Beiträge von Wolke Eins

    Die Hauseingänge liegen ja alle zur Hofseite...

    Ich glaube nicht, dass man hier von einer Hofseite sprechen sollte. Die Lange Straße verläuft auf beiden Seiten des Gebäuderiegels.

    Und eine Verlegung der Hauseingänge nach Süden würde nur mit dem Verlust von Wohnraum möglich sein.


    Insgesamt finde aber auch ich die schluchtartige Situation entlang der südlichen Langen Straße nicht befriedigend. Und ich hatte schon an anderer Stelle den Verdacht geäußert, dass hier etwas mit den gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsflächen nicht so ganz passen kann. Es sei denn, diese Gegend wäre als Kernbereich ausgewiesen, wo 0,2*H statt 0,4*H als Tiefe der Abstandsfläche genügen würde. Doch selbst dann käme ich bei 30 m Gebäudehöhe auf jeweils 6 m Abstandstiefe, wohlgemerkt für beide Gebäude. Und damit müssten die Häuser 12 m voneinander entfernt stehen. Sind das 12 m??

    ^ Das stimmt nicht so ganz. Die Berolina stand seit 1895 jahrelang vorm Kaufhaus Tietz, ungefähr dort, wo der U-Bahn-Ausgang liegt (der zwischen Toilette und Polizeiwache). 1927 musste sie dann dem U-Bahn-Bau weichen und wurde nach Bürgerprotesten 1933 vorm Alexanderhaus aufgestellt (da, wo heute die Weltzeituhr steht). Im Krieg wurde sie schließlich 1942 abgebaut und wahrscheinlich eingeschmolzen.

    Irgendwie bin ich etwas verwirrt. Die Visualisierung auf dem Bauschild scheint nichts mit dem Lageplan zu tun zu haben. Dabei gehe ich jetzt mal davon aus, dass wir über das Gebäudeensemble mit der Nummer 9 sprechen. Egal von welcher Seite man auf den ALDI schaut, ergibt sich für mich nie dieser Anblick eines abgewinkelten Hochbaus mit "Terrasse". Wurde da gegenüber dem Lageplan womöglich was geändert?

    ^ Ich kann mir das hingegen sehr gut vorstellen. An der Nordostecke des Humboldtforums bietet sich ziemlich viel leere Wandfläche an, wo der Apothekerflügel wieder angebaut werden könnte.

    Natürlich könnte man ihn leider nur in der reduzierten Länge von 1886 aufbauen, als er zum Lustgarten hin nur noch zwei Renaissancegiebel aufwies (der dritte Giebel musste dem Neubau des Berliner Doms und der Straßenverbreiterung weichen). Zum Lustgarten hin sollte er mit originaler Fassade errichtet werden, zum MEF gern mit moderner Fassade passend zur Stella-Einöde.

    ^ Was aus dem Bild für mich noch viel mehr deutlich wird ist die Leerstelle, die der Apothekenflügel des Stadtschlosses hinterlassen hat. Ich wäre sehr dafür, diesen wieder zu errichten, um damit den Lustgarten räumlich zu fassen und eine Abgrenzung zum Marx-Engels-Forum zu schaffen. Um eine Vorstellung zu bekommen versuche man, sich ein Quergebäude ungefähr so hoch wie die dritte Etage des Schlosses vorzustellen mit einer Ausdehnung bis zum ostasiatischen Tor, das aktuell vor der mickrigen Baumgruppe aufgestellt ist.

    ^ Das sehe ich anders. Was nützt einem der "ikonische Blick" auf den "markanten Schwung des Flughafengebäudes" in heutiger Zeit? Nichts.

    Wie wir alle am Beispiel des Fernsehturms erlernen durften, ist der Blick auf ikonische Gebäude nicht relevant ;)

    Ich spreche mit nachdrücklich für eine bauliche Nutzung dieser riesigen versiegelten Fläche vorm Gebäude aus!

    Auf "Entwicklungsstadt Berlin" gibt es einen interessanten Artikel zur Nutzung des Tempelhofer Flughafengebäudes für die Expo 2035. Der Architekt Christoph Langhof hat seine Idee mit den Hochhäusern erweitert um Pavillons auf dem derzeit bereits versiegelten Vorfeld. Eine wie ich finde sehr gute Idee, über die es sich nachzudenken lohnen würde.

    Schade, dass das mit der Fassade nicht umgesetzt wurde. Dennoch sieht das Ensemble insgesamt recht gut aus, auch dank der vorspringenden Erker. Die Tordurchfahrt ist in der Tat mal ein Hingucker, sowas wird heutzutage nur sehr selten so gebaut.


    Ich frage mich jedoch, warum der Neubau mit einer Brandwand abschließt? Ist es tatsächlich angedacht, da noch ein Gebäude ranzusetzen, um die Ecke zur Wönnichstraße zu füllen?

    [Es wird] die Flucht der beiden Zeilen nicht mehr eingehalten.

    Ich denke nicht, dass die beiden vorhandenen Zeilenbauten allein bereits eine Flucht darstellen (können). Dazu bräuchte es schon noch eines dritten Gebäudes in fluchtbildender Lage.

    Anhand der Visualisierung habe ich eher den Eindruck, dass mit dem Neubau versucht wird, die Straßenlinie der Altbebauung Ecke Karl-Lade-Straße aufzunehmen.


    Ich jedenfalls würde es sehr begrüßen, wenn diese Planung zügig nach BauGB umgesetzt wird ohne langwierigen B-Plan.

    Was für eine Verschwendung von grauer Energie!!

    Wäre es tatsächlich zu viel verlangt, wenn man von Investoren solcher Gewerbeimmobilien erwartete, ihre Gebäude so multifunktional zu entwerfen, dass sie auch unter geänderten Bedingungen weiter genutzt werden können?

    ^ Mir gefallen besonders die horizontale Gliederung und die Putzfassade. Weiterhin begrüße ich es, dass größtenteils Loggien statt Balkons gebaut wurden bzw. geschlossene Balkons. Es gibt derzeit nichts hässlicheres (in meinen Augen) als rangepappte Balkons mit offenem Blech- oder Gittergeländer.

    Von solchen Wohngebäuden wie hier gezeigt wünsche ich mir mehr in der Stadt.