Beiträge von Rotes Rathaus

    Es ist der deutsche Bundestag, der die Linden hier großenteils gestaltet und leider teilweise verdirbt. Es stimmt, dass es merkwürdig ist, dass man der Allee nicht mehr Wertschätzung entgegen bringt. Es liegt am mangelnden Willen die Bundesrepublik in der Hauptstadt zu repräsentieren, den man auch im Spreebogen erkennen kann. Ich finde die pompöse russische Botschaft hier eine Bereicherung. Den Polen kann man ihre Nüchternheit beim ambivalenten Nachbarn nicht vorwerfen - schon eher die ewige Brache.

    Grau passt ja zum Pergamonmuseum und bildet einen schönen Kontrast zu den ewig jugendlichen Skulpturen des göttlichen Altars. 😉 👍


    Ich finde es, trotz der ewigen Dauer der Bauarbeiten, wunderbar, dass man das Konzept konsequent über Jahrzehnte weiterverfolgt. Anders als bei Spreebogen oder HBF hat man eine die sinnvollen Planungen sogar über den Tod von Baumeistern hinweg weiterverfolgt. Dass das Augenmerk der Öffentlichkeit geringer ist, scheint hier ein Vorteil zu sein. Die SPK beweist einen langen Atem und vorzügliche ästhetische Maßstäbe. Sie zur Strafe zu zerschlagen, wäre eine Idiotie.


    Zumal es gelungen ist die Museumsinsel über die vielen Jahre der Baumaßnahmen hinweg wunderbar zu bespielen. Ich finde den Besuch der Museen und die Betrachtung der Bauarbeiten eine sehr gute Ergänzung, auch wenn Touristen vermutlich weniger angetan sind.

    Auch ich möchte mich hier nochmal den Vorrednern anschließen. Stella schafft keinen Bruch, keine Ironisierung, keine Anbiederung sondern eine folgerichtige und ästhetisch voll überzeugende Ergänzung. Sie fügt sich in eine Tradition ein, die an diesem Ort besteht und harmoniert mit diversen Bauten der Umgebung. Besonders erfreulich ist das Zusammenspiel zwischen Stella und Chipperfield, die beiden heutigen Meister der Museumsinsel, die sich beide durch hohen Respekt gegenüber ihren Vorgängern bei gleichzeitig gutem Selbstbewusstsein auszeichnen.


    Mit der Ostfassade und der James Simon Galerie erhält die Museumsinsel zwei kongeniale Ergänzungen.


    Durch die sich deutlich abzeichnende Freiraumgestaltung im Bereich der Ostfassade, wird deren Qualität jetzt deutlich. Es ergibt sich ein steinerner Bereich zur Spree, der sich in seiner ruhigen, edlen Gestaltung in eine Reihe der besten Plätze Berlins einfügt: Bebelplatz, Platz zwischen JSG und neuem Museum, Schlüterhof, Hof des Pergamonmuseums. Es müssen nicht überall Bäume, Wein und Efeu wachsen. Ob die Trauerweide eine gute Idee war, weiß ich noch nicht.


    Auch ich hoffe, dass die Qualität auf die dauerversiffte gegenüberliegende Seite ausstrahlt.

    Ich kann mich mesha nur anschließen, wenn man Fußgängerzonen mit Radweg realisieren möchte, so muss die Gestaltung überzeugend und qualitätvoll werden. Ich glaube, dass hier auch die Angst vor weiterer Gentrifizierung zu Unvermögen, geschmacklichen Schwächen und mangelnder Investitionsbereitschaft hinzutritt und dabei der bekannte Murks wie in der Maassenstrase herauskommt. Eigentlich gibt es ja bewehrte, klassische Konzepte für Verkehsberuhigung in Gründerzeitvierteln, die zum Teil sogar mit Rotgrün unter Momper entstanden sind.

