Beiträge von ReinhardR

    Komisch warum das manchen heute so schwer fällt...

    Komisch, dass das so vielen so schwer fällt, historische Monumente so wieder entstehen zu lassen, wie sie zerstört wurden.
    Überall, nicht nur in Berlin, ist auf etlichen Quadratkilometern modernistischer Würfelhusten gebaut worden. Teilweise geistlose Rasterarchitektur, wo man auch modern hätte formen- und farbenreich gestalten können.
    Auch das Stadtschloss wurde, wo es nur ging, mit modernistischen Applikationen verhunzt,
    Aber wenn es um den Krönungsweg in Frankfurt oder um die Bauakademie in Berlin geht, dann wird dieses Fitzelchen historisch bedeutsamer Architektur, bekämpft, als wäre sie ein Anschlag auf die Moderne insgesamt, als wäre die Moderne eine fundamentalistische Religion...

    Das ist genauso, wenn einer aus München oder Freiburg nach Berlin kommt und sich auf die A100 hockt, damit sie nicht gebaut wird.

    Dass ich sechs Jahre meines Lebens in Berlin gelebt und sogar noch länger gearbeitet habe, sollte zählen.
    Auch ein Teil meiner Familie wohnt dort.
    Vielleicht werde ich irgendwann zu denen ziehen - wer weiß?
    Nachdem ich nach Kräften für die Schloss-Fassade gespendet habe, würde ich auch Geld für die Schinkel´sche Bauakademie locker machen.
    Ich denke schon, dass ich damit eine andere Ausgangslage habe als die "Letzte-Generation-Klebe-Fritzen" aus Süddeutschland. :P

    ... Sanchi-Tor vor der Stellafassade enthält (die Größe des Tores hier aber deutlich übertrieben), ...

    2/3 der dargestellten Größe wäre wohl näher an der Wahrheit. ;)

    Aber wie sähe das Ganze zusammen mit den beiden Fußgänger/ Radfahr /Rollstuhlfahrer-Rampen aus?
    Da wäre es doch deutlich ästhetischer, das Tor in die Mitte zu setzen und nicht an die Seite zu stellen! :)

    Tatsächlich?

    "...hatte Parzinger die Neuaufstellung des Sanchi-Tores ursprünglich vor der Stella-Fassade angedacht."

    Ich finde das eine großartige Idee!
    Dieses formenreiche Tor würde einen wunderbaren Kontrast zu der minimalistischen Stella-Fassade bilden.

    Kann einer von unseren Paintbrush-Freaks davon eine Fotomontge machen? Das wäre toll! :love:

    Welche Anschlüsse zum Schadowbau werden denn hier respektvoll aufgenommen und belässt diesem seinen würdevollen Charakter?

    (...)

    Zwischen dem hist. postcheckamt an der Dorotheenstraße und Schadowhaus ein gar nicht vermittelndes Funktions-Ungetüm mit moderater Höhenentwicklung hinzustellen und sich dabei eher architektonisch auf die stadtlandschaftlich reizlose Apparatschikarchitektur nicht nur des Vorgängerbaues der 70er zu beziehen überzeugt mich genauso wenig wie die diese verhängnisvolle Entwicklung zum stadtabgwandten bürokratenquartier allgemein.

    Ja, mit diesem Rasterfassaden-Ungetüm hatte ich von Anfang an Probleme.
    Aber wie sähe das Ganze aus, wenn der Neubau farblich an das Schadow-Haus und das Postscheckamt angenähert würde?
    Wenn ein hervorgehobener Eingangsbereich (Risalit?) die öde Fassade unterbräche?
    Wenn das Dach am Straßeneck durch irgendetwas Interessantes gekrönt würde?
    Das alles bleibt - vielleicht der nächsten Generation? - immer noch vorbehalten.
    Ich hoffe darauf! 8)

    Nicht schlecht! ;)
    Das Hochhaus hätte ich allerdings - wegen der Blickbeziehungen - gerne "knirsch" an der Brücke.
    Dann bestünde auch eine Beziehung mit dem Hochhaus auf der diagonal anderen Seite, :thumbup:
    Das ginge allerdings nur, wenn nicht die U-Bahn als Hochbahn ( ;) ) quer durch den neuen S-Bahnhof Warschauer Brücke weiter geführt werden sollte - was ich eine gute Idee finde!