Beiträge von Regent

    ^Das Hochhaus wurde halt noch in den Zeiten vor der Immobilienkrise abgerissen, die Überlegungen dahinter wurden vermutlich von der aktuellen Realität eingeholt. Die Krise auf dem Immobilienmarkt wird irgendwann auch hoffentlich zu Ende sein, allerdings nicht unter der aktuellen regierungskoalition.

    … Das würde einige Probleme lösen und würde vielleicht auch das etwas ramponierte Image von Mercedes in der Hauptstadt etwas aufpolieren.

    Mercedes ist heute ein weltweit agierendes und produzierendes Unternehmen das gerade einmal 11% des Umsatzes in Deutschland generiert – den Anteil der davon in Berlin generiert wird dürfte sich dann wohl im Bereich von 1–2% bewegen. Warum genau sollte Mercedes jetzt 1 Mrd. € ausgerechnet in Berlin investieren?

    Die Investoren sind für die Stadt da, nicht umgekehrt.

    Wieso sollte das so sein? Investoren wollen Geld verdienen, sonst investieren sie eben woanderst! Kein normaler Investor wird in ein Projekt wo er im schlimmsten Fall auch noch Geld verliert investieren, warum sollte er das tun?? Es ist überhaupt kein Problem das Geld in anderen Städten oder Ländern zu investieren – nur eben für die Stadt Berlin! Denn für die vielen teuren Wünsche hat man eben selber kein Geld.

    Mal wieder schlechte Nachrichten vom Eiermann-Areal. Das Land prüft aktuell ob sich das Areal für eine Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge eignet. Gebaut werden sollen explizit keine Container sondern feste Gebäude. Die Stadt Stuttgart ist dagegen, denn durch die Pläne wäre der hier geplante und dringend benötigte Wohnraum auf unabsehbare Zeit nicht mehr realisierbar.

    Die Lichtverschmutzung ist ein bisher noch immer stark unterschätzter Faktor des Insekten-/Artensterbens.

    Bei Lichtverschmutzung geht es vor allem um die breite Fläche, nicht um einzelne Baudenkmäler! Wenn man sich mal eine Nachtansicht aus dem All ansieht versteht man auch was hier gemeint ist! Gegenüber anderen dicht besiedelten Ländern, wie z. B. die Niederlande oder UK, ist Deutschland hier aber schon ein eher positives Beispiel, auch wenn durch die starke Zersiedlung des ländlichen Raums Deutschland von Haus aus ein Problem hat was die Lichtverschmutzung in der Nacht angeht. Ob der Kölner Dom beleuchtet ist oder nicht spielt da aber sicherlich keine große Rolle!

    An der Größe der Stadt liegt das definitiv nicht, siehe Wien, Prag, Amsterdam, Barcelona ...Woran es dann liegt, das ist die eigentlich interessante Frage.

    Naja, das sind halt allesamt sehr “touristische” Städte mit dementsprechend vielen Besuchern. Prag, Amsterdam und Barcelona dienen auch gerne als Filmkulisse, wobei vor allem Amsterdam in den USA ein Image als “typisch liberale” europäische Stadt inne hat. In allen genannten Städten gibt es halt sehr viele erhaltene Altbauten und Baudenkmäler, bei Barcelona kommt noch die Lage am Mittelmeer und der Ruhm der Olympischen Spiele dazu. Bei Wien wird oft vergessen das hier z. B. die UNO und andere internationale Organisationen angesiedelt sind. Die Zentren Wien und Prags sind zudem UNESCO Weltkulturerbe. Hamburg ist zwar eine tolle Stadt, aber leider auch vom Krieg gebeutelt. Der Hafen, der mal das Tor in die Welt war ist heute eine weitgehend hermetisch abgeriegelte Welt, die zum Flair der Stadt nur noch wenig beiträgt – von den wirklich interessanten hafenrundfahrten mal abgesehen. Auf Anhieb fällt mir jetzt auch nicht wirklich ein warum ausländische Touristen in Scharen nach Hamburg kommen sollten, da sind andere Städte einfach attraktiver. Asiaten wollen z. B. historischen “Pomp” – die können mit St. Pauli nix anfangen und gehen auch nicht ins Schanzenviertel. Klar, Hafencity, okay. Aber die lockt ja auch keine Touristen aus Übersee an. Es war ja auch nicht ohne Grund das man vor dem Bau der Elbphilharmonie das fehlen eines echten Wahrzeichens angeprangert hat.

