Alexanderplatz: Diverses

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Sockelbau des FTs ist bei der Jugend sehr beliebt. Dort wird getanzt, gequatscht und geflirtet. Ich finde das gut. Nicht überall muss sich die Karawane der Silberköpfchen breit machen.

    Ich pers. kann schwer einschätzen wie beliebt der Sockel des FT bei der Jugend ist.
    Das ist erst ma ein Nutzraum zu Füssen einer stark touristisch frequentierten Stadtikone, vorteilhafterweise an einem S und U Bahn Knotenpunkt, umgeben von

    Einkaufsmöglichkeiten und Imbisangeboten, das Kino gibt’s ja wohl nicht mehr.

    Das sagt für mich aber jetzt nicht wirklich was über die posit. Wahrnehmung des Zustandes und der Gestaltung des direkten Umfeldes aus und die ist m.M.n. schon desolat und abgenutzt und baul. traf man nicht immer die beste Wahl am Platz.


    Ich weiß jetzt gar nicht was das mit dem Begriff einer, sich breit machenden Karawane von Silberköpfen zu tun haben soll - der Alexanderplatz, Park und Umfeld am Fersehturm sind Generationenübergreifend als dreckiger, aggressiver Angstraum verrufen.
    Dazu tragen auch Zustand, stadträuml. Organisation und Gestaltung des Umfeldes bei.


    Ich pers. halte die Begrifflich hier feindlich gestimmte Abwertung des Alters gegenüber der Jugend für unnötig und unangebracht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Endell (21. November 2022 um 11:00)

  • CineStar CUBIX

    Zuletzt hier

    scheinbar wurden die pläne zum CUBIX geändert. denn laut "genehmigungsliste oktober 2023" der stadt berlin wurde für die rathausstr 1 ein antrag auf nutzungsänderung (kino zu büro) incl aufstockung gestellt und bewilligt.

    hoffentlich entscheidet man sich in diesem zuge auch für eine neue fassade

  • Nach der aktuellen Baugenehmigungsliste des Bezirksamts Mitte ist ein weiteres spannendes Projekt am Alexanderplatz offiziell genehmigt:

    Karl-Liebknecht-Straße 13a – der seit Jahren leerstehende, unsanierte Plattenbau an der Ecke Dircksenstraße, direkt an der S-Bahn-Brücke gegenüber vom MYND-Hochhaus – soll aufgestockt und umgebaut werden.

    „Aufstockung, Umbau, Nutzungsänderung eines Bestandsgebäudes zu Einzelhandelsnutzung im EG–3. OG, Büro im 4.–5. OG und Wohnen im 6.–8. OG“

    (Baugenehmigung abgeschlossen am 22.05.2025)

  • ^ … das sind weitere interessante und gute Neuigkeiten.

    Obgleich ich mir nicht recht vorstellen kann wie hier ein Ausrutscher in der Höhe wirken könnte. Die Hälfte des Blocks gehört eh dem Erdboden eingeebnet. Ich meine den schrecklichen Trumm daneben, der sich von der Karl-Liebknecht-Straße um die Ecke der Memhardstraße windet, diese Beleidigung des Auges mit den antrazithfarbenen Nistkästen. Nach dem ˋMemi‘ gleich gegenüber, die zwei mit Abstand scheusslichsten Kisten in dieser Ecke.

    Wichtig ist am Alex eine profunde Höhenstaffelung zu erreichen, so kann man nur die Daumen drücken für ein treffliches Gelingen. :thumbup:

  • Ein "Ausrutscher" in der Höhe dürfte hier nicht zu erwarten sein, da in der Baugenehmigungsliste nur von 8 Obergeschossen die Rede ist. Gegenwärtig sind es 6, es kommen also 2 Etagen (eventuell 1 Etage plus Staffelgeschoss) drauf. Dann dürfte sich das Gebäude hinsichtlich der Höhe an seinem rechten Nachbarn orientieren. Zur Linken befindet sich ja das denkmalgeschützte Grenanderhaus, was in seiner Wirkung sicher nicht allzu sehr beeinträchtigt werden dürfte.

