Hines-Hochhaus am Alexanderplatz (150 m | Planung)

  • Öffentlichkeitsbeteiligung für das Hines Hochhaus startet

    Vom 23. März bis 24. April findet im Rahmen des Bebauungsplans die Öffentlichkeitsbeteiligung statt.

    Es bleibt bei den 150 Metern.

    So könnte das Hochhaus bekanntermaßen aussehen, hier der Kleihues Entwurf (bzw. Barkow Leibinger oder Gehry Partners Entwurf werden ausgewählt):

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    © Kleihues + Kleihues | Hines Immobilien GmbH

    Die heutige Pressemitteilung:

    https://www.berlin.de/sen/sbw/presse…ung.1654331.php

  • Spannend. Auf diese Meldung hatte ich gehofft. Jetzt geht es offenbar nur noch darum, das Projekt vor der Wahl über die Bühne zu bringen und damit zu retten. Rot-Rot-Grün würde das Projekt wohl grundsätzlich killen.

  • Auch beim Umgang mit dem U-Bahn-Tunnel kam Beweung in die Sache. Der Fundamentblock, in dem die U-Bahn integriert ist, ist keineswegs besonders schadhaft oder feucht. Es wurde nur zu Recht befürchtet, dass dies durch den Bau des Hoachhauses eintritt und dann der Betrieb der U-Bahn beeinträchtigt wird. Die so genannte Inliner-Lösung ist vom Tisch. Man wollte die Röhren der U-Bahn ertüchtigen, was eine zeitlich intensive Unterbrechung des U-Bahn-Verkehrs bedeutet hätte. Das kann dem Fahrgast und Auftraggeber (Senat) nicht vermittelt werden, für den Bau eines HH durch einen privaten Investor öffentliche Infrastruktur zu beeinträchtigen. Die jetzige Lösung zielt auf eine komplette bauliche Trennung des Blocks mit einer Fuge ab, so dass Beeinträchtigungen auszuschließen sind. Warum man nicht gleich diese Lösung wählte, bleibt unklar. Vielleicht dachte man, die Inliner-lösung wäre günstiger. Ist sie aber unter Abwägung aller Interessen nicht.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Spannend. Auf diese Meldung hatte ich gehofft. Jetzt geht es offenbar nur noch darum, das Projekt vor der Wahl über die Bühne zu bringen und damit zu retten. Rot-Rot-Grün würde das Projekt wohl grundsätzlich killen.

    Ähm da hat mal wieder jemand aus dem Ideologie-Töpfchen getrunken und by the Way keine Ahnung.

    1. Christian Gaebler, SPD ist seit 2023 Stadtentwicklungssenator und macht aus meiner Sicht einen guten Job
    2. Davor war es ebenfalls von 2021 bis 2023 ein SPD geführtes Ressort

    In dieser Zeit wurden Hochausprojekte wie Edge, Estrel, Mynd und Covio vorangetrieben.

    3. Wie kommt man dazu 3 völlig unterschiedliche Parteien als einen Block zu beschreiben? Die SPD macht eine andere Politik als die Linke
    gerade im Stadtentwicklungsbereich wesentlich weniger restriktiv und doch mit dem Ansinnen nicht nur Luxus zu bauen.

    Also in dieser Demokratie gibt es eine Fülle an Parteien die konträre Konzepte verfolgen also insofern finde ich es schlimm wenn man so tut - wie ja gerne in bestimmten Kreisen quasi als Glaubenssatz vor sich hergetragen wird: - "Die sind doch alle Gleich" - NEIN sind Sie nicht und es lohnt sich, sich zu informieren.

  • Ich glaube allerdings nicht, dass dieses Projekt von einer Linksregierung grundsätzlich abgelehnt würde.

    Es könnte allerdings zu Verzögerungen und dem Versuch der Höhenminderung kommen, zumal dieser Investor sicher auf wenig entgegenkommen zählen könnte.

    Es ist doch gerade jetzt recht offensichtlich, wie sehr allgemeine politische Ausrichtungen den Baubereich prägen - siehe die Aufstockung am Kleihues Turm und natürlich den hanebüchenen Streit in Kreuzberg-Friedrichshain mit systematischer Blockadehaltung über Jahrzehnte. Wie das mit dem Pragmatiker Cem Özdemir zusammenpasst bleibt komplett unverständlich. Warum haben wir so jemanden nicht in Berlin?

