Beiträge von Xalinai

    Doch, aber keine Kapselkopfhörer. Vor allem hörst Du, (bei dem von uns verwendeten Produkt) was andere Menschen im gleichen Raum sprechen, nicht nur als der, der bei ihnen sitzt, sondern auch in der Konferenz. Das ist das eigentliche Problem. Außerdem willst Du nicht vier von acht Stunden mit einem dicht abschließenden Kopfhörer im Büro sitzen.

    Besonders schlimm sind diejenigen, die mit einem billigen Telefon-Ohrstöpselset, am PC angeschlossen, an Konferenzen teilnehmen - da sind offenbar Mikrofone mit Kugelcharakteristik verbaut, so dass einschließlich Tasse anheben und hinstellen jedes Geräusch aufgenommen wird.

    ^Das passt nicht ganz. Bei Wegfall von Präsenzarbeitsplätzen kann, je nach Arbeitsweise soger überproportional Allgemeinfläche entfallen.

    Wir haben beispielsweise die Erfahrung gemacht, dass es keinen Sinn hat, einen Termin mit einigen Mitarbeitern im Konferenzraum und einer Menge anderer per Videoschalte durchzuführen. Wenn, müssen auch die, die im Büro sind, per Videokonferenz teilnehmen, da dann tatsächlich alle Teilnehmer eingebunden werden können, während anderenfalls die Remote-Teilnehmer oft nur dekoratives Beiwerk sind.


    Tatsächlich braucht man für diejenigen, die noch im Büro sind mehr Platz, denn deren Büros müssen so eingerichtet werden, dass mehrere Mitarbeiter in einem Raum unabhängig voneinander an verschiedenen Videokonferenzen gleichzeitig teilnehmen können, ohne dass man sich gegenseitig hört. Das führt dazu, dass die bei uns reduzierte Besetzung der Büroflächen durch Corona mittelfristig zumindest zum Teil bestehen bleibt (voraussichtlich 2/3 statt 50%) weil Schallschutzwände und kleinteiligere Büros als notwendig erkannt wurden.

    ^Du meinst jenen Erlenbruch, wo die Leute Jahrzehntelang gegen die ursprünglich geplante Hochstraße protestierten und dann auch den Tunnel mit allen Mitteln verhindern wollten - oder waren die Verhinderer ausschließlich die am Bornheimer Hang in den Hochhäusern, bei denen auch eine 10m Schallschutzmauer an deer Autobahn nichts nutzt?

    Der Tunnel nutzt nur in Verbindung mit dem Autobahnanschluss...

    ^Du musst dabei unterscheiden zwischen den Wegen und Räumen der Herrschaft und denen Gesindes. Da gab es schon immer Mansardenzimmer, in denen man die Decke mit der Hand erreichen konnte und "Mädchenzimmer" hinter der Küche mit Türen von 40cm Breite - zu den Räumen der Herrschaft als Tapetentür, damit man nicht merkte, woher das Personal kam und wo es untergebracht war.

    Im Bestandsbau am WBP sind die Probenräume teils durch Gänge verbunden, in denen größere Instrumente schon kaum durchpassen und die "Infrastrukturräume" in denen elektrische Schalteintrichtungen, Kabeltrassen, Wasserleitungen unterschiedlicher Temperatur und Luftkanäle liegen (sollten) sind halt für heutige Anforderungen zu klein oder schlicht nicht vorhanden. Vor 120 Jahren konnte niemand wissen, wie diese Anforderungen für sowas aussehen oder dass es sie geben wird.


    Wenn man unbedingt den Look von 1902 haben will, dann Abriss, Neubau, Fassade drauf - das hat in der Altstadt gut funktioniert, teils sogar mit deutlich mehr als Fassade, das ist aber hier nicht notwendig. Die Alte Oper ist übrigens das genaue Gegenteil, denn da war ja außer der Fassade nicht viel erhalten, so dass man den Funktionsteil komplett neu bauen konnte.

    Das Problem mit den Resten des alten Schauspielhauses ist, dass gerade sie nach Ansicht der Betreiber einen dauerhaften Betrieb einer Spielstätte heute be- gzw. verhindern.

    Die zu niedrigen Gänge, der nicht wirklich barrierefreie Zuschauerraum, die fehlenden Fluchtwege und der Mangel an Raum um eine nach heutigen Regeln notwendige Klimatisierung einzubauen, das ist das Erbe des Altbaus.


