Beiträge von Endell

    Ich glaube es ging den Kommentatoren hier wirklich nur um die kritikwürdige Architektur. Deine Einlassung zum Tonfall wurde zur Kenntnis genommen - auch wenn ich mit der sprachpädagogischen etwas polizeilich daherkommenden Empfehlung nichts wirklich anzufangen weiß - da ich hier keine Entgleisung ausmachen kann. Der Bau bleibt für mich ein Missgriff den Bauherrn und Architekten zu verantworten haben und den die Umgebung nun dauerhaft aushalten soll- da sehe ich keine notwendigkeit mit Rücksicht auf deren Befindlichkeiten verbal nur mit Wattebäuschen zu werfen.

    Ich weiss nicht recht worauf deine Dir unbenommene Kritik an dieser Assoziation sich stößt.


    Für mich trifft sie in dieser grellen, kalt wirkenden Ignoranz im Ausdruck an dieser Stelle zu.

    Sie stellt für mich eine entäusserte Härte, und gestalterische Verflachung dar, die hier völlig unnötig ist.

    Die Fassade wirkt unwertig im nicht zu sagen billig, montiert, containerhaft und versucht das mit seiner Grellheit in der Umgebung als anarchischen Rülpser in solider Umgebung zu verkaufen was in seinem cleaned look schon unglaubwürdig wirkt- es bleibt aber für mich einfach nur in seiner Egozentrik schlechter Stil.

    Man will ja auch keine billige Plastikmöblierung ausm Baumarkt als Dauerausstattung im Park von Sans Souci sehen auch wenn man sie vielleicht zum unbekannten Oevre von Philippe Starck erklärt.


    Ich bin mir durchaus klar dass eine konsequente Durchsetzung von Harmonien im Stadtraum nach hinten losgehen kann, dass architektonische Gruppen auch Brüche vertragen und manchmal sogar brauchen- das geht aber mit der Holzhammermethode wie hier sichtbar, n.m.E - ordentlich nach hinten los.

    Das hätte man hier eleganter lösen können, weniger „Bright“ wäre allemal besser gewesen, Ziegel generisch und ein luftiger Bau aus Glas und Stahl passt fast überall.

    Der Anblick dieses hellen blechverkleideten Baues ärgert mich jedes mal.

    Der wirkt komplett deplaziert und fremd innerhalb dieses Quartiers das durch die gut erhaltene fast geschlossen auftretenden, wertigen historischen Backsteinbauten charakterisiert ist. Die Architektur wirkt in diesem Kontext wie ne befristet aufgestellte Containerunterkunft für schlecht bezahlte Leiharbeiter aus Osteuropa wollte man das so weils dann als „Break“ so schön „Rough“ daherkommt?

    Ist für den Gehweg nicht der Bezirk zuständig? Wenn nicht, gibts für den Bereich keine Gestaltungssatzung oder ähnliches? Die hist. Anlagen stehen doch unter Denkmalschutz oder nicht?

    Die Wilhelmstrasse war mal eine der Bedeutendsten Macht- und Prachtstraßen Berlins- das ist wenn überhaupt nur noch fragmentarisch erhalten und praktisch ins legendenhafte abgedriftet.

    Das kommt so auch nicht wieder.


    Selbst wenn man die spiessigen Platten dort für Ersatzbatterien abgerissen hätte was denkt man sich, was da noch hinkommen könnte?

    Nichts anderes als das was man sowieso überall im selben Duktus baut - wenn’s teuer aussehen soll, was hier naheliegend wäre -rollt man dann Naturstein oder entsprechende Surrogate drüber - fertig.

    Kann man ja beim „ Palais-Neubau“ wunderbar sehen.


    Was mich stört an dieser ganzen Denkmalwut - ist diese offensichtliche Fokussierung auf eine bestimmte Epoche- an Bauten die immer jünger werden, und damit immer weniger zu einer verbindlichen generationenübergreifenden Denkmalwertbetrachtung taugen.

    Andere Epochen zur Denkmalerhebung tauchen irgendwie gar nicht mehr auf.

