Beiträge von Endell

    Im Tagesspiegel vom 04.02. stellte das Berliner Architekturbüro „Hybrid Space Lab“ einen Entwurf als interessante Fiktion zum Umfeld deS HF vor.


    Darin fantasiert man von einem Anbau den sie Vulkan nennen.

    Eine Art botanischer Garten- Dschungel im Inneren mit Pop UP Restauration auf dem Dach.


    Der Erweiterungsbau ist wohl eine Idee die m.M auf einen ebenfalls von diesem Büro als Vorschlag zur Umgestaltung des HF von 2016 zurückgeht.


    Das HF wurde da als ungeliebte Architektur beschrieben die man wohl meinte mit vollbegrünung und Dschungel auf dem Dach neu würzen zu müssen.


    Nun schätzt man die Situation so ein als würde das Umfeld die Begrünung fehlen und könnte so drauf reagieren.


    Grundsätzlich mag ich die Idee, aber ich habe den Verdacht dass es sich eher um eine pers. Verbissenheit im Hader mit den Schlüterfassaden handelt.


    Das didaktisch und sinnlich durchaus reizvolle Projekt scheint da eher Mittel zum Zweck.


    An der Idee des respektvollen Weiterbauens im Sinne der Einheitswerdung Von Bestand, Umfeld und Anbau scheint man da doch eher weniger interessiert, als an der lebhaft wuchernden Überdeckung der Barockfassade.


    Die m.M oft recht kritisch betrachtete Stellafassade und besonders ihre Anschlusssituation zur Barockfassade spielt in dieser Vision jedenfalls keine Rolle.


    Man deutet leider auch nicht näher an, wo die Möglichkeiten für den Vulkan räumlich gesehen werden, sondern sieht nur diesen etwas Exaltierten Anbau an ner sehr klassischen grün verhangenen Fassade im Entwurf.


    Diese klassische Architektur in der Visu kann leider kaum als neu entwickelter Gebäudetrakt verstanden werden, was ich umso einiges spannender gefunden hätte.


    Damit hätte man an der Ostseite mit dem Vulkan sogar auf das begrünte vorbarocke Fassadenbild und die einstigen Gärten des vorangegangenen Schlossbaues an dieser Stelle reflektiert.


    Zum Schlossplatz als auch im Bereich des Apothekerflügels hätten die Anbauten als neu erfundene Platzkannte zur Spree funktionieren können und die Verdichtung hätte ein nicht so offengelassenes, verschwommenes Raumbild aus Ufer, Terrasse, Straße und Platzfläche zur Folge sondern eine städtebaulich intimere Raumsituation im Zusammenspiel mit dem HF entwickelt.

    Hm sieht aus als hätte jemand einfach n rotes Rollo an ner Xbeliebigen Officefassade runtergelassen, fürn selbstbewusstes Statement als DGB Sitz ist das alles echt schwach- da hätte auch n Schild am Briefkasten gereicht.


    Für den roten Lappen als reines Understatement hätte die Gestaltung der Architektur mehr Signale drauf haben müssen.


    Ein Scheddach wär witzig gewesen oder wenigstens eine Betonung der Eingangssiguation, ich erkenne noch nicht mal den Willen zu ner Adressbildung.

    Vermutlich unbeabsichtigt hast du mit deinem Ausstellungsbeispiel eben jenen Kontrast aufgerufen den das Pompidou als provokante Architektur, mit größtmöglicher, gestalterischer Distanz zu seiner Hausmannumgebung beschwört.


    Das funktioniert hervorragend, weil der Bruch einschließlich der Widmung zeitgenössischer Kunst in einer intakten Umgebung aus hochstehender, historistischer Architektur des zweiten Kaiserreiches konsequent ist und sich trotz der Gegenpoligkeit zur Umgebung kontextualisiert.


    Diese von Dir als reizvoll empfundene Wirkung, erzielte das ICC mit zeitgenössischer Kunst, im Zustand seiner jetzigen Umgebung vermutlich weit weniger.


    Man hätte auch auf die Idee kommen können statt des Baues der Scheune am KF, das ICC für die Kunst des 20. JHD. zu nutzen- thematisch würde das sogar passen.

    Ich kann da nur spekulieren, aber vermutlich würde die Situierung des Baues hier zu recht, als wenig attraktiv und damit als weniger erfolgreich für das sowieso etwas spezielle Interesse an der Kunst eingeschätzt werden.


    Es ist m.M. eben überhaupt nicht Egal was wie wo in welcher Architektur präsentiert wird, wenn man auf ein erfolgreiches Ausstellungshaus abzielt.


    Ein Museum sollte sich auch architektonisch irgendwie zu seiner Umgebung, seinem Publikum und seinem Inhalt verhalten, sonst wär es nichts weiter als ein Archiv mit Eintritt.


    Der Ort erweckt eben auch Erwartungen- was erwarte ich für eine Ausstellung in einem abgelegenen Steinbruch? Naheliegend wäre eine auf die Umgebung bezogene museale Nutzung, - für Modegeschichte wäre das wohl kaum der angemessene Ort.


    Womit ich gern auch noch mal auf das an Architektur und Umgebung wenig glücklich gelittene Museum für Kunstgewerbe am Kulturforum als Bsp. hinweisen möchte.

    Der Bau ist von unglaublich hässlicher, unterwürfiger Miefigkeit und frei von jeder Erzählung, und damit semantisch mit seinem Inhalt nicht nur völlig uneins, sondern auch bar jeder Kommunikation und Originalität, genauso könnte man versuchen ein Dixieklo als vornehmes Bidet an den Mann bringen wollen.


    Durch unangemessene Orte

    leidet ein Stück weit auch die Bereitschaft zur Rezeption und interessierte öffentliche Wahrnehmung /Wertschätzung des Inhaltes und der Sonderschauen.


    Hier hätte selbst die Architektur des Mäusebunkers an dieser Stelle mehr Begabung, weil sie eben etwas brachiales in konfuser Umgebung kommuniziert und im Inneren sich dann mit seinem Inhalt konträr dazu verhält.


    Ein Museumsbesuch ist nur alltäglich für die, die dort arbeiten, für Publikum sollte er ein Ereignis sein.


    Ich bin beim ICC eher bei Bernau, der Bau und seine Umgebung sind bestens geeignet für echte städtebaul. und architekt. Utopien das würde der Architektur des ICC auch am ehesten entsprechen, allerdings sehe ich bisher weder Mut, Bereitschaft noch Begabung für bahnbrechende Ideen dazu.