    Einmal editiert, zuletzt von Sidious (11. Juni 2025 um 09:57)

  • Klingt leider nach einer Renovierung, nicht Abriss und Neubau. Diese Albtraumplatten gehören meiner Meinung nach alle Abgerissen und durch tolle, Haupt-Stadt-Innenstadt angemessene Neubauten ersetzt. Wien Renovierung zementiert hier - auch wenn gelungen - erstmal wieder für 20 Jahre den Status quo einer unambitionierten Kubatür, geringer Deckenhöhen, und Plattenbaumiefs. Nun denn, warten wir es ab. Ich drücke die Daumen. Immerhin tut sich endlich ein bisschen was am Alexanderplatz.

  • Also ich begrüße es sehr, dass sich an diesem Gebäude endlich etwas tut. Und es ist meines Erachtens positiv zu werten, dass nicht abgerissen und neugebaut wird, sondern mit der vorhandenen Kubatur gearbeitet werden soll. Ist einfach ökologischer.

    Ein kompletter Neubau hätte eh nichts an der Kubatur in dieser Lücke geändert.

    Wünschenswert wäre eine gelungene Fassadengestaltung, der man die Plattenbauherkunft nicht mehr so ansieht. Mit ein wenig Plastizität und Malerei lässt sich da sicher etwas bewerkstelligen.

  • Durch das geplante neue Nutzungskonzept mit Einzelhandel im Erd- und ersten Obergeschoss sowie Büros vom zweiten bis fünften Obergeschoss wird das Gebäude auch nach einer Sanierung wohl kaum wiederzuerkennen sein.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die Hälfte des Blocks gehört eh dem Erdboden eingeebnet. Ich meine den schrecklichen Trumm daneben, der sich von der Karl-Liebknecht-Straße um die Ecke der Memhardstraße windet, diese Beleidigung des Auges mit den antrazithfarbenen Nistkästen.

    Leider wird der Block aber nun der besagten muschelkalkfarbenen Rauputz-Residenz angepasst. Wie man auf diesem Foto von google maps sieht, dürften sich die zwei zusätzlichen Aufstock-Geschosse bündig abschließend an dem "Burgturm" rechts mit den Wärmedämm-Schießcharten orientieren. Immerhin kommt offenbar auch die leerstehende, mittlere Waschbetonplatten-Abscheulichkeit weg. Oder wird der Teil ebenfalls saniert und aufgestockt?

    https://i.postimg.cc/JhKmdm5s/24659.png

    Quelle: Google Maps / Public

    [mod]Eingebundenes Bild aus urheberrechtlichen Gründen geurlt. [/mod]

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Karl-Liebknecht-Straße 13a – der seit Jahren leerstehende, unsanierte Plattenbau an der Ecke Dircksenstraße

    Wenn ich das jetzt nicht komplett falsch verstanden habe, geht es genau um die "Waschbeton Abscheulichkeit - Das "Muschelkalkfarbende" Gebäude hat damit nichts zu tun (das ist Hausnummer 15), denn die Karl-Liebknecht-Straße 13 ist auf der anderen Seite der S-Bahn-Gleise. Und das Grenanderhaus ist in der Rosa-Luxemburg-Straße 2. Ich gehe also davon aus, dass sich der Bau zwar von der Höhe an Nummer 15 anpasst, er von der finalen Fassade her aber sicher ganz anders daher kommen wird.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Lange dürfte es allerdings wirklich nicht mehr dauern, in den vergangenen Wochen geisterte das "Toyoko Inn" wieder verstärkt durch die Hotellerie-Nachrichten der Region.

    Am Ende ist nichts daraus geworden. Mittlerweile sollen dort 309 Apartments entstehen. Die Livory Group (Ehemals GBI) will den Bau bis Q3 2029 fertigstellen. So soll's mal aussehen:

    Schickler_01.jpg

    Schickler_02.jpg

    Schickler_03.jpg

    (C) Livory Group GmbH

  • Bin gerade auf dieses, wie ich finde, gut gemachte Video gestoßen:

    https://www.youtube.com/watch?v=n5h_D4e2b58

    Inhaltlich nichts wirklich Neues, aber eine gute Zusammenfassung über den Status der aktuellen Hochhausprojekte am Alex.

    Außerdem sind einige aktuelle Aufnahmen der MYND und ALX Baustellen zu sehen.

    Es gibt auch Ausschnitte eines Interviews mit einem Verantwortlichen von Hines. Am Ende kommt noch die Aussage (nicht direkt von Hines), dass der Baustart für 2025 geplant ist. Naja, mal schaun..

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Am Ende ist nichts daraus geworden. Mittlerweile sollen dort 309 Apartments entstehen. Die Livory Group (Ehemals GBI) will den Bau bis Q3 2029 fertigstellen.

