Beiträge von Clemenceau

    Vielleicht irre ich mich, aber ich dachte, es sei ziemlich offensichtlich, dass der Alexanderplatz viele Funktionen erfüllt, darunter die eines Verkehrsknotenpunkts, eines Einkaufsortes, eines Treffpunkts und Ortes des gesellschaftlichen Lebens, ein Touristenort sowie – für Nostalgiker – eines Fensters kommunistischer Stadtraumgestaltung. Und das wird es im 21. Jahrhundert auch so bleiben. Und es ist klar, der Alex hat für sehr viele eine "Wiederkehranreiz".

    Eine „schlüssige Gesamtlösung“ für das „gestalterisches Konzept“ klingt zunächst einmal vielversprechend… aber ist das wirklich ein erstrebenswertes Ziel? Wozu? Eine Reihe kleinerer Pläne, die sich schnell an Entwicklungen anpassen lassen, entspricht sicherlich eher dem Zeitgeist.

    Ich habe in diesem Land oft beobachtet, dass eine Tendenz zur Mikroplanung besteht … verbunden mit dem Wunsch, Entwicklungen bis ins kleinste Detail kontrollieren zu wollen. Ich hoffe daher sehr, dass Sie nicht genau darauf hinauswollen, denn eine solche Mikroplanung ist oft mit hohen Kosten verbunden und zum Scheitern verurteilt. Innerhalb bestimmter Grenzen muss man auch zulassen, dass sich manche Dinge auf natürliche Weise entwickeln.

    Warschau: Ich würde sie alle mitnehmen. Sogar die kubistischen Türme. Zumindest weisen die wichtigsten Gebäude der Warschauer Skyline eine angemessene Höhe und Proportionalität auf – im Gegensatz zu Berlin und den Gebäuden rund um den Alexanderplatz.

    @ den lieben Ziegel: Wenn ich an Ihrer Stelle wäre, würde ich mit meinen Interpretationen etwas vorsichtiger sein. Bitte versuchen Sie nicht, das Gelesene zu überinterpretieren … Warschau verfügt über eine Wolkenkratzer-Skyline im wahrsten Sinne des Wortes, mit einer Reihe von Hochhäusern, die die Skyline der Stadt prägen. Berlin hat bestenfalls eine Mini-Skyline am Alexanderplatz, bei der es noch Verbesserungspotenzial gibt. Niemand behauptet, Warschau sei alleine deswegen ein Maßstab oder Vorbild, und es gibt hier keine "Hochhausfetischisten", sondern lediglich Menschen, denen die Entwicklng ihrer Stadt am Herzen liegt.

    Man sollte auch nicht vergessen, dass Eiermann auch ein Nazi "Sternchenarchitekt" war der u. a. auch für das 18m-hohe Portrait des "Führers" bei der 1937 NSDAP-Ausstellung "Gibt mir vier Jahre Zeit" in Berlin verantwortlich war.

    Egon Eiermann und Hier

    Der "Führer" soll begeistert gewesen sein.

    Egon Eiermann hat jedenfalls nicht unter die Naziherrschaft gelitten und hat seine Karriere in der Bundesrepublik Deutschland mühelos fortgesetzt.

    Für mich als ehem. Tourist war die ausgebombte Kirche wegen ihre Ausstrahlkraft Höhepunkt des Breitscheidtplatzes, nicht das monströse bunkerähnliche Betonklotz à la Eiermann. Und 40 Jahre später ist m. Meinung unverändert.

    Nicht nur: Frankfurt am Main und München haben mächtige Unterstützer im Bundesverkehrsministerium und auf Landesebene in Hessen und Bayern sowie bei der Lufthansa. Dies hat auch Auswirkungen auf die Ausslandsflugverbindungen über Berlin.

    Es tut mir leid, aber dieser Stil erinnert an die frühe „DDR“-Architektur, wie sie beispielsweise in Stalinstadt/Eisenhüttenstadt, in Magdeburg oder in Hunderten anderer ostdeutscher Städte und Gemeinden zu finden ist.

    Ich empfinde dies als beunruhigend für ein Gesamtprojekt, das weitgehend darauf abzielt, die ehemalige Altstadt von Potsdam wiederherzustellen oder ihr nachempfunden zu gestalten.

    Wie Tomov in seinem nun vom Moderator verschobenen Kommentar so drastisch, aber treffend formulierte, hätte dieses Gebäude, vom Aussehen hier, sehr wohl von einem ehemaligen Architekten des „Dritten Reiches“ mit geringen Mitteln in der DDR der Stalin-Ära errichtet worden sein können. Schade.