    Hier wird m.M eine Couleur Zeitgeist mit konstitutiven Wert verwechselt.


    Bei dieser präsentierten Denkmalerhebungs-Aktion mit den Plattenbauten bekommt das für mich so vor der Wahl zumindest ein Geschmäckle.

    Die den Blick auf eine neutrale Bewertung der Erhebung zumindest für mich doch sehr verstellt.


    Dieses in letzter Zeit eintönig erscheinende Denkmalschutzgebaren erweckt bei mir zumindest den Eindruck, ein Stadtbild nach einer doch sehr tendenziösen Agenda einzufrieren, diese Form verbindlich über Generationen werden zu lassen - und jede technische und ästhetische Aufwertung und reflektierte Entwicklung abzublocken.


    Hinzu kommt noch die zunehmende Erstarrung der Stadtbildarchitektur durch Ökologische und Sozialpolitische Überlegungen die Abseits des Denkmalschutzes konservierend wirken. Was macht man dann wenn die letzten Baulöcher gestopft sind?


    Wie will man da noch eine dynamische lebendige Stadtgestalt generieren wenn an sich stetig veränderliche Aufwertungs- und Optimierungsgedanken gar nicht mehr zur Motorisierung abgerufen werden können und sich bestenfalls noch in Infrastrukturmaßnahmen und Bäume pflanzen äußern können.


    Glaubt man tatsächlich dass Innovation und Kreativität solche Städte dauerhaft anziehend finden. Dass diese hier gestrickte Konserve aus verdenkmalter Massenfertigung und Banalität ein lebenswertes Stadtbild darstellt und das der Finale Punkt ist, den man der Welt als ultima Ratio an dieser Stelle mit stolz geschwellter Brust präsentieren möchte? Der Ort hätte wenn auch nicht mit derzeitig kursierenden Mitteln auf Dauer sicher besseres verdient.

    Danke tomov. Für die sehr schöne Aufnahme - die Sephiafarbene Aufnahme sieht wirklich eindrucksvoll und angenehm klar aus.

    Ich hab gelesen dass es sich bei der Ursprungsbepflanzung um eine andere Lindenform mit anderem Wuchsbild als die heutige handelte, die sogenannte Winterlinde Tilia cordata mit kleineren Blättern von blaugrüner Färbung die insgesamt wohl etwas edler daherkommt als die hybride holländische oder die Sommerlinde. Wäre das eine Option die Originale Lindenform wieder einzusetzen da der größere Bestand geschädigt ist und sowieso ersetzt werden muss? Ich glaube nur ein paar Bäume aus den dreissigern sind gesund und sollen erhalten werden.


    Die derzeitige Bepflanzung am Gehweg fänd ich zumindest im historischen Teil vertretbar entbehrlich und es sogar begrüßenswert wenn die Gebäude stärker ansichtig würden. Abseits dessen würd ich sie wohl wiederum sehr vermissen - die Bebauung wird ja zunehmend Richtung Brandenburger Tor dann nun ja - eher so hmmmmmm.

    Ich hätte aber schöne Sorge dass mit weiteren 2baumreihen die Linden völlig verwaldet wirken könnten - da gibt man irgendwie den Prachtboulevard preis und bisher denkt man ja sowieso nicht unbedingt daran die Gehwegbepflanzung aufzugeben.

    Ui toll, jetzt ist alles in Stein gemeißelt unter Schutz. An dem Ensemble wurde bis 1992 gebaut - niemand hatte vor es abzureißen - es hatte bereits einen Bestandsschutz - der sozial begründet und richtig war. Der Denkmalwert wird nach m. Dafürhalten mittlerweile fast inflationär angewendet.

    Gibts die Gussform und Pläne noch?

    Bauen wir uns doch eine neue schöne DDR auch Hinterm Haus der Statistik, in der Breiten Straße und am Molkenmarkt sowieso, liebe Genossen*innen, ist ja nicht so dass, diese Innovative, künstlerisch anspruchsvolle Architektur nach DIN nicht reproduzierbar wäre.

