Beiträge von Berlinier 2.0

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    Die Höhe braucht die 100 Meter nicht überschreiten. Das sage ich als Wolkenkratzer Fan.

    Dann wäre er kleiner als der geplante Central-Tower an der Jannowitzbrücke (105m), der sich an ihm orientiert. 20-25m müsste er schon mindestens zusätzlich haben, um sich vom Central-Tower abzuheben. Das größte Problem sehe ich aber darin, dass der Bauplatz derart klein ist, dass sich das (vertraglich garantierte) Geschossvolumen gar nicht anders verteilen lässt, als in die Höhe. Der Turm ließe sich überhaupt nur verkleinern, wenn der Investor enteignet wird, bzw. die Stadt einen Rückkauf durchführt oder er sich freiwillig darauf einlässt und auf Geschossfläche verzichtet.

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    Dass hier nachwievor von Kampagnen gegen die Linke gesprochen wird ist echt nicht mehr auszuhalten.

    Je verkommener die Linke in der öffentlichen Meinung dasteht und getragen von diesem Schatten in eine Koalition geht, die sich selbst absehbar früher oder später zerfleischen wird, desto größer ist die Argumentationsbasis für Schwarz-Blau. Es ist eine Falle. Das wissen sie nur noch nicht.

    Nicht, dass ich mit ihm sympathisiere, aber die Sache mit Krach (er soll 10K für die Partei eingesackt haben) riecht nach einem politischen Attentat. Auch dass rauskam, dass Wegner beim Tennis war, ist im Grunde so ein Attentat gewesen. Das sind mittlerweile römische Senatsverhältnisse in Berlin. Wenn das so weitergeht, muss man den Abgeordneten raten, sich einen kleinen Dolch an den Gürtel zu hängen.

    Die Linke als die neue "Partei der Migranten", die AfD als die neue "Partei der Deutschen". Eine CDU, die Herrschaft nur qua Wachstum generieren kann, weil das die einzige Patrone ist, die in ihrem Magazin steckt und eine SPD, die immer zwei Patronen im Magazin hatte und nun weder Wachstum, noch soziale Gerechtigkeit glaubhaft für sich reklamieren kann. Grün und gelb wird in einem ärmer werdenden Deutschland keine Zukunft haben.

    Heimat ist ein Schlachtfeld, auf dem man ewig kämpfen kann, auf dem die Patronen nie ausgehen. Die Deutungshoheit darum, an welcher Schnittmenge Inklusion in den Heimatbegriff stattfindet, ist primärer Gegenstand fast jeder Stammesgesellschaft, fast jeder Autokratie; jeder hierarchischen Gesellschaft, die nicht genügend Wachstum generieren kann, um sich den Luxus leisten zu können, Herrschaft qua meritokratischer Anreizsysteme in diversifizierten Aufmerksamkeitsökonomien mit kontrollierten Öffentlichkeiten sanft ausgestalten zu können. Diesen gesellschaftsstratifizierten aristokratischen Systemen bleibt dann nur noch "teile und herrsche" als modus operandi und insofern ist der Kipppunkt (mit drei p) an dem eine Gesellschaft von einer stabilen Meritokratie (die spätestens seit Merkel mehr oder weniger offene Patronage war) in den Zustand der offenen Staseis übertritt, auch ein Fall des Vorhangs oder ein Lüften der Maske. Eine echte Demokratie hätte gar keinen "Kipppunkt", weil ihre Sollbruchstelle im täglichen Dialog der Bürger miteinander getestet und gehärtet wäre. Diesen Dialog haben wir nicht, weil wir keine Öffentlichkeit haben, weil wir Öffentlichkeit privatisiert nie hergestellt haben. Fluchtbewegungen unter das Banner eines Schutzpatrons, derselbe alte Schwalbenflug. Nichts neues im Westen.

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    Die Fassade hat Tiefe, die Krone gibt dem Haus einen eigenen Charakter[..]

