Beiträge von Monasterium

    "Transformation" Hammer Straße 66-68 (32 WE plus Gewerbe)

    Hier mal Screenshots aus Instagram, da es sonst keine Bilder zu diesem Projekt gab. Ein Gebäude wird wohl neu errichtet. Ich vermute aber, dass es insgesamt 32 WE sind. Viel neuer Wohnraum wird vrmutlich nicht geschaffen, da die Bestandsbauten nicht aufgestockt werden. Die Fassaden muss man abwarten.

    Kreativ-Kai von Landmarken AG (115 WE, Hotel, Gewerbe, zuletzt hier)

    Und hier noch ein paar neue Bilder dazu. Architekt ist natürlich wieder Kleihues. Teil des Projekts ist auch ein 50 Meter hohes Hochhaus, was das Hotel mit 200 Zimmern und Rooftopbar beherbergen soll. Ein solider Entwurf, bei Kleihues weiß man, was man bekommt. Der Bau orientiert sich auch sehr stark an dem Fiege-Gebäude auf der anderen Seite mit dem Klinker und dem gefärbten Beton. Vor allem bei den drei Blöcken wäre noch eine Farbvarianz oder architektonische Abwechslung wünschenswert gewesen.

    Ich muss schon sagen, dass mich die fehlende Symmetrie immer noch nervt. Vielleicht gibt sich das noch, aber entweder eine komplette Öffnung der letzten Etagen oder zumindest zwei offene Seiten hätten dem Abhilfe geschaffen. Hätte aber wahrscheinlich auch nicht gut ausgesehen, da es wechselweise staucht oder einen seltsamen zwei Elemente breiten Nippel an der Spitze ergeben hätte.

    Neubau Dommuseum, Alter Steinweg (zuletzt hier)

    Das Dommuseum ist eröffnet. Der Eintritt ist frei, das Gebäude ist noch nicht ganz fertig. Ich habe mich auch in die oberen Etagen geschlichen. Da ist sehr viel Platz. Sie sind allerdings über einen Eingang im Hof zugänglich, also nicht über den normalen Eingang. Könnte also sein, dass diese Etagen nach der Fertigstellung entweder der Verwaltung vorbehalten sind oder von der Kirche teuer vermietet werden.

    Diese beiden sind Kunst. Ob sie nur temporär sind oder bleiben weiß ich nicht.

    Im Innenhof ist noch Einiges zu tun.

    Hier der besagte Nebeneingang.

    Er führt zu einer netten runden Treppe. Die oberen Etagen sind wie gesagt noch Baustelle, in den anderen sind bereits unter Anderem Büros der Verwaltung eingerichtet worden.

    Und nochmal das Schohaus.

    Wenn die Straßenschneise nicht angefasst wird, dann wird sich an der wüstenartigen Anmutung nichts ändern. Das Hotel ist zwar nicht unbedingt schön, aber ist für mich immerhin ein Hochpunkt und ein ertragbarer Stilbruch, der die DDR-Vergangenheit sichtbar macht. Nur durch den Abriss des Hotels wird die städtebauliche Problematik dort niemals gelöst werden. Zumal es auch für Publikumsverkehr auf dem ansonsten häufig menschenleeren Platz sorgt.

    Es ist nicht nur der Klinker, sondern es sind auch die billigen weißen Fenster. Weiterhin sieht der Verbindungsbau aus als stünde er in Minsk. Wenn es Wettbewerbe gibt, die mit solchen Renderings gewonnen werden, dann ist es einfach unredlich, wenn das Ergebnis dann so sehr davon abweicht. Und nochmal: es geht um einen Bau überhalb eines Digitalmuseums. Wollen wir so unsere Zukunftsgewandtheit und Modernität darstellen?

    So langsam sollte man irgendein Verfahren entwickeln, wie man diesem Renderbeschiss Herr werden kann. Auch wenn sich natürlich im Bauprozess noch Dinge ändern können, so kann es einfach nicht sein, dass man DIESES Ergebnis abliefert nach der oben zu sehenden Visualisierung. Dass dieser hässliche Kasten da jetzt Jahrzehnte stehen wird und auch noch über einem Museum für digitale Kunst (!) errichtet wurde, zeigt wunderbar die völlig verkümmerten ästhetischen Möglichkeiten, die unser Bausektor in weiten Teilen noch hat.

    Es ist halt leider einfach trist. Auch wenn es eine bessere Gestaltung hat, als die vielen schlimmen Kästen in der Gegend, so orientiert es sich doch einfach am Bestand und der ist zu 95 Prozent fürchterlich. Diese graue Verbeigung der Otto-Braun-Straße lässt einen innerlich recht betroffen zurück.

    Bei einigen Bauherren kommt es allerdings nicht sehr auf die Umgebung an. Ich habe noch nie ein ansprechendes Hoiiday Inn gesehen.

    Neubauten Hamannplatz, Coerde

    Soweit ich weiß war das hier noch gar kein Thema. Am Hamannplatz wird gerade ordentlich umgebaut. Der sogenannte Coerde Markt, ein Gebäude für die Nahversorgung ist bereits fertig, ein Stadtteilzentrum wird nun ebenfalls errichtet. Insgesamt ist bei vielen Stadtteilen die fehlende Mitte ein Problem. Der Hamannplatz war vorher ein fürchterlicher Platz mit unattraktiven Flachbauten aus den 70ern (vermutlich). Hoffentlich ergibt sich damit ein lebendiges Zentrum.

    Auf der rechten Seite sieht man das enststehende Stadtteilzentrum.

    Eine etwas nichtssagende Visu fürs Stadtteilzentrum gibt es auch

    Quelle: bbp Architekten

    Kiesekampweg Coerde (165 WE, zuletzt hier)

    Eine sehr ordentliche Architektur für einen Stadtteil, der architektonisch ziemlich geschunden ist.

    Die Gebäude sind teilweise mit Brücken auf dem Dach verbunden.

    Ausblick auf einen der Altbauten, eventuell das Gebäude, das vom Besitzer komplett ignoriert wird und langsam vergammelt...

    Wie würdet ihr die Flächenauslastung beurteilen? Ist das normal für diese Grundstücksgröße, oder eher ein bisschen zu niedrig?

    Ich hoffe, dass die Wohnungen dann entweder nach hinten raus geplant werden (unwahrscheinlich), oder mit Mietverträgen, die Bestandsschutz für die Gastronomie beinhalten. Ansonsten würde man mit den einziehenden Nimbys eines der lebhaftesten Quartiere Münsters zerstören.

    Immerhin ist dort jetzt ein größerer Bürostandort, auch mit den rob-Gebäuden, Alexianer usw. Jetzt sollte noch der ÖPNV verbessert und auch der Aldi so überplant werden, dass es eine Tiefgarage gibt und darüber noch weitere Stockwerke errichtet werden können. Leider sind hier wegen des Lärms der Umgehung und dem umliegenden Gewerbegebiet wohl keine Wohnungen möglich. Solche Mischgebiete wären aber wünschenswert. Insgesamt ist dieser Teil von MS jetzt endlich auch Teil der Stadt und keine irgendwie ausgefranste Gewerbewüste.