Beiträge von Arctus

    Dekoratives Anführungszeichen

    Hier liegt nach meinem Ermessen etwas der Ruch in der Luft, dass hier eine gut vernetzte „Kreativen“-Gruppe auf Kosten der Allgemeinheit in einer für einen dreistelligen Millionenbetrag sanierten ehemaligen Ruine in bester Lage residieren will.

    Die Förderung kreativer Nutzungen ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Es kann schließlich niemand erwarten, dass sich solche Projekte zu marktüblichen Mieten selbst tragen. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass dieser Ort groß über sich hinausstrahlen wird und sich die Investition damit zumindest kulturell auszahlt. Wenn die "Kreativen" letztendlich hauptsächlich unter sich bleiben, hätte es auch ein altes Bürogebäude weiter außerhalb getan.

    Für mich besteht einfach ein eklatantes Missverhältnis zwischen den aufgewendeten Mitteln und dem erzielten Ergebnis.

    Neben den hier bereits ausführlich erörterten städtebaulichen Defiziten, die das Stadtbild auf Jahrzehnte weiter prägen werden, orientiert sich auch der Innenausbau mit seinen langen Fluren und kleinteiligen Bürozellen an einem anachronistischen Raumkonzept und wird den Ansprüchen an eine moderne Arbeitsumgebung nicht mehr gerecht.

    Möglicherweise trifft dies nur auf die vom Finanzamt genutzten Bereiche zu und wurde explizit so angefordert?

    Bemerkenswert, wie sich die städtische Silhouette aus der Perspektive der Weidendammer Brücke verändert hat. Berlinian, Park Inn sowie das Punkt-Hochhaus am Hackeschen Markt bilden nun ein harmonisches Ensemble, dessen vertikale Staffelung eine podiumartige Komposition erzeugt. Erfreulich für mich ist dabei die deutliche Abmilderung der bislang dominanten Erscheinung des 70er-Jahre-Baus am Hackeschen Markt mit seiner monotonen Satellitenstadt-Fassadensprache.

    Besten Dank Bauhelmchen! Genau das Gebäude meinte ich. :)

    Bis auf den Eingang, welcher also keine Durchfahrt ist, hatte ich keine konkreten Erinnerungen an die äußere Gestalt. Auch nicht an die fehlende räumliche Struktur im Mauerwerk der restlichen Fassade.

    Liebe Foren-Community,

    vor einiger Zeit wurde hier in der Berlin-Sektion ein Bauprojekt mit einer interessanten Backstein-Fassade begleitet. Das Besondere an dem entstandenen Gebäude ist der trompetentrichterförmig gemauerte Übergang von der Fassade in die Tordurchfahrt. Ich erinnere mich allerdings nicht mehr, wo das gesuchte Objekt verortet ist und kann es daher nicht wiederfinden. Hat jemand von euch eine Idee, welches Gebäude ich meine und kann mir den Link zu dem entsprechenden Beitrag bereitstellen?

    Der Schriftzug mag mit der geplanten kulturellen Nutzung im Einklang stehen, doch angesichts der grauen, monotonen Fassade wirkt er eher wie ein ironisches Statement. Der Gegensatz könnte kaum eklatanter sein: Während der Anspruch auf Vielfalt und Veränderung verweist, bleibt die Architektur ein Monolith der Stagnation. Wie soll hier kreative Energie aufblühen, wenn das Gebäude selbst in seiner Tristesse verharrt? Hätte man wenigstens den Mut gehabt, mit einem großflächigen Mural ein echtes Statement zu setzen, anstatt auf belanglose, messingfarbene Quader zurückzugreifen, die so wenig „anders“ sind wie der Rest der Fassade.