Beiträge von Camondo

    ^

    Es ist etwas beschämend, dass der DDR - Bau immer noch die Liste anführt.

    ....

    .... und es ist gut zu wissen, dass ein weiterer DDR-Bau, der Fernsehturm nämlich, auf unabsehbare Zeit die Liste der höchsten Gebäude noch weiterhin anführen wird.

    auch wenn er nicht wirklich ein Hochhaus ist. ;)

    < Ich bin für Vielfältigkeit, auch in der Architektur. Alles sollte und muss möglich sein. Auch zu der von Dir so sehr herbeigesehnten Zeit mit vielen Dekorelementen und Zierrat gab es die friedliche Koexistenz unterschiedlichster Ausprägungen und Stile. Die von Dir gewünschte Diktatur des Ornamentalen hat es nie gegeben und wird es sehr sicher auch nie geben. Nur durch Vielfalt kann Neues entstehen. Und das scheint mir erstrebenswert zu sein. Weil Du gerade auf die 80er Jahre abziehlst, ein besseres Gegenbeispiel zu Deiner These hättest Du garnicht liefern können. Ich empfehle sehr den Besuch der fantastischen Ausstellung in der Berlinischen Galerie über die Architektur und Stadtplanung der 80er Jahre im Vergleich zwischen West- und Ostberlin.

    < .... am Geld auch, aber in Berlin ist die Gartenkultur verloren gegangen. Die Geringschätzung fand leider in den frühen 2000er Jahren ihren Anfang, als der damalige Senat jeglich Pflege, Gestaltung und Erhaltung durch die Grünflächenämter und sogar diese selbst, eingestellt und aufgelöst hat. Wenn ABM Kräfte für die Parks und Gärten zuständig sind, was will man da erwarten. Es hat sich gebessert die letzten Jahre, aber dennoch eine Art Kulturbruch der seinerzeit stattgefunden hat. Extrem betrüblich, das und wahrlich kein Ruhmesblatt des Wowereit-Senats!

    Anything Goes?

    Berliner Architekturen der 1980er Jahre

    in der Berlinischen Galerie, 17.3.21 - 16.8.21


    Ich möchte kurz auf eine superinteressante Ausstellung in der Berlinischen Galerie hinweisen, die die Architektur in Ost- und Westberlin in den 80er Jahren, zum Thema hat. Anhand von Architekturmodellen und vergleichendem Städtebau speziell zu IBA und 750 tem Stadtjubiläum 1987.

    Ein großes Thema, das auch hier im DAF immer wieder diskutiert wird.


    https://berlinischegalerie.de/ausstellung/anything-goes/

    < Grün ist teuer und pflegeintensiv und das Café befindet sich ja bekanntlich auf dem Dach. Ich bin schon sehr gespannt.

    Und Grün hast Du zudem auf fast 500 Meter Länge zwischen Fernsehturm und Humboldt Forum und dann noch gleich nebenan im Lustgarten und vor der Alten Nationalgalerie und das Kastanienwäldchen hinter der Neuen Wache und die Grünflächen am Café Populaire und auch gleich hinterm Staatsrat ... nicht zu vergessen die schöne Weide gleich unterhalb des Cafés an der Stella-Seite des HF und das Birkenwäldchen direkt an der Nordfassade. Du siehst, es wird garnicht so ungrün.

    < Ich schliesse mich inzwischen Deiner Meinung an. War ich zuerst noch ein starker Verfechter der Erhaltung des Berliner Verlagshauses ist jetzt die Situation ad absurdum geführt und ist nicht mehr zu korrigieren. Was allerdings auch sehr deutlich wird anhand der guten Fotos, welch dramatisch negativen Eindruck die abweisende Baumasse des Memi auch aus dieser Blickrichtung ausübt. Das läßt mich schier körperlich leiden, dieses Memi. Wahrscheinlich muss man drin wohnen um schmerzfrei zu sein, weil man' s dann nicht sieht. Im Ernst, das muss weg. (sozialverträglich selbstredend)

    < Ich denke Investoren für Hochhäuser wollen wenn möglich Downtown präsent sein, soll heissen in der City West ( hier bringe ich auch gern immer wieder eine Halenseegrabendeckelung mit Hochauspotential am oberen Ku'damm ins Gespräch) oder um den Alex und nicht in irgendwelchen Subzentren. Da ist vielleicht Potential für Wohntürme aber auch nicht gerade im hochpreisigen Segment. Und solange es Berlin nicht gelingt die Zentralen von nationalen und internationalen Playern anzuziehen und für die Hochhausnutzung nur Hotel oder irgendeine Mischnutzung infrage kommt, wird sich da auf weiteres nichts umwerfendes abspielen.

    Ich finde den Neubau in seiner expressionistischen Ausformung sehr gelungen. Er ist gleichzeitig nicht zu dominant, dass er die überbordende Expressivität des Admiralspalast schmälern oder mit ihr konkurieren würde. Auch die Farbigkeit vermittelt gut zwischen den hellen und dunkleren elementen des Palasts. Wirklich sehr schön, so wie es ist.

