Beiträge von Endell

    Auch wenn mir die Uferwand trotz der Autentizität immer noch nicht recht gefallen mag und ich dort eine Gelb- Klinkerverkleidung für schöner und passender gefunden hätte, das aufbereitete Geländer sieht wirklich toll aus und ist in jedem Fall ein schöner stimmiger Akzent für die adrette Promenade.


    Wenn man sich vor Augen führt wie wüst die Ausgangssituation sich hier einst dargestellt hat - ist das Ergebnis schon schwer beeindruckend. Da komm ich dann auch über die graue Ufermauer hinweg.

    Für mich machen die Farbdarstellungen und die Verheißungen von Oberflächen und Materialmix die Entwürfe auch nicht besser.


    Im Detail sind die Fassadenvarianten für mich sogar über die Blockige Plumpheit hinaus richtig schlecht gestaltet.


    Die Fenster-Achsen und Formen springen und variieren teilweise hin und Her, die Bullaugenfenster von Los 3 wirken völlig launig ohne Feldkonzept in die Fassade gebohrt, die grüne Riemchenverzierung von Los 1 ist in dem Verbundkonzept nahezu hässlich und erinnert an verlegene, billige Mattendekorlösungen aus den 60ern, Los 2 sieht in der Ornamentvermeidung und den gedrückten Etagentürmungen aus wie ne schlechte armseligere Variante für die Stalinallee und für Los 5 gabs wohl für die massenhafte Verwurstung von Kannelierten Fenstereinfassungen, Rabatt. Es fehlen völlig augenschmeichelnde Akzente, Fraktale Elemente und rythmische Inszenierungen was an Bauelementen und Fassadenapplikationen dekorhaft verarbeitet wird hat überhaupt keine unterhaltsame Pointe. Für mich wirken die Entwürfe mühsam und austauschbar - da wird nicht viel mehr geboten als am Wohn-ghetto rund um die Mercedes Benz Arena -

    Sehen mir auf Anhieb, wenn auch nicht alle primitiv zu nennen sind, doch recht beliebig aus.

    Aufenthaltswürdiges Flair lässt sich mit den recht generischen ökonomierastern sowieso nicht herstellen.

    Für mich Architektur bei der es egal ist ob se hier oder woanders steht und die man hier wirklich entbehren kann.

    Wenigstens passt diese Wettbewerbsanstrengung zum hässlichen Wirosozialpalast.


    Die Bauten unterbieten noch eher die Ödnis am Schinkelplatz - aber wenigstens gibts ne Schaufensterzone im Erdgeschoss und es ziehen echte Menschen ein.

    Die Alte Mitte bleibt aber weiterhin mit ihren Neubauangeboten aus der penetranten Schachtelmottenkiste im geleisteten architektonischen Erlebniswert für mich bei null.

    Wäre sicher schön wenn der Wiener Schmäh wieder bei der Komischen Oper herausträte und der Bau seine düstere Einsargung loswürde- allerdings glaube ich nicht dass der Denkmalschutz für die 60er Jahre Hülle hier aufgehoben würde nur um dann Platz für die Auferstehung von schwülem u. unernstem aber sicher für die Funktion des Hauses treffenderem KuK Barock zu schaffen.

    Schon gar nicht in Zeiten in denen gerade von den üblichen, wirkmächtigen Verdächtigen aus Expertokraten und Branchen-Lobbyisten allen Ernstes über die Ambition „künstlerischer“ Derangierung der Barockfassaden des HF schwadroniert wird und die mehrheitlich geforderte Rekonstruktion der Fassade der Schinkelschen BA selbstgerecht ins Nirvana geschossen wird.

    Ich würde das Ergebnis auch überhaupt nicht über den Klee loben. Die Leistung ist gegenüber dem Vorzustand sicher bequem besser zu nennen - aber eher engherzig umgesetzt.

    Die Hoffnung auf etwas mehr Ehrgeiz in der Gestaltung der Erdgeschosszone nach der schlappen Aufhübschung der Restfassade - hat sich leider nicht erfüllt.

    Mit einer plastischeren Bossierung hätte man dem Gebäude wenigstens etwas von seinem üppigen bauzeitlichen Gründerzeitcharakter wiedergeben können.

    Die Pilasterkapitelle zwischen den Fenstern sind viel zu tief und verhalten damit sich völlig unharmonisch zum drunterliegenden Blendpfeiler. Das wirkt für eine wertige Fassadenarbeit völlig unprofessionell wenn nicht gar unfähig. Äußerst ärgerlich sind auch die enthauptet belassenen Säulen im prominenten Eingangsbereich der Ecke - war es hier nicht im geringsten möglich mit Hilfe eines Stuckateurs wieder so was wie ein Kapitell herzustellen? Auf mich wirkt das Ergebnis des Gründerzeitlichen Eckbaues leider völlig provinziell - der Diamant ist auch eher ein gernegrosses Statement von eher schlichten Gemütern.