    Die Fassade würde zur Geltung kommen, wenn sie nicht von der militärischen Installation aus betonierten Panzerabwehrhürden (auch dragon teeth genannt) zerdrückt wäre.

    Ein Hochhaus lebt doch von seinem Streben nach der Vertikalen. Dieser Entwurf setzt sich (durchaus anspruchsvoll und durchdacht) für das Gegenteil ein. Das Haus möchte am liebsten im Boden versinken, was optisch nur durch die nun etwas verlängerten "Beine" in Form der höheren Erdgeschossebene und den nach hinten auskragenden Sockel verhindert wird. Eigentlich will das Haus unter die Erde. So verwundert es auch nicht, dass ich mich subtil an den Tod erinnert fühle, je länger ich es betrachte. Erst dachte ich, das wäre nur meine Fantasie. Doch dann funkte es. Das Vorbild des neuen Rathauses Berlin Mitte liegt gar nicht in der DDR, sondern im Bochumer Zentralfriedhof. Es ist die:

    "Trauerhalle Ost". Link

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    Foto: © Bussenius & Reinicke / http://www.onarchitecture.de

    "Nach dem Zweiten Weltkrieg dehnte sich der Bochumer Zentralfriedhof am Freigrafendamm immer weiter aus, die neuen Gräberfelder lag weit entfernt von den vorhandenen Trauerhallen, so dass Ende der 1960er Jahre eine neue Friedhofshalle geplant wurde. Sie war das letzte größere Projekt des Bochumer Stadtbaumeisters Ferdinand Keilmann. Realisiert wurde sie erst nach seiner Pensionierung durch den von der Firma Philipp Holzmann beauftragten Architekten Hans-Rolf Dönges, der sich an Keilmanns Entwurf orientierte."

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    • Der Sockel-Entwurf ist dem Baukollegium zu niedrig. Der Sockel soll mindestens 28m hoch werden.
    • Die Fassade mit den Trapezen korrespondiert dem Kollegium nicht ausreichend mit der Umgebung.

    Zur geforderten Höhe stimme ich zu. Das Park Inn leidet zwar darunter, aber es war ja ursprünglich mal angedacht, auf 150m aufzustocken. Evtl. kommt das noch irgendwann 2040+. Es sind ja nur etwa 110m, die es eigentlich hoch ist. Covivio könnte ca. 40m upgraden, wenn sie noch ein paar m für Technik raushandeln. Für sich genommen ein kleines Hochhaus, immerhin.

    Was die Umgebung betrifft, ich empfinde den Sockelbau des ALX durchaus als eine Unverschämtheit der Stadt gegenüber. Da hilft es auch nicht, dass "die Stadt" bzw. Frau Lüscher das so goutiert hat. Ich lasse mir auch nicht erzählen, dass das Gebäude nicht aussieht, wie ein Parkhaus, das man entkernt und zu einem besseren Edeka umgebaut hat; Es sieht so aus! Covivio stammt aus Paris, dort wäre eine vergleichbar prominente Platzierung im Stadtbild undenkbar. Ein zweites "impensable" daneben zu setzen, das sich an dem Ersten orientiert.. rien ne va plus.

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    Zwischen Baufeld D1 und D2 (Park Inn) soll eine Gasse entstehen, was die Ausbildung einer vierten Fassade erforderlich macht.

    Das verstehe ich überhaupt nicht. Für mich ließt sich das so, als wollte man dort unbedingt eine "tote Durchquerung" haben. Sie scheinen "Gasse" jedenfalls so zu definieren, qua Forderung einer vierten Fassade, die völlig anders als die anderen drei Seiten, ergo "closed" gestaltet werden soll. Oder deute ich das falsch?

    Sowas hier ?(:

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    Somit bleibt das große Rätsel bestehen, ob der Sockel-Bau (Saturn) entsprechend des Entwurfs von Kleihues mitumgebaut wird.

