Beiträge von Xalinai

    Ja, ich habe verstanden, dass das ein Entwurf von Leuten ist, die ihre spezifischen Interessen vertreten und nicht der offizielle Plan - vielleicht ärgere ich mich gerade deswegen so über diesen Vorschlag. Vielleicht aber auch, weil man von der offiziellen Variante nichts neues hört.

    Rückbau von Stellplätzen für gut 60 Fahrräder, allein auf der Empore zwischen Traffiq-Pavillion und E-Kinos. Super, so bekommt man eine ordentliche Stadt. Der kleine Stellplatz ist ein Witz. Wenn man in der Ecke was umbaut, sollte man schauen, ob man eine dekorativere Version des Doppelparkers an der Konstablerwache findet, so dass man die Stellplatzanzahl erhöht, statt sie zu reduzieren.


    Ebenfalls nicht verstanden hat man, das die Skater die Treppenstufen an der Kante brauchen.


    Dafür gleich drei Brunnen. Zweimal Sandstein an der Katharinenkirche und ein weiterer westlich der Skaterbahn.

    Das ist die gleiche Aufteilung wie auf dem Plan, nur zeitungsmäßig ungenauer - man lässt die für die Feuerwerhr vorgesehenen Aufstellflächen in der Darstellung weg und bekommt ein schönes, konfliktfreies Bild.


    Hier müssen 7 Stände (alle außer den dreien parallel zur Feuerwehrzufahrt) in einer bestimmten Reihenfolge, weil die hinteren erst raus können, wenn die zur Ausfahrt stehenden weg sind, innerhalb der zehn Minuten, in denen die Feuerwehr anrückt, geräumt sein.


    Nach dem Umbau stellt dann die Feuerwehr fest, dass ihre Aufstellflächen nicht freigehalten werden oder im nötigen Tempo geräumt werden können, und der Markt wird unter großem Geschrei der Bevölkerung und des OBR eingestellt.


    Schau Dir doch mal die Vorgaben in der neuen Altstadt und die wiederkehrenden Diskussionen dazu an.

    Für die Elektrolyse von Wasser zu H2 braucht man bei 60% Wirkungsgrad, was PEM knapp schafft, pro kg H2 55 kWh und erhält 33kWh Brennwert.

    Also pro Tonne (1000kg) Wasserstoff 55 MWh und für 1234 Tonnen entsprechend 67870 MWh=67,870 GWh.

    Die neue (2020) PEM-Anlage bei Shell in Köln-Godorf wird auf 58% geschätzt, dort bräuchte man also 70210 MWh (was die Anlage, weil kleiner, nicht schafft).

    Also beides, theoretischer Wert und praktische Realisierung, Stand Heute rund 70GWh.


    Immerhin, industrieller Maßstab, aber Heizkraftwerk heißt, dass das zunächst mal kein "grüner" Wasserstoff ist.

    ^^Andererseits sind die Kalkulationen hinsichtlich der Unterhaltskosten, wohlgemerkt von einem Landschaftsgärtner, der seine Stundensätze kennen sollte, lachhaft. 25.000€ im Jahr macht bei billigen 50€/Stunde, die man dann auf den Abrechnungen sieht, 500 Stunden im Jahr oder 41h40m im Monat. Das erscheint mit für die komplexe Anlage, gerade auch mit Hochbeeten und Rankgerüsten, wo man nicht einfach mit Maschinen drüberfährt, sehr knapp angesetzt.

    Aber irgendwo muss der Umsatz ja herkommen. Wenn die Stadt es glaubt, hat er oder einer seiner Kollegen gewonnen.

    ^^Woher beziehen die die rund 70GWh EE-Strom, die sie mit dem Verfahren pro Jahr für diese Menge Wasserstoff verbrauchen?

    Bei kontinuierlicher Nutzung wären das immerhin 200MW, bei 2/3 Volllaststunden im Jahr immerhin schon 300MW, die da umgesetzt werden müssen.


    Oder fangen die erst mal mit Kohlestrom an um die Anlage anzufahren und warten, ob der EE-Ausbau nachkommt?

    zu #177:


    Ich seh's ja jetzt erst: Man plant also, dass die Marktstände sich im Aufstellbereich der Feuerwehr platzieren und im Brandfall wohl blitzartig abbauen und wegfahren, bevor die Feuerwehr eintrifft? Hat mal jemand beobachtet, wie lange diese Marktstände üblicherweise zum Abbauen brauchen?

