Beiträge von Rotes Rathaus

    Zufälliger Weise steht das Hotel, in dem man bis zur Havarie unter dem Aquadom an der Bar sitzen konnte mitten in …

    Und wir leben in Deutschland. So etwas wird genehmigt und geprüft.


    Die Zusammenhänge liegen - wie in Deinem Post zu lesen - also offensichtlich. Es ist ein Riesenaquarium, das als Anziehungspunkt für einen Hotel- und Tagungskomplex dienen soll.


    Egal; mich würde einmal eine Darstellung der Planungen interessieren. Was wird dort nun eigentlich gebaut?

    Das hört sich wie die Wiederauflage der Plattenbauära an. Dabei könnte man Fertigbauteile sicher auch im Kontext einer ansprechenden Gestaltung verwenden - nur wird das bei den Bauherren kaum der Fall sein. Berlin befindet sich da echt auf einer abschüssigen Bahn. Dringend würden Architekten und Politiker gebraucht, die eine Idee von einer lebenswerten Stadt haben. Wo kann man die wählen?

    Ich finde es richtig beklemmend, in welche Richtung sich die Baukultur in Berlin Mitte entwickelt. Eine lange Serie von einzelnen Missgriffen, die in Gesellschaft mit DDR-Hinterlassenschaften entstanden sind (z.B. MotelOne, Radisson, Alexa, Saturn, Alea oder die Bausünden am Mühlendamm) wird jetzt scheinbar in der Breite fortgesetzt. Es ist dem Zentrum unserer Hauptstadt tatsächlich unwürdig, was da hinkommt. Die Farbe ist zum weglaufen. Ich wäre angesichts der aktuellen Entwicklung für ein Baumoratorium.


    Die Jahreszeit ist für Berliner ja immer hart. Die vom gnädigen grünen Mantel befreite Stadt zeigt ihre verbreitete Hässlichkeit.


    Ich verstehe nicht warum wir in unserer Zeit keinen Willen entwickeln können, die Stadt lebenswerter zu machen. Wenn ich mir Brandenburg angucke, dann ist es viel gepflegter und schöner als früher. Berlin muss aber hässlich bleiben. Der begründete Wunsch - gerade auch hier - dem rasenden Auto etwas wegzunehmen und dem Flaneur vom Kind bis zum Greis wieder zu geben, würde auch erst Sinn machen, wenn man die Stadträume schätzte und Ideen für sie hätte.

    Die Botschaften von Polen und Russland so gegenüber an den Linden, hoffen wir, dass es ein Zeichen zukünftiger Verständigung eines Tages mit einem demokratischen Russland sein kann.


    Ich weiß allerdings, welcher Bau mir besser gefällt und, bei allen eklatanten Unterschieden, das nicht zuletzt wegen des Dachabschlusses, der hier einfach völlig missglückt ist. Dennoch schön, dass Polen dort bald eine standesgemäße, großzügige Botschaft hat.

    Traurig, dass man immer so angegriffen wird in völlig inadäquatem Ton. Wie meistens gibt es ein für und wieder. Aber mit derartig aggressivem Ton, kann man das nicht besprechen.


    Meine Argumente sind natürlich richtig aber nicht ausgeführt. U Bahn und Tram bedienen keineswegs immer unterschiedliche Bedarfe. Die schnellen Tramlinien an den Hauptstraßen sind eine billige Alternative zur UBahn, bergen aber Unfallrisiken - immer wieder mit tödlichen Folgen. Dennoch bin ich absolut kein Tram-Gegner. In Berlin hat die Tram einen festen Platz und sollte durchaus auch ausgebaut werden.


    Dennoch wer die Folgen eines Unfalls gesehen hat, wird nachdenklich, wenn Empathie - wie möglicherweise bei Spandauer - nicht unterentwickelt ist.


    Der Unfall ereignete sich zwischen der Tram, die auf jenem Abschnitt schnell fährt und einer Fußgängerin. Dass die Tram dort relativ schnell ist, liegt natürlich im Interesse der Fahrgäste. Die Schuld in diesem Fall bei den Autos zu suchen, ist eben eine falsche Analyse.


    Wenn auf der Karl-Liebknecht-Straße dort keine Autos fahren würden nur Radverkehr und die Tram mit 50 km/h wäre die Wahrscheinlichkeit solcher Unfälle natürlich noch viel größer, es sei denn man würde das ganze baulich trennen, was aber recht monströs wäre. Es bleibt ein ernsthaftes Problem.

    Richtig - aber in dem Fall hat das auch nichts mit dem Autoverkehr zu tun.


    Die Analysen von UrbanFreak und Novaearion sind beide falsch.


