Beiträge von Baufrosch

    Ich hoffe, ich hab die Ironie beim "Wildverbiss" überlesen. Nach meiner Vermutung ist der Maschendrahtzaun nur temporär - vielleicht bis der Bewuchs richtig Fuß gefasst hat und um nicht gleich Trampelpfade entstehen zu lassen. Wichtig ist, die Fläche jetzt zu wässern, bis alles gut angewachsen ist. So lange Abkürzer und Gassi-Gänger fernzuhalten, ist sicher sinnvoll.

    Warum aber sollte man Wege anlegen, wenn sie dann nicht auch begangen werden können? In der oben verlinkten Planung sind deutlich auch 6 Sitzbänke und 3 Abfalleimer zu erkennen. Und an der Kante beim Kiosk sind ja auch massive metallene Bügel errichtet worden - zusätzlich zum Maschendrahtzaun, der gerade auf diesem Bild sehr nach "temporär" aussieht.

    Aber warum lange philosophieren? Warten wir einfach nochmal ein paar Wochen ...

    Es handelt sich dabei um Parkpositionen ohne eigene Fluggastbrücke und ohne eigene Gate-Nummer.

    Mit dem MARS-System (Multiple Apron Ramp System) können entweder zwei kleinere oder ein großes Flugzeug an einem Gate abgefertigt werden.

    Steht an einer Position ein großes Langstreckenflugzeug (z. B. eine Boeing 777), blockiert dieses aufgrund der Flügelspannweite den Platz für zwei kleinere Maschinen. Ist die Position frei, können dort über geteilte Fluggastbrücken parallel zwei kleinere Kurzstreckenflugzeuge (z. B. Airbus A320) gleichzeitig parken.

    Die KI ergänzt auf Anfrage:

    Um im Computersystem und auf den Anzeigetafeln Verwirrung zu vermeiden, überspringt man bei der reinen Nummerierung der Gate-Wartebereiche im Terminal absichtlich bestimmte Ziffern. Die ausgelassenen Nummern sind digital für die "Unterpositionen" reserviert, wenn zwei Flugzeuge statt einem an derselben physischen Brücke andocken.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ein hängendes Gerüst also, klar also, warum das statisch herausfordernd ist; aber was meinen sie mit Fenstern? Ich sehe nur kleine schießschartenartige Öffnungen. Bin gespannt.

    Durch die Öffnungen werden massive Stahlträger gesteckt werden, die dann das weiter aufgehende Gerüst über den gesamten Turmumfang abfangen. Dass man das Gerüst nur an einer Seite auf dem Boden aufstellen kann, war ja schon thematisiert worden.

    Und wie ich ergänzen darf:

    Der zweite Bauabschnitt WAR geplant. Die Baugenehmigung dafür ist seit Jahren erloschen. Die vorgesehene Fläche ist meines Wissens im Prinzip noch verfügbar, wird aber derzeit anderweitig genutzt.

    Wegen inzwischen weltweit verfügbarer Wartungskapazität für die A380 (die ja ohnehin ein Auslaufmodell ist) wird die Erweiterung mit dem 2. BA nicht mehr verfolgt.

    ^^

    Wenn "verklickert" ein Schreibfehler ist und "verklinkert" gemeint ist, ist dem trotzdem zu widersprechen.

    Zwar soll hier mit der Wahl der Fassadenfarbe offenbar die Anmutung einer verklinkerten Fassade erzielt werden, es ist aber auf dem letzten Foto erkennbar, dass hier Well- oder Trapezbleche verbaut wurden. Der gesamte Aufbau der Fassade (siehe ältere Baustellenfotos in früheren Beitragen) dürfte dann von innen nach außen sein: Blechkassette, eingelegte Mineralwolle-Dämmung, Dichtbahn und außen die klinkerfarbigen Well- oder Trapezbleche.

    Weiterhin würde ich bei T3 vielleicht noch die Fundamente und den Medienkanal für die Verlängerung von Pier G nennen sowie den irgendwo zwischen Pier G und H am Terminalgebäude befindlichen (unterirdischen) Anschluss für den mal geplanten Gepäcktunnel.

    Neubau Rheinstraßenbrücke

    Zeit für wenigstens eine kurze Meldung zu den aktuellen Entwicklungen.

    Nach den ursprünglichen (konkreten) Plänen sollte die Brücke ja mal im Jahr 2025 fertiggestellt und in Betrieb genommen worden sein. Das ist inzwischen schon Vergangenheit. Über die diversen Terminverschiebungen und Gründe dafür kann man sich ausgiebig in früheren Beiträgen in diesem Strang informieren. Letzter Stand war, dass die Sanierung der Main-Neckar-Bahn (Strecke zwischen Frankfurt und Heidelberg) während einer Vollsperrung im Jahr 2027 stattfinden soll und diese zugfreie Zeit dann für den Abbruch der Rheinstraßenbrücke genutzt werden kann. Denn außer Baugrund- und Kampfmittelsondierungen hat sich vor Ort tatsächlich seit Monaten sichtbar absolut nichts getan. Die neuen Streitigkeiten über die Gestaltung der Brücke sind ja eher unsichtbar.