    ^ Gemeint ist die selbstgemachte Immobilienkrise, die maßgeblich auf die dilettantische Kommunikation der Ampel zurückzuführen ist. In keinem anderen Land kommt man wohl auf die Idee, in einer ohnehin schon großen Immobilienkrise mit steigenden Zinsen und Inflation, auch noch angekündigte Förderprogramme von heute auf morgen zu streichen und gleichzeitig neue Gesetze anzukündigen, z. B. das Heizungsgesetz, welche zu weiter steigende Baupreisen führen werden.

    Und wenn man jetzt noch die Metroplregion Berlin mit einbezieht, die hat fast genau die gleiche Fläche wie die von NY und ca. 6,2 Millionen Einwohner.

    ^Die ist ja genauso unsinnig wie die von Hamburg oder anderen deutschen "Metropolregionen". Eine Metropolregion ist für mich eigentlich das direkte Einzugsgebiet und Wirkgebiet einer Metropole. Dazu gehört, dass man in dieser Region auch im täglichen Leben etwas von der Präsenz dieser Metropole spürt, sei es wirtschaftlich oder kulturell. In Deutschland sind die Metropolregionen derart weit gefasst, da zählen Dörfer in 200 km Entfernung dazu wo die Einwohner die "Metropole" vielleicht einmal in ihrem Leben als Wochenendtrip besucht haben. Deswegen sind Größenangaben wie 5,2 Mio. Einwohner für Hamburg oder die 6,2 Mio. Einwohner von Berlin auch wirklich mit Vorsicht zu genießen. So bringt es z. B. die Metropolregion Madrid auf 5,5 Mio. Einwohner bei gerade einmal 1.523 km – das Vergleiche man mal mit Berlin.

    Würde man zum Beispiel die sehr großzügige New Yorker Berechnung der Metropolregion in der ansonsten eher dünn besiedelten USA auf England und London anwenden, dann könnte man fast noch Birmingham zur Londoner Metropolregion dazurechnen.

    Die Metropolregion New York mit 24 Mio. Einwohner hat eine Fläche von 30.671 km2 – die “Metropolregion” Hamburg mit 5,4 Mio. Einwohner 28.469 km2, also die fast identische Größe bei 1/5 der Einwohnerzahl. Soviel zur “großzügigen” Berechnung ;).

    Die Metropolregion Mailand hat eben auch Mailand als klares Zentrum, das ist schonmal der Unterschied zum Ruhrgebiet, das ja doch ein sehr heterogener Siedlungsraum ist und wo eine international bekannte oder herausragende Wirtschaftsmetropole fehlt. Das zeigt sich dann auch am fehlen eines international bedeutenden Flughafens mit entsprechenden internationalen Verbindungen im Ruhrgebiet. Diese Metropolregionen in Deutschland sind doch vollkommen willkürlich definiert. Die Metropolregion Hamburg hat sage und schreibe 28.000 km2 – das ist fast so groß wie komplett Katalonien! Die Agglomeration (nicht die Metropolregion!) Barcelona mit 3,2 Mio. Einwohner hat übrigens 630 km2 – die Stadt Hamburg mit 1,9 Mio. 755 km2. Auf einer kleineren Fläche wie Hamburg leben also fast doppelt so viele Menschen. Auch sonst schneidet Barcelona nicht unbedingt schlechter ab als Hamburg. Dem Flughafen Hamburg mit 11 Mio. Passagieren steht Barcelona El Prat mit knapp 42 Mio. Passagieren gegenüber. Die Hochbahn Hamburg hat 4 Linien mit 106 km Länge und ca. 400 Mio. Fahrgäste im Jahr, die Metro Barcelona 12 Linien, 166 km Streckenlänge und zumindest vor Corona über 400 Mio. Fahrgäste. Was den Hafen angeht liegt Hamburg natürlich vorne, ebenso beim BIP. Trotzdem würde ich Barcelona rein als Stadt her als größer und im übrigen auch urbaner wahrnehmen.