    Das es sich beim gesamten Invest-Komplex um eine Agglomeration von Bauten unterschiedlicher Epochen und Stile handelt ist auch nach dem Versuch den entstellten Fassaden wieder ein Gesicht zu geben weiterhin nicht erkennbar. Dafür ist der Gestaltungsanspruch für die Individuen viel zu linear und bis auf die hist. Fragmente rel. pointenarm so dass alles unter einer einheitlichen, erkennbar gleichgültigen investmentsaucigkeit abgewickelt wird.

    Für mich bleibt die Glasgloche unorganisch auf den Altbau gesetzt - die alten und neuen Gebäudeteile fallen optisch völlig auseinander und man bemüht sich auch gar nicht darum, einem Gebäude dass sogar unter einem Namen wie „Schicklerhaus“ eine ganzheitliche Gebäude -Identität kommuniziert - irgendwie beim mod. Dach-Ausbau gerecht zu werden.

    Da wird Stumpfsinnig und egoman eine Glas-Blechkiste über die gesamten Fassadenlängen gelegt ohne mit den Höhen und Sprüngen der Fassade konsequent mitzuschwingen.

    Es entsteht der unangenehme Eindruck dem Gebäude unbedingt ein scheinbar effizienteres Flachdachbild als Fassadenabschluss aufzuzwingen und sich für den eigentlichen Markenwert des hist. Basisbestandes eigentlich gar nicht zu interessieren. Für mich bleibt die Aufstockung ein ästhetischer Misserfolg.

    Im Innern entstehen nach der Sanierung rund 7000qm Büro von einer anderen Nutzung des Gebäudes ist überhaupt keine Rede. In die Schaufensterzone wird da zwar wohl kaum ein Bandvorhang runtergelassen aber auch kaum so was wie Kempinskis Wein und Feinkost wiedereinziehen. Das wird bestenfalls launchig wie vom Investor illustriert und damit dürfte die Relevanz für das Leben auf der Straße eigentlich eher untertourig und auf die Mietklientel beschränkt bleiben - für eine belebende Dynamik der Friedrichstraße erscheint mir das eher unnütz.

    Ich finde es wohltuend dass man für die Fassaden des komplettierenden „Holz“-Neubaues an der Glinkastrasse scheinbar auf die sonst obligatorische signallyrik aus ästhetisch instabiler Astlochromantik verzichtet hat und vordergründig wirklich an der optischen Wiederherstellung des markanten Ensembles interessiert war.


    Die Detailsorgfalt für die Fassadengestaltung erscheint mir trotz des ungewöhnlichen Fassadenmateriales schon sehr beachtlich.

    Die Idee schafft elegant den Spagat sowohl innovativ zu sein, als sich auch als Teamplayer innerhalb des barocken hist. Bestandes zu begreifen.


    Ein wenig frag ich mich noch wie sich die Fassadenverkleidung aus Brettsperrholz in der Realität wirklich darstellen wird.

    Die Hist Fragmente der westlichen Aussenmauer sind wohl in die Fassade integriert - der Sockel der Westfassade dürfte also noch Gemauert und verputzt sein.

    Aber spätestens ab 2. Etage frag ich mich wie genau sich da das Verkleidungsmaterial Holz erleben lässt.


    So wirklich schlau werd ich aus den bisherigen Eindrücken noch nicht - kommt da ein Netzgewebe mit Putz drüber, wird da gedämmt oder wird das Holz einfach getüncht?


    Meine Begeisterung Zur Sanierung des Haus Friedrichstadt hält sich dagegen eher in Grenzen - schön dass es gemacht wird aber das anhängige Verwertungskonzept für ein hist. Geschäftshaus ist auch nur ein weiterer Sargnagel für die Friedrichstraße - ein weiteres officebuilding mit toten Schaufenstern ist so ziemlich das letzte was die ewig bejammerte Schlagseite der Einkaufsstraße hier gebrauchen kann. Nichts ist giftiger für die Attraktivität von Innenstadtlagen und das urbane Flair als rein introvertierte Gebäudefunktionen mit Publikumsimmunisierter Erdgeschosszone -

    Irgendwie passen in der Visu diese nostalgischen, putzigen Backsteinsteinpfeiler mit dem beklebten Schild für den Biergarten für mich nicht so recht ins Bild und verpassen dem Design der Anlage eher eine Delle.


    Die Pfeiler mögen zwar im Material und Stil zum historischen Bestand der Bötzowbraurerei passen - aber die optische Verknüpfung ist mit den abschirmenden Chipperfield- Neubauten in Sichtbeton überhaupt nicht herstellbar.


    Die Pfeiler holen hier plötzlich das 19Jhd in eine ihm gestalterisch völlig wiedersprechend definierte Situation, das ergibt hier m.M überhaupt keinen Sinn.

    Das Schild wirkt obendrein für seine Umgebung nahezu ramschig.


    Ein simpler Hinweis- Titel wie „Biergarten“ in wertiger Ausführung und in klassischer Textschrift. wäre n.M.n schicker.

    Für die sowieso schwer einzubringende Ästhetik der Werbung der Augustiner-Brauerei reicht meiner Meinung der Fahnenmast.


