Beiträge von Rainer Tee

    Welcher Architekt kommt auf so eine dämliche Idee?


    gebaute Dystopie


    Zitat

    ganze Gestell wirkt wie ein schiefes Kartenhaus eines dreijährigen


    Ich greife ja niemanden persönlich an.

    Hier im Forum nicht, aber die Architekten.


    Nach dem Betrachten der Baunetz-Bilder gefällt mir die Konstruktion noch besser.


    Die Stege und Balkons passen perfekt zur Wasserlage und wirken wie auf einem Schiff. Die unterschiedlichen Materialien machen sie abwechslungsreich. Ich würde dort lieber sitzen als auf beengten Mini-Balkons.

    ^Georges Henri und Endell schreiben fast das gleiche was ich schreiben wollte.

    Die ehemalige Fruchtstraße war bis in die 1960er Jahre ein dicht bebautes Innenstadtquartier. Ich habe ein schönes Buch mit Fassadenfotografien darüber. Zu DDR-Zeiten wurde fast alles abgerissen und trostloses Wohnviertel gebaut.

    Wenn ich zum Einkaufen zur Metro fahre fällt mir immer wieder die städtebauliche Leere der Gegend auf. Die Straßen sind viel zu breit und ich fühle mich wie in einem Außenbezirk. Nichts lädt zum Verweilen ein.

    Die letzte Visu mit Winterwetter macht deutlich: Der Neubau ist weder das Eine noch das Andere, weder Innenstadtblock noch Vorortbebauung. Der offensichtlich geschlossene Blockrand hat Vorgärten oder Abstandsgrün. Das passt weder zur historischen noch zur Nachbarbebauung.

    Das Erdgeschoss ist gewerblich durch einen Edeka-Markt genutzt. Trotz des hohen Verwertungs- und Vermarktungsdrucks ist ein nicht unerheblicher Teil der Fläche im Haus(!) einfach nur Parkfläche für Autos.

    Trotzdem ist es besser als der Zustand zuvor.

    ^Vor ein paar Tagen habe ich mir auch diese Ausgrabungen angesehen. Die Wände dieses Grabens sehen teilweise aus wie aus Sandstein. Das scheint mir für einen Abwasserkanal zu aufwendig. Sehen wir nicht eher die Reste der Contrescarpe der Berliner Stadtbefestigung?


    Der Verlauf in alten Karten ist nur sehr ungenau, muss aber hier irgendwo gewesen sein:



    © 2022 Zentral- und Landesbibliothek Berlin

    Mollstraße 19


    Hier wird gerade ein 6-geschossiges Wohngebäude mit Verbrauchermarkt im EG gebaut. Direkt daneben befindet sich ein Netto-Discount.

    Ein Keller wird wohl nicht gebaut, es geht bald nach oben:

    Das Foto habe ich heute gemacht.

    Auf der Seite von Dr. Krause sind zwei Visus zu sehen. Einmal mit 6 und einmal mit 9 Geschossen. Offenbar wurde nur die niedrigere Variante genehmigt:


    http://www.krause-architekt.de/projekte/mollstrasse-19/

    ^^^^Genau wie in diesem Entwurf hätte ich die Memhardstraße auch gerne in ihrem alten Verlauf.

    Ein ebenso hohes neues Gebäude sollte aber zusätzlich vor dem fast fensterlosen Teil des Memi möglichst dicht am Pressecafé stehen. Die Freitreppe dorthin halte ich für städtebaulich verfehlt und sollte entfernt werden.

    ^Das sehe ich ähnlich.

    Die U2 fährt direkt unter der alten Memhardstraße die bis Mitte der 1960er Jahre direkt auf den Alexanderplatz führte. Dort wo heute die Memhardstraße ist standen früher Häuser.

    Ich habe schon früher geschrieben man sollte die alte Memhardstraße wieder herstellen und für Fußgänger und Radfahrer jenseits der Karl-Liebknecht-Straße auf den Alexanderplatz führen.

    Dazu müsste der Braufactum-Würfel und die merkwürdige Erderhöhung mit den Treppen beseitigt werden. Die dann freie Fläche der heutigen Straße könnte man bebauen und das Memi erhalten.

    Die Kleine Alexanderstraße könnte man unter dem Memi für Fußgänger und Radfahrer öffnen weil es dort auf Stelzen steht.


    Gute Fotos dazu sieht man von ElleDeBE hier:


    Memi - Wohnkomplex Memhardstraße">Memi - Wohnkomplex Memhardstraße

    ^Diese pavillionartigen Entwürfe erscheinen mir niedriger als die ursprüngliche Bebauung, die ja um die Ecke noch in Resten vorhanden ist. Ich finde man sollte nicht unter deren Gebäudehöhe in der Mitte der Stadt eine U-Bahn-Station vom Alexanderplatz bleiben.


    (Es gibt auch den Strang Stralauer Vorstadt, ich denke da wäre die Diskussion besser aufgehoben.)

    ^Zu DDR-Zeiten wurden rund um den Alex fast alle Gebäude abgerissen die den Krieg überstanden hatten und breite, autogerechte Verkehrsschneisen gebaut. Einen guten Ansatz kann ich da nicht erkennen.


    Zurück zu Raum und Gestaltung heißt den Mensch als Maßstab zu nehmen und nicht leere öde Flächen wie auf dem letzten Foto oben von KaBa1 zu erhalten wo sich niemand aufhalten mag.

    ^Ich verstehe diese plumpe Kritik nicht. Das könnte man von fast allen Gebäuden dort in der Nachbarschaft sagen.


    Es ist gut dass diese lockere Bebauung mitten in der Stadt nachverdichtet wird. Dafür wäre es besser die geplanten Häuser hätten die gleiche Höhe wie die auf der anderen Straßenseite.

    Architektur-Fan : Du hast wörtlich geschrieben dass Du nicht wissen willst wie ein negativer Vertreter für mich aussieht. Deshalb habe ich auch nichts weiter dazu geschrieben. Weitere Pluspunkte hat Batō genannt.


    Die grünen Netze decken möglicherweise eine geflieste Wand ab und schützen provisorisch vor dem Herunterfallen von Teilen. Das könnte man aber vor Ort klären.


    Ich halte das Gebäude für erhaltenswert. Dagegen könnte man die Garagen im Hof abreißen und die Brandwand mit einem zusätzlichen Haus bebauen.

    Das was von KaBa1 über die Kreuzung Mollstraße/Otto-Braun-Straße geschrieben wurde gilt auch für die Kreuzung Karl-Marx-Allee/Otto-Braun-Straße. Wie man auf dem letzten Foto gut sieht gibt es eine riesige, öde Freifläche.


    Dort wo gerade der Tannenbaumverkauf ist gibt es Platz für ein höheres Haus als Pendant zum Haus des Lehrers und Haus des Reisens. Damit wären gleich beide Straßen nicht mehr so extrem breit.