Beiträge von main1a

    Hatten wir denn schon den Validierungsbericht (aber ohne Anlagen) vom 21.01.2020 mit dem Vorbemerkung der Stabsstelle Zukunft der Städtischen Bühnen vom 25.05.2020?

    Wer es kürzer mag, die Analyse des Validierungsberichtes welcher die Sanierung der Doppelanlage für möglich erachtet bzw. gewisse Parameter für die Interimspielstätte anders setzt.


    Der guten Ordnung halber noch der offene Brief vom 16.11.2020 von 6 Organisationen - u.a. der Verband Deutscher Kunsthistoriker - in dem die Doppelanlage auf die rote Liste setzen und der Erhalt gefordert wird.


    Lange Rede kurzer Sinn: allen Unterlagen ist gemeinsam das sie sich für die Sanierung der Doppelanlage aussprechen und das bauliche Puzzle beibehalten bzw. sogar betonen möchten.

    Aus der heutige FAZ (leider mit Bezahlschranke) erfahren wir nichts substanziell neues, außer dass das Baumgutachten von Rosemarie Heilig (Umweltdezernat) in den nächsten Wochen beauftragt werden soll. Dieses soll die Auswirkungen des Tunnelbaues auf den Baumbestand im Palmengarten und Grüneburgpark untersuchen. Üblicherweise wird dabei eine komplette Vegetationsperiode von 12 Monaten betrachtet. Das andere Gutachten zum Thema wie die Grundwasserströmung während des Tunnelbaues und nach der Fertigstellung der Tunnelröhren beeinflusst wird ist von Klaus Oesterling (Verkehrsdezernat) schon beauftragt. Beide Gutachten werden erst in 2021 fertig. Das Ergebnis der KNU soll zur Jahreswende vorliegen und Klaus Oesterling möchte anhand dessen schon bevor die Gutachten vorliegen die Varianten mit dem NKF <1 aussortieren. Mittlerweile kann der ökologische Nutzen den NKF positiv beeinflussen.


    Wahrscheinlich hat die zwischenzeitlich erstarkte Fundibasis bei den Grünen Rosemarie Heilig dazu bewogen hier die 'ultimative Baumretterin' zugeben denn es geht "um jeden Baum, um jede Grünanlage" und sie schließt schon jetzt kategorisch die Varianten aus die "im Ansatz die Qualität und den Baumbestand von Palmengarten und Grüneburgpark gefährden könnten".


    Die Amtszeit von Klaus Oestling als Verkehrsdezernent endet zum 14. Juli 2022. Ob bis dahin eine Entscheidung getroffen, die dann auch tatsächlich umgesetzt und nicht durch Parteiinteressen wieder blockiert wird, wird sich zeigen.

    Seit einigen Wochen haben die Bauarbeiten für die Eisenbahnüberführung (EÜ) in der Frankfurter Ldstr. in Hanau - richtig gelesen, nicht umgekehrt (!) - begonnen haben. Die EÜ soll an dieser Stelle den Bahnübergang (BÜ) ersetzen. Seit September 2020 ist der BÜ bis zur Fertigstellung Mitte 2023 für den Kraftverkehr gesperrt. Für Fußgänger und Radfahrer wurde neben dem Baufeld ein temporärer BÜ errichtet. Nach der Errichtung von Verbauten im Gleisbereich im September, konnten im Oktober dann Bohrpfähle, Pfahlkopfbalken gesetzt werden um darauf die Hilfsbrücken zu lagern auf denen anschließend die Züge während der gesamten Bauarbeiten ungestört verkehren können. Dazu mussten Gleise zeitweise ausgebaut werden und folglich waren zwei Strecksperrungen Anfang und Ende Oktober zw. Freitagabend und Dienstagmorgen notwendig (Quelle 1, Quelle 2). Im groben der weitere zeitliche Ablauf der Bauarbeiten: Beginn der Herstellung des Trogbauwerkes, Herstellung der Überführungsbauten der EÜ zw. Oktober 2021 und Januar 2022, Querverschub der Überbauten der EÜ im Februar 2022, Herstellung der Fußgänger- und Radfahrerbrücke nördlich der EÜ zw. Oktober 2022 und April 2023 und in etwa parallel dazu die Ausbau- und Straßenbauarbeiten zw. Januar 2023 und Juni 2023. Wenn alles planmäßig verläuft mündet dies in die Rückabwicklung der Baustelle und Verkehrsfreigabe des Bauwerkes noch im Juni 2023. Leider konnte ich keine Vorankündigung finden wann im Lauf der Arbeiten das Bauwerk - formal unbeauftragt durch DB Netz - selbiges mit Sprühfarbe bearbeitet wird; sorry das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. Die Seiten 9 - 13 zeigen schematisch das fertige Bauwerk: Projektfolien aus dem Oktober 2020.