    Hätte Chipperfield sich nicht auch um dieses Tor im Sinne der bisherigen Mentalitität der Anlage kümmern können?


    Vielleicht ein Pylon aus Beton, Stahl oder einen Bogen aus Menhiren - etwas was mit dem Monumentalen, Kühlen und Kühnen der Architektur und der wunderbaren Freitreppe mit Wasserlauf mithält?

    Bei der Decke geb ich dir recht erst recht wenn die wirklich abgemetert über die Position der Säulen hinweggehen - so dass die tragende Funktion der Stütze in Frage gestellt wird - das ist einfach mal ne schwache Leistung - das Interieur wirkt nicht wirklich repräsentativ, weder Edel noch behaglich eher miefig allerdings ist das Scraffito und die Farbigkeit der. Säulen ein lichter Moment - mit einem besseren Raumausstatter kriegt man da vielleicht noch was hin.

    Die Situation mit der Backsteingefassten Treppe sieht wirklich einnehmend aus.


    Ich seh besonders im höheren Bau aber eher einen Widergänger des Palazzo della Civilta.


    So richtig passt diese betonsichtige Anmutung mit ihrer Schwäche fürs monumentale aber hier für mich nicht recht ins Milleu.


    Farblich wird er sich mit dem geplanten, f.m. Zweifelhaften Entwurf, des hellen Putzbaues gegenüber eher beißen.


    Die Fassade hätte in Voll-Klinker oder auch Putz u. Klinker expressionistischer wirken können und würde dann auch nicht so sehr wie eine Doublette ital. Staatsarchitektur der 30er wirken.

    Zudem hätte der Bau m.M.n. damit besser mit den Bestandsbauten harmoniert und würde bei aller gestalterischen Autonomie ergänzender und weniger selbstreferenziell zum Flair des Ortes passen.


    Meine Befürchtung zu dieser Sichtbetonfassade ist, dass diese in unseren Breitengraden wie an einigen Bsp bekannt, schrecklich altern und dann über die Zeit bei der Vielzahl an Öffnungen und Fugen, witterungsbedingt, recht verheult aussehen wird.

    Man denke nur mal an das BuKaA, das wirkt mittlerweile wie ne schmuddelige olle Waschmaschine aussieht.

    Ich weiß nicht ob dann das Wonnige, tropischer Assoziationen, dann so noch greift.

    Danke für die Eindrücke.

    Den Fotos nach, ein angenehmes Lichtdesign, dieses stimmungsvolle Glühen.


    Nur geht da abends kaum einer Spazieren.


    Im Dunkeln sind die Linden, abseits spezieller Events am Pariser Platz, dort sowieso völlig ausgestorben.

    Und für so ne Lichtshow läuft da auch keiner hin.


    Was soll man auch da.

    Um sich lediglich ne nette Putzfrauenbeleuchtung aus irgendwelchen Steintapezierten Bürokisten anzugucken braucht es keinen Abendspaziergang unter den westl.Linden.


    Ich denke schon, dass man hierzu, das Personal der vergangenen Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung, und die Senatsbaudirektion mit in die Verantwortung nehmen kann.


    Sowohl architektonisch als auch in der Funktion sind die Linden hier als Prachtboulevard völlig unbrauchbar entwickelt.


    Genauso wie Kleemann und Jakubeit ihrerzeit, mit der Glasfassade der ADK am Pariser Platz, ihre eigene alte Gestaltungssatzung für die Linden sichtlich ignoriert haben, sind auch die wenigen Neu und Um-Bauten unter den Linden aus den letzten 14 Jahren sehr großzügig mit der Auslegung der neuen Gestaltungssatzung umgegangen.

    Personell gab es über die versch. Legislaturen hinweg, hier nur eine wirksame Konstante.


    Lüscher war seit 2007 - 2021 sowohl Senatsbaudirektorin, als auch Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

    Die Änderung der Baugestaltungsverordnung erfolgte in 2009.

    Es wäre seltsam wenn sie qua Funktion keinen Einfluss darauf gehabt hätte.


    Sie wurde vom BDA mit allerlei Hinweisen und Verbesserungsvorschlägen sogar persönlich angeschrieben, als es um die Veröffentlichung der neuen Baugestaltungsverordnung zu den Linden, durch Reyer kam.


    Man darf also schon annehmen, dass Sie als Ansprechpartner und Autorität für die Auslegung, Forderungen und Formulierungen innerhalb der Baugestaltungsverordnung von dieser einflussreichen Organisation angesehen wurde.

    Zudem wurde von ihr das sogenannte Baukollegium bereits 2008 entwickelt - dass meinte eine gewisse Baukultur für die Stadt sicherstellen zu können.

    Die bevorzugten Tendenzen dieses Gremiums unter dem Vorsitz Lüschers wurden recht schnell deutlich und die Projekte zeigten wenig Varität im Stil.


    In der Folge entstand ein Klima von vorauseilender opportunistenarchitektur das sich sehr auf eine Neumoderne Kennung limitierte und damit doch sehr auf die Person Lüscher zugeschnitten war.