  • Euch fällt aber schon noch auf, dass die Hochhausprojekte alle unter RRG auf Touren kamen, zwar mit etlichen Diskussionen (das sieht man natürlich im rechten Parteienspektrum nicht so gerne 😉), aber immerhin ist da viel passiert.

    Klar, die Höhenbegrenzung auf 130 Meter war unnötig, aber so ist es nun mal, ist ja nicht so, dass es keine ideologischen Ansätze bei Schwarzen, Blauen oder Gelben gäbe (hust ...).

  • ^^In Berlin wird immer noch um jedes einzelne Hochhaus "gekämpft". Dies liegt auch daran, dass im Großteil der Bevölkerung immer noch eine Abneigung gegenüber Hochhäusern herrscht - aus den unterschiedlichsten Gründen. Mit dem Thema pro Hochhäuser kann in Berlin keine Wahl gewonnen werden.

    Hochhausdebatten werden in ganz Deutschland geführt, da ist Berlin nicht allein - Ausnahme Frankfurt.

    RRG würde nach dreieinhalb Jahrzehnten den Bebauungsplan für den Alexanderplatz nicht grundsätzlich kippen.

    Ich frage mich eher, wie ernst meint es Hines mit dem Bau des Hochhauses? Nach Baugenehmigung hat Hines wieder drei Jahre Zeit, um mit dem Bau anzufangen. Die zusätzlichen notwendigen Absicherungen bezüglich des U-Bahntunnels sind technisch möglich, aber doch bestimmt sehr teuer. Auf eine Höhenminderung würde sich der Investor daher aus wirtschaftlichen Gründen nicht einlassen. Für den Mynd- und Covivio-Tower wurden immer noch keine Hauptmieter benannt, dies könnte problematisch werden. Aber wir werden es sehen...

  • Keiner der bereits bekannten Entwürfe wird umgesetzt

    Wie der rbb auf Anfrage bei der zuständigen PR-Agentur von Hines erfuhr,

    wird weder der Gehry-Entwurf noch einer der drei zuletzt gezeigten überarbeiteten

    Entwürfe gebaut.

    Der Wettbewerbsprozess wird weitergeführt, mögliche Anpassungen aufgrund des

    derzeit laufenden Bebauungsplanverfahrens werden berücksichtigt.

    Eine aktuelle Visualisierung des zukünftigen Hochhauses gibt es nicht.

    Auch die Nutzung ist noch offen.

    Sicher ist, der Turm darf inklusive Technikgeschosse und Sicherheitsaufbauten 156 Meter hoch werden.

    Quelle:

    https://www.rbb24.de/wirtschaft/bei…s-hochhaus.html

  • ^

    Wie wollen sie denn eine Bürgerbeteiligung durchführen, wenn es keine Visualisierung gibt, weil das Design noch nicht feststeht? Sollen sich die Bürger den Turm als graue Baumasse vorstellen? Offenbar ja, denn das Verfahren läuft bereits. Ein merkwürdiger Vorgang.

  • ^^ Das ist ja der Punkt, den viele Bürger nicht verstehen (wollen/können): Über die Architektur eines Neubaus gibt es keine Bürgerbeteiligung. Der Souverän wird nur gefragt, ob die geplante Baumasse ihn in seinen Rechten irgendwie beeinträchtigt oder seiner Meinung nach gegen Gesetze verstoßen wird (Umwelt, Lärm etc.). Man wünschte es sich häufig anders, aber so ist nun mal die Rechtslage.

    Ich fänd es ja besser, wenn auf B-Plänen die Baumasse zumindest reduziert 3D dargestellt würde, damit sich Nicht-Experten auch wirklich ein Bild davon machen können, was sie erwartet.

  • Ach du meine Scheiße. Alle Entwürfe bisher hatten mehr Qualität als die bereits im Bau befindlichen. Und Berlingemäss befürchte ich dass Veränderung - wie eigentlich immer - hier wieder Verschlechterung bedeutet. Aber egal, bis das Ding in 15 Jahren steht ist es mir eh egal. Dann leb ich vielleicht ja in Mailand, Den Hag, oder Madrid, wo bis dahin mehr Skyline entstanden ist als Berlin Augenscheinlich haben möchte.