    Ich kann dazu sagen, dass ich vor ca. 2 Wochen dort bei Saturn einen Wasserkocher gekauft habe und eine Schar aus Mitarbeitern im Begriff war beginnend im hinteren Teil (dem Teil zur HH-Baustelle hin) alle Regale leer zu räumen, sodass nur noch eine kleine Insel mit Produkten übrig blieb. Die Ausräumaktion wurde als "wir bauen um" beworben, nicht als "wir ziehen aus". Möglich, dass hier ein Zusammenhang besteht; dass der Sockel sukzessive umgebaut wird, sodass der Saturn mit beschränktem Angebot offenbleiben kann.

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    Bei den ersten Türmen war die Hauptsache, das überhaupt mal was passiert. Mittlerweile sehe ich aber eher ein großes Risiko dass wir hier auf ewig einen uninspirierten kleinen Geist baulich zementieren.

    Da sieht Hines natürlich etwas kleinlich aus, weil man mit dem Entwurf von einem Stararchitekten angetreten ist und nun gefühlt auf gehobene Mittelmaß herunterstutzt. Woher soll die Forderung auf "Stararchitektur" auch kommen, welche "trumpsche Figur" mit dem nötigen Kapital, Willen und Geltungsbedarf gibt es in der Stadt, die ihre Interessen gegen die Piefigkeit der Senatsebene durchzusetzen könnte. Streletzki ist das für Berlin gewesen, aber ich bezweifle, dass er absehbar einen zweiten Turm baut, dafür müsste eine Verkehrsexplosion am BER einsetzen. Und sein Buddy, Neuköllns Bürgermeister-Urgestein Buschkowsky könnte ihm da auch nicht mehr helfen. Die bittere Wahrheit ist halt, dass Leuchtturmprojekte in fast allen Städten so zustande kommen, durch Korruption. Das Streben nach Ästhetik und Ausdruck ist eben letztlich privat motiviert, die Gesellschaft formuliert andere Ziele. Beides in Einklang zu bringen, ist quasi unmöglich, aber unter all denen, die sich darin versuchen, da finde ich gehört Kleihues zu den Besten.

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    Für mich hat auch der Richtige gewonnen, Schöne Farben und Materialkombinationen, Sehr gelungen.Insbesondere die puzzleartigen Ausfransungen der Teppiche. die dem Parkett Raum lassen.

    Die "Puzzle-Teppiche" sind interessant, aber ich bin noch nicht sicher. Einerseits verleihen sie den Räumen einen Hauch Dynamik, doch andererseits erinnert mich die auf "closure" getrimmte Anordnung der Sitzmöbel in Kombination mit bzw. auf den knappen Teppichen an den Ausstellercharakter von Möbelhaus-Kombinationen. Man muss sich Preislabels dazu vorstellen, dann wird das deutlich (Kaffeesaal und Arbeitszimmer).

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    Der exzessive Gebrauch dieses Freischwingerstuhls ist mir rätselhaft. Es gibt nichts unpassenderes und unpraktischeres als einen solchen Stuhl, speziell im großen Saal für Staatsbanquette.

    Ich würde wetten, dass dies ein weiterer spezieller Wunsch Steinmeiers ist. So wie auch Steinmeiers Lieblingskünstler, Gotthard Graubner wieder einmal großzügig Gestaltungsfläche bekommt (großer Saal) für seine, ich nenne es mal: "Monochrome Pastelle in sanfter Bewegung". Eine durchaus synergetische Überleitung zum Hausherren, wie ich finde, da haben sich zwei gefunden.