    Die EÜ antizipiert schon den späteren viergleisigen (!) Bedarf für die Nordmainische S-Bahn. Macht es Sinn (schon) einen Strang für die Vorarbeiten für die Nordmainische S-Bahn einzurichten weil noch PFV laufen?

    [ironie] ^^ Das der Baum schief ist liegt bzw. steht am Fotografen (sorry für das kleine Wortspiel Beggi).

    Kommt unten am Stamm wieder die Krippe hin oder bleibt das so?


    Dies Jahr leider kein Glühwein vor Ort verfügbar um sich Bertl schön zu saufen wie in den Jahren zuvor.

    Die FNP hat ein paar von den FB-Kommentare zum besten gegeben; hier meine persönlichen besten drei:
    1. "Alle Jahre wieder, eine Krücke";

    2. "Passt zum Jahr 2020";
    3. "Am End mit Borkekäfer".

    [/ironie]

    Die digitale FAZ berichtet das der E-Highway (Schlagworte: Elisa und eHighway) im Rhein-Main-Gebiet ausgebaut werden soll. Am vergangenen Freitag teilte Hessen Mobil mit, dass die bisherige je 5 km lange doppelseitige Teststrecke auf der A 5 einseitig um 7 km nach Süden in Richtung Darmstadt bis Ende 2022 verlängert werden soll. Die Baukosten für Elektrifizierung durch Oberleitungs-, Unterwerk- und Kameraanlagen summieren sich auf ca. 12 Mio. EUR und das Bundesumweltministerium übernimmt die Kosten. Grund dafür ist, dass dies nach derzeitigen Kenntnisstand eine "vielversprechende Lösung" ist um LKW mit Energie zu versorgen.

    Eine PM konnte ich auch schnelle nicht finden.


    In zwei anderen Bundesländern gibt es ebenfalls eHighway Testprojekte; für Interessierte die Links zu den Internetseiten: eWayBW und eHighway.SH.


    @Mod.: Macht es Sinn die eHighway Beiträge in einen eigenen Strang zu verschieben? Dann würden die Diskussionen hier im Strang nicht zerschnitten.

    Der (Foto)Künster Peter Braunholz hat in einer Serie Eingangstürpaare fotografiert, hier der Link zu 4 von 16 Fotos aus der zweiten Serie die sehr interessant und spannend sind wie ich finde. Die Aufnahmen entstanden 2014 in der Ernst-May-Siedlung in Praunheim und sind abstrakter gehalten als die erste Serie aus 2009 (hier geht’s lang). Wer zumindest auf der Heerstraße, aber nicht nur dort, unterwegs war weiß wovon ich schreibe. Wer dadurch die Reihenhäuser in der Siedlung kennt, bei dem ist evtl. 'mehr' Kopfkino beim betrachten der Fotos; viel Freude.


    Bei Ernst May war das nicht der Fall lt. der launigen Anekdote die zu der kurzen Entstehungsgeschichte der Siedlung beigesteuert wird.

    Wer auch den westlichen Abschnitt ab der Einmündung von der LuLa auf die Heerstraße kennt, der kann einen Vergleich zu diesen Reihenhäusern aus der selben Ära ziehen. Denn diese wurden in den letzten Jahren zumindest außen, und wohl auch die Vorgärten, so saniert das sie ihrem ursprüngliche Erscheinen wieder entsprechen.


    'Bonusrunde': Bilder der Serie Habitat aus 2009 ebenfalls in Frankfurt aufgenommen.