    Es wäre vermutlich einfacher (=billiger), einen in den entsprechenden Dimensionen vergrößerten und normgerechten Neubau zu stellen, und eine nachempfundene Fassade draufzusetzen (die ja im gesamten "Schaubereich" ohnehin nicht mehr existiert), als zu versuchen, aus dem Gebäudekern irgendetwas sinnvolles zu machen.

    Ich halte Lorey für eine echte Bereicherung für das MyZeil. Kein Laden der in jedem EKZ Deutschlands mindestens eine Filiale hat, sondern ein echter "Frankfurter". Ich hoffe, das funktioniert dort langfristig, mit nur der Fläche im ersten Stock.

    Die Belieferung von Geschäften kann man zeitlich beschränken, bei Neuplanungen auch Höfe verbinden, so dass der Lieferverkehr nicht auf der Straße rumsteht oder tatsächlich auch (back to th 50ies) mit gedeckten Rollcontainern, ggf auch mit Container/Lastenrad-Kombis. Wobei ich da kräftige EBikes und Lastenanhänger bevorzuge, weil man dann ggf. nur den Anhänger tauschen muss.

    Was mich an der Sperrung störte, war [...] Am südlichen Mainufer, kann man nicht links abbiegen, der Mainkai war gesperrt und in die Berliner kann man auch nicht links abbiegen! Und jetzt ist es auch nicht besser: Linksabbiegen in den Mainkai ist nach der Wiedereröffnung verboten.

    Ist es wirklich so schwer und aufwändig, am ehemaligen Segmüller drei mal rechts zu fahren (Allerheiligen, Klinger-, Battonstraße), um in die Berliner Straße zu kommen? Dafür machen das aber reichlich viele Autos.


    Sachsenhäuser Alternative über Brücken- und Schifferstraße oder auf der für den Durchgangsverkehr vorgesehenen B43 (Walter-Kolb-/Gartenstraße und dann wahlweise Thodor-Stern-Kai/Niederräder Ufer oder Kennedyallee)

    Ich habe nichts gegen Farbe und dein Foto zeigt ja gerade das klassische Frankfurt. Da ist nichts grell orange. Das ist ja das alte schöne Frankfurt. Womit ich Schwierigkeiten habe sind viele die Häuser die in den 50-80er Jahren entstanden sind die und heute billig renoviert werden, oft mit angeblich "modernen Elementen" wie grell orange Wände bzw. Fensterrahmen. Auch andere grelle und meiner Meinung nach unpassende Farben werden bei diesen Bauten eingesetzt und noch bunt gemischt was zu einer furchtbaren Kitsch führt.

    Wenn man das abwertende "grell" durch ein positives "leuchtend, kräftig" ersetz, wird es gleich viel angenehmer.


    Einerseits hat man Häuser auch schon vor hundert Jahren in kräftigen Farben angestrichen (z. B. hier: tuschkastensiedlung-die-bunteste-berliner-welterbe-siedlung), andererseits sind wir (also jetzt meine Altersruppe) es noch gewohnt, dass jede kräftige Farbe binnen kurzer Zeit durch Staub, Dreck, Ruß in einen gedeckten Grauton verwandelt wurde (von der Verfügbarkeit UV-stabgiler Farben für Außenanstriche mal ganz abgesehen). Letzteres geht heute nicht mehr so schnell, so dass kräftige Farben jetzt halt läger erhalten bleiben und deshalb auch tatsächlich genutzt werden.


    Ich stelle mir gerade vor, die Gestalter der 70er-Jahre hätten schon robuste Außenfarben gehabt und nicht Rücksicht auf durch Dreck ohnehin verblassende Farben nehmen müssen. Vermutlich wären wir schon längst daran gewöhnt.


    Ach ja: Ein weiterer Grund für die Verwendung der nicht-Farben (Grautöne, Beigetöne, Weiß) war auch immer, dass man da leicht ausbessern konnte - das Nachmischen intensiv-farbiger Töne war und ist eine Wissenschaft für sich. Allerdings kann man heute in einem farbechten Workflow tatsächlich schon Hausfarben mit einer dazugehängten Farbkarte fotografieren und genau den aktuellen Farbton nachmischen lassen. Nur die weitere Alterung ist (wie bei Autoreparaturen) ein Problem.

    Nicht ganz schlecht.

    Warum man nicht noch die letzten 15 Meter bis zur Linie Rententurm/Schiffsaleger mitgenommen hat, ist mir schleierhaft.

    Ebenso, warum man die baulichen Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbegrenzung von Osten her nicht so weit vorgezogen hat, dass man auf die Ampel verzichten kann.


