Beiträge von sebiart

    @ Camondo

    Ich teile deine Meinung zu Pyramidenformen in der Stadtstruktur. Schwierig zu integrieren.

    Zum Tour Triangle: so unumstritten ist und war er in Paris nicht. Erstes Hochhaus in Paris; seit dem Tour Montparnasse (der immer noch ein Trauma der Stadt darstellt). Der Eingang zur Pariser Messe, mit den schönen Türmchen geht nun fast unter, durch die Wucht des neuen Turms.


    Ich bevorzuge ruhige Architektursprache, im Einklang mit den Schlachthofbauten, statt effekthascherische Bauten, die man sich in ein paar Jahren sattgesehen hat.

    Camondo

    Solch ein Wort von Ihnen? Sie sind doch auch recht gewandt in Landschaftsarchitektur.

    In historischen Innenstädten standen auch früher oft eine Dorfeiche oder ähnliches auf dem zentralen Platz.

    Und in Zeiten des Klimawandels ist dies doch eine europaweite Tendenz, die Thematik der Îlot de chaleur/fraîcheur, da braucht es eben ein paar mehr Bäume.

    Ich kann schon nachvollziehen das einige hier im Forum diesen Ort nicht representativ finden.

    Ich leider auch nicht, trotz seines grossen Potentials. Dies aber weniger aus städtebaulicher Sicht, vielmehr der Frequentation und Pflege geschuldet.

    Es ist nun einmal ein recht dreckiger Ort, mit dem alten Betonpflaster, den vollgeklebten / besprühten Mobiliar etc.

    Es wurde aber auch die letzten Jahrzehnte nicht mehr wirklich investiert.


    Das ändert sich nun durch die neue Umgestaltung:

    Der Spreeuferbereich wird ja aktuell gebaut, mit hochwertigen Materialien, der Rest, auch die Spandauer Strasse soll ja hoffentlich noch folgen. Ein Gesamtkonzept gibt es jedenfalls.

    Falls dies dann wirklich umgesetzt wird, entsprechend Geld in die Pflege gesteckt wird, kann der Ort auch wieder richtig zur Geltung kommen.

    Merlin

    Danke für die Pfeilfotos. Die Umsetzung entspricht voll der Visualisierung und kommt in Realisät sogar auffälliger rüber. Das Werk an sich find ich gut, simpel und stark.

    ABER die moderne Fassade, die vorher für den Betrachter nicht auffiehl und vom Barock überstrahl wurde, rückt nun in den Fokus. Muss ich noch etwas länger verweilen um mir bewusst zu werden ob dies gut, schlecht oder dazwischen ist.

    Schwammkopf: Holz wird seit Jahrtausenden in der Architektur verwendet, auch an Fassaden und ist auch über Jahrhunderte haltbar, bei guter Pflege.

    Das Gebäude ist nicht einmal fertiggestellt.

    Ich bin gespannt, wie die neuen Holzbauweisen in Zukunft gewartet werden und altern. Die Klimabilanz ist auf alle Fälle besser als bei Zement- oder Metallbasierten Materialien, für deren Produktion erst einmal viel Energie verbraucht werden muss.

    @alexsb73

    Berlin ist nun einmal so. Breite Strassen, auch schon zur Gründerzeit, Fassaden die im Winter immer grau aussehen (auch die die eigentlich bunt sind), dafür dreht sich im Frühling wieder alles, baumbestandene Alléen und Grün überall. Verbessern kann man immer, aber die graue Wintertristesse wird Berlin wohl nie los.

    Ein Foto von der gleichen Stelle im Sommer wird einladend und frisch wirken.

    "das ist aber auch ziemlich verkorkstes Wunschdenken! Sich selbst auf billiges Land zu stellen und der öffentlichen Hand die Kosten für die Anbindung für alles andere außer PKW zuwichteln ist zutiefst unsozial."

    Ich bin Realist. Am Ende geht es um Kompromisse, ein paar Subventionen hier, und ein paar private Investitionen dort. Solch ein Park bringt Arbeitsplätze und benötigt Hotelkapazitäten. Aus einem regionalen Freizeitpark kann ein überregionaler Park werden.

    Hauptsache die verschiedenen Entscheidungsträger privat wie öffentlich kommen gut ins Gespräch.

    Im Gegensatz zu Outletcentern, deren Lebensdauer auf 10 Jahre angesetzt ist, wird dieser Park sicher auf lange Sicht geplant.

    Warten wir doch erst einmal die weiteren Entwicklungen ab. Der Bau eines Radschnellwegs zB verbindet den Park mit der Innenstadt in 35 Minuten.

    "Auf das Auto sind die Parks angewiesen, weil sie ausschließlich für Autoanreise entworfen wurden. "

    Würde ich jetzt nicht unterschreiben.

    Die Parks entstehen nun einmal auf der grünen Wiese, wo das Land billig zu kaufen ist und Platz für zukünftige Expansionen ist.

    Jeder Park versucht seine Verkehrsanbindung zu optimisieren und für den Anfang ist das Auto die billigste Lösung.

    Disney hat in den 80igern als Forderung gestellt, das die Region / öffentliche Hand die Bahnanbindung nach Paris realisiert. Vorher waren da nur Felder. Auf lange Sicht war dies eine gute Investition der Region.

    Ich glaube BELANTIS/ASTERIX sagen nicht nein, wenn die Region Leipzig ihnen einen Bahnanschluss spendiert :)

    Shuttlebusse von einer bestehenden Station (Gaschwitz/Markkleeberg) sind sicher möglich und sinnvoll und bereits bestehend Linie 105.

    Im übrigen sind Freihzeitparks immer noch zum grossen Teil auf die Autoanreise angewiesen. Deren Einzugsgebiet beschränkt sich nicht nur auf Leipziger, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen können.

    Berliner, Münchner und Prager sollen sicher auch angelockt werden.

    Zum Vergleich, der Parc Asterix nahe Paris ist 100% aufs Auto und Busse angewiesen, bei ca.3 mio Besuchern im Jahr. (würden aber sicher gern eine Bahnanbindung an Paris haben wollen)

    Disney Paris, mit 10 mio Besuchern, hat sowohl TGV als auch Regionalbahnanschluss.