Beiträge von Arwed

    Es ist sicher nicht so, dass man eine große Halle, egal ob nun Fabrik-, Messe- oder eben Sporthalle, architektonisch nicht gut gestalten kann. Aber es ist absolut unmöglich, so einen riesigen Baukörper gut in eine Innenstadt zu integrieren, selbst in die von Chemnitz. Wer das behauptet, hat von Städtebau nicht den Hauch einer Ahnung. Die Halle wird schon einigermaßen auf die große Parkplatz- und Brachfläche hinter der Parteifalte passen. Doch dann steht da ein riesengroßes Bauvolumen, welches jegliche wünschenswerte kleinteilige Entwicklung für immer blockieren wird und das buchstäblich. Architektonisch würde da auch nur dann ein Schuh draus, wenn man den künftigen Investor dazu zwingen würde. Wenn sich hier mehrere Investoren mit gesteigertem Interesse um den Zuschlag bemühen würden, wäre da ein guter Anfang getan. Falls hier aber eh alles nur einem Interessenten mundgerecht auf dem Silbertablett angedient wird, kann ich mir das Ergebnis schon vorstellen.

    Die Halle in Baku erinnert mich an ein Stück Lasagne und steht offenbar an einer Art Stadtautobahn, soviel also zum Thema ansprechend gestaltete Architektur und städtebauliche Einbindung.

    Eigentlich wollte ich mich hier ja raus halten, aber diese Halle als Referenz konnte ich dann doch nicht unkommentiert lassen. Vielleicht könnte man sich ja mal ein paar Anregungen aus Aserbaidschan holen, wie man Planungsprozesse besser angehen kann. Möglicherweise hat man das ja auch schon getan.

    arnold, lass es gut sein. Du und ich schreiben über Stadtreparatur, andere finden es aber einfach toll, wenn hier nur irgendwas Großes hin gebaut wird. Chemnitz lebt von den Widersprüchen aus schön und schlimm. Dann wird es hier halt einfach nur etwas anders schlimm.

    Ein wenig dankbar könnten wir unserem Landesvater dann aber schon sein, „Brot und Spiele“ hat bei den Plebejern schließlich schon immer funktioniert.

    Die Kapazität der Hartmannhalle wurde erst vor kurzer Zeit erhöht und dürfte jetzt auch ausgereizt sein. Die Halle ist auch gut für den Vereinssport und nun auch als Schulsporthalle ausgelastet. Ich denke, diese Halle sollte man aus der Rechnung nehmen. Es gibt sicher auch gute Gründe, in der Innenstadt eine große Halle anzuordnen, wo zum Beispiel auch große Konzerte stattfinden können. Ich weiß nicht, was für Möglichkeiten da aktuell in Chemnitz bestehen. Ich bleibe aber dabei, dass das erstens nicht hinter der Parteifalte und zweitens nicht durch den Freistaat erfolgen sollte.

    Ich will gar nicht beurteilen, wie der Bedarf für eine Basketballhalle dieser Kapazität in Chemnitz aussieht. Doch gerade an der genannten Stelle hinter der Parteifalte besteht die tolle Möglichkeit, das Brühlviertel, die Kulturbauten um den Theaterplatz und die Uni kleinteilig mit der Innenstadt zu verknüpfen. Gerade hier einen Großbau hinzusetzen, wäre ein riesiger Fehler. Die Rede ist allerdings von einem Kultur- und Sportcampus. Wie sich zur Sportnutzung die kulturellen Aspekte verhalten, ist zumindest mir nicht klar. Gegen Kultur ist in der Innenstadt gar nichts einzuwenden, gerade auch hier.

