Beiträge von Jockel HB

    ^^ Tja, am ökologischsten wäre nichts zu bauen.

    Allerdings ist das im Zusammenhang mit Schinkels Bauakademie schon "ernsthaft" diskutiert worden.


    Vermutlich kamen dann einige Schlaumeier doch noch zu der Erkenntnis, daß nichts bauen auch keine Lösung ist, und schon garnicht wenn man als Bundesstiftung eigentlich für einen Wiederaufbau steht bzw. stehen sollte.


    Keine Frage daß überall ökologischer gebaut werden muß, nur ist es schon sehr fragwürdig wenn man überall in der Stadt mit Beton umsich schmeißt und sich dann ausgerechnet an der Schinkelschen Bauakademie abarbeiten muß.


    Und wo wir gerade bei fragwürdig sind...

    Fragwürdig in einem Architekturforum finde ich auch, wenn man die bauhistorische Bedeutung der Schinkelschen Bauakademie (hier die Fassade) als "banal" herabwürdigt.

    Man muß den Baustil nicht mögen, aber seine bauhistorische Bedeutung respektieren darf man schon.



    Gruß, Jockel


    P.S.: Ursprünglich stand der Beitrag von Konstantin in der Reihenfolge über meinem, soll heißen unsere beiden Beiträge beziehen sich auf den Post von ErSieEs. Nicht daß der falsche Eindruck entsteht, daß Konstantin auf meinen Beitrag antworteten würde.

    Die ganze Debatte zeigt ganz gut, dass die Bundesstiftung Bauakademie bei der Planung der neuen Bauakademie einen ziemlich klugen Weg gewählt hat.

    Scheinbar ist ja genau das Gegenteil immer offensichtlicher.


    Ich finde aus den selben Gründen die jan85 nennt ein stilles Abwarten völlig falsch.

    Das jetzt auch sehr verschiedene Medien und Institutionen diese Bundesstiftung und ihr zumindest fragwürdiges Vorgehen näher beleuchten ist schon einigermaßen bemerkenswert, daß man dabei eine relativ ähnlich klingende Kritik vernimmt erstrecht.

    Auch empfinde ich dieses Hinterfragen eher als aufklärend und überhaupt nicht als "Streit um des Streites willen".


    Nun bin ich echt gespannt mit welcher Argumentation man die vermeintlichen Widersprüche der Bundesstiftung jetzt noch überzeugend erklären kann.



    Gruß, Jockel

    Um es nochmal klar zu stellen, ich bin auch für eine Rekonstruktion der Außenfassade, aber die hier vorgebrachten Argumente sind mir zu flach.

    Na dann ein Dankeschön für deine "Klarstellung", denn bisher konntest du das gut hinter deiner fortwährenden Behauptung verstecken, die als "Argument" gegen eine Rekonstruktion (auch der Außenfassade) dienen sollte.


    Deiner ständigen Behauptung mit einer Argumentation mehr Tiefe zu geben scheint nicht dein Antrieb zu sein. (trotz mehrfacher Nachfrage von verschiedenen Diskutanten)



    Weil es von Schinkel ist, weil es so schön war, weil noch nicht so viel rekonstruiert wurde, weil es Gott und die will ...


    Geht's noch?

    Das ist nun wirklich "flach" und gegenüber allen die hier ernsthaft diskutieren wollen eigentlich eine Frechheit.


    Deshalb möchte ich nur nochmal daran erinnern, daß es hier in der Diskussion selbstverständlich um die Bauakademie geht, gerade weil diese von Schinkel ist bzw. war, und weil dieses Gebäude selbstverstänlich auch eine baugeschichtliche Bedeutung hat bzw. hatte.

    Zumindest das sollte in einem Architekturforum schonmal wertungsfreier Konsenz sein, auch wenn daraus dann jeder seine durchaus berechtigten und verschiedenen Schlüsse ziehen kann.



    Gruß, Jockel

    Es gibt noch keine klare Vorstellung was im Gebäude überhaupt stattfinden soll, aber...

    ...manche glauben jetzt schon zu wissen, daß eine Rekonstruktion diese unklare Vorstellung nicht erfüllen können wird.



    Es hilft auch nicht, wenn Gebäude schön anzusehen sind, dafür aber wenig Nutzen haben.

    Wir drehen uns echt im Kreis, denn weiterhin gibt es keine Antwort auf die Frage "welcher Nutzung eine Reko im Wege stehen würde".


    Übrigens finde ich die hauptsächlichen Kriterien "Gebäude schön" und "Nutzen" sehr unzureichende Maßstäbe für ein Baudenkmal.



    Gruß, Jockel

    Beide Entwürfe sind auf ihre Weise sehr gut.

    Das sehe ich recht ähnlich, nur...


    ...paßt das Beispiel nach meiner Ansicht nicht zur berliner Situation der Schinkelschen Bauakademie.