    Ich finde das Karstadt-Projekt an sich extrem gut. Die Stelle, an der es entsteht, ist aber dermaßen trivial, dass es fast schon eine Verschwendung ist, das dort an dieser Stelle zu bauen. Großstädtische Architektur kann FFM (mit Ausnahme der Hochhäuser) leider nicht so gut.

    Historismus ist eigentlich schon eine Weile her und für den Kaufhofbau gibt es - anders als in Berlin - keinen Bestandsrest oder Vorgängerbau, auf den man sich beziehen könnte. Da solle man schon eher für den Karstadt-Bau nach Vorgängern schauen, die liefern auch Anregungen.

    Du vergisst/ignorierst bei Punkt 1, dass man sich die Schönheit des Hauses, in dem man wohnt. auch leisten können/wollen muss.


    Wer eine unter 40m² große Wohnung in dieser Lage bezieht, ist oft froh, dass er diese Wohnung hat, statt einer ähnlich kleinen Altbauruine. 44m² ist die Fläche, die die einer einzelnen Person als geförderter Wohnraum zustehen - da ist es völlig egal, wie diese Wohnung von außen aussieht.


    Die Lage der Mitte 160 erlaubt es, in 20 Minuten fast die ganze Innenstadt zu Fuß zu erreichen, was für diese Einkommensgruppe die Möglichkeit der Arbeitsaufnahme ohne Nutzung eines Verkehrsmittels erlaubt, das durch seine Kosten das verfügbare Einkommen weiter angreift.


    Und andersherum ist selbst für die mit höherem Einkommen, die diese Wohnungen vielleicht nur als WE-Pendler nutzen, die Lage 300m von der S-Bahn wichtiger, als die Schönheit.

    Der Brüsseler Platz am Kaiserlei war in der S-Bahnstation auch fast zwei Jahre als "Buseler Platz" ausgeschildert. Gehört wohl dazu.

    Außerdem passt es so besser auf's Schild.

    Schon eine Fassade an sich kostet. Laubengang ist in den Unterhaltskosten des Vermieters unschlagbar billig und in den Baukosten spart man sich immerhin eine Außenwand.


    Es geht dabei noch nicht mal um das absolute "teuer" sondern um 1-2€/m² teurer, als die billigste Variante, für jede einzelne Oberfläche, jedes einzelne Stück Türklinke, Balkongeländer, Briefkasten, Leuchte, etc. die heute von Bauträgern eingespart werden, wo sie nicht ganz klar dazu gezwungen werden, es anders zu machen. Dort schlägt das Pendel dann - siehe die Beispiele aus Berlin - ins andere Extrem aus.


    Am billigen Ende kommt dann halt 2,5m Laubengang mit Maschendraht statt Geländer raus - als "nachbarschaftlicher Begegnungsraum".


    Und offenbar ist das betriebswirtschaftlich sinnvoll, die Mieter laufen nicht weg, denn noch ist Wohnraum knapp.


    Ob das erfreulich ist, ist eine ganz andere Frage - aber offenbar haben die Städte noch Angst davor, die entsprechenden Wohnbauten würden, wenn sie sie nicht so zulassen wie geplant, an anderen Orten errichtet.

    Das ist alles relativ. Hier wird die Schiersteiner Brücke als Musterbeispiel für einen zügigen Brückenbau gehandelt, wenn mal wieder das Klagen über die Leverkusener Brücke (A1) und ihre Bauzeit losgeht.

    Da war Baubeginn im Dezember 2017 und davon, dass schon eine Hälfte des Neubaus den Verkehr übernommen hätte, kann nun noch lange nicht die Rede sein.

    Naja, die Mitte160 in Offenbach ist durchaus für ein anderes Kaufkraftniveau gebaut. Laubenganghaus mit Kleinwohnungen mit 4-5m Breite (Rasterabstand der Stützen) x 7-8m Gebäudetiefe heißt, dass da Wohnungen von 30-40m² entstanden sind - größer zwar als die Jungbankerschließfächer im Flare of Frankfurt, aber etwas ganz anderes als die Nachbauten von Altbauwohnungen in Berlin, die wohl eher bei 150m² satte 25€/m² kosten und sich durch ihre Größe und Ausstattung aus dem über den Mietspiegel regulierten Markt rausziehen.

