Beiträge von Volker Thies

    Zur Bewertung speziell der Frankfurter CDU fehlt mir das lokalpolitische Fachwissen. Allerdings ist es in Großstädten ein relativ verbreitetes Phänomen, dass die CDU rapide in der Wählergunst sinkt, während die Grünen mehr oder minder rapide nach vorne ziehen. Insofern wäre ich persönlich vorsichtig damit, eine spezielle Frankfurt-Entwicklung auszumachen.

    Zu dem Projekt aus #1.406 war zu vernehmen, dass 2.600 oberirdische BGF vorgesehen sind. Mitte 2022 soll das Gebäude fertig werden. Inklusive Mieterausbau kalkuliert der Bauherr mit 6,5 Mio. Euro Gesamtinvestment. Neubau und Altbau bleiben unverbunden. Die Aufständerung und die Tiefgarage haben auch den Sinn, die weggefallenen Parkplätze für das Vorderhaus zu ersetzen.

    Das Konzept von 2017 sieht 20% "preisgünstigen Wohnraum" vor. Ob damit nun geförderter Wohnraum im engeren Sinn gemeint ist oder irgendeine Form von selbst gestrickter Preisdämpfung, wird man abwarten. Außerdem ist die Frage, was davon wie im derzeit entstehenden B-Plan verankert wird.


    Im Prinzip ist das also ein von der Politik angesprochenes Thema. Art und Umfang der Umsetzung wird sicher Teil der derzeit laufenden Verhandlungen sein.

    Ich weiß nicht, ob das hier erwünscht ist. Andernfalls bitte löschen: Das denkmalgeschützte Gebäude Friedberger Landstraße 104 steht derzeit zur Zwangsversteigerung. Damit verbunden ist die vorübergehende Veröffentlichung eines Gutachtens über die Immobilie. Das ist eine gute Gelegenheit für Einblicke durch Fotos und eine Baubeschreibung. Einfach unter http://www.zvg-portal.de nach den aktuellen Zwangsversteigerungen des Amtsgerichts Frankfurt suchen, am besten geordnet nach den jüngsten Aktualisierungen. Da müsste es mit Aktualisierung am gestrigen Tag auftauchen.

    den Bau von 5 weiteren RZ

    Das steht so aber nicht in der Pressemitteilung. Die fünf sind nur die Zielgröße nach dem Ende des Ausbaus. Da könnten bestehende inbegriffen sein.


    Edit: Ist aber korrekt so, wie von main1a geschrieben. Kleine Ergänzung: Die im Bau befindlichen Fr9 und Fr11 werden zusammen 50 MW Kapazität haben, die übrigen drei zusammen 47 MW. Fertigstellung: FR9 im September 2021, FR11 spätestens Q3 2022, der Rest noch unbestimmt.

    Der städtebauliche Wettbewerb für das Areal ist offenbar vor gut einer Woche angelaufen: https://www.wettbewerbe-aktuel…-frankfurt-am-main-158663


    Das Preisgericht soll am 14. Dezember 2021 tagen. Inhaltlich geht aus der Ausschreibung meiner Meinung nach nicht viel Neues hervor, bis auf die wohl im Westen vorgenommene Platzierung der Grundschule. Interessant ist eher, dass Hopp und Bauwens zwei verschiedene Entwicklungsgesellschaften jeweils mit FAZ und Societät gegründet haben.

    Ganz spannend. Was ich für die Branche als kurzfristig am relevantesten ansehe, sind die weiter zu verschärfenden Quoten im Baulandbeschluss, ergänzt um die neue Möglichkeit zur Abgabe von 50% der Fläche, um sich freizukaufen.


    Insgesamt wird wohl alles schwieriger werden, was in irgendeiner Form "grüne Wiese" betrifft.


    Der Hochhausrahmenplan wird sicher nochmal länger auf sich warten lassen. Das legt die Formulierung nahe, dass erst mal genug Büroraum bis 2030 da sei. Wenn ich das richtig verstehe, wird neben der Begrünung auch die bisher nur erwünschte Nutzungsmischung in Hochhäusern obligatorisch.


    Für mich persönlich am interessantesten wird zu beobachten sein, wie sich die Stellschrauben beim Erbbau sowie die geplante Wohnanleihe auswirken bzw. vom Markt angenommen werden. Dazu kommt, ob und wie der angekündigte stärkere Flächenkauf umgesetzt werden kann. Diese drei Punkte dürften, wenn sie denn umgesetzt werden, das Potenzial für die auf lange Sicht gravierendere Auswirkungen haben als der schärfere Baulandbeschluss oder ein etwas späterer Hochhausrahmenplan.


    Brauchwassersysteme, keine Tiefgaragen, weniger Stellplätze: Da kommen ein paar neue planungstechnische Themen auf.


    Spannend dürfte auch das Zusammenspiel der einerseits jetzt festgeschriebenen Clusterung der Rechenzentren mit der andererseits angeregten Verschränkung mit Wohngebieten zur Abwärmenutzung sein. Da wird man schauen, ob und wie der Widerspruch sich, auch technisch, auflösen lässt.


    Was die Personalspekulationen betrifft: Für mich liest sich das so, als ob Planung und städtisches Bauen wieder bei der SPD zusammengeführt werden. Damit wären die Grünen da erst mal aus dem Spiel, wobei natürlich aus der Gesamtausrichtung hervorgeht, dass das Umweltressort in Immobiliendingen ein gewichtigeres Wörtchen mit reden wird.

    Der hohe Energieverbrauch ist zwar einerseits eine Infrastruktur-Herausforderung. Andererseits sind die Energieversorger auf der letzten Meile oft kommunale Unternehmen. Ich weiß nicht, wie groß die Marge für die Stromlieferung an Rechenzentren ist, aber irgendein Gewinn wird für den lokalen Energieversorger schon drin sein, und der wird bei einer kommunalen Gesellschaft letztlich zum Teil auch in den kommunalen Haushalt zurückfließen.