    Ich gewinne den Eindruck dass das was hier geschieht reine politisch motivierte Geste ist - Begründen lässt sich der Denkmalschutz sicher Leichter Hand und Nachvollziehbar, ob er hier drängend war, sei mal dahin gestellt. Oder stand eine dem äußeren abträgliche energetische Sanierung an?


    Denkmalschutz genießt noch nicht mal der Bierpinsel - das SEZ wäre dem Zustand nach wohl drängender gewesen kommt vielleicht aber nächstes Jahr, wenn einem denn was daran Läge - wohnt blos niemand drinne. Wochenende ist übrigens Wahl.

    Bayer darf intakte ganze Häuserzeilen abreißen, die noch in einer wesentlich ökologischeren Materialverwendung, gesuchten Wohnraumproportion und in einer kaum mehr reproduzierbaren Stadtraumanmutung errichtet worden sind. Man hat das Schlagseite.

    Endell Sorry, ich hatte den Beitrag gerade nochmal überarbeitet, nachdem ich Deinen zweiten Post gelesen hatte. Sonst nicht meine Art, aber hier hatte sich Ergänzungsbedarf ergeben... ;)

    Kein Problem - ich sehe das gelassen - auch wenn mir jetzt kein wilhelminischer oder viktorianischer Pocket Park vorschwebte - sondern wenn dann eher an so was wie Channel gardens am Rockefeller Center vorschwebte oder eine stimmige streng geometrische Grünzugidee.

    Ligusterhecken gingen ja auf Behrens einstige Vorstellungen hierzu ein - da is ja vieles möglich und die herbe Architektur böte sich irgendwie an - auf dem Platz gibt es ja nun nicht gerade die Menge an Fassadenreizen wie meinetwegen am Grote Markt in Brüssel wo man so was gar nicht bräuchte - bis auf die befristeten funky Blumenteppiche die da alle 2 Jahre mal aufgebaut werden die sind schon beeindruckend.

    Du kannst zum Alex hinzuzählen oder weglassen, was du möchtest. Der Platz bleibt so oder so hässlich. Und deswegen wird sich am Image dieses Platzes nichts ändern.

    Ja er ist keine Schönheit - das „Totale“ daran lässt sich wohl aber absehbar abmildern - wenn man dann noch gärtnerisch in die Hände spuckt - könnte es aber endlich wieder ein angenehmes Platzbild ergeben -sogar Potenzial für einen Schmuckplatz sähe ich da, gern Ligusterhecken entlang der Behrensbauten, die ihm sowieso vorschwebten mit Bänken davor die sich streng an ein Blumen /Rasenparterre reihen mit dem Brunnen in der Mitte - dann hat der peinliche Budenzauber da auch ein Ende. Und für Demos gibts ja das Rathausforum 😉

    Teil des Problems in der Wahrnehmung dürfte die derzeit noch recht offen wirkende Flanke neben dem Hotel und die bisher recht lockere Bebauung der Seite die eigentlich nur durch den Saturnwürfel angedeutet wird sein - sonst findet Platz ja wenn auch durch die Tramführung eher zerteilt wirkend, etwas definierter nur auf den Gehwegplatten statt - gen Osten franst er halt aus - das ändert sich hoffentlich endlich mit der Hochhausbebauung - dann sind die Räume definierter - und auch klarer voneinander abzugrenzen - diese Platztypische Fassung kann eher der Fernsehturm gerade für sich wahrnehmen - ist irgendjemandem hier eine sinnvolle Namensgebung für das platzartige Raumbild Geläufig? Die Adresse heißt Panoramastrasse- eine Bezeichnung für einen Ort der sich so als Straße kaum als solche zu erkennen gibt - das könnte man leicht ändern und die Gegend eigenständig auch in der Benennung schlüssiger definieren. Auch die gepflegte Vermarktung des Alex findet überwiegend über den Fernsehturm statt - das Problem mit dem Alexa ist dem Namen schon nach lesbar. Das HDS gehört natürlich nicht zum Alex aber ist n.m.Wahrnehmung, Teil der bisherigen optisch verschobenen Raumkannte - das wird sich wie gesagt mit den Neubauten denke ich aufheben.