    Ein Punkt erschließt sich mir auch nicht: was hat der Freistaat Sachsen mit einer Sporthalle für einen Basketballverein zu tun? Außer, dass das Grundstück dem Land gehört, handelt es sich in keinster Form um eine Bauaufgabe, die den Freistaat als Bauherr etwas angehen soll. Nach meinem Gefühl geht hier nur der Ministerpräsident mit dem Füllhorn herum und schmeißt mit Ankündigungen um sich, um bei den anstehenden Landtagswahlen noch ein paar Prozente einzusammeln.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Das wäre der Tod für alle Hoffnungen, hier Stadtreparatur betreiben zu können. Ich hoffe, dass die Freie Presse nur über den Standort spekuliert hat und ein ganz anderes Areal vorgesehen ist. „Sport- und Kulturcampus“ klingt ja ganz gut. Ich hoffe aber, dass das nicht lediglich den Bau einer Sporthalle bedeutet.

    Der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Allerdings haben sich Stadt und Freistaat doch kürzlich zum dauerhaften Verbleib des Verkehrsmuseum im Johanneum geeinigt und ich finde, dass ein guter Teil des Reizes des Verkehrsmuseum gerade durch dieses Haus entsteht.

    Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, was einmal aus der Manufaktur wird. Die Lage erfordert aus meiner Sicht eine öffentliche Nutzung. Vielleicht gibt Volkswagen Haus und Grundstück an Stadt oder Freistaat ab.

    Eine gute Nutzungsidee habe ich dafür aber leider nicht.

    Du hast mich überzeugt, Du darfst mit der Rekonstruktion des Grottensaals beginnen!


    Nun aber Spaß beiseite. Natürlich gibt es historische Säle, die ohne Klimaschleuse auskommen und die Nutzung durch viele Personen aushalten müssen. Es ist aber doch ganz sicher so, dass das für diese Räume alles andere als ideal ist. Diese Säle gibt es aber nun einmal und aus den verschiedensten Gründen kann man sie nicht mit den annähernd idealen Bedingungen ausstatten.

    Beim heutigen Foyer des mathematisch-physikalischen Salons hat man aber die Bedingungen für ein modernes Museum umgesetzt. Du votierst jetzt aber quasi dafür, diese Bedingungen aufzugeben, um einen seit 200 Jahren verlorenen Raum für viel Geld wiederherzustellen. Wenn der Grottensaal in seiner Raumgestaltung wenigstens annähernd etwas mit der inhaltlichen Ausrichtung des Museums zu tun hätte.

    Versteh mich bitte nicht falsch, es wäre faszinierend zu verfolgen, wie die Rekonstruktion des Grottensaals erfolgen würde. Wenn ich an all die in den letzten Jahren rekonstruierten Raumgeometrien und -fassungen, sowie Fassaden im benachbarten Residenzschloss denke, bin ich nach wie vor begeistert von der hohen Qualität dieser Arbeiten. Ähnliches erhoffe und erwarte ich auch für den Marmorsaal im Zwinger und vielleicht auch für andere Räume in Dresden, doch nicht für den Grottensaal.

    Ich weiß nicht, wieviele Besucher der mathematisch-physikalische Salon im Mittel hat. Riesig groß wird die Frequentierung nicht sein. Dennoch ist eine ganzjährige und permanente Nutzung eine hohe Belastung für einen Eingangsraum. Der ganze Eingangsraum, d.h. der einstige Grottensaal ist quasi ein Windfang. Es kommt zu einem permanenten Eintrag von kalter Luft der zu einer Belastung mit Luftfeuchtigkeit führt. Dazu kommen rein mechanische Belastungen der Wand- und Bodenflächen. Kurzum, man kann den Saal vielleicht rekonstruieren. Danach muss er aber selbst museal genutzt werden und braucht das, was er jetzt aktuell selbst ist, ein Foyer.


    Mal von all diesen Punkten abgesehen: sollte man in Dresden nicht lieber Säle rekonstruieren, die darauf warten? Ich denke da insbesondere an den Saal im Palais im Großen Garten.

    Wie das Hotel im Detail an die angrenzende Parzelle anschließt, kann man leider nicht über altesdresden.de ermitteln (so toll diese Seite auch ist), weil die Karten nicht perfekt über dem Luftbild liegen.