    ...

    Meine Güte ist das traurig. Was soll man dazu sagen, typische Industriearchitektur von Billighotels -tausendfach in Hannover, Düsseldorf und Co. Zu sehen. Wann hört das endlich auf? Wenigstens ist es nicht weiß geworden. Juhu ich breche in Jubestürme aus. Und ich gehe jede Wette ein, daß das Grün an den Fassaden nicht umgesetzt wird.

    [mod]Vollzitat gekürzt. Bitte nicht unnötig ganze Beiträge und vor allem keine Bilder zitieren. Danke [/mod]

  • [mod]Aus dem Covivio-Hochhaus-Thread hierhin verschoben. [/mod]

    Allein aus Nachhaltigkeitsgründen wäre ein Rückbau des Park Inn ein Skandal. Das wird ganz sicher nicht passieren. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass das Gebäude in naher Zukunft umgestaltet wird. Die Fassade stammt aus einer Nachwende-Renovierung, doch mittlerweile sieht sie wieder ziemlich altbacken aus. Wenigstens ist das Gebäude aus diesem Grund nicht denkmalgschützt, wodurch Tür und Tor für kreative Ideen geöffnet werden kann. Auch eine Aufstockung um ein paar Etagen wäre sicher denkbar - das kommt aber auf die statische Reserve an.

  • ^… das ist es doch gerade was eine Stadt interessant macht, Gebäude und Fassaden aus unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlichen Stilen.

    Ich bin entschieden gegen einen weiteren Fassadenwechsel beim ParkInn. Auch die Höhe sollte nicht geändert werden, sonst sind wieder alle Bolzen gleich hoch. Nur am Sockel muß jetzt nachgebessert werden. Aber da bin ich schon eher zuversichtlich, ist ja auch nicht weiter schwierig da ein angemessenes Entree hinzuzaubern.

    Viel wichtiger ist jetzt, dass alle neuen Türme nicht alle mit ihrer Längsseite gen Osten ausgerichtet werden. Abwechslung in der Gestaltung und dann wird das schon werden.

  • Ich denke eine die Optik stark beeinflussende Modernisierung des Park Inn sollte in der nächsten Zeit nicht anstehen, da die Glasfassade noch keine 20Jahre alt ist. Insgesamt finde ich es persönlich interessanter, wenn auch Hochhäuser aus unterschiedlichen baulichen Zeiten stammen. Es ist zwar kein herausragendes Zeugnis der Baugeschichte, aber hat inzwischen doch schon mehr Geschichte auf dem Buckel, als die nun neu entstehenden Hochhäuser. Ein Ort, der nur auf dem Reisbrett neu geplant ist, kann in den allerwenigsten Fällen an einen gewachsenen Ort in Sachen Aufenthaltsqualität und zu entdeckenden historischen Hintergründen mithalten. Es gibt zahlreiche weitere genehmigte Hochhausprojekte im Umfeld. Soll es damit erstmal vorangehen. Als besonders klobig empfinde ich das Park Inn mit der Glasfassade nicht mehr.

  • Das Park Inn am Berliner Alexanderplatz wurde im späten Internationalen Stil 1967-70 erbaut, zu einer Zeit, als es in Frankfurt noch keinen 100m Turm gab. Zudem 2007 saniert. Klar muss am Sockelbereich wirklich dringend etwas getan werden. Ansonsten könnte das Gebäude aber auch in den 60er Jahren in New York. etc. entstanden sein. Es ist ein seltener deutscher Hochhaus-Beitrag des internationalen Stils. Zudem recht zeitlos gerade nach der Sanierung und gehört zu Ost-Berliner sowie zur Hochhausgeschichte Deutschlands. Es war zu seiner Eröffnung das höchste Hochhaus Deutschlands. Wie manche es einfach abreißen wollen, schmerzt einen wirklich als Ostberliner.

  • ^ wusste ich so auch noch nicht - Danke!

    Ich würde mich dabei anschließen, der Sockel muss stark umgebaut werden und der Rest des Hauses kann so bleiben.

    Meiner Meinung nach profitiert das ehemalige Interhotel sogar stark davon, dass es nun überragt und eingebettet wird. Nun erscheint es als Vorreiter und Prototyp, welcher die Hochhausentwicklung vor vielen Jahren eingeleitet hat, aber nicht mehr als Anachronismus, an dem sich alles Neue zu orientieren hat.