Beiträge von LukaTonio

    Die zurückgehenden Tourismuszahlen haben meiner Ansicht nach mit folgenden Entwicklungen zu tun

    • der Hipster Trend ist untergegangen, für den Berlin und Brooklyn gestanden haben. Brooklyn ist jetzt für Yuppies (Reportage hierzu auf Arte). Berlin fehlt dafür die Finanz- und Beratungsbranche die in Frankfurt, Düsseldorf und München sitzt.
    • Berlin steht für Party aber Gen Z macht keine Party und dated nicht mehr.
    • Aktuell ist Luxus und Selfcare in einer stressigen Welt gefragt. Berlin steht eher für rau und unangepasst wie wild, was Gen Z und der aktuelle Trend alles nicht ist.
    • Durch Corona ist viel der kleinen Lebenskünstler, Alternativen, kleinen Bars etc. zerstört bzw. von großen Ketten ersetzt worden. Gerade in Berlin hat dies viel von der Seele der Stadt ausgemacht.
    • Berlin steht für Linksliberal und "Woke". Hier entwickelt sich gerade der Konsens, dass dies eine Überreaktion auf frühere Ungerechtigkeit gewesen ist. Es war zwar im Grundsatz richtig, ist aber übertrieben worden und wird aktuell als nervig angesehen.
    • Berlin stand zudem für Startup Culture, die im Moment auch Probleme hat. Die Tech Unternehmen wandeln sich von PingPong hin zu normalen Unternehmen. Im Moment entstehen neue Unternehmen im Verteidigungssektor und Energiesektor in München und anderswo, womit Berlin aktuell nicht als Vorreiter angesehen werden kann. Dies gilt aktuell auch für Architektur, Kleidung, Kunst und Kultur. Subjektiv wirken die Berliner Entwicklungen bedarfsorientiert und piefig.
    • Berlin ist nach wie vor zu hässlich und mit städtebaulichen Unorten versehen sowie nicht ausreichend mit Sonnenschein und Lebensqualität bedacht, um für die Instagram Normalmenschen relevant zu sein und für die alternativen Künstler inzwischen zu teuer.
    • Das Berliner Sparen ist auch ein Problem, obwohl ich dies eher bei dem Zustand bestimmter Straßen oder dem Abgeben von Veranstaltungen wie der Love Parade als Alleinstellungsmerkmal ansehe, als bei nächtlicher Illumination. Aber auch hier gilt, Menschen fanden es vor zehn Jahren cool wenn alles etwas abgeranzt und zugeschmiert aussieht. Aktuell gilt das nicht mehr so.

      Zusammengefasst hat sich die Welt weitergedreht und ist (insbesondere Gen Z) nicht an dem interessiert, wofür Berlin steht. Zugleich wird Berlin nicht mehr in dem Maße als Vorreiter wahrgenommen und trotz großer Entwicklungen fehlt der Haushalt und die Wirtschaftskraft sich in den aktuellen Trends neu zu erfinden.

    der schlechtere Entwurf wurde überarbeitet und ist nun maximal freud- und gesichtslos ausgestaltet. Er schafft keine Aufenthaltsqualität, was sich daran ersehen lässt, dass die Architekten vor den Aufenthaltsbereich im Inneren einen Urwald visualisiert haben, der so sicher nicht umgesetzt wird. Die Daumenregel ist, wenn es die Freiflächenplanung des Grünstreifens oder Quartiersplatzes reißen muss, ist die Architektur der eigentlichen Gebäude unterdurchschnittlich. Es wirkt wie ein recycelter Entwurf des Bundestagesgebäudes an der Straße unter den Linden, wo ebenfalls ein seelenloser Schweizer Minimalismus umgesetzt wird, der mit den Dachlandschaften der umliegenden Gebäude nichts anfangen kann.


    Dafür würde ich nicht in den Krieg ziehen wollen.

    Bild 3 u 4

    Große leere gepflasterte Flächen, die

    • nicht bebaut werden,
    • nicht ausreichend begrünt werden
    • wo nicht allgemein geparkt werden darf
    • und die dem Eindruck von Urbanität entgegenstehen

    Die Flächen müssen das Studium von Stadtplanern maßgeblich prägen

    Das Los 4 geht nicht. Die Gebäude sehen aus, als würde dahinter eine einheitliche Nutzung versteckt werden.

