Beiträge von KaBa1

    Ich denke, man sollte die Architektur von Kindergärten nicht überbewerten. Diese hier ist solide, wenn auch nicht spektakulär. Und die Außenanlagen werden noch positiv dazuwirken.


    Aber wenn ich an die Kindergärten meiner Kinder und Enkelkinder denke, war keiner architektonisch spektakulär. Den Kindern waren die Erzieher/innen und die Freund/innen wichtiger. Den Eltern das pädagogische Konzept.


    Beispiele: In Berlin Biesdorf war es eine Baracke aus DDR-Zeiten, dafür mit einem tollen Außenbereich. In Köln war die Kita in einen Wohnneubau integriert. Völlig unspektakulär, aber unser Enkelsohn ist gerne hingegangen. In Stuttgart schließlich ist eine Enkeltochter im Waldkindergarten ganz ohne Architektur. Und in Berlin Prenzlauer Berg ist die Kita in einen Gründerzeit-Altbau integriert. Zum Toben müssen die Kinder auf einen öffentlichen Spielplatz. Dafür wird Spanisch gesprochen und vegetarisch gekocht.


    Viele Kindergärten, auch hier in meiner neuen Heimat, sind äußerlich eher unspektakulär, weil sie in der Regel von innen nach außen geplant werden. Also Raumkonzept plus Außenanlage sind wichtiger als die ganz große Baukunst.

    Noch eine kleine Ergänzung zum Thema Geld und Zeithorizont:


    In Paris beinhaltet das Projekt Grand Paris Express den Neu- (4 Linien) und Ausbau (2 Linien) von 6 fahrerlosen U-Bahn-Linien. Zeithorizont bis 2030. Die neuen Linien sollen eine Länge von 200 Kilometern und 68 Stationen aufweisen. Kosten ca. 28 bis 35 Milliarden Euro. Da wird schon an mehreren Ecken gebaut. Nicht alles gleichzeitig aber kontinuierlich bis zur Fertigstellung.

    ^ Das Umsteigen ist trotzdem immer eine Hürde, zumal, wenn es nicht optimal geregelt ist. Ich denke nur mit Schrecken an das Umsteigen U Frankfurter Allee in die Ringbahn. Auch das Umsteigen am Alex braucht viel Zeit. Da bin ich mit der U-Bahn schon mindestens 5 Stationen weitergefahren, bevor ich in der S-Bahn sitze und losfahre.


    ^^ Ich weiß nicht, ob es wirklich das Geld ist, oder die Prioritäten. Eine Landes- oder Bundesregierung , die den ÖPNV priorisiert, würde auch das Geld dafür "finden".

    ^^Alles was du da beschreibst, passiert. Seit Jahrzehnten. Mal schneller, mal langsamer, aber alle Optionen des ÖPNV-Netzes werden kontinuierlich erweitert.

    Na ja, ich würde sagen, eher langsamer.


    Außer des Neubaus der U 55 sind seit den 90er Jahren gerade mal der kurze U-Bahn-Abschnitt zwischen Vinetastraße und Pankow (U2) gebaut worden. Und jetzt nach der Fertigstellung der U 55 ist auch kein weiteres Projekt so weit fortgeschritten, dass irgendwo weitergebaut werden könnte.


    Und zwar nicht auf Kosten der Straßenbahn. Die hat doch andere Routen, andere Haltestellenabstände... Mit der U 5 kann ich bequem und in überschaubarer Zeit (33 Min) von Hönow zum Alexanderplatz fahren, ohne umsteigen. Wer wollte so eine Strecke mit der Straßenbahn fahren? Ähnlich könne es mit einer U10 sein.

