Beiträge von Ziegel

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der zweite, kürzlich entschiedene Wettbewerb dient der neuen Stadtbibliothek, die sich deutlich vergrößern und in die Jüdenstraße am Markt ziehen soll.

    Hier hat sich auch etwas getan, na ja.

    Die Stadt wird nicht neu bauen, sondern die Bibliothek zieht in das vom Drogeristen Müller aufgegebene Gebäude gegenüber. Dieses ist Baujahr 1927 (Warenhaus Emil Joske). Immer wieder erstaunlich, wie historisierend und retro manch heutiger Entwurf ist, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Originale auch schon hundert Jahre alt sind.

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    Urheber Tilman2007, freie GNU-Lizenz

    Datei:Jüdenstraße 2 Weißenfels 20180809 003.jpg – Wikipedia

    Zitat Amtsblatt:

    "Verlagerung Stadtbibliothek in das ehemalige Müller-Kaufhaus in der Jüdenstraße 2

    Im Zuge der Schließung des Müller-Kaufhauses, Jüdenstraße 2, im April 2026 und dem Verkauf der Immobilie besteht nun für die Stadt Weißenfels die Möglichkeit, das Gebäude Jüdenstraße 2 zum Bibliotheksstandort zu entwickeln. Die städtebauliche Ent wicklung des bisher vorgesehenen Areals Jüdenstraße/Kleine Kalandstraße soll in enger Abstimmung mit der Stadt Weißenfels durch Investoren erfolgen. Ziel ist eine geordnete Entwicklung des gesamten Schlüsselareals Kleine Kalandstraße/Jüdenstraße/Markplatz vor dem Hintergrund des Transformationsprozesses der Innenstadt. Der Standort Jüdenstraße 2 wurde unter den Gesichtspunkten Zentralität und Erreichbarkeit, städtebauliche Bewertung, Barrierefreiheit, Flächen- und Raumvolumen, Wirtschaftlichkeit und Fördermittelbetrachtung sowie der Zeitschiene bewertet. Im Ergebnis hat der Stadtrat die Verwaltung mit der Konkretisierung der Planung und Umstrukturierung des Gebäudes beauftragt. Der Beschluss zum Standort der Bibliothek in der Jüdenstraße 1-5 wurde aufgehoben und die Mittel aus dem gerichtlichen Vergleich sollen in den neuen Standort fließen."

    Vielen Dank für die hochinteressanten Fotos und die nüchternen Texte!

    Ich finde es äußerst erfreulich, dass die neue ungarische Regierung das Projekt fortführt, siehe z. B. hier:

    https://www.budapester.hu/inland/es-bleiben-keine-bautorsos/

    Zu hoffen ist, dass die Korruption, die einiger dieser Bauvorhaben offenbar verzögerte und verteuerte, eingedämmt wird. Zudem könnte das Hauszmann-Projekt damit das Image eines "Orbán-Denkmals" loswerden.

    Für Budapest und Ungarn lohnt sich die Investition sicherlich. Wir wissen doch alle, dass historische und wiederaufgebaute Städte Tourismus aus aller Welt anziehen und dies nicht nur für kurze Zeit, sondern eine ungebrochene Faszination ausüben. Ich muss auch unbedingt mal nach Budapest.

    Aktuell passiert baulich enorm viel in Weißenfels. Auch einige spektakuläre Sanierungen barocker Perlen sind dabei.

    Ganz knapp hinweisen möchte ich aber auf das Bauvorhaben Heinrich-Schütz-Haus. In folgendem Bild sieht man es, wobei der Abriss des Hauses am Bildrand rechts, welches schon seit einigen Jahren leerstand, inzwischen abgeschlossen ist. Es handelte sich um einen Plattenbau, dessen Fundament für den Nachfolger nachgenutzt wird, schreibt die Stadt.

