Beiträge von Aixois

    Ich war letztens zu einer Taufe dort und da wurde mir erzählt, dass der Turm für Büroflächen ausgebaut wird, die man dann vermieten will, um der Kirche Einnahmen zu verschaffen. Aber ich konnte auch von der Baustelle nicht ganz ersehen, wie das Ganze dann am Ende aussehen soll. Schien mir aber recht klobig.

    Am Ende ist es auf jeden Fall eine sehr praktische Abkürzung, die die Durchwegung sehr beliebt machen wird, denke ich. Mir gefallen die beigen Fassadensteine weiterhin nicht. Es hätte zumindest in verschiedene Abschnitte gegliedert und farblich abgehoben werden müssen, und ich persönlich hätte glänzende Kacheln schicker gefunden (wie sie zB in moosgrün oder blutrot in London oft zum Einsatz kommen). Hoffentlich kriegen sie die bisher recht kreplig aussehenden Hängepflanzen noch in den Griff, dann könnte das für die Passage schon noch mehr hermachen.


    Die Seite an der Oranienburger ist, da schließe ich mich meinen Vorredner*innen an, deutlich interessanter, und der baumbestandene A-Bernstein-Platz wird sicher gut werden. Zusammen mit dem Postfuhramtsensemble zwei große und wichtige Projekte für die Gegend, die sie sicher langfristig prägen werden.

    Das viele Grün im Innenhof ist auch wirklich sehr erfreulich. Das könnte wirklich ein schöner neuer Ort an der Oranienburger werden, an dem man sich gerne aufhält. Der Bernsteinplatz im Tacheles pflanzt ja auch viele große Bäume, da machen beide Projekte mal was richtig.

    Entwicklungsstadt Berlin berichtet, dass sich offenbar unter Führung der Unternehmerin und Autorin Marie-Luise Schwarz-Schilling die „Stiftung Mitte Berlin“ gegründet hat: "Die Stiftung will sich aktiv, öffentlich und transparent für eine dicht bebaute und belebte Innenstadt auf dem Gebiet der einstigen Berliner Altstadt einsetzen. So sollen viele Straßen und Plätze in Struktur und Form der 1920er Jahre wiederaufgebaut werden."


    Da wittert wohl jemand Chancen, nachdem das Baukollegium sich nicht einigen konnte.


    Hier der Internetauftritt der Stiftung mit einigen Visualisierungen.

    Kein grauenhafter Bau und eine erfreuliche weitere Lückenschließung, aber dass dafür der tolle historische Saal des Beyerhauses abgerissen wurde, ist weiterhin unfassbar und unentschuldbar. Kann nicht nachvollziehen, wie die Stadt das zugelassen hat.

    Ich könnte mir vorstellen, dass vor diese Platten noch farbige Panele kommen, wie man es bei den vollständig fertigen Türmen daneben in grün, blau und grau schon sehen kann. Es ist also eventuell nicht der Endzustand.

    ^Danke für die Bilder! Wirklich sehr gelungen, wie ich finde, vor allem die Kleinteiligkeit macht sich sehr positiv bemerkbar. Auch wenn viele Gebäude recht unspektakulär sind, wirkt es in der Abwechslung lebendig und auch sehr berlinerisch. Genau diese Art von Gestaltung und Bebauung würde ich mir auch für die südliche Alexandrinenstraße und auch die Schillingstraße wünschen (die ja in eher banaler Moderne geplant ist).

    Das Kopenhagener Büro Lundgaard & Tranberg hat den Wettbewerb für das neue Archäologische Landesmuseum gewonnen, das bis 2030 direkt an die Warnow-Promenade gebaut werden soll.


    Der Entwurf hat die Form einer Backstein-Stufenpyramide und gefällt mit sehr gut. Zusammen mit dem neuen Volkstheater (s. vorheriger Beitrag) nun das zweite große Kulturprojekt, das Brachflächen in der Innenstadt füllt. Freut mich sehr für die Stadt.


    Hier ein NDR-Bericht.

    Am zweiten und dritten Platz gefällt mir gut, dass sie den Garten auch zur Rückseite hin mehr mitdenken, wo sich ja in den nächsten Jahren durchaus noch mehr Bebauung ansiedeln kann und wird und somit auch von dem Garten profitieren würde. Fassadengestaltung finde ich bei Platz 1 nicht schlecht, könnte aber etwas mehr variiert werden. Da ist Platz drei abwechslungsreicher und großstädtischer. Der Pavillon gefällt mir gut.


    Bei Platz 1 finde ich zudem den (Nicht-)Übergang zur Villa nicht so gut. Da könnte man zumindest die Wand begrünen, oder hätte das rechte Haus ein wenig mehr vorgezogen und den Baumhain etwas verlagert. So sieht es für mich weiterhin nach Baulücke aus.

    Danke für den Bildfund! Hatte mich immer gewundert, warum es so wenig Bildmaterial zum Bau gab.


    Ich würde eigentlich es eher gegenteilig sehen. Ich bin froh, dass einerseits der zerfaserte Askanische Platz wieder mehr gefasst wird, zumal das Museum dann mit dem neuen Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung gegenüber eine spannende Doppelbeziehung eingeht.


    Andererseits störe ich mich schon immer an diesem Sportplatz, den ich an dieser Stelle deplatziert finde. Eine wirkliche klare Sichtachse zum Tempodrom war dies ja so auch nicht. Ich finde eher, dass zwischen Museum und Tempodrom dann eine weitere, besser und klar gefasste Fläche entsteht, die ich aber dann offener gestalten und bespielen würde, zB als Garten oder sonstige Grünanlage, oder für kulturelle Nutzungen unter freiem Himmel. So wird für mich eher ein Schuh draus.