Beiträge von Rotes Rathaus

    Jedenfalls ist den Planern zu danken, dass dort auch einiges an Wohnungen entsteht und zwar besonders in diesem Projekt. Nahezu Alle hier werden zustimmen, dass die Durchmischung die Qualität urbaner Räume steigert.


    Hoffentlich wird das Projekt eines Tages fertig.

    Wenn auf dem BSR Hof Wohnungen folgen würden in loftartiger Bauweise mit Backstein und die Kreuzberger Seite sich endlich entwickelte, dann wäre das was.

    So ähnlich sehe ich das auch.


    In Frankfurt gibt es eine riesige umgekehrt stehende Krawatte an einem Hochhauskomplex - ein beliebtes Kunstwerk - oder das große €-Zeichen vor der früheren EZB. Die haben ein ähnliches postmodernes Niveau und ironisieren ihre eigene Oberflächlichkeit. Ein Kontrast zu den zur Schau gestellten Antikeanspielungen eines Neptunbrunnens.


    Also ich finde es auch nicht so toll. Mich stört es auch, dass die Künstler oft PR-Marketing Leute sind, wie bei der Wippe. Ein Berliner Phänomen ist das aber sicher nicht und es ist besser als gar keine Kunst.

    Das ist halt überall die Folge des offenen Städtebaus. Wenn die Zäune und Mäuerchen im Innenhof sind und zur Straße eine repräsentative Fassade, dann ist es eben urban.


    Ansonsten macht das Pflaster viel aus. Auf dem zweiten Foto wirkt das mit dem klassischen Berliner Bürgersteigparkett einfach tausendmal besser als das öde Betonkleinpflaster auf der privaten Fläche.

    Hier ist der Zugang nochmal von der anderen Seite der monströsen Straße zu sehen.


    Städtebaulich ist die Situation völlig vermurkst und wird durch die Planung auch nicht geheilt. Tatsächlich wären hohe gestaffelte Häuser hier am besten geeignet. Ob man hier mit Blöcken etwas reißen kann, bezweifle ich. Zumindest müsste das im Sockel und seinem Abstand zur Straße ungenügende Bildungshaus dann auch noch abgerissen werden.




    Hast Du das nich bemerkt. Sie bleiben entsprechend ihrer - natürlich dennoch enttäuschenden - sportlichen Leistung in Liga 1.


    Der Stadionplan, wie er jetzt vorangetrieben wird, macht sogar Sinn, wenn sie weiterhin nicht sicher auf die 1. Liga abonniert sind, ist also sicher nicht größenwahnsinnig. Für einen Topverein wäre so ein Stadion zu klein. Oder kennst Du einen in Europa mit lediglich 37000 Sitzplätzen. Zumal da ja noch 5000 für Brandschutz, Lärmschutz, Tierschutz, Arbeitsschutz und natürlich aus Kostengründen wegfallen könnten.

    😉


    Wenn Windhorst die vielen Millionen in ein Stadion gesteckt hätte, statt dreimal in der Saison den Trainer zu wechseln, wäre Hertha jetzt weiter.

    Ins Berliner Olympiastadion passten ursprünglich 120 000 auf Sitzbänke und jetzt geht Hertha auf deutlich unter 40 000.

    Fußball als Massenspektakel für Jedermann ist damit in einer Millionenstadt nicht zu machen.


    Dennoch kann die Entscheidung in der Gesamtkonstellation richtig sein. Hertha und Union hätten am Ende zwei nahezu identische Stadien und würden für Großspiele ins ehrwürdige und neutrale Olympiastadion gehen. Auch so könnte Parität aussehen. Es muss wohl auf Verknappung und kleine Brötchen gesetzt werden.


    Der Standort Olympiapark könnte weiterentwickelt werden und eines Tages für nachhaltige olympische Spiele im kleinen Maßstab im freien Europa zur Verfügung stehen.

