Tiergarten und Hansaviertel | Kleinere Projekte

  • Ich schätze, dass einer der entscheidenden Faktoren für den Zuschlag an HENN die Ausrichtung/Öffnung der Gebäude Richtung Bendlerblock war.

    Beide Gebäude von HENN öffnen sich architektonisch zum Platz und binden diesen damit ein, während sich die Gebäude des Kleihues-Entwurfs komplett abschotten. Dies kann man in den Draufsichten der beiden Entwürfe auch gut erkennen.

    Unter diesem Gesichtspunkt kann ich die Entscheidung absolut nachvollziehen, wenn auch die Einbindung des Bestandsgebäudes im hiesigen HENN-Entwurf drunter leidet.

  • Heute berichtet Baunetz mit einer Fotostrecke.

    Interessant sind neue An- und Aufsichten des ebenfalls Erstplatzierten Entwurfs von Sauerbruch/ Hutton, die wir hier im Forum noch nicht gesehen haben.

    Nach Ansicht dieser ändere ich meine Meinung und bin nun ein ausgesprochner Fan des Sauerbruch/Hutton Entwurfs.

    Kurz erklärt warum.

    Der S/H - Entwurf überrascht in den neuen Ansichten mit dreiviertelkreis und Konkavöffnungen an den Innenseiten, auch ist es der Einzige Entwurf der den Paradeplatz axeal auf das Bestandsgebäude ausrichtet.

    Hier für den interessierten Foristen der Link:

    https://www.baunetz.de/meldungen/Meld…33&context=2239

  • ^

    Erweiterung des Bundesministeriums der Verteidigung

    Camondo hat es im Beitrag davor schon geschrieben. Nun gibt es auch weitere Visualisierungen des

    neben HENN Erstplatzierten Entwurfs von Sauerbruch Hutton:

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    © Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH | ST raum a. - Landschaftsarchitektur

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    © Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH | ST raum a. - Landschaftsarchitektur

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    © Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH | ST raum a. - Landschaftsarchitektur

    Die konkaven Öffnungen der Gebäude bilden eine Klammer, das ist schön

    auf dem Modellfoto von Hans Bach bei Baunetz zu sehen (aus urheberrechtlichen Gründen geurlt):

    https://s1.directupload.eu/images/260129/m86k4wfe.jpg

    © Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH | ST raum a. - Landschaftsarchitektur | Hans Bach

    Quellen:

    https://www.baunetz.de/meldungen/Meld…33&context=2239

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    https://www.sauerbruchhutton.de/de/

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Die strenge Symmetrie der Gebäude und ihrer Fassaden zusammen mit dem zentralen „Paradeplatz“ erscheint mir in ihrer architektonischen Wirkung beinahe faschistisch.

    Würdest du die Wirkung auch dann als "beinahe faschistisch" bezeichnen, wenn Gebäude und Paradeplatz nicht in Deutschland, sondern in einem anderen Land (z.B. GB, Frankreich, Portugal, Dänemark) liegen würden? Vielleicht ist deine Einschätzung ja gar nicht in der Architektur begründet, sondern eher daran, dass du ein ganz grundsätzliches Problem mit diesem Land hast.

  • ^ Nicht Jede langweilige Kiste ist gleich faschistisch. Deer Entwurf hat leider wenig aus der an sich überzeugenden Grundidee herausgeholt - es wirkt irgendwie unvollendet und unwillig.

  • Da finde ich HENN zumindest auf der Straßenseite besser. Das direkte Anschließen bei Sauerbruch Hutton ist sowohl eine Entwertung des Alt- als auch des Neubaus.

    Freuen tut mich allemal, dass dort die Lücke geschlossen wird. Das Reichpietschufer hat Besseres verdient als diesen Sicherheitszaun mit leerem Block.

    Schön wäre gewesen, wenn man die Straßenbäume irgendwie in einen Mini-Vorplatz hätte integrieren können. Das wäre doch sicher möglich gewesen?

  • Dass Möbel Hübner in der Genthiner Straße

    Bildschirmfoto-2026-02-24-um-09-27-01.png

    nach 117 Jahren seine Pforten schließt (Tagesspiegel Paywall), ist in einem Architekturforum vielleicht eher keine Meldung wert. Dass das ikonische 12-stöckige Gebäude

    Bildschirmfoto-2026-02-24-um-09-39-07.png

    zu Wohnungen umgebaut werden soll, vielleicht schon.

    Was geplant ist: In Etage drei bis zwölf sollen 89 Mietwohnungen entstehen, darunter Büros. Die Hübner-Eigner-Familie Türklitz bleibt weiter Besitzerin der Immobilie und hofft, dass sich die neue Nutzung besser rentiert als die alte. Genauere Pläne oder gar Visualisierungen gibt es noch nicht. Momentan läuft der Möbel-Ausverkauf.

    Backstein DAF-Karte?

    Einmal editiert, zuletzt von KaBa1 (24. Februar 2026 um 10:19)

  • Riverside Berlin bzw. BE.YOND Office

    Schöneberger Ufer 69

    Zuletzt hier.

    Anbei nochmals Eindrücke des nun vollständig fertiggestellten Bürokomplexes.

    Neben der UFA hat auch das Software -und Beratungsunternehmen DATEV seit Beginn diesen Jahres dort Räume angemietet.

    [Bilder © bauhelmchen 2026]

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    Der Hof ist nun begehbar.

