Frankfurter Stadtgespräch

  • Typische Diskussion in D.:
    Statt an die Wurzel des Übels zu gehen, um für mehr Sicherheit im Staat zu sorgen ( Grenzkontrollen - um bekannte Kriminelle und Unbefugte vom deutschen Territorium fern zu halten ), wird der Steuerzahler zusätzlich finanziell geschröpft ( Poller bei Großveranstaltungen, mehr Polizei, mehr Videoüberwachung, Absperrungen an Bahnhöfen, etcpp. ).
    Effektivität gleich Null, weil sich diese Kranken immer einen anderen Weg suchen, um zuzuschlagen.
    Verhindern kann man nie alles, aber man sollte zumindest die elementarsten Sicherheitsvorkehrungen für die Bevölkerung treffen!

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    Zitat

    Statt an die Wurzel des Übels zu gehen, um für mehr Sicherheit im Staat zu sorgen ( Grenzkontrollen - um bekannte Kriminelle und Unbefugte vom deutschen Territorium fern zu halten ), wird der Steuerzahler zusätzlich finanziell geschröpft


    Offenbar haben die Schweizer Behörden die Fahndung nach dem Täter nicht an die Deutschen Behörden weitergegeben, in einer Datenbank war er nicht registriert.
    https://www.sueddeutsche.de/pa…tlungen-zuerich-1.4546025


    Von solchen Bahnsteigtüren halte ich allerdings auch nicht allzu viel.

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    Ich stimme MiaSanMia zu.


    Ich bin froh dass das verfassungsmäßige Recht auf Freizügigkeit und Aufenthaltsfreiheit von Personen im Binnenmarkt der EU seit 2009 förmliches Grundrecht ist. Gemäß der 2009 in Kraft getretenen „Charta der Grundrechte der EU“. (Art.45). Bei theoretischen Grenzkontrollen in den Binnenländern kann doch niemand bei der Einreise erkennen ob jemand ein potentieller Mörder ist oder nicht!
    Wichtiger ist doch (wie MiaSanMia schreibt) dass die Behörden innerhalb der EU (in diesem Fall die Schweiz und Deutschland) besser zusammen arbeiten.


    zu Bahnsteigtüren:


    Bahnsteigtüren wie in London oder Paris halte ich "nur" bei fahrerlosen Bahnen für sinnvoll. Absperrungen und automatische Türen sollen bei sehr vielen Fahrgästen auf den Bahnsteigen hauptsächlich davor schützen, dass unbeabsichtigt jemand auf die Gleise fällt.

  • Allein schon wenn man sich konsequent an das schon bestehende (leider immer noch viel zu lasche) Asylrecht gehalten hätte, wären uns viele Morde, Vergewaltigungen und Anschläge erspart geblieben. Aber dazu hätte man u.A. halt auch mal die Außen- und als das nicht mehr gereicht hat, auch die Binnengrenzen angemessen sichern müssen. Ganz abgesehen von den früheren Fehlern in der deutschen Einwanderungspolitik, die unterm Strich es für wirkliche Leistungsträger reichlich unattraktiv macht nach Deutschland zu kommen bzw hier zu bleiben, und vor Allem für Armutszuwanderung mit allen zugehörigen Problemen gesorgt hat (Überfremdung, soziale Brennpunkte, Islamismus, etc). Von daher hat Äppler absolut recht.

  • Nur mal zum Nachdenken!


    Niels Högel (* 30. Dezember 1976 in Wilhelmshaven) ist ein deutscher Serienmörder. Er war von 1999 bis Mitte 2005 als Krankenpfleger in Krankenhäusern in Oldenburg und Delmenhorst tätig und beging dort zahlreiche Morde, die vermutlich die größte Mordserie in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte darstellen. Insgesamt leiteten die Behörden in 332 Fällen Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts ein.


    Verurteilt wurde Niels Högel im Juni 2019 wegen 85-fachen Mordes.
    https://www.welt.de/vermischte…en-Mordes-verurteilt.html


    Keine Grenzkontrollen hätten diese Morde, die einen Großteil der gesamten Mordstatistik der Bundesrepublik Deutschland ausmachen verhindert!

  • Todesstrafe, fertig. Ist in D. aber nicht en vogue.


    Jedes Land hat seine Psychopathen, allerdings sollte man alles mögliche dafür tun, nicht noch welche zu importieren.

  • Äppler & Rohne :


    Nochmal: Grenzkontrollen hätten in diesem Fall nichts gebracht. Mit unserem Asylrecht hat dieser Fall absolut nichts zu tun. Die Todesstrafe verhindert keine Straftaten.
    Warum also vermischt ihr hier Sachverhalte, die miteinander überhaupt nichts zu tun haben? Hauptsache wieder herumgeifern...:nono:

  • Zitat

    Die Todesstrafe verhindert keine Straftaten.