    Interessante Sichtweisen, über die ich schmunzeln musste. Ich persönlich finde die Gebäude gar nicht so schlecht, daher bezweifle ich, dass zukünftige DFFB-Studierende dadurch in Selbstmordgedanken getrieben werden… 😉

    Sagen Sie, weiß Sir Foster, dass Sie sein Bild in diesem Forum verwenden? Ich meine, Sie sind oft recht witzig, aber manchmal auch ziemlich kontrovers, so ich frage mich, ob Sir Norman das letztendlich vielleicht auch mit Humor nehmen würde… 🤔

    Was meinen Sie mit „Gemeckere “? Wer hat denn „gemeckert“? Nur weil jemand eine andere Meinung vertritt? :/

    Mein lieber, hochgeschätzter Backstein, ich bin ein wenig überrascht über Ihre Wortwahl … und verletzt … 🤕

    Wenn man eine zeitgemäße, einfachere und schlichtere Version des Luther-Denkmals wünscht, was hindert uns dann daran, eine moderne Interpretation der Figur Luthers selbst zu errichten? Dagegen hatte ich nichts einzuwenden. Aber dieses Durcheinander aus Alt und Neu ist furchtbar und für ein bedeutendes historisches Denkmal alles andere als angemessen.

    Übrigens würde das ehemals „imposante Denkmal“ perfekt zu dem ebenso „monumentalen und schwülsten“ Neptunbrunnen an seinem derzeitigen Standort passen. Zumindest würde das rekonstruierte Luther-Denkmal eine historisch fundiertere Grundlage für seine Aufstellung an diesem Ort, in der Nähe der St.-Marien-Kirche und des Rathauses, haben als der Neptunbrunnen!

    Ein Bild des historischen Lutherdenkmals ist hier zu finden:

    Denkmal

    Mir gefällt weder die derzeitige Situation noch der Entwurf für das „neue“ Denkmal. Es ist zu bescheiden für einen Mann, dessen Wirken die europäische Geschichte buchstäblich verändert hat. Das zerstörte Denkmal hatte weitaus mehr Ausstrahlungskraft. Aus diesem Grund befürworte ich eine historische Rekonstruktion des ursprünglichen Denkmals an diesem bedeutenden Standort im Herzen der deutschen Hauptstadt.

    Meistens stammen solche Texte oder Namen von Leuten, die keine Ahnung von der Sprache haben, die sie benutzen. In diesem Fall haben wir ein weiteres Beispiel für die Verunstaltung der englischen Sprache durch einen ahnungslosen Ausländer.

    Ich zähle sowohl Englisch als auch Französisch zu meinen Muttersprachen. Ich hätte ganz sicher kein Interesse daran, in eine Immobilie in einer Anlage mit so einem blöden Namen zu investieren!

    Und die Finanzmittel von Bund und Ländern wurden nach einem langwierigen Antrags- und Genehmigungsverfahren bereitgestellt. Diese Mittel sind zweckgebunden und zeitlich begrenzt. Sie können daher nicht für andere Zwecke umgeschichtet werden.

    Die Bauarbeiten müssen fortgesetzt werden, da sie durch zweckgebundene und zeitbefristete Fördermittel des Landes Berlin und der Bundesregierung unterstützt werden.

    Zudem sind die Ziele des Projekts bahnbrechend… Wie es in der Pressemitteilung vom 14. November 2025 heißt: „Es soll ein zukunftsweisendes Projekt für eine nachhaltige und klimagerechte Planungs- und Baupraxis werden und baulich, konstruktiv und prozessual neue Standards etablieren". «Link»

    Ich spreche von dem eingekreisten Bereich hinten links auf Lageplans Foto.

    Bei einer vernünftigen Planung sowohl seitens der Deutschen Bahn als auch seitens der Stadtverwaltung wären die notwendigen Maßnahmen berücksichtigt worden, die den Bau von Gebäuden an dieser Stelle ermöglicht hätten, um die Stadtkante zu sanieren und dieser Seite einen angemessenen baulichen Abschluss zu verleihen.

    Doch nein, dies wurde nicht unterunternommen – eine weitere verpasste Chance in Berlin.

    Ich erinnere mich, dass man hier in den 1970er Jahren im westlichen Teil der Stadt damit prahlte, Berlin sei einst „das größte Kaffeehaus Europas“ gewesen. Schon damals war die Auswahl am östlichen Ende des Kurfürstendamms fantastisch, da die Cafés Kranzler, Drei Bären, Schilling und Möhring nur einen Steinwurf voneinander entfernt lagen.

    Ich hoffe aufrichtig, dass der „neue“ Kranzler diese Tradition wiederbeleben wird.