    Dort lässt sich die wunderbare Villa des Architekten und Regierungsbaumeisters Rudolph Johann Goldschmidt sehen.

    Diese wurde um 1900 errichtet.

    Eine vom Brücke-Museum initiierte Gedenktafel informiert über die Geschichte des Baus und der in den 1920er Jahren dort existierenden Galerie der jüdischen Kunsthändler Fritz Goldschmidt und Victor Wallenstein, die von den Nazis enteignet wurden und fliehen mussten.

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    Ansicht der Hofseite des Neubaues.

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    Fassadenansicht.

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  • Das wird eine Trafostation sein. Warum die nicht im Keller oder Technikraum des Gebäudes untergebracht wurde, bleibt ein Rätsel und könnte man als Planungsfehler betiteln. Es bleibt Spekulation, vllt haben auch die Stromnetze Berlin ein Teil dazu beigetragen, aber ja, das Ergebnis ist zum Kopfschütteln...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das wird eine Trafostation sein. Warum die nicht im Keller oder Technikraum des Gebäudes untergebracht wurde, bleibt ein Rätsel...

    Aus Gründen des Brandschutzes! Da wird auch jeder Anwohner den Kasten lieber vor dem Haus stehen haben, als im Haus oder auf dem eigenem Grundstück. Abgesehen davon, dass das auch keine Behörde genehmigen würde.

  • Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, wird überall diese Trafostationen sehen. Erinnert mich an das Regenrinnen-Thema, sorry nix für ungut

  • Mich stören auch die vielen Blech-/Glas- und Plastikkisten die überall vor den Häusern stehen stehen und auf Visus kaum vorkommen. Sie sind mit leicht brennbaren Flüssigkeiten gefüllt und vor meiner Haustür hat sich schon mal eine große Kiste selbst entzündet.

    Bei diesen guten und hoffentlich echten Fotos ist es offenbar nicht erlaubt welche davon abzustellen und deswegen fällt der Stromkasten mehr auf.

  • Erweiterung des Bundesministeriums der Verteidigung

    Das Verfahren für die Weiterentwicklung des Bendlerblocks ist entschieden:
    Das Architekturbüro Sauerbruch Hutton wird das Bundesverteidigungsministerium erweitern.

    zuletzt hier

    Die Pressemitteilung vom 04.08.2026:
    BBR - Pressemitteilungen - Verfahren für die Weiterentwicklung des „Bendlerblocks“ entschieden

    Der Erweiterungsbau wird ca. 416 Mio. Euro kosten.
    Der Baustart ist noch offen.

    Der Entwurf von Sauerbruch Hutton wurde überarbeitet.
    Die Sauerbruch Hutton typische Buntheit ist verschwunden.
    Der neue Entwurf passt nun besser zum grau-beigen Bendlerblock.

    Hier zum Vergleich.

    Der alte Entwurf (Ansicht vom Reichpietschufer):

    8stc4tu9.jpg


    Der neue überarbeitete Entwurf:

    jv7wyvkw.jpg


    Es bleibt bei den beiden konkaven Gebäudeteilen im Norden und Süden.
    In der Mitte, zwischen den beiden Gebäudeteilen, befindet sich der Paradeplatz
    (zwischen der Staatsgästetreppe und dem Ehrenmal der Bundeswehr):

    ud2derik.jpg

    Ansicht vom Reichpietschufer und von der Hildebrandstraße:

    fbivj6v4.jpg

    Ansicht auf die Kantine:

    nksom6uw.jpg

    Alle Bilder © Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH | ST raum a. - Landschaftsarchitektur

  • … ach wie schade. Ich fand die für Sauerbruch/ Hutton so typische Farbigkeit erfrischend für diesen ganzen Block, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Fassade hat auch an Skulpturalität verloren.

    Bon, wenn es dabei bleibt. Warum haben die Verantwortlichen nur soviel Angst vor ein Bisschen Farbe?

  • Am Reichpietschufer passt sich der Entwurf gut an die Etagen des Altbaus an. Es fehlt aber einfach das Dach oder ein Anschluß daran. Im Innenbereich fehlt eine Lösung für die Brandwände. Die Rundungen im Hof überzeugen mich dagegen.

  • der schlechtere Entwurf wurde überarbeitet und ist nun maximal freud- und gesichtslos ausgestaltet. Er schafft keine Aufenthaltsqualität, was sich daran ersehen lässt, dass die Architekten vor den Aufenthaltsbereich im Inneren einen Urwald visualisiert haben, der so sicher nicht umgesetzt wird. Die Daumenregel ist, wenn es die Freiflächenplanung des Grünstreifens oder Quartiersplatzes reißen muss, ist die Architektur der eigentlichen Gebäude unterdurchschnittlich. Es wirkt wie ein recycelter Entwurf des Bundestagesgebäudes an der Straße unter den Linden, wo ebenfalls ein seelenloser Schweizer Minimalismus umgesetzt wird, der mit den Dachlandschaften der umliegenden Gebäude nichts anfangen kann.


    Dafür würde ich nicht in den Krieg ziehen wollen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Warum haben die Verantwortlichen nur soviel Angst vor ein Bisschen Farbe?

    Das entspricht wohl mehr dem Selbstverständnis der Bundeswehr wo Grau Tradition hat. Das muss so bleiben und darf nicht geändert werden. Schade, ich fand den ursprünglichen Entwurf auch sehr erfrischend für die Ecke.