Beiträge von Xalinai

    Zu den Baumärkten: Sorry, aber die sind voller Millenials. Dasselbe eben auch mit Günstigbäckereien, oder Primark. Ich verurteile nicht die jungen Leute, die eben auch sparsamer einkaufen müssen. Es muss Geschäfte für alle Einkommensklassen geben, da sind wir uns alle einig. In der Situation war ich als Student auch einmal. Ich finde es aber nicht gut, wenn dort jüngere Digital Natives hingehen, die es eigentlich besser wissen müssten (d.h. warum ist Primark wohl so günstig?) und über ausreichend sicheres Einkommen verfügen.

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    Zu den Eisenwarenmärkten: Einen ganz tollen Laden gibt es noch in Bornheim (POHLMANN unweit von Bornheim Mitte). Gegen Baumärkte im Stadtkern wie Obi in Sachsenhausen ist auch nicht so viel einzuwenden (hier kauft halb Frankfurt ein, viele ohne Auto).

    Dass die jungen Leute in den Baumärkten rumlaufen lässt sich wohl, mangels verbliebener Alternativen nicht vermeiden.


    Dass es Pohlmann gibt finde ich toll - das war, als ich da zur Schulzeit in den Ferien Briefträger war (1979-80) mal ein Laden vom Eisen-Ernst, den ich, weil außerhalb vom Alleenring, ausgeschlossen hatte. Heute sind die nur noch in Niederrad.

    Dass der ehemalige Sperrholz-Schnell in der alten Gasse wieder auflebt ist ebenfalls erfreulich - ansosnsten ist der letzte Eisenwaren und Werkzeughändler in der Albusstraße.


    Das ist wieder mein Problem: Das was die Leute tun, tun sie teils nicht des Wollens sondern der Infrastruktur wegen. Der Toom-Popup-Farbenladen im MyZeil hatte beispielsweise eine völlig unerwartet positive Resonanz - allerdings ist der Standort dauerhaft nicht finanzierbar.

    Genau. in der historischen Sonne. Am Besten mindestens drei 2-Meter-Bildschirme drinnen, draußen im Hof nen 10.000-Lux-Beamer und 'ne 2500 Watt PA-Anlage für die öffentliche Leichenschau bzw. das Public Viewing, wie man hier ja sagt.


    Gibt es nicht schon genug "Sports Bars" in Frankfurt, in denen man aus mindestens zwei Richtungen gleichzeitig berieselt wird? Meist auch noch mit mindestens 3/4 der möglichen Lautstärke.


    Lass mal stecken. ich denke, das wäre (gerade jetzt) das falsche Publikum.

    Lieber in Ruhe gepflegt essen und trinken - gerne im Moment auch nur kurz, so dass der Wirt die wegen Abstandsgebot knappen Tische möglicht mehrfach am Abend belegen kann.

    Aber es sind doch garnicht die Millenials. Die wären interessiert an innerstädtischen Angeboten, da sie teils bereits in der post-automobilen Welt angekommen sind. Es sind die 30-60-Jährigen, Boomer bis Generation X, die mit dem Auto in die Baumärkte fahren. Die tun das auch deshalb, weil sie ohnehin mit dem Auto unterwegs sind und in der Innenstadt nicht vor der Ladentür parken können. Hab' ich lang genug selber so gemacht.


    Die Digital Natives kaufen ihre fünf Schrauben bei Amazon, weil es meines Wissens innerhalb des Alleenrings keinen Eisenwarenhandel mehr gibt, der an Endverbraucher verkauft. Zähl mal auf, wenn Dir da noch was einfällt (Eisen Ernst in Bornheim ist weg und wär' ohnehin draußen, Hartmann und Sohn in der neuen Kräme sind auch schon ewig zu). Und wer verkauft noch Wandfarbe? Mit dem Rad zum Baumarkt fahren ist geil, da gibt's meist noch nicht mal Fahrradständer.


    Und die Lieferung bei Rewe ist durchaus gerechtfertigt, wenn man ohne Auto so fahrradtaugliche Sachen wie Toilettenpapier und Küchentücher einkaufen will - oder Waschmittel - alles Dinge, die der geliebte Wochenmarkt nicht anbietet. Dafür hat der Wochenmarkt noch ordentliche Kohlrabi.

