Beiträge von sebiart

    Ich finde das Haus zur Wasserseite hin auch spannend. Die Balkone und Stege sind ja privat. Man hat max zwei Nachbarfamilien die einem vor der Balkontür vorbeilaufen (bei den aussenliegenden Wohnungen 0).


    Ich hoffe darauf das die Balkone gut angenommen werden und somit Leben entsteht.

    Mal ein Bau der aus der Masse heraustritt.

    @yourrulez


    1. kriegen "die Franzosen" es auch nicht in nur 2 Jahren hin. Planungen laufen schon ne Weile und Olympia beschleunigt immer Projekte.

    2. ist der Imagefilm sehr viel Augenwischerei, wer hinschaut sieht unzählige Vorschläge die vor Ort gar nicht pratikabel sind (Rasenfugen auf den Champs zum Beispiel, da viel zu viele Leute alles Platt latschen, oder die Austriebe an den Bäumen in Fussgängerhöhe belassen, ...),

    3. Haben die Champs-Elysees einen anderen nationalen und internationalen Status und Markenwert mit all den Luxusmarken vor Ort und profitieren daher von anderen Finanzierungen


    Lassen wir lieber die Vergleiche, da wir hier Historisch, stadtplanerisch und politisch von ganz anderen Dimensionen sprechen.


    Ich hoffe nur auf zügige Umbauarbeiten auf den Linden, auf eine Bauorganisierung die visuell und für den Fussgänger wenig störend ist.

    @UrbanFreak


    Die U5 ist ein Projekt aus den 90iger Jahren. Damals war von Strassenrückbau noch lange keine Rede.


    Der Strassenum- und rückbau ist also zeitlich ein komplett unabhängiges Projekt, mit all seinen Etappen die viel Zeit in Anspruch nehmen(Planungen, politische Validierung, Ausschreibungen, Ausführung....).

    Vielleicht hätte man die Planungen schon früher anfangen können.


    Ich glaube aber, hätte man das Projet 5-10 Jahre früher präsentiert, wäre die Ablehnung in der Bevölkerung grösser gewesen. Die Akzeptanz für eine mehr und mehr Autofreie Innenstadt stieeg erst in den letzten paar Jahren.

    "Es muss doch möglich sein, diese Stadt weiterzuentwickeln."


    Ich glaube das wollte "WolkeEins" mit seinem etwas harschen Kommentar auch ausdrücken. Statt die Stadt platt zu machen und irgendein Raster drüber zu legen, sollte man die Stadt weiter denken. D.h. mit dem Bestadt arbeiten, diesen mal zurücknehmen, mal ergänzen, um eine gewachsene Struktur, die auff die Bedürfnisse der Bewohner angepasst ist, zu erhalten.

    Ich finde den Siegerentwurd, nach erstem Studium, auch am passendsten(er übernimmt die Formensprache der Anlage vorm Fernsehturm, denkt sie weiter und kreiert eine spannende Situation vorm Ufer). Interessant wäre jetzt das Lichtkonzept zu kennen.


    Und wie meine Vorredner schon schrieben, bei guter Pflege wird's sicher ein sehr schöner Ort.

    Ich bin sehr für Baumpflanzungen in der Stadt und schöne Alleen. Dies wird ja leider immer schwieriger, da überall Leitungen aller Art im Boden liegen.

    Die Idee hier eine zusätzliche Baumreihe zu pflanzen halte ich jedoch auch für völlig unangebracht. Klimawandel mit Hitzeinseln hin oder her, aber bestimmte historische Anlagen, und dazu zählen auch Alleen sind zu schützen.

    Man legt ja auch keine Dachbegrünung auf dem Brandenburger Tor an.

    @ Berliner - bei "grauer Energie" geht es aber um die Nutzung der bestehenden baulichen Substanz. Was aus rein ökologischer Sicht deutlich sinnvoller ist, als abreissen und neubauen (egal wie energieeffizient der Neubau auch wird).

    Diese Aspekte werden in Zukunft hoffentlich mehr und mehr das Bauen bestimmen, aber dafür fehlen noch der politische Rahmen, mit entsprechenden Besteuerungen oder Anreizen.

    Arty Deco

    Wie halten Sie es nur in Berlin aus?

    Die S-Bahn hat seit den 1920igern dieses Farbkonzept, mal mit mehr und mal weniger 'kaki'-Anteil.


    Ihr persöhnlicher Geschmack in allen Ehren, aber wenn dann bitte auch mit Ihren Gründen untermalt, damit wir anderen Forumsteilnehmer Ihr Schönheitsempfinden nachvollziehen können.


