Beiträge von Wolke Eins

    Dekoratives Anführungszeichen

    Was ist an den renderings denn bitte beschiss oder anders? Ich kann’s nicht finden.

    Wo soll ich da anfangen? Nur mal die offensichtlichsten Patzer: bei der Ansicht der grünen Gasse zwischen Covivio und Hotel sieht man im Hintergrund den Schaft des Fernsehturms, der viiiiel zu dicht am Roten Rathaus steht. Oder auf der Ansicht über das Dach des Bahnhofs hinweg – da gibt es ein wie auch immer geartetes Gebäude/ Steg zwischen Galeria und Berolinahaus. Was soll das sein? Als nächstes die Polizeiwache vom Potsdamer Platz. Eine falsche Straßenbahn auf dem nächsten Bild…

    Und da gehe ich auch gar nicht weiter auf die Darstellungen der Fassade ein, habe andere schon getan.

    Bezüglich der Fassade des neuen Sockelbereichs bin ich noch unentschlossen, ob ich das gut oder schlecht finde. Auf jeden Fall bin ich aber froh, dass sich da überhaupt was tut. Ich freue mich, dass die Lücke zwischen Coviviotower und Hotelsockel kommt, möglichst begrünt (hoffe die Feuerwehr hat nichts dagegen).

    Der Höhenunterschied zu den anderen Sockelbauten erscheint mir auch zu viel, da sollte noch mindestens eine weitere Etage oben drauf. Wenn nicht durchgängig, dann zumindest an der Ecke zum Alexanderplatz. Da wäre eine Höhe analog zur Galeria auch unschädlich für die Sichteinschränkung der unteren Hotelzimmer.

    Einen durchgehenden Sockel für D1 und D2 lehne ich wie manch anderer hier ab. Zwischen Hotel und anvisiertem neuen Hochhaus an der Liebknechtstraße muss zwingend auch eine bauliche Lücke geschaffen werden. Bei dieser Gelegenheit könnte die gläserne Hotelfassade optisch an dieser neuen, westlichen Front bis zum Erdgeschoss durchgezogen werden und würde dadurch ähnlich wie der Coviviotower zur Alexanderstraße wirken.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der Erhalt der Gebäude aus den 60ern bleibt für mich ein schwerwiegender Fehler. [...] Sie sind gestalterisch anregungarm, trutzig und sprengen wie schon die Bauten der 30er die Proportionen am Ort. [...] Mit Diesen Bauten nehmen zudem ausgerechnet arch. Marker autoritärer, kollektivistischer Diktaturen einen Raum ein, die zur heute leidigen unwirtlichen Situation mit aktiver Dekonstruktion des Urbanen Stadtraumes, erst beigetragen haben.

    Und was wäre Ihrer Meinung nach die Konsequenz dessen? Sollen neben den DDR-Bauten auch jene aus den 1930er Jahren verschwinden? In welche gute alte Zeit wollen Sie denn bitte schön zurück? Soll alles abgerissen werden, was erst nach dem Wilhelminismus erbaut wurde? Obwohl es gerade unter Wilhelm Zwo auch nicht gerade antiautoritär ablief...

    Ich kann mir die Rückständigkeit mancher Foristen hier echt nicht mehr erklären. Vom ökologischen Fußabdruck all der geforderten Abrissorgien mal ganz zu schweigen...

    ^ Das mit der Uferwandverkleidung ist mir auch schon sauer aufgestoßen. Es gibt sicher nicht viele Weltstädte wie Berlin, die eine solch fleckige Ansicht freiwillig so belassen, obwohl es mit Sandstrahlen "geheilt" werden könnte. Werden die Seitenwände der Treppe eigentlich auch mit Sandstein verkleidet?

    Weiß jemand, ob die Freitreppe zum Wasser hin ein Geländer bekommt? Ich hoffe nicht...

    Dekoratives Anführungszeichen

    beim Berlinian erwähnte der Architekt Jan Kleihues im Interview mit Entwicklungsstadt, dass Rücksprünge nicht möglich waren, da man sich der DDR-Architektur anzupassen hatte.

    Ist diese Anpassung an die DDR-Architektur irgendwo verbindlich in B-Plänen vermerkt oder ist das lediglich eine Wortmeldung aus dem Baukollegium?

    In diesem Zusammenhang muss ich tatsächlich nochmals nachfragen: welchen rechtlichen Rang nimmt dieses Baukollegium ein?