    Nu muss man bei den von Dir aufgeführten Geschäften halt auch feststellen, dass Landkarten Schwarz Produkte vertrieben hat, die bei Digital Natives eher einen exotischen Charakter haben - das war schon am alten Standort in der Eckenheimer ein Laden für Kunden mit besonderen Interessen und ich konnte die Kombination Zeitablauf und neuer teurerer Standort nicht unter einen Hut bringen. Aber wenn deine Wettbewerber Google Maps und OSM heißen, dann ist für die Masse der unter 40-Jährigen das Thema durch. Wie geht es eignetlich den Landkartenherstellern?


    Lorey hat dagegen mit Verkleinerung und Umzug ins MyZeil den richtigen Schritt gemacht - dass jetzt die Finanzierung durch den Denkmalschutz durcheinander gebracht wird ist schade.

    Danke, also findet der Aushub erst nach Fertigstellung des gesamten ersten Deckels statt und der unter dem 2. Deckel auch erst nach dessen (nicht mehr sichtbarer) Fertigstellung. Das war meine Frage.

    Die Frage ist immer wieder, was man erreichen will: Ein Museum der Theatertechnik, in dem man schöne Überreste vergangener Zeiten ausstellen will, oder einen bespielbaren Theaterstandort, in dem das Publikum sich barrierefrei, sicher und ungefährdet bewegen kann. Beides gleichzeitig hat Frankfurt jetzt eine Zeitlang unfreiwillig versucht und ist inzwischen an dem Punkt angekommen, dass der zweite Teil der Auflistung derjenige ist, um dessentwillen man das Ganze betreibt.


    Dass sich der Denkmalschutz jetzt hier als ebenso - nennen wir es mal: pragmatisch - erweist, wie in vielen anderen Situationen braucht jetzt niemanden wirklich zu überraschen. Lieber das schützen, was was noch verwert-/nutzbar ist, als mit Maximalforderungen erreichen, dass ein Neubau an anderem Standort und eine nur wirtschaftliche Verwertung des Baus (Fassade und Foyer als Hochhausblockrand) auch das was man als erhaltenswert sah, der Öffentlichkeit entzieht.

    Und vom alten Schauspielhaus spricht natuerlich keiner.

    Doch, ich denke dass vom alten Schauspielhaus sehr viel gesprochen oder eher geschrieben wird – und zwar in dem Gutachten zur Frage "Sanierung oder Abriss?" das in #497 verlinkt ist.


    So wie ich das lese, sind die Reste des alten Schauspielhauses, da sie Fixpunkte der Gebäudeproportionen vorgeben, in vielen Bereichen die Ursache dafür, dass sich der Abriss rechnet: Raumangebot, Raumhöhen und damit Möglichkeit Brandschutz und Lüftung zeitgemäß zu Ertüchtigen, Notwendigkeit für Treppen und Rampen und ein grundsätzlicher Mangel an Barrierefreiheit. All das ist nicht behebbar, ohne auf die aus dem Altbau übernommenen Strukturen zu verzichten.


    Wenn jetzt noch die "neue" Fassade unter Denkmalschutz gestellt ist, dann gibt wohl keine Möglichkeit mehr, das was an einem noch existierenden Altbau schutzwürdig gewesen wäre, seine Fassade, in einen Neubau äußerlich zu integrieren. Was bleiben wird, ist die Integration von Spolien aus heute noch verdeckt existierenden Fassadenteilen in einen neuen Innenbereich.


    Ob das Dir ausreicht und mir gefällt?

    Da der Deckel die Querkräfte aus den angrenzenden Grundstücken aufnehmen muss, ein paar Fragen an die Fachleute:

    • Muss der Deckel vollständig sein, bis er diese Kräfte sicher aufnehmen kann, oder ist schon ein teilweiser Aushub darunter zuvor möglich?
    • Wir haben die rechteckigen Stützen gesehen, die als voll ausgehärtete Fertigteile eingesetzt wurden - Querkräfte können die aber nur begrenzt aufnehmen - gibt es weitere Bauteile, die diese Funktion erfüllen, oder bin ich gerade wieder bei der Antwort zur ersten Frage?
    • Wenn er vollständig sein muss (zumindest in der jeweiligen Belastungsrichtung), heißt das, dass erst nach Erreichen der vollen Belastbarkeit des Deckels mit zügigem unterirdischem Aushub begonnen werden kann und vorher immer die gerade zulässigen Maximaldrücke beachtet werden müssen?

    Nein, diese Schilder sind reine Dekoration. Ehrlich. Eltern haften nicht für ihre Kinder.