    Ich lebe seit 12 Jahren nun schon nicht mehr in Berlin, besuche die Stadt aber min. 2-3 Mal im Jahr. Ich kann ihr Empfinden nicht nachvollziehen. Klar es gibt Bauprojekte die einfach nur Kisten sind (Europaviertel gebe ich Ihnen grob recht, Spreebogen, Adlershof bis auf ältere Ausnahmen ...) . Aber auch die Kisten haben die Stadt verdichtet, ich empfinde Berlin heute mehr und mehr urban, vielfältig und belebter als in meiner Jugend- und Studienzeit. Und am Ende sind es die Leute die die Monotonie der Architektur aufheben.

    Die Qualität und Sauberkeit der öffentlichen Verkehrsmittel ist auch deutlich besser als noch 2009. Die ganze Stadt scheint mir aufgeräumter und gepflegter.


    Vielleicht fällt Ihnen dies als dort Wohnender nicht so auf, wie Eltern die nicht mitbekommen wie sehr sich Ihre Kinder jeden Tag ändern. Oma, die zwei mal im Jahr das Enkelchen besuchen kommt ist über die Entwicklungssprünge begeistert (so fühle ich mich fast jedes mal in Berlin).



    Grüsse aus Paris (auch hier wachsen die geleichen Kisten wie in Berlin aus dem Boden, es ist leider der 'Stil' der Zeit)

    Die Idee mit den Stühlen mag ich auch.


    Der riesige Unterschied zu Paris, in Berlin sind wir im offenen Raum, ein anketten ist wohl sinnvoll. Die Pariser Parks sind umzäunt, nur mit einigen Toren, wo es jedem auffällt wenn jemand mit nem Stuhl abhaut. Die parks werden nachts auch geschlossen.

    Die Pariser oder Touristen dort sind auch nicht disziplinierter als Berliner, ich kenne Leute im Pariser Grünflächenamt, es werden oft genug Stühle aus der Seine gefischt. (neben dem jardin des tuileries )


    Freuen wir uns lieber über die Stühle.

    Hallo,

    Ich bin mal wieder, trotz corona, nach Berlin geflogen.

    Mein Eindruck : endlich ein richtiger Flughafen für Berlin.


    Leider sind einige Details unerfreulich, z.b die langen Wege wenn man vom Südflügel kommt. Die vielen einfach weiß gestrichenen Wände, die ein paar Wochen in Betrieb schon dreckig aussehen und tausend schleifspuren aufweisen. Da wären Kunststeinplatten schöner und einfacher zu reinigen. WCs und infopoints sind zu klein und unauffällig ausgeschildert.


    Alles in allem aber ein angenehmer Flughafen. Auch die Anbindung an Bus Bahn, kurzzeitparken und Taxi ist klar strukturiert und schnell erreichbar.

    @Arty Deco


    "(so wie ich die Deutschen kenne) wird man aus wiederkehrenden Restitutionsdebatten und Selbstgeißelung über die Kolonialzeit nie wieder herauskommen."


    Da sind wir Deutschen aber nicht die einzigen. Aktuell gibt es bei allen Ex-Kolonialmächten die Diskussion der Rückgabe von meist gestohlenen Kunstgegenständen. Frankreich hat gestern erst beschlossen wichtige Exponate an Senegal und Benin zurückzugeben. Ich finde dies auch gut, wenn der Erhalt und die angemessene Presentation in den Ursprungsländern möglich ist.

    Das wird sicher eine Thematik die die Ausstellungen im Humboldtforum noch stark beeinflussen wird.

    Berlinier

    Es gibt aber immer noch 5-10 % der Bevölkerung die ohne Smartphone herumlaufen oder es einfach auch mal zuhause lassen.


    Prinzipiell muss ich Tomov recht geben. Eine Videoüberwachung verhindert Straftaten nicht, illegale Aktivitäten werden einfach in der nächstgelegenen unüberwachten Ecke weiter betrieben. Ich glaube eine flächendeckende Videoüberwachung à la China, gespickt mit Algorythmen zur Auswertung der Datenmassen wünschen sich auch die wenigsten bei uns.

    Daher bin ich für eine sehr punktuelle Nutzung dieser Technik.


    An speziellen Orten, wie Kulturbauten, Verkehrbauten, Regierungsbauten etc. halte ich sie aber für sinnvoll, aufgrund der Argumente die Berlinier bereits genannt hat: schnellere Tataufklärung und Beweismittel.


    Fazit für mich: hier am Stadtschloss / Humboldt-Forum ist es akzeptabel, die Umsetzung für mich aber zu plump. Ich dachte heute nutzt man eher diese schwarzen Rundum-Kugeln, oben an einm Mast sind die deutlich dezenter.

