Beiträge von LukaTonio

    Die Planungshoheit ist Gegenstand der kommunalen Selbstverwaltung gem. Art 28 Abs. 2 GG. Daher besteht durchaus das Recht, von der Ausweisung weiterer Hochhausstandorte abzusehen. In den letzten Jahren, insbesondere unter dem wirklich guten Stadtbaurat Cunitz ist das Pendel in Richtung pro Hochhaus geschlagen, jetzt schlägt es in die andere Richtung. In ein paar Jahren wird sich das wieder ändern.


    Der Öffentlichkeitsgrundsatz ist seitens des VGH Kassels in den letzten Jahren als kaum beachtlich behandelt worden. So muss nur noch der Grundsatz der Sitzungsöffentlichkeit bei den eigentlichen Satzungsentscheidungen gewahrt sein.


    Ärgerlich ist insb. folgendes. Keine Hochhausstandorte auszuweisen, ändern an dem Problem des fehlenden bezahlbaren Wohnraums, sowie fehlender Wohnungen insgesamt, nichts. Es ist sogar so, dass man Bauträger bei lukrativen Hochhausprojekten besonders gut dazu verpflichten kann, gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, weil trotzdem ein Gewinn verbleibt. Insoweit wird ein nicht vorhandenes Problem zu vieler Hochhäuser "gelöst" und ein tatsächlich vorhandenes Problem der (bezahlbaren) Wohnungsnot verschärft.

    Ich denke, dass das Main seitige Gebäude zwischen Blockrandbebauung zur einen und Intercontinental zur anderen Seite vermitteln soll. Mich schmerzt es aber auch, dass das Gebäude von der Straßensicht aus die kleine, rückversetzte Bestandsvilla teilweise zustellt. Das ist schlecht gelöst.


    Das Hofgebäude ist toll. Auch wenn es sich bei Frankfurt nicht um eine Hafenstadt handelt, würde ich mir mehr Backsteinneubauten wünschen. Im Gallus sieht man anhand des Projekts Mona Lisa, wie wohltuend dies gerade in einer Zeile von Nachkriegsbauten sein kann.

    Transport Scotland hat im Jahr 2015 die "Design Standards for Accessible Railway Stations" herausgegaben. Ab Seite 67 geht es um die hinreichende Helligkeit auf Bahnhöfen als Arbeitsstätten. Schottland ist offenkundig nicht Deutschland. Dennoch hält man auch dort das Thema für wichtig und bezieht sich hierbei u.a. auch auf DIN EN Normen.

    Ich kann mich meinem Vorredner Endell gerade auch bezüglich der Dopplung, wie auch dem fehlenden Aufgreifen des Wirkens von Schinkel nur anschließen, möchte aber ergänzend noch einmal auf die architektonisch nicht nachvollziehbare "Kreissparkasse" von Rafael Moneo am Eck hinweisen.


    Auch ich befürchtete, dass die Bauakademie tot geredet werden wird, was ein wirklicher Verlust wäre.

    Was mich stark wundert ist, dass auf den Visualisierungen eine aufgelockert horizontale Struktur der Fassade des Mauerhotel gezeigt wird, während sich die tatsächlich umgesetzte Struktur als streng vertikal gegliedert darstellt. RianMa stellte zwar unter Post 323 fest, dass die Balkonplatten erst später montiert werden, aber auch dann sind die größeren Öffnungen nicht erkennbar.

    Ich freue mich in Berlin, und so auch hier am Südkreuz, über den Blockrand, da dies die urbanste Lebensform ist und Studien immer wieder zeigen, dass Menschen in Städten vor allem in gründerzeitlichen Vierteln leben wollen. Zudem; gerade dort, wo in Berlin einzelne Baulücken zwischen Gründerzeitlern geschlossen werden, werden oft besonders hohe Architekturstandards erreicht.


    In Städten, wo große Leerflächen nicht im Blockrand beplant wurden, hat dies in aller Regel zu unerfreulichen, städtebaulichen Zuständen geführt. Als Beispiele nenne ich gerne das Frankfurter und Stuttgarter Europaviertel sowie den Arnulfpark in München. Zumindest in Frankfurt ist selbst unter den planenden Architekten ausgemacht, dass dieses Viertel eine Fehlplanung darstellt.


