Beiträge von Arwed

    Mit der neuen Oberschule und ihren Freianlagen wird die gesamte östliche Seite des Festplatzes neu gestaltet. Dazu gehört auch der Bereich nördlich der alten Halle. Wenn bald (?) die Straßenbahn durch die Hartmannstraße fährt, wird auch dieser Bereich komplett neu gestaltet sein. Die Halle wird dann optimal an Straße, Bahn und auch an die weiter aufgewertete Fuß- und Radwegeverbindung von der Innenstadt zum Kassberg angebunden sein. Direkt an die Halle wird dann eine 4-zügige Oberschule (670 Schüler + 50 Lehrer), eine 4- Feldsporthalle mit großer Tribüne und entsprechender Zuschauerzahl, eine Berufsschule, das Polizeipräsidium und ein Multiplexkino angrenzen.

    Ich denke, dass man das durchaus als attraktive Lage bezeichnen kann. Da geht auf jeden Fall was.

    Die Halle sieht aktuell recht banal aus, hat aber wirklich Qualitäten im Inneren und auch im Äußeren (Sheddach, historische Kranbahn, Rundbogenfenster, Sandsteinfriese). Extrem schade fände ich es, wenn die Halle im Mittelschiff eine Zwischenebene erhalten würde.

    Bezüglich der Belichtung würde ich mir gar keine Sorgen machen. Auch die „kleinen“ Fenster der Halle sind noch groß und wenn mal alle vermauerten Öffnungen an West- und Südseite geöffnet wurden, wird es da drin richtig hell. Dazu trägt nicht zuletzt auch das Sheddach bei.

    Als Resümee möchte ich noch sagen, dass für diese Ecke der Stadt wirklich goldene Zeiten anbrechen werden, wenn alles so startet, wie es sich jetzt abzeichnet.

    Die Fläche der alten Halle wird vor allem ein Kleinspielfeld aufnehmen. Der Rest wird Teil des gestalteten Schulhofes. Die Stellplätze kommen auf die Fläche vor dem Giebel der Schule an der Straßenecke.

    Klar, mache ich gerne. Also:
    Die nach barocken Plänen in den 20er Jahren hergestellten Gartenanlagen des Zwingerhofes ergänzen diesen erst zum Gesamtkunstwerk. Nichts daran finde ich langweilig. Die klein gerasterten Anlagen des Biedermeier erfüllten dieses Kriterium da schon viel eher.

    Mein kleiner Sohn rannte jedenfalls mit Begeisterung die Ornamente der Parterreflächen ab und hatte auch viel Spaß mit den Springbrunnen, wie ich auch.
    Im Übrigen muss ich die Orangenbäumen eigentlich nicht unbedingt jährlich dort stehen haben. Aber das ist auch ein Element welches den Zwinger noch wunderbarer macht.

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    Glücklich bin ich mit dem Haus nicht. Im Vergleich zu den benachbarten Hotel- und Bürogebäuden fällt die niedrige Geschosshöhe schon negativ auf. Der Block ist auch alles andere als kleinteilig.

    Positiv finde ich grundsätzlich mal die Wohnnutzung. Das tut der Stadt gut.

    Bezüglich der „Dresdner Verhältnisse“ sollte man auch bedenken, wie lang das Grundstück brach lag (inklusive Burggraben entlang der südlichen Grundstückskante).

    Da fallen mir aber mit Abstand schlechtere Bauten im Neumarktgebiet ein (Beispiele kann ich gerne nachliefern). Gold bzw. Messing trifft jetzt auch nicht so ganz meinen Geschmack, aber es passt ganz gut zum Orangegelb der Architekturgliederungen des Nachbarn im Quartier. Außerdem wird die auftrumpfende Wirkung des Hauses durch die nun gegenüber entstehende Bebauung erheblich zurückgenommen, was sicher auch von Anfang an beabsichtigt war.


    Der für mich (vermutlich aber wirklich nur für mich) gravierendste Kritikpunkt bezieht sich bei dem Haus auf die Nutzung. Hier war einst die bedeutende Kunstgalerie Arnold ansässig (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Galerie_Arnold). Heute sitzt hier eine 0815- Bäckereikette. Das finde ich wirklich eine vergebene Chance. Allerdings lässt sich eine Nutzung zugegebenermaßen schneller als eine Fassade wechseln.