    Zeit ist Geld und wer bauen möchte, verrennt sich nicht in ästhetischen Coloraturen die dann dem Bekannten Gusto einer vorgeschalteten Geschmackspolizeilichen Gremiums sowieso zuwiderlaufen.


    Für die poln. Wahl zur Architektur der. Botschaft dürfte das mittelbar nach einem bereits abgelehnten Entwurf, der sehr wohl ein Steigendes Dach und künstlerische Applikationen in Metall bereit hielt, erst recht unter dem Eindruck wachsender finanzierungsschwierigkeiten nicht unbedeutend gewesen sein.


    Der vorangegangene Entwurf zur polnischen Botschaft wurde noch ästhetisch bemängelt, u.a galten Metall-Applikationen als den Gestaltungs-Regelungen für die Linden von 1997 zuwiderhandelnd und wurden durch den Senat abgelehnt - Aus heutiger Sicht hatte der Entwurf aber m.M mehr mit den Forderungen der Verordnung gemein, als der heutige Bau der sich nicht mal mehr um ein Staffelgeschoss bemüht, das als Alternative mit Distanz im Neigungswinkel auch weiterhin gültig gefordert gewesen wäre.


    Mit dem Neuen Entwurf war dann wie beim Selbertbau und dem Entwurf zur Komischen Oper alles ganz toll - alles Projekte für die Linden in der Amtszeit Lüschers, die ihrer persönlichen ästhetischen Präferenz und ihrem dogmatischen Abwehren von Bezügen zu einem historischen Stadt- Bild der Vorkriegszeit, entsprechen.

    Die Begründung des Preisgerichtes zum Selbertbau liest sich schon Bezugnehmend auf die Einschätzung der Stadtentwicklung, sehr verbogen.


    Nur als Bsp., das in der Baugestaltungsverordnung geforderte Stehende Fensterformat soll demnach in den nahezu quadratischen Fensterformen, die wunderbar zur poln. Botschaft aufschließen, durch die geteilten Fensterflügel erreicht werden.


    Das ist doch hanebüchen.


    Wer von der Stadtentwicklung kommt zu so einer Einschätzung und wer hätte beim Entwurf der neuen Pol. Botschaft hier wie bereits beim vorangegangenen Entwurf nach Position und mit seiner fachl. und Expertise insistieren können?


    Sicher sind selbst mit hist. Referenz nicht alle Bauten Dachsichtig gewesen - ein steigendes Dach und stehende Fensterformate hatten trotzdem alle. Die Anrainerbauten der Linden waren zudem in ihrer Gestaltung trotz ihrer Individualität -durch die ästhetischen historischen Codes und dem gemeinsamen Nenner der Fraktalen unterhaltsamen Fassadenbilder, untereinander beziehungsfähig und boten damit einen genussfähigen harmonischen Anblick, der im Gesamteindruck der Linden als Repräsentative Laufmeile überzeugen konnte.


    Diese harmonische Pluralität und für einen hist Boulevard passende Opulenz ist mit der regiden Traufhöhenbegrenzung und dem puristischen Begabungen der zeitgenössischen Architektur kaum mehr vergleichbar herzustellen - weswegen der Verweis auf die hist. Konstitution hier gar keinen Sinn macht.


    Zudem dienen die Bauten in ihrer einem „Prachtboulevard“ wiedersprechenden Reduktionsästhetik überwiegend distanzierten Zwecken, so dass selbst die eingeforderte Schaufensterzone bei umsetzung dort- zwar Boulevardgerecht tut aber einen überschaubares Brauchbares Angebot bereithält.

    Die Schaufenster von Selbertbau sind eher reines Feigenblattbproforma und

    bedienen wenn überhaupt auch nur schwache Partikularinteressen.

    Die Zielgruppe des Flaneurs der spontan und genussorientiert irgendwo einkehrt, existiert für diese Angebote hier gar nicht.


    Zudem frag ich mich welche Prioritäten der Denkmalschutz der sich ja auch in der Gestaltungsverordnung auslebt - hier verfolgt. Während an der KO pedantisch die Originale Steinverkleidung aus den 60ern. Wiederhergestellt wird, nahm man den Abriss des denkmalgeschützten Wiratex und zuletzt der Abriss der polnischen. Botschaft eher hin.

    Es fand sich auch kein vergleichbarer skandalisierender Widerspruch von Seiten best. Architekten und Stadt-Planer.

    Die Truppe die sich äußerst bemüßigt fühlte, gegen den Abriss des nicht mal denkmalwerten Düttmanbaues an der Urania zu demonstrieren blieb bei den Abrissen bestehender Denkmalwerte merkwürdig stumm.


    Der Umgang mit den Linden und ihre Entwicklung war seit der Jahrtausendwende doppelzüngig und völlig gegenläufig zu den Urbanen Anforderungen die ein lebensfähiger Boulevard und seine Umgebung brauchen.