    Bei den Planungen der Stadt passt das aber schon und ich finde es reichlich seltsam, wie man das hier lösen will. Bei einer rekonstruierten Fassade eine Achse weg zu schneiden, ist eine ganz schlechte Idee (siehe Frauengasse) und hier doch auch scheinbar gar nicht notwendig. Ich hoffe, dass das nochmal korrigiert wird oder andernfalls auf eine Rekonstruktion ganz verzichtet wird.


    Die neuen Gebäude östlich des Blockhauses dürfen von mir aus gern an ihre Vorgänger erinnern. Aber ich finde es absolut falsch, Rekonstruktionen auf verschobenen Parallelen auszuführen. Die Gebäude dürften gern auch etwas höher werden, um besser zum Finanzministerium überzuleiten. Allerdings finde ich es noch wichtiger, die Baumassen zu beiden Seiten des Blockhauses im Gleichgewicht zu halten.

    Das Material der „Brunneneinfassungen“ dürfte Stahlbeton sein. Das sind sicher erst einmal nur die neuen Fundamente und oben kommen darauf die alten Sandsteineinfassungen.


    Der Erkenntnisstand zum Grottensaal ist in der Broschüre des SIBs zum Zwinger von 2016 sehr gut dargestellt: https://www.sib.sachsen.de/dow…n_I_Zwinger_Dresden_1.pdf

    Man weiß demnach sehr viel über diesen Saal, wenn auch nicht alles. Mir stellt sich aber dennoch die Frage, ob man diesen bereits seit 200 Jahren verlorenen Raum rekonstruieren sollte, der jetzt zudem als Eingangsraum zu einem Museum benötigt wird. Beim Marmorsaal sieht das aus meiner Sicht etwas anders aus. Der Raum ist bestens dokumentiert und wird auch zukünftig wieder als Festsaal genutzt werden.

    Vielleicht sehen spätere Generationen das aber anders und der Grottensaal wird dann vielleicht doch noch rekonstruiert.

    @Elly Kny, vielen Dank für den Einblick in die Bautätigkeiten im Zwingerhof. Man braucht da schon ordentlich Geduld. Aber die langwierigen archäologischen Ausgrabungen haben sich aus meiner Sicht definitiv gelohnt. Ich bin gespannt, ob die Grabungen Auswirkungen auf die Platzgestaltung haben werden. Was die Säle betrifft, ist es beim Grottensaal so, dass es da keine Rekonstruktion geben wird. Der Saal ist als Eingangsbereich für den Mathematisch-Physikalischen Salon sicher unverzichtbar und ob hier wirklich eine Rekonstruktion möglich wäre, bezweifle ich auch. Beim Marmorsalon im Französischen Pavillon laufen aber meines Wissens die Planungen und wahrscheinlich auch schon Bauvorbereitungen für die Rekonstruktion. Auf Deinem Foto ist das Café der Gemäldegalerie im Deutschen Pavillon zu sehen.

    Ich verfolge die Debatte zu Oper und Schauspielhaus in Frankfurt nur am Rande und will mich da gar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aus anderen Beispielen in Deutschland leite ich nur ab, dass es nach meinem Eindruck schwerer ist, eine juristisch wasserdichte Fragestellung für ein Bürgerbegehren zu finden, als die dafür notwendigen Stimmen zu sammeln. Das finde ich schade.

    Meine Meinung als Außenstehender zum Thema in Frankfurt ist, dass ich es spannend finde, dass im heutigen modernen Baukomplex noch Reste des alten Schauspielhauses erhalten sind. Ich fände es schade, wenn die komplett verschwinden würden und würde sie eher wieder sichtbar machen. Die komplette Rekonstruktion des Gebäudes leite ich daraus aber ganz sicher nicht ab.

    Dem Richter seine Unparteilichkeit abzusprechen, geht gar nicht. Diese Unsitte greift leider wie eine Krankheit um sich. Allerdings stellt sich mir bei derartigen Verfahren schon die Frage, wie man der Meinungsäußerung von so vielen Unterzeichnenden Rechnung tragen sollte. Ich denke, dass es unabhängig von juristisch eindeutigen Formulierungen hier schon ein deutliches Votum gegeben hat. Diese Stimmen ungehört zu lassen, wäre aus meiner Sicht das falsche Signal. Die Frage ist, wie man so etwas besser machen kann. Für irgendein Thema engagierte Menschen haben nicht zwangsläufig Jura studiert, um zu gegebenenfalls komplexen Anliegen absolut wasserdichte Fragestellungen formulieren zu können.