    Arnold da will ich Dir gar nicht widersprechen. Chemnitz ist im kulturellen Bereich viel besser als sein Ruf. Die Position, die die Stadt im Rennen um den Kulturhauptstadttitel aktuell belegt, kommt ja nicht von ungefähr.

    Doch eine weitere große Kultureinrichtung kann ich mir für die Stadt einfach nicht vorstellen. Für eine Kunsthochschule in Chemnitz fehlt mir gar jegliche Vorstellungskraft.

    Ebenso ist eine IKEA- Innenstadtfiliale hier nicht so recht realistisch. Zwischen Wien und Chemnitz liegen da nun wirklich Welten.

    Das soll übrigens wirklich kein Chemnitz- Bashing sein. Ich bin seit Jahren und auch beruflich ganz aktuell mit der Stadt verbunden. Trotz vieler Fehler finde ich das Wiedererstehen der Innenstadt seit der Wende wirklich beachtenswert und ich hoffe, dass diese Entwicklung jetzt kein trauriges Ende nimmt. Vielleicht überrascht die Stadt mich ja auch und zieht ein wirklich innovatives Konzept aus dem Hut an das hier bisher noch gar keiner gedacht hat.

    Ich finde die Situation des Weggangs von Kaufhof für die Chemnitzer Innenstadt dramatisch. Natürlich muss nun für das Haus eine Lösung gefunden werden, doch fällt mir gerade dazu nichts realistisches ein. Hotels und Verwaltungsgebäude sind gerade erst im Bau, eine Shopping-Mall steht bereits nebenan. In die Technische Universität wird gerade kräftig investiert. Das Kaufhofgebäude muss zwingend ein Warenhaus bleiben, sonst sehe ich schwarz. Wie das aber gehen soll, weiß ich nicht.

    Ein Punkt, der bisher auch nicht zur Sprache kam, ist, dass in der Stadt Chemnitz mit dem Schocken und dem Tietz mit viel kommunalem und freistaatlichem Engagement bereits zwei Kaufhausbrachen einer neuen öffentlichen Nutzung zugeführt wurden. Freistaat und Stadt sollten sich nicht mit weiteren Kultur- oder Bildungseinrichtungen verzetteln.

    Der Entwurf sieht ganz nett aus, die Fassaden sind unauffällig aber OK. Gar nicht gefällt mir aber, wie weit das Gebäude die Flucht der Schweriner Straße verlässt. Den sicher sinnvollen Vorplatz sehe ich zur Ermischstraße hin viel besser angeordnet, wie er bei Peter Zirkel zu sehen ist.

    Hier hat man die Chance, urbane Dichte zu erzeugen und schießt ohne Not wieder so aus der Bauflucht heraus.

    Wozu DD1 gestalterisch fähig sind, haben sie in meinen Augen mit ihrem Beitrag für das Hotel Stadt Rom bewiesen.

    Die Wiedererkennbarkeit des gestalterischen Ausdrucks eines Büros halte ich auch nicht für eine Schwäche, sondern für das Gegenteil.
    Weiterhin zu fordern, für das Grundstück an der Konkordienstraße eine Eckbebauung zu planen, zeugt von absoluter Ahnungslosigkeit im Baurecht.

    Das stimmt alles schon, die Bereiche mit den Zeilenbauten sind nur mit viel Willen und entsprechender Wirtschaftlichkeit zu verdichten oder gar zu ersetzen. Ich setze da aber auch etwas auf die zu erwartende Verjüngung der Einwohnerstruktur. Gerade bezüglich der Wilsdruffer Vorstadt bin ich aber definitiv recht optimistisch. Das Gebiet verdichtet sich doch jetzt schon von seinen Rändern her. Die Bebauung um den Herzogin Garten und die Schützengasse, die westliche Randbebauung des Postplatzes, das Packhofgelände, vor allem aber das Kraftwerksgelände geben da schon ordentliche Impulse. Auch die Friedrichstadt entwickelt sich mittlerweile gut. Wenn das genug Fahrt aufnimmt, ziehen irgendwann auch die Großvermieter mit. Klar geht da auch immer mal wieder was in die falsche Richtung. Doch muss man sich doch nur mal ansehen, was da in den letzten 20 Jahren passiert ist und noch passiert.

    Man soll sich zwar nicht an negativen Beispielen orientieren, aber schaut mal in die (nördliche) Pirnaische Vorstadt. Das nenne ich Stagnation!

