Es ist nicht entscheidend, ob das Haus der Statistik unter Denkmalschutz steht. Viel wichtiger ist, ob das Gebäude städtebauliche Qualitäten aufweist.
Areal „Haus der Statistik“
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^.... und die haben wir zu Genüge auf 34 Seiten hier dargelegt, Du kannst Dir gern die Seiten alle durchlesen. Den Gefallen sie Dir mundgerecht nocheinmal zu präsentieren, werde ich Dir nicht tun. Und jetzt zurück zum Thema!
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Ich denke, eine eher behutsame Weiterentwicklung im Stile der Moderne mit selektivem Erhalt (auch von nicht herausragenden aber erträglichen Bauten) bedeutet auch ganz pragmatisch betrachtet eine Chance für den Alex, relativ zeitnah ein stimmigeres Gesamtbild zu erreichen. Aktuell werden Lücken geschlossen und (Raum)Kanten hergestellt. Der Platz wird also gewissermaßen vollendet.
Es wird neben dem HdS auch das Memi in seiner aktuellen Form erhalten bleiben und nur die Fassade gereinigt und innen saniert. Das sind Entscheidungen, die ich so architektonisch und städtebaulich (!) nicht nachvollziehen kann. Natürlich sind dies günstige Wohnungen, aber die kann man doch erhalten, ohne dass das Memi in dieser Form weiter existieren muss. Und was mit dem TLG-Riegel geschieht steht leider auch immer noch in den Sternen. Reicht es nicht, einige Leitbauten stehen zu lassen und den Rest dieses städtebaulichen Irrtums langsam in die Neuzeit zu führen? Die Ostmoderne ist in Berlin nun wirklich nicht unterrepräsentiert.
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^Dazu hatte ich doch aber auch schon was geschrieben:
Man kann und darf sich natürlich trotzdem streiten, welche Bauten nun wirklich (auch optisch) langfristig erhalten werden sollten.
Ich bin da nicht festgelegt auf "fast alles muss bleiben" oder "das meiste muss weg". Je nach Nutzung/Besitzverhältnissen kann man da schon diskutieren, was wünschenswert wäre (oft ist es ohnehin eine eher hypothetische Debatte).
Das sollte man dann aber bitte Fall für Fall in den entsprechenden Threads behandeln. Denn in manchen Fällen ist bereits die Kubatur ein massives Hindernis, in anderen lediglich die Fassade misslungen. In wieder anderen Fällen, wie hier eben, bin ich weder komplett glücklich noch todunglücklich mit dem Bestandsbau und sehe ein Für und Wider. Dazu habe ich jetzt auch schon genug geschrieben.
Ich bin bei so vielen Baustellen wie aktuell am Alex ohnehin ein Fan davon, auch mal durchzuatmen und zu warten, bis die Gerüste fallen. Meine aktuelle Erwartung ist, dass wir den Alex bald anders und etwas versöhnlicher wahrnehmen werden, weil er dann vollständiger und eindrucksvoller rüber kommen wird.
Und eine Beobachtung zu anderen Standorten betrifft auch das HdS: Wenn Türme entstehen, ziehen die viele Blicke auf sich und der Rahmen drum herum darf etwas weniger spektakulär aussehen.
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Oder wir reißen gleich alles ab, was irgendwas mit Diktatur, Militarismus, Monarchie, Kapitalismus und Sozialdemokratie zu tun hat.
Eigentlich ein sehr wertvoller Hinweis darauf, was seit 1933 zumindest bezüglich Denkmäler geschah und immernoch geschieht.
Hier wurde abgeräumt, verschoben und wird leider immernoch unter teilweise verwunderlichen Vorwänden in Depots versteckt und einige bedeutende Wiederaufstellungen verzögert und verhindert. (Denkmäler der braunen Diktatur sind selbstredend tabu und die der roten Diktatur auf Tabus zu überprüfen)
Aber das nur am Rande und bitte an dieser Stelle nicht weiter diskutieren !!!
Ich denke auch daß Flächenabrisse um den Alex nicht die Lösung gewesen währen.
So wie es jetzt saniert wird ist es doch recht akzeptabel.
Man darf dabei nicht vergessen, daß sich hier eines der prägendsten städtebaulichen Bereiche einer für viele ungeliebten Zeit befindet und eben kein x-beliebiges Plattenbauviertel.
Deshalb sollte man dieses auch in Teilen erhalten.