    Meines Erachtens war das ein schönes, passendes Haus. Wenn so etwas abgerissen wird, fühle ich mich schlecht, auch weil in aller Regel ein ästhetischer Rückschritt zu erwarten ist. Aber ihr könnt euch schon mal festhalten...

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    Urheber Kreuzschnabel, freie Lizenz CC BY-SA 3.0

    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-…C3%9Fenfels.jpg

    Der Nachfolger wird das hier:

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    Peter Zirkel Architekten, Josephine Galiläer

    https://peterzirkel.de/heinrich-schuetz-haus/

    Dazu würde mich eure Meinung sehr interessieren! Einerseits hat der Entwurf alles, was ich mir von zeitgenössischer Architektur wünsche: städtebauliche Kleinteiligkeit durch Kubatur und Farbe, Geschichtsbewusstsein, vertikale und horizontale Gliederung, Detailreichtum, ein als Dach erkennbares Dach, Ausdruckskraft und eine im besten Sinne zeitgenössische, frische Ästhetik.

    Andererseits finde ich es als Nachbarn des historischen Renaissancehauses doch ein wenig heftig. Der schlichte Vorgänger ließ den eigentlichen Star der Straße mehr glänzen. Auch fürchte ich, dass der so dominant eingesetzte Ziegel, der dort gar nicht typisch ist, sich nicht gut einfügt. Verputzte Wände, zumindest im Bereich des Sockels, fehlen mir. Vielleicht noch besser: geschlämmte Ziegelwände.

    Aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau und bisher kann man ja auch nur das Entwurfsstadium beurteilen.

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    Knapp 6 Mio. Euro für so ein Schmuckstück finde ich in der heutigen Zeit erstaunlich wenig. Zieht mich - in architektonischer Hinsicht - mehr an als die ungleich größere Kulturscheune, die gerade für eine halbe Milliarde in Berlin gebaut wird.

    Weiterführende Infos:

    https://www.weissenfels-erlebnis.de/Entdecken-/Mit…62.1&kat=3678.3

    Camondo Das ändert nichts an der negativen stadtklimatischen Wirkung und dem enormen Ressourcenverbrauch, die großflächige Glasfassaden mit sich bringen. Vogelschlag ist wahrscheinlich nicht das ganz große Thema, weil vor dem Haus nur wenige Bäume stehen, aber auch das ist generell mitzudenken. "Form follows function"! Oder auch "Open your mind!" Fazit: Glas als Dekorationsmittel sollte endgültig ausgedient haben.

    Plastizität in einer Fassade begrüße ich immer, egal ob durch organische oder geometrische Formen oder schlicht Ornament. Sicherlich ließe sich auch das Memi radikal aufwerten, aber wer soll das warum machen? Wir reden hier von einer Wohnmaschine in WBM-Besitz. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Bausubstanz eine aufwendige Sanierung nicht unbedingt nahelegt. Die bautechnische Qualität solcher DDR-Plattenbauten war in den 1980ern nicht mehr die Beste, um es vorsichtig zu sagen.

    Wenn jetzt zumindest etwas optische Schadensbegrenzung betrieben würde, wäre das schon positiv. Dem "Haus der Statistik" bei einer Sanierung ästhetisch nachzueifern, ist wahrscheinlich das Beste, was man sich realistisch erhoffen kann. Für mich nicht unbedingt Grund zur Freude, aber ich muss mir die Gegend ja zum Glück nicht jeden Tag angucken.

    "Totalverspiegelung" ist komplett unzeitgemäß. Abgesehen vom Aussehen, bei dem ich so etwas auch altbacken finde, wurde beim Extremwetterkongress in Hamburg jüngst wieder vor großflächigen Verglasungen gewarnt. Dann doch lieber Hundertwasser, aber so etwas ist never zu erwarten.