    Die Vergangenheit ist erledigt. Über die Fehler der autogerechten Stadt brauchen wir nicht diskutieren, wenn es darum geht, im Jahr 2021 den Finanzplatz Deutschland zu stärken.


    Woher weißt du das? Wer bestimmt darüber, dass das Thema erledigt ist?

    Darüber bestimmt der bereits erfolgte Ablauf der Zeit.


    Die einzige Chance für Frankfurt, Hauptstadt zu werden, war als Alternative zu Bonn, und der Kelch ist an der Stadt vorübergegangen.


    Es gibt keinen rationalen Grund die Hauptstadt von Berlin weg zu verlegen und nach dem Hauptstadtumzug von Bonn nach Berlin wissen wir, was eine solche Aktion kostet - das will niemand wiederholen, der noch bei klarem Verstand ist oder wenigstens rechnen kann, was man mit dem Geld Sinvolleres tun kann.


    So lange es also nicht durch irgendeine Katastrophe zur totalen Verseuchung von Berlin kommt und die Stadt dauerhaft unbewohnbar wird, wird die Hauptstadt dort bleiben.


    Und Frankfurt kann sich um die Geldgeschäfte kümmern, die sinnvollerweise ein Stück von der nationalen Politik entfernt betrieben werden.

    Ich gehe davon aus, dass man in einem Frankfurt der Vergangenheit die gleichen Fehler gemacht hätte wie in Bonn - und ebenfall in der Überzeugung, gerade das Richtige zu tun.


    Dann wäre beispielsweise die heutige Jean-Monnet-Straße durch den Park mit der Kaiser-Sigmund-Straße verbunden worden (der nicht zuletzt dafür freigehalten wurde), um das dann im Bereich der Betramswiese angesiedelte Regierungsviertel anzubinden.


    Natürlich wäre auch der Alleentunnel gebaut worden - auch wieder zur Anbindung des Regierungsviertels, das sich mit Sicherheit über den gesamten Bereich zwischen Marbachweg/Alleenring und Eschersheimer Landstraße/Eckenheimer Landstraße ausgebreitet hätte.


    Auch die Zusammenarbeit mit den Amerikanern im Pölzig-Bau (damals "Abrams-Building", HQ USAF) hätte anders ausgesehen.


    Ansonsten gilt der erste Satz oben, auch für die Zukunft: Das Thema ist erledigt.

    Das warum und wieso solcher Gitter haben wir am Beispiel einer Frankfurter Kita durchdiskutiert.

    Offenheit, Kosten, Brandschutz und trotzdem Absturzsicherheit sprechen alle für die Gitterlösung, die obendrein auch noch das Hinunterwerfen von Müll auschließt - das scheint die Projektverantwortlichen zu überzeugen.


    Und wer das entwirft und baut hat gewöhnlich keinen Kontakt mit denen, die dann da leben sollen. Die werden nicht gefragt und vermietet werden kann im Moment alles.

    ^Das Thema Frankfurt als Hauptstadt war mit der Entscheidung für Bonn dauerhaft erledigt. Eine Entscheidung für Frankfurt - damals - hätte auch das Thema der Rückkehr nach Berlin erledigt. Allerdings wäre dadurch von dem, was für viele Frankfurt heute ausmacht nichts mehr übrig geblieben.

    Dann wäre nämlich für den Ausbau "der Hauptstadt" als autogerechte Stadt immer genug Geld da gewesen. Vergleicht mal Bonn von 1947 und Bonn 1989 miteinander und ihr kommt ganz schnell von dem Wunsch Frankfurt als Hauptstadt wieder runter.

    Und wieder eine Bullshit-Statistik ersten Ranges.

    Die Auswertung der Anzeigen bei Immoscout ergibt doch nur, in welchen Städten wie viele, wie energieeffiziente Wohnungen im angegebenen Zeitraum zur Vermietung angeboten wurden. Wenn ein Großteil der Bevölkerung in alten zugigen Schupen mit undichten Fenstern wohnt, da aber nicht wegzieht und diese Wohnungen entsprechend nicht zur Vermietung ausgeschrieben werden, geht das nicht in die Statistik ein.


    Natürlich gibt es in OF aufgrund vieler Neubauprojekte gerade viele moderne Wohnungen zur Erstvermietung - aber das sagt gerade mal Nichts über die Energieeffizienz des Gesamtbestands.