    Der Glaube an die Zukunft, Prosperität und die Leichtigkeit des Seins haben momentan alles andere als Konjunktur.

    Aber in den Leitlinien wie bei Pt. 2 war doch auch von der Sichtbarmachung, der vielfältigen, weit zurück reichenden Geschichtlichkeit z.B durch Archäologische Fenster etc. Die Rede - das taucht beim Lenzen Entwurf gar nicht auf.


    Der Lenzenentwurf wird n.M damit auch nicht unbedingt der Komplexen Bedeutung des Ortes und der auch hierzu erarbeiteten Bürgerleitlinien gerecht.


    Das Umwelt, Klima und Verbraucherschutz Resort wird durch die Grünen besetzt, die hier bei der Entwicklung von Platz und Grünanlagen zuständig sind. Das MEF fällt also auch in deren Zuständigkeit


    Ebenso wird die Senatsverwaltung für Finanzen von den Grünen besetzt.


    Das Frau Kahlfeldt da nun mit ihrem Anliegen nen Korb kriegt scheint mir da wenig verwunderlich.


    Ich denke es ist hier grundsätzlich eine schlechte Idee innerstädtische Platz- und Grünflächenentwicklung aus der Stadtentwicklung herausgenommen zu betrachten,

    Und die unterschiedlichen Zuständigkeiten dann noch unterschiedlichen Parteiprofilen mit eigener Agenda zuzuweisen.


    Die Großen städtischen

    Vorzeigeprojekte Wie die alte Mitte, Molkenmarkt, Friedrichstraße, HDS ja sogar die Bauakademie werden zuerst als Signale „grün“ angestrichener Stadtentwicklung verstanden.


    Der SPD dämmert nun, dass das eigene eigentliche Resort der Stadtentwicklung, dabei gehörig an Wahrnehmbaren Akzenten in eigener Farbe verliert.


    Der Lenzenentwurf ist o.Z eben in erster Linie ein Grün gewichtetes Vorhaben an der Prominentestmöglichen Stelle Berlins - viele Aspekte der ganzheitlichen Und besonders der historischen Wahrnehmung des Ortes werden vernachlässigt.


    Wo sind se denn die berühmten archäologischen Fenster und hist. Verweise?


    Vielleicht ging es bei den beantragten Mitteln Frau Kahlfeldts ja eben darum?


    Auch las ich aus den Leitlinien heraus dass Architekturen nicht perse. ausgeschlossen wurden.


    So war z.b eine wie auch immer geartete Antwort auf die bisherige bauliche. Raumkante zur Liebknechtstrasse gedacht.

    In den Leitlinien ist da lediglich von einer Tendenz zur landschaftlichen Lösung Vers. Randbebauung die Rede und die Entwicklung dort sollte gutachterlich näher betrachtet werden.


    Gab es überhaupt diese Gutachten mittlerweile?


    Wenn nein warum wirft man Frau Kahlfeldt jetzt vor, Geld für vorbereitende Untersuchungen zur Weiterentwicklung der hist. Mitte zu beantragen und streut Mutmaßungen, Gerüchte, die das Anliegen auch noch in unredlicher Weise diskreditieren sollen.


    Noch bis 2017 erwog man unter Lüscher, die interessanterweise auch eine Doublette des Begasbrunnens am Schlossplatz gar nicht für abwegig hielt, den Bau einer Bibliothek auf dem Gelände des MEF.

    Da waren die vereinbarten Leitlinien 2jahre alt.


    Auf mich wirkt die geäußerte Kritik am Vorabend der glorreichen Wiederholungswahl eher an der Motivation Kahlfeldts wenig interessiert, sondern eher wie ein nach Empörung gierender Profilierungsakt der sich in der Skandalisierung eher als Wahlkampfposse verstehen lässt.


    Ich denke man sollte beim MEF mit dem Lenzenentwurf nun wirklich erst mal, im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Sache wachsen lassen und sehen wie sich dieser Entwurf mit der Gesamtentwicklung der Mitte bewährt.


    Viele Fragen nach evtl. Weiterentwicklung, werden sich erst aus der Praxiserfahrung des Entwurfes stellen.


    Meinungsbild, Bedürfnisse und Erwartungen der beteiligten Bürger am Leitlinienkonzept, sind durchaus veränderlich erst recht über Jahre und Jahrzehnte ebenso werden sich die polit. Rahmenbedingungen wie auch immer verändern.


    Also ist es besser diese Flächenplanung erst mal als Potenzialraum auszusitzen, an dem mit ner Liegewiese sowieso nichts endgültiges Entschieden sein kann.


    Die einzige überzeitliche Konstante liegt sowieso vornehmlich im gesamtstädtisch zu betrachtendem öffentlichen Interesse, gegenüber dem Ort, der hier das Landespolitische Zentrum, einer Europ. Hauptstadt darstellt und seiner historischen Brisanz nun mal facettenreicher ist und länger als 13/50/70/ Jahre zurückreicht.

    Ich würd mal bestreiten dass die Gegend arm an erholungsflächen ist - der Lustgarten wird gern dafür in Anspruch genommen und auch der Monbijoupark wird ganzjährig so richtig doll lieb gehabt, dann dräut evtl noch das Schicke Flussbad in der Friedrichsgracht, die Ufernahe Grünanlage dort hinter dem Staatsratsgebäude verlangt eigentlich nur nach guter Landschaftsgestaltung und könnte ein Kleinod werden, am Rathausforum gibt es ebenfalls erwähnenswerte Grünflächen.


    Sich auf das ME-Forum in der Gesamtheit als drängend notwendige großformatige Grünanlage hier zu versteigen halte ich daher für überzogen und macht diese Anlage die ehrlicherweise so nur aus Verlegenheit entstanden ist auch Städtebaulich nicht plausibler.


    Ich pers hätte überhaupt nichts gegen eine bauliche Fassung die der Verschwenderischen Platzgestalt des Rathausforums eine durchaus an der Spandauer Strasse, sinnvolle Raumkante anbietet.

    Ebenso, fänd ich eine Bebauung an der Rathausstraße sinnvoll.


    Der Schlossplatz wäre als Platzanlage damit wieder durch baul. Raumkannten erkennbar, und aus der Rathausstraße ließe sich mit sensibler Architektur wieder ne Echte Flaniermeile machen, deren Energie auch ins HF und in die Breite Straße trägt.


