Beiträge von Rainer Tee

    Wir sind mitten in der Klimakatastrophe, die Temperaturen steigen in jedem Jahrzehnt gegenüber den Vorjahren und es kommt bei uns zu längeren Trockenperioden.

    Man kann das einfach ignorieren und so weitermachen wie bisher oder wenigstens den Prozess verlangsamen. Zum letzteren gehört auch eine Verkehrswende mit weniger Autoverkehr. Die gelingt niemals durch den Bau von neuen Autobahnen und deswegen ist der Verzicht auf den Weiterbau der A100 konsequent.

    Für das nun abgerissene Haus Keithstraße 45 wurde etwa 1994 der letzte gründerzeitliche Altbau in diesem Abschnitt der Straße abgerissen. Es ist für mich unverständlich warum in Zeiten der Klimakrise nun wieder ein intaktes Gebäude einfach so "weggeworfen" wurde.

    Gestern wurde bekanntgegeben dass Deutschland alle Ressourcen für dieses Jahr verbraucht hat und wir nun eine zweite Erde brauchen.

    ^^Die Friedrichstraße (mit der Chaussee- und Müllerstraße) war mal eine durchgängige Straße von Wedding nach Kreuzberg.

    In den 1960er Jahren wurde im Zuge des Umbaus zur autogerechten Stadt die Straße vom Mehringplatz abgekoppelt und stattdessen die Wilhelm- und Lindenstraße doppelt so breit gebaut.

    Heute kann man nicht mal vernünftig mit dem Fahrrad zum Halleschen Tor und Blücherplatz durchfahren.

    ^^nein, ich meine diese Kolonnaden. Ich habe es überspitz formuliert, aber sie sind tatsächlich noch nahezu im Rohbau. Die Beschilderung ist provisorisch und es gibt keinen klaren Weg.

    Das T2 sieht vor allem innen sehr einfach gebaut aus, außen ist ein fensterloser Kasten. Eine gewisse Gestaltung erwarte ich bei Flughäfen und Bahnhöfen schon, hier fehlt sie.

    ^Der Fußgängertunnel vor dem Baugrundstück ist inzwischen Geschichte. Dafür kommt man dort überhaupt nicht mehr zu Fuß über die Auto-Verkehrsschneise.

    Da ich diese hässliche Straße meide musste ich mir Google Maps ansehen. Dort kann man zwischen 2008 und 2018 umschalten und sieht den Unterschied.

    Auch die BZ berichtet über den geplanten Flächenabriss mehrerer Gründerzeitbauten durch Bayer im Tegeler Weg 2-5, da die Wohnbauten im Bereich des Gewerbegebiets liegen und somit auch rechtlich keine Handhabe gegen den Erhalt existieren würden:

    Nun hat auch die taz am 28.1.22 über eine Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses Mitte berichtet. Der Abriss von vier weiteren Wohngebäuden in der Tegeler Straße ist beschlossen.


    So wird diese Gegend nach dem Abriss der Ecke Am Nordhafen/Fennstraße 2016 bald frei von Altbauten aus der Gründerzeit sein.:thumbdown:

    Neubau Prenzlauer Allee/Erich-Weinert-Straße (ex Robben & Wientjes)


    Inzwischen ist der Rohbau im Anschluss an die Carl-Legien-Siedlung fertig. Wie in der Visu unter #743 lässt sich erkennen dass weder die Brandwand bebaut noch die Flucht der Altbauten eingehalten wurde.


    Kennt jemand den Hintergrund dieser schlechten Planung? Das Grundstück des Neubaus geht bis zur Brandwand.


    Die Fotos sind von mir und heute:





    (@Mod: Der Link und der Name in der DAF-map ist falsch)

    Welcher Architekt kommt auf so eine dämliche Idee?


    gebaute Dystopie


    Zitat

    ganze Gestell wirkt wie ein schiefes Kartenhaus eines dreijährigen


    Ich greife ja niemanden persönlich an.

    Hier im Forum nicht, aber die Architekten.


    Nach dem Betrachten der Baunetz-Bilder gefällt mir die Konstruktion noch besser.


    Die Stege und Balkons passen perfekt zur Wasserlage und wirken wie auf einem Schiff. Die unterschiedlichen Materialien machen sie abwechslungsreich. Ich würde dort lieber sitzen als auf beengten Mini-Balkons.

    ^Georges Henri und Endell schreiben fast das gleiche was ich schreiben wollte.

    Die ehemalige Fruchtstraße war bis in die 1960er Jahre ein dicht bebautes Innenstadtquartier. Ich habe ein schönes Buch mit Fassadenfotografien darüber. Zu DDR-Zeiten wurde fast alles abgerissen und trostloses Wohnviertel gebaut.

    Wenn ich zum Einkaufen zur Metro fahre fällt mir immer wieder die städtebauliche Leere der Gegend auf. Die Straßen sind viel zu breit und ich fühle mich wie in einem Außenbezirk. Nichts lädt zum Verweilen ein.

    Die letzte Visu mit Winterwetter macht deutlich: Der Neubau ist weder das Eine noch das Andere, weder Innenstadtblock noch Vorortbebauung. Der offensichtlich geschlossene Blockrand hat Vorgärten oder Abstandsgrün. Das passt weder zur historischen noch zur Nachbarbebauung.

    Das Erdgeschoss ist gewerblich durch einen Edeka-Markt genutzt. Trotz des hohen Verwertungs- und Vermarktungsdrucks ist ein nicht unerheblicher Teil der Fläche im Haus(!) einfach nur Parkfläche für Autos.

    Trotzdem ist es besser als der Zustand zuvor.