Beiträge von jack000

    Derzeit entsteht in Tübingen


    Der Bahnhof wird umgebaut / saniert:

    https://www.tuebingen.de/europaplatz/29732.html

    Ein neuer Europaplatz entsteht:

    https://www.tuebingen.de/europaplatz/41015.html

    https://www.tuebingen.de/europaplatz/

    Ich habe die beiden Projekte zusammengefasst, da diese aus meiner Sicht thematisch zusammenpassen. Es gibt nicht viel darüber im Netz zu finden (Ich bitte um Besseres belehrt zu werden). Insgesamt aber macht der sanierte Bahnhof und die Tiefgarage schon mal einen guten Eindruck und ist schon weit fortgeschritten. Am Europaplatz ist noch die Phase der Ideenfindung.

    Bildergalerien soll es hier geben, allerdings werden diese zumindest bei mir nicht angezeigt. Ggf. werden die derzeit aktualisiert:

    https://www.tuebingen.de/europaplatz/29402.html

    ^ Natürlich zahlt alles letztendlich der Steuerzahler. Aber genau darum geht es, dass die Kosten für den Tunnel (wie einige andere "Nachbesserungen" im 2-stelligen Milliardenbereich) nicht zu den Kosten von S21 zugeordnet werden, was natürlich totaler Blödsinn ist, denn ohne S21 wären diese ja nie entstanden.

    Nun wird der Tunnel noch teurer als die Zusage vom Bund gewährleistet. Da stellt sich schon die Frage, in welchem Delta die Mehrkosten dann auftauchen.

    Letztendlich sollte nach einer Fertigstellung mal alles zusammengefasst werden, was zu S21 gehört:

    • Baukosten (Derzeit geschätzt auf ca. 25 Mrd. € inkl. "Nachbesserungen)
    • Bauzeit
    • Nutzen

    Neues von Pfaffensteigtunnel:

    2025:

    • Ursprung: Man rechne mit rund einer Milliarde Euro für den Bau des Tunnels
    • Kritiker warnen seit Jahren davor, dass die Baukosten sich auf zwei bis drei Milliarden Euro belaufen könnten.
    • Die Bundesregierung will für den Bau des sogenannten Pfaffensteigtunnels zwischen Böblingen und dem Stuttgarter Flughafen 1,69 Milliarden Euro bereitstellen
    • Die Finanzierung des Pfaffensteigtunnels sei im Entwurf des Bundeshaushaltes damit gesichert, erklärte am Donnerstag die CDU-Fraktion vom Verband Region Stuttgart.

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…-geben-100.html


    2026:

    • Die bisher geplanten 1,69 Milliarden Euro für den Pfaffensteigtunnel jetzt auf 2,493 Milliarden steigen

    https://www.lok-report.de/news/deutschla…-baubeginn.html


    Weiß jemand, woher die zusätzlich geplanten ca. 800 Mio. € herkommen? Bezahlt die auch der Bund?

    Sehenswertes Video zum Thema SMA-Bericht und weiteren Unzulänglichkeiten, sowie Geschichtliches dazu:

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    Das Desaster geht in die nächste Runde. Immer wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer kommen => Der frühere Leiter von SMA bezweifelt eigene Stresstest-Untersuchung zu Stuttgart 21:
    https://www.swr.de/swraktuell/bad…nungen-100.html

    Auf Grundlage dieser vermeintlich unabhängigen Untersuchung haben sich 2011 die Projektpartner legitimiert gesehen, den Bau von Stuttgart 21 fortzusetzen. Der ehemalige SMA-Chef glaubte damals selbst nicht an die Berechnungen, weil diese für ihn wissenschaftlich wertlos waren. Ergo: der neue Tiefbahnhof nicht groß genug.

    Der Stresstest gab den Verantwortlichen die politische Legitimation, am Projekt festzuhalten, da die Zweifel immer größer wurden. Aber so konnte man wenigstens ein (wenn auch wertloses) Papier vorlegen um die Leute weiterhin für dumm zu verkaufen. Aber selbst Laien konnten sich an 5 Fingern abzählen, dass die Planung so nicht hinhaut (2 Minuten ICE-Halt in der Rush-Hour, Doppelbelegungen auf nur 8 Gleisen, etc...)

