Beiträge von Baufrosch

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    Ich gehe davon aus, dass das Holz NICHT gegen Brände "behandelt" wurde (vermutlich meinst Du damit eine Imprägnierung oder Ähnliches).

    Sofern an die Holzbauteile eine Anforderung bzgl. Feuerwiderstandsdauer gestellt wird (entsprechendes legen die zugehörigen Brandschutzkonzepte fest), wird diese im Regelfall durch Bekleidungen erfüllt (Gipskarton-Feuerschutzplatten o.ä.).

    Man sollte auch nicht der Vorstellung verfallen, dass Holz grundsätzlich "brennt wie Zunder". Diese massiven Holzbauteile können durchaus auch ungeschützt eine gewisse Feuerwiderstandsdauer erfüllen, da z.B. nur die Oberflächen verkohlen und diese Holzkohleschicht dann auf Grund der geringeren Wärmeleitfähigkeit als Schutzschicht fungiert.

    Mehr zu dem Thema kann man z.B. hier nachlesen.

    Auch die hessenschau berichtet heute ausführlich über den Lückenschluss - allerdings nichts Gutes:

    Das zur Zeit noch auf 477 Mio € veranschlagte Projekt verteuert sich weiter. Die Kosten werden derzeit neu ermittelt und auf über 600 Mio € steigen. Allgemeine Baukostensteigerungen, verunreinigter Baugrund und eine zusätzlich zu errichtende Grünbrücke werden als Gründe angegeben. Am Termin für die Fertigstellung im Jahr 2031 wird allerdings noch festgehalten.

    Es handelt sich um hochbelastete Decken-Stützen-Knoten, die vermutlich mit "herkömmlicher" Bauweise (vertikal durchgehende Stützenbewehrung, geschossweise gestoßen) gar nicht mehr herstellbar wären, weil die Summe aus erforderlicher Deckenbewehrung in zwei Richtungen und Stützenbewehrung in diesem Punkt einfach zu viel wäre, also nicht mehr baubar.

    "Einfach auf den Boden gestellt" werden sie aber mitnichten. Die Fertigteilstützen bringen diesen Decken-Stützen-Knoten quasi mit und haben am Kopf eine sehr dicke Stahlplatte. Die Deckenbewehrung wird per Schraubmuffe an den Kopf der Fertigteilstütze angeschlossen. Und die Stützen haben dann am Fuß ebensolche Einbauplatten, so dass hier tatsächlich Stütze auf Stütze (Stahl auf Stahl) steht, um die hohen vertikalen Lasten über Kontakt abzutragen, und die Decken seitlich angeschlossen sind.

    Für den Lastabtrag des gesamten Hochhauses ist das kein Problem, da die Stützen ohnehin nur für das Tragen der Vertikallasten (Eigengewicht und Nutzlast) zuständig sind und die Horizontallasten (Wind und ggf. Erdbeben) lediglich vom Kern aufgenommen werden.

    Ich hoffe, das beantwortet die Fragen.

    ^ Ist das schon fertig? Nur ein Dach? Nicht mal eine Schürze am oberen Rand? Da darf es jetzt aber nur bei Windstille regnen.

    Ob wenigstens eine Rinne das Wasser gezielt abführt, kann ich leider auf dem Foto nicht erkennen.

    Aber Hauptsache, ein Geländer auf dem Dach ...

    In der heutigen Informationsveranstaltung wurde zum Thema 3. Mainbrücke erläutert, dass diese auf dem Alten Bahnhof Niederrad ab Anfang 2024 vormontiert wird (Fertigstellung bis 2027). Dass die östliche bestehende Brücke "miterneuert" wird, wurde auch erwähnt. Ob es auch eine Stabbogenbrücke wird oder eine Fachwerkbrücke, ist noch nicht entschieden und noch mit dem Denkmalamt abzustimmen. Insofern wurde dazu nicht mehr gesagt; zum zeitlichen Ablauf aber soviel: Wegen der problematischen "Insellage" zwischen den beiden anderen Brücken, soll dieses Bauwerk schon "im Zuge des Neubaus der 3. Brücke" erneuert werden.

    Wenn ich das in der FAZ richtig verstehe, geht mit dem Farbwechsel in - nennen wir es freundlich terracotta statt Teewurst - eine Wandlung einher von "schockiert vom grauen Koloss" in "beruhigt" mit einem "sehr positiven Eindruck". Zumindest bei den zitierten Grünen. Geholfen hat sicherlich auch die veränderte Perspektive der Visualisierung von einem erhöhten Standpunkt (was den Klotz weniger wuchtig erscheinen lässt) sowie üppiges Grün. Abgewinnen kann ich diesem Baukörper allerdings immer noch wenig. Dafür müsste man seine Form ändern ("weniger ist mehr"). Die zitierte Äußerung "potthässlich und viel zu wuchtig" von Manfred Zieran (Ökolinx) hat somit auch noch ihre Berechtigung - finde ich.

    Weitere 4 Wochen später konnte ich eben bei der Vorbeifahrt mit dem Auto eine halbfertige Gerüstkonstruktion entdecken.

    Situationsbedingt hat es natürlich nicht für ein Foto gereicht.