    Eine Verbesserung im Angebot der Linden ist mit dem Bau der Pol. Botschaft nicht zu erwarten - die hist. rel. junge funkt.Tradition hier, hätte man n.M.E.nicht weiterführen müssen/dürfen- und wäre im Tiergarten genauso gut aufgehoben gewesen.

    Stattdessen setzt man mit ihr. hier einen weiteren wenig Aussenwirksamen Zweckbau der überhaupt keine ausreichende, sinnvolle Attraktion für die Retour des Boulevards darstellt.


    Das städtische Gefüge ist hier in der ästhetischen und funktionalen Qualifizierung derart aus den Angeln geraten dass man sich nicht wundern muss wenn nicht nur der Boulevard nicht mehr überzeugt weil das Publikum mächtig sinnfrei umherstrolchen muss und außer der Eventlocation und Knipser vorm BBT keinen Mehrwert mehr vorfindet, sondern auch die Friedrichstraße dahinvegetiert.

    Das ist das Ergebnis einer völlig fehlgeleiteten Stadtentwicklung und einer hier völlig ungeeigneten weil der Absicht eines „Pracht-Boulevards“ widerstreitenden nihilistischen neomodernen Architekturauffassung.

    Die knalligen Plastikmöbel wirken hier wie Strandgut das angeschwemmt wurde - die Ankern sich hier an gar nichts und wirken wie willkürlich abgeladener Müll - in Wien knüpfte man die Objekte noch als Ereignis an schattenspendende grüne Inseln das fehlt hier. Mag ja gut als Gelegenheit angenommen werden aber Man fragt sich was als Nächstes kommt um die herbe Freiflächengestaltung Zu möblieren knallbunte Flaschenkontainer und wertstofftonnen Oder plastikwindräder, und Gartenzwerge in den Rabatten? Die sind ja auch bunt und genug um das triste preisgekrönte Umfeld mit dem Publikum zu versöhnen.

    Sicher richtig Prioritäten zu setzen - es gibt Rekonstruktionen wie die der BA, die für ihre Umgebung dringlicher und ergiebiger wären.


    Der Akademiebau am Gendarmenmarkt wäre aber im Rekoaufwand jedoch m.M relativ überschaubar.


    Die Gestaltung des Neobarocken Baues nach Kieschke stand von Anfang an unter keinem Guten Stern.


    Schon bald nach Fertigstellung 1903, regte sich Protest gegen die Fassade und sie sollte abgemildert werden.

    Man warf ihr vor, mit ihrer Üppigkeit und dem verlagerten Hauptzugang an den Gendarmenmarkt, in Konkurrenz zum Schauspielhaus von Schinkel zu treten.


    Bereits 1915 wurden dann Fassadenelemente abgenommen.


    Bei Vergleich historischer Aufnahmen, dürften bis zur Fassaden-Rasur in den 30ern, im früheren Vorfeld bereits Dachreiter und Gauben weggefallen sein.


    Das barocke Domestikenhaus von Wiesend wurde 1901 für das heutige Akademiegebäude als Neubau der preußischen Seehandlungsgesellschaft (ab 1918 preußische Staatsbank) abgebrochen.

    Der markante Spenggiebel des Baues in der Jägerstraße, tauchte als Schmuckmotiv dann aber interessanterweise an den Risaliten des Baues als Referenz wieder auf.


    Zudem wurden originale Teile der Fassade aus dem 18.Jhd. in die Fassade der Hofseite integriert.


    1939 wurden diese Spolien dann genauso vernichtet wie der überwiegende Teil der Neobarocken Dekorationen einschl. der Risalitgiebel.


    Wiesend galt als einer der wichtigensten Baumeister der nachschlüterschen Barock.


    Nach dessen Stilvorgaben und unter dessen Aufsicht wurden an die 300 Wohngebäude in Berlin errichtet (vergl. Palais Graf Schwerin=Reichspräsidentenpalais Wilhelmstraße 73).


    Er ist heute nahezu unbekannt und völlig unsichtbar - sein Domestikenhaus wurde bereits durch Gilly (von dem auch nicht viel mehr als ein Mausoleum in Polen existiert), modifiziert, indem er u.a. die Attikafiguren entfernen ließ und einen Triglyphenfries unter das Traufgesims der Risalite klemmte.


    Bei einer Purifizierung, können Gestaltung und Tektonik des Baues selten soweit getilgt und überformt werden, dass das Ergebnis als autonome Baukünstlerische Leistung gelten kann- eine ästhetische Verbesserung bleibt bei einer vulgarisierung sowieso aus.

    Es entstehen z.T. Herbe Widersprüche und Missverhältnisse so dass sie zu nichts weiter führt, als zur Verhässlichung.


    Das fällt prominent auch bei der Deutschen Bank, dem Hotel Windsor oder dem Gebäude der Nordsternversicherung auf. Die Requalifizierung dieser Fassaden wäre hier wirklich zu begrüßen.


    Was sich hingegen heute besonders störend an der Schlichtung des Akademiegebäudes ausnimmt, aber äußerst effektiv und einfach zu beheben wäre - ist der verlust der Dachgauben und der barockisierenden Sprenggiebel auf den Avantcorps.