    Der ehemalige SMA-Chef erwähnt, dass die Untersuchung weder unabhängig, noch korrekt durchgeführt war, sondern eine absolut theoretische wissenschaftliche Kapazitätsüberlegung, die nichts mit der fahrplanmäßigen Realität zu tun hat.

    SMA war von der Bahn abhängig, weil diese den Großteil der Aufträge vergeben hat. Bestätigt wird das auch durch den Fahrplananalyst Felix Berschin aus Heidelberg Es soll SMA-internziemlichen Streit gegeben zu haben zwischen Aufrichtigkeit und Business!

    Und dann kommt natürlich wieder das Thema Kombibahnhof zum Vorschein, denn der Kompromissvorschlag von Heiner Geisler wurde von dem ehemaligen SMA-Chef erstellt und der hält den nach wie vor für die deutlich bessere Variante. Es ging nur darum um jeden Preis jetzt diesen Tiefbahnhof durchsetzen! Es wurde ein (um es mal vorsichtig zu sagen) "Gefälligkeitsgutachten" erstellt, welches vollkommen realitätsfern war. Man fragt sich in dem Zusammenhang, inwiefern da nicht die Staatsanwaltschaft eingreifen muss.

    Es war voraus zu sehen, dass das irgendwann mal ans Tageslicht kommt, aber die (Un-)Verantwortlichen hatten diese undurchführbare Vision auf dem Schirm und die Befürworter folgten blind. Nicht nur hier, sondern auch in anderen Foren wurde jede Kritik ins Lächerliche gezogen, auf irgendein Gesülze verwiesen und die Parolen einfach nur nachgeplappert.

    Nachdem die Palla ja nun den neuen Zeitplan vorgstellt hat, stellt sich die Frage, inwiefern dieser überhaupt einzuhalten ist, bzw. ob es Sinn macht, einfach so weiter zu bauen ohne alles noch mal von Grund auf in Frage zu stellen und ein ehrliches Konzept zu erstellen, bei dem zu erwarten ist, dass es bahntechnisch den Anforderungen gerecht ist.

    Zur Folge hätte es, dass die Bauzeit dann noch länger dauern wird, aber lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Wenn es so gebaut wird, wie derzeit geplant und dann nicht funktioniert, kann der Schaden für die Bahn und die Stadt Stuttgart nie wieder behoben werden!

    Regent

    Mit deiner Vorhersage von 2023: "Ich denke bis zum Jahr 2030 wird hier überhaupt nichts passieren!" wirst du vermutlich Recht haben. Konkrete Pläne liegen vor, die Umsetzung verzögert sich jedoch auf unbestimmte Zeit. Der Bauantrag wurde noch nicht eingereicht, somit bleibt das locker bis 2030 und ggf. länger eine Brachfläche, da mit einer Entspannung der Lage nicht zeitnah zu rechnen ist.

    https://www.google.com/search?q=kaufh…&csuir=1&atvm=2

    Es sollen ja Büros, eine Bankfiliale und Arztpraxen entstehen (ggf. ein paar Wohnungen und Hotelbetrieb). Aber in diesen Zeiten gewinnt man mit Büros und Bankfilialen keinen Blumentopf mehr und somit ist es klar, dass die LBBW die Reisleine gezogen hat.

    Eine Möglichkeit wäre noch, die Fläche zu begrünen und Bäume zu pflanzen.

    Die nächste Bombe geht hoch:

    Das Quartier hinter dem Bahnhof (A2/A3?) kann möglicherweise wegen Finanzierungsschwierigkeiten der Stadt Stuttgart möglichweise nicht bebaut werden.

    Nun ok, es ist nicht geklärt was konkret da überhaupt hingebaut werden soll, aber zumindest bei dem was bekannt ist, bleibt Stuttgart eine weitere Betonwüste in der Stadt erspart, allerdings ersetzt durch brachliegende 16 Gleisflächen (ggf. werden noch 2 von der Gäubahn genutzt) in mitten eines sehr teuren Baugrunds im Zentrum von Stuttgart.

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/stuttg…obox=1785125178

    Allerdings verstehe ich nicht, warum von A3 gesprochen wird (Das gibt es doch gar nicht?, In dem Artikel ist doch A2 abgebildet? )
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…twicklung_1.svg

    Nun, die haben sowieso erstmal noch 7 Jahre Zeit, sich auszudenken, was da mal sein könnte.


