Beiträge von sebiart

    Ich weiss nicht inwieweit ökologische Interessen dabei mitspielen, aber es gibt in vielen europäischen Städten die Bestrebung, Nachts Beleuchtungen auszuschalten, da diese die Tier- und Pflanzenwelt durcheinander bringt(Lichtbarrieren schafft). Stichwort Dark infrastructure

    Meine Meinung: ab 23-0 h kann man die Beleuchtung gern runterfahren oder komplett aus(je nach Sektor), sowohl in Strassen und Wahrzeichen. Spart Geld und schont die Tierwelt.

    Vollbeleuchtung war 20. Jhdt.

    jan85

    Es ging mir in keinem Bereich um Vergleiche der Schönheit oder Aufenthaltsqualität, da stimme ich dir in jedem deiner Punkte mit Vor und Nachteilen jeder Stadt zu.

    Andere Städte würden ihr touristisches Herz nicht 20 jahre als Baustelle belassen, sondern sind gewillt es schnellstmöglich wieder herzustellen.

    In der Organisation darf Berlin in Zukunft bitte sich verbessern.

    alexsb73

    Ich kann nachvollziehen warum die Reaktion auf deinen Beitrag so hart ausviel.

    Die von dir angesprochenen Beispiele (ich spreche nur für die Pariser Gegend, da ich hier lebe und arbeite), sind nicht angepasst.

    Es macht keinen Sinn Äpfel mit Birnen zu vergleichen.


    Der GrandParisExpress hat kaum Stationen in Paris selbst. Betrift also nicht den historischen touristischen Kern, der schnell nach fertigen Arbeiten hergestellt werden muss, wie in Berlin. Les Halles hat zwar lange gedauert, ist jetzt aber auch nicht das touristische Aushangsschild von Paris (ausser dem Centre Pompidou gleich um die Ecke). Ich empfand die Baustelle immer als klar abgetrennt und aufgeräumt.

    -> Die Champs Elysees würden nicht 10 Jahre als Baustelle belassen.

    Leider sind die Linden aber genau das, und zwar gefühlt und visuell real seit 15 Jahren.

    Mir fehlen die Worte, ...das soll das Werk von 4 studierten Menschen sein?

    Für mich ist das ein KI Entwurf unter dem Motto: - integriere den historischen Grundriss des Denkmals, vereinfache es aufs Minimum.

    Da stimmt doch an Proportionen gar nichts. Wozu die Bank herum schliessen und nicht von anderen Seiten das Denkmal zugänglich machen.

    Oder konsequent sein und ähnlich des alten Denkmals, das ganze Plateau einfach um 2 Stufen erhöhen.

    Das hier ist weder Fisch noch Fleisch.

    Am Ende wird's warscheinlich ein Adlershof 2.0.

    Relativ langweilige Wohnquartiere, Industrie und Forschungsgebäude, ohne Seele.

    In Adlershof konnten das noch die Bestandsbauten und Architekturkuriosa (Windkanal, Hangar, Motorenprüfstand, Trudelturm, Forschungskugeln...) etwas herausholen.

    Schade dass man nicht daran gedacht hat den zu erwartenden niedergetrampelten Rasen um das Denkmal vorzubeugen.

    Ganz so schlimm wie die Global Stones, wirds sicher nicht, aber auch nicht wie auf dem Plakat (gold auf grünem Rasen).

    @ Camondo

    Ich teile deine Meinung zu Pyramidenformen in der Stadtstruktur. Schwierig zu integrieren.

    Zum Tour Triangle: so unumstritten ist und war er in Paris nicht. Erstes Hochhaus in Paris; seit dem Tour Montparnasse (der immer noch ein Trauma der Stadt darstellt). Der Eingang zur Pariser Messe, mit den schönen Türmchen geht nun fast unter, durch die Wucht des neuen Turms.


    Ich bevorzuge ruhige Architektursprache, im Einklang mit den Schlachthofbauten, statt effekthascherische Bauten, die man sich in ein paar Jahren sattgesehen hat.

    Camondo

    Solch ein Wort von Ihnen? Sie sind doch auch recht gewandt in Landschaftsarchitektur.

    In historischen Innenstädten standen auch früher oft eine Dorfeiche oder ähnliches auf dem zentralen Platz.

    Und in Zeiten des Klimawandels ist dies doch eine europaweite Tendenz, die Thematik der Îlot de chaleur/fraîcheur, da braucht es eben ein paar mehr Bäume.

    Ich kann schon nachvollziehen das einige hier im Forum diesen Ort nicht representativ finden.

    Ich leider auch nicht, trotz seines grossen Potentials. Dies aber weniger aus städtebaulicher Sicht, vielmehr der Frequentation und Pflege geschuldet.

    Es ist nun einmal ein recht dreckiger Ort, mit dem alten Betonpflaster, den vollgeklebten / besprühten Mobiliar etc.

    Es wurde aber auch die letzten Jahrzehnte nicht mehr wirklich investiert.


    Das ändert sich nun durch die neue Umgestaltung:

    Der Spreeuferbereich wird ja aktuell gebaut, mit hochwertigen Materialien, der Rest, auch die Spandauer Strasse soll ja hoffentlich noch folgen. Ein Gesamtkonzept gibt es jedenfalls.

    Falls dies dann wirklich umgesetzt wird, entsprechend Geld in die Pflege gesteckt wird, kann der Ort auch wieder richtig zur Geltung kommen.

    Merlin

    Danke für die Pfeilfotos. Die Umsetzung entspricht voll der Visualisierung und kommt in Realisät sogar auffälliger rüber. Das Werk an sich find ich gut, simpel und stark.

    ABER die moderne Fassade, die vorher für den Betrachter nicht auffiehl und vom Barock überstrahl wurde, rückt nun in den Fokus. Muss ich noch etwas länger verweilen um mir bewusst zu werden ob dies gut, schlecht oder dazwischen ist.