    Na ja das wirklich unangefochten schönste am Pariser Platz sind die Parterres mit Brunnen und das Brandenburger Tor - den Rest guckt man sich ernüchtert an und geht wieder, wenn man nicht grad ins Adlon will, der Ku’damm is vital und müht sich echt wieder ein ansprechender Boulevard zu werden - der hat von seinen Angeboten her schon mehr Aufenthaltsqualität und um und mit der Gedächtniskirche mehr Spektakel und das Umfeld um den HBF will man sowieso kein zweites Mal in dieser Stadt sehen.


    Den Alex hat man Anfang der 30er mit dem unvollendeten Behrensplan angefangen ins Aus zu schießen, er darf wohl auch als eines der prominenten ersten städtebaulichen Dauer-Opfer in der Hinwendung zur verkehrsgerechten Stadt gesehen werden.

    Es war hier auch wieder mal so ein relativ geschlossener Wettbewerb, den ersten Preis zu einer vereinheitlichten Gestaltung errangen die Luckhardts, waren aber letztlich für die Umsetzung auch mit Blick auf die notwendigen Grundstückserwerbungen zu teuer.

    Zuschlag erhielt also Behrens als Zweiplatzierter und der durfte nun friederizianische und klassizistische Bauten abreißen und hatte wohl auch schon Tietz für eine Schlichtung zur Fassadenangleichung im Boot - kam halt anders - und der Alex wurde unorganisches Fragment.


    Seine beste Zeit hatte der Platz wohl um 1900, der Platz war sowohl gärtnerisch gestaltet als auch Verkehrsplatz und gesättigt mit Theater, Einkauf, Hotellerie, Restaurationen, Cafees und Wohnen - und dann bekam er 20. Jahrhundert und verkümmerte zum Transitort, wovon er sich nie so richtig erholte.


    Das HDS ist hier glaub ich die unwichtigste Randerscheinung - und sollten die Hochhäuser erst mal stehen verliert sich dieser missliebige Bau vielleicht.

    Möglich dass einem in 20 Jahren das geringe Investment in die Aussengestaltung dann auffällt und sich dann zu markanteren Maßnahmen im Zuge einer Sanierung hinreißen lässt.

    Das Statement zum Stadtbild ist zwar recht bedauerlich - aber was am Molkenmarkt und in der Breiten Straße passieren wird - ist glaube ich erst einmal wesentlich bedeutsamer für die Stadt als dieser olle Verwaltungsbau.

    Ich fange an den Bau in seine Fassadengestaltung zunehmend als Skulptur zu verstehen. Auch wenn’s im Detail betrachtet nur eine Flotte Montage aus sich unruhig ausnehmenden, profilierten Dekorplatten zu sein scheint- muss man wohl die Gesamtwirkung erst einmal abwarten - ich vermute dass das in Summe eine überzeugende Gestaltung wird die sich erst im großen Ganzen erschließt. Meine Ahnung ist, dass der Turm in der Anmutung wie ein Wasserfall aus der Schwerfälligen steinernen Umbauung herausstechen wird, das empfände ich hier als nicht ungeschickt wäre eine witzige Metapher und lockert die Gegend etwas auf. Sowohl im Material, in seiner Leichtigkeit, seiner Vitalität und seiner wenn auch nur vorgeblendeten erzählerischen Komplexität find ich den Bau zumindest erst mal erfrischend auf der Ecke.

    Ich möchte mal auf die Übergangsmieter „Die Dixons“ in der Spielhölle hinweisen. Derzeit toben sich auf liebenswerte und interessante Art und Weise, Künstler dort aus und Haben sich herzig bei der Nachbarschaft vorgestellt. Man ist eingeladen und Fenstern kann man da sowieso immer und kriegt eine Ahnung was da präsentiert wird. Was ich so sehen konnte, Vorrangig interessante Streetart u.a. Cartoons, Graffiti und witzige Beobachtungen wie Strassenschriften. Eine schöne Belebung und interessante Ergänzung wenn auch befristet, bis zum Bau von Büros an der Stelle 🙄

    Vielen Dank für die Information, Danke Baukörper und Spreetunnel.


