Beiträge von Katzengold

    Ich bin vor eine paar Tagen die Tiergartenstraße langefahren und es tut sich dort etwas an zwei Stellen. Zum einen beginnen nun die Bauarbeiten am Hotelneubau gegenüber der österreichischen Botschaft (siehe #320). Weiter in Richtung der Botschaft Saudi Arabiens ist ein großes Grundstück abgesperrt. An der Umzäunung sind Planen mit Bilder und Informationen angebracht. Ich konnte sie mir nicht näher ansehen, da ich auf den Verkehr achten musste. ;-) Weiß einer von euch, was dort entstehen könnte?

    Der rbb hat gestern in der Abendschau in einem 6 minütigem Video über das Vorhaben bzw. über die Kritik am Vorhaben berichtet. Eine Initiative befürchtet (nicht ganz zu unrecht), dass die Fassaden zu banal werden könnten, wenn die städtischen Wohnungsbaugenossenschaften mit der auferlegten Anforderungen dort bauen. Im Studio war Ephraim Gothe, der diese Befürchtung teilt. Er regte an, dass die Bauträger finanziell von Stadt und Bund unterstützt werden, damit am Molkenmarkt kleinteilige und anspruchsvolle Architektur entstehen könne. Er empfiehlt dem Senat sich in Lübeck, Potsdam und Frankfurt die Quartiere anzusehen, welche durch Gelder vom Bund gefördert wurden und sich von den Erfahrungen berichten zu lassen.

    Das Baukollegium hat getagt. Das Video kann man sich auf Youtube ansehen. In der ersten Hälfte der Sitzung ging es um den geplanten Ersatzbau für das Schwimmbad, über das Studentenwohnungen und ein Bürotrakt gebaut werden sollen.

    Das Grundstück befindet sich gegenüber dem Wieweil-Projekts. Wir haben hier im Forum auch schon Renderings gehabt - ich finde sie nur gerade nicht.


    Das Baukollegium lobte das Konzept, kritisierte jedoch die unruhige und banale Fassade. Man wünsche sich mehr Mut und einen stärkeren Bezug zum Ort. Zudem möchte man, dass die Funktion an der Fassade ablesbar ist und dass die Zugänge zum Schwimmbad besser gestaltet werden.

    Hallo,


    ich weiß nicht, ob die Meldung in diesen Strang gehört. Bitte verschieben, falls es einen besseren Ort hierfür geben sollte.

    Das Baukollegium hat getagt und man kann sich auf Youtube die Sitzung ansehen. Es wurde in der zweiten Sitzungshälfte über ein mögliches Hochhaus am S-Bhf. Jungerfernheide gesprochen. Spannend ist, dass das Hochhaus, zum Teil von der Straßenbahn durchfahren werden soll und zudem auch auf dem neuen S-Bahnsteig der Siemensbahn aufliegt. Hintergrund: Die BVG und die Deutsche Bahn benötigen zur Umsetzung ihres Vorhabens (neue Straßenbahnstrecke und Neuer Bahnsteig für Siemensbahn) ein Grundstück, dass ihnen nicht gehört. Um eine Enteignung zu vermeiden, hat man in einem kooperativen Verfahren eine Möglichkeit entwickelt, die alle drei Parteien befriedigt. Vom Baukollegium kam eine positive Rückmeldung. Ein Hochhaus sei denkbar. Lediglich solle überprüft werden, wie das Haus mit der Umgebung in Einklang gebracht werden kann. Spannende Sache! Wenn es tatsächlich so kommt, erhalten wir ein Hochhaus, durch das die Straßenbahn fährt.

    Auf Youtube sind seit heute 3 Videos mit Wettbewerbsbeiträgen für das Wohn- und Geschäftsquartier (Bearbeitungsphase des Werkstattverfahren - Zwischenstand Entwurf #1) Breite Straße zu sehen.

    Video 1: 1. Planungsteam ADEPT ApS, Kopenhagen.
    Video 2: 1. Planungsteam Heide & von Beckerat (Achtung: Schlechte Tonqualität).

    Video 3: 1. Planungsteam LH Architekten Landwehr Henke+Partner mbB.


    Die Anforderungen sind hoch: Archäologische Fenster bzw. Zugang zu den archäologischen Funden. Wohnungen/Büro 50/50. Nachhaltiges Bauen. Grüne Innenhöfe, etc.

    In der jetzigen Phase scheint es um die Grundlagen zu gehen, d.h. Aufbau, Verteilung, Konzept, Bauweise. Zu den Fassaden kann man noch nicht viel sagen. Bis auf ADEPT liefern die Planer nur vage Skizzen. Immerhin sind bei LH und Heide & von Beckerat unterschiedliche Gebäudehöhen zu erkennen. Bei ADEPT sieht es nach hochwertiger Backsteinverkleidung aus, dafür haben alle Gebäude aber die selbe Höhe und das Staffelgeschoss wirkt irgendwie uninspiriert.