    Ebenso macht eine Randbebauung an der Liebknechtstrasse Sinn - da mit der Reduzierung des Verkehrs auch die hier absurde 6streifige Breite, die sich sowieso zur Liebknechtbrücke hin auf 4Verkehrsstreifen eindünnt, komplett überflüssig ist.


    Dieser Flächenfras ist ökonomisch und ökologisch völliger Blödsinn und kann m.E. Durchaus sinnvoll überbaut werden - die Anlage des M.E. Forums wäre mit einer Fassung immer noch gross genug und im Falle einer Wohnbebauung böte diese auch weiterhin Ihre Qualitäten an, nur eben effektiver und breiter.

    Mir fehlen eigentlich die triftigen, überzeugenden Argumente die hier gegen eine verantwortungsvolle Verdichtung mit Augenmaß sprechen.

    Sicher hilft es nicht drauf rumzuhacken und hier schon mal gar nicht - vorwerfen kann man allerdings der BVG oder vielmehr dem Land Berlin als Eigner und damit der amtierenden Politik dass sie so wenig Umsicht erkennen lässt.


    Sowohl bei der Frage der Anforderungen zum Schallschutz als auch beim Timing für dessen Mangelbehebung.

    Die autofreie Mobilität zwischen Ost und West für Touristen und Pendler wird nahezu an die Wand gefahren.


    Ich mag mir gar nicht ausmalen was los ist wenn die S-Bahn noch ausfiele oder wenn die hippe Stadt das Publikum der anstehenden saisonalen Grossevents durch die Stadt lotsen muss.


    Das alles nur weil man bei der Sanierung der U1/U3 vor 2Jahren

    ein bestehendes Schotter-System gegen eine Schotterfreie Version ersetzt hat um sie nun doch wieder mit Schotter zu verfüllen.


    Ich denke nicht dass die alleinige Nachrüstung mit Schallschutzpanelen eine ähnliche Langzeit-Hängepartie für die ubahnstrecke bedeutet hätte. In der Landesbauverordnung wird sich dem Schallschutz gewidmet - gibts das nicht für die Abteilung Verkehrsinfrastruktur auch?


    Wie will man in der anstehenden Tourismushochzeit allen Ernstes den eingeschränkten richtungsgleichen Unahnverkehr von 3Linien mit SeV und SBahn bewältigen. Wer soll denn bei solchen Fisimatenten durch organisatorischen Mängel die hochfahrende anstehende Verkehrswende noch ernst nehmen.


    Ich bin leidenschaftlicher Nichtautofahrer und seit Jahrzehnten gewohnt durch Baumaßnahmen ne Staffelpendelei, wenn auch genervt in Kauf zu nehmen, aber irgendwann wirds dann doch äußerst abwegig ich halte die Aktion hier schon für verantwortungslos.

    Nachdem bereits die U2 am Alex nicht mehr für Pendler zwischen Ost und West zur Verfügung steht ist nun auch die U1 und U3 als Ausweichstrecke nicht mehr wirklich brauchbar, weil jemandem eingefallen ist diese Linienführung für Schallschutzmaßnahmen zu unterbrechen.


    Die vor 2 Jahren eingebaute Neue Schotterfreie Gleisführung zwischen Kotzi und Görlitzer Bahnhof ist wohl zu laut und es gab Anwohnerbeschwerden.


    Nun wird Nachgeschottert und es werden Schallschutzelemente verbaut.


    Alternativ bliebe der hier eingesetzte SEV od die S-Bahn.


    Das ist echt ganz großes Kino - wem fällt denn so was ein.

    Hätte man diese Maßnahme nicht besser erst nach der Wiedereröffnung der U2 ansetzen können?


    Ich hoffe dass der S- Bahnverkehr hier durchhält - und man da auf steigende Fahrgastzahlen vorbereitet ist. Der Umstieg in die gestörte Ubahnführung könnte dann wenigstens ab Zoo stattfinden.

    Von mir aus hätt man son Aquarium auch mitten auf die „Flaniermeile“ Friedrichstraße stellen können - son fischbuffet auf der Straße hatte ja schon unweit seinen Probelauf - und die Friedrichstraße hätte abseits der hochwertigen Sitzgelegenheiten aus Latten zwischen Blumenkübeln und Schaufensterlanglaufstrecke einen echten Flaniergrund- sonst glaub ich dass da nur noch n 500m langes Bällebad zwischen der abgehängten überwiegend planerisch und baul. verantworteten, Langeweile, funktionieren könnte.


    Ich pers denke die Entwicklung in der Rummelsburger Bucht kann dieses Coral World als belebenden Anker gut gebrauchen - die konzentrierte Vielfalt aus Gastronomie, Museum und Ziel-Attraktion stärkt und diversifiziert m.M das Quartiersgefüge dort und trägt Möglw. mit dazu bei, dass in dieser Gegend der urbane, Begegnungsraum seinen Fuß in die Tür bekommt.


    Das nahegelegene Ostkreutz

    bietet verkehrstechnisch eine hervorragende Anbindung und der bisher wirksam verödende Walleffekt durch die Hochgelegene S-Bahnführung bekommt einen dem widersprechenden, vitalisierenden Counterpart.


    Sonst gibt’s da ja wenig Grund diesen Ort als Stadtbereich überhaupt auf dem Zettel zu haben.

    Schon mit und

    hinter der unvorteilhaften Baul. Situation des riegelhaften, übermächtigen HUB von Leibinger an der Kynaststrasse macht sich überwiegend Büro und Apartmentnutzung breit, die Stadt als urbaner Raum wird mit diesem Transatlantikdampfer n.m.E. Bisher eher gecancelt und neutralisiert.


    Der Howoge fällt zu, im Hinterland wenigstens etwas Erdgeschossnutzung mit hoffentlich in der Breite leistbarem Wohnraum zu schaffen.


    Etwas woran die Streletzki Gruppe mit Ihrer Überzahl an Büros, und die Investa mit ihren Yuppiapartements bisher wenig Interesse zeigten und eher ihren, an urbaner Stadt eher desinteressierten, kurzatmigen Investmentgedanken nachhängen, die nur die üblichen Würgereflexe an fruchtlosen Ideen zur verschnarchten Stadt produzieren, wie man sie auch von der Europacity her kennt, die merklich nicht nur architektonisch seine Magnetisierungs- und Urbanisierungsstrategien in der Mitte der Stadt verabsäumt hat.

    Ich hoffe nicht das dieses Konzept - unsere Städtebauliche Zukunft darstellt.


    Das Problem des modularen Massenwohnungsbaues liegt ja gerade im Repetitiven Erscheinungsbild.