  • Im Nachbarforum hatte ich es während der hier verordneten "Ruhezeit" bereits geschrieben, aber in den Auslegungsunterlagen bin ich in der Begründung zum Entwurf des Bebauungsplans I-B4a-3 mehrfach (S. 27, 46, 67, 113) auf die folgende Textpassage gestoßen:

    "Im Wettbewerb wurden der Entwurf des Büros „Gehry Partners, LLP“ mit dem 1. Preis und die Bei-
    träge des Büros „Kleihues + Kleihues“ mit dem 2. Preis und des Büros „Barkow Leibinger“ mit dem
    3. Preis prämiert. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat sich mit der
    Vorhabenträgerin dahingehend verständigt, dass der
    Wettbewerbsbeitrag des Büros „Kleihues +
    Kleihues“ als einer der drei vorgenannten Preisträgerentwürfe in einer überarbeiteten und den ak-
    tuellen Erfordernissen angepassten Version umgesetzt werden soll
    . Im städtebaulichen Vertrag wird
    eine entsprechende Verpflichtung berücksichtigt (siehe Teil A Kapitel V)."

    Das schränkt zumindest die Wahl des Architekturbüros recht eindeutig ein und ist zumindest für mich eine große Erleichterung, da ich den Kleihues & Kleihues-Entwurf in seiner überarbeiteten Version als den mit Abstand stärksten Beitrag empfunden habe. Ich hoffe nun, dass es nicht zu einer Verschlimmbesserung kommen wird. Hinsichtlich der Ausführung mache ich mir bei Kleihues keine Sorgen.

    Weiterhin finde ich die Vorstellung spannend, dass am Alexanderplatz in Zukunft gleich zwei Kleihues-Türme stehen könnten, die trotz sehr unterschiedlicher Entwürfe dem Alexanderplatz eine gewisse Homogenität bringen werden, die dem Platz nur gut tun kann.

    Man stelle sich vor, dass künftige Architekturfreunde in einigen Jahrzehnten sagen werden, dass der Alexanderplatz im Wesentlichen von Behrens und Kleihues geprägt wurde.

  • Tja, für mich war es ausnahmsweise mal ein Wettbewerb, bei dem ich die 1., 2. und 3. Platzierung genau so auch getroffen hätte, rein ästhetisch. Ausgerechnet hier wird davon abgewichen, wo ich es mir bei so vielen Wettbewerben wirklich sehnlichst gewünscht hätte, dass der Zweite zum Zuge kommt.

    Aber Kleihues ist auch ok und ja, Homogenität ist ja das Motto am Alex, insofern soll es mir recht sein. Komischerweise kräht niemand nach "gestalterischen Brüchen" und ein "deutliches Absätzen von den Denkmälern", wie es innerhalb älterer Denkmalbestände ja so oft der Fall ist. Aber ich will hier keine Diskussion lostreten, die zum erneuten Schließen des Stranges führt. :D

    Bemerkenswert finde ich aber schon, dass sich Hines gegenüber der Presse (siehe RBB-Link oben) die Gestaltung maximal offenlässt. Wäre die Festlegung auf Kleihues schon in trockenen Tüchern, könnte man das doch so verkünden.

  • ^ Was der Alexanderplatz mE definitiv nicht braucht, ist noch eine dieser austauschbaren Kleihues-Kisten. Der Hines-Entwurf von Kleihues wirkt trotz seiner Abstufungen komplett leblos – ohne Zukunftsvision, ohne Eleganz, ohne den geringsten Hauch von Mondänität. Berlin würde damit erneut die riesige Chance vergeben, an zentralster Stelle ein echtes Wahrzeichen zu schaffen, das international Strahlkraft entwickelt.

    Wer ernsthaft glaubt, die Hochhäuser am Alexanderplatz müssten möglichst unauffällig bleiben, hat das Wesen von Hochhausarchitektur nicht verstanden. Das ist kein Bekenntnis zu städtebaulicher Sensibilität, sondern schlicht Mutlosigkeit. Ich bin es leid, wie sich Berlin immer wieder mit zweitklassiger, kompromissverhandelter Architektur zufriedengibt – besonders an Orten, die eigentlich Selbstbewusstsein ausstrahlen müssten.

