Beiträge von Sidious

    Ich glaube bei aller Euphorie sollten wir uns einfach ein wenig gedulden. Erst in diesem Monat (!) wurde öffentlich bekannt, dass ein neuer Investor an Bord ist. Es wurde in Aussicht gestellt, dass noch im Oktober weitergebaut werden soll. Seit gestern ist nun tatsächlich Bewegung auf der Baustelle zu erkennen.

    Nach vier Jahren Bauruine dürfte aber niemand überrascht sein, dass nicht auf einmal 100 Bauarbeiter auf die Baustelle stürmen und 3 Tage später die erste Etage steht. Sicherlich muss erstmal alles inspiziert werden, welche Spuren der Baustillstand hinterlassen hat. Als Nächstes muss die Baustelle neu eingerichtet werden: Das Grünzeug wurde dafür schonmal beseitigt. Als nächstes wird auch erstmal der Geh-Radweg erneut eingehaust werden müssen. Auch die Baucontainerburg wird wieder neu aufgebaut werden müssen. Und auch die bestehenden Kellergeschosse müssen sicherlich kontrolliert werden - nicht alle Arbeiten sind von der Webcam zu beobachten. So wie die Baustelle mit den Pfützen auf der Bodenplatte aussieht wäre ich nichtmal überrascht wenn Wasser im Keller steht was erstmal abgepumpt werden müsste.

    Auch wenn's schwer fällt: Wir müssen uns denke ich 1-2 Wochen gedulden und dann sind wir sicher schlauer. Habt einen guten Start ins Wochenende :)

    So sehr ich mich anfangs über Joriks Optimismus gefreut habe, kommen bei mir langsam wieder einige Zweifel auf, dass es bald weitergeht. Das Projekt stammt noch aus Zeiten des Baubooms als für die Immobilienbranche weitaus günstigere Bedingungen herrschten als heute:

    • Spätestens mit dem Ukrainekrieg haben sich die Zinsen verteuert und viele Bauprojekte unwirtschaftlich gemacht, was auch dieses Projekt betroffen haben dürfte und den damaligen Baustopp erklärt. Dieses Zins-Problem besteht auch heute weiterhin fort.
    • Ab dem Jahr 2027 wird das Sanierungsgebiet "Nördliche Luisenstadt" aufgehoben. Die damaligen Sanierungsziele wurden in einer städtebaulichen Vereinbarung mit dem damaligen irischen Investor festgehalten. Da das Projekt in diesem Jahr an die Buwog veräußert wurde, muss diese wohl in den städtebaulichen Vertrag mit dem Bezirksamt Mitte einsteigen. Inwiefern es dabei problematisch wird, wenn das Sanierungsgebiet aufgehoben wird und sich der städtebauliche Vertrag nicht mehr darauf stützen kann, muss wohl geklärt werden (siehe auch diesen Link).
    • Erschwerend kommt noch die gegenwärtige allgemeine Verunsicherung von Immobilieninvestoren bezüglich der künftigen politischen Rahmenbedingungen in Berlin hinzu. Ob links-geführte Bezirksämter ein solches Projekt in dieser Formensprache gutheißen werden, da habe ich meine Zweifel, auch wenn zwischenzeitlich der Wohnanteil von 195 auf 260 Wohnungen erhöht wurde.
    • Das Projekt taucht, soweit ich es gesehen habe, auf der Webpräsenz der Buwog, überhaupt nicht auf.
    • Das Jahr 2027 dürfte die damals angestrebte Fertigstellung darstellen. Dass dieses Datum noch zu halten ist, da dürfte niemand dran glauben.

    Grundsätzlich würde aber auch ich mich sehr freuen, wenn es in der beabsichtigten Form doch noch realisiert wird.