    Eine schnell fahrende Tram und unaufmerksame Fußgänger, Radfahrer und sogar Autofahrer führen zum Risiko fataler Unfälle. Das lässt sich nicht vollkommen entschärfen und ist ein wichtiges Argument für UBahnBau.


    Die Führung über den Alexanderplatz ist weniger wegen der Unfallgefahr problematisch, sondern wegen des Zeitverlustes für die Tram.

    Frohes Neues 2023 für Alle!


    Hier das Sanchi-Tor von Gestern. Ein sehr beliebtes Motiv. Mir gefällt es gut, insbesondere weil es so hochwertig hergestellt wurde. Einige solche Skulpturen, die bildhauerisch aus Sandstein gearbeitet sind, kann ich mit ganz gut im Umfeld des Schlosses vorstellen. Die Größe ist zudem ideal. 👍👍👍


    Ich bin ziemlich enttäuscht, dass bestimmte Beiträge hier seit einiger Zeit konsequent entfernt werden. Das ist zwar nicht grundsätzlich falsch, geht aber zu weit.


    ^ Sicher gibt es auch Wünsche zu einem Stadtumbau mit Abrissen, der letztlich zu einer gewissen Verdrängung führen würde und die man entsprechend kritisieren kann, aber ich habe hier so etwas zuletzt bei keinem gelesen, weshalb ich den Vorwurf unfair finde.


    Festhalten können wir, dass nahezu alle hier das Archäologische Zentrum ablehnen und den WBM Bau schwach finden, dass einige eine ähnliche Handschrift an der Breite Straße, auf der Fischerinsel und im Klosterviertel fürchten. Was dieses historische Areal bedroht.

    Die Bismarckstraße und die Karl-Marx-Allee sind gute Beispiele, dass eine sehr breite Straße mit starkem Verkehr städtebaulich durchaus funktionieren kann.


    Man muss dem eine Gestaltung entgegensetzen. Turmartige Eckbetonungen sind dafür ein probates Mittel.


    An der Gertraudenstraße hätte die Lösung sicher anders aussehen sollen als an der Bismarckstraße. Autoverkehr ist das Eine, eine völlige Unfähigkeit der Architektenschaft aus den Wahnsinns Möglichkeiten hier etwas einigermaßen Annehmbares zu machen ist das Andere, wiederholt sich doch ein desaströses Muster. Die Sozialdoktrin wirkt sich hier leider fatal aus: Es muss für die Unterschicht sein und soll auch so aussehen.

    Gute Nachrichten! Danke.


    Ein Meilenstein sind 400 m nach vieljährigem Stillstand in Folge politischer Trägheit durchaus. Hoffen wir, dass der nächste Meilenstein nicht in zehn bis zwanzig Jahren erreicht wird.


    Durchgängig zugängliche Spreeufer in Kreuzberg-Friedrichshain waren doch erklärter Teil eines Programms - also weiter.

    Architektonisch ist das schade. Der charakteristische Flachbau weicht einer WBM Standardkiste.

    Diese völlig öden, immer gleichen Quader werden jetzt inflationär. Das soll die Zukunft Berlins werden vom Molkenmarkt über Moabit bis nach Marzahn.

    Natürlich ist die Fischerinsel kein einfacher Baugrund, zumal der Block aus den 90ern unbeliebt ist, weil er nach dem Abriss des Ahornblattes entstand was als Bausünde mit revisionistischem Aspekt gilt.


    Mit den alten Brücken und den Ufern gibt es aber durchaus Anknüpfungspunkte für eine Art Altstadterleben.


    Eine bessere Qualität als das WBM Gebäude darf an so einer Stelle allemal erwartet werden. Die schockierende Wirkung liegt ja nicht zuletzt deshalb vor, weil wir ein Modell sehen, was uns im Klosterviertel blüht. Wer wissen möchte, welches Flair es dort geben könnte, kann sich auch den Westberliner Mehringplatz anschauen - einfach wunderhübsch.

    Ist das Sanchi Tor eigentlich so ein Claudia Roth-Einfall?


    Es würde ja zu ihr persönlich schon passen, ein bisschen schrillen Ethno-Look auf den Schlossplatz zu bringen.

    Ich werde mir das mal unvoreingenommen anschauen. Es besteht aber die Gefahr, dass es richtig peinlich wird, wenn dort jetzt überall eine schräge Symbolik installiert wird. Dann wird’s wirklich disneyhaft.

    Ich finde die Architektur sogar relativ markant und auch besonders.


    Die Bogenfenster im Oberring und der gelbe Backstein, das hat etwas von den AEG- und Rathenau-Hallen und zitiert diese Architektur ganz offensichtlich bewusst.


    Es ist doch schön, wenn es nicht überall gleich aussieht. (Das Feuerwehrrot bräuchte ich auch nicht unbedingt - aber das passt schon)