Beiträge von HarrySeidler

    Die Rieckhallen bleiben nun doch dauerhaft als Ausstellungsfläche für die Gegenwartskunst erhalten, nachdem es eine Einigung zwischen Land Berlin, CA Immo & SPK gab:


    Zitat von Pressemitteilung SPK

    Das Land Berlin will die Rieckhallen am Hamburger Bahnhof – Museum der Gegenwart – Berlin erwerben. Das sieht ein Memorandum of understanding vor, das das Land Berlin mit der CA Immo unterzeichnet hat. Die CA Immo möchte diesen Erwerb im Rahmen eines wertgleichen Grundstückstausches ermöglichen. Der bestehende Mietvertrag zwischen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der CA Immo wird zunächst um ein Jahr verlängert. Damit ist der bevorstehende Abriss vom Tisch.

    Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat sich hocherfreut gezeigt, dass es dem Land Berlin gelungen ist, die Rieckhallen am Hamburger Bahnhof für die zeitgenössische Kunst zu retten: „Ich bin glücklich und dankbar, dass das Land Berlin und die CA Immo die Rieckhallen bewahrt haben. Wir hatten die Hoffnung nie aufgegeben, und es zeigt sich, dass es möglich ist, einen Grundstückstausch ins Werk zu setzen und damit einen Kulturstandort dauerhaft zu erhalten. Das ist ein glücklicher Tag für den Hamburger Bahnhof, weil jetzt klar ist, dass das ganze Areal gut weiterentwickelt werden kann und attraktiv bleibt. Ohne die Rieckhallen hätte das Museum für Gegenwart die Hälfte der Ausstellungsfläche verloren und die zeitgenössische Kunst ihren wichtigsten Ort in Berlin, ihre Homebase. Ich danke dem Regierenden Bürgermeister, Kultursenator Lederer, Stadtentwicklungssenator Scheel und Finanzsenator Kollatz auf der einen Seite und der CA Immo auf der anderen, dass sie den Knoten durchschlagen haben.“

    Die Leiterin des Hamburger Bahnhofs, Gabriele Knapstein, sieht mit der Rettung der Rieckhallen die Weiterentwicklung des Standorts zum Museum des 21. Jahrhunderts der Nationalgalerie gesichert: „Das Gebäudeensemble aus dem historischen Haupthaus und den für raumgreifende Werke der zeitgenössischen Kunst so überaus gut geeigneten Rieckhallen ist ein weltweit geschätzter, einzigartiger Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst im Zentrum Berlins. Die Rieckhallen haben sich für die Präsentation von großen thematischen wie monografischen Ausstellungen in den vergangenen Jahren bestens bewährt, und sie bieten Künstlerinnen und Künstlern großzügige und flexibel zu nutzende Räume für neue Produktionen. Mit der Sicherung der Rieckhallen wird dem Hamburger Bahnhof eine großartige Perspektive für die nächsten Jahrzehnte eröffnet, und das Museum wird in seinem Auftrag, die Kunst der Gegenwart für die Zukunft zu sammeln und zu bewahren, nachhaltig gestärkt. Ich danke allen, die sich für die Rettung der Rieckhallen eingesetzt haben, von ganzem Herzen.“

    https://www.preussischer-kultu…ebase-der-zeitgenoes.html

    Der Bezug zum "Trias" scheint mir auch ebenso augenfällig wie gelungen; vor allem, da das "Trias"-Motiv des Traufkantensockels mit versetzten hohen Gebäudeteilen entlang der gesamten Holzmarktstraße bis zum Chipperfield-Hochhaus an der Jannowitzbrücke ja durch das "JaHo"-Projekt fortgeführt wird ...

