Beiträge von Xalinai

    Der Plan hat Vorteile, allerdings nur wenige, und die nicht konsequent umgesetzt (die Wege zwischen der Haltestelle in der Mitte und den U-Bahn Zugängen), dafür aber auch deutliche Nachteile, allein schon durch das Aufbrechen es Fahrradrings und dessen Vorrang vor dem MIV.

    Der "unerlässliche" MIV-Zugang von allen Seitenstraßen zur Schweizer Straße in Verbindung mit der Aufsplittung in zwei Halbkreisel wird zu interessanten Fahrmanövern führen - ich sehe schon Autos auf den Fußgängerüberwegen wenden.

    Wesentlich für Köln ist tatsächlich die Menge an Passagieren - hier ist im Vergleich zu Frankfurt der wesentliche Fehler, dass man den S-Bahn-Tiefbahnhof in Frankfurt nicht mitgerechnet hat, in Köln die S-Bahn-Gleise und deren hohen Passagieranteil einrechnet. Die Passagieranzahl je Gleis wird dadurch deutlich verfälscht.

    Die Anzahl der international umsteigefrei erreichbaren Ziele ist das zweite wesentliche Defizit in Köln - das ist durch die Lage nicht zu ändern.

    Das ist ein Konstrukt, das in erster Linie sicherstellt, dass man als Gläubiger in einem Markt fallender Immobilienpreise keine Wertkorrekturen auf diesen Teil des Portfolios vornehmen muss, in der Hoffnung, dass man bis dahin anderweitig genug Werte aufbaut, um diese Korrektur auffangen zu können.


    Dass die Adler Group dadurch bis Mitte 2025 keine dieser, nun überteuerten, Immobilien verkauft, ist ein schöner Nebeneffekt, durch den auf dem Markt auch noch immer hochpreisige "Angebote" die eigenen Angebote günstig erscheinen lassen.

    Das ist so nicht ganz richtig.

    Wenn Lärmschutzmaßnahme bedeutet, dass die Trasse im Trog verlaufen muss, bedeutet das wesentliche Veränderungen an der Infrastruktur, veränderte Baukosten, etc.

    "Nebensächlichkeiten" wie die Höhenlage der Trasse beeinflussen sämtliche Ingenieurbauwerge an der Strecke - möglicherweise sogar deren Realisierbarkeit.

    Ist der Riedberg denn "fertig"?

    Schau doch mal, wann da beschlossen wurde zu bauen, wann die ersten Häuser, Läden und Geschäfte in Betrieb waren - unter Berücksichtigung, dass da ja schon ein Teil der Uni vorhanden war.

    Neu-West ist im Vergleich komplettes Neuland.

    Der "erfolgreiche Selbstständige" ist in den ersten Stock gezogen - die "Belle Etage". Das Erdgeschoss oder Hochparterre war kein Wohnbereich sondern bestenfalls Empfangsräume, Musikzimmer, Bibliothek, wo man Fremde und Geschäftspartner traf - oder Küchen, wenn man die Küche nicht im Souterrain untergebracht hatte.

    Unterm Dach waren die Dienstbotenzimmer und im zweiten Stock die für Kinder und sonstige Familie.


    Die Struktur gab es noch zu meiner Schulzeit (Gymnasium, ab 1972) in ein paar Villen am Marbachweg. Keine genutzten Dienstbotenzimmer mehr, aber mit einem Kinderzimmer (für den "Großen", meinen Klassenkameraden), Musikzimmer und "öffentlichem" Wohn- und Esszimmer sowie Küche im Hochparterre, privatem Familien-Wohnzimmer ("Fernsehzimmer!"), Elternschlafzimmer, Bad, 2. Kinderzimmer und der Großmutter im Dach.

    Die Station soll nicht an den Rand des Uni-Geländes, weil dann der Tunnel mitten durch den Hauptteil des Grüneburgparks geht und wegen der Nord-Süd-Ausrichtung einer Station knapp südlich der Allee m.o.w. zwangsweise westlich der Bundesbank rauskommt. Die Tunnelführung ist diejenige mit der kürzesten Strecke unter dem Grüneburgpark.