    Es wäre eher deprimierend - sich flächenhaft die immer wieder gleichen, stumpfsinnigen Gebäudeflächen anschauen zu müssen, selbst wenn sie wie in der Grafik aussehen wie 50er Jahre Vorstadtbebauung. Das sind Siedlungen die man nur im Rausch oder mit Medikamentierung aushält.


    Zwar nicht wie hier unter ökologisch orientierten Produktionsbedingungen, gibt es solche ähnlich wirkenden Wohnquartiere bereits seit Ewigkeiten - vor allem zu Beginn der 90er wurden solche Siedlungen mit der damaligen Stadtflucht in rauen Mengen vor die Tür der Städte gekippt.


    Ich finde es problematisch für den Siedlungs und Städtebau - einheitsstrategien als Allheilmittel für die Zukunft zu favorisieren und erkenne da auch keine erstrebenswerte Zukunft in der unweigerlich begünstigenden Uniformität, die Menschen individuelle Identitäten, orientierungspunkte und kreative Reflexe und Beschauerqualitäten vorenthält.


    Das ist ja u.a. das was man dem modernen Städtebau und seiner Architektur zu recht seit Ewigkeiten vorhält - wo ist denn das für die Einwohnerseele nachhaltig?

    Zum Abriss des Baudenkmales-


    Auch wenn ich die Entscheidung des Bußgeldes und der Verpflichtung zum Wiederaufbau nachvollziehen und der Geste des Bezirks viel abgewinnen kann - frag ich mich schon welchen Wert das wiederaufgebaute In diesem Fall komplett rekonstruierte Gebäude dann für den Denkmalschutz noch darstellt, und in welchem Verhältnis zum realen und wahrnehmbaren öffentlichem Interesse, diese eingeforderte Leistung für einen Bau in einem rel. Geschlossenen wissenschaftlich orientierten Start-Up-Campus steht.


    Wie denkt der amtliche Denkmalschutz eigentlich über diese „Rekonstruktion“. Diese Forderung streift ja eine ganze Reihe von Fragen zu Gängigen Forderungen und Prinzipien in heutiger Architektur und Denkmalschutz, ihrer Ethik, Politik und Recht etc.


    Die „Rekonstruktion“ hier kann doch theoretisch nicht mehr als eine architektonische Sühne-Erscheinung werden.


    Das zu rekonstruierende Kessel- und Turbinenhaus stand für ein Stück Industriegeschichte des Stadtteiles, das eigentlich. ausschlaggebende, denkmalwirksame, industrietechnische Innere, wird wohl beim Wiederaufbau kaum wieder einziehen.

    Man wird wohl auch kaum den Schornstein und das Dachaufbautengeröhre wieder herstellen - falls doch - wie sinnvoll sind dann diese Gebilde?

    Furunkeln die dann wie der 4.Schornstein der Titanik nur dekorativ für die Vervollkommnung einer beeindruckenden Technik-Kulisse rum?

    Wie soll diese Architektur dann genutzt werden?

    Welchen Grad von Rekonstruktion kann man da erwarten, damit es überzeugt?


    Das Gebäude dürfte ohne seine Industrieausweisenden Attribute, aufgrund seiner Universal-Architektur endgültig keiner Typologie mehr zuzuordnen sein, die einstige Funktion des Baues zu erkennen und einzuordnen wäre damit gar nicht mehr möglich, - der dokumtarische Wert tendiert bei einer praktikablen Reko damit gegen Null und mir ist auch kein besonderer Architekturhistorischer oder Baukünstlerischer Wert bekannt, der eine Vollrekonstruktion aus dem Nichts, irgendwie rechtfertigen würde.


    Die in die Öffentlichkeit getragene Empörung mag berechtigt sein aber erst die Berichterstattung über die dreiste Abräumung, des als Denkmal ausgezeichneten Baues, dürfte vielen bewusst gemacht haben, dass es da überhaupt einen Schutzstatus gab.


    Das Interesse für den nun komplett abgeräumten abseitigen Bau dürfte abseits der lokalen Fachkreise äußerst übersichtlich gewesen sein.


    Wie rechtfertigt man hier den juristisch eingeforderten Akt der Rekonstruktion gegenüber anderen geäußerten, populäreren Rekonstruktionsanliegen, die möglicherweise sogar mehr Sinn und gesellschaftl. Nutzen und Rückhalt haben?


    Der amtl. Denkmalschutz orientiert sich vorrangig an den Prinzipien nach Dehio und der Charta von Venedig von 1964, und lässt wenn dann max. eine Anastylose gelten.

    Das wäre hier ja nunmehr schlecht möglich.

    Das was hier imitiert wird, droht f.m zum historisierenden Gebäudefasching at it’s Worst zu geraten.


    Aus DS, Architekten und verwandten Berufsständen verweist man Vers Reko, zu gern auf die fehlende Authentizität, die Verfälschung und Relativierung von Geschichtlichkeit und mahnt zeitgenössische Alternativen an, die leider besonders in Berlin selten mit ihren Mitteln, den Phantomschmerz über die Vermisste Architektonische Gestalt und den meist damit einhergehenden derangierten Stadtraum überzeugend zu überlagern versteht.


    Egal welcher Qualität und Akzeptanz, gilt die moderne Schöpfung als

    Ausdruck der Identiät einer sich

    kontinuierlich entwickelnden Gesellschaft, als einzig legitim und erstrebenswert.


    Wohin führt diese Rekoidee?

    Ist diese Forderung für andere Fälle dann auch anwendbar und wenn ja, ist sie beschränkt auf Fälle die die Missachtung des Denkmalschutzes aus rein privatwirtschaftlichem Interesse zum Gegenstand haben?


    Ich erinnere mal an die Kinderklinik in Althohenschönhausen die mittlerweile Abbruchreif seit Jahrzehnten rumgammelt - selbst als 2015 der Bau an die Stadt zurückfiel, geschah bis heute kein Rettungs- und Wiederaufbauversuch.


    Die denkmalgeschützte Anlage ist seit dieser Zeit erfolgreich zur Vollruine mutiert, trotz Denkmalschutz.


    Ist jetzt hier die Stadt Berlin od. der Bezirk auch zum Wiederaufbau zu verurteilen?


    Wer übernimmt in solchen Fällen die Verantwortung oder wird hierzu herangezogen?


    Warum musste z.b Ähnliches nicht schon das ZDF für die Mittelstrasse 44 leisten.