    Ich würde es als extrem absurd empfinden wenn man ein (vielleicht durchaus gelungenes) äußerlich modernes Gebäude errichten würde und dann "Schinkel drauf schreibt".


    Ich habe es ja schon mehrfach geschrieben, daß man sich erstmal grundsätzlich positionieren müßte ob man von der Schinkelschen Bauakademie sprechen will, oder von der "Bauakademie" (die in Wahrheit ja keine Bauakademie wird).


    Daß die Bundesstiftung Bauakademie in ihrem Namen ausgerechnet auf Schinkel verzichtet hinterläßt bei mir ein zumindest ungutes Gefühl.


    Aber noch ist ja nichts entschieden und somit hoffe ich weiterhin auf einen fairen und unbedingt vernünftigen Kompromiß.



    Gruß, Jockel

    ^Da man die ursprüngliche Gesamtbreite der Fahrbahn nicht ändern wollte und die Aufteilung der Fahrstreifen so für sinnvoll hält, bleibt halt der Mittelstreifen als "Restfläche" übrig.

    Diese lediglich zu schraffieren ist offensichtlich die kostengünstigste Variante.

    Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, daß man diesen Streifen auch als "Sicherheitsabstand wahrenden Schutzstreifen" für gegenläufigen Verkehr betrachtet. (Aber vielleicht sind meine Vermutungen auch alle Quatsch)


    Hingegen bin ich mir sicher, daß die BVG damit nichts zu schaffen hat, weil es unter dem Lustgarten keine U-Bahn gibt und es demnach auch keine U-Bahnbaustelle gab.


    Ich hätte eine gepflasterte Verbindung der beiden Lustgartenhälften auch als besser empfunden.

    Den damit verbundenen erhöhten Lärmpegel hätte man mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wieder reduzieren können.



    Gruß, Jockel

    Leider gehören die drei folgenden Bilder vom 01.11.2022 auch zum (hoffentlich nur temporären) Istzustand von Unter den Linden.

    Ich zeige die Bilder weil dieser Zustand einerseits (Bild 1 und 2) Beklämmung und andererseits (Bild 3) extreme Betroffenheit bzw. extremes Mitgefühl ausgelöst haben.


    Ich bitte aber darum hier keine Diskussion über die Ursachen dieser Situation zu beginnen !!!


    Die Situation vor der Russischen Botschaft

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    mit geschlossenem S-Bahnzugang.

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    Und auf dem Mittelstreifen vor der Botschaft das bewegende ukrainische "Gedenkfeld".

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    Und diese noch der Schönheit wegen (auch vom 01.11.2022)


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    Gruß, Jockel

    Beim WBM- Gebäude fällt mein Urteil ernsthaft milder aus.

    Zum einen erfüllt dieser Bau in etwa das was zu erwarten war.

    Und zum anderen ergänzt er den derzeiten Straßenraum und die bestehende Bebauung nicht sonderlich unpassend.

    (Bilder vom 31.10.2022)


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    Das mir persönlich der Istzustand der gesammten Umgebung selbstverständlich nicht behagt liegt auf der Hand, aber wie sollte man das realistisch betrachtet jetzt noch grundlegend ändern können.



    Gruß, Jockel

    Nun hatte auch ich die Gelegenheit mir vor Ort einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

    (Bilder vom 31.10.2022)



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    Aus der Ferne gesehen vermittelte sich mir (trotz besserem Wissen) ein Gefühl von "das ist bestimmt noch nicht fertig".



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    Aus kürzerer Entfernung betrachtet überkam mich (ebenfalls trotz besserem Wissen) eine Hoffnung auf "aber vielleicht kommen die Maler ja doch noch und verhelfen der Fassade mit dezenten horizontalen Streifen wenigstens noch zu einem Minimum an Gliederung".



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    Aus der Perspektive des historischen Straßenverlaufs bzw. der bestehenden Häuserfronten drängt sich der Kandidat leider unangepaßt und unangenehm ins Bild.



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    Wenn man diese Fassade mit ...


    100c3942j3eei.jpg... jener Fassade (gegenüber) vergleicht läßt mich erstere fassungslos zurück.



    Gruß, Jockel

    Aber unabhängig von einem Flußbad sollte man sich endlich mal entscheiden ob es dort nun eine Treppe geben soll und wenn ja diese dann auch bauen.

    Und wenn nicht, dann die in diesem Fall völlig sinnlos weggehämmerte Uferwand wieder herstellen.


    Die jetzige Stahlspundwand samt wildem Biotop dahinter kann für die nächsten Jahre jedenfalls nicht die Lösung bleiben.



    Gruß, Jockel

    Wenn in einem Expertengremium zum Bau ernsthaft darüber debattiert wird ob man überhaupt ein neues Gebäude bauen wolle, weil Klimaneutrales Bauen mit den heutigen Möglichkeiten gar nicht möglich sei...