    ^ Die Einförmigkeit ist wohl leider gewollt. Im B-Plan I-B4a sind sämtliche neuen Hochhäuser mit einer Grundfläche von 45x28 m festgeschrieben. Selbiges gilt sogar für den B-Plan I-B4ca betreffend das Gelände des Hauses der Elektroindustrie gegenüber. Da ist es wenig verwunderlich, dass alle Kisten die gleiche Anmutung einer Zigarettenschachtel aufweisen. Vielleicht kommt durch die Überarbeitung von Teilbereichen des B-Plans doch noch etwas Abwechslung rein. Ich hoffe da sehr auf den Hines-Tower und ein mögliches Hochhaus direkt am Hotel ParkInn.

    Das KI-Bild strotzt ja förmlich vor Ahistorie! Da stimmt rein gar nichts mit dem alten Stadtgrundriss überein. Von Seiten diverser Innenstadtvereine gibt es da durchaus sehenswertere und sinnvollere Alternativen. Aber eine Bebauung der Altstadt wird es nicht mehr geben, das sollten wir alle besser früher als später akzeptieren.

    Ja, das Schneeglöckchen findet auch meine Zustimmung.

    Aber wie bei so vielen Bauvorhaben frage ich mich, warum nur die Balkone immer wieder offen gestaltet werden. Warum ein Gittergeländer statt einer geschlossenen Balustrade? Jede zweite Eigentümerpartei flechtet dann sowieso Strohmatten oder Plastebänder durch die Stäbe, um ein wenig Privatsphäre auf dem Balkon zu haben. Und das sieht dann richtig besch... aus.

    Ich verstehe den Grünstreifen nicht. Was ist das für eine komische Aufteilung des Seitensraums? Und vor den bodentiefen Fenstern des Erdgeschosses liegen doch noch zwei schmale Reihen von Gehwegplatten. Wo also sollen Passanten langlaufen?

    Und steht da tatsächlich ein Mülleimer mitten im nachgestellten Tunnelverlauf?

    Okay, das sieht definitiv nicht mehr nach einem Provisorium aus, ich hatte mich getäuscht. Freut mich.


    Im Vergleich der Renderings, auf die Timmi verlinkt hat, und dem Bestand meine ich eine Abweichung festgestellt zu haben bezüglich der Fenstergliederung am Turm. Da werden ja immer 3 Etagen zu einem Abschnitt zusammengefasst durch eine stärkere Betonung der horizontalen Leiste. Auf den Renderings sieht es so aus, als ob unterhalb der Krone vier Etagen zusammenfasst werden sollten. Aber auf den Bildern hat es für mich den Anschein, sie hätten wieder nur 3 Etagen zu einem Abschnitt verbunden und es würden jetzt noch 4 letzte Etagen übrig bleiben inklusive Krone. Irre ich mich da?

    ^^ Das ist ja der Punkt, den viele Bürger nicht verstehen (wollen/können): Über die Architektur eines Neubaus gibt es keine Bürgerbeteiligung. Der Souverän wird nur gefragt, ob die geplante Baumasse ihn in seinen Rechten irgendwie beeinträchtigt oder seiner Meinung nach gegen Gesetze verstoßen wird (Umwelt, Lärm etc.). Man wünschte es sich häufig anders, aber so ist nun mal die Rechtslage.

    Ich fänd es ja besser, wenn auf B-Plänen die Baumasse zumindest reduziert 3D dargestellt würde, damit sich Nicht-Experten auch wirklich ein Bild davon machen können, was sie erwartet.

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    Die Hauseingänge liegen ja alle zur Hofseite...

    Ich glaube nicht, dass man hier von einer Hofseite sprechen sollte. Die Lange Straße verläuft auf beiden Seiten des Gebäuderiegels.

    Und eine Verlegung der Hauseingänge nach Süden würde nur mit dem Verlust von Wohnraum möglich sein.

    Insgesamt finde aber auch ich die schluchtartige Situation entlang der südlichen Langen Straße nicht befriedigend. Und ich hatte schon an anderer Stelle den Verdacht geäußert, dass hier etwas mit den gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsflächen nicht so ganz passen kann. Es sei denn, diese Gegend wäre als Kernbereich ausgewiesen, wo 0,2*H statt 0,4*H als Tiefe der Abstandsfläche genügen würde. Doch selbst dann käme ich bei 30 m Gebäudehöhe auf jeweils 6 m Abstandstiefe, wohlgemerkt für beide Gebäude. Und damit müssten die Häuser 12 m voneinander entfernt stehen. Sind das 12 m??

    ^ Das stimmt nicht so ganz. Die Berolina stand seit 1895 jahrelang vorm Kaufhaus Tietz, ungefähr dort, wo der U-Bahn-Ausgang liegt (der zwischen Toilette und Polizeiwache). 1927 musste sie dann dem U-Bahn-Bau weichen und wurde nach Bürgerprotesten 1933 vorm Alexanderhaus aufgestellt (da, wo heute die Weltzeituhr steht). Im Krieg wurde sie schließlich 1942 abgebaut und wahrscheinlich eingeschmolzen.