    Ich denke, dass das Objekt spätestens in einer Woche verhüllt ist.

    ^ Ich möchte jetzt nicht auch noch zur Militärtaktik abschweifen, aber es sei noch kurz erwähnt: Zur Erreichung strategischer Ziele stehen heutzutage auch taktische Atomwaffen zur Verfügung (wer den Unterschied zu strategischen Atomwaffen nicht kennt, möge das bitte selbst googeln oder auch ecosieren). Und das gezielte Zerstören z.B. einer EZB lässt sich auch eine Nummer kleiner bewerkstelligen, also mit "herkömmlichen" Waffen. Da muss und wird man nicht eine ganze Stadt "plattmachen".

    Um trotzdem nochmal auf die Einstiegsfrage zurückzukommen:

    Spätestens mit dem Ende des kalten Krieges war es auch zu Ende mit den Planungen für einen solchen Fall. Schutzräume für "die Bevölkerung" hat es sowieso nie in ausreichendem Umfang gegeben. Entsprechende Anlagen im Osten Deutschlands wurden nach der Wiedervereinigung überhaupt nicht mehr in das Schutzraumkonzept übernommen. Notfallpläne waren/sind veraltet und allenfalls besondere Ereignisse (Golfkrieg, 11.9.2001 oder die Flutkatastrophen an der Elbe oder im Ahrtal) bringen das ganze immer mal wieder auf den Tisch. Viel weiter aber auch nicht. Inzwischen gibt es ja - wie auch die letzten Probealarme gezeigt haben - nicht mal mehr allerorten ein funktionierendes Sirenenwarnsystem. Auch Bunker, die für den Fortbetrieb der Regierung vorgesehen waren, sind zwischenzeitlich weitgehend außer Betrieb, umgewidmet oder längst verkauft worden. Im Jahr 2007 entschieden Bund und Länder einvernehmlich, die "Erhaltung der Funktionsfähigkeit der öffentlichen Schutzräume" aufzugeben und somit auch keine neuen Schutzräume mehr zu bauen.


    Die Frage treibt aktuell auch andere um. Einen auf gestern datierten (aber sehr kurzen) Artikel zu dem Thema fand ich hier.


    Wer dazu weiteren Lesestoff mag:


    Der Rhein Main Verlag zum Katastrophenschutz in Frankfurt aus dem Jahr 2021 hier.

    Die FAZ im Jahr 2010 zum Verkauf von Bunkern in Hessen hier (leider hinter der Bezahlschranke, aber zum Anlesen ausreichend).

    Dazu das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hier.

    Eine kleine Anfrage an die Bundesregierung zu diesem Thema aus dem Jahr 2019 hier.

    Ausführlich zum Konzept der zivilen Verteidigung (Deutschlandfunk, 2016) hier.

    "Im Fall eines Atomkrieges fehlen Deutschland die Schutzbunker" aus 2017 hier.

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    Du meinst "Radwege", die nur für Mountainbiker interessant sind, weil sie Sprünge beinhalten? Oder Radwege für "normale" Radler, die dann allerdings keine Sprünge mehr aufweisen sollten und prompt für die Mountainbiker uninteressant sind?


    Die Springerei dürfte nicht nur für die Grünanlage unangenehm sein, sondern auch für Passanten auf den vorhandenen Wegen.


    Vielleicht kann man ja mit weiterer Bepflanzung die dortigen Aktivitäten unterbinden und in dafür vorgesehene Bikeparks verlagern. Ich springe auch nicht überall mit dem Fahrrad rum, nur weil sich da ein Mäuerchen anbietet.

    (Ersatz-)Neubau von 5 Brücken über die Main-Neckar-Bahn (siehe dazu #1 und folgende)


    Zwei Jahre gab es in diesem Strang nichts zu lesen.

    Jetzt wird das nächste - und sicherlich größte - Kapitel eingeleitet: Der Neubau der Rheinstraßenbrücke (ausführlich dazu siehe #15).


    Zunächst werden der Berührschutz und das Geländer entfernt. Vorab begann die Montage eines provisorischen Geländers, dessen Pfosten sehr viel massiver aussehen als das, was da bisher gegen Absturz gesichert hat.


    Quelle


    Bild: von mir

    ^ Unter anderem ist auf den Bildern zu erkennen, dass auch bei Pier J inzwischen die Technikebene auf dem Dach montiert wurde. Die Elemente hatten seit Monaten vormontiert auf ihren Einhub gewartet.

    Darüber und über den Stand der Arbeiten bei Pier H und dem Vorfeldtower informiert dieses Video, wie die Fotos aus dem November 2021.


    Ein zwei Monate älteres Video aus dem September 2021 informiert über den Stand der Arbeiten beim Terminalgebäude (Marktplatz).


    Quelle: Fraport AG, aktuelles von der Baustelle

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    Warum der Pessimismus?

    Ich gehe mal davon aus, dass die "Idee" erprobt oder gar bewährt ist. Sonst würde es - zumindest in der Gewährleistungsphase - doch auch etwas ungünstig für den Hersteller laufen, oder? Und wenn Wind und Sonne gleichzeitig wirken, hat vielleicht sogar der Windwächter den Vorrang vor Sonnenschutz und fährt das Ganze in sichere Position.