Beiträge von tunnelklick

    Gutleutstraße 202-220 (ex. Degussa/Ferro, Abbruch)

    Auf dem vormals von der Degussa bzw. zuletzt der Ferro GmbH industriell genutzten Grundstück in der Gutleutstraße finden bekanntlich großflächige Abbrucharbeiten statt (siehe hier)


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 07.2021,© Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation



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    Handypics von mir


    Dass die Abbruchgenehmigung laut Bauschild von der ABG Frankfurt Holding beantragt wurde, hat damit zu tun, dass diese ca. 14.800 m² große Fläche, planungsrechtlich ist es Industriegebiet, künftig einen Bauhof des Straßenbauamtes beherbergen wird, dessen jetziger Standort an den Hungener Straße für die Güntherburghöfe aufgelassen wird (das wußte Volker Thies an anderer Stelle zu berichten).

    Offenbacher Ldstr. 441 (ABG, Neubau)

    Die Adressbezeichnung dieses Neubauvorhabens der ABG stimmt nicht ganz, aber die richtige Adresse (Philipine-Schulz-Weg 14, 16 und 18) gibts nur auf dem Papier, die Straße ist noch nicht gebaut. Es handelt sich um drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 31 Wohnungen. Bemerkenswert daran ist: die ABG kann noch etwas anderes als Sozialwohnungen, hier baut sie frei finanzierte Mietwohnungen. Der Entwurf stammt von MAS Meurer Architektur + Stadtplanung; ein schlichter Entwurf, mit richtigen Balkonen und einem klassischen Dach, womit er sich vom Einerlei der Flachdachkisten wohltuend abhebt.


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 07.2021,© Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


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    Wallstraße 16/Fritschengäßchen 8 (unklar)

    An einem der allerletzten "Unorte" in Sachsenhausen tut sich was, aber was es ist, lässt sich leider nicht ohne weiteres ermitteln. In den Umfassungsmauern des zerstörten Eckhauses wird gehämmert und Schutt abgefahren. Ein Bauschild gibts bisher nicht:


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    Main-Neckar-Brücke, Fuß- und Radwegrampe (im Bau)

    Man kann schon erahnen, wie sie wird. Wenn die Fundamente in diesen Tagen fertig betoniert sind, dürfte die Aufstellung der vorgefertigten Metallkonstruktion relativ schnell gehen.






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    Teichstraße 7

    Das Baulückenprojekt Teichstraße 7 ist bereits im Bau. Das Eckhaus ist leer, der Eingang provisorisch um die Ecke verlegt. Es scheint als bekäme das Eckhaus ein neuen Eingang im Neubauteil und als würden die Wohnungen um die Neubauflächen erweitert. Damit dürfte das alte Treppenhaus entfallen.




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    Mainzer Landstraße 581 (ex. FCA Motor Village)

    Zuletzt hatte SchmittchenEnde 2019 über die Aufstellung eines B-Plans für das fast 28.000 m² große Gelände der vormaligen FIAT-Niederlassung berichtet. Zusammen mit der Aufstellung des B-Plans 931 war eine Vorkaufssatzung erlassen worden. Die Stadt hat das Grundstück inzwischen erworben und schreibt aktuell die Abbrucharbeiten aus.


    Das Grundstück liegt im Bereich einer alten Sand- und Kiesgrube, die 1927 ihre größte Ausdehnung erreicht hatte und ab den 30er Jahren sukzessive verfüllt wurde. In der Stadtkarte von 1935 sind die Umrisse der Grube an den Böschungen noch gut zu erkennen:


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, 1935


    Über das Verfüllgut gibt es keine Informationen, nur Hinweise, dass auch Hausmüll vergraben wurde. Aufgrund des jahrzehntelangen Umgangs mit wassergefährdenden Stoffen durch Öltanks und Werkstattnutzung durch Kfz-Betriebe seit den frühen 50er Jahren war mit Bodenverunreinigungen zu rechnen. Es gibt etliche Öltanks teils aus den 40er Jahren mit einem Fassungsvermögen von insgesamt über 150.000 l.


    Die Freimachung des Geländes soll von 9/21 bis 3/23 erfolgen

    Friesstrasse 22-24 (Equinix RZ FR9)


    Vor drei Jahren war über den Neubau eines RZ in der Kruppstraße berichtet worden. Inzwischen hat Equnix seinen Standort dort erweitert um zwei RZ in der Friesstraße 22-24 (FR 2.6 und FR9); FR 2.6 dürfte schon in Betrieb sein, FR 9 ist gerade im Bau. Aktuell wird die Erweiterung der Notstromanlage von 11 Aggregaten auf 29 Aggregate beantragt. Mit über 6 ha Grundfläche ist der Equnix-Campus im Seckbacher Industriegebiet einer der vier großen RZ-Cluster.