    Das Gebäude besitzt stilistisch schlüssig, ein

    riesiges ziegelrotes Mansardendach für einen Neobarocken Prestigebau.


    Seit Lascot od. mntwg. Mansart, sind aus guten Gründen, Giebel und Gauben für diese Dachform typisch. Sich hier nur noch auf Dachluken zu beschränken wirkt für die Dachform dieses Gebäudes inadäquat bis trampelhaft und improvisiert


    Zudem fehlt mit den Giebeln, eindeutig die Klammer zwischen Fassade und Dachzone.


    Für ein repräsentatives Gebäude mit Vollansicht, ist die jetzige reduzierte Situation der Dachzone unschlüssig, weil die vertikalen Strukturen der Fassade keine entsprechende Reaktion mehr in der Dachzone erfahren sondern mit Beginn der Dachzone abreißen.

    Dadurch sieht das Gebäude einfach aus als hätte es den Falschen Deckel bekommen obwohl das Dach sich zur ehemaligen Gestaltung eigentlich stimmig verhielt.


    Erfuhr der Bau der Akademie in seiner Entstehungszeit noch herbe Kritik für seine Fassadengestaltung, hat sich die Perspektive hier seit den 30ern, heute doch weitaus kritischer entwickelt.


    Die Bebauung der Platzkannten besteht abseits geringster Reste der Vorkriegsbebauung aus der vorletzten Jahrhundertwende, zum größten Teil aus verschrobenen Stilplatten, der Postmoderne und der doch sehr lauten Eunuchenarchitektur der Nachwendezeit.


    Gerade Diese verschafft dem sogenannten schönsten Platz Berlins, durch Dudler, M8 und Kollhoff noch mal eine herbe Breitseite.


    Die kahlen Bullybauten mit Staffelgeschoss stehen deutlich mehr in Konkurrenz zum Schinkelbau als der Bau von Kieschke. Eben weil sie sich in ihrer neomodernen Reduktionsästhetik dem Schauspielhaus andienen und sich dabei mit ihrem Vorgehängten Edelfliesenlook wie bigotte, auftrumpfende Türsteher am Gendarmenmarkt verhalten.


    Sie zerschiessen das postmoderne Konzept der Umbauung aus DDR Zeiten.

    Die versuchte in der Entwicklung der seit dem Krieg löchrigen Platzkannten, einen historisch orientierten Rahmen für die Zentralarchitekturen zu setzen, der die barocke Gründung des Platzes rekapituliert.


    Mit geneigten Dachformen und Ornament versuchte man sich in einer vielfältigen aber konsistenten historisierenden Platzfassung, die sich wie ein Passepartout um die Gontardkirchen und das Schauspielhaus legt.

    Das wurde als Konzept von den Verursachern der Neubauten der Nachwendejahre überhaupt nicht verstanden.

    Im Gegensatz zum Akademiegebäude muss man nun bei den Bauten der 90er wirklich froh sein wenn man sie mit Blick auf die Schauseite der Zentralbauten im Rücken hat oder sie von diesen ausreichend verdeckt werden. Außer für Büroanzeigen sind diese Bauten im Umfeld des Gendarmenmarktes ästhetisch völlig unbrauchbar.


    Ob man bei einer Reko der Akademie unbedingt den Zustand von 1903 erreichen muss sei mal dahingestellt - den

    markanten Bronze-Merkur zb. bräuchte ich hingegen nicht so sehr, weil die hochgestellte Sockelung der Figur mit Baldachin in der hierzu genutzten konkaven Ecksitiuation m.M auch recht merkwürdig manieriert wirkte.


    Als Emblem für die Preußische Staatsbank macht der Gott der Diebe und des Handels zudem vielleicht noch Sinn, für den heutigen Sitz der Akademie der Wissenschaften sollte man sich wenn überhaupt eher was anderes Einfallen lassen.

    Ich finde der Rückbau im Inneren von St.Hedwig stellt überhaupt gar keine Verbesserung dar.


    Wenn man das ganze jetzt neue alte barocke Raumgefühl halbwegs ernst nehmen soll - wäre mind die Rekonstruktion der Kapitelle an den umlaufenden Doppelsäulen unverzichtbar gewesen- jetzt sieht die Kirche in ihrer klinischen vollreduktion sehr nach protestantischer Gefängniskirche aus.

    Das ist bestenfalls ne traurige Athmosspäre für n improvisierten - therapeutischen Stuhlkreis, von Lebenslust und feierlicher Inszenierung und barocker Festlichkeit überhaupt keine Spur. Die Etagere hatte vordem ja wenigstens noch einen ungewöhnlichen u. dramatischen Raum-Effekt - den hätte man dann auch belassen können wenn man nichts besseres angeboten bekommt als wenig inspirierende leblose Nüchternheit. Und ja die Kuppel wirkt weiterhin sowohl in der Form als auch ohne Laterne völlig unstimmig, da wäre eine Revision sinnvoller gewesen.

