Stadtschloss Berlin: Der Thread für den Wiederaufbau

  • ^ Ich bin hin und weg! Eine tolle Idee. Es verleiht dem Schloss fast etwas tausendjähriges. Könnte man die Kuppel nicht im Ruinen-Look errichten... dann könnte man auf die Laterne von vornherein verzichten. :)

  • Wirklich tolle Idee. Dschungelpflanzen wachsen super auf Stein und lieben unser Klima. Die Visualisierung dürfte daher sehr nah der Realität entsprechen. Und natürlich werden dadurch alle bisherigen und künftigen Spender der Reko begeistert. Die werden ganz aus dem Häuschen, pardon, Schlösschen sein.

    Wie wäre es, wenn man die Stella-Seite damit überzieht. Da tut es wenigstens nicht weh.

    P.S.: Ein kurzer Check des Datums ergab, dass wir noch nicht den ersten April haben. Dafür wäre es auch etwas kalt draußen. Aber wie gesagt ist die Phantasie ja zum Glück gänzlich unabhängig von Wetter, Datum oder sonstigen nervigen Aspekten und Fakten der Realität.

  • Sollen sie sich mal lieber für mehr grün um das Schloss herum einsetzen als damit zu kommen. Mit einer grünen Stella-Fassade könnte ich allerdings auch leben :D

  • Soll das nen Scherz sein mit der Begrünung?

    Es kann doch nicht sein das man sich nach langen Streitereien für eine "Reko-Modern"-Fassade entschieden hat und am Ende kommen die Architekten noch auf die tolle Idee nen bissel Grünzeug vor den Rekoteil zu hängen.

    Die Begründung:

    "Die Idee war, das Humboldt-Forum begreifbar zu machen. Also zu zeigen, wo Humboldt sich herumgetrieben hat, was er mitgebracht hat. Ganz viele der Exponate sind ja Pflanzen, und die Idee war, dass man sie einfach auch sieht, dass es lebt, dass man so reingelockt wird."

    Hätte man da nicht anstatt der doch sehr "simpel" gehaltenen Ostfassade etwas modernes aber organisches gestalten können um wirklich direkt am Bau die Verbindung zw. Humboldt und Humboldtforum zu verdeutlichen?

    Also für mich klingt es als würde man versuchen den Rekoteil wieder etwas zu "verstecken", vlt. für die Architekten ganz logisch schließlich ist dieser Teil der Fassade (für mich der weitaus bessere) nicht auf ihrem Mist gewachsen sondern so wurde vor über 100 Jahren gebaut und das ist ja "out"!

    Wenn dann würde ich die Pflanzen über die Ostfassade wachsen lassen das könnte man dann gleich mit der Spree verbinden.

  • So ganz ernst gemeint, war der Vorschlag zur Fassadenbegrünung sicher eher nicht. Eher nach dem Motto: Granate werfen, ducken, schauen was passiert ist!
    Als Initiatoren von den "Architekten" zu sprechen, ist mir mal wieder ein wenig zu pauschal!
    Es gab sicher gute Gründe über Pro und Contra beim Humboldtforum zu reden, meinetwegen kann man das rückwirkend auch ewig weiter treiben. Doch Eines ist sicher: bei diesem Bauvorhaben sind alle wesentlichen Weichen längst gestellt.

  • Alles viel zu kleinkariert...
    Man müsste bei den Dachaufbauten viel mehr klotzen statt kleckern.

    Das Dachcafe kasieren und dafür das gesamte Schloss mit dem Alfred-Brehm-Haus vom Tierpark Friedrichsfelde aufstocken.
    Dann hätte man gleich die perfekte Tropenhalle (die dann Humboldthalle heißen muß) inklusive (und sicher auch ein Cafe).

    Aus dem Alfred-Brehm-Haus ranken dann flächendeckend Lianen über die Ostfasade.

    Die angrenzende Spree würde ich zu einem (Erlebnis-) Wildwasserkanal ausbauen und natürlich das gesamte MEF fluten (die Pläne dafür gibt es ja auch schon).
    Dort müsste man unbedingt Flußpferde und Krokodile ansiedeln.