    Bezüglich des TinyForests berichtete Entwicklungsstadt am gestrigen Tag, dass dieser in den nächsten Wochen beseitigt bzw. "an einen anderen Standort umgesetzt" werden soll. Auch die umliegenden Bäume werden leider bald fallen, da die Fläche als Baustelleneinrichtungsfläche für den Ersatzneubau der Neuen Gertraudenbrücke dienen soll.

    Nach dem Brückenbauarbeiten sollen zwar Ersatzpflanzungen getätigt werden, aber der geneigte Berliner weiß, wie lange das vermutlich wieder dauern wird. Sehr schade!

    Link

    Ein Klotz mag es sein, aber ich würde gern abwarten, bis das Projekt und die Umgebung halbwegs fertiggestellt ist, die Außenanlagen gestaltet und begrünt sind und etwas Leben in die Hinterhofsituation einzieht. Denn sobald irgendwann das Ex-Tankstellengrundstück an der Holzmarktstraße entwickelt und bebaut ist, wird es keine einzige Perspektive mehr geben, aus der sich das komplette Volumen auf einen Blick erfassen lässt: Die-S-Bahn ist zu nah dran, vom Circus-Living ist nur die schmale Seite sichtbar, das Eckgrundstück Lange Straße / Andreas-Straße wird auch irgendwann bebaut.

    Bleibt die Lange Straße übrig, die dann gefühlt recht schmal sein wird und auch keine Kompletterfassung ermöglicht. Wie man aber den Bewohnern die komplette Verbauung ihrer ehemals sonnigen Südfenster zumuten kann, wohingegen man beim Luftlinie nicht weit entfernten WBM-Riegel in der Köpenicker Straße damit argumentiert hat, aus ebendiesen Gründen nicht so hoch bauen zu wollen, ist mir absolut unerklärlich und Messen mit zweierlei Maß.

    Grundsätzlich komme ich für mich zu dem Ergebnis: Schade für die Bewohner, schön im klassischen Sinne ist der LXK auch nicht. Städtebaulich aber trotzdem ein gewaltiger Schritt nach vorn. Und ich möchte dran erinnern: Auch die Platte an der Langen Straße, der Circus-Living, das künftige Wieweil und auch die Holzmarktstraße 51 sind allesamt großmaßstäblich, von daher passt der LXK absolut hierher.

    Wettbewerb „Am Molkenmarkt Block B/2 und Block A Berlin Mitte“ entschieden

    Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den zweiten Realisierungswettbewerb für die Bebauung des Areals in der historischen Mitte von Berlin entschieden. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat in Kooperation mit der WBM den Wettbewerb ausgelobt.

    Zur Erinnerung: Es handelt sich um diesen Bereich:

    Die Zitate aus der entsprechenden Pressemitteilung erlaube ich mir hier 1 zu 1 zu kopieren:

    Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen:
    „Mit dem Ergebnis des zweiten Wettbewerbs am Molkenmarkt legen wir heute einen wichtigen Grundstein für die Blöcke A und B. Ein anspruchsvoller Prozess des Gestaltens und Abwägens um die beste Lösung für das derzeit bedeutendste Stadtentwicklungsvorhaben im Zentrum Berlins findet damit einen erfolgreichen Abschluss. Es ist ein Meilenstein, der die historische Mitte bewahrt und sie zu einem lebendigen Herzstück für kommende Generationen macht. Hier entsteht ein Quartier mit einer hohen Aufenthaltsqualität, das bezahlbares Wohnen, Kultureinrichtungen und Gewerbe miteinander verbindet und so ein neues Zuhause für die Berlinerinnen und Berliner schafft.“

    Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung:
    „Die Wettbewerbsergebnisse verdeutlichen erneut die planerische Exzellenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem breiten Spektrum an Lösungsansätzen für die Gestaltung des zukünftigen Molkenmarkts. Meinen herzlichen Glückwunsch an die prämierten Teams aller Lose. Ihre Beiträge bringen die Entwicklung des neuen Quartiers in der Berliner Mitte einen entscheidenden Schritt nach vorn.“