    Nun hat aber die Bahn bekannt gegeben, dass die o.g. Streckensanierung um 3 Jahre nach 2030 verschoben wird.

    Und was bedeutet das jetzt für die Rheinstraßenbrücke? Auch weitere 3 Jahre Verschiebung?

    Nach Angaben der Stadt wird sich die derzeit geplante Fertigstellung im Jahr 2030 nicht weiter verzögern. Es sei vorsorglich eine weitere Sperrpause im ersten Quartal 2028 beantragt worden. Deren Genehmigung steht noch aus, wird aber erwartet. Das Ganze reduziere zwar die Pufferzeiten, gefährde aber nicht den geplanten Fertigstellungstermin.

    Als vorgezogener Termin für die Inbetriebnahme der Straßenbahn wird 2029 genannt.

    Rheinstraßenbrücke Darmstadt bleibt im Zeitplan

    Dann bleibt zu hoffen, dass von Seiten der Bahn keine neuen Überraschungen auftauchen, dass man nach der erneuten Ausschreibung auch bezahlbare (bzw. überhaupt) Angebote bekommt und dass am Ende des Jahrzehnts tatsächlich eine neue Brücke zu bestaunen ist (über die endgültige Fertigstellung und Inbetriebnahme will ich mal nicht spekulieren - bleiben wir positiv). :daumen:

    Was ich heute in den Nachrichten hörte, kann man in einer Mitteilung der Bahn vom gestrigen Tag nachlesen.

    In Stichpunkten:

    • Die in 2025 begonnenen Erkundungsbohrungen werden bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
    • 150 Bohrungen bis zu einer Tiefe von 135m werden es dann sein.
    • Sie werden entlang der Trassenvarianten abgeteuft, um Informationen zu Bodenbeschaffenheit und Grundwasser zu gewinnen.
    • Für die Bohrungen am südlichen Mainufer wird der Mainuferweg zwischen Eisernem Steg und alter Brücke aus Sicherheitsgründen vom 24. Februar bis 2. April komplett gesperrt.
    • Die gewonnenen Informationen führen dann zur Auswahl geeigneter Bauverfahren für Station und Tunnel.

    Die Lage der Bohrungen hatte Beggi hier wiedergegeben.

    ^Zu den diversen Vermutungen:

    Das ist ganz eindeutig verzinkter Baustahl. Keinesfalls Aluminium. Und was das Schrauben/Schweißen betrifft: Für die Vor-Ort-Montage einer Konstruktion, die gänzlich unsichtbar unter/hinter einer Verkleidung/Fassade verschwindet, ist das Schrauben einfacher und vor allem schneller als Schweißverbindungen.

    Und eine Brandschutzbeschichtung erübrigt sich bei diesem außen liegenden Bauteil auch.

    ^ Der Hersteller Stadler hat aber auch durchaus mal mit Problemen zu kämpfen. Z.B. sorgt die Stadler TINA (für: Total Integrierter NiederflurAntrieb) in Darmstadt (und Basel) für erheblichen Unmut. Ich hab es erlebt. Güterzüge sind heutzutage leiser als diese Rumpelbahn.

    Aus dem Wiki-Artikel: "Ab 2024 wurden in Darmstadt und Basel über erhebliche Konstruktionsmängel berichtet, die zu einem deutlich erhöhten Geräuschpegel und starken Vibrationen führen."

    In der FAZ vor zwei Wochen leider hinter der Bezahlschranke.

    Oder etwas älter hier.

    ^ In den letzten Wochen bis ca. Mitte November konnte man beobachten, dass täglich ganze LKW-Ladungen Matratzen, Tische, Schränkchen und sicherlich noch einiges mehr angeliefert und ins Haus getragen wurde. Anschließend wurden Hunderte von Pflanzen geliefert, vor dem Haus aufgereiht, sortiert und inzwischen auch in der Außenanlage eingepflanzt (von kleinsten Sträuchlein bis zu Bäumchen). Auch Industriekletterer konnte ich eines Morgens an der Fassade sehen (letzte Arbeiten oder Grundreinigung?). Es sieht also tatsächlich danach aus, dass eine Eröffnung kurz bevor steht. Wenn ich mich recht entsinne, wurden die Nachbarn zum Projektstart mit einem Zeitplan informiert, der August '23 als Eröffnungstermin nannte. Aber da kam ja Corona und die Umwandlung von ??? (ja als was war es ursprünglich eigentlich geplant? Hotel oder Wohnen?) in möbliertes Wohnen auf Zeit und jetzt doch wieder reinrassiges Hotel? Ich hab den Überblick verloren ...

    Ergänzung: Ich glaube, ziemlich am Anfang (Abbruch des Vorgängerbaus) gab es auch mal einen Baustopp, weil beim direkten Nachbarn plötzlich ein Loch in der Außenwand der Tiefgarage und massive Rissbildung bemerkt wurden.

    ^ Das Online-Bauschild nennt unter dem Aktenzeichen B-2024-280-6:

    Bauvorhaben Brandschutz- und statisch relevante Grundrissänderung in allen Geschossen der Außenstelle Julius-Leber-Schule sowie Errichtung eines 3-geschossigen Erweiterungsbaus mit Kellergeschoss für die Berufliche Schule