    Wie ich sehe, ist A3 ein Sonderbaustein von A2

    https://rosenstein-stuttgart.de/vision/europaquartier

    => Betrifft somit ggf. nicht A2 ?

    Zum Thema Europaviertel gibt es Neuigkeiten!

    • Bekannt aus bereits vorherigen Beiträgen bekannt, ist das Europaviertel eine Betonwüste mit Bratpfanne und geringer Aufenthaltsqualität:
    jack000
    25. April 2026 um 17:09
    jack000
    13. Juli 2025 um 22:59
    jack000
    13. Juli 2025 um 15:28


    Nun kommt auch Einsicht der Politik:

    Bürgermeister Nopper meint zum Europaviertel, dass man es mit heutigem Wissen so nicht mehr bauen würde:

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/stuttg…t-79311533.html

    • Frage dazu: Was war denn an dem damaligen Wissen anders als an dem heutigem?
    • Nopper will nun Bäume an anderer Stelle errichten. Offensichtlich kann man also im Europaviertel nichts mehr retten?
    • Nehmen wir mal an, S21 wäre wie ganz ursprünglich mal geplant geworden, dann hätten wir doch eine gesichtslose Betonwüste mitten in der Stadt neu gebaut, nur in weitaus größeren Dimensionen als das jetzt nur im E-Viertel der Fall ist?

    Stoff

    War es nicht andersrum?

    • Das Konzept K21 (Dessen Anhänger ich nicht unbedingt bin, aber es wurden die Schwächen von S21 sehr gut dokumentiert und alle Voraussagen sind bisher eingetreten) basierte im wesentlichen darauf, einen integralen Taktfahrplan zu ermöglichen: https://de.wikipedia.org/wiki/Kopfbahnhof_21
    • Bei S21 war kein integraler Taktfahrplan vorgesehen und mit der damaligen Planung gar nicht möglich und zumindest offiziell nicht vorgesehen
    • Jetzt im nachhinein / währenddessen werden diverse Änderungen vorgenommen um S21 überhaupt zum laufen zu bringen. So wird z.B. der Pfaffensteigtunnel nicht gebaut, weil man in erster Linie einen integralen Taktfahrplan haben will (Wie das bei S21 und den kurzen Halten im Bahnhof (ICE in der Rush-Hour 2 Minuten, Regionalverkehr 1 Minute) überhaupt funktionieren soll), sondern weil die Führung durch LE von Anfang an eine Schnapsidee war und nur darum, das Projekt günstig zu rechnen. Genauso wie die mangelhafte Verbindung nach Feuerbach und die einspurige kleine Wendlinger Kurve!
    • Das hat der damalige Stuttgart 21-Sprecher Wolfgang Drexler bereits 2010 zugegeben, dass die Planung so nicht ausreichend ist und Nachbesserungen erfolgen müssen, die zur Folge haben, dass S21 noch teurer wird (Und da war von einem Taktfahrplan noch gar nicht die Rede: https://kopfbahnhof-21.de/nein-zu-stuttgart-21/
    • Und nun erleben wir genau das:
      • Massive Planänderungen
      • Erhebliche Kostensteigerungen
      • Extremen Zeitverzug
      • Zweifel, ob es überhaupt funktionieren wird (Beim Ursprungsplan war es sowieso vollkommen ausgeschlossen)
      • Erheblichen Unmut in der Bevölkerung / Zweifel ob die aktuellen Versprechungen eingehalten werden

    Interessant ist auch das Thema "P-Option". Das war eine Option, die nach der Fertigstellung von S21 in Erwägung gezogen wurde, falls Bedarf besteht.

    Die P-Option ist die Erweiterung der Schienenwege von HBF nach Feuerbach, falls Kapazitätserweiterungen gewünscht werden.

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/stuttg…t-79287674.html

    Diese Erweiterung besteht aus dem inzwischen genehmigten Wartbergtunnel kostet ca. 200.000.000 €, wird aber nicht zu den S21 Projektkosten gezählt und vollständig vom Land Baden-Württemberg bezahlt.
    => Also ähnlich anderer Bauvorhaben (z.B. Pfaffensteigtunnel, Kosten (geplant) ca.1.000.000.000€) werden hier wieder mal die Kosten woanders hingeschummelt.