    © Art Invest


    Und auf der gegenüberliegenden Spreeseite dann Mayer Hs "Elements Berlin":

    © Jürgen Mayer H

    Anbei noch die Pressemitteilung der WBM, in der Stellungnahmen von Sebastian Scheel (Senator für Stadtentwicklung und Wohnen), Florian Schmidt (Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg), Hans-Ulrich Stauffer (Stiftung Abendrot), Steffen Helbig (WBM) & Jürgen Kilian (Kilian Immobilien) enthalten sind:

    https://www.wbm.de/presse/pres…-des-lernens-fuer-berlin/


    Architekten bleiben offenbar weiterhin Kleihues+Kleihues & Graft, wie der Projekt-Website zu entnehmen ist:

    https://www.wieweil.berlin/inhalt/architektur



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    © Kilian Immobilien


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    © Kleihues+Kleihues

    Der Senat hat heute beschlossen, den vorhabenbezogenen Bebauungsplan 9-17 VE im Entwicklungsbereich „Berlin-Johannisthal/Adlershof“ dem Abgeordnetenhaus zur Beschlussfassung vorzulegen. Dabei handelt es sich um das Grundstück westlich des Brain-Box-Geländes und nördlich der A113.


    Der Bebauungsplan 9-17VE (Neues Wohnen am Eisenhutweg) überplant 3,2 Hektar Fläche eines bereits festgesetzten Bebauungsplans für Gewerbeflächen und großflächigen Einzelhandel zugunsten eines allgemeinen Wohngebietes. Er ermöglicht den Bau von ca. 585 Wohnungen sowie die Errichtung einer Kindertagesstätte mit rund 58 Plätzen. Das Wohngebiet wird durch eine private Umfahrung erschlossen und im Inneren autofrei sein. Biodivers und aufwändig gestaltete Innenhöfe sollen den künftigen Bewohnenden hohe Aufenthaltsqualitäten bieten. Die Lage an der Autobahn 113 erfordert einen lärmrobusten Städtebau, umfangreiche Festsetzungen und vertragliche Regelungen zum Lärmschutz Vorhabenträgerin ist die Eisenhutweg 54-76 Grundstücksgesellschaft mbH. Mit den bauvorbereitenden Maßnahmen soll Anfang des Jahres 2022 begonnen werden.

    https://www.berlin.de/rbmskzl/…ssemitteilung.1114398.php


    Die öffentliche Auslegung aus dem Januar 2021 kann hier mit allen Materialien eingesehen werden:

    https://www.stadtentwicklung.b…legung/9-17ve/index.shtml


    Das Projekt bei KW Development samt Visualisierungen (Die Entwürfe stammen von Fuchshuber Architekten):

    https://kw-development.com/bau…berlin/eisenhutweg-54-76/

    Der Senat hat heute den Entwurf des Sechsten Gesetzes zur Änderung der Bauordnung beschlossen. Die Änderung betrifft Begrünungen, Barrierefreiheit & Typengenehmigungen:


    Der weiterhin hohe Bedarf an Wohnraum, die Förderung der Barrierefreiheit, der nachhaltige Umgang mit Baustoffen und der Klimaschutz sind wichtige Zukunftsthemen. Der Umgang mit diesen Herausforderungen soll künftig noch stärker in der Bauordnung für Berlin verankert werden. Das Bauordnungsrecht wird so seinen Teil zur Verbesserung des Stadtklimas und zum Erreichen der Berliner Klimaschutzziele beitragen.


    Die Änderungen der Bauordnung für Berlin betreffen unter anderem die Forderung nach einer stärkeren Begrünung von Grundstücken und Gebäuden. Der Entwurf sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2024 ein Fünftel eines neu zu bebauenden Grundstücks zu begrünen ist, sollte dies nicht möglich sein, muss die Begrünung über die Fassade oder das Dach erfolgen. Neue Dächer mit einer Neigung von bis zu 10 Grad sind ab dann grundsätzlich zu begrünen.