    Die Politik der Stadt, hat sich zu allmöglichen Zeiten unethisch gegenüber dem

    denkmalgeschütztem, baukulturellen Erbe verhalten und damit gegen das historische und kulturelle Gedächtnis der Stadt gehandelt.


    Vergalopierte Entscheidungen durch polit Personal, wie im Fall Mauerstrasse 15 mit Hassemer/Dubrau oder gar dem Anhalter Bahnhof mit Schwedler, dubiose Abrissgenehmigungen aus Gefälligkeit bei der sich die Senats- Politik die Beschlüsse des Bezirkes torpedierte und wie bei der Deutschlandhalle den Abriss durchsetzte.


    Ich meine, man schafft ja irgendwo einen Präzedenzfall der für zukünftige ähnliche Vorkommnisse nach ähnlichen Konsequenzen verlangen könnte ohne dass hier bei den Verantwortlichen und der Art des objektes selektiert werden sollte.


    Wenn sich daraus keine gängig anwendbare Straferscheinung für die Zerstörung von baukulturellem Erbe ableiten lässt und es lediglich ein an einzelnen Protagonisten anhängiges Symbol bleibt, grenzt das doch sehr an launiger moralischer Onanie und erscheint mir damit recht Willkürlich.


    Da hätt ich es sinnvoller gefunden ne Mordwange für ein niedergemähtes Baudenkmal aufzustellen und die veranschlagten Kosten für diese Rekonstruktion für Rekonstruktion und Sanierung am Bestand von noch existenten Baudenkmalen aufzuwenden.


    Davon gibt es in Berlin immer noch genug, wie die dümpelnde Dauerbaustelle Schloss Althohenschönhausen, das Hubertusbad in Lichtenberg etc.


    Empfänger dieser so entstandenen Mittel könnten also konkrete Projekte in Berlin / oder notfalls die deutsche Stiftung Denkmalschutz sein.

    Ich frag mich beim Anblick dieser Menge an Bürokisten - warum man so etwas nicht statt in die Breite in die Höhe baut.


    Diese Fülle an Fläche wird ohne Not, der Option zur Stadtnahen Wohnbebauung entzogen und leisten als autistische, nach innen orientierte monothematische Zweckeinheit kaum was für die Urbanisierung ihres Umfeldes.


    Warum bündelt man so was nicht in Kooperativen Bürotürmen und vermeidet sowohl Streuung als auch den flächenfressenden Verödungseffekt durch diese Invasive, redundante Zweckarchitektur.


    Die Flächen würden auch in kürzeren Abständen wesentlich vielfältiger gestaltet und Baulücken in Mischgebieten wie im klassischen Blockrand müssten nicht mit ner toten Büro-Zelle aufgeforstet werden.


    Ich finds fragwürdig dass sich

    die Lebensräume der Menschen einer Stadt auch durch diese übermäßige Flächen-Besetzung mit solchen Monothematischen Batterien in die Randgebiete verschieben um sie als Pendler in die Stadt zurückzuholen.

    Ich finde auch merkwürdig dass der Abriss eines derartigen Gebäudes - so hingenommen wird - und die graue Energie als Erhaltungsargument noch dazu für einen Millieutradierten und damit prägnanten Bau plötzlich keine Rolle mehr spielt.


    Stattdessen Abriss und dann einen ökologisch motivierten, wie auch immer gearteten Ersatzbau dort hinzusetzen ist f.m. absolut widersinnig.


    Ist es ausgerechnet bei einem Bau dessen Ertüchtigung und Makeover noch gar nicht so lange zurückliegt, so aussichtslos mit etwas kreativem Ehrgeiz den Bestand umzuwidmen und den ökologischen Anforderungen entsprechend neu zu denken?


    Der Bau dürfte schon aus seinem zeitl. Ursprung heraus im Kern solide ausgeführt sein und eine bessere Substanz und Bauqualität haben als jeder Nachkriegsbau und jede Holzkostümierte Trend-Kiste mit Ökobilanzplakette.


    Er bietet trotz seiner fortlaufenden Verunstaltungen innerhalb seines über hundertjährigen Bestehens, ein für den Ort weit zurückliegendes Gedächtnis, ist damit wenn auch nur schemenhaft längst Teil der lokalen Identität.


    Wie will man den Abriss eines über hundertjährigen Gebäudes für einen Neubau in die Bilanz einer umweltfreundlichen Ersatzbebauung mit einer erwartbaren Lebensdauer von 30-50 Jahren nachvollziehbar begründen.


    Sowas aus dem Stadtbild zu tilgen finde ich unanständig.


    Ich frage mich warum hier ein Kaufhaus-Bau aus der Kaiserzeit weniger Bestandswertschätzung genießen soll, als die ehemalige

    Verstärkerstelle West in der Klosterstrasse 44 oder das H.d.S.


    Gerade aus dieser goldenen Ära der Kaufhäuser sind nur, gemessen an der einstigen Menge, nur wenige Bauten erhalten.

    Die wenigsten davon konnten ihre funkt. Bestimmung bis in unsere Tage tragen und noch weniger konnten dabei unbeschadet ihr Gesicht durch die Neigungen der Zeit retten.


    Die letzte Sanierung hat dem Bau, obwohl gut gemeint in ein laues Referenzkleidchen mit Hütchen anner Ecke gesteckt und leider den letzten Rest an optischen Verbindungen zur Fassade der Ursprungsbebauung gekappt.

    Noch als Hertie waren Seitenrisalit und Pfeilerstruktur aus der Anfangszeit erhalten bevor die Fassade völlig planiert wurde.


    Warum besteht man nicht auch hier auf eine restaurative, als wertig erachtete Fassadengestalt wie beim HdbV dem Karstadt, oder der komischen Oper.


    Warum spinnt man hier kein Konzept zur Erhaltung und schreibt die Geschichte des Baues, als aktiver prägender Teil innerhalb seiner Umgebung weiter.

    Für die Betrachtung der Gesamtentwicklung der Ecke hast du möglicherweise Recht. -


    So wie sich das auf der Visu darstellt, könnt ich mir aber vorstellen, dass man meinte mit einer Höhenstaffelung die hier mit dem neuen

    Eckbau niedriger anfährt - eine auflockernde Dynamik in die doch recht massive, abschirmende Gesamtwirkung der Wohnburgen bringt.


    Das hätte mit einem höheren Bau einfach schwer funktioniert und die dröge Klotzigkeit der Ecke nur noch weiter ausgebaut- egal welches Rezept aktueller Berliner Baukultur hier zum tragen kommt.


