Beiträge von Katzengold

    Ja, das Bild ist kaum noch im Internet zu finden. Im Buch "Neue Architektur Berlin 1990-2000" steht auf S. 223, dass der damalige Entwurf von HPP Hentrich-Petschnigg & Partner war. Auf deren Web-Seite konnte ich den Entwurf jedoch nicht auf die Schnelle finden. Damals waren 32 Stockwerke geplant, mit einem schiffsartigen Grundriss und einer Stahl-Glas-Fassade. Im Internet war ich auf ein Bild gestoßen, dass auf unser DAF verweist. Auf der Seite ist der angegebene Link aber nicht mehr gültig: Hochhaus Frankfurter Allee 135 (Lichtenberg | in Nutzung)

    Heute das Baukollegium getagt. Es ging um Vorhaben am Alexanderplatz, Mollstraße, Haus der Statistik und Jannowitzbrücke.

    Hier kann man das Video sich ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=KNI8d3-FfnY&t=2654s


    Kurz und knapp:

    - Haus der Elektroindustrie: Es wird ggf. ein Gutachten erstellt, um zu klären, ob man nicht Teile des Gebäudes erhalten kann.

    - Mollstr. 1: Der Bauträger hätte gerne das Bestandgebäude aufgestockt, was zu einer Hochhausscheibe von 80 m führen würde. Ich fand den Entwurf gut, das Baukollegium war aber nicht ganz so begeistert, lobten aber den Bauträger und Architekten für die Planung.

    - Das Hochhaus an der Jannowitzbrücke wird wahrscheinlich doch nur 90 anstelle von 115 m hoch.

    - Die Wohnhäuser am Haus der Statistik sollen ggf. leicht überarbeitet werden.

    Bei den rbb Abendnachrichten wurde berichtet, dass gerade archäologische Grabungen im Nordteil des Postblockareals stattfinden. Danach soll dann mit dem Bau des des Staab-Entwurfs begonnen werden. Das Bundesfinanzministerium hatte dem Bau eine Absage erteilt, um Geld zu sparen. Doch die Bima sieht weiterhin bedarf und baut deshalb trotzdem. Losgehen soll es kommendes Jahr. Danach geht es mit dem südlichen Bereich weiter:

    https://www.rbb-online.de/aben…ginn-postblock-areal.html

    Betonkopf : Vielen Dank für die Bilder. Mir gefällt dieses Bauprojekt trotz seiner Schlichtheit sehr. Gerade die Riemchen an den Fenstern finde ich ein schönes Detail. Ich bin positiv überrascht, dass die beiden Baukörper sich in der Farbe der Riemchen und Backsteine unterscheiden. Gerne mehr davon.

    Kurzes Update zum Ibis Hotel am Ostbahnhof. Zuletzt hier: #293

    Die Planen wurden entfernt. Die Seite zum Ostbahnhof hin wurden weiß gestrichen, was dem Gebäude m. M. nach nicht wirklich gut tut. Nun versprüht es den Charme eines Ärzte- oder Krankenhauses. Lediglich die Spreeseite ist in dem Rot geblieben. Ob mit der Sanierung eine Nutzungsänderung einherging kann ich nicht sagen.

    Architektur-Fan : Wenn du sagst "In architektonischer Hinsicht handelt es sich um einen (Un-) Ort für Masochisten." dann ist das dein persönliches Erleben. Ich finde nicht, dass man andere diskreditieren muss, wenn sie anderer Meinung sind. Der Alexanderplatz ist in seiner jetzigen Form auch nicht mein Lieblingsort aber ich muss dennoch anerkennen, dass es einer der spannendsten Orte Berlins ist, da hier Welten und Weltansichten aufeinandertreffen. Ich halte es für einen Glücksfall, dass eben nicht wie in den 90er Jahren angedacht war, einfach Tabula Rasa gemacht und das DDR-Erbe getilgt wurde, sondern, dass man nun versucht die Gebäude der unterschiedlichen Zeitschichten miteinander zu verbinden. Das kann m. E. auch nur ein stufenweiser Prozess sein. Man sollte schauen, wie sich die zwei Türme (Mynd und ALX) einfügen bzw. ein neues Raumgefühl bringen und dann ggf. die Planung für die weiteren Neubauten justieren. Auf jeden Fall sollte man, die noch vorhandenen Gebäude (Haus der Elektroindustrie ausgenommen) bewahren und ggf. sinnvoll ergänzen. Die WBM-Machbarkeitsstudie ist doch ein gutes Beispiel hierfür. Im Ganzen, sollte man sich beim Alexanderplatz von Vergleichen zu anderen Orten (Triumphbögen und Kathedralen inbegriffen) lösen. Der Platz hat seine eigene Geschichte und sein eigenes Gesicht, das eben nicht jedem gefällt. Das muss es aber auch nicht.