    Dekoratives Anführungszeichen

    LWB Straße des 18. Oktober/Johannisallee 31

    Auch hier wieder: Grau, Grau, Grau. Ein minimales Zurückversetzen der beiden oberen Geschosse hätte bei der Ecke vielleicht die Mächtigkeit gemildert. Besser noch: ein Zurückversetzen des Mittelteils gegenüber dem Sockel, dazu ein Zurückversetzen des Dachabschlusses gegenüber dem Mittelteil. Vielleicht hätten schon je 30-40 cm einen bedeutenden Unterschied gemacht. Ich denke, das hätte ästhetisch mehr bewirkt als der Rücksprung zu den Nachbarabschnitten, für den man sich entschieden hat und der auch nicht verkehrt ist, um das Ganze zu verschlanken.

    Zusätzlich zur lobenswerten horizontalen Gliederung (wenngleich diese recht grob geraten ist) wäre auch eine vertikale Betonung in Form von aufstrebenden Putzflächen zwischen den Fensterachsen richtig gut gekommen, denke ich. Das hätte im Mittelteil schon genügt. Es kitzelt mich, das zu visualisieren, aber die Zeit nehme ich mir jetzt mal nicht.

    Die Anordnung und Formate der Fenster finde ich sehr gelungen.

    Das habe ich auch nicht behauptet! Ich habe nicht geschrieben, dass man das Geld für die Rabet-Halle zum Stadtbad hätte umleiten sollen. Es ist aber so, dass perspektivisch sehr viel mehr Menschen im Zentrum Nord leben sollen als heute. Es ist absehbar, dass dann in dieser Gegend eine Schwimmhalle benötigt wird. Und die Stadt Leipzig besitzt dort sogar eine. Diese muss halt ertüchtigt werden, um heutigen Anforderungen zu genügen. Wenn man das nicht macht, weil man sich das Geld für eine denkmalgerechte Sanierung sparen will (und damit im Übrigen viel bürgerschaftliches Engagement vor den Kopf stößt), läuft es auf einen billigeren Neubau hinaus. Und dafür ist der Otto-Runki-Platz für mich eine Mahnung, denn was man an dieser brutalen Stadtzerstörung „durchaus gelungen“ finden kann, ist mir zumindest aus architektonischer Sicht schleierhaft. Dass es dort Poollifts gibt, ist natürlich toll.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Zufallsfund - bei der Kieler Str. 72 in Mockau sieht es derzeit so aus: […]

    Viel erwarten brauchen wir da wahrscheinlich eher nicht.

    Viel nicht, aber betrachtenswert ist der kuriose Zwischenstand durchaus. Der alte Stuck unter den Fenstern, oder was auch immer es sein sollte, wurde entfernt. Dafür wurden über den Fenstern Stuckleisten angebracht. Den Aufbau auf dem Dach kann ich auch nur schwer deuten. Ist dies das Dach einer zusätzlichen Etage?

    Die grauen Putzflächen verraten Gestaltungswillen ebenso wie mangelndes Gespür für den Aufbau der Fassade.

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    (eigenes Foto)

    hedges Du hast offenbar meine nun schon mehreren Kommentare nicht verstanden. Ich habe nicht die Sinnhaftigkeit der Normen für Schul- und Wettkampfsport angezweifelt. Ich habe lediglich hinterfragt, warum ein Umbau des alten Beckens, um diese Normen zu erfüllen, angeblich nicht möglich sein soll. Wenn da nicht noch bessere Argumente kommen als Das Becken von 1916 entspricht in seiner gegenwärtigen Form nicht den Anforderungen von 2026, dann muss ich sagen, ist das echt wenig für zig Jahre der Prüfung und Planung. Und mit dem Denkmalschutz sollte sich eine gute Lösung finden lassen, wie gesagt: siehe Westbad.

    Allerdings konnte ich in den zurückliegenden Jahren mitunter beobachten, dass Straßen kurz hintereinander mehrfach aufgerissen, asphaltiert und wieder aufgerissen wurden. Ein Anruf ergab, dass sich die Stadt eine Koordinationsstelle leistet, um die verschiedenen Beteiligten besser aufeinander abzustimmen, mit durchwachsenem Ergebnis.