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 07.2021,© Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Orthofoto 2020

    Zufälligerweise berichtet die FAZ heute über den benachbarten Senckenbergturm, dessen Innenausbau noch laufe. Die obere Hälfte des Turms mit rd. 11.500 m² sei noch nicht vermietet, in den unteren Teil zieht die Bank BNP Paribas ein, die zum selben Konzern wie der Projektentwickler gehört. Anfang 2022 könnten die Büros bezogen werden. (FAZ v. 15.7.21, S. 30)

    Eine Baugenehmigung für ein Hochhaus an diesem Standort kann es auch schlicht nicht gegeben haben, da er den Festsetzungen des aktuell gültigen Bebauungsplans (mit einem Hochhaus auf dem Saturn-Gelände) widersprechen würde. Die Baugenehmigung muss ja dem B-Plan folgen, solange ein B-Plan ausgewiesen wurde.


    Würde das stimmen, gäbe es in Ffm keine Skyline. Man kann von den Festsetzungen eines B-Plans hemmungslos befreien, selbst wenn man dadurch den B-Plan bis zur Funktionslosigkeit verstümmelt; Städtebau ist dann das Ergebnis rein nachbarrechtlicher Einigung, d.h. letzten Endes eine Geldfrage. Wenn es einen politischen Willen für ein Hochhaus dort gäbe - B-Plan hin oder her - gäbe es längst eine Baugenehmigung.

    ^ Ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass es eine Baugenehmigung gab, nur ist sie wegen der langen Verhandlungen m.W. mittlerweile hinfällig.


    Ich meine, es gibt/gab keine Baugenehmigung, jedenfalls nicht für ein Hochhaus. Eine kleine Anfrage der Faktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus vom 7.11.2019 und die Antwort des Senats vom 19.11.20 legen das nahe (siehe vor allem Antwort zu Frage 2):


    Code
    1. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens I-B4a-3 hat das Land Berlin bislang keinen
    2. städtebaulichen Vertrag o.ä. mit der Firma Hines abgeschlossen. Eine rechtlich bindende
    3. Vereinbarung über einen neuen Hochhausstandort wurde nicht abgeschlossen. Ein
    4. Anspruch auf Aufstellung eines Bebauungsplans kann nicht durch Vertrag begründet
    5. werden (§ 1 Abs. 3 BauGB).


    Das war vor anderthalb Jahren, ein neuerer Sachstand hätte sich bestimmt herumgesprochen.

    Immobilieninvestitionen sind etwas Boden- und Flächenbezogenes. Es liegt deshalb nahe, das Investitionsvolumen ins Verhältnis zur Siedlungsfläche zu setzen, also denjenigen Teil der Stadtgebiete, der als Wohnbau-, Industrie- und Gewerbefläche genutzt wird (nicht Gewässer, nicht Straßenfläche und Bahngelände, nicht Feld, Wald und Wiesen). So betrachtet wurden investiert


    in Berlin 234.400 €/ha (bei 28.796 ha Siedlungsfläche)

    in München 268.600 €/ha (bei 13.848 ka Siedlungsfläche)

    in Frankfurt 290.600 €/ha (bei 9.325 ha Siedlungsfläche)

    ^ Wir diskutieren immer wieder, was Bauen und Wohnungsbau im besonderen so verteuert und kommen u.a. immer wieder auf das Gebot der Barrierefreiheit. Das Gesetzgeber hat die Kritik der beteiligten Kreise aufgegriffen und in der HBO2018 die Anforderungen zur Barriefreiheit abgeschwächt. In Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen müssen mindestens 20 % der Wohnungen barrierefrei erreichbar und zugänglich sein, höchstens jedoch 20 Wohnungen (§ 54 I HBO). Ganz gleich ob der Aufzug ausbaufähig wäre, es wäre natürlich nicht umsonst zu haben gewesen. Und da es sich um geförderten Wohnungsbau handelt, finde ich das völlig in Ordnung.

    Wenn ich mich recht erinnere, wollte irgendjemand (der RMV? die Stadt?) die Möglichkeit eines S-Bahnhalts zwischen Ludwig-Landmann-Straße und Birkenweg untersuchen. Es ist m.W. nicht öffentlich bekannt worden, ob das in Arbeit ist oder schon wieder verworfen wurde; wenn es aber noch nicht verworfen wurde, würde ich natürlich das Ergebnis abwarten, bevor ich eine EÜ konstruiere, um sie gleich wieder umzubauen. Aber dein zarter Hinweis auf das elend lange Procedere ist natürlich vollauf berechtigt.


    Nachtrag

    Es ist, wie ich schrieb: "Im Rahmen der Fortschreibung des Gesamtverkehrsplans 2030 Teil Schiene wird eine S-Bahn-Station Ludwig-Landmann-Straße überprüft, welche den westlichen Teilbereich des Bebauungsplangebietes "Südlich Rödelheimer Landstraße" erschließen würde. Andere Schienenverkehrs-Maßnahmen, die eine Erschließung dieses Gebiet gewährleisten würden, sind derzeit nicht geplant."


