Beiträge von ReinhardR

    Diese Ausstrahlungskraft der früheren Denkmal-Anlage lag vor allem an dem hohen Sockel.
    Der neue Entwurf ist viel zu platt; ein paar Stufen, etwas Dekoration wäre hilfreich und ebenso die Ausgestaltung der Sitzflächen.
    Ein "Luther für Arme" wird der Bedeutung nicht gerecht, da kann ich Clemenceau nur zustimmen!

    Mit der Bauhöhe ist es in Münster wie in Berlin.
    Wenn in der Hauptstadt die Obergrenze an der Aussicht vom Fernsehturm (nicht über 150 Meter in Berlin-Mitte) orientiert wird, ist in Münster das Stadthaus I das Maß aller Dinge.
    Kaum vorstellbar, dass irgendwann ein Hochhaus gebaut werden könnte, das höher als der Lambertikirchturm (98 Meter) ist.
    Nichtsdestotrotz mag ich die hier gezeigten Neubauten sehr! :thumbup::)

    Aus dem Humboldt-Forum / Stadtschloss - Bauthread hierhin verschoben. Hier könnt ihr die Spendendiskussion nun zum tausendsten Mal führen.

    Für die Fassade sammelte der Förderverein Berliner Schloss e.V. unter der Leitung von Wilhelm von Boddien die beachtliche Summe von 110 Millionen Euro von privaten Spendern ein.
    Ohne Fassade kein Schloss: Ohne diese Spenden stünde in Berlins Mitte heute ein grauer Kasten aus Stahlbeton!
    Wer gedacht hätte, dass der Generalintendant vom Humboldt Forum, Hartmut Dorgerloh, den Förderern die verdiente Anerkennung zukommen lassen würde, der hätte sich geirrt: Der Verein bekam keinen Platz im Schloss, um seine Arbeit zu präsentieren.
    Er musste sich in den Räumen der Berliner Tourismus-Agentur „Visit Berlin“ einrichten.
    Der Vertrag wurde nicht verlängert, die Förderer fliegen jetzt raus.
    Der Verein aber möchte gern weiterhin den Besuchern seine Arbeit präsentieren. Das ist legitim. Und er wirbt dafür, ein Treppenhaus im Schloss nach historischem Vorbild wiederherzustellen.
    Darüber könnte man reden.
    Dorgerloh aber will nicht reden, er will mit den Förderern offenbar überhaupt nichts zu tun haben.
    Sogar der Vorschlag, einen „Freundeskreis Humboldt Forum“ zu gründen, um dort die Spender zu versammeln, wurde strikt abgelehnt.
    Solche Freundeskreise sind aber üblich, bekannt und erfolgreich, zum Beispiel im Falle der Staatsoper oder der neuen Nationalgalerie.
    Der vom Kanzleramt eingesetzte Generalintendant Dorgerloh, ein Beamter, der nichts zum Aufbau des Schlosses beigetragen hat,
    gibt den Spendern noch einen Fußtritt und setzt sie vor die Tür.
    Wo leben wir eigentlich?

    Dekoratives Anführungszeichen

    "Das Humboldt Forum steht für ein steriles, beliebiges Berlin mit dem ich nicht so viel anfangen kann."...

    Das empfinde ich schon als skurril: ein modernistischer Ost-Schuhkarton wird als erhaltenswert (weil typisch) empfunden - aber eine barocke 1 : 1 Rekonstruktion als "steril und beliebig"?

    Auffällig ist, dass in vielen Reiseführern und auch Berlin-Videos das Hohenzollernschloß sehr stiefmütterlich behandelt bzw. weitgehend ausgeblendet wird.

    Wahrscheinlich muß die Schlossfassade erst etwas Patina ansetzen, damit sie ernst genommen wird. :rolleye s:

    [mod]Zitat und Eigenbeitrag getrennt. Scheint ja schwer zu sein, das selbst hinzukriegen... [/mod]

    Dekoratives Anführungszeichen

    "Gleich nebenan wird ja seit einiger Zeit mittlerweile recht geräuschlos am Kanzleramt gebaut.

    (...)

    Andererseits sind jetzt 500 Milliarden zu verteilen, da fällt dieser charmante kleine Anbau nicht weiter ins Gewicht."...

    Ja, der "charmante kleine Anbau" hat es mir auch angetan. Er ist die konsequente Fortsetzung des gelungenen Hauptbaus.

    Die Architektur des Kanzleramtes verdient ihre Bezeichnung in hohem Maße und hebt sich erfreulich von den mäßigen sonstigen Bauten der Ministerien ab.

    [mod]Eigenen Text von Zitat getrennt. [/mod]

    Auch die dunkele Seite der Geschichte gehört zu Deutschland.
    Aber eben auch die Soldatenehre, durch die marodierende Landsknechtshorden zu disziplinierten Soldaten umerzogen wurden.
    Die sprichwörtliche preußische Disziplin setzte sich von der Zeit des Garnisonskirchenbaus fort bis zu den Widerstandskämpfern des 20. Julis 1944.
    Daran zu erinnern ist richtig!