    Dass der Bau an sich, eine recht übersichtliche, kreative Energie an den Tag legt, erscheint mir da schon fasst nachrangig.

    Irgendwie fügt er sich ja in das bestehende gestalterische Niveau ein und tut so als würd er seit den 60ern als Nahversorgungssatelit oder Kulturzentrum da rumstehen.

    Ich bin vom fertiggestellten Ergebnis, dieser schönen Idee noch nicht sonderlich überzeugt.


    Die prismatische, prozesshafte Struktur der Fassadenverkleidung an der Plankstraße mündet an der Fassade des zurückgesetzten Verbindungsbaues leider in einem platten Fugencode.


    Ich hätt es schöner gefunden wenn sich der Verbindungsbau Hier vom Fassadenkonzept unabhängig gemacht oder die Plastizität des Fassadenthemas ohne die metamorphe Dramaturgie noch mal aufgenommen hätte.


    Obwohl er eigentlich mit seinem sehr großzügigen Eingang den Fokus auf sich zieht und wie der eigentliche Anlaufpunkt des Hofes dasteht, ist er im Verhältnis zu seinen Nachbarn merkwürdig nüchtern geraten und sieht trotz eigener Hausnummer bedauerlicherweise eher so aus als ob da lediglich Mülltonnen zur Abholung abgestellt werden.


    Die Fassadenlösung insgesamt lässt mich sehr an den

    Bauhaus-Baumarkt am Kurfürstendamm denken - allerdings ist die Ausführung dort für mich irgendwie trotz Fugenbild überzeugender.


    Der Hüllcharakter der Fassade tritt gerade bei den Fenstern an der Ecke noch mal deutlich hervor.

    Fassadenhülle und Architektur wirken hier eher dissonant, aber womöglich soll das so.


    Hätte man die Fenstereinbauten hier dem Fassadenrelief folgend, komplettierend schräg eingesetzt, wäre das Fassadenbild für mich stabiler

    und hätte den plastischen Wert der Kubistisch inspirierten Fassadenidee erhöht


    Nebenbei, begrüßenswert finde ich bei dem ganzen Projekt, die Erhaltung der restlichen Mosaike vom Beckenrand des Damenbades im Dachbereich des Altbaues.


    Die ehrgeizige Idee der Reaktivierung der Solequelle unterm Admiralspalast, die zu den einst schönen Badeeinrichtungen dort führte, ist scheinbar durch die Zeit im Sande verlaufen und

    die Fliesen, Figuren und Schmucksteine der Bäder die vor der Wende ausgebaut und ins Depot des Denkmalamtes Lichtenberg gelangten, werden wohl doch keine Verwendung mehr finden.


    Unter Falk Walter sollten die Bäder und der große Saal noch rekonstruiert werden- schade dass das nichts mehr geworden ist.


    Ihm ist zu verdanken dass der großartige Theaterbau noch erhalten ist und nicht wie unter Sarrazin angedacht, abgerissen wurde um die ganzen schicken Berliner Büroraster auch hier ins Feld für eine moderne Kapitale im kreativen Loch- und Strichcodelook zu kippen.


    Nun gibts zwar doch neue Büros, aber das schöne Gebäude mit Unterhaltungsbetrieb steht noch und mit dem Entwurf von Graft hat man sich Mühe gegeben eine unterhaltsame Lösung für das Ensemble aus Alt und Neubau entstehen zu lassen.


    Die Farbigkeit scheint mir, ist auf den öden Nachbarn mit Steinverkleidung hin, jedoch eher unglücklich abgestimmt auf der Visu sah die Fassade wenigstens deutlich rötlicher aus.


    Schöner hätt ich bei einer Metallverkleidung, Graphit mit Bronzeakzenten oder Edelrost gefunden.

    Ich vermute mal, man befürchtete dass bei einer dunkleren Fassade der wichtige hell-dunkel Effekt aus den prismatisch gebrochenen Panelen verschluckt wird.

    Na n Cannalettoblick ist das ja nun nicht - eher ne wilde Collage von Heartfield.


    Zeigt eigentlich gut auf wo der Wurm drin ist wenn Investoren und Architekten unterschiedlichen Ideen von Stadtquartieren anhängen und nicht mehr als selbstreferenzielle Statements durchsetzen, da passt dann nichts mehr so recht zusammen.


    Der Eindruck der Vielfalt ist trügerisch wenn ich einen Bildausschnitt wähle - der den Zusammenprall von Ideen in Ausschnitten dokumentiert sagt das noch lange nichts über den Grad der Einfallslosigkeit der Architektur an sich, seiner Einbindung in den Raum und seiner Interaktion mit anderen Architekturen aus.


    Wenn man sich diese Fragen dazu nicht stellen muss/braucht - fordert das auch keine kreativen Reaktionen ein.


    Im Ergebnis hat man eine Agglomeration an Gebäuden die sich bestenfalls lediglich an Straßen und Wegenetz orientieren und wenig einfallsreich, lediglich ein Quartier aus Ihrer bloßen Anwesenheit herstellen.


    So prallen urbane klassische Steintapeten, Türme aus Glas, Riegel aus Beton und „putziger“ apartmentblock aufeinander und jeder kocht sein eigenes Süppchen.


    Besonders schrill wird’s dann wenn sich Steintapete mit Vorgelagerten Fahradbügeln an ner Nostalgischen Straße aus Kopfsteinpflaster nem gläsernen Hochhausturm gegenüber stellt und mit signifikanten Altbauresten und Holzschuppen für Plastikmülltonnen vergesellschaften.


    Die Entwicklung ist hier völlig richtungslos, und überbrochen und folgt auch keiner übergeordneten konzertierenden baul. Idee von einem Stadt-Quartier durch mehrere Partner.


    Das ist orientierungsloses aneinanderreihen von Behauptungen aber kein angenehm aufgebauter Stadtraum.


    Ich bin sehr skeptisch ob hier Erdgeschossnutzung erfolgreich genutzt werden kann- wohnen wollen würd ich da nicht.


    Das Preisniveau dürfte sowieso ziemlich hoch sein und es gibt kaum eine tröstliche Wahrscheinlichkeit für einen Angenehmen, kontemplativen Ausblick nach Feierabend - da zieht man lieber die Vorhänge zu - urbanes Leben unter solchen Bedingungen tut sich da schwer.

