Ist ja auch klar, da ist ein Park. Pariser Platz, Breitscheid- und Alexanderplatz leuchten wie jeder weltstädtische Platz.
Fernsehturm und Rathaus sind beleuchtet und meiner Erinnerung nach auch alle anderen, wichtigen Sehenswürdigkeiten…
Marienkirche und Nikolaikirche sind seit 2022 finster, was insbesondere im Fall der Nikolaikirche sehr zu bedauern ist. Die war abends immer ein echter Hingucker. Heute sieht man sie nach Einbruch der Dunkelheit praktisch gar nicht mehr. Das Rote Rathaus wird nur noch auf der Frontseite beleuchtet, was auch eher billig aussieht.
Auch der Berliner Dom ist seit Neuestem wieder auf Sparflamme. Das könnte allerdings, hoffentlich, nur mit den laufenden Sanierungsmaßnahmen zusammenhängen. Bei der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz gibt es das gleiche Problem. Ich könnte noch 20 andere Berliner Sehenswürdigkeiten nennen, die seit 2022 entweder komplett im Dunkeln stehen oder nur noch irgendeine billige, improvisiert wirkende Teilbeleuchtung haben.
Ich war vor zwei Wochen in Poznań in Polen und hätte heulen können, wenn man sieht, wie die es schaffen, ihren Marktplatz gerade am Abend zu präsentieren. Dass viele in Berlin inzwischen nicht einmal mehr mitbekommen, wie mies sich diese Stadt mittlerweile präsentiert und was eigentlich möglich wäre, finde ich schade, aber leider auch nicht mehr überraschend.
Und das alles nur, um lächerliche 40.000 Euro Stromkosten pro Jahr einzusparen 😂 Ja, da fehlt keine Null. 40.000 Euro im Jahr.
Das entspricht grob den Kosten einer einzigen Beamtenstelle oder zwei Bürgergeldempfänger mehr oder weniger in einer Stadt mit Millionen Einwohnern.
Es ist einfach grotesk. Für so eine minimale Einsparung verdunkelt man das Stadtbild. So einen symbolpolitischen Stuss muss man weltweit wahrscheinlich lange suchen.