    Ab dem 1. Januar 2025 müssen im Wohnungsneubau zwei Drittel der Wohnungen barrierefrei nutzbar sein. Auch die Barrierefreiheit bei Verwaltungs-, Gerichts- und Bürogebäuden wird erweitert. Zudem soll die Typengenehmigung in die Bauordnung für Berlin aufgenommen werden, um das serienmäßige Bauen, insbesondere beim Wohnungsneubau, zu erleichtern und zu beschleunigen. Darüber hinaus erfolgt eine weitere Anpassung an die Musterbauordnung und an die Brandenburgische Bauordnung.

    https://www.berlin.de/rbmskzl/…ssemitteilung.1114368.php

    [..] aber das Dilemma dieser doch sehr großen Fläche ist wie immer: Die Nichtplanung des jetzigen Senats. [...] Zudem beklagt man andauernd die Flächenversiegelung und Frau Lüscher träumt von Clustern großer Verdichtung, zumindest in Berlin scheint das nicht angekommen zu sein.


    Hold your horses. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat heute die Auslegung des Bebauungsplanverfahrens 4-69 Hertzallee/Hardenbergplatz als Teil der Öffentlichkeitsbeteiligung bekanntgegeben.

    Ziel des Bebauungsplanverfahrens ist die städtebauliche Neuordnung für eine angemessene Nutzung und Dichte des zentralen, sehr gut erschlossenen Gebiets zwischen der City West und dem Campus der Technischen Universität Berlin (TUB). Die zukünftige urbane Mischung soll neben Erweiterungen der TUB v. a. Büros, Wohnungen und Studierenden-Appartments bieten. Die Busbetriebsendhaltestelle der BVG wird innerhalb des Plangebiets verlagert und zum Lade-Depot für E-Busse ausgebaut. Der öffentliche Raum soll umgestaltet und eine öffentliche Durchwegung der Blöcke beidseits der Hertzallee geschaffen werden. Erste Überlegungen sind im Rahmenplan Hertzallee/Hardenbergplatz zusammengefasst, welcher für das Gesamtareal räumliche, funktionale und qualitative Leitziele benennt. Im weiteren Verfahren werden detaillierte Festsetzungen im Entwurf zum Bebauungsplan aufgenommen.

    https://www.stadtentwicklung.b…/fruehbb/4-69/index.shtml






    Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen


    Die beigefügten Dokumente der Senatsverwaltung hier: https://www.stadtentwicklung.b…allee-Hardenbergplatz.pdf & hier: https://www.stadtentwicklung.b…allee-Hardenbergplatz.pdf

    Im Übrigen ein Kuriosum, eine Stadt wie Berlin mit so viel Grundwasser kann sein Wasser nicht schön, oder gar anmutig inszenieren. [...] Wasser (zum anfassen, erleben) täte Berlin vor allem im Sommer gut und zieht immer an.

    Am Otto-Weidt-Platz soll ja immerhin, so die Pläne noch stimmen, ein sogenannter "Wasserstein" angelegt werden. Die Senatsverwaltung beschrieb diesen als "großen Wasserstein aus dunkelgrauem Granit, der sich leicht aus der Fläche erhebt und von Sitzsteinen umlagert wird". Auf den Entwürfen von relais Landschaftsarchitekten sieht es nach einer recht schön gestalteten Plansche aus. Die Freiraumgestaltung (etwa die Fläche hinter dem Hamburger Bahnhof, der Nordhafenpark, die Promenade) gefällt mir bislang durchweg sehr gut in der "Europacity".


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    © relais Landschaftsarchitekten

    Ich habe jetzt zweimal geantwortet, um diese Diskussion abhaken zu können. Ganz nebenbei habe ich meinen Fehler eingestanden, dass ich Baukollegium und Senatsbaudirektorin verwechselt habe. [...] neue Vorwürfe [...] persönlichen Angriffe.