    Das nenne ich das Wunder der Resozialisierung. Ausnahmslos alle Kandidaten für die Todesstrafe sind nach Haftentlassung fromm wie Lämmer. :angel:

  • Wo und wie hätten Grenzkontrollen stattfinden sollen, um die ca 90 Todesopfer der letzten Jahre durch rechtsradikale Straftäter zu verhindern?


    Doch - Grenzkontrollen haetten hier viel gebracht. Die spaeteren Opfer waeren den Taetern nicht begegnet.

  • Sehe ich genau so! Daher bitte jetzt wieder ein Stadtgespräch und das bisherige Thema kann ja in einem anderem Forum (nicht DAF) fortgesetzt werden! DANKE!

  • Europaturm ("Ginnheimer Spargel")

    Es gibt Überlegungen, den Europaturm wieder öffentlich zu nutzen. Konkret scheinen sie nach der heutigen Pressemitteilung der Stadt nicht zu sein:


    Noch immer gehört der Frankfurter Europaturm mit seinen 331 Metern zu den höchsten Fernmeldetürmen der Welt. Der „Ginnheimer Spargel“, wie ihn die Frankfurter kurz nach seiner Fertigstellung 1979 liebevoll tauften, war neben seiner technischen Nutzung viele Jahre lang ein Magnet für Millionen von Touristen, Gourmets und Partygängern. Bis heute ist er als Funkstandort in Betrieb, jedoch für Besucher nicht mehr zugänglich. Gemeinsam mit dem Hamburger Bundestagsabgeordneten und Obmann im Bundestags-Haushaltausschuss Johannes Kahrs besichtigte Oberbürgermeister Peter Feldmann das Bauwerk, um über neue Nutzungsmöglichkeiten und eine mögliche Öffnung für die Bürger nachzudenken.

    Oberbürgermeister Feldmann sagte: „Viele Frankfurter sind damit groß geworden, dass sie mit ihren Familien oder mit Besuchern aus anderen Städten von der Aussichtsplattform auf unsere Skyline, auf den nahen Taunus geschaut haben. Auch ich kann mich noch gut daran erinnern, auch daran, dass der „Ginnheimer Spargel“ ein Erkennungszeichen ist, das uns bei der Heimreise immer ein Gefühl von Zuhause ankommen vermittelt. Es wäre großartig, wenn es uns gelänge, dieses Frankfurter Wahrzeichen wieder allen Frankfurtern zugänglich zu machen.“

    „Früher standen Fernsehtürme für Fortschritt, Technik und Zukunft - heute für Heimat, Freizeit und Geschichte. Fernsehtürme wirken erst, wenn sie für alle geöffnet sind. Nur Tun bewegt“, fügte Kahrs hinzu. Der Geschäftsführer der Deutsche Funkturm, Bruno Jacobfeuerborn, sagte: „Der Europaturm ist in doppelter Hinsicht ein prägendes Bauwerk für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet. Er versorgt die Region seit 40 Jahren mit wichtigen Funkdiensten und wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Medieninfrastruktur sein. Gleichzeitig ist er als Wahrzeichen nicht mehr aus der Frankfurter Skyline wegzudenken.“

    Nachdem das innerstädtische Fernmeldehochhaus als Antennenträger für Richtfunkstrecken nicht mehr ausreichte, entschied sich die damals verantwortliche Deutsche Bundespost zum Bau des Fernmeldeturms. Nach fünfjähriger Bauzeit war der mit seiner Antenne 337,33 Meter hohe und 75 Millionen D-Mark teure Europaturm fertig. Mit einem Durchmesser von 59 Metern ist die sechs Stockwerke hohe Kanzel in 227 Metern Höhe die weltweit breiteste. Sie ermöglicht einen grandiosen Blick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet.
    Kein Wunder, dass dieser einzigartige Platz über viele Jahre hinweg als Diskothek, Restaurant und Aussichtsplattform genutzt wurde. Mehrere leistungsfähige Aufzüge brauchten die Besucher mit einer Geschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde nach oben. In den sechs Salons des Restaurants fanden bis zu 220 Gäste Platz und in der Diskothek traten damalige Schlagerstars wie Rex Gildo, Jürgen Drews und Bata Ilic auf.

    Allerdings war es trotz des riesigen Zuspruchs und meist ausgebuchter Plätze schwierig, die Einrichtungen wirtschaftlich zu betreiben. So wurde der Europaturm 1999 für die Öffentlichkeit geschlossen. Dies hatte auch mit den Auflagen der Brandschutzordnung zu tun, die einen Millionenaufwand erfordert hätten. Die technischen Rahmenbedingungen hatten sich mit den Jahren ebenfalls geändert. Techniker mussten das Gebäude nur noch selten besuchen, weil die modernen Sendeanlage längst aus der Ferne gesteuert werden können.