    Also man muss hier aufpassen! Mailand ist DIE Wirtschaftsmetropole Italiens, die Stadtgrenzen sind sehr eng gefasst, im Ballungsraum Mailand leben aber 7,4 Millionen Einwohner. Ebenso Barcelona – auch hier sind die Stadtgrenzen sehr eng gefasst, die Agglomeration alleine hat aber schon über 3 Millionen Einwohner, die Metropolregion rund 5 Millionen Einwohner. Und Athen wird in der Statistik mit nur 600.000 Einwohnern angegeben. Athen ist aber nur Kern der Agglomeration und diese hat laut Schätzungen bis zu 5 Millionen Einwohner.

    Ein interessanter Artikel über die amerikanische Stadt Portland, leider hinter der Paywall. Inhalt: das liberale Portland hat vor 3 Jahren harte Drogen entkriminalisiert, eine Mehrheit der Bürger hatte in einem Bürgerentscheid dafür gestimmt. Die meisten dürften diese Entscheidung heute bereuen, denn die Folgen waren katastrophal. Denn vor allem die Killer-Droge Fentanyl – 2 Milligramm sind bereits tödlich – hat sich durchgesetzt. Der Polizei sind die Hände gebunden den öffentlichen Konsum, der auch für Passanten tendenziell gesundheitsgefährdend sein kann, zu unterbinden. Ein weiteres negatives Beispiel wo eine zu liberale drogenpolitik hinführen kann. https://www.welt.de/politik/au…-Hoelle-von-Portland.html

    Die Bild und Capital berichtet heute das sich die Anzeichen mehren, dass sich beim KaDeWe eine Insolvenz anbahnt. Die Informationen dafür kommen wohl aus internen Unternehmenskreisen. Ein für heute geplanter verkaufsoffener Sonntag wurde überraschend abgesagt, es wird vermutet das dafür eine Inventur im Haus als Vorbereitung für die Insolvenz durchgeführt wird. Als Retter könnte wohl noch ein thailändischer Investor einspringen.

    Also ich finde alle eher so mittelmäßig, aber wichtig ist hier vor allem das überhaupt mal Wohnraum entsteht. Ich finde ehrlich gesagt sogar, dass man sich bei günstigem Wohnraum die Alibi-Gestaltung teilweise sparen kann. Wichtig sind eher Kubatur und eine vernünftige Ausführung. Irgendwelche Zierbänder oder Ähnliches tragen doch Null zur Qualität bei. Oder man macht es halt wie in Frankreich und baut nicht nur den typischen deutschen Rasterbau. Das deutsche Auge mag es aber eher bieder und man versucht dann mit wenigst möglich Aufwand Gestaltung an den Bau zu bringen. Das geht gerade bei den günstigeren Bauten aber zu 90 % in die Hose. Aber um nochmal auf deine Frage zurück zu kommen, grundsätzlich bin ich ein großer Freund von Klinker. Allerdings empfinde ich grauen Klinker immer als etwas unnatürlich, da ist mir roter oder beiger Klinker deutlich lieber.

    Ich vermute, dass es vor allem bei (Deutschen) Touristen guten Klang besitzt und somit erstmal weiter laufen wird, dass es aber für eine deutlich erfolgreichere Bilanz schon in wirklich jeder Sparte positiv hervorstechen und vielleicht auch intensiveres Marketing betreiben müsste.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass vor allem die Obere "Fressetage" von deutschen Touristen frequentiert wird, während sich in den darunterliegenden Luxusetagen eher Touristen aus Asien, Russland und arabischen Ländern, sowie die Jugend der berliner Oberschicht und Neureiche tummeln – der klassische deutsche Tourist kann mit Balenciaga und Vetements halt auch eher weniger anfangen und kauft im Urlaub auch nichts bei Cartier. Das Problem ist das wir aktuell in einer Rezession sind, kaufkräftige Russen aus bekannten Gründen aktuell nicht zum shoppen einfliegen und Touristen aus Asien und arabischen Ländern – nach Corona – aktuell eher wieder die Klassiker Paris, Rom und London ansteuern – zumindest wenn es ums Shoppen geht.