Beiträge von Camondo

    ... ich finde es ziemlich mittelmässig. Die Fenstergliederung verstehe ich nicht, sie schafft zusätzliche Unruhe was nicht sein müsste. Dem Vorgängerbau aus den 70ern kann dieses Entlein nicht das Wasser reichen.

    ... ich überlege schon den ganzen Tag woran es wohl gelegen hat, dass ich bis heute gedacht hatte, dass die Fassadengestaltung in Ziegelsteinen erfolgt. Dementsprechend gross war meine Enttäuschung über das gezeigte Material. Auch die Fensterrahmen wirken billig und ungünstig in der Gliederung. Rote oder beige dafür glasierte Ziegel und dunkle Fensterrahmen ohne Unterteilung das wär's für mich gewesen ...

    Ich frage mich, warum die Franzosen sowas in 2 Jahren hinbekommen, mit Marketing und konkreter 3D Visualisierung ...

    ... und das auch noch unter Führung einer sozialistischen Stadtregierung und Bürgermeisterin. Unfassbar. 8|

    .... für deutsche Verhältnisse.


    Wer sich trotzdem für dieses und viele weitere Zukunftsprojekte in Paris interessiert dem möchte ich die folgende Seite empfehlen:

    http://parisfutur.com/


    Mod: Bitte wieder von Olympia in Paris zurück zum Thread-Thema kommen. Danke!

    Eigentlich sollte doch hier das möglich sein was in Paris mit der dortigen Prachtstraße geplant wird: ...

    ... wir werden es sehen 2024 zu den Olympischen Spielen. Heute jedenfalls wurde schonmal mit der Reinigung des Obelisken auf dem Place de la Concorde begonnen.

    ... Meine Güte, es wird Zeit das ich wieder Urlaub in Frankreich mache, da gibts wenigstens ein paar originelle Restaurants und Kultur die dann wenigstens irgendetwas mit dem Ort zu tun hat in dem die Menschen leben. ....

    ... also ich hätte da einen tollen tip für Dich. In Paris hat gerade das fantastische Samaritaine, das über etliche Jahre geschlossen und von LVMH nun als Hotel und Kaufhaus hergerichtet wurde, wiederöffnet. Das verschlägt einem so als Berliner etwas die Sprache wenn man das sieht und wirft verschiedenste Fragen auf. Wie Sinnhaftigkeit von Wiederaufbau ehemals grosser Kaufhäuser... Sinnlichkeit der Architektur... Erlebnis ...

    etc. Zuletzt fühlte ich mich im KaDeWe etwas an den BER erinnert. Und hier beim Tacheles kommt auch wieder alles sehr streng und kalt daher.

    zum besseren Verständnis was ich meine, hier der link zum Samaritaine:


    https://www.sortiraparis.com/l…opping-et-les-restaurants

    ... Das ist heute mit dem Verweis/Entschuldigung auf Bauhaus / Moderne doch letztendlich komplett abgeschafft worden. Hauptsache eckig, würfelig und praktisch - alles andere wäre ja Kitsch.

    ... Moment, wir sprechen hier über die gestaltetetn Entrées die auf den Fotos zu sehen sind. Kein Grund hier gleich wieder alles in einen Topf zu werfen und zur Generalschelte moderner Architektur auszuholen.

    Und,... ich finde es durchaus nachvollziehbar, dass nach sagen wir mal grob nach 30 Jahren Stilmischmasch und willkürlichem Kombinieren unterschiedlichster Stile ohne Berücksichtigung der Gegenbenheiten, der Reformstil und daraus entstehend der moderne Stil des Bauhauses als wohltuende Reaktion und Antwort auf dieses nur schwer erträgliche Mischmasch auch aus Materialien, sich durchgesetzt hat.

    Ich sage hier bewusst nichts gegen eigenständige Stilformen wie Jugendstil und Art Déco, die mit dem Stilmischmasch des Historismus und der Gründerzeit ebensowenig zu tun haben und von daher als eigene Ausprägung und Stil anzusehen sind.

    .... in wievielen Threads soll hier eigentlich über die Befähigung von Frau Kahlfeldt diskutiert werden? Reicht es nicht dies in der Lounge abzuarbeiten? Ich jedenfalls habe keine Lust diesen neuen Grabenkampf in jedem Strang serviert zu bekommen.

    Frohes Neues im übrigen.