    Als Nachfolgerin der Deutschen Bundespost bietet heute die DFMG Deutsche Funkturm den Turm verschiedenen Unternehmen als Standort für Funkdienste an. Dazu zählen unter anderem digitales Fernsehen, analoges und digitales Radio, Richtfunkverbindungen für besonders hohe Datenübertragungen, Mobilfunk sowie spezielle Datendienste zur Unterstützung von High Frequency Trading.



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    Bild: Stadt Frankfurt am Main

  • ^ In der heutigen hessenschau gibt es einen Videobericht mit tollen Bilder aus dem Inneren und Außenaufnahmen vom Turm und Drumherum.


    Evtl. ist das Stuttgarter Modell eine Möglichkeit um den Turm brandschutztechnisch zu ertüchtigen und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

  • Die Fernsehtürme waren seinerzeit "Bauwerke in öffentlicher Trägerschaft", d.h. die Deutsche Bundespost benötigte keine Baugenehmigung, sie verantwortete den Bau selbst. Nach der Privatisierung der Post im Zuge der Postreform verloren die Funktürme ihre rechtliche Eigenschaft. Sie wurden praktisch über Nacht zu banalen Sonderbauten nach Landesbauordnung. Nach der erstbesten Sonderbaukontrolle erfolgte die Schließung, weil sie die Anforderungen des Brandschutzes nicht erfüllten.


    In Stuttgart führte eine private Initiative zusammen mit dem SWR die Sanierung durch und erreichte die Wiedereröffnung, vermutlich ist das mit "Stuttgarter Modell" gemeint.

  • Korrekt tunnelklick, dass meinte ich mit ''Stuttgarter Model''.


    Dort wurde der fehlende 2. unabhängige Fluchtweg, wie auch hier, bemängelt. Ich gehe davon aus das nicht nur der Europaturm ab dem Zeitpunkt seiner Privatisierung brandschutztechnisch als HH eingestuft und behandelt wurde. Wie tunnelklick erwähnte, galten bei der ursprünglichen Planung andere Kriterien und natürlich wurde ein nach heutigen Kriterien 2. unabhängiger Fluchtweg (Treppenhaus) nicht geplant und gebaut. Folglich ist ein nachträglicher Anbau oder Einbau eines separaten Treppenhauses oder der Umbau des existierenden keine Lösung, besonders wenn die Deutsche Funkturm diese Aufwendungen nicht den technischen Nutzern umhängen kann.
    In Stuttgart wurden alle Kabel ausgetauscht und zusätzlich wurden die Hochfrequenzkabel mit einer Metallkanal ummantelt und dieser Kanal ist in 1,5 m lange Schotts unterteilt.
    Die bestehende Treppenanlage zusammen mit der brandschutzertüchtigten Aufzugsanlage wurde mit den anderen Maßnahmen in Stuttgart als ausreichend bewertet um den Turm wieder für Besucher freizugeben.


    In dieser interessanten Dokumentation zur Historie des Turmes geht's zw. 7'05'' und 10'15'' um diese Ertüchtigung.
    Während dieser Sanierung mussten auch die asbesthaltigen Wasserleitungen ausgetauscht werden, siehe zw. 20'27'' und 21'40''.
    Ist dies auch hier ein Thema?


    Ergänzend noch ein FAZ-Artikel vom 28.11.2010 der sich mit dem Leerstand und fehlenden Brandschutz für eine öffentliche Nutzung beschäftigt, soweit also nichts Neues im Nordwesten.
    Ein Bewirtungsbetrieb wird m.E. die Sanierungskosten, in Stuttgart fielen 1,8 Mio. EUR an, schwerlich einspielen wenn die Parteien bei anderen Positionen keine Kostenreduktion vereinbaren.
    Wurden seiner Zeit im Europaturm nur die Brandlasten im Besucherteil entfernt?

    4 Mal editiert, zuletzt von main1a () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • IAA / Entwicklung Messe - neue Chancen

    Angesichts der nicht ausgebuchten IAA sollte man glaube ich akzeptieren, dass das Messengeschäft tendentiell und langfristig schrumpfen wird. Es gibt heute einfach eine Vielzahl mehr an Kommuninkationskanälen für Unternehmen als noch vor wenigen Jahren.


    Damit bietet sich doch auch eine Chance für die Messe und das Europaviertel: man könnte überlegen, die Multifunktionsarena und/oder die Oper auf dem Messegelände anzusiedeln und einen Durchgang zur Europaallee oder zumindest zur Skyline Plaza zu schaffen.


    Halle 3 könnte eine Multifunktionsarena werden (oder Neubau auf dem Areal), mit Durchbruch zur Europaalle an der Stockholmer Strasse. Wo Halle 1 steht, neben der Festhalle, wäre es doch ein super Ort für die Oper.


    Dies würde ein struktrurelles Problem der Europaallee / des Skyline Plaza angehen, nämlich dass sie nach Norden hermetisch abgeriegelt ist und daher in Randlage. Es gibt keine Fußgängerströme von dort.