    Ich möchte an der Stelle auch ergänzen, dass die Komposition des Alexanderplatzes, d.h. Haus des Reisens, Hotel Berlin, Haus der Elektroindustrie und der Presse-Café-Pavillon heute nicht mehr in seiner ursprünglichen Wirkung erlebbar ist, da das Saturngebäude die Sichtbeziehung Haus des Lehrers und Presse-Café kappt. Der Bildfries des Presse-Cafés ist nämlich als Gegenstück zum Fries des Haus des Lehrers zu verstehen. Der Presse-Café-Pavillon steht da also nicht ganz zufällig.

    Ein bisschen kann ich die Kritik von RoteInsel schon nachvollziehen. Beim Sonnenschutz kann man auch andere Werge gehen. Ich hätte mir hier ein Farbspiel a GSW Hochhaus von Sauerbruch-Hutton an der Rudi-Dutschke-Str./Kochstr. gewünscht. Das würde m. E. gut zu den farbenfroheren Nachbarbauten passen. Insgesamt bin ich aber positiv überrascht von dem Projekt bzw. von dem gesamten Areal.

    Tolle Neuigkeiten und endlich neue Renderings. Dann müsste es auch bald offiziell verkündet werden, oder?

    Ich stimme Medoxx zu, was den Gehry-Entwurf angeht. Bei der Darstellung kann man sich kein klares Bild machen. Die anderen beiden Entwürfe gefallen mir sehr gut, wobei der Barkow-Entwurf wegen seiner gefalteten Glasfassade Assoziationen zum KPMG-Turm am Hauptbahnhof weckt. Dennoch könnte ich mit dem Entwurf gut leben, da es beim Turmabschluss eine Verschlankung gibt. Der Kleihus-Entwurf gefällt mir mit der seitlichen Abstufung. Hier finde ich auch die Überarbeitung des Sockelbaus am gelungensten, da klarere Bezüge zu den Behrensbauten und dem benachbarten Sauerbruch-Hutton-Bau schafft.

    Foster Gage


    Woher hast du diese Zahlen? Laut Visit Berlin (https://about.visitberlin.de/en/current-figures) ist Berlin weiterhin eine der beliebtesten Städte in Europa. 2022 kamen 10 Mio nach Berlin. Zwischen 2015 und 2019 lag Berlin was die Übernachtungen angeht auf Platz 3 nach London und Paris. Dann kam Corona mit den bekannten Auswirkungen auf die Tourismusbranche.


    Ich finde diese Vergleiche mit anderen Städten ermüdend und auch nicht weiterführend. Prag ist Prag, Paris ist Paris und Berlin ist eben Berlin. Für einige ist es unvorstellbar aber die städtebauliche Einzigartigkeit Berlins ist für viele Menschen ein Anziehungspunkt. Wer schöne Altstädte sehen will, geht nach Prag, Budapest und Co aber wer eine Stadt erkunden will, an der man die bewegte europäische Geschichte des 20 Jahrhunderts ablesen will, der fährt nach Berlin. Berlin ist bestimmt nicht gefällig wie so manche andere Stadt in Europa aber das ist eben auch der Reiz der Stadt. Viele Menschen inspiriert und fasziniert Berlin mit seinen Brüchen, Perlen, und Unstimmigkeiten.


    Ich glaube auch, dass es nicht wenige Touristen gibt, die gerne etwas Wind in Kauf nehmen, um die Kunstschätze in den Museen des Kulturforums zu bestaunen. Und es gibt viele Menschen (Berliner, wie auch Touristen), die die Architekturikonen von Mies van der Rohe, und Scharoun feiern. Ich bin dankbar für die Fülle an architektonischen Stilen, die Berlin zu bieten hat und kann an dem Kulturforum keine Peinlichkeit entdecken.


    Ob z. B. das Museum der Moderne eine architektonische Bereicherung für das Forum bietet, muss sich noch zeigen...

    Das wäre auf jeden Fall eine schöne kulturelle Bereicherung für die Europa-City. Auf der Carl-Bechstein-Campus-Seite erfährt man unter dem Reiter "Aktuelles", dass der Campus im Bereich Heidestraße 46 – 52 entstehen soll. Laut GoogleMaps sieht es mich so aus, als wäre das die Fläche, wo z. Z. noch ein Baumittel-Betrieb ansässig ist. Im Hinteren Bereich des Grundstücks gibt es einen Altbau, der mitgenutzt werden soll.

    Die Ergebnisse eines Wettbewerbs (städtebaulichen und hochbaulichen Vorentwurf) sollen Ende des Jahres vorliegen. Die teilnehmenden Architekturbüros sind:

    - Architekturbüro LS, Berlin

    - Bruno Fioretti Marquez, Berlin

    - Dorte Mandrup A/S, Kopenhagen

    - GRAFT, Berlin Gesellschaft v. Architekten, Berlin

    - jessenvollenweider architektur, Basel

    - Kleihues + Kleihues, Berlin Gesellschaft v. Architekten, Berlin

    - Staab Architekten, Berlin