    In diesem Jahr geht die Entwicklung des Naturkundemuseums zu einem Zukunftsfähigen Ausstellungs- und Forschungsstandort mit dem Start eines Architektur-Wettbewerbes hierzu, in die nächste Runde.


    Laut Pressemitteilung geht es um die barrierefreie Vorfeldgestaltung der Hauptseite, Aussengestaltung, Bauten für Forschung und Ausstellungen in den Höfen und eine besucherfreundlichere interne Infrastruktur.


    Im Juni soll der Wettbewerb abgeschlossen sein und der Gewinnerentwurf feststehen dann soll es , einen Dialog mit der Öffentlichkeit geben.


    Link ergänzt.

    GMP zeigt eine gewisse Routine und Sicherheit in der Gestaltung des Neubaues, aber auch wenig überraschendes.


    Der Entwurf bietet einige wohlüberlegte, interessante, rhythmische Details, ich finds sogar für den Ort begrüßenswert, dass er aus der Flucht der Altbaufassade hervortritt und damit den Hofraum zumindest in seinen Konturen spannender fasst.


    Die Fassade an sich ist hingegen trotz der kreativen Regungen in Form von inversen und spiegelnden Symmetrien für den Raum recht reizlos und massiv, es wird deutlich dass man hier mit dem Material Backstein nicht wirklich was anzufangen weiß - da hat GMP ausgerechnet bei nem Parkhaus in der Speicherstadt Hamburgs schon mal besser die Möglichkeiten des Materiales als gliedernder und plast. faszinator verstanden.


    Die Fassadengestalt zeigt sich völlig unbeeindruckt vom gewählten Material, die Vorteile der modularen Körperlichkeit des Ziegels wird an keiner Stelle architektonisch genutzt/ keine Rundungen, keine Reliefs keine Profile etc.

    Nur eine Tapete von der man nur ahnen kann wie sie real in ihrer Farbigkeit eine Architektur deren Fassadenoberfläche man nicht von ungefähr auch deshalb, zuerst für Beton od.mind. Stein/Putz hält.


    Man hätte prima für den Neubauteil des Museums Konzepte für die Aussenwirkung von Objekten wie Friese, Statuen etc in die Fassade einschreiben können- Konsolen, Nischen, Kartuschen, Arkade etc.


    Viele Objekte sind Abgüsse von Werken für den Aussenbereich da hätte man doch mit spielen können, anstatt sich ästhetizistisch im wenig ergiebigen Leerlauf von Loch und Fläche zu gefallen.


    Warum erwägt Man nicht Fassade oder mit daran geknüpfte Außen/Zwischen-Räume als Schaufläche für Spoliensammlungen und bereitet das als Anwendungsflexibles Belebendes Element der Fassade architektonisch vor.


    Auch kann der Neubau offenkundig nicht wirklich was mit dem Altbestand anfangen - der Übergang zu diesem wird mit ner Traufhohen Wand aus Ziegel abgefrühstückt und macht dann mehr oder weniger bequem sein eigenes Ding, der Ziegel als Fassadenmaterial

    Verhält sich zu diesem eher wie rein opportunistisches Camouflage, die Abgrenzung zum Alt-Bestand wird durch das barrierende Tor /Zaun Element noch als Aussage unterstrichen, hier hätte man an dieser Stelle auf vielerlei Art durchaus Alt und Neubau optisch diffundieren lassen können und Abhängigkeiten oder gar Partnerschaftlichkeiten zwischen den Gebäudeteilen ausdrücken können.

    Man hätte das Gepräge der Altfassade auch an einer Stelle wieder aufgreifen können - es muss ja kein Stichbogen sein aber warum nicht mit Parabel oder Rundbogenmotiven arbeiten.


    Auf mich wirkt das Miteinander von Alt und Neubau hier sehr apathisch - schon schade dass man einen Neubau hier in den denkmalgeschützten Bestand einer Kulturinstitution ergänzend zur Verbesserung und Aufwertung hereinholt, der dann den Altbau wie ne ihm lästige alte Omi vor die Tür schiebt.

    Das Verhältnis hätte selbst bei einer deutlich kontrastreicheren Architektur aus Glas und/oder Stahl zum Ziegelbau mehr Schwung gehabt weil er so noch als Reaktion erkennbar gewesen wäre.


    Fürn 1. Preis als Bau im Denkmalgeschützten Bestand ist das m.M.n. Eher untere Mittelklasse.

    Auch wenn’s in der Revue der Museen hier in der Frequenz eher ein Showact in der 2ten Reihe sein mag und städtebaulich kaum Wirkung hat, fehlt mir der sichtbare Ehrgeiz und die Ehrlichkeit sowohl zum Bestand, zum Gegenstand als auch zum Publikum wirklich in Beziehung treten zu wollen.


    Das ist mit nen Paar Glasflächen und ner abgestellten Figur im Hof mir dann doch etwas zu dünne.

    Der Entwurf von Hupe Flateau ist wirklich sehr spannend und ansprechend geraten - und mal wirklich mit seiner schwebenden Holzdachkonstruktion ein schönes Beispiel für einen Holzhybridbau - der es versteht seine sichtbaren Konstruktion zu einem spannenden dekorativen Moment zu machen.

    Das erinnert schon fast an ein Kreutzrippengewölbe.

    Ähnliche Holzkonstruktionen kennt man eigentlich nur aus dem Ausland wie das wirklich äußerst schöne Centre Pompidou in Metz von shigeru Ban.

    Wirklich schade dass es hier nur zu ner Anerkennung gereicht hat - der Rest ist hier im Vergleich dazu ja eher recht konventionell und nüchtern geraten.


    Ich finde als Raum für Publikumsereignisse darf sich ein Stadionbau architektonisch gerne als Ort von Spektakeln auch in diesem Sinne sichtbar äußern / ein besonderer Rahmen für Dynamik, Emotionalität und Festlichkeit der sich als Architektonisches Signal auch unterhaltsam und Unalltäglich in der Landschaft positionieren sollte.


    Irgendwie erscheinen mir die meisten Versionen da doch etwas sehr technisch gelöst- und Bleiben etwas unterkühlt in Ihrem Kreativen Ehrgeiz irgendwo zwischen Parkhaus und Kongresshalle auf der Grünen Wiese stecken. Dem Entwurf von Schmelzer kann man da gar nichts abgewinnen und die Platzierung für den 3ten Platz ist bei mir ein einziges Fragezeichen.

    Vielen Dank für diesen schönen ausführlichen Hinweis auf diese Projekt.