    Achja, vom Fernsehturm aus sollte dann noch Bungee Jumping über dem gefluteten Becken angeboten werden.
    Um den Spaß für die Krokodile zu erhöhen dürfte natürlich jedes 3. Jumping-Seil geringfügig länger sein.

    P.S.: Um natülich den so oft gewünschten Brüchen auch gerecht zu werden muß das Schlossumfeld mit schönen grauen Betonsteinen gepflastert werden.


    Gruß, Jockel

  • Was für ein Blödsinn!

    Ich habe nicht von meinem sauer verdienten Geld vier mal für die Schloss-Fassade gespendet um sie jetzt zugerankt zu sehen.

    Banausen, diese! :Nieder:

  • Der Irrsinn kennt manchmal echt keine Grenzen. Ich hoffe ja immer noch es ist irgendwie eine Mischung aus versteckte Kamera und Zukunftsutopie. Aber ich fürchte die meinen das ernst.

    Aber klar. Die Bevölkerung spendet 80 mio. Für die historische fassade. Zig Bildhauer arbeiten Jahre an den den teils extrem aufwendigen Stücken und dann hängt man es mit Grünzeug zu. Auf die Idee muss man erst mal kommen.:nono:

    Und ganz nebenbei. Toll sieht man hier auch wieder wie man mit dem Computer die Welt schön gestalten kann. Erstens würde es vermutlich eh nie so grün aussehen und zweitens bin ja mal gespannt wo die Palmen finden die auch von Oktober bis März das so schön grün machen :lach:
    Ansonsten wäre das Schloss in den Wintermonaten ein ziemlich bescheidener Anblick. Manchmal will man echt laut rufen : Herr lass Hirn regnen wenn man den ganzen Müll hört den manch ein sogenannter Künstler von sich gibt.

  • Also grundsätzlich kann man ja alles fordern, auch am Schlossplatz einen Raketenstartplatz einzurichten. Ich frag mich eher, warum so ein offenkundiger Schwachsinn seriös im Deutschlandradio daherkommt.

  • Ach Leute bleibt doch mal locker.

    Es handelt sich schlicht um eine Vision. Wer einmal deren Webseite besucht hat, wüsste das es sich um eine Ideenfabrik handelt. Eine solche Vision an einem, stark in der aktuellen Medienaufmerksamkeit stehenden, Gebäude einmal durchzuspielen ist doch ganz nachvollziehbar.

    Dadurch kommt das Ganze in die breite Öffentlichkeit und man regt zum nachdenken an.

    Auch den Machern der Vision wird klar sein, dass es nicht umgesetzt wird.

  • Sehr richtig, des weiteren wird ja von Rekonstruktionsbefürwortern auch häufig gefordert die moderne Ostseite zu begrünen, um sie so zu verstecken. Und wird nicht auch so oft die Schönheit der alten Renaissance-Ostfassade gepriesen, nicht zuletzt wegen der verwunschenen Begrünung?

  • Mal ganz im Ernst, da wird erst Jahre lang gestritten wie das Schloss ausehen soll. Die einen wollen es schön historisch die anderen schön modern, lang lang hats gedauert und man kam zu einer Einigung wer weiß wie viele Tausend Euro später.
    Das demokratische Ergebnis ist nun, von außen größtenteils alt und innen mehr moderne (bin hier nicht ganz so im Thema ob der Innenausbau mehr alt oder modern ist aber ich glaube er sollte größtenteils in einer "modernen" Formensprache ausgeführt werden)
    so wurde es beschlossen.

    Und nun meinen nen Haufen Architekten in Form einer "Ideenfabrik" und auch Abgeordnete also Politiker man könnte diese schon längst demokratisch getroffene Entscheidung noch mal etwas beeinflussen in dem man mit der Idee eines Dschungels kommt. So sieht also Demokratie heute aus, es wird eine Mehrheitsentscheidung getroffen und dann kommen Leute mit mehr "Einfluss" und murksen noch etwas rum.

    Und das beste ist, jeder der sich wegen oben beschrieben aufregt ist "unlocker" und "emotional". Wow, schöne neue Welt!