    Ich frage mich schon seit langem, wieso das U-Bahn-Netz nicht kontinuierlich erweitert wird, und zwar unabhängig von der politischen Couleur der gerade Regierenden. So würden nach und nach Ergänzungen im Netz oder neue Strecken entstehen. Selbst wenn das dann Jahrzehnte dauert, wäre dann irgendwo immer eine Neueröffnung, ein Spatenstich oder eine Tunnelbohrung. Gleichzeitig muss aber auch die Straßenbahn ausgebaut werden und der Busverkehr erweitert werden. Und natürlich die S-Bahn. Alles nebeneinander und nicht gegeneinander.


    Aber so hat man immer das Gefühl, es ist immer irgendwie Gemurkse ....

    Das denkmalgeschützte Gebäude in der Sophienstraße 34 (Hier die Ansicht in Streetview) soll aufwendig restauriert und modernisiert werden. Es sollen 17 Eigentumswohnungen zwischen 26 und 140 Quadratmeter sowie 2 Gewerbeeinheiten entstehen. Das Projekt heißt VIVIENNE. Die Sanierung soll im 3. Quartal 2022 abgeschlossen sein. Preise für die Wohnungen ab 380.000 Euro. (Jeder kann gerne den Taschenrechner zücken und durch die qm der kleinsten Wohnung teilen, um zu sehen, in welchen utopischen Regionen wir uns hier bewegen). Wer trotzdem zuschlagen möchte, kann das hier tun.

    Anscheinend haben sich der Senat und der Projektentwickler CESA über die Verteilung und Nutzung der Grundstücksflächen geeinigt.


    So können auf etwa 15.000 m² Fläche Büro- und Gewerbeflächen sowie gegebenenfalls (was heißt das???) Wohnungen entstehen. Auf zusätzlichen 5.000 m² an der Langen Straße/Ecke Andreasstraße will der Bezirk eine Grundschule bauen. Das für die Schule benötigte Areal muss das Land Berlin aber noch von Cesa erwerben. Das berichtet Thomas Daily. Über nähere Pläne und Zeithorizonte der Entwicklung ist noch nichts zu finden.

    Der Kampf um die A 100 geht weiter.


    Jetzt wollen die Grünen und die Linke den Bau stoppen und die bisherigen Vorarbeiten "umnutzen". Der Tagegsspiegelartikel dazu liegt leider hinter der Bezahlschranke. Ein paar Aspekte sind aber hier auch nachzulesen. Demnach wollen die SPD den 16. BA beenden und über den 17. (von Treptower Park bis Friedrichshain) die Bevölkerung abstimmen lassen. Die Grünen wollen schon den 16. BA nicht vollenden, sondern Bundesmittel (!) für dessen Rückbau einsetzen. Die Linke wollen aus dem 16. BA eine Stadtstraße mit Radschnellweg machen. Hier berichtet auch die Berliner Zeitung darüber.

    Ich weiß nicht, ob dieses Projekt schon irgendwo erwähnt wurde, oder ob es hier ganz richtig ist.


    Die Herbststraße/Ecke Amendestraße gehört jedenfalls offiziell zu Reinickendorf.


    Hier errichtet Vonovia in Holz-Modulbauweise 60 Mietwohnungen. Zur Zeit werden die letzten 66 Module aufgesetzt. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2021 geplant. Das Projekt soll sowohl schnell umgesetzt als auch umweltfreundlich sein. Nachzulesen im Deal-Magazin und den Berliner Lokalnachrichten.

    Ich denke auch, so was kann man mal machen. Und, wenn es dem Eigentümer gefällt, umso besser.


    Es will doch niemand den ganzen Block so umbauen. Aber man kann ganz gut sehen, was möglich ist bei der Sanierung von Plattenbauten.


    Mir gefällt, was da entstanden ist, auch wenn ich so nicht wohnen wollte.

    Straßenbahnpläne scheinen gerade beliebt zu sein beim Berliner Senat: Jetzt soll eine Straßenbahn von TXL zum Rathaus Spandau gebaut werden. Der Anstoß dazu wurde mit dieser öffentlichen Ausschreibung (Vergabe für eine Grundlagenermittlung für die Straßenbahnverbindung im Korridor zwischen Urban Tech Republic und Rathaus Spandau) gegeben. Das berichtet der Tagesspiegel in diesem Artikel.