    Alternativ, wäre die Ampelschaltung als "umgekehrte Bettelampel", die für Autos grundsätzlich rot zeigt und auf Aufforderung grün wird, einzubauen.

    Gerne auch mit einer Induktionsschleife 80m vor der Ampel, so dass derjenige, der mit Tempo 30 (~8m/s) ankommt für die Fußgänger 2 Sekunden Vorlauf, 4 Sekunden Räumzeit und 4 Sekunden Rot bevor Autos grün bekommen auslöst, bevor er ohne Halt weiterrollen kann. Pulks von Fahrzeugen werden dann geschlossen durchgelassen. Wer schneller ist steht halt.


    Die Grünphase für die Fahrzeuge sollte nicht länger als die der Zulaufampeln an der Alten Brücke und der Untermainbrücke, angepasst auf die zulässige Geschwindigkeit sein. Bei 90 Sekunden Umlauf und 20 Sekunden Grün an der Alten Brücke , sollte am Rententurm maximal 35 Sekunden, besser 30 Sekunden Grün sein.


    Da das nur bei wenig Verkehr funktioniert, es kommen schließlich von zwei Seiten Autos, sollte die Regelung mit den 30 Sekunden AutoGrün in 90 Sekunden Umlauf beidseitig synchron laufen. Die gut 120m zwischen den Ampeln durchfährt der Erste in 17 Sekunden (mit Anfahren), der letzte in 15 Sekunden, so dass 45 Sekunden nach Beginn der Grünphase auf beiden Seiten für weitere 45 Sekunden keine Autos mehr im gesamten Bereich unterwegs sein.

    Weitere Optimierung: Wie bei der Bahn mit Achszählern werden in beiden Reichtunfen ein und ausfahrende Fahrzeuge gezählt. Ist in den 80m vor der Ampel kein Fahrzeug mehr, wird die Ampel für diese Seite Rot, um nach Räumung der Strecke für Fußgänger früher Grün geben zu können.


    Die Ampelschaltung sollte auch Radler erfassen können, da durch das Gefälle von beiden Brücken aus, auch Fahrräder mit Geschwindigkeiten über 30km/h dort ankommen könnten.

    Wenn du bei Google geanu hinschaust siehst Du auch, dass am Balkon des 2. Stockwerks links unten ein Riss vorliegt und der Sockel der Säule weit über das Maß der Verzerrung der Kamera hinaus nach rechts geneigt ist.

    Die Sanierung solcher Balkons mit durchlaufenden Säulen ist extrem schwierig (=teuer, Zeitbedarf), weil man eigentlich bis in die Geschossdecken hinein neue statische Grundlagen schaffen muss.

    Wenn man die Möglichkeit hat, eine dauerhafte Abstützung zum Boden hin vorzunehmen, kann man sie manchmal retten, das geht aber meist nur zur Hofseite. Oder eben das gesamte Gebäude für Monate räumen, Wände abstützen, Decken aufbrechen und erneuern.... Und dabei wahlweise mit aktuellem Brandschutz oder Denkmalschutz in Konflikt kommen.

    Auch hier wieder: Ein Geschäftsmodell, das es nicht erlaubt, Mitarbeiter Vollzeit nach Tarif zu bezahlen.

    Wenn dann die dort arbeitenden Mitarbeiter mit deutlich unter 1000€ Brutto am Monatsende Wohngeld beantragen und wir alle das über Steuern und Sozialbagaben zahlen dürfen, hat sich das Modell bewährt.

    In amerikanischen Hochhäusern hast Du durchaus Etagen, auf denen eine Würfelbox (Cubicle) neben der anderen steht, auf einem einfachen rechteckigen Gebäudequerschnitt von 30x40m. Und man lässt tatsächlich die Fensterflächen als Wegeflächen frei, damit keine Diskussion über Fensterplätze und Cubicles aufkommt. Höchstens Chefbüros und Konferenzräume haben dann Fensterflächen mit echtem Tageslicht.


    In Deutschland gilt m.W. ein Abstand von maximal acht Metern vom Arbeitsplatz zur nächsten Tageslichtquelle als Grenze. Daher haben Bürogebäude hier eine maximale Tiefe von 2 x 8m + Mittelgangbreite - also 16-18m.


    Dabei sind die Methoden wie man diese 8m Abstand einhält durchaus auch kreativ nutzbar - z. B. Lyoner Str. 27, 60528 Frankfurt am Main: Das von außen sichtbare Säulenraster der Fassade sind 3,6m, der am weitesten von einem Fenster entfernte Arbeitsplatz liegt gegenüber der Kreuzarme in der Mitte der Wand zum innenliegenden Treppenhaus jedes Kreuzes. Zu Zeiten von Röhrenbildschirmen waren diese Plätze unter Entwicklern wegen der mimimalen Blendwirkung beliebt.