    Möglich dass das prima in die Authentizität der sehr langen Entwicklung des Baues passt.


    Aber eigentlich wollte man sich ja auf die Schlüterfassaden konzentrieren- irgendwie hätte man das bei einer Schlütergerechten Fassadenreko doch ruhig übergehen können. Man hat ja nicht vor ein wilhelminisches Schlafzimmer dahinter. Wieder auferstehen zu lassen und der Eingriff ist für die Wirkung der Fassade ja erst einmal eher irritierend.

    Aber man kann und muss es als historisch getreues Extract der Reko durchaus gelten lassen - die Rekonstruktion beschränkt sich ehrlicherweise ja sowieso nicht nur auf Schlüter und die wesentlich spätere Kuppel von Stüler würde einem ja auch fehlen.

    Staffelgeschoss, 2,55m Deckenhöhe - irgendwie Möchte man das gerade in der Breiten Straße nicht sehen.


    Die Idee der grünen Höfe ist ganz nett, aber was haben Architekten eigentlich gegen Steildächer oder sind die mittlerweile in Berlin verboten.


    Zweischalig sorgen die für gutes Raumklima, können gut und mit wenig Aufwand gewartet werden und gelten als langlebiger.


    Besser und sinnvoller als in der Tragkonstruktion eines Daches kann man Holz in der Architektur, gerade mit örtlich historischen Kontexten doch gar nicht einsetzen.

    Da muss man doch gar gar nicht erst anfangen ökologisch und nachhaltig anteilig Holzbauweise neu zu erfinden.


    So was kann man in Wohnparks auf der grünen Wiese exerzieren, in fantasievollen Hypermodernen Solitärbauten oder inner punkigen Alternativgründung aber hier?


    Gerade zur breiten Straße und Brüderstrasse mit den Resten der Altbebauung macht klassische Bauweise doch Sinn!


    Bekommt Ribbeckhaus und Barocker Marstall jetzt auch ein staffelgeschoss mit Dachgarten?


    Die vorgestellten Wettbewerbsgedanken überzeugen mich bisher in ihrer repräsentativen städtischen Attitüde mit historischem bürgerlichen Kontext - gar nicht. Das wirkt schon aufgrund der Proportionen wie kleinstädtischer Lückenschluss mit üblichem sozialen Wohnungsbau, dabei führte die Breite Straße zu einem bedeutendem Residenzbau, dementsprechend setzte das Bürgertum hier seine Akzente.

    In dem Zusammenhang halte ich Klinkerfassaden für völlig unangebracht und ich mag Klinker sonst sehr.


    Adressenbewusstsein wird von Adept zumindest verbal angedeutet.

    Aber bestenfalls wird das dann wohl reduziert mit gängigen miefigen Gestaltungs-Mitteln der Blockrandbebauung der letzten 20 Jahre über unterschiedliche Parzellen eingelöst.

    Bisher fällt mir nichts ein wo das je überzeugt hätte.


    Sich mit, der kaum für die Erscheinung und Ausstrahlung relevanten Ausstellung der Keller-Archäologie zu begnügen und sich sonst aus der städtebaulichen Historizität herauszumogeln ist In etwa vergleichbar mit Zuckerwatte aufm Jahrmarkt - schön wenn’s da ist aber vermissen würds auch keiner. Wie das mittelalterliche Klo auf der Fischerinsel halt.

    Ich finde den geforderten Eintritt fast begrüßenswert und nachvollziehbar - wenn man bedenkt - dass sich dort hoffentlich interessante Grünanlagen im Wechselspiel mit Kunstinstallationen befinden - das muss ja umsorgt werden damit man länger was davon hat.

    Jeder weiß doch dass ne menge Freaks in der Stadt einen schei.... darauf geben und sich gern zum nachsehen anderer an so was vergehen.

    Kunst im öffentlichen Raum ist in Berlin da ein richtiges Warnbeispiel.


