Frag das Frankfurter Forum

  • Mod: Verschoben, Frage zum Bau der U5 ins Europaviertel.



    Auch wenn es off-topic geht: wieso müssen die Röhren überhaupt stabilisiert und beschwert werden, wenn sie sowieso für den Bau der Station weggebrochen werden? So wurde es mal kommuniziert. Man macht einen Schnitt an den jeweiligen Stationsenden, so dass es im Falle des Auftriebs eine saubere Sollbruchstelle gibt.

  • Mainyard - ich sehe da seltsame Formen im Frankfurter Ton - hat man da jetzt archäologisch interessante Überreste gefunden?

    Wenn nicht, kanns weg.

  • Nein, das kann es nicht sein. Die Formen sind deutlich weniger regelmäßig als bei den Kellern zu erwarten ist. Schau mal auf dem Bild der westlichen Webcam, links neben den beiden Wechselcontainern die gerundete Stufe im Schmodder. Ebenso auf dem anderen Bild rechts - ist das noch Baugrubensicherung aus der Bauzeit der Keller? Zumindest einer der Keller sollte sich unter der jetzt gerade nicht genutzten "Hauptfahrbahn" befinden, da wird eine Kante, die ich für seine nordwestliche obere Ecke halte, mit einem Balken gegen Überfahren geschützt.

  • Mod: Verschoben, Frage zu den als Ballast genutzten Betonsteinen am Altbau des Central-Business-Tower-Projekts.




    Was wiegt so ein Klotz? Das sind 86 Stück (5 x 12, 1 x 8 und 2 x 9) bei 500kg/Stück wären es 43t, bei 1t/Stück volle 86 Tonnen.

  • Normalbeton hat ein Gewicht von 2,0 - 2,6 t/m³. Bei Abmessungen von 120x80x60 cm wären das 576 cm³, etwas mehr als 1/2 m³, mithin knapp 1,3 t, bei 86 Stück wären es etwa 112 t.

  • Das eine resultiert aus dem anderen.


    Nicht, dass wir uns falsch verstehen - mir ist klar, dass das nicht abhebt wie ein Flugzeug ;-).

    Mir ging es eher darum, ob dies als Gegengewicht zur aus horizontaler Belastung entstehenden Auflagerreaktion (Zug) dienen soll, weil wahrscheinlich die Stütze nicht im Boden verankert ist.

  • Ja, der Zweck ist, wie bei einer Fiale, einen Kraftvektor nach unten zu erzeugen der zusammen mit den Vektoren seitlich wirkender Kräfte einen Summenvektor ergibt, der den Boden innerhalb der Stützfläche (von den Stützen begrenzten Fläche) erreicht.

    Deswegen ist es für Restauratoren immer so schwer Fialen zu reparieren, da sie die Masse der Fiale zum Erhalt der Gesamtstatik ersetzten müssen, während diese getauscht wird.

    Lustigerweise wussten die Dombauer seinerzeit nicht wirklich wie das mit den Kraftvektoren funktioniert, mussten also auf gut Glück die Fialen und das senkrechte Mauerwerk überdimensionieren. Das erlaubte Spielräume für beeindruckende Verwitterungsschäden zur Zeit des sauren Regens.


    Hier ist die seitlich wirkende Kraft eine Zugkraft, die von der Altfassade ausgeht, wenn das in Richtung Baugrube stützende Mauerwerk dahinter im Rahmen der Entkernung verschwindet, oder eine Druckkraft, wenn beispielsweise wind über die Baugrube weht und gegen die Fassade drückt.

  • Hat jemand Informationen, warum es beim Umbau Taunusstraße 52-60 gefühlt gar nicht vorangeht? Die neue Steinfassade hängt seit bald 1,5 Jahren, die Gerüste fallen nicht und auch sonst feiert das Projekt bald Fünfjähriges.

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    In den Geschäftsberichten 2018 und 2020 von Gateway Real Estate findet man unter dem Stichwort "Taunus" ein bisschen was zu der dahinter stehenden Projektgesellschaft. Offenbar wurde die mehrfach zwischen Gateway und anderen Gesellschaften von dessen Mehrheitsaktionär Norbert Ketterer gehandelt.

  • Frage zu Eschersheimer Landstraße 44



    Liebes Forum,


    ich komme regelmäßig am Gebäude Eschersheimer Landstraße 44 vorbei und frage mich immer, welcher Baustil das sein soll (ist es überhaupt "ein Baustil"?) und welche Geschichte wohl hinter dem Gebäude steckt. Weiß jemand, ob das Gebäude, so wie es aktuell aussieht auch geplant und ursprünglich gebaut wurde oder handelt es sich mehrere Aufstockungen des "Turms"? Hinzu kommt das Gebäude (inzwischen) über ein "Glasfoyer" mit dem Nachbargebäude verbunden ist. Das alles wirkt auf mich sehr ungewohnt. Daher: Wer weiß mehr zu Baugeschichte und Baustil dieses Gebäudes?


    Vielen Dank an alle Foristen, die etwas dazu beitragen können

    Larry Max


    PS: Ich hätte ein Handyfoto von dem Gebäude eingestellt, habe das aber leider technisch nicht geschafft.

  • Mod: Verschoben, Fragen zum Projekt "Timber Pioneer", gemeint sind diese Fotos.





    Auf den Fotos von Beggi sieht man gut die Holzdeckenbalken. Ich würde erwarten das diese vorbeugend gehen Brände behandelt wurden. Was jemand wie und mit was? Sind die Balken dadurch später tatsächlich noch wiederverwertbar?

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    Ich gehe davon aus, dass das Holz NICHT gegen Brände "behandelt" wurde (vermutlich meinst Du damit eine Imprägnierung oder Ähnliches).

    Sofern an die Holzbauteile eine Anforderung bzgl. Feuerwiderstandsdauer gestellt wird (entsprechendes legen die zugehörigen Brandschutzkonzepte fest), wird diese im Regelfall durch Bekleidungen erfüllt (Gipskarton-Feuerschutzplatten o.ä.).

    Man sollte auch nicht der Vorstellung verfallen, dass Holz grundsätzlich "brennt wie Zunder". Diese massiven Holzbauteile können durchaus auch ungeschützt eine gewisse Feuerwiderstandsdauer erfüllen, da z.B. nur die Oberflächen verkohlen und diese Holzkohleschicht dann auf Grund der geringeren Wärmeleitfähigkeit als Schutzschicht fungiert.

    Mehr zu dem Thema kann man z.B. hier nachlesen.