    Die DB vermeldet heute Abend in dieser PM, das sie sich für den Streckenverlauf der NBS Frankfurt - Mannheim entschieden hat. Die favorisierte Variante ist die Nummer II.b weil sie aus Sicht der DB die Mehrzahl der positiven Aspekte auf sich vereint.


    Hier Auszüge aus der PM:

    Doppelt so viele Fernzüge zwischen Frankfurt am Main und Mannheim, nur noch 29 Minuten Fahrzeit für den ICE, mehr Platz für zusätzlichen Nahverkehr und Güterzüge - dafür baut die Bahn zwei neue Gleise zwischen Frankfurt und Mannheim und entlastet so die bestehenden Bahnstrecken. Zwischen Zeppelinheim und Lorsch verläuft die Strecke entlang der Autobahnen A5 und A67, anschließend zwischen Lorsch und Mannheim weitgehend im Tunnel. Darmstadt wird an die neue Strecke angebunden. Im kommenden Sommer soll das Baugenehmigungsverfahren für den ersten Abschnitt der Strecke zwischen Zeppelinheim und Darmstadt Nord starten.

    [...]

    Über den besten Verlauf der neuen Gleise hat sich die Deutsche Bahn in den letzten vier Jahren mit der Region ausgetauscht. Mehr als 30 mögliche Streckenführungen wurden gemeinsam besprochen und hinsichtlich ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile bewertet.
    [...]
    Die Neubaustrecke verläuft von Zeppelinheim bis Lorsch entlang der Autobahnen A5 und A67 und bündelt damit zwei Infrastrukturen sodass Neuzerschneidungen der Landschaft vermieden werden. Hinzu kommt, dass der Bau der Neubaustrecke mit dem Ausbau der A67 im Bereich Darmstadt bis Lorsch kombiniert wird, um bauliche Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.

    [...]

    Dadurch, dass die bestehenden Gleise der Riedbahn und der Main-Neckar-Bahn vom Fernverkehr entlastet werden, kann auch der Nahverkehr ausgeweitet werden. Darmstadt kann mit der jetzt gefundenen Streckenvariante bereits vor Inbetriebnahme der gesamten Neubaustrecke an den Hessen-Express zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen angebunden werden. Die Fahrzeit zwischen Frankfurt Flughafen und Darmstadt beträgt dann nur noch 15 Minuten. Nachts werden die Anwohner an den Bestandsstrecken Riedbahn und Main-Neckar-Bahn von Güterverkehr entlastet, da dieser auf die Neubaustrecke geleitet wird.

    [...]

    Weitere Informationen zum Projekt Rhein/Main-Rhein/Neckar, zur Variante II.b sowie zum Beteiligungsforum gibt es hier: www.rhein-main-rhein-neckar.de

    Danke Xalinai für den Hinweis! Habe die dann nicht unwichtige Korrektur gemacht und entschuldige mich für die Freudsche Fehlleistung. Wer die Homeofficesteuer bezahlt ist schon relevant.


    Im allgemeinen haben die abgeschlossenen Mietverträge zw. Arbeitgeber und Vermieter eine lange Laufzeit, sodass nicht kurzfristig gekündigt werden kann. Nur weil die Bürofläche nicht genutzt wird entfällt nicht die Verpflichtung zur Mietzahlung (Konkurs mal außen vor). Der Mieter muss mit dem Vermieter also nachverhandeln und die derzeitige Situation begünstigt Mieter so das Einsparungen erzielbar sind. Das die verbrauchsabhängigen Kosten sich umgehend reduzieren ist klar aber die Ersparnisse werden nicht immens sein. Aber gewisse operative Kosten wie Reinigung werden sich wahrscheinlich nicht reduzieren lassen denn auch wenn nur eine Handvoll MA im Büro sind muss geputzt werden weil sonst der Arbeitgeber gegen Hygienevorgaben verstößt.


    Sofern die Firmen die Homeofficesteuer gegenüber dem Fiskus nicht kostenmindernt verrechnen dürfen ist dies ein zusätzlicher Kostenfaktor der Büroarbeit in DE verteuert und nur den Verlagerungsdruck nach Osten erhöht. Sollte eine Verrechnung möglich sein ist dies m.E. der Einstieg für Firmen aus dem tertiären Gewerbe sich an der Beteiligung an den allgemeine Infrastrukturkosten zu verabschieden.