    So langsam fange ich an, mich zu ärgern!

    Das Männerbecken ist zu lang.

    -> Lösung: Verfüllen der "überschüssigen" 7 Meter

    Das Männerbecken ist zu schmal.

    -> "Es sollen je nach Beckenbreite 4 oder 5 Bahnen mit einer Breite von 2,50 m vorhanden sein." Vier passen problemlos ins große Becken.

    Das Männerbecken ist zu flach.

    -> Ich habe nicht nachgemessen, aber eine "Wassertiefe von mind. 1,80 m" scheint nach Fotos gegeben. Den vorderen flacheren Teil des Beckens kann man ja wie gesagt verfüllen.

    Schwimmbahnmarkierungen können nicht aufgebracht werden.

    -> Warum nicht?

    Es gibt keine modernen Raststufen, Beckenleitern und Beckentreppen.

    -> Dann baut man sie halt ein.

    Zur Erinnerung: Im denkmalgeschützten Westbad hat man das Becken komplett verfüllt bis zum Rand. Da finden jetzt Tanzcafés statt. Aber es soll unmöglich sein, im Stadtbad ein paar überschaubare Modifikationen durchzuführen, um die Nutzung, für die das Haus gebaut wurde, wieder dort stattfinden zu lassen? So oder so wäre das Bad ab dem Tag der Wiedereröffnung rappelvoll und auch viele Vereinssportler würden sich über den neuen alten Schwimmort freuen, egal, ob eine Markierung jetzt 10 cm weiter links oder rechts ist.

    Oh doch, ich finde, das hat sehr viel damit zu tun, dass Deutschland endlich mal lockerer werden muss.

    Ich finde auch, die Stadt hätte sich stärker für eine kontinuierliche Sanierung engagieren sollen und den Rückenwind nutzen sollen, den der Förderverein gibt. Es ist klar, dass, wenn man jahrzehntelang nicht investiert, große Kosten auflaufen. Dann jammernd dazustehen und die 70 Millionen zu beklagen, überzeugt mich nicht. Die Stadt sollte auch nicht den Fehler wiederholen, alles mögliche für ein paar Groschen zu verkaufen, nur um es dann in Boom-Zeiten wieder teuer zurückkaufen zu müssen. Gerade in dieser Lage, aber auch mit der ikonischen Bedeutung für die Stadt muss man das Stadtbad als strategische Reserve bezeichnen.

    Man kann natürlich auch für 20 Millionen so eine billige Kiste bauen wie am Otto-Runki-Platz. Nicht meine Idee von Baukultur. Auch das Naturkundemuseum hätte man in eine Betonschachtel verfrachten können. Wenn ich mich richtig erinnere, hat die SPD-Fraktion den Einzug in den Bowlingtreff unterstützt.

    Berlin hat bereits eine schöne Skyline und der Fernsehturm ist ihr wichtigster Teil. Und dessen Wirkung würde leiden, wenn er von zu hohen Stürmen umstellt wäre. Mit New York kenne ich mich nicht aus, vermute aber, dass die dortige Stadtentwicklung nicht Vorbild für Berlin sein sollte. „Künstlich“ ist auch kein passendes Wort für Städtebau, der kein Naturphänomen ist, sondern Ergebnis verschiedener menschlicher Verständigungsprozesse. Da kann jede/r seine Meinung haben, aber deine hat sich am Alex eben nicht durchgesetzt, sondern ein strenges Höhenraster, was, wie ich finde, auch seinen Reiz hat. Und im Übrigen ist es ja der planerische Normalfall in der modernen europäischen Stadt, dass eben nicht jeder so hoch bauen darf wie er will, sondern eine gewisse Homogenität angestrebt wird. Darüber regt sich niemand auf, nur wenn es um Hochhäuser geht, soll das plötzlich nicht mehr gelten.

