Beiträge von Hurzel

    Es wird sehr interessant werden, wie sich die neuen Gebäude als Stadtviertel in vorhandene Strukturen integrieren. Ich sehe es als Verbindung zwischen dem Nikolaiviertel und dem Bereich der sich an die Parochialkirche anschließt, über den Bereich rund um den U-Bahnhof Klosterstrasse bis hin zu den Resten der alten Stadtmauer mit dem Gasthaus „zur letzten Instanz“. So würde ein größerer zusammenhängender Bereich geschaffen, der einem ein Gefühl für das alte Berlin erahnen lassen kann.


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    Stattdessen wird auf ein imaginäres Gebäude vertröstet, das in ferner Zukunft angeblich gebaut und vollkommen herausstechen soll - und möglicherweise gerade deshalb nicht kommt, schließlich würde es dem Fernsehturm die Show stehlen.

    Also ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich erfreue mich zunächst an dem was gerade entsteht und finde es sehr interessant, wie sich das Gesicht Berlins auf der Grundlage von Vorhandenem entwickelt. Den Charakter einer Stadt macht so viel mehr aus, als einzelne Gebäude. Es ist immer auf der Grundlage der Historie zu sehen und hier spielt sich gerade rund um den Alex, durch den Übergang und Kontrast von Historie und Moderne, einiges ab. Einige Dinge, auch in Bezugnahme auf die Historie, wie das Humboldtforum sind bereits vollendet und andere, wie der Molkenmarkt in der Planung. Hochhäuser können natürlich einen wahren Höhepunkt darstellen. Gerade hier ist ja auch Platz, um gedanklich mit Möglichkeiten zu spielen, gerade weil gerade viel passiert und wir gerade nichts geringeres miterleben als die Neugestaltung des historischen Berliner Zentrums. Für mich persönlich wäre darum ein spektakuläres Hochhaus nur ein Aspekt und nicht die eine Sache, die das große Ganze grad noch so rausreissen kann.

    Also zunächst einmal liegt der Schwerpunkt meiner Ausführung nicht darin, dass wir dringend spektakuläre Hochhäuser brauchen, die vllt noch deutlich höher sein müssen als die bisherigen, so dass sie dem Fernsehturm die Show stehlen. Meine Aussage war, dass eine funktionierende Stadtstruktur mit einem Wechsel von historischen zu modernem Bereich geschaffen wird, deren Entwicklung ich begrüße. Weiterhin, dass eine stärkere Einbindung des Alex in die Umgebung erfolgt, die dringend notwendig ist. Warum sollte es denn nicht auch zur Umsetzung eines spektakuläreren Entwurfs kommen, auf den Arealen, die ja z.T. schon über entsprechende Bebauungspläne verfügen? Weil die Linkspartei grad in Umfragen recht gut da steht? Es geht nach meiner Meinung in die richtige Richtung, der Höhenmarker ist gesetzt und da fürchte ich 35 Jahre nach der Wende nicht, dass es hier zu einem radikalem Kurswechsel kommt.

    Aber das Thema geht jetzt vom Berlinian weg zur Entwicklung des gesamten Areals und kann von mir aus gerne verschoben werden.

    Nicht jedes Gebäude und auch nicht jedes Hochhaus muss ein architektonischer Hingucker sein. Ich finde aber das neue Gebäude nicht belanglos, sondern eher unaufdringlich. Es gilt erstmal die Stadtstruktur klarer zu schaffen. Das historische Berlin auf der einen Seite findet einen Übergang zum modernen Berlin, begonnen mit der sachlichen Fassade am Humboldt Forum. Highlights, wie z.B. ein Gehry Hochhaus entfalten nur Wirkung, wenn sie in eine passende Umgebung eingefügt werden, die aber erstmal bestehen muss. Darum denke ich, dass die in Entstehung befindlichen Hochhäuser erstmal Grundlagenarbeit für ein hoffentlich bald wieder funktionierendes Berliner Stadtzentrum sind, das Folgen des Krieges und Fehler der Vergangenheit wieder kittet und dabei auch Elemente aus der DDR integriert, so dass schließlich ein modernes Stadtzentrum unter Beachtung der Historie entsteht. Hier ist noch viel zu tun. Auch der Molkenmarkt wird hier eine starke Bedeutung haben, da der Alexanderplatz erstmal wieder vollständig ins Stadtgefüge eingebunden werden muss.

    Wenn man das ganze als Cluster oder auch als Stadtkrone sieht, dann wird der Fernsehturm eher eingebettet oder erfährt eine Ummantelung und dadurch eine zusätzliche Betonung durch zunehmenden Anstieg in der Höhe mit der Kugel als Kirsche des Gesamtmenues.

    Ich glaube die Lompscher hätte sich auch nicht daran gestört, wenn sozialistisch geprägte Hochhäuser den Turm umringt hätten. Ihre Argumentation war vermutlich eher ideologisch als städtebaulich motiviert.

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    Dann werden es offenbar zwei zusätzliche Geschosse verglichen mit der Visualisierung auf der Webseite, sodass die (…)

    Interessante Frage. Ich denke auch, wenn der Kern vollständig integriert wird, dann müssten wir auf 33 Stockwerke + Panoramageschoss kommen. Das wäre dann ein Stockwerk mehr, als die bisher kommunizierten 33. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Kern so weit über die eigentliche Dachfläche hinausragt. Ich könnte es mir so vorstellen:

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    ^Es ist immer schwierig, sich mit Kommentaren auseinanderzusetzen, die vor allem den persönlichen Geschmack widerspiegeln. In meinen Augen ist der Aufbau des Park Inn nicht plump, der Grundcharakter des Gebäudes ist erhalten geblieben aber durch die Spiegelfassade moderner und gerade in Bezug auf Licht und Spiegelungen durchaus interessant.

    Es ist sicherlich richtig, dass der Kolhoff-Plan eine gute Orientierung darstellt. Dies bedeutet jedoch sicher nicht, dass man sich stoisch an die Anordnung halten muss und eine vollständige Umsetzung der Planung mit insgesamt 13 Hochhäusern ist aufgrund von inzwischen unter Denkmalschutz stehenden DDR-Bauten sowieso nicht mehr möglich. Im übrigen verfügt das Areal des Park Inn über keinen rechtskräftigen Bebauungsplan, vielmehr befindet sich dieser in Aufstellung (I-B4a-4).

    Letztendlich wird der Masterplan nicht 1:1 umgesetzt werden können, dies ist jedoch auch nie wahrscheinlich gewesen. Es wird ein Kompromiss entstehen, in dem ich jedoch den Standort des Park Inn erstmal als kleineres „Problem“ ansehen würde. Vielmehr ist aus meiner Sicht zu hoffen, dass die sich nun in der Umsetzung befindlichen Hochhäuser wirtschaftlich erfolgreich sein werden, so dass weitere auf den vorgesehenen Standorten folgen.

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    Was einengend wirkt ist die gegenwärtig vorhandene Brücke zum Kaufhof. Die muss unbedingt weg.

    das wäre erstmal ein ganz wichtiger Schritt. Alles andere sind Entwürfe, die man sich dann im Detail ansehen kann. Aber diese Ecke mit der Unterführung funktioniert so einfach nicht!