    Erinnert mich deshalb an die Mall of Berlin oder eine retrogewandte Karstadt oder Galeria Kaufhof Filiale.

    Der Gedanke der klassischen europäischen Stadt mit Blockrand, Kleinteiligkeit und unterschiedlicher Gestaltung und Nutzung, welche in diesem Gesamtquartier am Molkenmarkt verwirklicht werden soll, wird in diesem Los 4 "pervertiert".

    Das Büro Lederer Ragnarsdóttir kommt aus Stuttgart, wo mit Abstand die hässlichste, da gleichförmigste Stadtreparatur betrieben wird (siehe Beispiel: BV Fünf Giebel).

    Dekoratives Anführungszeichen

    Mich wundert ein wenig was die mit "Schäden am Rohbau" meinen. Es ist völlig normal, dass während der Rohbau-Phase mal Wasser eindringt und dem Beton macht das nichts aus.

    Schäden am "Trogbau". Ich geh davon aus, dass die Abdichtung schon fertigstellt ist, wenn 2026 Eröffnung sein sollte.

    Das war mit Ansage. An erdberührten Bauteilen wie Kellern und Tiefgarage gibt es ganz oft Ärger mit drückendem Wasser.

    Wenn ich bei einem Museumsbau ganz tief in die Erde baue, dann sind die Stellen für solche baubedingten Mängel vervielfacht.

    der neue Portland International airport main terminal wird dem MUC 2026 den Rang als bester Flughafen ablaufen. Das design und die Nutzbarkeit für Besucher aufgrund Begrünung und Rückzugsmöglichkeiten sind herausragend.

    Leipzig baut wieder Platte.

    Spaß beiseite.

    Ich glaube nicht, dass die Architekten Schulz + Schulz hier einen Fehler gemacht haben. Ihr Erstentwurf aus Glas und hellem Holz hat mir gut gefallen und wäre durchaus eine Bereicherung für das Stadtbild. Ich denke, dass der Bauherr unter aktuellen Marktkonditionen das Vorhaben extrem zusammengestrichen hat und die Architekten dem folgen mussten. Da hätten auch Star Architekten nicht geholfen. Da wäre das gesamte Geld in das Honorar geflossen.

    Ich würde gerne am Ufer den Kleihues Entwurf sehen, wo er sehr schön an den Bestandsbau anschließt.

    Gegenüber des Platzes kann dann gerne der freistehend überzeugende Henn Entwurf umgesetzt werden, um die umliegenden historischen Gebäude aufzulockern.

    Auf der anderen Seite des Platzes wirkt der Kleihues Entwurf nämlich etwas uninspiriert, belanglos nicht als wertiges Gegenüber.

    Auch wenn wir alle in diesem Forum Hochhausfreunde sind,

    -wobei ich sie in München in Ermangelung eines nachvollziehbaren Hochhausrahmenplans nicht sehen möchte-

    finde ich es schade und bedenklich, dass die rechtlichen Hürden an ein Bürgerbegehren so hoch sind.

    Die Initiatoren haben bereits diverse Unterschriftenziele überschreiten müssen, um überhaupt an diesen Punkt zu gelangen und sind nun an Formalien der richtigen Formulierung gescheitert, wie viele Begehren. Bürger die so etwas miterleben, werden sich nicht wieder einbringen oder beteiligen. Die Bürgerbeteiligung ist aber das erklärte Ziel der in der Gemeindeordnung enthaltenen Vorschriften. Hier könnte Abhilfe geschaffen werden, in dem Stadt oder Gericht vor dem Start der Unterschriftensammlung verpflichtet wird, die formellen Voraussetzungen zu prüfen.

    Erstmal herzlichen Dank Bauhelmchen.

    Es sind bereits zwei Sachen erkennbar.

    1) Wenn das Hines Hochhaus am Mediamarkt noch gebaut wird, entsteht ein kleines Cluster, welches möglicherweise zur Ergänzung anregt.