    Nach wie vor gilt: Cui bono? Warum sollen also Firmen in DE freiwillig zusätzlich 16 Mrd. EUR pro Jahr an den Fiskus zahlen? Denn das schätzt der DB Stratege für DE. Für die USA würde er 10 USD pro Tag ansetzen was dort 48 Mrd. USD zusätzlich Steuern generieren würde.

    ^^ Gestern war der 11.11., meintest Du das skyliner?


    Bei der BW ist das gendern auch ein Thema: klick mich, ist aber unter 'friendly fire'.


    @Mod.: Wegen Relevanz kann der Beitrag auch gerne verschoben werden.


    Um wieder die Kurve zu DAF-Themen zu kriegen: Deutsche-Bank-Stratege schlägt eine Homeofficesteuer i.H.v. 7,5 EUR pro Tage vor die deutsche Arbeitnehmer die deutsche Arbeitgeber zu zahlen hätten die freiwillig im Homeoffice arbeiten. Damit sollen Niedrigverdiener und/oder unverzichtbare Arbeitnehmer, die nicht in der Lage sind im Homeoffice zu arbeiten, zu subventionieren.(Quelle). Sollte dies umgesetzt werden, würde das dem klassischen Büroarbeitsplatz erneut Auftrieb geben?

    Die FAZ titelt heute in der Spätausgabe: "Ein Modellquartier droht zu scheitern".

    Grund dafür ist das die Frankfurter Grünen auf ihrem Parteitag eine Nichtbebauung der Schrebergärten zw. Günthersburgpark und Friedberger Ldstr. beschlossen haben. Dieser Beschluss soll auch Wahlkampfthema bei der Kommunalwahl im März ‘21 werden.


    Naturgemäß sind die Koalitionspartner CDU und SPD, aber auch die Projektplaner und Bauherren nicht begeistert und sehen ein großes Risiko, dass das Prj. insgesamt scheitet. Auch die Einhausung der A 661 steht damit auf der Kippe.


    Diese Entwicklung lässt den Bürger erstaunt und ratlos zurück da anscheinend Entscheidung, auch wenn sie einer langfristigen Umsetzung bedürfen, zunehmend aus einer Tageslaune heraus entschieden werden.

    Wenn tatsächlich ein Kiosk dort entsteht, was ich sehr begrüße, dann dürften zumindest auf dem Bahnsteig zumindest keine Vending Machines dort sein. Oder zumindest sollten deren Öffnungszeiten sich nicht mit der vom Kiosk überschneiden damit der Kiosk eine wirtschaftliche Chance hat. Ich unterstelle hierbei, das beide hinsichtlich Beverages und Snacks Sortimentsüberschneidungen haben. Sonst macht der Kiosk schneller wieder zu als er eröffnet hat und ich vermute das der Vermieter aus der DB Gruppe eine üppige Miete verlangt.


    Unter einer Rolltreppe gibt’s tatsächlich noch drei alte Metallpaneele, die die alte Emaillierung haben. Diese sind recht massiv, meint die haben eine Materialstärke von ca. 5 mm oder mehr und deren Emaillierung ist schon sehr robust. Soviel zum Thema Materialwahl. Dort kann man deren Farbton mit dem der neuen Wandpaneele indirekt vergleichen. Dieser ist etwas heller und etwas weniger orange als bei den Neuen. Deshalb finde ich den Farbton der neuen Paneele in Ordnung. Prinzipiell hätte man bei der Umgestaltung der S-Bahn-Stationen Taunusanlage und Hbf Tief die alten Entwürfe beibehalten sollen auch wenn diese Anlagen nicht unter Denkmalschutz stehen, da sie 'Kinder ihrer Zeit' sind und irgendwann doch mal denkmalwürdig würden. Hoffen wir mal das die Halbwertszeit der neuen Paneele hinsichtlich Haltbarkeit nicht der neuen Fliesen entspricht.


