Beiträge von Regent

    Mod: Vier Posts aus dem Thema "Verlängerung U5 ins Europaviertel" zu den letzten dortigen Beiträgen hierher verschoben.




    Das ist schon ein mega Aufwand der da betrieben wird. Wenn man sich das so anschaut wundert man sich über die Kosten und Bauzeiten für Infrastrukturprojekte in Deutschland eigentlich nicht mehr.

    Das stimmt schon. Man fragt sich ehrlich gesagt warum man diese Eingriffe nicht schon vor 10-15 Jahren gemacht hat. Es sind durchaus Veränderungen die eine deutliche Verbesserung darstellen. Trotzdem, eine große Leistung der Architekten sehe ich beim Umbau hier jetzt nicht. Vielleicht täusche ich mich da aber auch.

    Du hast meinen Post offensichtlich nicht verstanden! Ich habe ja nicht bestritten das es bei einigen Firmen noch Homeoffice Regelungen gibt, ich habe nur gesagt das es sich nicht in die Richtung entwickelt hat die manch einer vor einem Jahr noch vorhergesagt hat. Da hieß es oft, wir brauchen überhaupt keine Büros mehr weil jeder nur noch von zuhause arbeitet. Das ist so nicht eingetroffen und wird auch so nicht kommen. Viele Firmen bestehen auf zumindest ein paar Tage Präsenz in der Woche. Das mag bei z. B. Daimler oder Porsche noch etwas entspannter geregelt zu sein da diese Firmen um die besten Fachkräfte buhlen und dementsprechend auch entgegenkommend sind. Fakt ist, es wird auch in Zukunft noch bedarf für Büros in der Innenstadt geben. Und da auch in Stuttgart ein Strukturwandel hin zu einer Dienstleistungsökonomie einsetzt wird dieser Bedarf eher steigen wie sinken!

    In der StZ wird heute berichtet das die Stadt Stuttgart das Eiermann Areal von der Adler Gruppe erwerben möchte. Diese wäre wohl prinzipiell bereit das Gelände zu verkaufen. Der Kaufpreis steht dabei allerdings vollkommen in den Sternen. Angesichts der Turbulenzen um das Baugebiet wird nicht mehr mit einer Fertigstellung bis zur IBA27 gerechnet. Die Stadt Stuttgart sollte die Bauaustellung in meinen Augen lieber schnell absagen, denn es ist abzusehen das keines der geplanten Projekte bis dahin fertig wird! Die "Bauausstellung" würde zur absoluten Blamage und Lachnummer werden!

    Sorry Leute, aber eure Argumentation macht so keinen Sinn! Man braucht also keine Büros mehr in der Stadt weil ja sowieso alles im Homeoffice gemacht wird. Wozu brauchen wir dann z. B. Wohnungen oder Shops in der Stadt, Einkaufen kann man auch Online und und wohnen kann man dann ja auch irgendwo auf dem Land. Wenn dann aber sowieso alles online stattfindet, für wen machen wir dann das ganze Theater mit dem Bahnverkehr? Für die paar Leute die dann wirklich noch von A nach B fahren müssen wird sich auch eine andere Lösung finden.

    Also meiner Erfahrung nach hat sich das Thema Homeoffice wieder ziemlich erledigt! Die meisten Unternehmen verlangen zumindest einige Tage in der Woche wieder Arbeiten in Präsenz. Ich kenne auch so ein paar Spezies die sich in der Pandemie bei Unternehmen in einiger Entfernung beworben haben und jetzt 3 mal die Woche 3 Stunden pendeln müssen! Das es in der City keine Büros mehr benötigt ist daher ein Trugschluss! Davon abgesehen, wenn alle im Homeoffice arbeiten würden bräuchten wir eigentlich auch keinen ÖNV mehr!

    Daimler und Bosch hatten vor ein paar Jahren jeweils Hochhäuser geplant. Die Compliance-Abteilungen haben die Planungen dann intern kassiert, die Gebäude würden überheblich wirken. Beide Konzerne haben dafür nun mehrere flache Gebäude gebaut und nennen dies “Campus”. Im Fall von Daimler ist das Ergebniss eher mittelprächtig, offenbar wollte man bewusst auf Understatement setzen.

    Ist ja zumindest schonmal ein gutes Zeichen wenn die Politik dahinter steht. Mein Eindruck ist das es oftmals eine Initialzündung benötigt. Oft verfallen Kommunen aber in Klein-Klein statt Nägel mit Köpfen zu machen und Groß zu planen. Ansprechende Hochhaus-Cluster entstehen nicht einfach so, da gehört schon ein Rahmenplan dahinter. Das Mailander "City Life" Viertel und die Wiener "Wienerberg-City" sind solche Entwicklungsgebiete wo gezielt ein Cluster entwickelt wurde. In Deutschland hingegen wartet man auf Investoren die von selbst kommen, nur um diesen dann Steine in den Weg zu legen.

    In meinen Augen eine riesen Sauerei die all denen Auftrieb gibt die immer laut nach Enteignung schreien! Der Staat sollte hier dringend eingreifen und Gesetze nachjustieren um solche Gebühren in Zukunft zu verhindern! Die Adler Gruppe hat sich in ganz Deutschland Filet-Grundstücke unter den Nagel gerissen um den Markt künstlich nach oben zu treiben. Die Tricks mit denen hier gearbeitet wird, z. B. auch um die Grundsteuer zu umgehen, erinnern an das Verhalten der Banken welches 2007 zur Finanzkrise geführt hat. Eine üble Situation, denn die Adler Gruppe denkt offensichtlich nicht einmal daran die Grundstücke anderen Bauträgern zu verkaufen, die Grundstücke dienen rein zur Spekulation.