    Ich verstehe, dass die Anwohner den Status quo der grünen Wohnhöfe erhalten wollen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es Flächen der Pirnaischen Vorstadt mit weit mehr Grund zur Veränderung gibt.

    Doch begrüße ich trotzdem diesen Schritt der Verdichtung eines Innenstadtgebietes. Hoffentlich führt das zu noch mehr derartigen Entwicklungen. Dann sieht der Gürtel um die Altstadt vielleicht irgendwann nicht mehr so aus wie am Stadtrand.

    Die Neubauten finde ich in Ordnung. Da hat man von der USD schon schlechteres gesehen. Generell finde ich die Aufwertung der alten Fabrikbauten und die Nachverdichtung am Landgraben sehr gut. Die komplette Aufstockung um ein Vollgeschoss (ich meine nicht das Dach) der F6-Fabrik finde ich aber Mist. Das Gebäude wird dadurch viel zu hoch. Noch schlimmer finde ich die das Mansarddach des rückwärtigen Fabrikbaus entstellenden Dachgauben. Meine Freude über dieses Projekt ist also durchaus getrübt. Halt doch wieder typisch USD!

    Die Problematik des Hotels Stadt Rom ist wirklich verzwickt. Aus Richtung Neumarkt wäre die Bebauung sehr wünschenswert, um die Platzfronten zu vervollständigen und auch um die Wohnzeilen aus den 60ern zu verstellen. Aus Richtung von Kleiner Kirchgasse und Wilsdruffer Straße ist aber das Gegenteil der Fall. Hier stopft das Hotel den wichtigsten Zugang zum Neumarkt von Süden zu.

    Ich wünsche mir das wunderschöne Gebäude des Hotels an den Platz zurück und lehne doch jede Bebauung an der Stelle ab, weil sich die städtebauliche Situation insgesamt nicht verbessert und vor allem weil die ahistorische Verschiebung des Baukörpers für alle Zeit hier unverrückbare Tatsachen schafft. Meinetwegen sollten dort lieber weiter die Bäume wachsen.

    Schöni, ich möchte und werde mich deswegen nicht streiten, aber ein wettbewerblichen Dialog ist meines Wissens und meiner Meinung nach keinesfalls mit einem Realisierungswettbewerb vergleichbar.

    Schon das Werkstattverfahren für den Städtebau war in Bezug auf die mögliche Bandbreite an Entwürfen sehr eingeschränkt. Lediglich 7 Teilnehmer konnten teilnehmen, davon 4-5 Büros die immer wieder bei Werkstattverfahren in Dresden beteiligt werden. Immerhin schaffte es dabei der Exot unter den Teilnehmern auf das Siegertreppchen. Mit dem Städtebau bin ich ja noch durchaus zufrieden, wobei dieser durch den Entfall des Hochhauses (m.E. glücklicherweise) ja sogar stark verändert wurde.

    Der wettbewerbliche Dialog ist aber in meinen Augen nichts anderes als ein Investorenwettbewerb. Hier ist nichts besonders kreatives zu erwarten. Den eingebundenen Architekten werden von ihren auftraggebenden Unternehmen straffe Zügel angelegt werden und es wird irgendetwas Gefälliges herauskommen, dass möglichst wenig aneckt und sich vor allem gut mit dem Angebotspreis verträgt. Vielleicht haben wir Dresdener ja Glück und es entsteht ein schönes harmonisches Gebäude. Aber ich bin der Meinung, dass ein Teilnehmerfeld von 20-30 Büros eines beschränkt offenen Realisierungswettbewerbs, die ohne direkte Abhängigkeit von einem Auftraggeber arbeiten könnten, eine viel größere Bandbreite liefern würde als bei der laufenden Investorenausschreibung mit wenigen Firmen und deren unterbeauftragten Architekten herauskommen werden.

    Ich freue mich aber darauf, wenn ich falsch liegen sollte.

    Grundsätzlich finde ich es für die Stadt Dresden mal wieder recht armselig, für dieses wichtige Gebäude keinen hochbaulichen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben zu haben. 3 Entwürfe eines Investors lassen keine große Bandbreite zu.

    Ich kann ganz gut damit leben, dass die Keller erhalten aber nicht zugänglich sein werden. Wieviele Spas und Kellerrestaurants kann die Stadt brauchen? So bleiben die Mauern, Kellerböden und Gewölbeansätze mal ungeglättet im Original erhalten.