    Was „unweigerlich dazu führt, dass öde Baukasten-Architektur entsteht“, ist die Unfähigkeit und vor allem der Unwillen von Architekt/innen. Darauf habe ich mit dem Verweis auf expressionistische Hochhäuser der 1920er und -30er Jahre abgezielt, in denen man noch wusste, wie’s geht. Man kann Gebäude mit „stumpigen“ Proportionen, die einigen im Forum den Hahnenkamm anschwellen lassen, zeitlos schön entwerfen. Auf die Fassadengliederung kommt es an. Die monotonen Rasterfassaden, die heute üblich sind, brauche ich nicht noch dominanter im Stadtbild.

    Das Becken ist 32 Meter lang, aber es braucht ein Becken, das 25 Meter lang ist? Das kann doch nun wirklich nicht das Problem sein! Es ist sicherlich möglich - rückbaubar und damit denkmalgerecht - einen Teil des Beckens zu verfüllen und damit das Becken auf 25 Meter zu verkleinern. Zumal die Beckentiefe vorn ohnehin sehr flach ist und erst Richtung Osten tief wird.

    Manchmal verstehe ich unser Land wirklich nicht mehr. Wir stehen uns selbst im Weg, wo es nur geht.

    Es wäre doch sicherlich möglich (gewesen), statt Jahre und Jahre zu diskutieren, das Bad Stück für Stück zu ertüchtigen. Wenn die Stadt das kontinuierlich angegangen wäre, könnte man jetzt vielleicht schon wieder dort schwimmen.

    Ich frage mich, warum die Beckengröße nicht für Schul- und Vereinssport geeignet sein soll. Zumindest habe ich in dem Wust an Links nichts dazu gefunden. Laut MDR misst das große Becken in der ehem. Männerschwimmhalle 32x12 Meter. Eine Schwimmbahn hat normalerweise 2,50 Meter Breite. Mit einer Verbreiterung des Beckens um nur 50 cm auf 12,5 Meter bekäme man somit 5 Bahnen unter, das entspricht dem Angebot der Schwimmhalle Mitte (Bahnlänge dort 25 Meter). Vielleicht ist es aber auch ok, wenn die fünf Bahnen nur je 2,40 breit wären.

    Auch wenn diese Art zu denken in Deutschland heute utopisch ist, könnte man ja auch mal bedenken, dass Generationen von Kindern in solchen historischen Becken das Schwimmen gelernt haben und zwar ziemlich gut. Vor ein paar Jahrzehnten war die Nichtschwimmerquote niedriger als heute.

    Na endlich! Meines Wissens wurde der Antrag beim ersten Versuch zurückgezogen, weil andere Fraktionen der Meinung waren, das Verfahren sollte erst noch in anderen Städten getestet werden. Eine geradezu peinliche Begründung. Schade um das Pflaster in der Holbeinstraße.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Für eine einer Metropole entsprechenden Skyline mit Fernwirkung muss höher gebaut werden - nicht niedriger!

    Was für ein Widerspruch. Einerseits wird behauptet, die Türme am Alex müssten höher gebaut werden, da sie sonst aus manchen Perspektiven nicht zu sehen wären. Andererseits wird gesagt, es gäbe "immer bestimmte Punkte und Winkel in der Stadt aus der man den Fernsehturm oder andere Landmarken verdeckt… aber ‘so what!?’"

    Genau: "so what" - bezogen auf die neuen Hochhäuser. Die sind nämlich keine Architektur-Ikonen, anders als der Fernsehturm.

    Ich weiß schon, dass in diesem Forum mitunter eine Neurose grassiert, wonach es nie genug Hochhäuser gäbe, die überdies nie hoch genug seien. Mir fehlt aber nach wie vor die architektonische Begründung dafür. Es gibt weit größere Weltstädte ohne "entsprechende Skyline" - "so what".

    Ein Gebäude muss gut nutzbar sein, städtebaulich integriert und schön anzusehen und für den Bauherrn wirtschaftlich sein. Das wären meine Bewertungskriterien.