    Vor allem sollte es ja eine Option sein, die nach Fertigstellung möglicherweise zum Einsatz kommt. Nun wird sie sofort gebaut!

    => Warum eigentlich? Die Gegner haben bereits 2007 (= vor 19 Jahren) veröffentlicht, dass die Kapazität nach Feuerbach nicht ausreicht, was von den Befürwortern aber vehement bestritten und ins Lächerliche gezogen wurde.

    Es wäre mal interessant, wenn alle Kosten, die im Zusammenhang mit S21 stehen, mal korrekt zusammengezählt werden. Da kommt noch einiges zu den 14,5 Mrd. € dazu!

    Da ja nun der Umfang des Debakels mit S21 auf dem Tisch liegt, melden sich immer mehr direkt oder indirekt beteiligte Personen, die nun genauer hinschauen wollen.

    "Maximale Transparenz und lückenlose Aufklärung" bedeutet derzeit, dass der Revisionsbericht unter Verschluss bleibt. Damit sind einige nicht einverstanden, da u.a. Geheimniskrämerei zu der Situation geführt hat, mit der man mit S21 nun steckt.

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/stuttg…t-79287674.html

    Als Begründung wird angegeben, dass in dem Bericht auch Betriebs- und Geschäftsgeheinisse hinterlegt sind.
    Nun kann man natürlich fragen, welche das sein sollen aber man kann solche Stellen ja auch schwärzen, wenn diese nichts mit der aktuellen Verzögerung zu tun hat.

    Die Landeshauptstadt in Form vom Bürgermeister Nopper hat als erstes Einsicht gefordert. Denn um Vertrauen wieder herzustellen sollen Worten nun auch Taten folgen.
    Auch andere Personen / Gruppierungen fordern Einsicht, u.a. diejenigen aus dem Aktionsbündnis gegen S21.

    Nun bleibt es spannend, ob da tatsächlich Informationen herausgerückt oder gar eingeklagt werden und ob und was da noch zu Tage tritt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ändert aber nichts daran das die Gleise oben nicht abgebaut werden können wenn S21 in 12-15 Jahren mal fertiggestellt ist.

    Das waren noch Zeiten:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wo kommen denn jetzt 12-15 Jahre her, kommst Du aus der Zukunft?


    Das Posting ist vom 24. Mai 2014!

    2014 + 12 = 2026 (=Dieses Jahr, ein Satz mit X)

    2014 + 15 = 2031 (Geplante Fertigstellung)

    Man sieht, das selbst die krassesten Vorhersagen eingetroffen sind. Und ich bin nicht aus der Bau- oder Architekturbranche.

    Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU, S21 Befürworterin seit der 1. Stunde) rechnet mit S21 ab:
    https://www.donau3fm.de/ministerin-zu-…ndorts-1097311/

    Sie ist zwar nach wie vor für S21, aber bei all dem was schief gelaufen ist, zeigt sich pures Entsetzen und Fassungslosigkeit bei ihr:

    - Wie der Berliner Flughafen
    - Sie hätte sich niemals in ihren dunkelsten Träumen vorstellen können, das man so viele Fehler machen kann
    - Sie fragt sich, wie sowas passieren konnte
    - Ehre eines Industriestandortes ist in Gefahr

    Nun, sie war von Anfang an dabei, hat sich gegenüber jeden offensichtlichen Mängeln und Fehlern taub gestellt und gibt nun der Bahn die Schuld, da ja u.a. die Politik nicht die Kabel verlegt.

    Aber da macht sie es sich zu einfach. S21 sollte 1999 durch Bahnchef Ludewig bereits beerdigt werden, aber die CDU-Politik half "etwas nach", so z.B. mit einem fragwürdigen Grundstückskauf von ca.500.000.000 DM, das seit 27 Jahren nicht bebaut werden kann und es auch in den nächsten 5-7 Jahren nicht bebaut wird.

    Ebenso war es doch die Politik, die massiven Druck auf eine zügige Fertigstellung gemacht hat und somit passieren dann auch Fehler, wenn Kabel verlegt werden, ohne die Zeit zu haben, zu prüfen ob es überhaupt die richtigen sind!

