Beiträge von Architektur-Fan

    Schaut man Altstädte in Regionen an, die schon länger diese Hitze haben, wie z.B. in Barcelona, sieht man keine Bäume, sondern dichteste Bebauung mit massiven Wänden.

    Du scheinst ja ein echter Spanien-Kenner zu sein. :-)

    Das Bild zeigt zwar keinen Platz in Barcelona, aber in Sevilla. Meines Wissen befindet sich Sevilla auch in Spanien und liegt sogar südlicher als Barcelona.


    Patio de los Naranjos, Sevilla:

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    Quelle: Wikipedia

    https://es.wikipedia.org/wiki/Patio_de_los_Naranjos_(Sevilla)


    Fazit: Anordnung von Bäumen im Verbund

    - Verbessert das Kleinklima :thumbup:

    - Sieht gut aus:thumbup:

    Wenn ich mir die Pflasterarbeiten anschaue, dann frage ich mich, ob da noch Bäume hinkommen? Zumindest kann ich keine Aussparungen für Bäume erkennen. Viel Stein, aber leider nur wenige Bäume. In Stuttgart scheint es sich noch nicht herumgesprochen zu haben, dass der Klimawandel die Innenstadt zukünftig zu einem Backofen verwandeln wird. Dort möchte ich im Sommer keinen Büroarbeitsplatz haben.


    Es ist so einfach, das Mikroklima zu verbessern. Ein einzelner Baum ist nicht in der Lage, das Klima entscheiden zu beeinflussen. Wenn Bäume allerdings in einem Verbund platziert werden, verändert sich die Situation entscheidend. Bäume - in Baumverbänden - können im Sommer in ihrer direkten Umgebung die Temperatur deutlich absenken. Es würde bereits ausreichen, an der Rückseite des Neubaus zwei Baumreihen zu pflanzen. Z.B. in zwei Reihen mit jeweils vier Bäumen, also ein 2*4 Baum-Verband.


    Die Wirkung von Bäumen und Fassadengrün auf das Mikroklima wird in Deutschland immer noch unterschätzt.

    Das Berliner Schloss ist halt gewachsene Baugeschichte mit Brüchen und als solches muss man es auch richtig verstehen und interpretieren. Ich wünschte mir nur ab und an, dass man etwas mehr auf Schlüters Konzept schauen würde und sich nicht noch obendrein verunklärende Zutaten aus der Kaiserzeit, oder der Renaissance zurückwünschen würde.

    Du sprichst also von gewachsener Baugeschichte. Indem du die Architektur der Kaiserzeit als "verunklärend" bezeichnest, akzeptierst du die wilhelminische Epoche seltsamerweise nicht als gewachsene Baugeschichte. Die Architektur der Kaiserzeit muss einem nicht gefallen, aber sie ist genauso ein erhaltenswerter Teil der Baugeschichte wie die Architektur anderer Epochen.


    So so, die architektonischen Zutaten aus der Kaiserzeit sind "verunklärend", während die Zeugnisse barocker oder klassizistischer Architektur als "höchstes europäisches Niveau" gepriesen werden .... ähm, reden wir eigentlich noch über Architektur? Oder willst du einfach nur politisch korrekt sein? Vielleicht möchtest du noch eine abfällige Bemerkung über den preußischen Militarismus machen. Das tut zwar nichts zur Sache, aber das kommt heutzutage immer gut an. Und die Leserschaft liest das gerne.

    • Kunsthistorische Sicht: Die Barockfassaden Schlüters und Eosanders waren und sind wieder eine Berühmtheit auf höchstem europäischem Niveau.

    Da bin ich mir nicht so sicher, ob die Barockfassaden auf höchsten europäischem Niveau mitspielen. Ich erinnere mich an die unzähligen Debatten über die Qualität der Barockfassaden, die hier im Forum geführt worden sind.


    Von der skulpturalen Wirkung her können die Berliner Barockfassen weder mit der Würzburger Residenz noch mit dem Stockholmer Stadtschloss mithalten. Das Stockholmer Stadtschloss ist ja bekanntlich das Vorbild für das Berliner Stadtschloss gewesen, während die berühmte Würzburger Residenz das barocke Referenzobjekt in Deutschland darstellt. Bereits vor der Zerstörung des Stadtschlosses wurden die Barockfassaden Schlüters und Eosanders ziemlich hart kritisiert. Das Berliner Stadtschloss hatte nur deswegen einen europäischen Rang, weil es in seiner Gesamtheit – inklusive des Schlüterhofes - ein hervorragendes Ensemble gebildet hat.

    • Der gesamte Innenraum des HF- Neubaus ist unter modernen Museumskriterien mit großen Ausstellungsräumen, Raumfolgen, funktionalen Stockwerkserschließungen und Verkehrswegen geplant und erstellt. (Über Details kann man immer streiten!). Zu diesem Raumprogramm passen Schlüters und Eosanders großflächige, geradlinige Barock-Fassaden einschließlich der Portale ausgesprochen gut.

    Soll das eine Satire sein?