Die reine Dominanz des DDR-Städtebaus verliert sich doch schon jetzt immer mehr.
Der Alex sieht eben nichtmehr wie zu DDR-Zeiten aus und verliert mit den beiden im Bau befindlichen Hochhausbauten und den beiden im Baustopp befindlichen und anderen Neubauten weiter an Dominanz.
Wenn man das dann nicht als Verdrängung sondern vielmehr als ergänzende Weiterentwicklung versteht ist das in diesem von moderne geprägten Gebiet doch ganz ok.
Und da es am Alex sicher keine wiederentstehende Altstadt geben kann, ist der jetzige Weg einer Mischung aus Sanierung und Neubau meiner Ansicht nach nicht die schlechteste Lösung.
Denn wenn man ehrlich ist würden Flächenabrisse und Neubau nicht unbedingt schöneres hervor bringen.
Gruß, Jockel
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Also vor dreißig Jahren hätte ich auch gesagt: "Alles weg und das so schnell wie möglich" was dort auch nur ansatzweise nach DDR aussieht. Aber es hat sich gezeigt, das einiges davon sehr erhaltenswert ist, anderes dagegen deutlicher länger Bestand hat, als es selbst bei pessimistischsten Erwartungen vorstellbar gewesen ist.
Wenn man von der Prämisse ausgeht, dass ein Gebäude nichts dafür kann, in welcher Zeit es gebaut wurde (das war bei der ein oder anderen Rekodebatte auch Konsens) dann geht es doch schließlich nur um die Frage, ob es ein Konzept für eine Nutzung gibt, oder ob der Eigentümer eine andere Verwertung (bis hin zum Abriss) vorsieht.
Das ist nunmal beim HdS eindeutig beantwortet
Hier haben wir immerhin den Vorteil, dass es ein Ensemble gibt von jenseits des Frankfurter Tors bis zum Haus des Berliner Verlags, auch wenn das manchem nicht gefällt. Aber wenn es tröstet, es gibt auch noch genug Ensemble aus den anderen untergegangenen deutschen Staaten und Reichen, deren Existenz ebenfalls nicht angezweifelt wird.
Das Memi halte ich übrings uneingeschränkt für fürchterlich. Der Eigentümer scheint hier allerdings andere Vorstellungen zu haben. Dann ist dem leider so und ich versuche da nicht hinzugucken.
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Die Memi-Diskussion sollten wir hier nicht immer und immer wieder führen. Das Memi gehört der WBM und die wird das Gebäude mit ziemlicher Sicherheit weder verkaufen noch abreißen. (Ich hatte mit einem Vertreter der WBM darüber korrespondiert). Vielleicht kommt ja mal ein neuer Anstrich, aber mehr werden wir in den nächsten 15 Jahren nicht erleben.
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VOCO Hotel am Alexanderplatz
[mod]Das BV wurde hier bereits von Bauhelmchen vorgestellt. Da immerhin zwei weitere Bilder zu sehen sind, lasse ich den "Doppelmoppel" mal stehen. [/mod]
Merlin hatte im Wilhelmstraßen-Thread das neue Voco-Hotel am Alexanderplatz erwähnt. Da ich darüber nichts gefunden habe, hier ein paar Infos:
Es entsteht nördlich des Areals "Haus der Statistik" an der Mollstraße 4 auf dem Gelände des ehemaligen Mercure-Hotels (Insider wissen natürlich, dass hier kein Alexanderplatz mehr ist, aber aus Marketing-Gründen liegen ja viele Hotels hier "am Alexanderplatz").
Novum Hospiality plant an der Stelle ein Hotel unter dem Namen "VOCO" mit insgesamt 440 Gästezimmer sowie eine BGF von 14.650 m². Der Beginn der Baumaßnahmen ist für Mitte 2026, die Fertigstellung des Gebäudes ist für das zweite Halbjahr 2028 vorgesehen. Es gibt eine Pressemitteilung vom 2.6.2025 dazu.
Es gibt auch zwei Visualisierungen. Die sind aber nicht sehr aussagekräftig, weil der Gesamtanblick des Gebäudes fehlt.
Copyright: Novum Hospitality
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^ Betonkopf hatte hier schon mal andere Visus zu dem Projekt gepostet. Scheint mir ein ähnlicher, aber nicht der gleiche Entwurf zu sein. Material und Formensprache sind anders, die Nutzung auch. Vermutlich eine Überarbeitung, nachdem sich ein Investor gefunden hat.