    Bei der technischen Sanierung fällt auf das die alte Technik (Belüftung, Elektrik, Wasser Brandschutz, inkl. der Kanalrinnen und sonstigen Befestigungen aller Leitungen und Rohre) komplett ausgebaut und durch neue ersetzt wird. Zusätzlich wird nach dem aktuell gültigen Standard Brandschutztechnik installiert.


    Das auf dem ersten Bild gezeigte neue Sitzmöbeln ist m.E. gegenüber dem Neuen im Hbf Tief besser.


    Steht diese umfassende technische Sanierung auch für die B-Ebene, also die Verteilereben mit den Fahrkartenautomaten, an?

    Aar-Taunus-Ringbahn 'ersetzt' City-Bahn?


    Verantwortliche aus dem Rheingau-Taunus-Kreis und Taunusstein haben eine andere SPNV-Strecke, die sogenannte Aar-Taunus-Ringbahn, am vergangenen Freitag vorgestellt und so könnte deren Streckenverlauf sein: von Diez (RP) über die Aartalbahn nach Wiesbaden Hbf, von dort über die Ländchesbahn und Regionalbahn 20 nach Idstein. Diese Schienenverbindung würde ihre Normalspur und Nicht-Elektrifizierung behalten da Wasserstoffzüge zum Einsatz kommen könnten. Umbaukosten i.H.v. 5,4 Mio. EUR zu einem Umsteigebahnhof für den Bahnhof Bad Schwalbach und der Bau der Elektrifizierung wären obsolet. Weiterhin hätten die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung aus dem City-Bahn-Projekt Bestand. Die Nutzung von Straßen in Wiesbaden oder der Anschluss an das Mainzer Straßenbahnnetz wären zurzeit nicht vorgesehen. Der Bürgerentscheid mit seiner Ablehnung der City-Bahn muss nicht berücksichtigt werden, sodass eine Pause von 3 Jahren nicht notwendig wäre. Der RMV, das Land Hessen und der Bund müssten jetzt eingebunden werden um die Finanzierung abzustimmen. Sandro Zehner (Bürgermeister von Taunusstein): "Es wäre wünschenswert, dass der RMV sowie das Land Hessen die Anteile der Stadt Mainz an der City-Bahn GmbH erwerben, man den Unternehmenszweck der Gesellschaft hinsichtlich Reaktivierung der stillgelegten Bahntrasse neu ausrichtet und dann eine Neubewertung der Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Trasse gemeinsam startet". Man geht von einem NKF größer 1 aus. Und Günter Döring (Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises) sagt: "Wir reagieren deswegen so schnell, weil wir Nachteile für Taunusstein und Bad Schwalbach, die derzeit über keine Schienenverbindung verfügen, ausgleichen möchten und tragen damit insbesondere dem weiteren Wachstum der Stadt Taunusstein Rechnung". Quelle: RMZ vom 07.11.2020


    Außerhalb Wiesbadens haben sich die Protagonisten wieder schnell sortiert weil sie das Ergebnis des Bürgerentscheides antizipierten.

    Das FAZ Areal an der Mainzer Ldstr. wäre prädestiniert für ein oder zwei HH da in den nächsten Jahren eine Konversion bedingt durch den Umzug ins Europaviertel stattfindet. Die S-Bahn-Station Galluswarte ist fussläufig gut erreichbar und die Straßenbahn fährt vor der Haustür vorbei.


    pontifexmaximus, du hast den 'Signa Tower' am Opernplatz vergessen.;)

    Ich könnte mir noch ein kleines HH im Bereich Junghofstraße / Neue Schlesingergasse vorstellen und das Bankenviertel wäre dann sehr gut gefüllt.

    tunnelklick: Inwiefern ist dieser verabschiedete Nahverkehrsplan rechtsverbindlich und wer kann auf Erfüllung klagen?


    Korrekt gerechnet tunnelklick aber ist deine Interpretation es auch? Denn ich meine das trotz der berechtigten Enttäuschung nicht gelten kann: "qui tacit consentire videtur" (dt.: wer schweigt, stimmt zu). Möchte aber nicht zu tief in die Diskussion einsteigen ob und ab wann eine politische Entscheidung legitim ist da zu off-topic.


    export: Die Informationen, die ich zur City-Bahn gesehen habe, würde ich nicht als ein "paar Marketingaktionen und leere(n) Umweltsprüche(n)" von den Verantwortlichen bewerten. Kann aber nicht beurteilen wo, wann und mit welchen Aktionen und Sprüchen die Verantwortlichen [wer?] das Projekt "durchdrücken" wollten.