    Der Entwurf von Backes punktet für mich vor allem mit seinem Bemühen Fühlung zum Bestand aufzunehmen und der Idee vom weiterbauen und weiterdenken des gegebenen Charakters - ich bin aber nicht sicher ob mit dieser doch sehr verinnerlichten Alt- Architektur hier die sich daraus ergebende Gesamtwirkung auch Teil der Schlussfolgerung für die Gestaltung der Neubauten gewesen sind.

    Auf Anhieb kam mir in der recht Nahtlos übergehenden Weitererzählung der Fassadengestaltung mit seinem starren Rythmus der Fensterachsen eher der Vergleich zu ner Zitadelle oder ner Gefängnisanlage aus dem 19.Jhd. auf.

    Ich vermisse da eine gewisse

    Akzentuierung und Eigeninnovation bei der Fassadengestaltung gegenüber dem Altbestand zur Auflockerung der Gesamtanlage, da sind die schöne Wachturmdelle und die strukturierten Blindfenster eher verfestigend und damit recht effektarm.


    Mit der etablierten GMP macht mal wieder wieder mal das übliche Dürre-Format das Rennen, das notorisch die gemäßigten Breitengrade ignoriert und landschaftlich am ehesten noch in ne Wanderdüne am Kurischen Haff passt.


    Die Shader für die Materialanmutung der Fassade auf der Visu, erscheinen mir irreführend und Verzerren den Entwurf - ich wär im Leben nicht darauf gekommen dass das ne Ziegelfassade sein soll - das sieht mehr nach Kunststein oder Beton aus.


    Die Jury hat zwar sicher die entsprechende Hintergrundinformation erhalten kann aber auch nur auf den Gesamteindruck spekulieren - was mir bei einer nüchternen objektiven Bewertung von Entwürfen zur Auswahlentscheidung zumindest fragwürdig erscheint.


    Gewonnen hat wieder mal die Berliner Malaise des Klumpenklassizismus, der hier f.m. in der Visu mit der Flächenbetonten Fassade mit den zwei eckenbetonenden, turmaartigen Auswüchsen aussieht wie ne Mutante aus Pergamonmuseum und Bahnhof Lichtenberg.


    Man muss wohl aber noch froh darüber sein dass es nicht die Version Supermarktladerampe von Köchling geworden ist.


    Verwunderlich ist, dass unsere derzeitige Senatsbaudirektorin nicht Teil der Jury war.


    Es wäre zumindest interessant bei einer solchen Bauaufgabe, welche neuen Charakter-Linien in der Gestaltung der Stadt durch die neue Personalie sichtbar werden.

    Du schriebst ja selbst dass die Siedlung öffentlich schlecht angebunden ist und überwiegend aus Eigentumswohnungen besteht - ich geh mal nicht davon aus die von kritischen oder sozial schwachen Milleus mit Mercedes im integrierten Parkhaus bewohnt werden. Genauso gut hätte man hier Ein City-Hochhaus mit Wohnanteil in den oberen Etagen anführen

    Können.

    Was städtebaulich immer noch die bessere Option wäre als ein Hunderte Meter langer monotoner Riegel.


    Die Drift solcher Gebäude ist auch immer an das bediente Soziale Milleu, dessen Wohlstand und Prestige gekoppelt und der Anreiz muss durch Nahe Reaktionen gewahrt werden.


    Darauf wies ich auch bereits hin.


    Auch sollte man berücksichtigen wie intensiv eine solche Anlage als Alltagsraum erlebt wird und durch wen!


    Es macht schon einen unterschied ob ich solche Orte als Ruhesitz und Schlafstadt für Pendler oder als durchlässiges Modell für vielfältige soz. Niveaus, und Familienstrukturen anbieten möchte.


    Laut Wiki - gibt es eine gut entwickelte gepflegte Infrastruktur - und damit das notwendige Ausgleichsangebot das Quartier wird nur sehr langsam von jungen Erwerbstätigen Menschen mit solidem Gehalt frisch bewohnt und gilt allgemein als überaltert - famillare Entwicklungen gibt es kaum.


    Das sind alles eher blockende Faktoren die ein Kippen trotz solcher Architektur verhindern.

    Ich bin der Meinung das widerspricht nicht unbedingt der kritischen Veranlagung solcher Architektur und erscheint mir als Beispiel innerhalb einer ganzen Riege von Gegenbeispielen wenig geeignet.

    Interessant wäre wie so ein abseitiges Gebiet dastünde wenn sich die Alterspyramide umkehrt, die Mobile Autonomie und damit Flexibilität durch die Mobilitätswende beschränkt wird und die Einkommensentwicklung sich nachteilig entwickelt.


    Cannstadt war/ ist bekannt als soz. brennpunkt gerade der durch den soz. Wohnungsbau geprägte Hallschlag hatte hier lange einen recht zweifelhaften Ruf den man seit geraumer Zeit mit erheblichen Aufwertungs-Bemühungen entgegentritt


    Natürlich können Altbauviertel genauso betroffen von kritischer Entwicklung sein - es liegt auch in der Verantwortung der Anbieter, dem soz. Milleu und der Gestaltung der Stadt/Quartierspolitik die die Richtungsentscheidung für ein Quartier mitbestimmen.

    Es ist durchaus Vorstellbar dass vernachlässigte und entstellte Altbau Broken-Glass-Quartiere nicht nach dem Geschmack des Mittelstandes sind und daher wenig Anziehungskraft für Menschen mit einem gewissen ästhetischen und soz. Anspruch ans Lebensumfeld und ein gewisses Sicherheitsgefühl haben.

    Auch in Berlin gibt es zu genüge Verwahrloste Altbauecken mit kritischer Dynamik.


    Das ist aber durchaus reversibel und diese Strukturen erwiesen sich trotz Hängepartien als erstaunlich robust weil sie sich dank ihrer Körnung und vielgestalt bestens für Ideen der Neuerfindung eignen, Netzwerke aus Nachbarschaften abrufen können und auf Veränderungen aktiver und individueller reagieren können.


    Das sind sie grundguten Anlagen eines traditionellen Urbanen Mischgebietes wie sie überwiegend durch Altbaugebiete erfolgreich dargestellt werden die sich durch maßvolle Gebäudeadressen auszeichnen Sie sind damit immer noch ein intensiverer Bewegungs-, der kommunikations- und Begegnungsraum für unterschiedliche Milieus

    als die sozial abgeschirmten, weitgehend monofunktionalen bevölkerungsintensiven Quartiere aus den Grossformen des. Wohnungsbaues.