    Folgende Entwürfe wurden für die insgesamt 4 Lose als Sieger auserkoren:

    Los 1: 1. Preis: Hemprich Tophof GvA mbH, Berlin mit Max Dudler GmbH, Berlin und Simone Boldrin Architettura, Berlin

    Quelle: Quelle: Hemprich Tophof GvA mbH / Max Dudler GmbH / Simone Boldrin Architettura / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Los 2: 1. Preis: Ey Henkel Architektur GmbH, Berlin mit jessenvollenweider architektur ag, Basel und Trutz von Stuckrad Penner Architekten TVSP GmbH, Berlin

    Quelle: Ey Henkel Architektur GmbH / jessenvollenweider architektur ag / Trutz von Stuckrad Penner Architekten TVSP GmbH / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Los 3: 1. Preis: P/E/P Architekten + Stadtplaner GmbH, Münster mit Kleihues + Kleihues GvA mbH, Berlin und Muck Petzet Architekten GmbH, München

    Quelle: P/E/P Architekten + Stadtplaner GmbH, Kleihues + Kleihues GvA mbH, Muck Petzet Architekten GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Los 4: 1. Preis: Lederer Ragnarsdóttir Architekten PartGmbB, Berlin mit Baumschlager Eberle Architekten GmbH, Berlin

    Quelle: Lederer Ragnarsdóttir Architekten PartGmbB / Baumschlager Eberle Architekten GmbH / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

    Für das Los 5 wurde der 1. Preis des Loses 2 als Gestaltungsvorgabe für die umlaufende Arkade am Stadtplatz im Inneren von Block A ausgewählt.

    Im Zuge des weiteren Verfahrens wird die WBM - wie meines Wissens auch im ersten Wettbewerbsverfahren - ein Vergabeverfahren mit den drei prämierten Teams pro Los durchführen.

    Hier geht's zur Pressemitteilung: Link

    Wow, ich bin positiv überrascht. Das sieht nach einem richtig tollen Quartier aus. Ich bin gespannt wie sich das Quartier beleben wird. Danke für die Bilderserie.

    Könnte man bei diesem Platzangebot den Kreativen aus dem Rechenzentrum nicht Mietverträge zu identischen Konditionen anbieten (meinetwegen auf 5-10 Jahre befristet), damit man das Rechenzentrum endlich leer bekommt und man das Kirchenschiff der Garnisonkirche bauen kann. Dann müssten doch alle zufrieden sein? Die Mehrkosten an Geld (zu tragen durch Stadt und/oder Stiftung Garnisonkirche) dafür dürften doch vergleichsweise gering sein im Gegensatz zu den jahrelangen politischen Grabenkämpfen und auch noch die Nerven aller Beteiligten und Interessierten schonen?

    Dass das Saturn-Gebäude nicht mehr im Bestz von Hines ist, wird zumindest in dem entsprechenden Artikel auf Entwicklungsstadt behauptet. Ob diese Webseite als valide Quelle taugt, muss jeder für sich entscheiden.

    Als ich die überarbeiteten Entwürfe gesehen habe, habe ich mich damals gefragt, ob das wirklich nur eine Fassadenumgestaltung ist oder ob der Saturn-Bau abgerissen werden soll um einem Neubau zu weichen. EIne optische Umgestaltung wäre in jedem Fall zu begrüßen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ja insofern - korrigiere: Kaufhof will raus

    Galeria will raus? Hast du dafür Quellen? Ich meine bis jetzt immer gelesen zu haben, dass die Commerz Real Galeria rausbekommen möchte, um die ZLB ins Haus zu holen. Galeria möchte eigentlich sehr gern bleiben und das Land Berlin setzt sich darum für einen (wenn auch flächenreduzierten) Verbleib ein. Ansonsten gäbe es doch dieses ganze Hin- und Herverhandeln und die diversen Mietvertragsverlängerungen für ein paar Monate bis zu einer endgültigen Lösung gar nicht.