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Architektenkind das Büroprojekt ist Geschichte. Es entsteht ein Hotel betrieben von der Novum Hospitality und der IHG Group. Projektentwickler ist die Hilpert Gruppe
(Kann dann weg)
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Das Argument für den Abriss des Bestandsbaus war, dass man statt einer Hotel- eine Büronutzung mit größeren Deckenhöhen und anderer Grundrissaufteilung benötige. Kurz nach Abschluss des Rückbaus favorisiert man wieder einen Hotelneubau. Das hängt wahrscheinlich mit den veränderten Marktbedingungen zusammen, ist aber dennoch unglücklich.
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^ Die ehem. Platte (siehe erstes Bild von KaBa1) wurde ja bereits abgerissen, siehe auch hier.
Nochmal ein WW-Bild des aktuell brachliegenden Grundstücks:

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Ich wünschte so manch ein Altbau würde mit genauso viel Liebe saniert werden, wie es beim Haus der Statistik der Fall ist. Das Stadtbild wäre um so einige Giebel, Stuckaturen und edle Ladenschilder reicher.
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Tja, Altbauten haben meist - anders als dieser symbolträchtige und identitätsstiftende 0815 Klotz, der an Zeiten erinnert als alle Statistiken fantastisch waren - das nätürliche Defizit, dass sie nicht zwischen 1949 und 1989 gebaut wurden.
Polemik beiseite, ich denke in Berlin wurden und werden auch viele Altbauten erhalten und wiederhergestellt.
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Die Kaffeetasse und der Schriftzug machen das Gebäude erträglich.
Ich hätte den Schriftzug gern links anstelle der zentrierten Position gesehen. Vielleicht sogar über Eck, zwecks Adressbildung. So könnte man auch rechts vor dem Gebäude einen Hochpunkt platzieren, der die schwierigen städtebaulichen Situationen auffängt und vermittelt.
Den Inhalt „allesanders“ verstehe ich weiterhin nicht. Letzter Stand waren glaube ich 250 Mio Sanierungskosten, 5300€/qm, herkömmliche Bauweise, Mischnutzung, teure Subventionen etc..
Wenn man sich nun so plakativ „allesanders“ aufs Dach packt, gegen was genau zielt das dann ab? - ehrlich gemeinte Frage.

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Architektonisch finde ich das Gebäude gar nicht mal so schlecht. Vom Sanierungsgrad inkl. Detailausbildung sogar ziemlich spannend. Teilweise sehe ich sogar Feingefühl für Details.
^für Berliner Maßstäbe überdurchschnittlich.
Was jedoch (weiterhin) abstößt, ist die städtebauliche Einbindung von sämtlichen Seiten und die lange Übermaßstäblichkeit der Kubatur.
Es wirkt aus Fußgänger-Perspektive dadurch extrem unbehaglich. - in meinen Augen aber korrigierbar (wenn ein Wille aufkommt).
Ich bin mir nicht sicher, ob der politische (demokratische?) Beigeschmack dem Gebäude so viel Gutes tut. Anstelle von „allesanders“ hätten die Initiatoren dem Haus auch einen riesigen beleuchteten Mittelfinger aufs Dach packen können. - gegen wen der auch immer gerichtet sein mag…
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Für mich eine gelungene Sanierung des gesamten Komplexes. Gut, dass man da nicht die Abrissbirne geschwungen hat. Mit dem Einzug der Behörden im Querriegel und der Kreativen im Kopfbau wird sich das Gelände sukzessive beleben. Auch die Leuchtreklame finde ich gelungen. Wie man sich hierüber aufregen kann, ist mir schleierhaft. Spießbürgerlichkeit galore.
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Für mich besteht einfach ein eklatantes Missverhältnis zwischen den aufgewendeten Mitteln und dem erzielten Ergebnis.
Neben den hier bereits ausführlich erörterten städtebaulichen Defiziten, die das Stadtbild auf Jahrzehnte weiter prägen werden, orientiert sich auch der Innenausbau mit seinen langen Fluren und kleinteiligen Bürozellen an einem anachronistischen Raumkonzept und wird den Ansprüchen an eine moderne Arbeitsumgebung nicht mehr gerecht.
Möglicherweise trifft dies nur auf die vom Finanzamt genutzten Bereiche zu und wurde explizit so angefordert?
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