    Mod: Völlig richtig. Die Beiträge dazu wurden entsprechend hierher verschoben. Dir auch ein schönes Neues!

    ....

    Mögen wir uns in Zukunft wieder dem Wesentlichen zuwenden, das beim Thema Architektur immer auch die Ästhetik benötigt.

    ... dumm nur, dass es sich mit der Festlegung was ästhetisch ist und was nicht, ähnlich verhält wie mit der Frage des 'guten Geschmacks'.

    Solange die eine Seite der anderen den Sinn für sowas wie Ästhetik und Geschmack abspricht wird Ihr Wunsch ein frommer bleiben. Eher werden sich die Gräben vertiefen und das gebaute Resultat wird nur selten über das Mittelmass hinausreichen.

    Insofern zeichnen beide Seiten für die Misere verantwortlich.

    < ... ich glaube das ist entschieden zu kurz gedacht und nicht genügend reflektiert. Wie oft haben wir hier schon im Forum die ganz spezielle Rolle beider Grossprojekte zu ihrer Entstehungszeit und ihre konfrontative Schaufensterrole in Zeiten des Kalten Krieges gewürdigt. Allein deswegen gebürt ihnen schon ein Alleinstellungsmerkmal. Von den grossen ästhetischen Reizen der absolut unterschiedlichen Architekturen ganz zu schweigen. Wo bitte könnte denn die 'Welt' in einer einzigen Stadt solche Ensembles betrachten und Geschichte, Ideologie und Architektur an ihnen ablesen? Das ist meines Erachtens eine sehr erfreuliche Neuigkeit die hoffentlich von Erfolg gekrönt sein wird.

    < .... Danke für die interessante Zeitreise mit Hilfe der Fotos Rainer Tee. Man kann nicht leugnen, dass die DDR zumindest einen allumfassenden städtbaulichen Plan hatte und diesen auch umgesetzt hat. Wenn auch nicht absolut, so doch in grundlegenden Zügen. Das ist genau das woran es heute mangelt. Es gibt keine oder nur noch sehr wenige städtebauliche Wettbewerbe. Alles ist ganz klein, nur auf die jeweils zu bebauende Parzelle beschränkt. So gehen die grossen Zusammenhänge und Synergien, die eine gute Planung eigentlich bestimmen sollten verloren. So spiegelt sich ein sehr individuelles, vereinzeltes Abbild unserer Gesellschaft in dem was und wie heutzutage gebaut wird. Wo ist die grosse städtebauliche Diskussion? Wo ist der intellektuelle Diskurs ? Wo ist die Vision, wie Berlin zukünftig aussehen soll hier an diesem wichtigen Ort und überhaupt und wie es funktionieren soll? Von einem künftigen Senatsbaudirektor erwarte ich nicht weniger als das Angehen dieser entscheidenden Fragen.

    Auf das Memi bezogen bedeut das immer noch für mich, obwohl hier einige sehr interessante Entwürfe für eine Umgestaltung etc. gezeigt wurden, einer zum Positiven hin veränderten Raum- und städtebaulichen Situation steht es allerdings im Wege, denn über ein Mehr als das Herumdoktern an einer verfahrenen Situation kommen auch die vorgeschlagenen Veränderungen am Bestandsbau nicht hinaus.

    < zuerst war ich auch sehr begeistert. Nach der Überarbeitung des Entwurfs jedoch schlich sich so ein Gefühl bei mir ein... wie, das habe ich doch irgendwie schonmal gesehen, dieser ganze Stil mit den aufsteigenden getreppten Fassaden. Und alles hat mich sehr an die späten 80er erinnert, beste Postmoderne und besonders an die Fassade der Pariser Bastille Oper mit ihrer einprägsamen getreppten Fassade, die aus dieser Zeit stammt, fühlte ich mich erinnert. Eigentlich mag ich ja die Gebäude der Postmodernen Stilrichtung sehr und ich breche hier im Forum jede Lanze wenn mal wieder ein Bau aus dieser Epoche abgerissen werden soll, wie zuletzt die Grundkreditbank am Zoo. Aber jetzt so ganz neu erscheint mir diese Gestaltung beim Edge doch sehr gewollt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es gebaut besser rüberkommt als in den Visus.


    Bastille Oper Paris:

    https://upload.wikimedia.org/w…x-Op%C3%A9ra_Bastille.JPG