    Im Nachbarforum hatte ich es während der hier verordneten "Ruhezeit" bereits geschrieben, aber in den Auslegungsunterlagen bin ich in der Begründung zum Entwurf des Bebauungsplans I-B4a-3 mehrfach (S. 27, 46, 67, 113) auf die folgende Textpassage gestoßen:

    "Im Wettbewerb wurden der Entwurf des Büros „Gehry Partners, LLP“ mit dem 1. Preis und die Bei-
    träge des Büros „Kleihues + Kleihues“ mit dem 2. Preis und des Büros „Barkow Leibinger“ mit dem
    3. Preis prämiert. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat sich mit der
    Vorhabenträgerin dahingehend verständigt, dass der
    Wettbewerbsbeitrag des Büros „Kleihues +
    Kleihues“ als einer der drei vorgenannten Preisträgerentwürfe in einer überarbeiteten und den ak-
    tuellen Erfordernissen angepassten Version umgesetzt werden soll
    . Im städtebaulichen Vertrag wird
    eine entsprechende Verpflichtung berücksichtigt (siehe Teil A Kapitel V)."

    Das schränkt zumindest die Wahl des Architekturbüros recht eindeutig ein und ist zumindest für mich eine große Erleichterung, da ich den Kleihues & Kleihues-Entwurf in seiner überarbeiteten Version als den mit Abstand stärksten Beitrag empfunden habe. Ich hoffe nun, dass es nicht zu einer Verschlimmbesserung kommen wird. Hinsichtlich der Ausführung mache ich mir bei Kleihues keine Sorgen.

    Weiterhin finde ich die Vorstellung spannend, dass am Alexanderplatz in Zukunft gleich zwei Kleihues-Türme stehen könnten, die trotz sehr unterschiedlicher Entwürfe dem Alexanderplatz eine gewisse Homogenität bringen werden, die dem Platz nur gut tun kann.

    Man stelle sich vor, dass künftige Architekturfreunde in einigen Jahrzehnten sagen werden, dass der Alexanderplatz im Wesentlichen von Behrens und Kleihues geprägt wurde.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Dennoch...der Standort rechnet sich eben nicht mehr.

    Hmm, der Standort ist zufällig die umsatzstärkste (je nach Quelle manchmal auch zweitstärkste) Filiale von Galeria...

    Hochbau Michas Zweifel kann ich nachvollziehen, auch ich bin hin- und hergerissen. Ich habe aber auch die Befürchtung, dass sich die sogenannten Verhandlungen zwischen Senat, Eigentümer und Galeria noch weiter hinziehen werden. Nach den Wahlen kann der Wind sich auch ganz schnell wieder drehen. Und selbst wenn man einer Einigung nahe ist befürchte ich, dass der Politik dann auffallen wird, dass ja gar kein Geld für den Umzug und die Miete da ist. Und dann sucht man sich wieder eine neue Immobilie, fängt wieder an zu verhandeln und das Spiel beginnt von vorn...

    Dekoratives Anführungszeichen

    Für einige sehr sensible Zeitgenossen, ist ganz Berlin ein sozialer Brennpunkt. Dieser empfindliche Typus ist sehr häufig im direkten Berliner Umland anzutreffen, wodurch leider eine schädliche Entfremdung entsteht, der entgegengewirkt werden muss - nur wie?

    Aus dem Zusammenhang vermute ich mal, dass sich deine mehr oder weniger schmeichelhafte Umschreibung an mich richtet? Dass ganz Berlin ein sozialer Brennpunkt ist, habe ich nie behauptet. Dass der Kiez um den Mehringplatz aber als sozialer Brennpunkt wahrgenommen wird, ist ja nun wirklich keine von mir aus der Hüfte geschossene neue Behauptung:

    Artikel Berliner Zeitung vom 29.07.2024

    Artikel rbb vom 04.11.2024

    Dass der Bauplatz im Sanierungsgebiet liegt unterstreicht das wie ich finde noch, weil Sanierungsgebiete neben den städtebaulichen in aller Regel auch soziale Stabilisierungsziele verfolgen.