    Ich hoffe, der tolle Innenraum verliert nichts von seiner Patina.

    Ich finde diese Kita ganz wunderbar! Gerade die Farb- und Materialkontraste finde ich als sehr gelungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch die Kinder sie mögen werden. Wenn ich da an die graue, düstere fast schulartige Kita samt Kapelle mit den Pinguinartigen Uniformen der gestrengen Schwestern meiner Kindheit denke ... was für ein fantastischer Fortschritt! Was fehlt ist noch Menge Pflanzen, Bäume, Blumen, aber das kommt bestimmt noch.

    Bauaesthet

    Ich glaube mit Deinen Vergleichen kommst Du nicht weit. Auch die Brücke von Mostar hilft nicht zum Vergleich. Wozu auch? Die Berliner Situation ist doch relativ einzigartig. Jetzt warte doch bitte erstmal ab , dann musst Du dich auch nicht jedesmal entschuldigen wenn Du meinst man hätte dich wieder mißverstanden. Ich denke nämlich Du ziehst diese 'Vergleiche' ganz bewußt. Und abwarten scheint nicht Deine Stärke zu sein ...

    ... Es gibt kaum noch Reisebusse in der Stadt, die geführten Touristengruppen kommen vielmehr von den häufig in angrenzenden Städten liegenden Hotels per Zug in die Stadt. ...

    ... ich weiss nicht wo Du die Zeit vor Corona verbracht hast.... aber wenn ich mit meinem Rad am Wochenende auf der Museumsinsel unterwegs war, war diese vor dem Dom, vor dem Alten Museum und vor der Alten Nationalgalerie mit Bussen von überall her, total zugeparkt. Das war nun wirklich kein preiswürdiger Anblick und etwas worauf ich zukünftig sehr gerne verzichten würde.

    Zitat von Bauaesthet

    ... Ich bin jedenfalls als unbedarfter Laie gespannt auf die Verkehrsplanung der Omnibus-Parkplatz-Kapazitätsberechnungsexperten.



    < Na toll, mehr hab' ich auch nicht erwartet von einem 'unbedarften Laien' ...



    ich sehe das größte Potential für Busparkplätze in der Breiten Strasse.

    oder in Tiefgaragen in den noch unbebauten Bereichen. Dann müsste man sich auch sehr beeilen. Es geht ja nicht nur um Touristenbusse für das HF. Nach Fertigstellung der Museumsinsel wird das DER kulturelle Hotspot in Berlin werden. Da muss man schon ein gutes Konzept haben um die Ströme zu leiten.

    Die Welt besteht aber nunmal nicht nur aus ästhetischen Hochgenüssen. Auch wenn Du sie Dir immer so zurechtbiegen willst wie Du sie als ästhetisch empfindest, Darfst Du dabei jedoch nicht immer auf ungeteilten Applaus hoffen.

    Da Du das Thema ja aufgebracht hast, wie sieht denn Dein ästhetisch und vor allem verkehrspolitisch überzeugender Vorschlag für die Reisebussfrage und überhaupt den gesamten Touristenverkehr aus? Oder beschäftigst Du dich auch lieber nur mit dem schönen Schein und um die wirklich dringenden realen Aufgaben sollen sich doch andere kümmern. Und wenn Sie das dann tun, müssen sie sich auch noch von Dir kritisieren lassen? Sorry, aber das ist mir echt zu snobistisch.

    < Ich habe versucht, Dir gänzlich ohne Ideologie oder sowas zu antworten.

    Was Dir anscheinend nicht im gleichen Maß möglich ist. Schade.

    Das ist genau das was mich und andere immer wieder abschreckt doch noch einen annehmbaren Zugang zu der gesamten Thematik zu finden. Es wird einem leider immer zutiefst vergellt und Du erweist dem Anliegen schliessendlich einen Bärendienst.

    < Der große und entscheidende Unterschied zwischen diesen beiden 'Projekten', die man für mein Empfinden nicht vergleichen kann, ist, dass die Neue Nationalgalerie und ihr Umfeld nie verschwunden gewesen sind, es musste nur ein wenig Rost hier und ein Paar blinde Scheiben dort entfernt und ersetzt werden.

    Beim Humboldt Forum musste erst der Vorgängerbau abgerissen werden und sowas wie ein 'Schlossumfeld' existiert seit 80 Jahren nicht mehr.

    Auch ist die Neue Nationalgalerie immer präsent gewesen, im Bewusstsein der Berliner. Durch viele einmalige Ausstellungen und Events tief im Gedächtnis der jetzt lebenden Generationen hier und international, verankert. Besonders auch bei der jüngeren Generation.

    Die Frage der Busparkplätze und überhaupt die verkehrliche Situation habe ich hier schon vor Jahren angesprochen und ich hatte das Gefühl, dass auch die Rekonstruktions-Fans nicht sonderlich geneigt waren sich dem Thema zu stellen oder auch nur zu diskutieren. Jetzt hat man eben den Salat. Aber Schuld ist gewiss nicht wieder Frau Lüscher.