    Lieber Architektur-Fan , ich finde es erst einmal sehr lobenswert, in einem Forum einen Fehler einzugestehen & zu korrigieren und habe daher auch, da es eine Stillosigkeit meinerseits war, mein ungerecht spöttisches "Ich empfehle ein kühles Glass Wasser" entsprechend entfernt. Ich bitte Sie um Verzeihung. Gleichwohl müssen Sie damit leben, dass Ihre in einem Forum vorgebrachten Thesen zum Hochhaus hier diskutiert und hinterfragt werden. Dies sind keine "persönlichen Angriffe" oder "Vorwürfe", sondern es ist schlicht Kritik an nachweislich fehlerhaften Aussagen. So haben Sie Ihre Anfangsthese - "Das Baukollegium hatte bei diesem Hochhaus erheblichen Einfluß auf die Gestaltung" - in Ihrer Entschuldigung eben nur formal leicht "korrigiert", indem Sie vorgaben, Baukollegium und Senatsbaudirektorin verwechselt zu haben, weil diese quasi "synonym" seien. Mit jeder Äußerung haben Sie aber zugleich Ihre Ursprungsbehauptung in stetigem Regress leicht verändert und neue Falschbehauptungen hinzugefügt und andere entfernt, gipfelnd in Ihrer explizit als "Gerücht" ausgewiesenen These, dass das "Baukollegium nicht reagiert (habe), weil die Besetzung, der Verlauf und das Ergebnis des Wettbewerb bereits im Sinne des Baukollegiums gewesen sind".


    Das dürfte dann etwas formalisiert so aussehen:


    Die einfachere Version könnte freilich so aussehen:

    Der unter der Ägide Regula Lüschers als Senatsbaudirektorin 2008 verabschiedete Masterplanentwurf für die Europacity sah einen "Hochpunkt" am Europaplatz vor, während sich die Randbebauung des Baufeldes an "Berliner First- und Traufmaßen orientieren" sollte. 2016 fand ein Einladungswettbewerb des Bauherrn CA Immo mit 10 gesetzten Architekturbüros statt. Preisrichter waren Auer, Habbel, Pottgiesser, Sauerbruch, ergänzt wurden diese Preisrichter durch einen Vertreter des Bauherren, des zukünftigen Nutzers KPMG sowie zwei Vertretern der Politik (Bezirk Mitte: Ephraim Gothe und der Senatsbaudirektorin: Regula Lüscher). Im darauffolgenden Jahr 2017 wurde der Wettbewerb zugunsten des Büros "Allman Sattler Wappner Architekten, München" entschieden, der Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung wurde Ende 2018 gestellt und im Sommer 2019 genehmigt. Das Baukollegium sah offenbar keinen Bedarf, das Vorhaben zu diskutieren. Überraschenderweise wurde die Gestaltung der Fassade aus glasierten Keramikelementen nur minimal gegenüber dem Wettbewerbsentwurf überarbeitet und seit Baubeginn 2020 im Jahre 2021 umgesetzt.


    Damit ist nichts über die ästhetische, städteplanerische oder soziale Deutung dieser Fassade gesagt, die jeder hier im Forum nach eigener Façon auslegen mag. Aber sie sollte sich doch an die Realien halten.

    Die Senatsbaudirektorin ist Vorsitzende des Baukollegiums, was deutlich belegt, dass das Baukollegium kein unabhängiges Expertengremium ist.

    Sie sind da etwas ganz Großem auf der Spur. Die Selbstbeschreibung des Baukollegiums lautet übrigens: «Im Baukollegium beraten sechs unabhängige Expertinnen und Experten gemeinsam mit der Senatsbaudirektorin einzelne Projekte und städtebauliche Planungen von gesamtstädtischer und außerordentlicher Bedeutung.» (☞ Hier.) Die unabhängigen Expert:innen werden übrigens vom Senat auf Vorlage des Senators/der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen bestellt. Auch das ist bekannt.

    Frau Lüscher hat die Senatsverwaltung (bis 31. Juli 2021) und das Baukollegium in Personalunion geführt.

    Regula Lüscher hat nie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen geführt. Sie ist eine von zwei Staatssekretär:innen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Dies war sie unter den Senator:innen Junge-Reyer, Müller, Geisel, Lompscher & nun Scheel.


    Zu Ihren weiteren rhetorischen Selbstfesselungen mag ich mich nicht äußern.

    Noch einmal, Ihre Aussage lautete:

    Das Baukollegium hatte bei diesem Hochhaus erheblichen Einfluß auf die Gestaltung.