    Q: B_284_2019, zu Nr. 2

    Ich möchte nicht sagen, die Bahn hätte damit gar nichts zu tun, aber es ist einfach Sache der Stadt, die Unterführung anzuschieben (planen, finanzieren und bauen). Die Einzelheiten stehen im Eisenbahnkreuzungsgesetz.

    "Erfordert die Linienführung einer neu zu bauenden Straße oder Eisenbahn eine Kreuzung, so hat der andere Beteiligte die neue Kreuzungsanlage zu dulden. Seine verkehrlichen und betrieblichen Belange sind angemessen zu berücksichtigen." (§ 4) ... Wird eine neue Kreuzung hergestellt, so hat der Beteiligte, dessen Verkehrsweg neu hinzukommt, die Kosten der Kreuzungsanlage zu tragen. Zu ihnen gehören auch die Kosten der durch die neue Kreuzung notwendigen Änderungen des anderen Verkehrswegs.(§ 11)


    Die Einzelheiten werden in einer Kreuzungsvereinbarung geregelt auf der Grundlage der zuvor abgestimmten Pläne. Alles ganz einfach, eigentlich...

    Fritz-Kissel-Siedlung (Breslauer Str. / Nachverdichtung)

    Nachdem die NAUSSAUISCHE HEIMSTÄTTE einige Häuser aufgestockt hat, zieht jetzt VONOVIA nach und lässt derzeit vier Blocks (= 16 Häuser) um jeweils zwei Wohnungen pro Gebäude aufstocken (Breslauer Str. 26-56), macht zusammen 32 Wohnungen. Aus der Anwesenheit von Hebezeug der Fa. LIWOOD kann man schließen, dass ebenfalls Holzmodule aufgesetzt werden. Auf die vom Dach befreiten Außenmauern wird ein Ringanker aus Betonfertigteilen als Träger für die Holzmodule aufgelegt; die Wärmdämmung der Gebäude wurde im Bereich der Küchen und Bäder vertikal bis auf das Mauerwerk geschlitzt und mit Vorwandinstallationen versehen, welche die Wasser- und Abwasserleitungen aufnehmen; das vermeidet Eingriffe in die Wohnungen. Zwischen den Gebäuden wird anscheinend die gesamte Kanalisation grundhaft erneuert.


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    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Orthofoto 2020


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    Bilder von mir

    ^ Dreh- und Angelpunkt für die Umgestaltung der Schloßstraße ist die Zukunft der Gleistrasse, sie ist ein Zwangspunkt für die Aufteilung des Straßenraums. Bleibt sie Betriebsgleis Richtung Stadtbahnzentralwerkstatt, reicht vielleicht ein Gleis. Wird die Ringstraßenbahn bis Rödelheimer Straße darüber geführt, brauchts zwei Gleise. Die Machbarkeitsstudie zur Ringstraßenbahn schlägt die Führung durch die Adalbertstraße vor, also reicht vielleicht doch ein Gleis. Neuerdings ist die Rede von einer neuen Straßenbahnlinie 13 über die Schloßstraße, Breitenbachbrücke zum Industriehof, dafür braucht man die zwei Gleise auf voller Länge. Ich weiß nicht wieviele Vorplanungen in der Schublade liegen, die aber alle nichts nützen, solange man nicht weiß, ob man mit zwei Gleisen, mit einem Gleis oder keinem Gleis plant. Und jetzt auch noch die Radwegeplanung. Eine genehmigte, bestandsgeschützte Straßenbahntrasse gibt man nicht ohne Not auf, ist sie erst mal ganz oder teilweise aufgegeben, ist sie weg.


    Unter dem ÖPNV-Aspekt kann man nur froh sein, dass noch niemand vorgeplant, geplant, gerechnet, Vorlagen verfasst, genehmigt und gebaut hat.

    Teichstraße 7 (Nachverdichtung)

    Erstaunlich gelegentlich, was alles geht. In der Teichstraße 7, ein Eckgrundstück, wird eine historische Lücke zwischen zwei Altbauten geschlossen. Es gibt keinen B-Plan, wird also nach § 34 BauGB beurteilt, weshalb bei vorgegebener geschlossener Bauweise keine Abstandsfläche zu wahren ist. Das Bauschild spricht von "Schließen der Baulücke mit 4 Wohneinheiten, Errichtung von 2 Balkonanlagen vom 1.-4. OG an beiden Straßenseiten an einem Mehrfamilienhaus". Bin gespannt, wie sie den Neubau zwischen zwei Altbauten gestalten.



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 07/2021, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation



    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Orthofoto 2020