Beiträge von Saxonia

    Also das Picasso etwas mit der Entfernung der Taube zu tun hat, glaube ich eher weniger. Es war ja keine exakte Kopie sondern eher eine angelehnte Schöpfung (Entwurf: Friedrich Press, Ausführung: Karl Bergmann). Nach meiner Information (Publikation des Staatsministeriums für Finanzen von 1999) waren einfach korrosionsbedingte Schäden der Grund für die Abnahme. Die Ausführung war wohl von mangelnder Qualität. Ein konkreter Zeitpunkt der Entfernung wird nicht genannt ("wahrscheinlich noch in den 50ern")

    Gibt es eigentlich Pläne zum jetzt startenden Altmatkt Umbau.

    Kommt der Flutlichtmast wenigstens weg?

    Was passiert mit der Pflasterfläche, die das historische Muster aufweist und mit dem geschmolzenen Metall in den Fugen zur Erinnerung an den 13. Februar

    Das würde mich auch interessieren. Gerade dieser schreckliche Mast. ich verstehe gar nicht, warum sich da nicht viel mehr Unmut regt. Das ist so eine Abscheulichkeit. Wobei ich mir da wenig Hoffnung mache, da wird sicher irgendein "Künstler" noch Urheberrechte dran haben.

    Halleluja, möge uns dieser attraktive Stadtraum auf ewig erhalten bleiben. Kein Wunder, dass Herr Furkert und sein Amt so lange gebraucht haben, um die Denkmalwürdigkeit zu erkennen. Da muss man schon ein spezielles Expertengeäug haben, um in diesem Elend etwas Bewahrenswertes zu entdecken.

    Der Kompromiss ist: Turm kommt, Schiff nicht. Auch und gerade der Turm war schwer umstritten. Es kann gar keine Rede davon sein, dass eine Seite alles bekommen hätte.

    Das ist grober Unfug. Der Turm kommt schon lange, wie man unschwer sehen kann. Der ist überhaupt nicht Gegenstand dieses sogenannten "Kompromisses". Der Wiederaufbau der Garnisonkirche ist durch alle demokratischen Instanzen hindurch beschlossen worden. Was wir jetzt erleben, ist nichts anderes als ein Roll Back. Angefeuert durch eine jahrelange Schmutzkampagne. Ich gehe mit der Stiftung überhaupt nicht d'accord, was die Zustimmung zu diesem "Kompromiss" angeht. Aber ich verstehe, dass viele Protagonisten, die sich jahrelang engagiert haben, irgendwann mürbe werden, wenn ihnen permanent brauner Dreck hinterhergeworfen wird.

    Wo ist denn der Kompriss? Es sollte ein Kirchenschiff an den Turm gebaut werden. Das wird nicht passieren. Das Rechenzentrum sollte abgerissen werden, auch das wird nicht passieren. Da von einem Kompromiss zu sprechen, ist doch geradezu eine infame Lüge. Die Gegner der Garnisonkirche siegen auf breiter Front.

    Einen Kompromiss kann man das wohl kaum nennen. Es ist eher eine Überwältigung der Stiftung. Dass der in dieser Frage seit Jahren irrlichternde OB sich über das Ergebnis freut, kann ich mir vorstellen. Seiner Stadt tut er damit m.E. keinen Gefallen. Ganz im Gegenteil.

    Aber ich halte mich hier raus. Habe den historischen Kontext der Inschrift genannt und stelle fest: Geht Euch am Hintern vorbei. Und wenn sich Herr Saxonia im MEF anketten will, weil er Marx und Engels von Ulbricht und Honecker sowenig unterscheiden kann wie das 17. vom 19. Jahrhundert, dann soll mir das recht sein. Rutscht mir doch den Buckel runter. Soll Berlinier wieder seine Kaiserhymnen anstimmen wie beim Aufsatz der Kuppellaterne.

    Marx und Engels sind nur das Feigenblatt. Ich hatte das Denkmal hier schon vor Jahren problematisiert. Zukunft des Rathausforums / Marx-Engels-Forums


    Im Übrigen geht es gar nicht um Kontextualisierung. Wenn auf der geplanten Tafel neben der Kuppel steht:

    „Alle Institutionen im Humboldt Forum distanzieren sich ausdrücklich von dem Allgemeingültigkeits- und Herrschaftsanspruch des Christentums.“ Dann ist das einfach nur dumm. Als würde man vor einen römischen Triumpbogen schreiben, man distanziere sich von den dortigen Darstellungen und Inschriften.