    Endlich tut sich etwas am Nollendorfplatz und die grässliche Spielothek neben dem Metropol-Theater soll verschwinden. Für das Grundstück hat der Immobilienentwickler Bauwens gemeinsam mit dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg ein Gutachterverfahren durchgeführt, um den besten Entwurf für ein Nullemissionsgebäude mit Büronutzung zu finden. Gewonnen hat HENN mit einem sehr eleganten Entwurf. Der Entwurf der Zweitplatzierten (ACME) mit seinen skulpturalen Stützen gefällt mir aber auch sehr gut. Ich wünsche mir eine solche hohe architektonische Qualität auch an zentraleren Orten der Stadt. Auf Baunetz kann man die Entwürfe einsehen.

    ich glaube beim Monarch-Tower geht es nun weiter. Wenn ich es richtig beobachtet habe, dann wurde neben der Baugrube der Asphalt entfernt und Kabelstränge verlegt. Nun schließen sie die Fahrdecke wieder mit Metallgittern. ich vermute, dass sie die Fläche anschließend mit Teer/Alsphalt versiegeln. Der eine Kran beginnt auch wieder damit Erde aus der Grube zu holen. Hoffen wir mal auf das beste...

    Der Entwurf von Hadi Teherani mit Kolonnadengang:

    Das war mein persönlicher Favorit. Die skulpturalen Arkadengänge hätten meines Erachtens wirklich dazu geführt, dass Menschen sich länger auf der Brücke aufhalten. Gerade in Hinblick auf den Klimawandel wäre es schlau gewesen, so ein großes Bauwerk teilweise zu bepflanzen und vor allem Schattenspender anzubieten. Schade, dass es nun COBE wird... aber immerhin, es gab noch schlechtere Entwürfe beim Wettbewerb.

    Hallo zusammen,

    Ich war gestern dort. Fotos durfte man nicht machen. Insgesamt gab es 10 Entwürfe, die in einer detaillierten Präsentation vorgestellt wurden. Danach durfte man sich die Entwürfe in Ruhe ansehen. Zudem war man aufgefordert drei Entwürfe zu bewerten. Die Hälfte der Entwürfe war enttäuschend. Quasi Status quo nur moderner. Es gab zwei Entwürfe mit Kolonadenaufbauten, wovon mir der mit der begrünten Holzkonstruktion am besten gefallen hat. Da sahen die Kolonaden wie geschwungene Skulpturen aus. Für mich stach dieser Entwurf heraus, da er den größten gestalterischen Ansatz zeigte und einen Aufenthaltsort schafft.

    Ein Entwurf punktete damit, dass die Brücke verschmalert werden kann, wenn die Verkehrswende kommt. Alle Entwürfe mussten zwei Pasen darstellen: Vor und Nach der Verkehrswende. Zudem auch, wie bei laufendem Verkehr die Brücke abgerissen und neu gebaut werden kann.

    Das Humboldt Forum ist das erste Museum der Welt in dem man als Besucher nicht Exponate würdigt

    sondern der Frage nachgeht wann denn die Objekte wieder das Haus verlassen müssen.

    1. Müsste man hierzu alle Museen der Welt kennen, um eine solche Aussage treffen zu können.

    2. Wenn dem so wäre, dann sollten wir dankbar sein, dass es nun einen Ort gibt, wo über Recht und Unrecht in Zusammenhang mit Kunsterwerb gesprochen wird.


    Ich finde, dass man gerade durch diese Diskussion die Exponate würdigt bzw. die Kulturen, denen sie entstammen.


    Generell empfehle ich, das Museum erst einmal zu besuchen, bevor man so eine harsche Kritik schreibt.

    Ich glaube das mit dem blauen Streifen ist eine Art Orientierungshilfe bei der Anbringung der weiteren Elemente - quasi, hier ist der Anfang, and dem die Folgemodule in einer bestimmten Reihenfolge andocken. Am Ende wird der blaue Streifen dann entfernt.

    Was man bei der Gestaltung von den Zugängen und Aufzügen auch beachten muss, ist die gewünschte Wahrnehmbarkeit. Die Menschen sollen ja, sehen, dass dort ein Aufzug ist. Ein gläserner Fahrstuhl könnte leicht übersehen werden, was z. B. für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung oder einer körperlichen Behinderung oder auch für ältere Mitmenschen ein Problem werden kann, wenn sie lange suchen müssen.


    Es wurde auch in früheren Post das "U" auf dem Mittelstreifen Unter den Linden kritisiert, weil es so auffällig sei. Ich denke, auch hier geht es um Wahrnehmbarkeit im Stadtraum. Ein U-Bahneingang, der sich perfekt in das Umfeld einfügt ist schwerer zu finden. Es gibt in Berlin durchaus Beispiele, wo der U-Bahneingang leicht übersehen werden könnte, wäre nicht ein großes Schild mit einem "U" davor. Z. B. Straußberger Platz, wo die Eingänge z. T. in den Gebäuden sind.