    Minimalist


    Man sollte sich immer in die Epoche reinversetzten, um ausgewogen zu urteilen.

    Ich bin auch der Meinung, dass das Viertel neu gedacht und teilumgebaut werden sollte. Ich schätze aber auch den Versuch von damals, hier etwas neues zu probieren.

    Manche Konzepte müssen erst getestet werden, um später Lehren daraus ziehen zu können.


    Wenn man über die 60er redet, muss man sich auch vor Augen halten, dass damals Architekturbüros noch ganz andere Aufgaben zu bewältigen hatten. Da wurden hunderte bis tausende Wohnungen gleichzeitig geplant und optimiert, um der Wohnungsnot entgegen zu wirken, und zwar in ganz Europa. Daraus erschließt sich dann auch eine gewisse Bauform. Wenn heute jemand mal nen Objet mit 100 Einheiten planen darf, ist das schon riesig.


    Diese Epoche haben wir nun hinter uns, die gebauten Viertel können nun weiter gedacht werden und man sollte den Mut haben, solche Projekte wie den Mehringplatz anzupassen.

    @Architektur-Fan "Die Franzosen haben's voll drauf, wenn es darum geht, ein Gebäude solchen Ranges perfekt in Szene zu setzen."


    Oder Frankreich 'hinkt' wieder einmal hinterher.

    Infrastruktur für Fahrräder werden erst die letzten Jahre in Frankreich mitgeplant.


    In Amsterdam gibts auch in Massen Fahrräder vor Monumenten, schön ist es vielleicht nicht immer, praktisch und umweltschonend aber schon.


    Eine elegante und für das Rad sichere Lösung wäre sicher ein unterirdisches Fahrradparkhaus gewesen. (Da hinkt Deutschland nun wieder den Holländern hinterher).

    Camondo


    Dein Beispiel der Front de Seine zeigt für mich auch die Notwendigkeit von 2-3 spannenden Fassaden.

    Denn die Masse an Häusern dort ist relativ langweilig und monoton, aber 3-4 Fassadenhighlights werten das ganze auf und lassen selbst die traurigen Fassaden spannender erscheinen. Ich finde die Grundidée des Viertels spannend aber die Umsetzung oft missglückt.

    Eine Art 'LaDefense raté', da auch hier das Konzept der Teilung von Fussgängerebene und Autoebene angewand wurde. Nur entstanden hier auf der oberen Fussgängerebene schmale Gassen, Passagen und unheimliche Ecken wo niemand sich hin verirren möchte (entgegen LaDefense mit der breiten Promenade).


    Dem Alex kann ich nur wünschen das die Qualität der Fassadenmaterialien top ist, Naturstein passt dort gut. Der Kaufhofturm wird die meiste Zeit des Tages von der Sonne bestrahlt und ich glaube das wird sich vorteilhaft auswirken. Die Kubatur finde ich aktuell angepasst für den Alex.

    Mir ist eine klar strukturierte Fassade, die einigen langweilig erscheinen mag, lieber als diese versetzten Elemente und Pixelfassaden der geplanten Sauerbruch Hutton Blöcke neben dem ParkInn (welches ja auch sehr monolitisch ist).

    Camondo

    Als 'île-de-france'-ler muss ich dir wiedersprechen.


    Auch in Paris gibt es ähnliche Neubauprojekte und somit sicher die gleiche Clientèle. Natürlich angepasst an in Paris vorherschenden Stilen, aber die Kernidée, einen an klassischen Mustern angelegten Luxusneubau zu errichten gibt es hier ebenso.

    Und wenn man den Pariser Autobahnring verlässt, findet man noch mehr Pseudo-Haussmann-Fassaden-Neubauten.


    Extrembeispiel ist hier natürlich Serris, das durch seine Nähe zu Disneyland, ein Mix an mehr oder weniger hochwertigen Stilkopien verschiedener Epochen ist. Googelt es mal: gutes Beispiel dafür das klassische Fassaden auf modernem Auto- und Fahrradgerechten Stadtgrundriss weniger gut funktionieren.

    HarrySeidler


    Die Gründe für die leere Kuppel sind mir ja leider auch bekannt. Ich hoffe trotzdem das die Statik einen relativ einfachen Um- und Ausbau zulässt. Ich glaube brandschutz- und klimatechnisch lassen sich immer Lösungen finden.

    Ob dies in 20 - 30 Jahren erst geschieht, egal, bis dahin lassen sich notwendige rechtliche Anträge nachholen.