    Für die Gelegenheit - beim Wiederaufbau des Klosterviertels - mit den Ersten Umbau u. Bauvorhaben in der Klosterstraße, den großen Einstand in ein lebenswertes, zur Stadt zurückgekehrtes Quartier zu finden, ist das Trocklandvorhaben völlig unbrauchbar.


    Die einst bedeutende, hist. Straße, reichte einst vom Rathausforum bis zum Rolandufer.


    Mit einer Vielzahl von Adressen, einer architekt. u. funktional stark diversifizierten Anliegerstruktur -aus wohnen, Handel und Institutionen, in gemessener und vielfältiger Körnung, hat sie bis heute nichts mehr zu tun und bleibt auch mit dem bV von Trockland weiterhin in der hinterhöfischen Situation, in die sie hier die beschlossene urbane Erosion des 20JHD. katapultiert hat, stecken.


    Besonders mit dem Erhalt der Ostmoderne bleibt es ein

    mit größter Willkür größtenteils dekonstruiertes Städt. Gefüge, dass mit Grossstrukturen aus Büros und Institutionen, die hierzu, viel zu kleine, intime Strasse deutlich überfordert und kann kaum mehr als qualitativer Lebensmittelpunkt mit urbaner Expression für irgendjemanden funktionieren.


    Die Straße ist nunmehr nur noch ein Stummelabschnitt - der Anschluss an das Rolandufer ist durch die Verkehrsführung und die verrutschte Achse nicht mehr erkennbar.

    Der mittlere Bereich der Klosterstraße Strasse wird durch die Aufgeblasenene Bebauung an der Kreuzung Stralauer zusätzlich zur Kappung an der Gertraudenstrasse völlig isoliert.


    Der Bereich bis zum Rolandufer wurde damit zum entvölkerten Wurmfortsatz der Klosterstrasse, ohne städt. Relevanz.


    Die Kreuzung Stralauer zeigt sehr eindrücklich wie das gesamte 20JHD. Par ordre du mufti, Anteil an der entvölkerung und Zerstörung gewachsener städt.Strukturen hatte und letztlich gänzlich die Verdrängung des traditionellen bürgerlichen Lebensraum-Modells hier zu verantworten hat.


    Es ist sichtbar dass sich das durch Denkmalschutz und den mehr ausweichend vorgeschobenen Erhaltungsfetisch zur grauen Energie auch nicht ändern wird- von einer positiven, heilsamen Entwicklung kann ihr also keine Rede sein. Interessanterweise kommt das eifrige Argument der Erhaltung grauer Energie nur bei sonst belanglosen aber gravierenden Bauten der Nachkriegszeit zum tragen - haben Bauten der Vorkriegszeit keine graue Energie oder ist deren Aufwand durch die ältere Beständigkeit abgegolten?


    Mit dem Trocklandvorhaben wird der mangelhaften modernen Entwicklung der Strasse nicht widersprochen, und es stellt auch keinen Beitrag zur Rekonvaleszenz der Strasse dar.


    Im Gegenteil, der Neubau bestätigt den völlig unpassenden Bau der Klosterstraße 44 sogar noch. Sowohl in Funktion als auch architektonisch und selbst im Namen des Projektes würdigt es noch die verhängnisvolle Ära der 60er für die Altstädtischen Bereiche des Ostberliner Zentrums.


    Die 44 bleibt formal, funktional, in Dimension und in der Platzierung ein regelrechter Störbau für eine positive, städtebauliche Entwicklung.


    Die Architektur ist belanglos, der Überhang der Fassade über der Erdgeschosszone ist viel zu tief und dunkelt die Passage unangenehm und uneinladend ab, den Rest besorgt die dunkle Wandbekleidung dort.


    Das neu eingesetzte Fenster ist hier als öffnende Geste völlig wirkungslos.


    Der Bau legt sich grobschlächtig in seiner tristen Architektur über mehrere hist. Parzellen und bietet weder opt. noch in Funktion irgendwas an Aussenwirksamkeit für die Belebung der Strasse an.


    Dieses Gepriesene Tor ist für die Wirkung der Architektur völlig belanglos.

    Es ist weder sonderlich durch die Gestaltung der Architektur inszeniert, noch essenzieller Teil dieser - sondern eine zu vernachlässigende Dekorative Addition.

    Genauso könnte man den Wert von Blumenkästen am Plattenbau als architektonische Delikatesse feiern und daraus Rückschlüsse über die außerordentliche Qualität der Architektur ziehen. Zum Vergleich lässt sich der Abriss des Hist. Gebäudes der Achardschen Stiftung heranziehen von 1865 an der frz. Straße heranziehen - hier wurde ein architektonisch wesentlich brisanteres Detail wie das denkmalgeschützte Treppenhaus in den ersetzenden Neubau integriert.


    Die sogenannte Ostmoderne an der Kreuzung zur Stralauer setzt mit dem Öffnen der Erdgeschosszone sicherlich ein gutes strassenzugewandtes Zeichen - aber was soll da wirksames rein?