    Das Kartenhaus ist nun zusammengebrochen und Natürlich will keiner an irgendwas Schuld haben, alle haben ihren Hals aus der Schlinge gezogen.

    => Nach und nach kippt einer nach dem anderen um, hat eine gute Ausrede für alles und In der Tat wird niemals irgendjemand für das Desaster gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden!!

    Nun soll das Projekt kritisch beobachtet werden. Da stellt sich die Frage: Was haben die eigentlich die ganze Zeit vorher gemacht???

    Da an S21 vieles mit dran hängt, hat die Verzögerung entsprechende Folgen

    • Umgerüstete S-Bahnzüge müssen kurz nach Fertigstellung von S21 bereits wieder ausgemustert werden
    • Neue S-Bahnstrecke nach Neuhausen verspätet sich
    • Betreiberwechsel fällt in Phase der Inbetriebnahme (Was man bei der Ursprungsplanung in jedem Fall verhindern wollte). Ggf. muss der Vertrag mit der DB-Regio verlängert werden, obwohl eine Ausschreibung erfolgen sollte. Die reibt sich nun die Hände
    • Übergang ins digitale Zeitalter droht nun zeitlich zu zerbröseln
    • Das neuste Projekt: Die S7 zwischen S-Vaihingen und Heimerdingen ist inzwischen erstmal völlig offen, da für diese ein Teil der Panoramabahn (Gäubahnstrecke) vorgesehen war, der nun länger benötigt wird.
    • Unklar ob 15 Minutentakt der S60 aufrecht erhalten werden kann
    • Unklar die Auswirkungen der Erweiterung nach Geislingen und Weilheim/Teck

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/stuttg…t-79248465.html

    Man sieht hier, wie weit die Arme vom S21 Hauptbahnhof reichen. Geislingen und Weilheim/Teck sind mehr als 50 Minuten mit dem Auto vom Stuttgarter Zentrum entfernt

    Die Auswirkungen auf den Kopfbahnhof:

    Durch die Verzögerungen müssen in die alte Infrastruktur hohe Summen investiert werden, da diese schon lange längst nicht mehr in Betrieb sein sollte.

    Problem: Es ist fast kein Personal mehr vorhanden, welches sich überhaupt noch damit auskennt, da dafür ja wegen der Ursprungsplanung kein Personal dafür mehr gehalten wurde.

    Geschätzte Kosten, die in die alte Infrastruktur investiert werden muss, damit die so lange hält bis S21 fertig ist: ca. 800 Millionen Euro!


    Details:

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…rungen-100.html

    Bahnchefin Evelyn Palla, Pressekonferenz zum Stand von S21

    Nun zu den Gründen für die Verschiebung der Inbetriebnahme: (Konzernrevision Bericht)

    • Erhebliche Projektversäumnisse
    • Gravierende Defizite in:
      - Planung
      - Steuerung
      - Risiko Management
    • Bisheriges Projektmanagement nicht ausreichend für Steuerung eines Projektes in dieser Größenordnung
    • Wesentliche Mängel und Verbesserungsbedarfe
    • Inbetriebnahme 2026 war unerreichbar
    • Organisatorische Defizite in Prozessen und Kontrollen
    • Mangelhafte Abstimmung zwischen den Schnittstellen und vorausschauender Steuerung

    Vier Hauptgründe:
    1. Digitalisierung hat sich deutlich anspruchsvoller herausgestellt
    2. Planungsprozesse hatten nicht den erforderlichen Reifegrad
    3. Technikgebäude aus dem Jahr 2013 ist nicht passend für den heutigen Bedarf
    4. Zu späte Reaktion auf Normänderungen bei der Stromversorgung, vollständige Neuplanung erforderlich

    Weiteres:

    • Mehrkosten: 3 Mrd.€, diese sind ausschließlich von der Bahn zu tragen
    • Projektorganisation wird komplett umgestellt und personell neu besetzt.
    • Risikomanagement wird neu aufgesetzt mit engmaschigen Kontrollen
    • Aus den Fehlern der Vergangenheit soll gelernt werden und Termine belastbar eingehalten werden


    Also steht man offensichtlich vor einem riesigen Scherbenhaufen, dessen Beseitigung zwar in Termine gepresst ist, aber wie das so ist mit S21 und Terminen wissen wir ja.