    Gleiches gilt für das Überblenden mit Zitaten aus dem Grundgesetz. Das ist einfach nur schwachsinnig.

    Davon geht sicher die Welt nicht unter. Aber es zeigt wieder mal die völlig falschen Prioritätensetzungen. Sich an sowas abzuarbeiten, da fehlt mir jedes Verständnis. Derweil findet in Berlin jedes Jahr mit den "Al-Quds Märschen" eine der größten antisemitischen Kundgebungen Europas statt. Das ist ein Problem, bzw. das Sympton eines Problems und nicht eine historische Inschrift am Stadtschloss.

    Mit "Albernheit" ist diese geplante Installation wohl ganz gut beschrieben. Ich habe nie verstanden, warum man sich gerade so an dieser Inschrift abarbeitet. Als sei das Gottesgnadentum früherer ( und heutiger ) Könige eine neue Entdeckung der Historiker - absurd.

    Jetzt wird dem Schloss und der Kuppel auch noch ein Strick daraus gedreht, dass es Rekonstruktionen sind. Da sollten wir uns doch mal dran erinnern warum: weil ein kommunistisches Regime die Originale in einem Akt von Kulturvandalismus weggesprengt hat. Das ist die Wahrheit. Und während auf der anderen Spreeseite demnächst ohne großen Widerstand das kommunistische Staatsdenkmal, auf dem uns Ulbricht und Co grüßen, am Originalplatz wiederhergestellt wird, muss man sich am Schloss schon gegen neuerliche Verunstaltungen erwehren.

    Das ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Als seien hierzulande Demokratie, Republik und Religionsfreiheit durch monarchische Bestrebungen oder die Kirchen bedroht. Absolut lächerlich.

    [...]Eine Stadtlandschaft und Stadtgesellschaft lebt ja vor allem auch durch die Brüche.

    [...]

    Das ist eine Behauptung, die ich bestreiten würde und durch periodische Wiederholung auch nicht wahr wird.


    Ich für meinen Teil habe in all den Planungen und Entwürfen zum Leuschnerplatz noch nicht irgendetwas gesehen, was mir positiv in Erinnerung geblieben wäre. Bzw. nichts was erkennen lässt, dass es hier um die Entwicklung eines durchaus geschichtsträchtigen, zentralen Platz geht und nicht um ein reines Neubaugebiet am Stadtrand. Dabei mag ich mich auch nicht unbedingt mit Erklärungen zu Nutzungs- oder planungsrechtlich Zwängen abspeisen lassen. Das ist ja die Kernaufgabe von Architekten und Planern, daraus trotzdem einen eleganten Entwurf zu entwickeln.


    Dabei gefällt mir die Probsteikirche als Bauwerk bspw. recht gut. Bis auf die Platzfront selbst. Die ist leider die große Schwachstelle.

    Also wenn ich das mal zusammenfassen darf: alles kann, nichts muss. Dass kleinere Flüsschen im Sommer trocken fallen, ist völlig normal. Wenn ich mir die relativ flache "Ufergestaltung" in der Rietzschke-Aue anschaue, dann hat man das hier auch durchaus einkalkuliert und nimmt im Gegenzug auch in Kauf, dass bei größerem Durchfluss weite Teile der Wiesen feucht fallen.

    Laut der LZ, in Bezug auf die letzte Stadtratssitzung, soll der Investor Vivion Investment zwar weiterhin bauwillig sein, allerdings wurde anscheinend auch gegen die zweite, neu erteilte Baugenehmigung (erteilt im Juni 2020) seitens des benachbarten Best-Western Hotels eine Klage eingereicht.

    Damit wird wahrscheinlich bzgl. der Zukunft des Projektes bis zum Ende der juristischen Auseinandersetzung zu warten sein.

    Ist jetzt aber auch nicht so attraktiv, eine Bauruine als Nachbarn zu haben. Klingt für mich bisschen so, als würde sich hier Best Western selbst ins Knie schießen.