    Mit dem erstplatzierten Beitrag kann ich wirklich sehr gut leben. Gerade die konsequente Dreiteilung in den Bereich um das alte Bahnhofsgelände, den Park in der Mitte und in ein dichtes Wohnquartier finde ich richtig gut.

    Der Park wird auch eine komplett andere Freianlagenqualität haben als der eher offene Raum an der Elbe. Hier ist jetzt bereits erkennbar, was das mal für ein dichtes Grün werden kann. So etwas gibt es in dem Stadtbereich bisher weit und breit nicht.

    Das Stadtquartier nach Nordwesten hat eine angenehme Dichte. Hier gefällt mir besonders auch die Fortführung der Allee der Gehestraße in das Quartier hinein und auch die Rundung am Puschkinplatz, die ich weit wichtiger finde als die an der Erfurter Straße.

    Was den Bahnhof betrifft, finde ich die Strukturen gut. Ob man alle Güterschuppen erhalten kann, wird sich zeigen. Notfalls baut man hier dann eben teilweise neu. Der Umgang mit dem alten Empfangsgebäude finde ich auch nicht ganz optimal. Hier hätte ich mir eine konsequente Wiederherstellung der ursprünglichen Baukörper gewünscht, um den arg fragmentierten Bestand wieder als einstige Einheit erkennbar zu machen. Das ist aber ein städtebaulicher Wettbewerb. Da kann in dieser Richtung schon noch etwas passieren.

    Bei dem halbrunden Baukörper ohne Dach handelt es sich übrigens um keinen Lokschuppen, sondern um die Umbauung einer Drehscheibe. Das sieht man hier gut: https://de.wikipedia.org/wiki/…erBahnhofLageplan1877.jpg

    https://upload.wikimedia.org/w…1.jpg?download&uselang=de

    Alles richtig. Das ist aber jetzt schon mehr, als ich mir hier früher zu Erträumen gewagt hätte. Für das geschlossene Platzbild des Wettiner Platzes ist die aktuelle Planung absolut ausreichend. Für die Alfred-Althus-Straße ist das nicht optimal, aber auch nicht unbedingt für alle Ewigkeiten das letzte Wort. Jetzt heißt es, auf eine gute Architektur zu hoffen.

    Wie Arnold darauf kommt, dass Du Architekt ist, hat sich mir auch nicht ganz erschlossen. Bitte nicht übel nehmen, aber Deine Äußerungen lassen eigentlich ziemlich deutlich erkennen, dass Du von Baurecht überhaupt keine Ahnung hast. Ich weiß auch nicht, wie ich noch erklären kann, dass die Vorbereitungen für den Bau des Narrenhäusls wirklich kompliziert ist und langwierig vorbereitet werden müssen. Aber muss ich wirklich sagen, dass es eine ganz andere Hausnummer ist, an ein bereits bestehendes Gebäude zur Erschließung des Kellergeschosses eine Rampe anzufügen?

    Was die Firma Wiessner angeht, lässt der Blick auf deren Homepage meines Erachtens gut erkennen, dass die trotz langer Firmentradition ein mittelständisches Unternehmen sind. Das soll auch überhaupt keine Herabsetzung sein. Mit dieser Dimension (und da meine ich nicht die Gebäudegröße des Narrenhäusls) hat die Firma offenkundig keine Erfahrung. Wahrscheinlich deshalb sind die überhaupt noch dabei.