    Außer ner Cafeteria für Büroangestellte, ergäbe hier ja nichts wirklich Sinn- weder gibt es in Menge unmittelbar anziehende Tourist. Destinationen mit hohem Publikumsverkehr noch einen nennenswerten Wohnanteil, Handel oder stark frequentierte Unterhaltungsinstitutionen weit und breit.

    Es bleibt ein büroklopper in einer reizlosen publikumsabgewandten Umgebung - ich sehe hier nicht die geringsten Anzeichen für einen mentalen Wandel der Klosterstraße und damit auch keine heilend, wirksame Korrektur - dazu hätte man sich der dominierenden, unpersönlichen und abstrakt genutzten Grossstrukturen stärker entledigen und die Flächen neu und breiter mit hohem Wohnanteil und architektonisch interessanter, rhythmischer und kleinteiliger bespielen müssen.

    Die Buddestrasse 13, nahe dem S-Bahnhof Tegel, wird saniert - der Bau von 1901 beherbergte einst einen großen Fest und Tanzsaal, der 1919 in ein Lichtspieltheater umgebaut wurde.


    Dieses bestand immerhin bis 1965 und wurde dann erst zum Tegeler Discount Center bevor Edeka die Räumlichkeit übernahm.


    Der Saal wurde weitgehend durch Aus-Ein- und Umbauten der Nachkriegszeit verunkenntlicht und soll nun durch das Büro Janiesch Architekt wieder als solcher aktiviert werden.

    Stuckaturen und Bogenfenster werden wieder freigelegt und der Saal erhält auch wieder eine umlaufende Galerie.


    Auf der Webseite des Büros, gibt es einige interessante Visus zu dem Projekt.

    Leider wird im Zuge des Sanierungsvorhabens die Fassade in der grotesken Verstümmelungsfassung von 1958 belassen und nicht wieder bestuckt.


    Bis auf den Balkon entlang der Bogenfenster an der Buddestrasse, ist das architektonische Herzblut für die Fassadengestaltung eher dürftig und begnügt sich mit dem auffrischen des defizitären Ist- Zustandes.

    Weder werden die Wohnungsbalkone wieder angebracht, noch der bereits 1928 entfernte Turmaufbau rekonstruiert.


    Ich hätte bei dem Aufwand zur Saalfreilegung, eine entsprechend ambitioniertere Haltung zur Fassadengestaltung erwartet.


    Das mangelnde Interesse an der Aussenwirkung und am Adressenbewusstsein durch Investor und Architekten finde ich hier trotz der spannenden Reaktivierung des Saales sehr bedauerlich.


    Warum verlinkst du die Quelle nicht?

    Man muss wohl froh sein dass es dieser manierierte Klumpen ADHS mit seiner übersteuerten Plastizität nicht geworden ist.


    Dieser Entwurf verhielt sich völlig übergewichtig zu seiner Umgebung wäre hier nur als greller Fremdkörper mit unangenehmer Dominierung seiner Nachbarschaft aufgefallen.


    Der neue Entwurf verhält sich nun dagegen erst ma deutlich gemessener und integrierter, was im Rückgriff auf eine banale Rasterstruktur auch keine große Leistung ist.

    Ein bis auf die wenig originelle Plattenverkleidung reizloses Gebäude ohne nennenswerte gestalterische Persönlichkeit die selbst den Vermarktern aufgefallen sein muss, weil sich über die hervorzuhebende Spezialität in der Architektonische Gestaltung eben kaum etwas erwähnenswertes finden lässt. Weder ist der Bau besonders an städtebaulicher Wirkung noch an charismatischen Detaillösungen interessiert.


    Es steht halt im öffentlichen Raumbild als üblicher Investmentzombi - ein gerasterter Kasten, der so an jeder Ecke stehen könnte.


    Schon mit einer Abgeschrägten Ecke zur Einmündung in die Bernhardstrasse hätte das Gebäude mehr Interesse an seinem Standort gezeigt.


    Mit dieser Geste hätte es nicht nur den an der einmündenden Straße gelegenen Gründerzeitlichen Altbau gespiegelt, sondern sich auch zum compagnion für eine echte städtebauliche Reparatur gemacht, in dem es sich als Partner bei der Wiederherstellung der vorgegebenen Gründerzeittypischen Torsituation gemacht hätte.


    Stattdessen brettert sich der Kasten stumpfsinnig an die Straße ohne sichtbar über seine Teilhabe am bestehenden Gefüge nachzudenken.

    Den Sockel mit der Verblendung aus Glasierten Klinkern finde ich toll - wäre es nicht eine Überlegung wert gewesen das Farblich akzentuierte Verblendung-Thema komplett über die Fassade zu legen?

    Diese konsequente farbliche Prachtmeierei wäre in ihrer Opulenz doch stimmiger für Ein Gebäude dass sich „Gold Palais“ nennt als dieser überbesonnen und knausrig wirkende, hässliche WDVS -schick ab 1Stk. der sich für ein Palais so gar nicht goldig ausnimmt