    Du bewertest, ob die Barock-Fassaden zum modernen Raumprogramm passen .... ernsthaft? Du weist aber sicher, dass es den Protagonisten des Wiederaufbaus zuallererst um die Barock-Fassaden gegangen ist. Die Barock-Fassaden waren die Basis. Und du drehst den Sachverhalt um 180 Grad. Du stellt die Dinge dar, als ob die modernen, funktionalen Innenräume die Basis darstellen würden und die Barock-Fassaden lediglich einen Zusatz darstellen würden. Entschuldige bitte, aber diese Art der Argumentation ist abstrus!


    • (Über Details kann man immer streiten!)

    Das sind keine Details. Offenbar gibt es hier ganz grundlegende Missverstände.


    Das Stadtschloss ist einer der ganz wenigen Orte in Berlin, wo sich die Traditionalisten durchsetzen konnten. Ansonsten wird in Berlin grundsätzlich modern gebaut. (Selbst der mittelalterliche Molkenmarkt wird wieder modern aufgebaut, um nur ein Beispiel zu nennen). Warum können die Modernisten den Tradititionalisten nicht gönnen, dass wenigstens das Humboldt-Forum in traditionellem Stil aufgebaut wurde? Warum können die Modernisten nicht einfach ihre Finger vom Stadtschloss nehmen?


    Sie ist Ruhe ausstrahlend, zusammen mit Treppen und Rampen sogar edel, großzügig und funktional, trotz großem Kontrast zu den Barockfassaden, durchaus passend im Stil und in der Klarheit.

    Funktional? ..... Klarheit?


    Hier geht es nicht um Funktion. Hier geht es um Repräsentativität.


    Es geht hier um das Stadtschloss ... und nicht um die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe. Vielleicht wäre es besser, wenn der Moderator deinen Beitrag in den Thread zum Kulturforum verschiebt. Vielleicht möchten sich die Liebhaber der Moderne lieber im Kulturforum über Klarheit und Funktionalität unterhalten. Dort wären solche Argumente jedenfalls besser aufgehoben. Wenn es um die Fassade des Stadtschlosses geht, ist Funktionalität fehl am Platz.

    ^ Ein furchtbares Monster!


    Kubatur und Fassadengestaltung - zum Kudamm hin - sind der städtebaulichen Situation nicht angemessen. Immerhin haben wir hier eine prominente Eingangssituation, da hier der kilometerlange Kudamm beginnt. Wie konnte die Stadtbauverwaltung dieses Projekt genehmigen?


    Vorne am Kudamm hätte man diesen langen Riegel mit einem Hochpunkt abschließen können. Und wenn man schon keinen Hochpunkt setzt, hätte man zumindest die Fassade filigraner gestalten können.


    Die Monster aus den 1970er Jahren hatten wenigstens den Mut zur Hässlichkeit. Und waren meistens viel origineller als dieses langweilige Q Eins. Das Ergebnis ist eine langweilige Frechheit!

    "die Farben, der Fassadenmix auf kleinster Fläche, die visualisierte Leuchtreklame verschiedenster Stile, ..."


    Die genannten Zutaten empfinde ich als sehr positiv, da sie Urbanität erzeugen. Daher gefallen mir auch die Visualisierungen recht gut. Aber dein Einwand ist schon berechtigt. Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass das Ergebnis "gekünstelt" wirken könnte. Architekten/Stadtplaner/Investoren können einiges dafür tun, damit ein Stadtviertel urban wird. Aber man kann Urbanität nicht zwanghaft verordnen. Insofern ist es halt immer ein schmaler Grat, auf dem sich die Verantwortlichen bewegen müssen.

    Zentrales Problem ist meines Erachtens die zerschneidende Wirkung der neuen Potsdamer Straße ...

    Das ist abstrus. Jetzt ist also die Potsdamer Straße schuld, weil das Konzept der Stadtlandschaft hier nicht funktioniert. Die Potsdamer Straße ist deutlich älter als die moderne Idee der Stadtlandschaft. Nicht die zerschneidende Wirkung der Straße ist das Problem. Sondern die Tatsache, dass man die Stadtlandschaft direkt an der Potsdamer Straße realisieren wollte.

    Sieht bereits alt aus, wenn er noch gar nicht fertig ist.

    Warten wir doch erstmal ab, bis er fertig ist.

    Beim Spin ist genug Fassadenmaterial angebracht, um einen ersten Eindruck zu erhalten. Und da muss ich Monasterium (leider) recht geben. Die Verglasung der Fassade wirkt, als ob sie aus den 1980er Jahren stammen würde. Die Fassade erinnert mich an den Vorspann von den US-amerikanischen TV-Serien wie Dallas und Denver-Clan, die in den 80er Jahren im deutschen Abendprogramm zu sehen waren. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Aber diese Fassade wird definitv kein zeitgemäßes Bild abgeben.

    ^ Danke.


    Vermutlich Diebstahl oder man hat wieder mal vergessen wohin man sie ausgelagert hat.

    Bei Auflösung des Lapidariums in Mitte soll ja ein beträchtlicher Teil mit Verkauf des Gebäudes vergessen worden sein.

    Solch ein Zufall, dass man mal wieder "vergessen" hat, mit Kunst & Architektur aus der Vorkriegszeit verantwortlich umzugehen. Der Umgang mit Kunst & Architektur aus der Vorkriegszeit ist in Deutschland - ganz grundsätzlich - zum Vergessen!