Beiträge von Rotes Rathaus

    Lieber DerBe,


    Bitte ein bisschen Selbstreflexion!


    Die Gratwanderung zwischen Konsumkritik und eigenen Kosumwünschen ist ein wichtiges Thema, das hier am Holzmarkt, wo Mediaspreeversenken ein Denkmal bekommen hat, diskutiert werden kann. Jeder kennt die naturschützenden Studenten, die sich später vom ersten Gehalt ein Auto kaufen oder die SUV-Feinde, die im Uralt Dieselbus mit politischem Graffiti drauf durch Berlin knattern.


    Zu diesen Spannungen muss man dann schon stehen. Ich schließe mich da natürlich ein. Wenn Konsumkritik zum Lebensgefühl der am rücksichtslosesten konsumierenden wird, dann wird es problematisch und beim Berliner Partyvolk ging es bis Corona schon in diese Richtung.


    Ich habe ansonsten nichts gegen das Projekt und freue mich, wie viele hier, über die Abwechslung, die es hier hinbringt. Mir persönlich ist es relativ egal wie hoch das Haus wird. Viel wichtiger ist die Integration der SBahnBögen, Vorbild: Savignyplatz Berlin Charlottenburg.

    Ich bin sehr, sehr positiv überrascht!


    Die Zwischenlösung ist in Ordnung und wird sowieso länger bleiben als gedacht.

    Die Vorschläge für die langfristige Lösung sehen erstmal gut aus. Die Idee mit den beiden Nussbaumreihen und dem Radweg anstelle des alten Reitweges ist durchaus bestechend und ja nur einer von drei Vorschlägen.


    Ein hanebüchenes Provisorium wie in der Friedrichstraße bleibt uns erspart.


    Um Erfolg zu haben, müssen im Vorfeld halt nur alle Erwartungen zerstört werden.

    Nun ja, schön ist es weiß Gott nicht. Man bleibt sich halt treu auch mit dem Neubau, der das Kino International zitiert. Beim Namen hätte man aber auch noch was mit S finden können bei all der DDR Begeisterung (stadtZUsammenKUNFT) 😂


    Hier ist das im Grunde oK. Vor allem wenn man eines Tages dahinter ordentlich verdichtet inklusive Hochhäuser. Gut ist, dass die Ruine verschwindet.


    Dass es im Klosterviertel so weiter gehen könnte, ist tragisch.

    ^ „Fetischisten“ kann man sich doch echt mal sparen. Welches Niveau soll das erreichen?


    Beide Sichtweisen haben doch ihre Berechtigung. Es fehlten lange Jahre große Investoren, das ist klar. Deshalb wurde der monumentale Plan nicht umgesetzt.

    Andererseits ging der politische Wille verloren an dem Geist des Planes zu arbeiten, der an die 20er Jahre mit einer Prise 40er Jahre New York anknüpfte. Jetzt soll ein wenig 20er bleiben aber hauptsächlich die 70er Moderne weitergebaut werden. Die Form und Höhe der Hochhäuser soll jetzt dem Interhotel entsprechen und sich keineswegs in kleinerem Maßstab am Rockefeller Center orientieren. Mit dem Abriss des HdE und der deutlichen Verschmälerung der Alexanderstrasse und der massiv gesteigerten Baudichte am Alexanderplatz, werden aber sehr sinnvolle Grundgedanken umgesetzt.


    Der Plan wurde abgespeckt und die Vorstellung der Architektur hat sich geändert. Insbesondere das Zweite ist auf den Einfluss von Lüscher im Gegensatz zu Stimmann und auf den Einfluss der Linke im Abgeordnetenhaus zurückzuführen.


    Sehr ärgerlich ist es, dass gerade am Standort des Monarch 150m entstehen, in der wichtigen Sichtachse der Karl-Marx-Allee, die wesentlich besser an einem der anderen Standorte wären.

    Das könnte ein Fehler sein, denn Charlottenburg hat schon viel zu bieten, da sollte man mal links und rechts gehen - wunderbar.


    Ich empfehle den Besuch der Schaubühne und danach durch die Kudammnebenstrassen bei mildem Wetter. Oder auch das Literaturhaus. oder Richtung Schloss. Schade eigentlich, dass ich so weit weg lebe. In FH.

    Beim ganzen Schlachthofareal ist es doch vorbildlich, dass so viel von der tollen Substanz erhalten wurde. Richtig verschwendet sind eher Bereiche am S-Bahnhof Storkower mit Baumarkt und Möbelhaus. Dagegen sind die Reihenhäuser im Grunde oK. Ich finde das Distrikt gar nicht übel.


    Architektonisch interessant aber städtebaulich toxisch sind halt die in die Erde eingelassenen Sporthallen und die krasse Ödnis links der Landsberger.

    Das stimmt. Gott bewahre - aber wenn es weitere Anschläge an zentralen Plätzen gäbe, wäre diese grausige Verbarrikadierung ein Teil des Problems. Wenn man nach Verkehrsunfällen sowas machen würde, dann wäre Berlin nicht mehr lebensfähig.

    Die Bauvorleistungen sind doch garnicht vergleichbar. Der Heuboden ist ein vorhandener Tunnel, den kann jeder Ingenieur inspizieren und das gilt genauso für viele U10-Vorleistungen. Den Doppelubahnhof Schlossstrasse kann sich jeder anschauen, da wartet man quasi auf den einfahrenden Zug. Es ist einfach traurig, dass das nicht genutzt wird. Die Tunnel verursachen natürlich auch Instandhaltungskosten und können nich einfach sich selbst überlassen werden.


    Am HBF waren es nur ein paar Schlitzwände im Boden. Da hätte man eigentlich mehr vorleisten sollen, um jetzt zu sparen.

    Dar Bauzaun auf der Brücke ist doch wegen der Rohre da. Eine schlimme Berliner Farce an einer prominenten touristischen Stelle. Dafür kann nur das dysfunktionale Bezirksamt meines Heimatbezirks verantwortlich sein. Ein Armuszeugnis.


    Vielleicht müssen die Brücken am Mühlendamm deshalb so breit sein, da kann man mehrere Reihen Rohrleitungen und Bauzäune daraufstellen.

    Ich bin für Freibad und Partywiese und dann bitte kein Flussbad und ein bisschen Ordnung im James-Simon-Park. 😜


    Nun ja, ansonsten ist der Entwurf nicht so schlecht, wenn die Materialien stimmen. Ein Stadtpark, der doch etwas Lenné artiges hat, kann man hier durchaus gebrauchen, wenn er gepflegt wird. Auf den ersten Blick wirkt der Entwurf angenehm klassisch, keine grünen Riesenblubber oder roten Stelen, kein asymmetrisches Zeltdach oder Rasenrampe. Das hier eine Freifläche bleibt war ja ausgemacht aber dann bitte mit Tiergartencharakter.