    Wenn das frei laufen lassen von Kindern in der Stadt nicht grundsätzlich unter Vernachlässigung der Aufsichtspflicht gerechnet werden soll, dann sind die Eltern aller Kinder, die normalerweise nicht auffällig werden, erst mal aus dem Schneider. Sind die Kinder dann selbst noch in einem Alter, wo man sie nicht verantwortlich machen kann, ist es dein Problem, dafür zu sorgen, dass sie nicht an Stellen deiner Baustelle kommen, wo sie nachhaltig Schaden anrichten können.


    Im Gegenteil: Wenn sich die Kinder auf deiner beschilderten Baustelle verletzen, bist Du dran, wenn du die Baustelle nicht ausreichend gesichert hast.


    Anders im Ausgangsfall: Eltern sitzen dabei und schauen zu wie das Kind fortgesetzt, also nicht mal versehentlich einen Strich, fremde Sachen beschädigt. Da bräuchten sie m. E. einen richtig guten Anwalt, um zu erklären, warum das unter ihrer Aufsicht passierte (so sie denn jemand anzeigt).

    Wenn Du es schaffst, für derartigen Unfug tatsächlich bestraft zu werden, kann diese Strafe auch im Führungszeugnis sichtbar werden - wenn Du es für eine Tätigkeit vorlegen musst ist das dann schon Sch...


    Der Pranger ist zwar veraltet, aber die komplett weiße Weste gibt es dann halt auch nicht mehr.


    Aber noch mal an die Juristen hier: Wären die Eltern, in deren Anwesenheit hier gemalt wurde, denn irgendwie haftbar zu machen (wenn mann sie denn identifiziert hätte)? Aufsichtspflicht? Oder können die auch wieder in Richtung Fahrlässigkeit argumentieren, weil sie glaubten Kreide sei abwaschbar, bloß war's halt Ölkreide...

    Für die Bewohner der Innenstadt ist ein vollwertiger Supermarkt mit Sicherheit ein Gewinn, zumal mit der aktuellen Entwicklung bei Galeria Kaufhof Karstadt nicht klar ist, wie lange die Lebensmittelabteilung im Karstadt-Bau noch besteht. Der letzte separate Vollsortimenter auf der Ostseite der Zeil innerhalb des Anlagenrings war vorher der Tengelmann in der Fahrgasse.

    In unseren Büros wurden durch die neuen Abstandsregeln bei Zweiergruppen jeweils ein Schreibtisch nicht nutzbar und bei Dreiergruppen (egal ob 90°Kopf oder 120°) zwei Schreibtische nicht nutzbar.

    Das führt genau zu dem von Dir genannten "erweiterten Bürobedarf".


    Gehaltserhöhungen sehe ich auch keine, aber wie wäre es mit der Übernahme des Mietanteils für einen echten Arbeitsplatz? Bei Telearbeitern (=primärer Arbeitsplatz zuhause) machen wir das seit 20 Jahren. Das ist für 6-8m² in jedem Fall billiger und besser umsetzbar, als mal eben die Bürofläche für 6000 Mitarbeiter zu verdoppeln. Und diese Fläche reicht zuhause, da man eben keinen Anteil an Verkehrsflächen, Konferenzräumen, etc. mit einrechnen muss.

    ^Dafür wird das Homeoffice-Thema Einfluß auf den Wohnungsmarkt haben, da der regelmäßige Heimarbeiter dann doch statt 2 Zimmern die 2,5-Zimmer-Wohnung suchen wird und entsprechend nach oben. Ich habe Doppelverdiener-Kollegen, die aktuell beide, für unterschiedliche Firmen, zuhause Arbeiten. Parallele Telefon- und Videokonferenzen laufen dann mit Kopfhörer und Headset und wer gerade gewonnen hat darf statt auf der Couch am Küchentisch sitzen.


    Mehrere haben das jetzt tatsächlich zum Anlass genommen, nach größeren Wohnungen zu suchen - insbesondere dann, wenn auch die Kinder einen vollwertigen Arbeitsplatz brauchen, wenn die Schulen dauerhaft "digitaler" werden. Heißt dann, mindestens 12m² Kinderzimmer, und nochmal mindestens das Gleiche für die Eltern-Arbeitstische, wenn nicht mehr.


    Mal schauen, wieviele der geposteten Grundrisse moderner Wohnungen hier im Forum das hergeben.