    Schon 2021 hat sich Steinmeier zur Ernennung von Scholz mit einem riesigen Werk Graubners im Schloss gezeigt, im Prinzip derselben Art, wie sie auch an einer Wand im großen Saal zu sehen sein wird. Siehe: https://www.sueddeutsche.de/kultur/olaf-scholz-schloss-bellevue-gotthard-graubner-ernennung-zum-deutschen-bundeskanzler-1.548439

    Hier ist eine Auswahl von Graubners Werken zu finden (nicht auf die Preise gucken). https://www.van-ham.com/de/kuenstler/gotthard-graubner.html

    zu #721 und diesem Bild: https://s1.directupload.eu/images/260620/3zhwt2z3.jpg

    Ich mag dieses Bild besonders, weil sich in der stillen Komposition eine Invasion offenbart; eine Invasion von Form und Funktion, die gewaltsam voran marschiert und Schutzbunker errichtet, in denen klinische Morbidität die Zen-Fantasie von Entspanntheit simulieren soll, während die Reste von Unberechenbarkeit, die Unannehmlichkeit von Natur, durchs Fenster hineinschielt, um den Menschen zu bedauern; so wie der Mensch in ein Aquarium hineinschielt, um die Fische zu bedauern.

    Bitte keine Bilder zitieren.

    Der große Vorteil für die Berliner Messe war die Nähe zum Flughafen Tegel. Die Vorstellung BER anzufliegen, beim großen Autobahnkreuz auf den Ring zu fahren, ne Stunde lang über die Autobahn zu gurken, in Staus zu stecken, um dann bei einer 0815-Mehrzweckhalle an einem anderen Autobahnkreuz auf der anderen Seite der Stadt auszusteigen, ist nicht wirklich attraktiv. Das gilt auch für öffentliche Besucher, die wohl teils Probleme haben werden die etwas vom Schuss abgelegen Halle zu finden. Dass die Halle selbst nicht attraktiv ist könnte man verschmerzen, wenn der Standort nicht so "off" wäre. Die Wahrheit will niemand wahrhaben, nämlich, dass die Messe am alten Standort keine Zukunft mehr hat. Die Gewerbe-City direkt am BER oder das Gelände am Estrel wäre geeignet für diese Halle, dort müsste sie entstehen, nicht hier.

    Merkwürdig, weil ich dazu mal recherchiert habe und 100% sicher bin ein pdf einer am Bau beteiligten Firma (Technik oder Fassade) gesehen zu haben, in dem 137,5m genannt wurden. Die Angabe mit Nachkommastelle scheint mir zu genau, um willkürlich zu sein. Ich vermute, dass mit 130m das Gebäude ohne Technikaufbau gemeint ist, also die Stockwerkshöhe, nicht Gesamthöhe.

    Da die verantwortliche Frau in dem Interview meinte, dass genauso hoch wie das ParkInn gebaut würde (was ja auch bei 130m genau genommen eine Falschaussage ist), ist es vielleicht Marketing, das meint, die Grundskepsis der Berliner, bzw. vor allem der "ostalgisch" motivierten Ostberliner gegenüber Hochhäusern durch rhetorisches Downsizing nivellieren zu müssen.

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    Dann kam Hines auch noch auf die Idee das Grundstück zu teilen und das (Billig-)Warenhaus zu verkaufen. Lieber das schnelle Geld als eine langfristige Investition war wohl die Devise. Das Restgrundstück zur Alexanderstraße behielt sich Hines und kolportierte fortan, dass dort das erste Hochhaus errichtet werden soll. "Kolportiert" schreibe ich deshalb, da ich nicht einschätzen kann ob sich Hines nie über den komplizierten Untergrund seines (Rest-)Grundstückes im Klaren war oder ob der Bau eines Hochhauses mehr dem eigenen Marketing diente.

    Bist du da sicher was die Eigentümerstruktur betrifft, das ist nicht immer so leicht ersichtlich von außerhalb. Auf der Webseite von Hines wird das Saturn-Gebäude unter der Chiffre "Developer" (nicht "Owner") geführt, wie die meisten Objekte in Berlin. Möglich, dass Hines auch beim Turm nur als Entwickler oder Entwickler und Manager fungiert, während der eigentliche Besitzer im Hintergrund bleibt bzw. möglicherweise in beiden Fällen ein und derselbe Besitzer ist. Der Turm wird hier seit geraumer Zeit gar nicht mehr gelistet, von daher verbleibt das unklar.