    Laut einem Bericht des Focus hat eine investigativ Reportage der ARD aufgedeckt, das es sich bei der Adler Gruppe um ein betrügerisches Unternehmen handelt. Durch Finanz-Tricks werden Grundstücke zu reinen spekulationsobjekten, Bauprojekte werden wohl aktiv behindert um durch steigende Preise noch mehr Geld aus den Objekten zu quetschen. Den Behörden sind angeblich mal wieder die Hände gebunden (kennt man ja schon von Wirecard) die Wirtschaftsprüfer von KPMG verweigern der Adler Gruppe allerdings aktuell die Abnahme des Jahresabschlusses.

    Ja, mea culpa, mein Fehler war das ich verallgemeint vom Ruhrgebiet gesprochen habe, wobei ich Bochum, Essen, Duisburg, Oberhausen und Mühlheim als Kern des Ruhrgebiets betrachte, aber Dortmund gehört natürlich auch dazu. Düsseldorf z. B. wäre mir allerdings neu das dies zum Ruhrgebiet dazugezählt wird. Dortmund hat aus meiner Sicht die ambitioniertesten Projekte im Ruhrgebiet und mit dem Hörder See auch ein Leuchtturmprojekt mit Symbol Wirkung. Und ja, ein paar Hochpunkte sind auch dabei. Was dein Bezug auf Stuttgart wieder soll verstehe ich nicht. Ich habe Stuttgart hier nie in Bezug gestellt sondern auf Städte im Ausland verwiesen. Aber wenn wir schon dabei sind kann ich auf den im Bau befindlichen Porsche Tower mit 90 Meter Höhe verweisen und auf den Bau der neuen Allianz Zentrale mit ca. 60-70 Meter Höhe. Gewünscht hätte ich mir in Stuttgart auch mehr Mut bei der Höhe, aber das ist mit der Politik hier, und den Bürgern, nicht zu machen.

    Ja, danke, ist mir alles bekannt. Mein Post bezog sich eher auf die wenig ambitionierten Pläne in Bochum und Duisburg und den Verlust eines Hochhauses in Essen. Es ging mir auch nicht um ein Ruhrgebiet-Bashing sondern nur um die Frage warum es kaum Projekte mit Leuchtturm-Funktion gibt – zumindest sieht es nach außen hin so aus.

    Also wenn du meinst mich bei den "Wutbürgern" zu Vororten, da muss ich dich leider enttäuschen! Ich war damals sogar aktiv FÜR Stuttgart 21 und musste mich von den sogenannten (originalen) Wutbürgern fast täglich beleidigen lassen. Warum du "Regent" in Anführungszeichen setzt musst du mir auch erklären. Falls du denkst das hätte etwas mit Reichsbürgern oder ähnlichem zu tun – leider auch Fehlanzeige! Ich bin hier im Forum seit 2005 angemeldet, damals waren Reichsbürger und Wutbürger noch überhaupt kein Thema. Ich bin auch kein Querdenker oder Putin-Fan oder ähnliches, im Gegenteil, ich muss mich täglich mit solchen Vögeln rumschlagen, die gibt es im Schwabenland nämlich zu hauf! Und genau hier kommen wir auch zum Kern des Problems! Wer hier im Land nicht allen Entscheidungen und Entwicklungen bedingungslos zujubelt wird sofort in eine dieser Ecken gestellt. Aber keine Sorge, ich klinke mich hier an dieser Stelle aus, offensichtlich will man hier im Strang nur Jubelarien hören. Danke übrigens an Hanbrohat für die konstruktive Antwort.



    Mod: Bitte keine sinnlosen Vollzitate des vorstehenden Beitrags. Der Bezug versteht sich von selbst.

    Ich wüsste jetzt ehrlich gesagt nicht wo ich jetzt genau behauptet hätte das dies in Stuttgart anders oder besser wäre? Vielleicht kannst du mir die entsprechende Passagen in meinem Posting ja mal zeigen! Ich habe eine offene Frage gestellt warum es im Ruhrgebiet, im Vergleich z. B. zu ehemaligen Industriestädten in England, offenbar schwierig ist Hochhäuser zu bauen! Warum das in Stuttgart der Fall ist kann ich dir sagen! Es gibt hier ein Totschlagargument und das heißt "Frischlustschneiße". Das liegt an der Stuttgarter Tallage. Im Ruhrgebiet wiederum kann das ja nicht der Fall sein, deswegen auch meine Frage!


    PS. wenn ich mir deine Reaktion auf eine vollkommen normale Frage anschaue schwant mir schon warum im Ruhrgebiet manches so ist wie es ist.

    Ohne hier jemand auf die Füße treten zu wollen, aber mit Skyline hat das alles nix zu tun. Ich frage mich wirklich warum z. B. in Städten wie Birmingham oder Manchester aktuell ein >150 m Tower nach dem anderen aus dem Boden gestampft wird und man sich in Deutschland, insbesondere im Ruhrgebiet, schon um jeden 50 m "Turm" freuen muss – und dann auch noch mit mittelmäßiger Gestaltung. Liegt das an mangelndem Interesse der Investoren, oder bremsen hier eher Stadt oder Anwohner?