    Die Sauberkeitsschicht wird, wie man sehen kann, als Lagerfläche für Material benutzt.

    Fast alle Öffnungen hatten vor Beginn des Aushubs eine Sauberkeitsschicht, allein schon um den im Namen angegebenen Zweck zu erfüllen, aber auch um den Bau der Schalung der Bodenplatten zu erleichtern (Abstützung im Beton der Sauberkeitsschicht).


    Der Erdtransport aus den unteen Ebenen wird allerdings wirklich interessant, denn einfach wie bisher mit langem Baggerarm und großem Löffel wäre zumindest mir zu langsam.


    Warten wir's ab.

    An den meisten Standorten, die nicht "Bestandsfläche" heißen, muss das Grundstück gekauft werden.


    Die Lage direkt in der Mitte der Zeil, mit existierendem Direktzugang zur S-Bahn, ist genial. Die Fläche ist ausreichend groß und verkehrlich in einer Weise erschlossen, die keiner der bisher genannten alternativen Standorte bietet, sie ist mindestens so gut wie die am Willi-Brandt-Platz. Selbst die Anlieferung wäre mit Zufahrt und Abfahrt auf Brönnerstraße und Schäfergasse verteilt noch besser abzuwickeln (Wenden für LKW nicht erforderlich), aber auch der für die Zu- und Abfahrt des bestehenden Parkhauses ausgebaute Teil der Brönnerstraße ist viel problemloser als der gesamte Bereich am heutigen Standort.

    Wir müssen halt unterscheiden zwischen dem ortsansässigen, selbstständigen Einzelhandel und dem neununddrölfzigsten Brandstore, der nur Dinge anbietet, die nach meinem Gefühl als Kunde das klassische Kaufhaus, wenn es denn noch als solches, sprich als echter "Department-Store", geführt würde, besser anbieten könnte.


    Wobei dieses "besser" natürlich nur die Kundensicht wiederspiegelt. Diese Kundensicht will an einem Ort möglichst viele, miteinander im Wettbewerb stehende Produkte vergleichen können. Dadurch kann ich mir als Kunde in kurzer Zeit einen Überblick über diese Produkte, ihre Unterschiede und die Preise verschaffen, so dass ich eine fundierte Kaufentscheidung für das -- für mich -- am besten passende Produkt verschaffen kann (dass kann gelegentlich auch das Teuerste sein).

    Das findet man erstaunlicherweise tatsächlich so fast nur noch in den viel geschmähten Elektrofachmärkten.


    Die Herstellersicht ist natürlich eine Andere. Da will ich, dass der Kunde nur eine Auswahl an meinen Produkten sieht und sich nur zwischen diesen entscheiden kann. Dazu wurde zunächst die Abteilungsstruktur der Kaufhäuser aufgebrochen, indem einzelne "Top Marken" per Shop-in-Shop innerhalb der Kaufhäuser separiert wurden, und, wenig später, nachdem das alle Marken machen wollten, die Produkte über eigene Läden, erst Flagshipstores, dann ubiquitär vertrieben.


    In den Städten füllten sich sodann alle Ladenflächen mit den immer gleichen Brandstores, in denen es nur noch Produkte einer Marke gab. Das Ganze immer knapp an der Grenze zur Illegalität, was tatsächliche Arbeitszeiten, Gehälter und betriebsrats-und gewerkschaftsfeindliche Unternehmensstrukturen anging, denn die Wirtschaftlichkeit dieser Läden war immer kritisch.


    Und weil der Kunde in den Städten die Auswahl nicht mehr in der Form fand, in der er sie sehen wollte, und obendrein immer nur die selben Läden, im immer gleichen Design, mit den immer gleichen, ahnungslosen Strahlegesichtern - öffnete der Kunde seinen Browser und fand dort, das was er in den Städten vermisste: Alle Produkte fein säuberlich nebeneinander und auch noch mit kostenloser Lieferung.


    Jetzt mit Corona rächt sich das alles. Die Kaufhäuser sind eigentlich alle beatmungspflichtig und die schon immer hungerleidenden Brandstores haben der Krise nichts entgegenzusetzen, weil sie ohnehin kaum genug zum Sattwerden verdienten.


    Aber natürlich ist ausschließlich der Internethandel schuld an dieser Entwicklung.