Die Verwaltung an sich schrumpft eben nicht im Verhältnis der gesparten Mandate mit. Viele Bereiche wie IT, Sicherheit, Digitalisierung wachsen deutlich schneller mit.
Das würde mich schon interessieren, auf welcher Grundlage diese Berechnung für einen derart zusätzlichen Raumbedarf allein für die IT-Sicherheit beruht - und wir sprechen vom Luisenblock II, der wohl auch bei keinem Baustopp locker zur Fertigstellung zehn Jahre bräuchte.
Nur dass hier effektiv nichts gespart wird
Natürlich würde effektiv gespart, wenn nicht gebaut wird. Dass schon enorme Planungskosten verpulvern ist eine andere Sache.
Das wiederum halte ich für ein Wünsch-Dir-Was, das an dieser Stelle nicht umsetzbar ist. Im Luisenblock Ost 1 sollen sensible Sicherheits- und Konferenzräume entstehen, da halte ich eine gewünschte Wohnbebauung samt Kaffee im EG für sicherheitspolitisch problematisch. Die Eignung des gesamten Grundstücks für Bundesangelegenheiten eignet sich ja auch aus seiner Insellage im Norden umschlossen von der Stadtbahn...
Und das wiederum halte ich für ein "Wünsch-Dir-Nix" um - aus anderen Gründen - ungewollte Alternativen von vornherein abzublocken. Ich finde auch überhaupt nicht, dass es sich bei dem Bereich um eine "Insellage" handelt, sondern im Gegenteil fast schon um eine Touristen-Durchgangsstrecke zwischen Hauptbahnhof und Friedrichstraße, parallel zu UdL.
Es gibt i.Ü. doch jetzt schon ein öffentliches Bistro im Band des Bundes, sogar mittendrin, mit frei zugänglicher Außenbewirtschaftung direkt an der Spree. https://marieimbundestag.de/
Abends gibt es dort und gegenüber vor dem Paul-Löbe an der Spree übrigens auch Tanzveranstaltungen mit Musik, frei zugänglich. Es ist doch nicht nachvollziehbar, wieso dann am Rand, also außerhalb des Komplexes dies nicht möglich sein sollte. Die Abhörsicherheit würde i.Ü. auch nicht durch Wohnungen oder Restaurants am Rand, also in Weiterführung der bestehenden am Schiffbauerdamm ausgehöhlt. Alternativ könnte es natürlich auch Raum für Museen, Kunstgalerien, Stiftungen, alle auch mit kleinen Restaurants und Außenbewirtschaftung geben.
Man könnte natürlich "aus Sicherheitsgründen" und Angst vor Anschlägen auch gleich die anliegenden öffentlichen Straßen, Gehwege und die S-Bahn mit stilllegen. Die Argumentation erinnert mich an den Wunsch, vor dem Brandenburger Tor und der Straße des 17. Juni "aus Sicherheitsgründen" keine öffentlichen Veranstaltungen mehr durchzuführen.
Falls es nun tatsächlich solcher zusätzlichen "sensiblen Sicherheits- und Konferenzräume" bedarf, würde ich mir große Sorgen machen, dass der Bundestag diese bislang noch nicht hat (und auch die nächsten Jahre nicht bekommen wird). Ich würde dann jedoch vorschlagen, diese unter die schon bestehenden Parlamentsgebäude noch weiter unterirdisch anzulegen, zu bauen.