Beiträge von Regent

    Aber was denn bitte für vollendete Tatsachen? Ist es nicht so das es hier einen gültigen Bebauungsplan gibt und der Wald ohnehin zur Abholzung vorgesehen war? Wozu stellt man denn dann überhaupt noch Bebauungspläne auf wenn diese im Zweifel dann nichts mehr wert sind?

    • MVG-Busse mit Ledersitzen

    Die Ledersitze reißen es sicherlich raus! Mal davon abgesehen ist ja Vandalismus kein Problem in Bussen und Bahnen, da macht es ja absolut Sinn anfällige und teuere Materialien wie Leder zu verwenden ;). Mal davon abgesehen, die Ledersitze sind ja als Argument gedacht, auch Leute mit hohen Einkommen in die Busse zu bekommen. Jemand der 100.000 € im Jahr verdient lässt sich aber wohl kaum von 1,90 – 2 € Benzinpreis abschrecken.

    Eine Tram direkt vor der Haustür ist ein weitaus größerer Eingriff in den persönlichen Lebensraum wie eine U-Bahn unten durch! Bei einer Tram habe ich Lärm und Dreck, nicht zu vergessen auch die Unfallgefahr, z. B. auch für Kinder, direkt vor der Haustür. Das sich neue Tram-Linien so einfach umsetzen ließen halte ich für einen Mythos! Wenn dann muss man sie in Neubaugebieten direkt mit integrieren. Jetzt großflächig Tram-Linien zu bauen wo vorher keine waren könnte schwierig werden.

    Das Problem ist, dass nicht jeder Verkehr sinnvoll auf die Schiene verlagert werden kann. Es gibt in diesem Bereich ja keine einzige leistungsfähige Straßenverbindung die quer zu Stuttgart läuft. Alle größeren Straßen laufen dort radial auf Stuttgart zu. Das funktioniert heute einfach nichtmehr. Zudem wird auch die jüngere Generation älter! Während Schule und Studium habe ich auch kein Auto gebraucht, heute brauche ich es aus familiären Gründen und um zur Arbeit zu kommen. In einem dezenralen Ballungsraum wie Stuttgart arbeitet eben nicht jeder mitten in der Stadt.

    Brachliegende Gleise gibt es im Betriebshof der Bahn übrigens keine, eher eine Überbelegung, sodass die Gleisanlage aktuell stark nach Süden hin ausgebaut wird.

    Ich bezog mich auf die brachliegenden Gleise auf der anderen Seite des Betriebshofes. Die tun hier zugegebenermaßen nichts zur Sache, mir ging es eher darum das es in dieser Ecke nicht unbedingt nach Platzmangel oder schwieriger Topografie aussieht.

    ^ Das ist halt auch mal so wieder typisch Deutschland – rießige, teilweise brachliegende Gleisflächen nebenan, und trotzdem findet sich keine Möglichkeit die Tram hier ein paar hundert Meter weiterzuführen. Um wieviele Meter in der Breite reden wir hier, die eine Tram benötigen würde, 3-4 m? Was wäre das Problem bei in der Straße eingelassenen Schienen?

    Auf längere Sicht könnte man z. B. mit autonohm fahrenden Shuttlebussen von der S-Bahn Station Berg am Laim planen. Relativ einfach zu haben wäre in meinen Augen auch eine Verlängerung der Straßenbahn entlang der Schienen und des Betriebshofes. Oder man plant eben mal wieder eine der ominösen Seilbahnen als Zubringer – vielleicht hier mal in der Version als Schlepplift, höhö.

    Na ja, Bus ist nicht leistungsfähig und dann kommt (nicht ganz unberechtigterweise) wieder das Geschrei vom Verkehrschaos.

    Verkehrschaos wegen wenigen hundert Arbeitsplätzen? Vollkommen Absurd was hier mal wieder verzapft wird. Das Busse nicht leistungsfähigen wären, ist zudem ziemlicher Käse! Man sollte vielleicht mal erwähnen das viele Mittelgroße Städte in Deutschland überhaupt keinen ÖNV auf der Schiene betreiben, ohne das hier gleich der Verkehr zusammenbricht! Der 1 Km entfehrnte Straßenbahnhalt Berg am Laim ist jetzt auch nicht so extrem weit weg wie hier getan wird. Da laufe ich regelmäßig deutlich weitere Strecken vom nächstgelegenen Bahnhof zu meinem Arbeitgeber im Stuttgarter Ballungsraum.

    Es kommt halt sehr darauf an. In der Gegend rund um Waiblingen fehlen vernünftige tangentialverbindungen, insbesondere auch zur Autobahn hin. Das führt zu viel unnötigem Durchgangsverkehr in den Gemeinden dort und speziell dem „Nadelöhr“ Stuttgart. Aus Spaß kannst du ja selbst mal schauen was z. B. der schnellste weg von der Autobahn nach Waiblingen ist. Erschwerend kommt dazu das es zu den fehlenden Straßen auch keine passenden ÖNV Verbindungen gibt. Dazu bräuchte es einen S-Bahn Ring um Stuttgart, welcher wohl noch deutlich utopischer wie der Nord-Ost-Ring wäre.