    Das eine ca. 35 km lange Straßenbahn sicherlich nicht die schnellste, beste und optimalste ÖPNV-Verbindung individuell vor Ort zw. Mainz über Wiesbaden nach Bad Schwalbach ist ist klar da dieses Vorhaben in Gänze immer ein Kompromiss ist. Daher kann ich Deine Punkte als "Straßenbahn ist sie recht groß und platzgreifend [bzgl. Bus?]" und "nicht so schnell wie eine S-Bahn" momentan nicht nachvollziehen. Das eine S-Bahn wohl nur in Tieflage durch die Wiesbaden und Mainz geführt werden kann ist klar. Das würde unstrittig zu wesentlich höheren Bau- und Betriebskosten für alle Kommunen führen. Und ich denke das diese Variante in den betroffenen Kommunen fast keine Zustimmung erhalten hätte. Sollte denn die City-Bahn als interkommunale Transitverbindung wirken? Oder den Ein- und Auspendlern nach Wiesbaden oder Mainz?


    Auf welchen "Skandal rund um die Salzbachtalbrücke" zielst Du ab?

    Wenn die verpfuschte bauliche Ertüchtigung der nördlichen Brücke zu Beginn der Bauarbeiten gemeint ist was die Bauzeit dieses Projektes verlängert und dadurch die Belastung des MIV im Wiesbaden unplanmäßig verlängert dann kann das ein Kriterium sein um gegen die City-Bahn zu votieren.
    Was meinst Du mit "verschleppten Ausbau Schiersteiner Kreuz / Schiersteiner Brücke / A66"?

    Ja auch beim Bau der Schiersteiner Brücke ist bedauerlicherweise ein Bauunfall passiert welcher eine zeitliche Verzögerung und MIV Ausweichverkehr in Mainz und Wiesbaden generierte. Auch dies kann ein Kriterium sein um gegen die City-Bahn zu votieren

    Aber diese Projekte haben m.E. keinen Bezug zur City-Bahn und hätten beim Wähler bei seiner Bewertung pro oder contra City-Bahn keine Relevanz haben sollen.

    ^ Mit der Ablehnung wurde ja indirekt auch die interkommunale Zusammenarbeit abgelehnt. Denn die City-Bahn stieß in Bad Schwalbach, Taunusstein und Mainz auf keine mehrheitliche Ablehnung. Die Zusammenarbeit wird jedenfalls nicht leichter da jetzt ein latentes Misstrauen zw. den Kommunen da ist.


    Auch könnte nun die verstärkte Umsetzung von Busspuren und wahrscheinlich der nicht unerhebliche zusätzliche Einsatz von Bussen als Ersatzmaßnahmen für das nun fehlende Straßenbahnsystem von den Gegnern als Revanche dargestellt werden was es folglich ebenso zu bekämpfen ist.


    Bitter auch das die Erschließung des neuen Stadtteiles Ostfeld mittels Straßenbahn mit dem Votum indirekt abgelehnt wurde. Läßt sich hier mit Bussen eine zukunftsfähige Erschließung überhaupt erreichen? Oder wird jetzt von den Gegnern argumentiert das die Kapazität der Busverbindung für die bisher geplante Anzahl an Bewohner und Arbeitenden, u.a. durch den geplante Umzug des BKA, in keinem Szenario ausreichend ist und deshalb mit weniger Wohneinheiten und Arbeitsplätzen zu planen ist? Wenn das BKA innerhalb von Wiesbaden deswegen nicht umziehen kann, stehen die Flächen, die dadurch frei geworden wären, der städtebaulichen Entwicklung von Wiesbaden nicht zur Verfügung.


    Alles in allem eine Entscheidung die Wiesbaden Jahre wenn nicht Jahrzehnte noch nachhängen wird.

    Lt. hessenschau heute Abend lehnen die Wiesbadener mehrheitlich mit ca. 62% die City-Bahn bei ca. 45% Wahlbeteiligung ab.