    Im Grunde vermittelt der Block recht überzeugend zwischen den unterschiedlichen Bauweisen der Umgebung.
    Von der Oberbaumcity übernimmt er die Funktion der Gewerbehöfe

    Von der Bahnanlage Bögen und Backstein als Baumaterial (natürlich hier nur Verkleidung)

    Und von den Wohnaltbauten um den Rudolfplatz die kleinteiligere Gliederung der Blöcke in Einzelbauwerke.
    Neu ist an dieser Stelle eine stärkere und, im Gegensatz zur teilweise unangenehmen coolen Optik am Mercedes Benz Platz, angenehm klassische Urbanität.


    Man könnte sagen westlich der UBahn Pazifik-Design (Westküste bzw. Asien) und östlich Atlantik-Design (Europa bzw. Ostküste) und dann kann sich jeder etwas aussuchen. 😉

    Falls jemand eine hochwertige Reminiszenz auf das Chilehaus in Berlin bauen möchte, sollte jegliche Fläche in Berlin zur Verfügung gestellt werden. 😉


    Das könnte aber u.a. am Preis scheitern. Ich hatte in der Bewertung des gegenwärtigen Projektes auch eher diesen Hub zum Vergleich herangezogen. Wenn man allerdings bspw. die Neubauten an der Revaler im Backsteinindustriestil sieht, dann sind die auch kleinteilig und schön anzusehen. Wenn das so weiter geht, wird der Bereich zwischen Warschauer und Ostkreuz entlang der Bahn noch zum Schmuckstück. 👍

    Ich finde den kleinteiligen Entwurf mit verspielten Elementen und Jugendstilanleihen auch sehr überzeugend.


    Das ist schon ein sehr gelungenes Gegenbeispiel zu Grossblöcken, wie sie auf dem Anschutzareal stehen.


    Fast schon schade, dass es eher versteckt gebaut werden soll. Ich habe schon einen kleinen Luftsprung gemacht, als ich zuerst dachte, es käme auf die Fläche vom Gammelrewe an der Warschauer Ecke Revaler.

    Wenns gut läuft können sie ihre Alte Försterei schon ab nächstes Jahr auf 37k ausbauen. Wozu sollte man sich dann mit der Hertha abgeben?

    37 000 wenns gut läuft. Dabei überwiegend Stehplätze. Die Verkehrserschließung bleibt in Köpenick vollkommen provinziell.


    Für Union, wie sich der Verein bisher versteht, ist das sicher allerhand. Wenn Berlin mehr als zwei Fahrstuhlmannschaften haben will, braucht man aber eine andere ernsthafte Perspektive. Berlin hätte dafür absolut das Potential. Ein Stadion für zwei erfolgreiche Bundesligavereine lässt sich machen - die Initiative müsste aber von der Politik kommen.

    Ich finde, dass Berlin hier einmal kreativ, unvoreingenommen aber auch entschlossen vorgehen sollte, anstatt immer gleiche Wege auszutreten.

    Wenn man sich nicht traut ans Tempelhofer Feld zu gehen um einen neuen Stadionstandort für beide Clubs zu finden, dann wäre noch besser die Kiefholzstraße geeignet. Für ein paar Laubenpieper müssten Ersatzflächen her. Der Standort könnte symbolträchtig über den Todesstreifen gehen und wäre von den SBahnhöfen Plänterwald, Sonnenallee und Köllnische Heide sowie über die Stadtautobahn erreichbar. Flughafennähe, mit dem Estrel könnte man kooperieren. Im Idealfall könnte eine ganz neue Berliner Fußballbegeisterung entstehen. Der Olympiapark bliebe als wichtiges Flächendenkmal ungeschoren.

    Name: Stadion der Einheit

    So etwas wäre absolut machbar und besser als das ewige Kleinklein.

    Es bleibt mir unverständlich, warum man hier so schnell eine so große Investition auf die Beine stellen möchte, während andere Fälle zig Jahre brauchen. Woran liegt das?


    Insgesamt wirkt die Planung qualitätvoll und beeindruckend entschlossen.