    ...das macht mich fassungslos, und dafür muß sich noch nichtmal irgendwer im Grabe umdrehen.



    Gruß, Jockel


    Dass es ein Hybrid sein wird, ist doch eigentlich schon lange ausgemachte Sache.

    Ja vielleicht, aber ich mit mir persönlich hatte da noch nichts ausgemacht, jetzt allerdings schon.




    Aussagen wie: "Man solle außen ablesen können, was innen geschieht", suggerieren ja, dass man selbst außen nicht komplett rekonstruieren will.

    Ich denke auch, daß diejenigen die das Aussagen sicher keine komplette oder teilweise Fassadenreko meinen.


    Allerdings gab es auch Vertreter die "Architektonische Konzepte der Rekonstruktion" vortrugen. (was auch immer sich dahinter verbirgt)

    Wie stark die Gewichtung der unterschiedlichen Positionen ist können wir nur vermuten und wahrscheinlich ahnen.


    Ich persönlich bin (jetzt) überzeugt, daß man mit gutem Willen beide Positionen zusammen mit den "Handlungsempfehlungen" in Einklang bringen könnte.
    Meine Hoffnung besteht nun darin, daß es einen fairen Kompromiß gibt der beiden Seiten gerecht wird.



    Gruß, Jockel

    ^ Für Leihen (und lediglich Architekturinteressierte) erstmal reichlich und teilweise schwere Kost.


    Wenn man sich mit den erstmal intellektuell völlig überfrachtet wirkenden Ansprüchen tiefer beschäftigt, kann man dann doch erkennen, daß es sich lediglich um ein einzelnes Gebäude und nicht um einen ganzen Stadteil dreht. (jedenfalls ging mir das so)


    Positiv am Verfahren finde ich, daß...

    1. in der "Kernbotschaft - Historie" "Einvernehmen über historische Bedeutung des Ortes und der Schinkel’schen Bauakademie." besteht.

    2. erwähnt wird, daß "Unterschiedliche Positionen zum Grad der Vereinbarkeit von „Herkunft“ und „Zukunft“." bestehen.

    3. auch "Architektonische Konzepte der Rekonstruktion" vorgestellt wurden.


    Um die "schwere Kost" besser zu verdauen ist es hilfreich das Augenmerk auf die "Handlungsempfehlungen" zu richten, die leichter verständlich zusammenfassen was eigentlich gemeint ist. (jedenfalls ging es mir so)


    Diese Handlungsempfehlung ""Gebäudeklasse E" auf Bundesebene: In Teilbereichen experimentell bauen um kostengünstiger zu bauen" verschaffte mir zunächst mal ein ungutes Gefühl.

    Bei näherem Beschäftigen was der Anspruch von "Gebäudeklasse E" eigentlich ist, war ich dann doch positiv gestimmt.

    Mit "kostengünstiger zu bauen" ist eben gerade nicht gemeint billig zu bauen, sondern u.a. den Anspruch auf gestalterische Qualität unbedingt zu wahren.


    Ebenso ließe sich ein Teil der Ansprüche an "Das klimapositive Haus" durch z.B Heizen mit Erdwärme und z.B. eine Dachbegrünung gut vereinbaren. (ist meine persönliche Meinung)


    Mein pesönliches Fazit wäre, daß ein Hybrid aus modernem Inneren mit einer vorgesetzten Fassadenreko alle "Handlungsempfehlungen" erfüllen könnte und somit ein annehmbarer Kompromiß zwischen Vollreko und komplett modernem Bau sein könnte. (jedenfalls würde ich mir das wünschen)



    Gruß, Jockel

    ^ Danke für das Bild von damals als informativer Debattenbeitrag.

    Genau so, und nur so war mein Beitrag gemeint.



    Aber warum die verzerrenden Ausslassungen in dem Zitat von Backstein?

    Weil ich nur darauf hinweisen wollte, daß man seine Vorstellungskraft garnicht so sehr bemühen muß, da es solche oder ähnliche Gestaltungsvarianten in der Vergangenheit schon gab.


    Backsteins Argumenten kann ich durchaus folgen, wollte diese aber bewußt nicht werten und habe deshalb darauf verzichtet diese zu zitieren.



    Wenn man den Post richtig liest und/oder nicht unlauter zitiert verbittet sich auch der süffisante Tonfall.

    Deine Schlußfolgerung fußt aus oben genannten Gründen leider auf einem Mißverständnis.

    Wie gesagt mir lag es fern Backsteins Argumente irgendwie zu bewerten oder gar zu entwerten.


    Sollte mein obiger Post (vielleicht durch meinen launigen Tonfall) falsch verstanden wurden sein, bitte ich Backstein um Entschuldigung.



    Gruß, Jockel