    Liebe Grüße von einem ganz besonders sensiblen Randberliner (wohnhaft in Berlin und somit auch im sozialen Brennpunkt ;))

    ^ Ich bin skeptisch:

    - Fertigstellung bis 2028 erscheint mir sehr ambitioniert.

    - Wer das Kleingeld hat, um sich ein "urban luxury apartement" leisten zu können, dürfte i.d.R. kaum Lust haben, in einen sozialen Brennpunkt zu ziehen, noch dazu mit Blick auf einen absolut heruntergekommenen Hochhausblock.

    - Man verpasst die Chance, die Gegend baurechtlich grundlegend neu zu ordnen um einen zukunftsfähigen Städtebau zu ermöglichen. Stattdessen stellt man das Hochhaus quasi als UFO in die Landschaft ohne einen sinnvollen Bezug zu irgendeinem anderen Gebäude. Nirgendwo wäre ein Bebauungsplan wünschenswerter als hier.

    Meine erste Vermutung war, dass hier Grundstücksspekulation betrieben wird. Mal schauen, wie es weitergeht.

    Mit der Architektur kann ich ansonsten sehr gut leben. Aber für mich macht es hier stadträumlich und bezüglich der Standortfaktoren einfach keinen Sinn.

    Kennt sich jemand in der Gegend aus und kann kurz sagen, ob das Parkhaus, auf dem das Projekt entstehen soll mittlerweile abgerissen wurde?

    Wellblech, Lochblech und Aluminium-Lamellen...ich bin verwundert, wie viele hier so etwas für scheinbar erstrebenswerte Architektur halten. Der einzige Unterschied ist doch nur, dass einige Entwürfe quietschbunt sind anstatt grau? Davon kann ich mich nur leider nicht täuschen lassen:

    Station A: Die Lamellen verschließen das Gebäude optisch, wenn man von der Seite darauf schaut.

    Station B: DIese goldene Lichtstimmung ist vermutlich nur der Visualisierung geschuldet und wird am Ende trotzdem Alu-silbrig.

    Station C: Noch am ehesten mein Favorit, aufgrund des Mutes zur Rundung. Aber ob der Beton gut altern wird?

    Station D: Analog zu Station A: Wenn man darauf zuläuft, sieht man einen blauen Kasten. Sonst nichts.

    Station E: Wellblech sieht meines Erachtens immer billig und favelahaft aus. Damit wurden in der DDR Geräteschuppen eingedeckt. Das Gelb ist aus farbpsychologischer Sicht auch nicht hilfreich (im Marketing wird gelb oft mit "billig" assoziiert). Schade um den Backstein...

    Das von Bild von Graft aus Straßenperspektive (4. Bild von unten in Merlins Beitrag) zeigt das Dilemma sogar in der geschönten Visualisierung recht deutlich. Soll das wirklich die urbane lebendige Straßenansicht sein, die man sich für dieses "funky" Quartier wünscht? Keine Fassade öffnet sich zur Straße, keine wirkt einladend, ganz im Gegenteil. Und bis auf Station A hat man alle Gebäude exakt auf Einheitshöhe gestutzt. Zumindest in dieser Hinsicht dürfte sich doch Tony_Soprano angenehm an die Europa-City erinnert fühlen. Schade...:(

    Ich bin von diesen Langhof'schen Luftschlössern langsam nur noch genervt. Herr Langhof müsste doch langsam selbst merken, dass Berlin die komplett falsche Stadt ist, wenn es um spektakuläre städtebauliche Ideen und Vorschläge geht. Zumal seine Ideen eigentlich immer nur aus die-Umgebung-dominierenden-Hochhäusern besteht. Das Rezept ist immer das selbe und dennoch bekommt er immer wieder Aufmerksamkeit dafür.