    (a) "Das Baukollegium": Das Baukollegium hat das Gebäude nie thematisiert. Punkt. Die Teilnahme Lüschers in ihrer Funktion als Senatsbaudirektorin an der Jury des Einladungswettbewerbs - die ich überhaupt nicht bestreite, sondern selbst erwähnt habe - hat damit nichts zu tun.

    (b) "erheblichen Einfluß": Diesen Punkt könnte man aufgrund von (a) - das Baukollegium hat das Gebäude nie thematisiert - sofort fallen lassen, aber selbst wenn man die nun von Ihnen zur Rettung Ihrer Aussage vorgeschobene Teilnahme von Lüscher als Senatsbaudirektorin an der Jury einpreist, bedeutet dies keinen "erheblichen Einfluß" in einer Achter-Jury.

    (c) "auf die Gestaltung": Auch diesen Punkt könnte man aufgrund von (a) - das Baukollegium hat das Gebäude nie thematisiert - sofort fallen lassen. In Ihrer Falschbehauptung, das Baukollegium habe "erheblichen Einfuß" auf "die Gestaltung" gehabt, kann allerdings nur die reale Aufgabe des Baukollegiums gemeint sein, städtebauliche oder architektonische Änderungen (häufig der Fassadengestaltung) anhand vorgelegter Entwürfen zu verhandeln. Nur dann ergibt es Sinn, über einen Einfluss auf die Gestaltung zu sprechen. Das kann aber bei einer Wettbewerbsjury, an der Lüscher als Vertreterin der Politik allein teilgenommen hat, überhaupt nicht der Fall sein.

    In diesem Sinne: Offensichtlich falscher kann ein Satz garnicht sein.

    ^^ Lesen Sie - ein selbsterklärter Student der Stadtplanung - eigentlich Ihre eigenen Aussagen selbst noch einmal, bevor Sie sich äußern, wollen Sie gezielt Gerüchte streuen oder fehlt es Ihnen wirklich an jedem Verständnis für Stadtplanung, Einladungswettbewerbe & Jurys? Hier Ihre erste Aussage über die Ihrer Meinung nach durch das Baukollegium politisch verhunzte Fassadengestaltung:

    Das Baukollegium hatte bei diesem Hochhaus erheblichen Einfluß auf die Gestaltung. [...] Was man hier sehen kann, ist eine Bankrotterklärung für dieses merkwürdige Baukollegium.

    Und nun soll die Teilnahme von Regula Lüscher an der Jury die Bestätigung Ihrer wilden These über die Fassadengestaltung sein?

    Frau Lüscher war als Senatsbaudirektorin ein Jury-Mitglied beim Wettbewerb für dieses Hochhaus. insofern hatte sie erheblichen Einfluss auf die Gestaltung.

    Die eigentlichen Preisrichter des Einladungswettbewerbs waren übrigens Auer, Habbel, Pottgiesser, Sauerbruch, ergänzt wurden diese Preisrichter durch einen Vertreter des Bauherren (CA Immo), des zukünftigen Nutzers (KPMG) sowie zwei Vertreter der Politik (Bezirk Mitte und Senatsbaudirektorin). Aber Sie haben sich in diesem Thread ja bereits vor fünf Jahren mit dieser Aussage eingeführt, insofern hält sich meine Verwunderung in Grenzen:

    In der Berliner Stadtverwaltung scheint es einen einzigen Sachbearbeiter zu geben, der über die Kubatur von Hochhäusern bestimmen darf.

    Warum auch sollen Jahrtausende an Architekturgeschichte einfach mal so ad absurdum geführt werden. Die Moderne ist längst, längst vorbei..

    Was soll das Geraune über "Jahrtausende an Architekturgeschichte" angesichts der Gegenüberstellung eines schlichten, aber gut erhaltenen 50er-Jahre Sozialwohnungsbaus & eines Pseudo-Gründerzeitbaus für gutbetuchte Eigentumswohner der Gegenwart eigentlich bedeuten? Sind die gemeinsame Referenz also Grubenhäuser in Holz- & Lehmbauweise oder doch gleich griechische Tempelanlagen? Die Distanz beider Gebäude vom Hochmeisterplatz dürfte jeweils ähnlich ausfallen.