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    Der Alexanderplatz verdient endlich ein Hochhaus, das die Hauptstadt einer der größten Volkswirtschaften der Welt repräsentiert.

    Also geht es dir nicht um Architektur oder Stadtreperatur, sondern um Geltung. Zwar kann ich dem Spiel "höher, schneller, weiter" dem Grunde nach etwas abgewinnen, aber hier ausgerechnet vom Alexanderplatz aus mitspielen zu wollen, halte ich für einen absurden Verstieg. Der Hines-Turm wird erwartungsgemäß, sofern es keine krasse Überraschung gibt, nicht nur das höchste, sondern auch das hochwertigste bzw. mondänste Hochhaus am Alex werden. Ich freue mich vor allem darauf, dass (hoffentlich) auch der Sockel-Bau (Saturn) überarbeitet wird. Deswegen trauere ich dem überarbeiteten Kleihues hinterher, weil mir die Treppe mit dem "Hüftschwung" außerordentlich zusagt. Es ist an der Stelle exakt der richtige Kniff, um dem kantigen massiven Block des Covivio-Sockels etwas die Strenge zu nehmen und einen Hauch Dynamik zu erzeugen. Kleihues wird m.A.n unterschätzt.

    Die Bauherren ließen via Presse damals lancieren, dass eine Abstufung bei nur 130m nicht mehr wirtschaftlich wäre. Später wurde der Mynd/Berlinian, bei dem man sich von vornerein ausnahmsweise auf etwas höhere 134m verständigt hatte, auf 142m, also um 8m erhöht. Diese 8m zusätzlich durfte der Covivio dann natürlich auch haben (Gleichbehandlung) und dessen Fassade wurde offiziell in einem PDF der Fassadenbauer von 130m erhöht und auf 137,5m beziffert.

    Nun hat Kleihues offenbar nochmal 4m "vergessen" bei seinem Entwurf und die nachträglich genehmigt bekommen, was auf 146m erhöht, aber Kleihues hat auch in einem Interview durchblicken lassen, dass es vielleicht auch 150m werden könnte. Das spricht für mich dafür, dass Kleihues Bereitschaft des Senats erkannt haben will, wieder die alte 150m Grenze anzuwenden. Dazu passen auch diverse Aussagen des Bürgermeisters, sowie die Zusage, dass der Hines 150m werden darf. Ob der Covivio nun auch 150m hoch wird oder es bei den 137,5m bleibt, ist die Frage. Beantworten kann das nur der Senat, Bauherr, oder die Zeit.

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    Mir erscheint der Bau noch immer ideal dafür, den Portikus des Anhalter Bahnhofs aufzuwerten. Material und Gestalt erscheinen mir für diesen Ort passend, auch wenn einige kompromisslose Rekonstruktionsbefürworter an dieser Stelle nichts anderes als den alten Anhalter Bahnhof akzeptieren.

    Ehrlich gesagt stört mich der massive und schwere Korpus, der sich umarmend um den viel kleineren Bahnhofsrest herumwindet. Er stellt den Bahnhof eher in den Schatten, als ihn zu inszenieren. Das Museum möchte die Aufmerksamkeit haben und sie dem Bahnhof wegnehmen. Die Haltung der Gebäude zueinander erzeugt auf mich eher die Dimension einer Konfrontation, als die einer Symbiose. Ich hätte da etwas gläsernes, transparentes gewählt, das sich selbst zurücknimmt. Und vor allem mehr Hoffnung und Freiheit ausstrahlt, denn das sehe ich an dem Gebäude überhaupt nicht. Es ist ein dunkler, schwerer, steinerner Rahmen.