    Daher muss ich @Lareslino, @Gluestrumpf und Rainer Tee eindeutig widersprechen. Gerade bei Larselino wundert es mich, denn es wurde in einem anderen Thread ein Blockrandprojekt noch überschwänglich gelobt. Eine Kritik, die situationsabhängig ist, kann sich nur auf die Qualität der Architektur aber nicht auf den städtebaulichen Ansatz beziehen.


    In der Sache richtig ist, dass der öffentliche Straßenraum in den Niederlanden deutlich sauberer, gepflegter und einladender daher kommt. Neben dem positiven Effekt von roten Pflastersteinen und gepflegtem Grün möchte ich noch auf die vielen grauen Kästen hinweisen, welche sich bedauerlicherweise im deutschen Straßenraum zu verschiedenen Zwecken befinden.

    Ich denke, dass sich an der Markthalle Neun in Berlin orientiert wird, wo es ja ebenfalls einen Lebensmittelmarkt in der Halle gibt. Ich finde das gar nicht so schlecht, denn dann müssen sich die Leute am Samstag Morgen nicht entscheiden, ob Sie mehr Geld für Spezialitäten in einer Markthalle ausgeben oder bei einem Discounter alles bekommen. So können bestimmte Dinge an den Ständen und der Rest im angeschlossenen Supermarkt gekauft werden. Damit ist die Markthalle nicht nur für Hipster und Touristen ausgelegt, sondern spricht auch den Durchschnittsbürger an. Die Optik leidet natürlich etwas. Da gebe ich euch völlig recht.

    Ok dann jubele ich mal als bekennender Freund der urbanen Kleinteiligkeit. Aufgrund der städtebaulichen Lage, welche nach meinem Verständnis nicht 1a ist, auf jeden Fall beeindruckend. Die etwas raue und nüchterne Gestaltungsweise dürfte auch kontemporäre, schweizerisch geprägte Architekturfreunde erfreuen.

    Anders als mein Vorredner möchte ich noch einmal deutlich machen, wie großartig ich das Projekt finde. Für mich als Nichtberliner ist das nun typisch Berlinerisch mit rauem Look und öffentlichen Dachgeschossflächen für Urban Gardening und anderen Dingen, wo die man nur ohne richtigen Job Zeit und Kraft hat ;-) . An vielen verschiedenen Stellen wurden kleine, besondere Lösungen geschaffen, was, auch wenn nicht alles jedem gefällt, deutlich über 08/15 hinausgeht. Auch die unterschiedliche Fassadengestaltung, welche das Projekt trotz der Größe nicht massiv erscheinen lassen, sind positiv. Wenn diese Entwicklung im Europaquartier stehen würde, wäre sie Anziehungs- und Lebensmittelpunkt des sonst nüchternen Quartiers.

    Ich bin auch etwas ernüchtert. Der Gestaltung des erdgeschossigen Platzes wirkt bieder und nicht sehr großstädtisch. Das haben andere Großprojekte in FFM schon deutlich besser hinbekommen.


    Die Treppe verstehe ich nicht. Soll das eine Mini Version von "the Vessel" im Hudson Yard in New York sein? Selbst dort habe ich mich gefragt, wer Treppen steigen möchte, nur um noch mehr Treppen zu steigen, in der Hoffnung auf einen guten Blick, den es aus den Hochhäusern in noch besserer Version gibt.


    Vorliegend wird der Blick sogar nur um ein paar Meter besser. Ich würde mich bei der Nutzung ein wenig lächerlich fühlen

    Ich bin auch kein Freund von Anglizismen, insoweit gebe ich dir recht. Allerdings können auch solche Viertel Wohnungen beinhalten und tun dies zwischenzeitlich auch. Selbst in Los Angeles, wo das Argument der nächtlich toten Innenstadt oder "Downtown" in den neunziger Jahren entwickelt und von deutschen Stadtplanern weitergetragen wurde, ist dies zwischenzeitlich so.


    Ich möchte lieber an bestimmten Orten der Stadt spektakuläre "Cluster" oder Agglomerationen mit gemischter Nutzung sehen, als das Bürogebäude vorrangig als aktive Lärmschutzbarrieren zu Verkehrsanlagen dienen.