Beiträge von Camondo

    ... man darf dann allerdings das Augenmerk nicht nur auf die nun im Humboldtforum zu sehenden oder in den Archiven verstaubenden Alltags- Kult- oder sonstwie Objekte belassen sondern muss dann auch, und wir sind ja in einem Architekturforum, die wie auch immer hierherverbrachten Grossarchitekturen wie den Pergamonaltar oder das Ischtar Tor, einer Restitutionsüberprüfung unterziehen. Alles andere wäre völlig haltlos und nicht vertretbar.

    Ich versuche es hier nochmal. Falls jemand den Vorentwurf von Sievers und Piatscheck für das ehem. Delbrück-Gebäude am Potsdamer Platz (dann von Kollhoff geplant) hat oder den Link dazu kennt, dann wäre es sehr freundlich wenn einer diesen hier veröffentlichen könne. Ich finde hierzu im Internet leider gar nichts mehr. Danke im Voraus!

    lieber K-1, ich wusste, dass ich es irgendwo in meiner Bücherwand hatte und jetzt wo ich meine Umzugskartons packe fällt es mir wieder in die Hände. Ich habe 2 Fotos gemacht.

    Das Modellfoto für das nicht realisierte Dellbrück Bank Gebäude am Potsdamer Platz stammt aus dem Buch: Berlin, Visionen werden Realität, von Jovis, herausgegeben von Christel Kapitzki aus dem Jahr 1996. Architekten waren Sievers + Piatschek + Partner. Sockelgebäude 35 Meter hoch der Turm 78 Meter hoch anstelle des Ritz und Beissheim Center denke ich.

    Hier der link zu den beiden Fotos, Fotos von mir:

    https://abload.de/image.php?img=img_22142rk0m.jpg

    https://abload.de/image.php?img=img_2215a2kk8.jpg

    Die Fassadenverkleidungen von Max und Moritz scheinen mittlerweile ganz oben angekommen zu sein, ist das so? (schlecht zu erkennen) Wie es aussieht, haben es aber auch Sprayer bis ganz nach oben geschafft. Hoffentlich lassen sich die Schmierereien rückstandslos entfernen.

    ....? Sorry ich weiss nicht was Du meinst. Ich kann da nichts erkennen was nach 'Schmiereien' aussieht. Und wenn, wärs auch kein Skandal. Zum Glück ist Berlin ja nicht das Rheinmaingebiet. Wenn Du die Grafitties auf der Mauer meinst, Nun das ein Rest der Berliner Mauer, vielleicht hat man in Westdeutschland schonmal davon gehört ... Der Rest ist ein schützenswertes Denkmal. Ansonsten einfach mal ein Paar Infos im Netz einholen, Berlins Geschichte der letzten 60 Jahre. Empfehlenswert!

    ... aber das sind Planungen die über die letzten Jahre entstanden sind und Fakt ist, dass 60% der Linden sehr krank sind also ersetzt werden müssen. So rede doch bitte nicht von Jahre lang mal Nichtstun. Erst erkundigen, dann gerne kritisieren.

    ... aber von zugepflanzt kann keine Rede sein, auch wenn das schon eher der Historie entsprechen würde. Die Bäume sind jetzt so klein und die dritte Reihe befindet sich in der Mitte der Strasse. Und repräsententativ... nunja in Forumsnähe vielleicht. Aber da stehen auch keine Bäume in Reihe ... und nichts wäre mir lieber als wenn möglichst viele Bäume diese unglaubliche Banalität von einem Bud Spencer Museum verdecken würde.


    https://www.berlin.de/museum/6…4-bud-spencer-museum.html

    ... schon mal drüber nachgedacht, dass der Suhrkamp Verlag genauso ein 'Ding' haben wollte wie er es sich hat bauen lassen? Ich glaube nicht, dass ein böser 'Modernist' mit roher Gewalt hier auf die Verlagsführung einwirken musste. :D .. und dass es das gute Recht eines jeden Bauherren ist sich durch die bauliche Erscheinung seiner Repräsentanz so darzustellen wie er es möchte und nicht wie Sie es vielleicht lieber hätten. Gottseisgelobt! :saint:

    < ich bin zwar auch ein grosser Freund von Fassaden- und Dachbegrünung, hier aber finde ich diese fantastische Sichtbetonwand viel spannender und auch gestalterisch wichtig im Zusammenspiel mit den bläulichen Fensterflächen. Die Wand ist auch handwerklich hervorragend gelungen, sodass man sie keineswegs verstecken muss.

    < Das geht mir genau wie Dir. Gerade die vertikale Dekoration hat das Gebäude gut gegliedert und hatte auch etwas Verbindendes mit anderen prominenten Plattenbauten aus der Zeit wie zum Beispiel am Gendarmenmarkt.

    .... ein Freund von mir hat heute beim Diskutieren über die Situation am Breitscheidplatz einen wie ich finde absolut bedenkenswerten Vorschlag gemacht. Warum, so mein Freund, verbaut man die beim Mittelstreifen des Tauentziens verwendeten hellen Granitschalen nicht auch um den Breitscheidplatz einzurahmen? Mit der hohen Kante zur Strasse hin, die niedriegere zum Platz hin, ähnlich attraktiv bepflanzt mit vielen integrierten Bänken. Ich konnte erstmal nicht anders als der Idee meinen Respekt zu zollen ...

    ... bei all dem Applaus für die Neubepflanzung auf dem Mittelstreifen des Tauentzien sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass der eigentliche Breitscheidplatz sich zu einer ziemlich monströsen Hässlichkeit gemausert hat. Zwischen den verschiedensten Absperungen, grobe Steine in Gitterkästen, riesigen Pollern, Stolperfallen am Boden kommt man sich wenn man es einmal auf den Platz selbst geschafft hat, vor, wie auf Alcatraz. Abgesehen davon, dass es noch nie vorgekommen ist, dass ein Terroranschlag ein zweites Mal am gleichen Ort stattgefunden hat... finde ich die momentane Erscheinung des Platzes als eine einzige Absurdität. Ein grosses Bisschen mehr an Souveränitát im Umgang mit solchen Orten wünsche ich mir sehr.