    Die Alternative, einen Teil der Bauvorleistung abzureißen und unter dem Palmengarten durch zu tunneln wurde ebenfalls bereits verworfen.

    Du bekommst mit 4-5-stöckigen neuen Gebäuden, selbst wenn Du relativ viel Wohnfläche je Wohnung baust (heutzutage mit 2 separaten Räumchen für HO, größere Kinderzimmer mit Platz für HomeSchooling) genug Einwohner auf die Fläche, dass das städtebaulich sinnvoll ist. Der Anspruch, die Bauherren sollen schöne Gebäude bauen, scheitert halt daran, dass Schönheit beim Bauen in der Regel mit preisgünstigem Bauen iin Konflikt steht. Es gibt zwar einen Markt für Mietwohnungen über 20€/m², deren Erbauer zeigen dieses Niveau aber auch nur selten nach Außen.


    Was unsere Vorfahren und auch wir selber vor 100, aber auch noch vor 50 Jahren gebaut haben, ist energetisch halt eine Katastrophe, von falschen Annahmen bei nachträglicher Wärmedämmung in den 1990ern mal ganz abgesehen.


    Die Grundrisse der Vorkriegszeit sind nach meinem Eindruck nur deshalb so vielseitig, weil sie oft aus identischen, funktionslos geplanten Zimmern bestehen, insbesondere in Häusern, in denen vom Personal im Keller/Souterrain gekocht wurde und es auf den Etagen noch nicht mal eine Küche gab.

    Wo nachträglich Küchen und Bäder eingebaut wurden, weil statt einer Mehrgenerationenfamilie mehrere Familien sich ein Stadthaus teilten, opferte man dafür meist ein Zimmer, das auf einer Seite Küche und auf der anderen Seite Bad wurde, so dass man mit einem Leitungsstrang auskam.

    Ob das Ergebnis jetzt ein vielseitiger Grundriss ist, oder ein Grundriss, der auf nichts wirklich passt, wäre ein separates Diskussionsthema.


    Was ich gut finde ist zum Beispiel sowas: Lövenicher Hof 49 Häuser, E+3/E+4, oberstes Vollgeschoss oft als Maisonette mit dem ausgebauten Dach, gelegentlich als 2ZW. Knapp 500 Wohnungen, im Mittel 80m², 1200 Einwohner auf 35.000m² Grundfläche. Technik: BJ 1984, ordentliche Dämmung, Fußbodenheizungen und der Großteil der Autos der Bewohner in der Mitte unter dem Teich.

    Was wir in neuen Wohngebieten brauchen ist eine mittlere Verdichtung, so dass einerseits wenig Gebäude-Außenhaut pro m² Wohnfläche den Energiebedarf niedrig hält, andererseits aber die dadurch gegenüber EFH- und Reihenhausanlagen gesparte Fläche zumindest anteilig grün gelassen wird. Anteilig, damit die EW-Dichte hoch genug bleibt, effizienten ÖPNV anbieten zu können und keine neuen Auto-Suburbs zu züchten.


    Bebauung innerhalb der bereits versiegelten Kernstadt ist ein anderes Thema, da ist Dichte ein primäres Ziel, da großflächige Entsiegelung (siehe Wohnblöcke in der Altstadt von Fahrgasse bis NMS) kein wirklich urbanes Ergebnis liefert.

    Aufhorchen läßt diese Aussage von Markus Schön: "In Frankfurt oder Wiesbaden haben Kunden einfach zu viele andere Optionen, einkaufen zu gehen."

    Das ist das was ich immer schreibe: Die Markenproduzenten haben mit ihren BrandStores die Kaufhäuser nachhaltig geschädigt, ohne dabei selbst wirklich zu gewinnen.

    Das Kaufhaus bot dem Kunden den Vorteil, gerade im Textilbereich direkte Produktvergleiche im Moment der Kaufentscheidung treffen zu können. Wo das nicht mehr besteht, weil durch BrandStores oder deren Vorläufer, Shop-In-Shop Bereichstrennungen im Kaufhaus, hat der Kunde keinen Grund mehr das Kaufhaus aufzusuchen und bei diesem Besuch Zusatzumsatz in anderen Bereichen zu machen.