    Obwohl weder Route noch Depots feststehen, wird immerhin der Eröffnungstermin kolportiert: 2029.

    Darüber hinaus hilft nur die Ausweitung des Wohnungsangebots, also bauen, bauen, bauen

    Ja, wenn aber weiter zu Quadratmeterpreisen von jenseits der 5.000 Euro gebaut und verkauft wird, hilft das weder der Eigentumsquote noch der Entspannung der Mietsituation.


    Wenn wir aber beispielsweise keine Abstriche an Komfort oder Quadratmeterzahl pro Person machen, wird günstigeres Bauen kaum möglich.


    Außerdem würden manche Menschen vielleicht auch gerne etwas außerhalb Berlins wohnen, wenn die Städte besser und schneller an Berlin angebunden wären. In den 90ern wurde versprochen, dass der RE 1 von Frankfurt nach Berlin nur noch 35 Minuten braucht. Heute braucht er immer noch 1 Stunde.

    Die Architektenkammer Berlin zeigt bis zum 15. Mai zum 22. mal beispielhafte Projekte ihrer Mitglieder aus Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung.


    61 Arbeiten werden in der Ausstellung "da! Architektur in und aus Berlin" präsentiert.


    Zu sehen ist die Ausstellung im Stilwerk Berlin, Kantstraße 17 (Eintritt frei) oder digital. Die digitale Eröffnung ist am 16. April um 18:00 Uhr.

    Zur Eröffnung sprechen:

    • Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen
    • Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin
    • Ulrich Weigand, Direktor der Urania Berlin und Mitglied des da!-Auswahlgremiums 2021

    Heute kam auf Inforadio eine Meldung, dass das Berliner Freiheits- und Einheitsdenkmal vor dem Humboldt-Forum im Winter fertig sein soll.

    Laut Architekturbüro lägen die Bauarbeiten im Zeitplan, hieß es in der Meldung. Demnach werden gerade die ersten Teile der riesigen Stahlkonstruktion zusammengesetzt. Wo das passiert, ob vor Ort (leider keine Webcam mehr) oder irgendwo in einer Fabrik, wurde nicht gesagt.


    Im kommenden Frühjahr soll laut Inforadio das Denkmal mit dem Namen "Bürger in Bewegung" eröffnet werden.


    Ergänzung: Gerade habe ich noch gesehen, dass auch in der Morgenpost ein Artikel darüber ist. Es sind dort auch Teile der Wippe zu sehen, die in Stemwede in Nordrhein-Westfalen zusammengebaut werden.

    Ich glaube, dieses Projekt hatten wir noch nicht.


    An der Bundesallee 176, Ecke Badensche Straße, als hier, soll statt der Tankstelle bis Frühjahr 2024 ein Haus mit sieben Etagen und 80 Wohneinheiten entstehen. Das EG soll z.T. gewerblich genutzt werden. Das Grundstück hat der Münchner Projektentwickler Bauwerk erworben. Architekten sind Graft, mit denen er schon das Wave entwickelt hat. Einen Entwurf konnte ich leider nicht finden. Nur ein kleiner Artikel in der Berliner Woche.

    Ja, es handelt sich genau um den Block. Auf der von Dir zitierten Webseite der WBM sind weiter unten sogar Skizzen der Lage und des gesamten Hauses. 110 Mietwohnungen sollen hier laut WBM übrigens entstehen. Eine ganze Menge, aber insgesamt, wie ich finde, ein sinnvolles Projekt.

    Hier der Lageplan zu den Neubauten des WBM-Projektes: N1 wird in den Innenhof gebaut und wird etwa so groß wie das Bestandsgebäude an der Modersonstraße. Die Gebäude N2 und N3 werden auf der anderen Straßenseite an nördlich und südlich an die Brandwände des Altbaus mit der Hausnummer 63/65 "angedockt".


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