    Zumal die abgesperrten Gullideckel auf den GEHwegen nichts mit den RADwegen zu tun haben. Oder fährst du etwa... 😉

    Auf dem ersten Bild stand einer auf dem Radweg Frankfurter Allee. Ansonsten gibt es im Südkiez quasi keine Radwege. Viele, ich eher weniger, fahren auf den Gehwegen auch wegen des Kopfsteinpflasters. Es wäre viel zu tun. Dafür müsste natürlich auch das Auto zurückgedrängt werden, was aber nicht das Ziel sein müsste. Wie schlecht im grünen Stammland die Fahrradinfrastrukur ist, spricht Bände.

    Stimmt!


    Hier zwei weitere Barrieren in der Scharnweberstraße Ecke Holteistrasse.

    Ich könnte ewig so weiter machen, was ich Euch nicht antun möchte. Das aufstellen ging wahnsinnig schnell. Dafür bleiben sie uns vermutlich länger erhalten als die popup Radwege. Ich nehme an, dass sie auf einen ausgeflippten Prüfingenieur, der Gefahren wittert, zurückgehen.




    es ist manchmal eine Last in dieser Stadt zu leben.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Begründung nachgelegt werden darf.


    natürlich ist der Streit absurd. Ich persönlich bin nahezu alle Pop up Radwege abgefahren. Viele machen absolut Sinn und es hätten dort längst Radwege angelegt werden sollen. Andere sind wiederum unsinniger Aktionismus. Der temporäre Charakter und die Begründung mit dem Virus sind aber offensichtlich Quatsch. Man braucht dauerhafte Radwege, wenn überhaupt wären saisonale Radwege denkbar.

    Das ein konservativer Senat mehr für Radwege tun würde, glaube ich auch nicht. Aber der hätte aus meiner Sicht einige andere Vorteile.


    Von den erklärten Fahrradfreunden würde ich substantielle Arbeit wenigstens in diese Richtung erwarten. Stattdessen geht es meist gegen Autofahrer, was Fahrradfahrer sogar indirekt gefährdet.


    Ich glaube sogar, dass ein schwarz-grüner Senat hier deutlich bessere Arbeit abliefern würde, da es ein Korrektiv gäbe und keinen ideologischen Überbietungswettbewerb mit Überambitionierten Schnellschüssen auf Kosten nachhaltiger Projekte. Siehe Popup usw.

    Das verteidigen von RRG nimmt meiner Empfindung nach weit mehr Posts ein als die Kritik an unserem göttlichen Senat.


    Mit den unsäglichen abgesperrten Gullydeckeln meine ich es übrigens ernst. Ich werde jetzt jeden Tag einen Posten, der ganz normalen Friedrichshainer Fußgängern und Radfahrern das Leben schwer macht. Ich fahre jeden Tag Fahrrad und Lebe in diesem Bezirk. Für mich ist das kein Haar in der Suppe. Solides Engagement für bleibende Fahrradwege, würde ich als ewiggestriger Egoist sehr begrüßen.

    In Friedrichshain-Kreuzberg hat man wie hier im Bild gleich dreimal hunderte! Gullydeckel abgesperrt, wegen Einsturzgefahr nehme ich an. Vermutlich bleibt das jetzt über viele Jahre und behindert Fußgänger und Radfahrer. Es gibt überall einen Investitionsstau gerade für Fahrradwege und Grünflächen und ihr bejubelt Schaufensterprojekte, die nie überzeugen werden und enorme Kosten verursachen.

    Nun, das weiß ich nicht mehr. Vermutlich im Tagesspiegel. Der ganze Riegel geht glaube ich an die Behörde. Weiter entlang der Ringbahn ist ja die DRV. Beide sind schick untergebracht. Sehr schöne Bauten, top angeschlossen und am Szenekiez. Da tut man was für die Personalgewinnung, wie ja auch beim BND.


    ich bin heute dran vorbeigeradelt. Ein wirklich schöner Bau, muss ich sagen. Die Keramikfassade wirkt sehr hochwertig und lebendig, was auf dem Foto nicht ganz rüberkommt. Man sieht hier die Farbeffekte nicht. Hier lohnen sich bei Abendsonne mal hochwertige Aufnahmen.


    bin begeistert 👍👍👍


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