    Naja, der Faktencheck hört sich doch nach dem Grünen-Motto "wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis" an. Ich frage mich auch welche Verkehrsträger da jetzt genau unter die Lupe genommen werden sollen oder was für Verbesserungen man sich erhofft. Mit neuen S- oder Stadtbahnlinien dürfte man wohl eher nicht rechnen, bestenfalls mit einem weiteren "Express"-Bus – welcher dann im Stau steht.


    Der Vorschlag von Stihl ist hingegen gut, wobei ich mich schon länger Frage warum bisher keine Tunnellösung in Betracht kam. Die Unterquerung des Neckars halte ich allerdings für einen extremen Zeit und Kostenfaktor, da hier zusätzlich ein großes Höhenniveau überwunden werden muss. Eine Brücke wäre in diesem Abschnitt sinvoller.

    Gut, aber ich wette mit dir, dass du auch bei einer Abstimmung über eine generelle Nachverdichtung oder eine Erhöhung der Traufhöhe mächtig Gegenwind bekommen würdest und vermutlich auch eine Mehrheit dagegen finden würdest. Wie du ja selbst schreibst, es geht um Notwendige übel – es braucht Wohnraum! Hochhäuser sind da natürlich immer das extrem Beispiel, da sie zum einen natürlich im Stadtbild auffallen und zum anderen als das Symbol des Kapitalismus par excellence gelten. Aber die Krux ist eben, die Bürger wollen eben auch keine Nachverdichtung, keine höheren Dichten und keine Neubaugebiete, verbunden am Besten noch mit einem Zuzugsstop und einer Mietpreisbremse. Man sollte da sehr vorsichtig sein was man alles zur Abstimmung freigibt, das könnte nämlich durchaus nach hinten losgehen. Bei einem erfolgreichen HH-Verhinderungs-Bürgerentscheid könnten sich die Initiatoren ja auch ermutigt fühlen neue Themen aufzugreifen. Vielleicht stören manchen Anwohner ja auch die Öffnungszeiten von Biergärten im Sommer oder ähnliches. Fakt ist einfach, Bürgerentscheide sind bestens dazu geeingnet die Meinung einer Minderheit der Mehrheit aufzuzwingen, da Erfahrungsgemäß die Gegner ein deutlich höheres Mobilisierunspotential haben.

    Ich empfinde den Entwurf auch erstmal als positiv und bin überrascht wie groß der "Anbau" ausfällt. Auf den ersten Blick erscheint mir der Anbau größer wie das Theaterhaus selbst. Was allerdings ein Knackpunkt ist, der Entwurf lebt auf dem Rendering primär aufgrund der Transparenz der Fassade. Das dies in der Realität niemals so wirken wird ist hinlänglich bekannt. Trotzdem stimmt mich das Ganze insgesamt positiv und auch die Gesamthöhe des Gebäudes würde mich mal interessieren.

    Ich bleibe dabei: Stadtplanung ist kein Thema das der breiten Masse zur Abstimmung vorgelegt werden sollte! Da spielen einfach viel zu viele Eigeninteressen, Vorurteile und Ahnungslosigkeit eine Rolle! Wenn man jetzt aber meint, "aber das betrifft doch die Bürger direkt", dann wäre meine Frage warum wir nicht auch über die Höhe der Steuersätze, Mietpreise, oder Arbeitszeiten und Feiertage Bürgerentscheide machen. Manche Themen verlangen klug ausgearbeitete Konzepte von Fachleuten und nicht den Senf von Max Mustermann. Man sieht doch auch heute schon das die Leute sich gegen Hochhäuser über 100 m aufwiegeln lassen, ohne überhaupt zu wissen das es in München z. B. schon Hochhäuser über 100 m gibt (!), bzw. sich dann über langweilige Vierkantbolzen mit 99,9 m Höhe beschweren. Und dann gbt es ja auch noch die Menschen, die hier gegen Hochhäuser sind, diese in New York oder Dubai plötzlich wieder super finden. Viele Menschen wollen einfach gar keine Veränderung, das ist doch der Punkt. Keine Hochhäuser, keine Nachverdichtung, keine neuen Baugebiete. Dazu dann weniger Autoverkehr, aber seinen Parkplatz vor der Tür will man dann eben doch behalten. Da muss die Politik, die ja schließlich demokratisch gewählt ist, einfach auch mal kommen und denn Leuten gute Konzepte vorstellen und einfach auch mal ehrlich sagen was Sache ist. Man kann es nicht jedem Recht machen, das ist eben einfach so.