    Ich freue mich übrigens schon darauf in einiger Zeit in der SZ die Schlagzeile zu lesen: „Schon wieder Ärger beim Narrenhäusl - Firma Wiessner soll nun sogar auch noch archäologische Ausgrabungen finanzieren!“

    Ich kenne die Grundrissstruktur des Hotels auch nicht im Detail. Sicher ist aber, dass der Kernbau des Hotels ein barockes Gebäude mit komplett erhaltener Hofbebauung ist. Es gibt auf beiden Seiten des Hotels Garageneinfahrten. Offenbar liegt die ursprüngliche Tiefgarage im westlichen Gebäudeteil (oder unter dem Vorplatz). Um nun für die künftige Bebauung (!) zwischen Hotel und Blockhaus die oberirdischen Flächen frei zu bekommen, wurde unter dem östlichen Hotelflügel auch eine Garage angelegt. Falls es die auch dort schon gab, weiß ich nicht, wie die erschlossen wurde. Auf jeden Fall war diese Baumaßnahme erst die Grundlage, um überhaupt Platz für künftige Bebauung zu schaffen. Die Einfahrt wird man gestalterisch einbinden müssen, das aber auch können.

    Es liegt mir wirklich total fern, die Stadtverwaltung und insbesondere das Stadtplanungsamt zu verteidigen. Es gibt sehr viele Gründe, die Planungskultur und die planerische Kompetenz in dieser Stadt zu kritisieren. Ich denke, dass wir uns dazu alle einig sind. Doch ich sehe auch bei der Firma Wiessner bei diesem Bauvorhaben und auch anderswo in der Stadt einigen Grund, deren Auftreten zu hinterfragen.

    Was den Neustädter Markt und das Königsufer betrifft, muss man aber einfach auch verstehen und akzeptieren, dass man es hier mit einem wahnsinnig komplizierten Areal zu tun hat. Dagegen waren die stadtplanerischen Randbedingungen am Neumarkt wirklich sehr einfach. Wir sind aber vermutlich alle keine Insider und kennen bestenfalls einen Teil der Hintergründe.

    Um nochmal aufs Narrenhäusl zurückzukommen: es kann durchaus sein, dass die Stadt nicht allzu sehr motiviert ist, der Firma Wiessner entgegenzukommen. Das kann viele Gründe haben. Das Gelände am Königsufer ließe sich vielleicht mit dem Narrenhäusl besser vermarkten. Die Firma Wiessner hat mit der fortwährenden Einschaltung von Neumarktverein und Presse vielleicht auch viel Porzellan zerschlagen und Vertrauen verspielt. Vielleicht trat die Firma auch ganz einfach zu naiv auf, denn die stadtplanerischen Rahmenbedingungen mussten ganz ohne Zweifel erst geklärt werden. Wenn dem nicht so wäre, hätte die Firma doch einfach das Grundstück kaufen, das Haus planen und dann bauen können. Das geht aber eben nicht.

    Zuletzt ist es einfach so, dass das Narrenhäusl im Unterschied zum Königsufer insgesamt keine allzu große Priorität hat.

    Ich weiß, dass im städtebaulichen Wettbewerb zum Neustädter Markt / Königsufer das Narrenhäusl bereits enthalten war. Nichtsdestotrotz liefen und laufen hier Prozesse parallel. Weder die viel umfassendere Planung für dieses Stadtviertel ist baureif, ebenso aber auch bisher noch nicht das Narrenhäusl. Dass das Narrenhäusl bereits vor dem Wettbewerb dran war, unterstreicht ja aber gerade, dass die Firma Wiessner hier in ein Areal ohne städtebauliche Planung reingehen wollte. Als die damals mit dem Anliegen an die Stadt und natürlich auch wie üblich gleich an die Öffentlichkeit herantraten, war quasi noch gar nichts geklärt.


    Das Thema Lingnerallee vs. Herkulesallee sollten wir bei Bedarf an anderer Stelle diskutieren. Tatsache ist aber, dass die nun geplante Knickvariante erst durch Wiessners Versprechen ins Spiel kam, das Eckhaus Lingnerallee/Blüherstraße zu rekonstruieren. Damit sind die natürlich nicht schuld, dass hier vielleicht städtebaulicher Komplettmurks entsteht, dafür sind die gewählten Stadträte verantwortlich. Initiator ist die Firma dafür aber durchaus gewesen.