    Auf der Internetpräsenz von seinem Architekturbüro finden sich im Übrigen fast nur Ideen und nicht realisierte Entwürfe - mit Ausnahme des Upper West. Vermutlich war er da anfangs selber erschrocken weil er nicht damit gerechnet hat dass er das tatsächlich bauen muss ;)

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Visualisierungen sehen ja recht schick aus. Aber am Ende wird es wohl eher wie das Modellfoto aussehen mit einer schnöden weißen Putzfassade ohne jede Gestaltung.

    Schon allein durch den Namen des verantwortlichen Architekturbüros bin ich davon überzeugt, dass auch das Endresultat am Ende hochwertig daherkommen wird.

    Ob das dann die 15.000€ pro qm rechtfertigt steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    Mod: Frage aus dem Thread zum Hamburger Hof hierher verschoben.


    Hallo zusammen, ich bin eher im Berlin-Bereich dieses Forums unterwegs, schaue aber auch gern hier in der schönen Hanse-Stadt vorbei.

    Kann mir jemand sagen, was mit dem roten Sandsteinhaus neben dem abgerissenen Eckbau passiert? Offensichtlich wurde es leider ebenso abgerissen, obwohl es auf den Visualisierungen des Investors dargestellt ist. Wird die Fassade in ähnlicher Form rekonstruiert oder wurde diese abgebaut und eingelagert, um sie später vor dem Neubau wieder aufzustellen?

    Schon traurig mit anzusehen, was hier passiert :(

    Edit: Hab die Antwort im verlinkten Video von Beitrag #31 gefunden. Wenigstens ein kleiner Wermutstropfen...

    ^ Wahnsinn, wie sich die Fassadenfarbe durch die hellen Fugen und die Verschlämmung nochmal verändert hat. Als der Bau verklinkert wurde, hatte ich noch dunkelrote Klinker in Erinnerung. Alles in allem ganz passabel. Dass man aber bei den Staffelgeschossen doch noch den Rotstift angesetzt hat, darüber komme ich nicht so ganz hinweg. Man sieht leider, dass ursprünglich auch hier verklinkert werden sollte, weil nun die Fenster nicht tief genug im Mauerwerk sitzen. So reichts für mich leider nur für 'ne 2- ;)

    Landsberger-42.jpg(© Sanus AG)

    Ich bleibe erst einmal gespannt-skeptisch...Bjarke Ingels kenne ich eigentlich nur als Architekturbüro für größere mehr oder weniger spektakulär-aufmerksamkeitsheischende Solitärbauten. HIer am Kurfürstendamm muss jedoch im Blockrandbestand gebaut werden und der Entwurf sollte eine gewisse "Ensemble-Verträglichkeit" aufweisen. Ob BIG das auch kann, weiß ich nicht...aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren und man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben.

    ^ Was einengend wirkt ist die gegenwärtig vorhandene Brücke zum Kaufhof. Die muss unbedingt weg. Den Sockel hochzuziehen würde ich mit "urbaner Dichte" (positiv konnotiert) beschreiben. Den Blick auf das Memi zu verbauen, kann mE nur erstrebenswert sein.

    Ich empfehle hier nochmal die alten Visualisierungen aus dem Jahr 2008 von Till Sattler Architekten:

    Berlin-Alex-2-1024x575.jpg

    Berlin-Alex-4-1024x575.jpg

    Berlin-Alex-5-1024x575.jpg

    (c) Till Sattler Architekt

    Und auch hier nochmal eine Skizze, die ich in einem alten Artikel der Bauwelt (Link) gefunden habe:

    Berlin-Alexanderplatz-Hochhausplanungen-2da44261ff5f4c78.jpg