    Ich könnte mir vorstellen, wenn der Park wirklich gut gemacht ist könnte er in etwa wie Park Güell funktionieren nur leider ohne putzige Sittiche in den Bäumen.

    Ob solche abseitigen Parks in der


    Angebotspalette neben Britz und Marzahn oder gar Tiergarten wirklich Sinn machen steht auf einem anderen Blatt.


    Ich könnte mir aber vorstellen dass der hier sich über die Jahre doch auch thematisch noch mal verändern wird und auch muss, damit er dauerhaft funktioniert und angenommen wird.

    Auf mich wirkt die obere Darstellung mit dem Gebäude in grün wie die verschlimmbesserte Version der unteren. Die Visu ist da schon sehr ausformuliert und wird auch auf der Website stolz präsentiert-das sieht wirklich eher nach der finalen Version aus - leider.

    Ich finde die Idee vom Lunapark auch ganz charmant - bis in die 30er galt das Original in Halensee er als der größte Vergnügungspark Europas. Und wäre heute wohl mit dem Reiz des Wiener Praters zu vergleichen.


    Ich bin mir unsicher ob das Konzept eines konventionellen Vergnügungsparkes heute so noch funktioniert.

    Trotzdem wäre so ein richtiger Vergnügungspark als Ausflugsziel innerhalb Berlins sicher eine wirkliche Ergänzung unter den Berliner Unterhaltungsattraktionen gewesen, gerade für Familien und Jugendliche.


    Solche Vergnügungsparks sind zudem recht kurzwegig was Attraktionen angeht, gerade Familen mit Kindern dürften das zu schätzen wissen.

    Der Tierpark friedrichsfelde ist z.b enorrrm weitläufig ohne Kinderbuggi ist man da echt am a. ..die Attraktion am Tempelhofer Feld muss man sich eher mitbringen und Jugendliche und Kinder durch die Museen der Hochkultur zu schleifen ist jetzt auch nicht das erste was einem zu einem spassigen Nachmittag einfällt.


    Ich bin bei dem Park hier erst ma gespannt wie es sich konkret darstellen soll so richtig schlau werd ich noch nicht daraus- wird der Park ein geschlossener sein oder doch öffentlich?


    Schön dass die Dinos zurückkommen und das Riesenrad restauriert wird - vielleicht quietscht es dann nicht mehr so gespenstisch im Wind.

    Was ich als Bild immer faszinierend während der Stilllegung fand war diese bonbonfarbene Häuserzeile mit dem riesigen Kühlturm im Hintergrund - das hatte schon was von „survival town“ auf nem Atomtestgelände in Nevada. Ich Hoffe die bleibt erhalten.

    War das mit den höher verschobenen Fenstern bis zum Gesims und dem Wegfall der Agraffe im Original eigentlich auch so oder hat man beim Neubau die Etage darunter höher gelegt und wusste das nicht anders zu lösen? Weiß jemand ob das vestibül an der westterasse noch absehbar fertiggestellt wird oder bleibt das auf unbestimmte Zeit so?


    Die Terassenbegrünung find ich übrigens wider Erwarten bisher ganz interessant - und bin jetzt schon recht gespannt welche Pflanzlandschaft man hier nachbildet.


    Ich hätte aber trotzdem nichts gegen das originale Dekor der Rossebändiger etc an der Stelle -die sind im Original existent und gehören einfach an ihren Ursprungsort zurück - ich verstehe wirklich nicht warum man sich so dagegen sperrt authentische Relikte wo es geht und Sinn macht wieder aufzustellen.

    Wie dem Tagesspiegel zu entnehmen war - ist der Bierpinsel endlich an einen privaten Investor „immoma“ verkauft und soll zu Büros umgebaut werden - am kommenden Wochenende erhalten Interessierte die Möglichkeit das. Ungewöhnliche Bauwerk der Architekten des ICC - Schüler und Schüler Witte mal zu besichtigen- so weit ich weiß steht der Bau zwar nicht unter Denkmalschutz ist aber so eine, wenn auch etwas unförmige nicht uninteressante und wahrzeichenhafte Kuriosität die in diesem Strang vielleicht doch nicht ganz falsch wäre