. Wenn man Bäume pflanzt, die mit Hitze umgehen können, geht sich das sehr wohl schon aus, zumal sie auch zur "Schwammstadt" beitragen. Bessere Luft und schönere Straßen kommen noch hinzu.

    ^Dem stimme ich komplett zu, aber diese Fläche bebauen zu wollen, war schon immer ein Fehler. Allein auf dem Bild sieht man, wie gut es sich als Grünanlage machen würde, jetzt, wo es ringsum gefasst ist. Ein anderer Standort ließe sich sicher finden, wenn man will.

    Des weiteren soll in der Friedrich-Ebert-Straße auf der bislang nicht versiegelten Fläche zwischen Karl-Tauchnitz- und Kolonnadenstraße ein Seniorenwohnheim und Familienwohnungen mit 60 WE's entstehen. Das letztere Fläche bebaut werden darf, wurde erst vor Kurzem in der Ratsversammlung entschieden.

    Gibt es dazu etwas genauere Angaben? Das ist ja ein großer Block. Ich würde ja hoffen, es bezieht sich auf das dreieckige Grundstück nördlich der Rudolfstraße (oder idealerweise auf den offenen Teil direkt an der Ebertstraße nordwestlich der Reichelstraße), und hoffentlich NICHT auf die Grünanlage südlich der Rudolfstraße.

    ^die Beete sind thematisch nach Klimazonen bepflanzt, in die Alexander von Humboldt gereist und jene beschrieben hat. Die Birken gehören zur osteuropäischen Tundra. Ob das für diesen Standort geeignet ist, ist eine andere Frage, aber es hat grundsätzlich schon konkreten Bezug zum Gebäude und Konzept und es wird ja auch gut gepflegt.

    ^ ich habe diese Fassung früher auch als wichtig empfunden, aber jetzt mit den neuen Platzkanten der neuen Gebäude und auch, nachdem ich viele Bilder aus den 70ern gesehen habe, fände ich diese Öffnung wieder besser, da das der gelungenste Bau ist und die Sichtachse der DDR-Planung war. Ich finde auch nicht, dass der Platz so eingemauert sein muss.


    Aber in jeden Falle stimme ich zu, dass die Fassade angepasst werden muss, was bei den verschiedenen Entwürfen von Hines ja offenbar auch angedacht war.

    Wenn ich die Berankung im Hof sehe, dann denke ich mir, dass ein angedeutetes Schrägdach in Form eines Rankgitters mit Begrünung einen schönen Abschluss ergeben hätte, das zudem einen schönen Farbkontrast gesetzt hätte.


    Bin letzte Woche auch vorbeigelaufen und kann bestätigen, dass die Beleuchtung das meiste daran rausholt. Ein größerer Hof mit insgesamt mehr Arkadenwirkung nach innen, wie oben schon angesprochen, hätte auf jeden Fall auch mehr erreicht.

    Aber genau das ist einer der wesentlichen Punkte bei dieser jahrelangen Diskussion.


    Geschichtsabschnitte werden ausgeblendet. Da steht ein ziemlich neues Gebäude, man sieht das, wenn man genau hinguckt, auch an jeder Stelle der Barockfassade. Die Steine sind zu gleich, die Farbe zu farbig. Wir alle wissen, wie die Geschichte dort mal aussah. Aufstände,

    Paraden, Demonstrationen, Revolution, Proklamationen, Versammlungen, Ausstellungen, Krieg, Bombennächte, Feuer, Tote, Abriss und Vernichtung, wieder Paraden und Demonstrationen, Palast, Parkplatz ...

    Nichts davon ist mehr sichtbar, nur noch dieser Zustand, den es so nie gab, auch nicht kurz nach der Einweihung.

    Aber das stimmt doch nicht. Man muss doch nicht allen Gebäuden das von außen direkt ansehen. Die Berlinaustellung widmet sich dem Ort im großen Stil, der Keller wurde schon genannt, nicht zu schweigen von den etlichen 'Geschichte des Ortes'-Räumen, die überall Spolien und Zeitschichten ausstellen.


    Ich finde eher immer, dass man das Schloss zu einseitig auf Preußen, Reich und Kolonialismus verengt. Das ist ein wichtiger und wesentlicher Teil, warum der Ort auch für mich funktioniert. Aber die demokratische Geschichte des Schlosses nach 1918 als öffentliches Museum, Kantine etc. ist eine Schicht, die man viel cleverer hätte ausnutzen können in der Gesamtkonzeption des HFs.

    Ich finde eher absurd, dass man künstlich diese Zeitschichten sichtbar machen will, als hätte man die Ruine des Schlosses nie abgerissen und sie schlichtweg in den letzten Jahren saniert. Jetzt Schäden sichtbar zu machen, die es so nicht mehr gab, halte ich für etwas absurd und an den Haaren herbei gezogen. Der Kontrast der Ostfassade und vor allem in der Sekunde, in der man das HF betritt, macht doch deutlich, dass es nicht das historische Gebäude ist.


    Ich sage das ale jemand, der grundsätzlich die Idee von kritischen Rekonstruktionen gut findet.


    Das Geld sollte lieber in bessere Kuratierung und gute Ausstellungen investiert werden.

    Danke für die Info! Also Fassadenstruktur und Kubatur bleiben unspannend, aber der dunkle Klinker ist ein angenehmer Kontrast und eine deutliche Aufwertung neben dem vielen grauen Sichtbeton und wird sicher schön mit der Metallfassade des Turms daneben harmonieren.

    ^mit einer leichten Schrägung wie die Dresden-typischen Sattelwalmdächer hätte das Gebäude deutlich schlüssiger und weniger klobig und massiv wirken können und trotzdem einen eigenen Akzent setzen. Die Baumasse an sich empfinde ich aber durchaus als sehr positiv an dieser Stelle, und die Fassade ist in der Tat sehr hochwertig ausgeführt.


    Hoffen wir, dass mit künftiger Bebauung ringsherum die Wuchtigkeit etwas abnimmt.