    Der Alexanderplatz verdient endlich ein Hochhaus, das die Hauptstadt einer der größten Volkswirtschaften der Welt repräsentiert. Das einzige aktuelle Bauprojekt, das dem gerecht wird, ist die Erweiterung des Kanzleramts. Wenn wieder an einer Stelle wie dem Alex, die das Stadtbild über Jahrzehnte prägen wird, nur Mittelmaß entsteht, wäre das ein Armutszeugnis für das gestalterische Selbstverständnis dieser Stadt. Ein einziger mutiger Turm – das wäre jetzt mal das Minimum, nicht die Ausnahme.

  • ^

    Verstehe ich jetzt nicht was oder wie Du das jetzt meinst.

    Hier am Alex baut nicht die Bundesrepublik Deutschland als Bauherr, wie bei der von Dir erwähnten Kanzleramtserweiterung. auch nicht die Hauptstadt Berlin, oder der Senat.

    Hier baut ein amerikanischer Immobilienkonzern mit Sitz in Houston/Texas.

    Was der unter Selbstdarstellung in Form eines mäßig hohen Hochhauses in Berlin am Alex versteht, ist mir bisher schleierhaft.

    Eins ist jedenfalls sicher, es wird nichts mit der Selbstdarstellung > einer der größten Volkswirtschaften der Welt< wie Du fabulierst, zu tun haben, sondern lediglich mit Hines und der zukünftigen Nutzung des Turms.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Alexanderplatz verdient endlich ein Hochhaus, das die Hauptstadt einer der größten Volkswirtschaften der Welt repräsentiert.

    Also geht es dir nicht um Architektur oder Stadtreperatur, sondern um Geltung. Zwar kann ich dem Spiel "höher, schneller, weiter" dem Grunde nach etwas abgewinnen, aber hier ausgerechnet vom Alexanderplatz aus mitspielen zu wollen, halte ich für einen absurden Verstieg. Der Hines-Turm wird erwartungsgemäß, sofern es keine krasse Überraschung gibt, nicht nur das höchste, sondern auch das hochwertigste bzw. mondänste Hochhaus am Alex werden. Ich freue mich vor allem darauf, dass (hoffentlich) auch der Sockel-Bau (Saturn) überarbeitet wird. Deswegen trauere ich dem überarbeiteten Kleihues hinterher, weil mir die Treppe mit dem "Hüftschwung" außerordentlich zusagt. Es ist an der Stelle exakt der richtige Kniff, um dem kantigen massiven Block des Covivio-Sockels etwas die Strenge zu nehmen und einen Hauch Dynamik zu erzeugen. Kleihues wird m.A.n unterschätzt.

  • ^ Ich begrüße ebenfalls, dass es wahrscheinlich Kleihues wird. Berlinier 2.0: Deine Aussage zur Treppe mit dem "Hüftschwung" verstehe ich nicht ganz, denn es ist m. W. noch nicht klar, wie Kleihues seinen Entwurf überarbeiten wird. Oder ist mir etwas entgangen? Es besteht also noch die Chance, dass der "Hüftschwung" kommt. ;)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Eins ist jedenfalls sicher, es wird nichts mit der Selbstdarstellung > einer der größten Volkswirtschaften der Welt< wie Du fabulierst, zu tun haben, sondern lediglich mit Hines und der zukünftigen Nutzung des Turms

    Also, dass Berlin überhaupt keinen Einfluss oder Interesse daran hat/ haben sollte, wie es sich an einem der prominetesten Plätze der Stadt zeigt und quasi präsentiert, stimmt im Ergebnis so ja auch nicht.

    Es hat natürlich nicht nur mit der Selbstdarstellung von Hines zu tun.

    Etwas anderes ist die (politische) Frage, inwieweit sich Berlin als Stadt darüberhinaus bei der Gestaltung, seinem Stadtbild generell überhaupt als "Repräsentant des Landes" verstehen will.

    Was mich an deinem Kommentar aber eigentlich wirklich stört, ist der Vorwurf an den Mitforisten "Du fabulierst".

    Du (Camondo) verwendest das Wort glaube ich öfter und gerne.

    Also laut Duden bedeutet fabulieren "Geschichten erfinden und ausschmücken", Synonyme sind laut Duden fantasieren, schwindeln, zusammenlügen u.a.

    Nun ist Berlin unbestritten Hauptstadt "einer der größten Volkswirtschaften der Welt", auch insofern ist ein Synonym für "zusammenlügen" und "Geschichten erfinden" fehl am Platz.