    Der Onlinehandel hat auch dazu beigetragen, soweit er genau dieses Defizit, den Produktvergleich, angegriffen hat.

    Die strategischen Fehler aus Sicht der Warenhäuser wurden aber bereits Mitte der 1980er getroffen, als man dem Drängen der großen Marken nach Ausdifferenzierung im Kaufhaus nachkam. Je stärker und früher die Markenpräsentation, desto früher der Untergang. Horten, Hertie, ...

    Wer heute noch (einigermaßen) erfolgreich große Textilhäuser mit Markenware betreibt, vermeidet diesen Fehler weitgehend.

    Für die ehemaligen Karstadt-Mitarbeiter im "Zebra" gibt es m.W. noch einen Bestandsschutz ihrer Arbeitsverträge bis 2024. Man könnte sie an die Hauptwache versetzen, da braucht man sie aber nicht. Entsprechend wird man nicht ohne Neuverhandlungen mit BR und ver.di vor 2025 dort schließen können.


    Für einen Abriss und Neubau an der Hauptwache spricht, dass das Gebäude trotz mehrfach modernisierter Optik im Kern auf dem Nachkriegsbau aufsetzt - das bewirkt zu niedrige Etagenhöhen im Keller, daher auch die Zwischentreppe zum tiefergelegten Bereich mit Anschluss zur B-Ebene, eine ineffiziente Anlieferungsebene im EG, ....

    Das eine kleine Querfenster hinten geht auf die TG-Rampe. Aber die bodentiefen EG-Fenster zur Straße sind vermutlich eine Folge von Copy&Paste beim Etagenaufbau. Oder man braucht die Fenstermaße wegen moderner Belichtungsstandards für die Zimmer und möchte keine Fenster zur Hofeinfahrt der Nachbarn.

    Vielleicht sieht man es ja noch ein und setzt wenigstens in den unteren Teil von vorn herein Mattglas.

    Trotzdem erschient es mir ziemlich unsinnig, in den Bereichen, in denen der verbleibende Autoverkehr fließt, Querungsmöglichkeiten aunzubieten, von da wo es keinen Autoverkehr gibt aber die Fußgänger genau an diese Stellen zur Querung zu zwingen. Ein Übergang von der Platzmitte zur südöstlichen/nordöstlichen Rolltreppe und von der norwestlichen/südwestlichen Außensegment zu Platzmitte, für die Fußgänger von der Westseite der Schweizer Straße hätte irgendwie mehr Sinn.

    Mod: Frage bezieht sich auf das Projekt "MainYard" im Allerheiligenviertel.




    So ganz erschießt sich mir die Strategie hier nicht - fast alle Baumaschinen sind abgezogen (was ist das Blaue da eigentlich), auch ein Teil der Container ist weg.

    Baustopp?

    Mir erscheint von den drei Rad/-Fußwegbrücken die am Ubierring als wichtigste, da ab 2024 mit Einschränkungen auf der Rodenkirchener Brücke zu rechnen ist (vsl. Abriss, Neubau nach Nutzbarkeit des 1. Teils der neuen Leverkusener Brücke, weil ab da dort wieder LKW-Verkehr möglich ist, der heute über die A4 ausweicht).

    Betrachtet man die derzeitigen Sanierungsarbeiten an der Rodenkirchener Brücke, sieht es auch so aus, als würde primär der alte Teil samiert, der auch ohne den nördlichen, neuen Teil stehen kann. Entsprechend könnte ein Neubau mit einem neuen Nordteil beginnen - an dem befindet sich aber die Fahrradrampe.

    Alternativ müsste man die barrierefreie Nachrüstung der Südbrücke vorziehen, da sonst alle, die ihr Rad nicht tragen können, mindestens bis zur Severinsbrücke ausweichen müssen.

    Schmuddelwetter ist doch gut. Weniger direkte Sonne ergibt eine bessere Verteilung von Licht und Schatten, es sind mehr Details in den Mitteltönen zu sehen.

    Wenn es nicht gerade Hunde und Katzen regnet gibt das bessere Bilder. Danke dass Du bei dem Wetter raus gehst.