Beiträge von Saxonia

    Ich fand es hingegen immer gut, dass das Bürgerforum nicht gebaut wurde. Die schönste Sicht auf das Kanzleramt oder ins Löbehaus hat man von genau dort. Zugegeben war ich auch nie ein große Fan des "Band des Bundes"-Konzeptes. Die Einzelbauten gefallen mir dagegen sehr. Aber die Idee, hier einen fast geschlossenen Bauriegel hinzuknallen, war mit stets suspekt. Zumal es ja damit begründet wurde, die Teilung zu überwinden. Aber man hätte so doch eine neue Barriere geschaffen, das Spreeufer völlig vom Tiergarten und vom Platz der Republik abgeschottet. Also bin ich mit der gegenwärtigen Situation doch recht zufrieden.

    Ich weiß nicht, was das mir RRG zu tut, es gab vorher schließlich auch andere Senate.

    ^ Das ist an dieser Stelle allerdings nicht plausibel, da der Name dem nicht gebauten "Bürgerforum" aus den Plänen Axel Schultes & Charlotte Frank entstammt. Das "Forum" sollte hier eben gerade kein Platz, sondern ein Gebäude mit Cafés, Galerien etc. sein.

    Ja und jetzt bezeichnet man damit eben den frei gebliebenen Platz. Typisch Berlin halt.

    "Forum" ist Trick 17 der Berliner Stadtplaner für Räume, die man nicht richtig definieren kann oder will. Siehe "Kulturforum", "Marx-Engels-Forum", "Rathausforum".

    Gut gemeint, ist nicht gut gemacht. Das trifft hier schon zu. Den Grundgedanken kann ich vollends nachvollziehen. Allerdings habe ich die jetzige Lösung auch immer für unbefriedigend empfunden. Dieser Ecke wirkt einfach zu sehr wie eilig noch rangepappt und gerade vom Altmarkt aus ergibt sich eine unschöne Asymmetrie. Besser wäre es gewesen, diesen Baukörper wie früher etwas zur Kreuzkirche hin abzuwinkeln, aber dafür eine einheitliche Traufhöhe und Dachgestaltung herzustellen.

    Also ich fahre da täglich dran vorbei. Die Brandmauer zum weißen Gebäude ist verputzt worden. Und wenn ich meine grauen Zellen zusammen nehme, sind da jetzt glaube ich Fenster reingebrochen worden. Also da wird definitiv nichts gebaut. Gäbe auch deutlich bessere Grundstücke dafür in Altenburg.

    Jung holt im 2. Wahlgang knapp 3000 Stimmem mehr als Gemkow und bleibt Leipziger Oberbürgermeister.


    https://www.leipzig.de/buerger…/wahlergebnis-2-wahlgang/


    Das ist doch noch überraschend knapp geworden. Damit hatte ich angesichts doch recht klaren Mobilisierung von Linken und Grünen für Jung nicht gerechnet. Auch die Stimmen für Frau Gabelmann, dich ich auch eher R2G zurechnen würde, fallen da nicht groß ins Gewicht. Offenbar hat sich da nach 14 Jahren eine gewisse Entwöhnung eingestellt. Mal schauen, ob er den Leipzigern nun bis zur Rente erhalten bleibt oder ob sich nicht doch noch ein gut dotierter Posten bei der Sparkasse auftut.

    Das Problem der Dresdner Hochhäuser ist nicht ihre Höhe, sie sind einfach zu breit. Damit versperren sie zu häufig den landschaftlich reizvollen Blick von den Elbhängen in die Stadt hinein. Das Kind ist mit dem sozialistischen Wiederaufbau der 60er und 70er Jahre nun einmal in den Brunnen gefallen. Ich glaube aber nicht, dass mehr Hochhäuser dazubeitragen, es da wieder rauszuholen. Zumal sich sowieso alles unter 100 Meter abspielen muss, will man nicht der Altstadtsilhouette Konkurrenz machen.

    Das ist doch eine unsägliche Entwicklung. Man kann nur hoffen, dass da keine Subventionen für das neue Werk fließen. Sowas sollte man staatlicherseits nicht auch noch belohnen.

    Wunderbares Thema, vielen Dank dafür. Eine kleine Anmerkung meinerseits:


    Zitat von Anstonstädter

    Diese erste Synagoge bestand bis 1411. In jenem Jahre wurde das Vermögen und der Grundbesitz der Dresdner Juden auf Befehl des Kurfürsten Albrecht des Streitbaren konfisziert.

    Der damalige "Landesherr" über Dresden war der Thüringische Landgraf Friedrich IV., genannt der Friedfertige († 1440). Im Naumburger Vertrag 1410 waren ihm nach dem Tod Wilhelm I. (dem Einäugigen), östliche Teile der Mark Meißen mit Dresden übergeben worden. Aufgrund der großen Entfernung zu Thüringen verkaufte er diese aber bald wieder an die Verwandschaft. Die "Schatzung" der Dresdner Juden 1411 geht aber noch auf seine Kappe.


    Nicht zu verwechseln ist er mit seinem Cousin Friedrich dem Streibaren, der als Markgraf von Meißen ebenfalls als Friedrich IV. gezählt wurde. Als solcher wurder dieser aber erst 1423 Herzog von Sachsen (als Friedrich I.) und damit erster wettinischer Kurfürst.

    Der Würfel ist gelungen. Keine Frage. Aber das Umfeld erscheint mir (wohl auch aufgrund der Jahreszeit) äußerst grau und trist. Da hätte ein Farbakzent hier und da Wunder gewirkt. Fällt vor allem bei Ansichten von Westen auf, die die Moltkebrücke mit im Bild haben. Sehr wohltuend.

    Also das letzte Bild.... Sowas hinzusetzen, völlig unklar. Dagegen ist die Platte gegenüber ein heiterer Morgenstern. Aber an dieser Stelle nochmal vielen Dank für den kontinuierlichen Bilderservice. Jedes mal, wenn ich Dresden besuche, hat sich wieder etwas verändert.