    2) In ihrer Fernwirkung werden die drei bestehenden/im Bau befindlichen Hochhäuser ähnlich.

    Bei künftigen Hochhäusern kann gerne mal ein Gebäude mit Rundungen oder besonderer Dach-Krone gebaut werden

    (vergleiche hierzu die Wirkung des US Bank Tower umgeben von schlichten minimalistischen Hochhäusern mit Flachdachabschluss in Los Angeles)

    Das der ursprüngliche Entwurf von HdM, der jedenfalls nach meiner Meinung das höchste der Architekturzunft erreicht hat, nämlich cool/schick/minimalistisch aber zugleich warm/offen/einladend zu sein, aus Klimagründen zerstört worden ist, ist hier im Forum schon besprochen worden.

    Mich würde interessieren, wie sich die Raumwirkung des neuen Baukörpers in diesem hochkomplexen baulichen Umfeld darstellt?

    Kann jemand etwas dazu sagen, wenn Backstein mitteilt, ihn habe die Wirkung vor Ort überrascht?

    städtebaulich würde ich das Ensemble aufgrund der Raumwirkung der Gassen höher bewerten.

    Was sehr auffällt ist, dass die neuen Fassaden in der Seitenansicht deutlich weniger Plastizität aufweisen, sie sind sehr flach. Es sind kaum Erker, Versprünge, Fassadenschmuck in der Weise vorhanden, dass dies zu einer 3 D Wirkung führt.

    Fragen an das Hamburger Forum:

    Mir sind bei meinem letzten Hamburg Aufenthalt drei Gebäudekomplexe auffällig negativ aufgefallen, während ich sonst von der Stadt einen sehr positiven Eindruck hatte.

    1. Alsterarkaden 27/Alter Wall 41

    2. Jungfernstieg 4 - 5

    3. Großer Grasbrook 14

    Zu 1.

    Die Gebäude unterbrechen die eigentlichen Alsterarkaden, haben zwar (teilweise) architektonischen Anspruch mutmaßlich der 50iger bis 60iger Jahre. Ich finde sie aber sehr hässlich und staune, dass sie in einer sich stets wandelnden extrem begehrten Umgebung erhalten geblieben sind.

    Zu 2.

    Selbiges gilt hier, wobei das Gebäude Jungfernstieg 4 offensichtlich eine besondere architektonische Sprache auszeichnet. Vor dem Rathaus und als Bestandteil des Jungfernstieges wirken die Gebäude aber klein, gedrungen und unpassend.

    Zu 3.

    Hierbei handelt es sich um das Verbindungsgebäude zwischen den Klötzen und Riegeln des ersten Teils der Hafencity und dem Wasser, welches sich skulptural die Terrassen herunter bewegt. Das Gebäude sieht ungenutzt und sanierungsbedürftig aus. Es wirkt zudem so, als habe es seinen ursprünglichen Zweck verfehlt.

    Bei allen drei Gebäudekomplexen habe ich dieselben Fragen:

    a) Haltet ihr die Komplexe für erhaltungswürdig?

    b) Welche Neuentwicklungen würdet ihr sonst gerne an diesen Stellen sehen?

    Danke für die Bilder. Das Viertel wirkt dystopisch. Ich hoffe sehr für die Quartierentwicklung und Aufenthaltsqualität, dass sich hier einige Vorhaben mit andere Fassadengestaltung etwa mit Riemchen oder Backstein anschließen, etwas gewerbliche öffentlich zugängliche Erdgeschossnutzung aufgenommen wird und die Straßen noch begrünt werden.

    Adama ich kann die Haltung zu den verwendeten Farben und Fluchttreppen in den Innenhöfen nachvollziehen.

    Aber um ehrlich zu sein: nach den letzten Jahren der monotonen Riegel- und Klotzbebauung habe ich lieber zu viel Kleinteiligkeit, als zu wenig.

    Neben den von dir angesprochenen Vorzügen weisen die Gebäude sogar noch eine (halb-) geschlossene Bauweise, eine Höhenstaffelung und einen halbwegs vertretbaren Dachabschluss auf. Deshalb würde ich trotz einzelner Irritationen festhalten, dass das Ergebnis deutlich überdurchschnittlich ist.