    Aus meiner Sicht ist es auch zu gewagt zu dieser Zeit so feste Termine festzulegen, da u.a. durch die Umstrukturierungen ja neue Personen diese Aufgaben in einer neuen Struktur. Bis sowas funktioniert ist immer schwer vorauszusagen. Es wäre sinnvoller gewesen zu sagen: Wir streben an, das im Jahr XXXX dieses oder jenes fertig ist.


    Hinweis: Nirgendwo taucht auch nur in 1 Silbe auf, das die Gegner an irgendwas die Schuld haben. Die Bahn nimmt alles auf ihre Kappe. Somit sollte dieses Thema "Gegner haben Schuld an "Verzögerung" nun endgültig vom Tisch sein!

    Bahnchefin Evelyn Palla, Pressekonferenz zum Stand von S21

    • Ergebnis sehr ernüchtern
    • Entschuldigung an die Fahrgäste

    Stufenplan 2027 - 2033:
    1. 2027: Kürzere Weg zum Kopfbahnhof
    2. 2028: Bonatzbau wird fertig, Bahnhofsumfeld wird besser
    3. 2030: Fernbahnhof Flughafen wird in Betrieb genommen (Allerdings nur Ulm und Tübingen/Reutlingen)
    4. 2031: Neuer HBF wird in Betrieb genommen (allerdings für nur einen Teil der Züge, der Rest fährt über den Kopfbahnhof)
    5. 2032: Kopfbahnhof wird nicht mehr benötigt, Gäubahn bleibt vor den Toren Stuttgarts stehen
    6. 2032: S-Bahn wird fertig gestellt
    7. 2033: Pfaffensteigtunnel ist fertig

    Generell:

    • Organisation wird neu aufgestellt
    • Komplexe Prozesse sollen zuverlässig und zukunftsfähig gesteuert werden (Was haben die denn bisher gemacht???)
    • Ehrlichkeit und Realismus soll einkehren (War das also bisher nicht so???)
    • Digitaler Knoten wird in allen 3 Stufen realisiert werden (Vor allem, weil sowas ja meist immer gleich beim ersten mal klappt)
    • Reisende werden mehr in den Focus genommen (Vorher waren die Reisende also egal?)
    • Der unvermeidbare Schienenersatzverkehr soll verbessert werden (Also war der bisher nicht gut?)

    Das ist der Stand, nicht mit allen Details aber die wichtigen Punkte zusammengefasst. Insgesamt ist also das Jahr 2033 das Jahr der kompletten Fertigstellung (geplant)

    Es ist also noch jede Menge Arbeit zu tun und intern soll sich vieles ändern.

    Bahnchefin Evelyn Palla, Pressekonferenz zum Stand von S21

    Komplette Konferenz, zu einzelnen Themen kann so Stellung genommen werden, sonst wird es unübersichtlich:

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    Stoff

    Bahnchefin Evelyn Palla: Zeitersparnis Zürich - Stuttgart: 15 Minuten

    Bisher:

    • Zeit von Böblingen nach Stuttgart HBF: 21 Minuten (RE/IC)
    • Zeit von Böblingen nach Flughafen: 22 Minuten (S-Bahn)

    Danach:

    • Zeit von Böblingen durch Pfaffensteigtunnel nach Flughafen: 7 Minuten
    • Zeit von Flughafen durch Fildertunnel nach HBF: 6 Minuten
    • Wartezeit im Flughafen: 3-4 Minuten

    Wie kommt die also auf 15 Minuten Zeitersparnis Zürich - Stuttgart?

    Hinweis:

    • Verbesserungen an der Gäubahn sind nicht Teil des Projektes S21
    • Der Pfaffensteigtunnel ist offiziell auch nicht Teil des Projektes S21, allerdings ist S21 der einzige Grund warum der überhaupt gebaut wird, weil man die erste Murksplanung auf den S-Bahngleisen durch LE offensichtlich nie ernsthaft verfolgt hat. Er taucht aber nicht auf der S21 Kostenstelle auf, sondern wurde woanders hingeschummelt um S21 nicht noch teurer als 14,5 Mrd. € darstellen zu lassen.