    Wie geht’s im Allgemeinen weiter?

    Bedeutet das Aus für die City-Bahn auch das Aus der Straßenbahnlinie welche für die Erschließung des Ostfeldes geplant ist?

    Wie geht’s weiter mit dem ÖPNV-Ausbau in Bad Schwalbach, Taunusstein und Mainz?


    Ernüchternd das die Entscheidung suggeriert, dass die Verkehrswende nicht vor der eigenen Haustür beginnen soll.

    Ebenfalls Anfang April hatte Schmittchen das Bauprojekt von Globus im Gewerbegebiet Eschborn-Ost uns vorgestellt. In der Tat fackelte Globus nicht lange und auf dem 1. Bild von @Beggie war der sehr zügige Rückbau der alten Real-Gebäude gut zu erahnen. Es ist nur noch die ehemalige Real-Tankstelle erhalten die mit neuer Globus-Optik, wie der ganze Komplex, voraussichtlich Ende Q3 2021 ihren Betrieb wieder aufnehmen wird. Für dieses Großprojekt hat Globus eine eigene Projektseite für Interessierte wie gruene-sosse mit Bautagebuch eingerichtet. Dort findet sich u.a. ein Luftbild aus dem August das die gesamte Baustelle zeigt. Auch in Openstreetmap ist der zukünftige Gebäudekomplex schon zu sehen welcher in seiner Größe einer Messehalle in nichts nachstehen wird. Neben der geplanten PV-Anlage auf dem Dach, sondern auch wegen seiner großen Lager- und Verkaufsfläche, 350 MA und 1.000 Parkplätze (im EG und im Parkhaus) wird Globus in die Einzelhandelsstruktur von Eschborn, Steinbach, Schwalbach, Liederbach, Frankfurts Nordwesten und andere angrenzende Nachbarn sehr wahrscheinlich nachhaltig eingreifen. Zuerst eine Visualisierung aus der Vogelperspektive ...

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    ... und dann aus der Straßenperspektive:

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    Visualisierungen: Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG


    Hier noch ein paar Bilder (Thumbs) vom aktuellen Baugeschehen:

    Bild: https://abload.de/img/1c646ccc-585c-4d55-802k9i.jpeg


    Bild: https://abload.de/img/7fb7709c-e853-4231-b4cji7.jpegBild: https://abload.de/img/b58ebaec-833b-4c65-8c6jfc.jpegBild: https://abload.de/img/a0ba0153-0c03-4b68-bw9kp4.jpeg

    Bilder: main1a

    Der aktuelle heimliche Star auf dieser Baustelle ist Liebherrs Raupenkran LR1200.

    Schmittchen hatte Anfang April zuletzt vom Bauprojekt in der Ginnheimer Straße 30 berichtet. Die Verputzarbeiten sind soweit fortgeschritten das der Hotelname allseitig auf der graufarbig abgestuften Fassade lesbar ist. Neben kleineren restlichen Verputzarbeiten im EG sind noch Arbeiten an der TG-Zufahrt auf der nord-nordwestlich Seite und die GaLa-Arbeiten rund um das Gebäude zu erledigen. Städtebaulich gibt dieses Gebäude der Ginnheimer Straße die notwendige Fassung und komplettiert das nachbarschaftliche Esemble.
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    Bild: main1a

    Die Fa. Samson ist mit ca. 2.000 MA auf einem ca. 15 ha Areal ansässig welches an die Hanauer Ldstr. und BAB 661 angrenzt. Für die langfristige räumliche Expansion erwägt der Vorstandsvorsitzende Andreas Widl entweder in Frankfurt Grundstücke zu kaufen oder "auch die Verlagerung auf Freiflächen außerhalb von Frankfurt" da "die Grenzen des profitablen Wachstums an diesem Standort erreicht" sei. Der Wunsch das der mögliche neue Standort nicht von Straßen oder anderen fremden Grundstücken durchtrennt sein sollte ist gegenüber den Wirtschaftsdezernenten und Stadtplanungsdezernenten formuliert so die gestrige FAZ.


    Hoffentlich bleibt Samson in Frankfurt sonst können wir in Zukunft hier im DAF spekulieren was mit dem Industrieareal an der Hanauer passiert.